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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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am 20. November 2006
Kurz nach der Veröffentlichung von "The Miracle" im Jahre 1987 mehrten sich die Gerüchte um eine mögliche HIV-Infizierung von Freddie Mercury.
Die Musikzeitschriften brachten in regelmäßigen Abständen Berichte, die sich mit dieser Tragik befaßten. Als keine Tourpläne von Queen bekannt wurden, hörte das Rätselraten überhaupt nicht mehr auf und die wenigen Medienauftritte von Queen bzw. Freddie Mercury trugen auch zu diesen Spekulationen ihren Teil bei. Dann wurde "Innuendo" angekündigt. Nicht als "letztes" Queen Album, sondern als eines der "eindrücklichsten" Werke dieser Band. In einer Vorab-Info der EMI konnte man u.a. lesen; "ein Sänger, der mit solch einer Kraft singt KANN nicht ernsthaft erkrankt sein...".
Genau DAS wollte ich damals lesen und deshalb habe auch ich verdrängt, was NACH dem Hören von Innuendo nicht mehr zu verdrängen war. Im Video zu "Headlong" ist Freddie schon sehr gezeichnet und weshalb man bei einigen Videos zu diesem Album gänzlich auf Aufnahmen der Band verzichtete bzw. auf ältere Filmaufnahmen zurück griff (The show must go on) konnte man dann spätestens beim Video "these are the days of our lives" erkennen. Das Album ist vom ersten bis zum letzten Ton ergreifend, emotional und hätte keinen treffenderen Titel als "Innuendo" tragen können.
Ich denke, für Freddie war die Arbeit im Studio Medizin und nur so kann ich mir die Qualität dieses wohl außergewöhnlichsten Queen-Albums erklären. Meiner Meinung nach kann man keine Songs herauspicken, man sollte "Innuendo" als geschlossenes Werk hören weil jeder Song seine eigenen Emotionen besitzt und nur zusammen ergeben die Lieder ein rundes Bild über die Stimmung, die damals in der Band wohl bestanden hat.
Für mich ist es das wirkliche Abschiedsalbum von Queen, "Made in Heaven" ist für mich eine Verbeugung der verbliebenen Musiker vor ihrem "liebsten Familienmitglied", so wie sie es auch im Nachruf auf Freddie formuliert haben. Trotzdem kann man "Innuendo" auch als eines der vielfältigsten Alben von Queen bezeichnen, es macht großen Spaß, die Musik zu hören auch wenn das Gefühl des Abschiednehmens in jedem Lied zu spüren ist.
Ich habe lange überlegt, ob ich nach den wirklich hervorragenden Besprechungen zu diesem Album noch etwas schreiben sollte, aber als "alter" Queen-Fan wollte auch ich meine Begeisterung für dieses Album zum Ausdruck bringen. The show must go on...
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am 11. Januar 2015
Hatte innuendo damals als Cassette gekauft,.....irgenwie gibt es nur noch CD Player darum der erneute kauf als CD.
Eigentlich ist doch die Musik von Queen selbst sprechend oder ich kann mich den ganzen Leuten mit 5 Sternen Bewertung Kompromisslos anschliessen.
Zum Leid aller Musik Fans und Queen Fans ist Freddie zu Früh gestorben.

Mlg

Paulen
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Innuendo - das letzte Album mit dem lebendigen Freddie, um es salopp auszudrücken. Innuendo beeindruckt, bewegt, und bedrückt einen zugleich. Von allen Queen-Alben, von denen so gut wie alle kleine Meisterwerke waren (man denke nur an das höchst unterhaltsame "Jazz" oder das berühmte "A Night at the Opera") ist das letzte Album m.E. auch das Beste.
Die Songs sind allesamt von höchster Qualität, von den Songstrukturen über die Melodien und Akkordfolgen, bis hin zu den Texten...unglaublich. Schon der Opener zeigt wo's lang geht: Schwermütige Keyboardwände und Freddies Gesang, bei dem man Gänsehaut bekommt. Mit über 6 Minuten ein richtiges Epos. Besser hätte das Album nicht anfangen können. "Headlong" ist ein beinharter Queen-Rocker, mit Freddie in Höchstleistung, trotz seiner damals voranschreitenden Krankheit und schwachen körperlichen Verfassung. "Don't Try So Hard" und "These Are the Days of our Lives" sind wunderschöne, tieftraurige Balladen. Den Song "Delilah" hat Freddie seinen Katzen (!) gewidmet...genial: Selbst den Humor behielt er noch und so hört man dort Gitarren, die klingen wie Katzen-Miauen. "The Hitman" ist wieder ein lauter Rocker mit Knaller-Gitarrenriffs. Enden tut Innuendo schließlich mit einem ebenso meisterhaften Epos wie der Opener: "The Show Must Go On", wegweisend und wie kein andere Song beschreibend, in welcher Stimmung sich die Band damals befand. Sozusagen Freddies Abschiedslied.
Innuendo hat einen roten Faden, der sich durch alle Songs zieht: Diese bedrückende Stimmung, teilweise überwältigend emotional und tieftraurig. Angesichts des nahenden Ablebens des Sängers und dessen Wunsch, so schnell wie möglich noch Songs einzusingen, verständlich. Und genau hier liegt der Punkt, den dieses Album und Queen generell so faszinierend machen: Queen schaffen es, mit einem solch schweren und furchtbaren Schicksal immernoch mehr als geniale Songs zu erschaffen. Freddie, Brian, John und Roger - alle wussten sie, dass es bald keine Band mehr und vor allem kein Freddie mehr geben würde. Trotzdem ließen sie ihre Kreativität übersprudeln und hörten nicht auf, Musik zu machen...das Ergebnis ist Innuendo.

Zum Remaster: Nach dem 1993er Remasters (welche schon wirklich gut waren) erscheinen hier die Songs nochmals verbessert. Ich war überrascht, dass dies uberhaupt möglich war und befürchtete bereits komprimierten Songbrei à la Loudness War. Weit gefehlt! Noch druckvoller, klarer und transparenter ist das Ergebnis, Remastering vollkommen gelungen.
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am 12. August 2004
Es hat wohl nie ein beeindruckenderes und imposanteres Vermächtnis gegeben als das letzte "echte" Album der legendären, britischen Band Queen. Das Album entstand bereits im letzten Stadion der folgenschweren Erkrankung Freddie Mercury's an AIDS. Trotzdem hat er sich gequält, sich selbst zu unglaublichen Taten angetrieben, anstatt die letzten Monate seines Lebens abgeschottet und insichgekehrt zu verbringen. So ist auch jeder Song von dieser Wehmut durchtränkt, daß dieses Album anders ist als alle Vorgänger, die stets ironisch, spaßig und pompös waren. Innuendo klingt sehr viel ernster und bereits beim ersten Hinhören wird einem klar, daß hier etwas zu Ende geht, eine große Ära. Das Repertoire ist wieder einmal typisch vielseitig, von sanfter Schmuseballade ("Delilah"), pompöser Rockballade ("Innuendo") bis hinzu knallhartem Rock ("Hitman") ist alles dabei. Und entgegen manch anderer Alben findet man diesmal auch keinen Rohrkrepierer, jeder Song ist einzigartig, und überzeugt. Dabei gibt es hier soviel hochwertige, einmalige Songs, von denen viele Bands träumen würden, auch nur einen einzigen davon in ihrem Leben hervorgebracht zu haben.
Zum Einstieg erklingt "Innuendo", das an Bohemian Rhapsody erinnert, und doch ganz anders ist. Ein Song, der auch nach dem 1000. mal hören nichts an seiner Faszination verliert, und mit immer wieder neuen Facetten überrascht. Besonders herausragend sind hier die spektakulären und Gitarrensoli und Mercury's unnachahmliche Stimme am Schluß ("You can be anything you want to be/ Just turn yourself into anything you think that you could ever be...).
"I'm going slightly mad" ist dann der einzige Song, der dem alten Queencharakter noch am ehesten entspricht, leicht und locker, sich selbst nicht zu ernst nehmend, aber sehr einprägsam. Das Video dazu ist ein wahrer Hingucker, unbedingt angucken.
"Headlong" setzt dann wieder rockig, fetzig fort, und entwickelt während dem Hören ein irres Tempo, animiert fast schon zum Tanzen. Die Lyrics sind einfach genial (bzw. genial einfach).
"I Can't Live With You" ist eine Art Powerlovesong, mit beeindruckenden Soundeffekten, sehr kraftvoll gesungen, ein echter Ohrwurm.
"Don't try so hard" ist traurig, sowohl von den Lyrics als auch vom Gesang, der teilweise fast schon gequält erklingt und betroffen macht. Ich glaube, in einer höreren Stimmlage hat Mercury noch nie gesungen. Kein Chartsong, kein Ohrwurm, aber dennoch tief beeindruckend.
"Ride the wild wind" ist poppig, mit viel Elan und Chören, ganz nett, aber mehr nicht.
Bei "All god's people" ist man oft geteilter Meinung, entweder er gefällt oder nicht. Mein Geschmack ist er nicht, dennoch ist er in normalen Musikmaßstäben gutes Mittelmaß.
"These are the days of our lives", ein absolutes Highlight des Albums. Gefühlvoll, nachdenklich und doch schwungvoll, mir grandiosen Lyrics, die bereits eine Art Abschied andeuteten, denn ein Rückblick kommt oft kurz vor dem Ende. Der Gesang perfekt, das Video legendär (das letzte Queenvideo, in schwarzweiß, mit dem unvergesslichen "I still love you" von Mercury ganz am Ende des Songs). Wenn ich nicht irre, wurde der Song in England auch zum Song des Jahres gekürt.
"Delilah" ist dann die bereits angespochene Schmuseballade, die auf eigentlich jedem Album dabei ist. Der Song ist Mercury's Katze gewidmet, soviel dazu.
Zum Ende des Albums erfolgt nochmal ein wahres Crescendo an Songs.
Zuerst der Rocker des Albums, "Hitman", ähnlich "I want it all" sehr kraftvoll, ein Genuss. Der oft überdrehte Gesang ist einsame Spitze.
Ganz anders dagegen "Bijou", ein Instrumentalsong, der nur in der Mitte von einer kurzen (und extrem guten) Gesangseinlage unterbrochen wird. Was May aus seiner Gitarre alles rausholen kann, ist immer wieder beeindruckend, vor allem hier, wo Schmerz und Kummer exzellent zum Ausdruck gebracht werden.
Am Ende schließlich steht der Schwanengesang Mercury's, sein Abschiedssong, auch wenn es damals noch niemand wußte.
"The show must go on" ist für mich einer der besten Songs, die während der gesamten musikalischen Schaffensphase der Menschheit entstanden sind, perfekter geht es nicht. Taylor, Deacon und May ziehen hier an einem Strang, jeder leistet sein Bestes, und damit liefern die 3 die perfekte Plattform für Mercury's Gesang und sein unglaubliches Schlußsolo ("My soul is painted like the wings of butterfly/ Fairy tales of yesterday will grow but never die/ I can fly my friend"), das an Dramatik nicht zu toppen ist.
Mercury war hier am Höhepunkt seines Gesangs angelangt. Und auch wenn es schwer fällt, den Worten Folge zu leisten, die Show muss weitergehen, auch ohne das Genie Mercury, auch ohne Queen.
Dieses Album ist ein Muss: für Fans, für werdende Fans und alle anderen.
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am 2. September 2011
Eine bessere Rezension als die hier bereits Geschriebene kann man nicht schreiben, ich habe mir seinerzeit auch meine Gedanken gemacht, und daher möchte ich dem Anlaß entsprechend das wiederholen, was ich damals empfunden habe und woran sich auch in Zukunft nichts ändern wird.
Die Produktion war schon immer auf höchstem Nivau, es ist ähnlich wie bei "The Miracle", es mag einen KLanggewinn geben, aber ich muß zugeben, das meine Anlage das wohl dann nicht mehr zum Ausdruck bringt. Egal, mir kommt es ohnehin eher auf die Musik als auf allerfeinste Nuancen an, obwohl ich durchaus auch großen Wert auf guten Sound lege..

Nur noch soviel; die Bonustracks gefallen mir auf diesem Album nur mäßig, an Stelle des "Mad Mix" von "I'm going slightly mad" hätte man besser nur die reine Gesangsspur veröffentichen sollen. Wirklich "mad" klingt das nämlich nicht, eher nervig was da an Hintergrundgeräuschen hervortritt. Allerdings kann man die Gesangsspur von Freddie und dem "Queen-Chor" gut raushören. "Ride the wild wind" und "Headlong" als Early bzw. Embryo-Version geht in Ordnung, aber alles in Allem sind das keine berauschenden Bonustitel. Egal, das Album "berauscht" umso mehr. Für mich das BESTE Album der Band, besser als alle Klassiker vorher. Das liegt aber auch an den Umständen seines Entstehens. Wie gesagt, ich bin Fan, nicht objektiv, und "Innuendo" macht mich todtraurig.
Wer selbst Fan der Gruppe ist wird das verstehen, die anderen brauchen es nicht verstehen...

Kurz nach der Veröffentlichung von "The Miracle" im Jahre 1987 mehrten sich die Gerüchte um eine mögliche HIV-Infizierung von Freddie Mercury.
Die Musikzeitschriften brachten in regelmäßigen Abständen Berichte, die sich mit dieser Tragik befaßten. Als keine Tourpläne von Queen bekannt wurden, hörte das Rätselraten überhaupt nicht mehr auf und die wenigen Medienauftritte von Queen bzw. Freddie Mercury trugen auch zu diesen Spekulationen ihren Teil bei. Dann wurde "Innuendo" angekündigt. Nicht als "letztes" Queen Album, sondern als eines der "eindrücklichsten" Werke dieser Band. In einer Vorab-Info der EMI konnte man u.a. lesen; "ein Sänger, der mit solch einer Kraft singt KANN nicht ernsthaft erkrankt sein...".
Genau DAS wollte ich damals lesen und deshalb habe auch ich verdrängt, was NACH dem Hören von Innuendo nicht mehr zu verdrängen war. Im Video zu "Headlong" ist Freddie schon sehr gezeichnet und weshalb man bei einigen Videos zu diesem Album gänzlich auf Aufnahmen der Band verzichtete bzw. auf ältere Filmaufnahmen zurück griff (The show must go on) konnte man dann spätestens beim Video "these are the days of our lives" erkennen. Das Album ist vom ersten bis zum letzten Ton ergreifend, emotional und hätte keinen treffenderen Titel als "Innuendo" tragen können.
Ich denke, für Freddie war die Arbeit im Studio Medizin und nur so kann ich mir die Qualität dieses wohl außergewöhnlichsten Queen-Albums erklären. Meiner Meinung nach kann man keine Songs herauspicken, man sollte "Innuendo" als geschlossenes Werk hören weil jeder Song seine eigenen Emotionen besitzt und nur zusammen ergeben die Lieder ein rundes Bild über die Stimmung, die damals in der Band wohl bestanden hat.
Für mich ist es das wirkliche Abschiedsalbum von Queen, "Made in Heaven" ist für mich eine Verbeugung der verbliebenen Musiker vor ihrem "liebsten Familienmitglied", so wie sie es auch im Nachruf auf Freddie formuliert haben. Trotzdem kann man "Innuendo" auch als eines der vielfältigsten Alben von Queen bezeichnen, es macht großen Spaß, die Musik zu hören auch wenn das Gefühl des Abschiednehmens in jedem Lied zu spüren ist.
Ich habe lange überlegt, ob ich nach den wirklich hervorragenden Besprechungen zu diesem Album noch etwas schreiben sollte, aber als "alter" Queen-Fan wollte auch ich meine Begeisterung für dieses Album zum Ausdruck bringen.
Seit der Veröffentlichung des letzten Queen Albums als Band MIT Freddie sind nun 21 Jahre vergangen. Höre ich mir die Songs heute an, fällt mir auf, wie sehr Freddie Mercury in seinen letzten Texten sein Innerstes nach Außen gekehrt hat. "I'm goin slightly mad" ist "nur" vordergründig "lustig", in Wahrheit ist es einer der hintergründigsten Texte bezüglich seiner damaligen Situation. "I can't live with you" hat durch private Erfahrungen heute für mich eine direkte perönliche Bedeutung. Ich glaube, je älter man wird desto mehr kann man nachvollziehen, was hinter manchen Texten zu verstehen ist. Das bezieht sich ganz bestimmt nicht nur auf Queen-Texte. Ich bin begeistern von dem ALbum "The Cosmos Rocks", wirklich, und ich habe immer verstanden, wie die Zusammenarbeit von Brian May, Roger Taylor und Paul Rodgers "gemeint" war und ist. Aber vergleicht man "Innuendo" mit "The Cosmos Rocks" merkt man, das Freddie Mercury unersetzlich bleibt. Er fehlt nicht nur als Sänger, sondern auch als Komponist und Persönlichkeit. Diese Gedanken kamen mir nach dem letzten Hören von Innuendo. Ich werde wohl immer Queen-Fan sein, auch noch mit ?? Jahren..
The show must go on...
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am 6. Januar 2003
Wenn man als Queen-Freund das Veröffentlichungsdatum von "Innuendo" (1991) liest, werden natürlich zunächst negative Assoziationen hervorgerufen. Der vielleicht beste Sänger im Rock/Pop-Geschehen aller Zeiten, Freddie Mercury, starb in diesem Jahr bekanntlich an AIDS, und seine gesangstechnische Leistung trotz Krankheit ist gar nicht hoch genug einzustufen.
Es ist auch richtig, dass diese Tatsache diesem Album einen beklemmenden Beigeschmack verliehen hat, dennoch widme ich mich von nun an ausschließlich musikalischen Gesichtspunkten.
Queen war seit "The miracle" von 1989 wieder mehr als eine kommerziell erfolgreiche Pop-Gruppe mit Rock-Einfluss (wie man es für die 80er konstatieren muss). Neben einer Rückbesinnung auf alte, Gitarren-Rock-mäßige Stärken wurden neue, elektro-musikalische Möglichkeiten eleganter in den Sound der Band eingebunden als vorher. Der Sound auf "Innuendo" ist dadurch nur als faszinierend zu bezeichnen. Ebenso wie die meisten Songs:
Der Titelsong ist ein riesiges Opus, das sich wenn überhaupt nur mit "Bohemian rhapsody" vergleichen lässt: Ein sich langsam aufbauender, exzellenter Rahmensong wird von einem mitreißenden, virtuosen Mittelteil in dem sich spanisch-folkloristisch anmutende Elemente und Hard-Rock-Sounds die Klinke in die Hand geben, unterbrochen, um in einem hochdramatischen Finale zu enden...genial! Abkühlung folgt darauf bei "I'm going slightly mad", einer ruhigeren Nummer mit surrealistischem Text. "Headlong" ist wiederum schwungvoller und recht gefällig, steht jedoch etwas im Schatten der folgenden drei Songs:
"I can't live with you" ist geradliniger Rock, "Don't try so hard" ein faszinierendes, experimentell angelegtes Stück, und "Ride the wild wind" hält alles, was der Titel verspricht.
Es ist ein sehr temporeicher, rhythmischer Song mit tollen Melodielinien auf der Gitarre. Das gospelähnliche "All god's people" ist schrecklich, schnell überspringen und mit "These are the days of our lives" weitermachen, einenm melancholischen, rückblickenden Song, der so klingt, als hätte der Sänger seinen Frieden mit sich und der Welt gemacht...ich hoffe, er hat es.
Der extrovertierte Künstler ließ es sich dann auch nicht nehmen, auf seinem Abschiedsalbum noch eine Liebeserklärung an seine Katze zu hinterlassen, "Delilah" geheißen, ganz netter Song, mit furiosem Gitarrensolo...Brian May hat ebenfalls viel geleistet auf dieser Scheibe. Was jedoch "The hitman" soll, frag ich mich bis heute...klingt fast wie Heavy-Metal-Gekloppe...wär' auch nicht schlimm, wenn zumindest sowas wie'n melodischer Leitfaden vorhanden wäre. Was soll's...es folgt "Bijou", kleiner Love-Song, bei dem Mercury's Gesang lediglich von einem streicherähnlichen Keyboard-Teppich und Brian May's wieder mal exzellentem Gitarrenspiel begleitet wird.
Zum Abschlusssong, "The show must go on", brauche ich sicher nicht mehr allzu viele Worte zu verlieren...großes Lied...und großes Album, dieses "Innuendo", ein würdiger Abschied für Freddy.
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am 17. April 2010
Dieses Album war für mich ganz anders, als die Alben, die Queen veröffentlicht hat. Mal was Neues, gängiges, gut zu hören. Für mich als Fan ein "muß".
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TOP 1000 REZENSENTam 30. März 2008
Freddy Mercury war sicherlich ein Ausnahmemusiker, und sein Verlust schmerzt sehr. Die CD gehört zweifellos zu den besten und wichtisten Werken von Queen, auch und gerade, weil sie sich stimmungsmäßig so sehr vom Rest unterscheidet. Ähnlich wie bei den späten Werken von ABBA ist hier ganz klar zu hören: Da geht etwas zu Ende.
Die Stimme Freddy Mercurys wirkt manchmal schon etwas gebrochen und nicht mehr so kraftvoll und voller Lebensfreude wie sonst (immerhin verdanken wir ihm ja Hymnen wie "We are the champions"). Aber das tut dem Werk keinen Abbruch, manchmal kommt es der Endzeitstimmung einiger Songs sogar entgegen. Einige Stücke wie "These are the days of our lives" könnte ich trotz aller Melancholie, die von ihnen ausgeht, auch heute noch ständig hören.
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am 3. Februar 2013
Das Album ist einfach grandios.Das fängt schon bei dem 1.Track an.Innuendo:Ein geniales,wuchtiges Werk,das keine Langeweile aufkomen lässt.Trotz Mercury's Krankheit ist seine Stimme unverändert kräftig und .Was mich von vornherein voll und ganz überzeugt hat ist der Song "I`m going slightly mad".Der Sound dieses Liedes ist bleischwer und bedrückend.So wie sein Titel vermuten lässt, ist auch der Text gestaltet.Die darauf folgenden 2 Songs sind eher rockig und mit power.Das Album spitzt sich bis zum großen Finale immer weiter zu.Als 12. und letzter Track kommt"The show must go on":Ein Song von emotionaler Wucht und beklemmender Tragik.Die Bridge ist unbeschreiblich Leicht und gefühlvoll und mündet anschließend wieder in den tieftraurigen Refrain."Innuendo" ist das Abschiedsalbum einer unvergesslichen Musiklegende.
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HALL OF FAMEam 11. Juni 2006
Innuendo (übersetzt Andeutung) ist wohl das beste oder eines der besten Alben die Queen zu Freddies Lebzeiten geschaffen haben. Es ist wohl das Queen Album dass einem am meisten zu Herzen geht.

Lieder wie "Show must go on" spiegeln schon eine große Portion Zynismus und denke ich auch Mut wieder. Freddy Mercury war zu dem Zeitpunkt als das Album aufgenommen wurde schon Sterbenskrank und ihm war klar dass sich sein Kreis des Lebens wohl bald schließen würde.

Es ist erstaunlich, dass dieses Album letztlich keinen "schachen" Song enthält. In den Liedern "Delilah" und "Bijou" besingt Freddy Mercury seine Katzen, die er über alles liebte, was ich verstehen kann, Katzen können sehr dankbar sein.

Den stärksten Eindruck hinterlässt aber für mich das Lied " These Are The Days Of Our Lives". Es kommt einem schon so vor, als ob sich Freddy in diesem Song von seinen Fans verabschiedet, wenn er am Ende des Songs "I still love you" ins Mikrophon flüstert. Es mag auch daran liegen, dass das Musikvideo das letzte war, in dem Freddy noch mitgewirkt hat, und man wirklich am Ende denken musste, dass er sich dort von allen verabschiedet.

Alles in allem ist es wirklich eines der größten Rock und Pop Alben überhaupt, wo sich heutige sogenannte Musiker fast nicht dran messen können weil sie das nicht im Ansatz erreichen was Queen mit Innuendo geschafft hat!
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