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am 31. Juli 2012
Die britischen Gesellschaft, fernab vom Olympia Pathos.
Was dort wirklich abgeht, wird selten genug in den Medien dargestellt. London ist als Glitzer-Metropole bekannt und beliebt, aber schon in den Subburbs fängt der Alptraum des perspektivlosen Lebens an. Die Umstände in Städten wie Manchester, Sheffield, etc. werden selten beleuchtet.
Natürlich ist die Handlung von The Veteran fiktiv, lässt aber einen schonungslosen Einblick in den britische Geselschaft zu.
Hart und grob, wie auch Bild und Ton der Blu-ray, am Besten im Originalton zu "geniesen".
Wobei das definitiv das falsche Wort ist.
The Veteran ist alles Andere als "Wohlfühl-Kino". Und oder auch gerade für England Liebhaber wie den Schreiber harter Tobak.
Was durch die ruhige Erzählweise eher verstärkt wird. Ansehen!
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TOP 500 REZENSENTam 7. Januar 2012
Der psychisch labile Afghanistan-Veteran Robert Miller kommt zurück nach London und steht vor dem Nichts.
Kein Job, eine Jugendgang terrorisiert sein Viertel und selbiges soll auch noch abgerissen werden.
Da wird er von einem ehemaligen Kampfgenossen für den britischen Geheimdienst rekrutiert.
Er soll ein paar Islamisten observieren.
Im Laufe der Ermittlungen stellt sich raus das ein Anschlag geplant ist und eventuell der Geheimdienst selber dahintersteckt. Als die Gang seinen besten Freund killt und ihn der Geheimdienst auf die Abschussliste setzt wird es Zeit aufzuräumen. Schwer bewaffnet und desillusioniert macht er sich auf die letzten Rechnungen zu begleichen.

Die Darsteller, vor allem Hauptakteur Toby Kebbell, liefern gute Arbeit ab.
Die Dialoge sind stimmig und passend.
Die Story baut sich langsam auf und entwickelt sich mit fortlaufender Dauer zu einem Adrenalin-Pusher.
Der Soundtrack ist okay.

Wieder mal ein Film aus England der hier in Deutschland nahezu unbekannt ist und das vollkommen zu unrecht.
Dieser tolle Mix aus Terror, Polit und Sozialthriller überzeugt von Anfang an.
Das einige "Tatsachen" die dort enthüllt werden abstrus sind ist entschuldbar, man muss ja nicht alles glauben was in Filmen gezeigt wird;-)
Ansonsten ist der Film spannend, mitreissend und stimmig inszeniert.
Man sollte nur keinen Actionkracher a la Hollywood erwarten sondern dem Film zeit geben sich aufzubauen.
Bei so vielen Baustellen dauert das eben ein wenig.
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am 17. November 2011
Filmkritik:

Im Jahr 2008 machte Regisseur Matthew Hope mit seinem ersten Feature-Length-Film "The Vanguard" das erste Mal von sich reden - wenn auch eher negativ, so war der Film doch ein ziemlicher Reinfall. Mit seinem neuen frisch auf Blu-Ray und DVD erschienenen Film "The Veteran" versucht er es ein zweites Mal. Diesmal sollte es dann um einen depressiven, vom Posttraumatischen Stress-Syndrom (kurz: PTSD) geplagten Adghanistan- und Irakveteranen gehen, der in seine Heimat zurueckkehrt und versucht Fuß zu fassen. Erinnert ein wenig an Scorsese's legendaerem "Taxi Driver", welchen, wie ich gestehen muss, bisher nur stueckweise auf franzoesisch gesehen habe.
Passenderweise erhielt Hope Unterstuetzung vom Afghanistan-Veteranen Robert Henry Craft, der uebrigens auch selbst an PTSD leidet. Er war als Co-Autor taetig. In einem Interview macht er zudem klar, dass der Film zu gewissen Teilen auf seinen Erlebnissen basiert.

Ich muss zugeben, dass ich mir unter dem Film etwas Anderes vorgestellt hatte. Ich rechnete mit einem zu großen Teilen aus Actionszenen bestehendem Film, der nicht viel Wert auf Charaktere legt und einfach kurzweilig ist und Spaß machen soll. Ganz, ganz weit gefehlt. Zum Glueck eigentlich, denn was auf mich wartete, ging in eine weitaus ernstere Richtung, extrem nuechtern erzaehlt und sehr eindringlich.
Von Anfang an zeigt sich, dass mit Toby Kebbell's Charakter, Robert Miller, etwas nicht stimmt bzw. der Krieg offenbar nicht nur aeußere Narben hinterlassen hat. Miller kommt zurueck in seine Heimat, in seine alte Gegend, in der er zuvor lebte. Er wird schnell mit Veraenderungen konfrontiert und es zwingt sich bereits nach kurzer Zeit der Gedanke "Hey, irgendwie erinnert mich das an 'Harry Brown' mit Michael Caine!" auf. Das ist nicht ganz abwegig, so ist die Inszenierung in gewissen Teilen aehnlich und man verfolgt vordergruendig nur einem einzelnen Protagonisten, auch wenn er gelegentlich Unterstuetzung findet.

Darueberhinaus versucht man dem Charakter mehr Tiefe zu verleihen und sein psychisches Leiden weiter zu ergruenden, was leider nur teilweise gelingt. In manchen Szenen wirkt es einfach nicht authentisch genug, wenn Kebbell bspw. vor dem Spiegel steht und fuenf, sechs mal auf die Wand daneben eindrischt. Daneben gibt es wieder andere Szenen, die dies besser suggerieren koennen, aber von einer kaputten Seele, wie die des Travis Bickle in besagtem "Taxi Driver" ist man noch weit entfernt. Toby Kebbell, den man mittlerweile aus Filmen wie "Rock'n'Rolla" (hier war er ganz, ganz große Klasse!), "Prince of Persia" oder auch "Control" kennt, spielt die meiste Zeit bewusst sehr ausdruckslos um eine das Trauma und seine Distanz besser verdeutlichen zu koennen. Er schafft es den Film ohne Probleme vollkommen allein zu tragen.
Unterstuetzung wiederum findet das Leidwesen des Protagonisten und die allgemeine sehr kuehle Stimmung ebenfalls durch die Tristesse, die durch Londons Vororte vermittelt wird. Alles ist eintoenig, grau in grau, duester und wirkt aeußerst schwermuetig.

Die Verschwoerung, die aufgedeckt wird, bietet an sich einige sehr interessante Aspekte, die in einem genialen Monolog von Brian Cox als vermeintlich boeser Politiker (?), der im Hintergrund die Strippen zieht, ausgefuehrt. Leider haette dies noch mehr Erwaehnung finden koennen, auch wenn die Brisanz des Themas bereits sehr praesent ist.
Das Finale dreht actionmaeßig nochmal auf, wenngleich die Action an sich nicht im Fokus steht, sondern viel mehr die Taten, die hier ungemein kompromisslos begangen werden - ganz zum Ende bleibt einem schlichtweg die Spucke weg und man verbleibt erstmal zwei Minuten lang starr vor dem Fernseher, waehrend die Credits dahin flimmern. Ganz starker letzter Teil, der einem nochmal zeigt wie sinnlos Gewalt doch sein kann.

Fazit:
"The Veteran" ist kein Film, den man sich mal eben zwischendurch ansieht. Man muss fuer diesen pessimistischen, duesteren Film in Stimmung sein und ein wenig Geduld aufbringen, denn der Film hats, trotz kleinerer Macken, verdient! Von Toby Kebbell kann man in naechster Zeit vermutlich noch so einiges erwarten - hoffe ich zumindest. 7.5/10

Zur Blu-Ray Veröffentlichung von Ascot Elite / Pandastorm:
Amaray mit Wendecover

Bild: Die meiste Zeit weist die Blu-Ray eine sehr gute Schaerfe auf, unterstuetzt von einem ebenfalls sehr guten Schwarzwert. Man kann sich hier absolut nicht beklagen! Format: 1,78:1 / 1080p. - 8.5/10

Ton: Es gibt eine deutsche und englische Tonspur, die jeweils DTS-HD Master Audio 5.1 codiert sind. Der Klang weiß zu ueberzeugen und, wenn es mal knallt, kommen die Baesse ebenfalls sehr gut rueber und die Boxen werden auch lle gut genutzt. Untertitel sind lediglich auf deutsch vorhanden. - 8.5/10

Extras: Hier gibt es leider nicht allzu viel zu bieten. Interviews mit einigen Darstellern, Regisseur und Drehbuchautor, die alle um die 2-3 Minuten dauern. Weiterhin finden sich Deleted Scenes und ein Behind The Scenes Feature auf der Blu-Ray. Die uebliche Trailershow faellt hier mit ganzen zehn Stueck an der Zahl uebrigens relativ groß aus. - 5.5/10
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-> Erschienen auf Movie Fanaticism
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am 17. September 2011
(Original Kinoversion)

Regisseur Matthew Hope hat sich mit seinem Erstlingswerk "The Vanguard" ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Zum Glück hat "The Veteran" außer den Anfangsbuchstaben nicht allzu viel mit "The Vanguard" gemein, was ihn aber leider trotzdem zu keinem wirklich guten Film macht. Eine Verbesserung zum Vorgänger ist sichtbar, dennoch sollte Matthew Hope sich vielleicht mal überlegen, den Beruf zu wechseln, denn seine krude Mischung aus "Harry Brown" und "24" kann leider auch nicht wirklich überzeugen. Da nützt es ihm auch nix, wenn er gestandene Mimen und Routiniers wie Brian Cox ("R.E.D.", "Ein gutes Herz") und Tony Curran ("Shuttle", "Die Säulen der Erde") vor die Linse zerren kann und darüber hinaus den überaus talentierten Toby Kebbell ("Prince of Persia", "RocknRolla") als Hauptdarsteller. Weder Drehbuch (ebenfalls von Hope) noch Regie können einen davon überzeugen, dass hier jemand wirklich wusste, was er wollte. Und das merkt man dem Film leider an, gute Darsteller hin oder her. Nun denn, wassup? Das hier:

Robert Miller kehrt von seinem Einsatz als Soldat in Afghanistan desillusioniert und traumatisiert zurück. Er leidet unter dem posttraumatischen Stresssyndrom und findet als Zivilist einfach keinen Job, weil seine ausgezeichneten Fähigkeiten als Soldat im "normalen" Leben keine Anwendung finden. So verbringt er die Tage in seiner tristen Wohnung in einem der ärmeren Viertel Londons, wo der Drogenkrieg die Straßen regiert und schon Kinder mit Waffen rumhantieren. Dann jedoch wird er durch die Vermittlung seines Kumpels Danny (Tom Brooke, "Radio Rock Revolution") an dessen Onkel Chris (Tony Curran) vermittelt, der für die Regierung arbeitet. Für ihn und Boss Gerry (Brian Cox) soll er eine islamistische Terrorzelle in London ausspionieren und der Regierung Bericht erstatten. Da er sonst a) eh nix zu tun hat, b) als Berufssoldat prädestiniert für so eine Aufgabe ist und er c) keinen anderen Job zu bekommen scheint, nimmt er den Auftrag an und wird somit zum Stalker für die britische Regierung. Bald aber muss Robert entdecken, dass er hier Opfer einer Verschwörung geworden ist, die ihn gnadenlos für ihre Zwecke ausnutzt. Nun, keine gute Idee, sich mit einer tickenden Zeitbombe wie Robert anzulegen, besonders nicht bei dessen taktischen und skrupellosen Fähigkeiten, die ihn sogar die afghanische Gefangenschaft haben überstehen lassen. Aber auch bei der in seinem Viertel vorherrschenden Gewalt sieht Robert Handlungsbedarf. Und wenn der Mann erst einmal eine Maschinenpistole in der Hand hat, sollte man besser in Deckung gehen...

Toby Kebell liefert hier wirklich eindrucksvoll ab. Sein traumatisierter, zerstörter, orientierungsloser Robert überzeugt in jeder Szene. Er lässt nur wenige Emotionen zu, kann aber gerade durch dieses reduzierte Spiel voll überzeugen. Man sieht ihm an, wie viel Leid er in Afghanistan gesehen hat und ertragen musste. Äußerlich nur leicht lädiert, ist er innerlich fast vollkommen zerstört. Er findet sich nur schwer wieder in seinem normalen Leben zurecht und wird geplagt von Alpträumen, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Verzweiflung und Zukunftsängsten. Rein äußerlich ist er allerdings der immer ausgeglichene, sachliche, ruhige Ex-Soldat mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und einer Selbstsicherheit, wie sie nur die ausstrahlen, die wissen, dass ihnen kaum einer ans Bein pinkeln kann. Manchmal wirkt er fast zu ruhig und ein bisschen arrogant, alles in allem aber zeigt Toby Kebell hier viel von seinem zweifellos vorhandenen Talent. Brian Cox und Tony Curran sind darstellerisch sowieso über jeden Zweifel erhaben und geben die undurchsichtigen Auftraggeber entsprechend... undurchsichtig. Tom Brooke als Roberts Kumpel Danny kann ebenfalls feine Akzente setzen mit seiner Darstellung als pflichtbewusster Ex-Soldat, der in freundschaftlicher Verbundenheit loyal zu Robert steht. Einzig Schauspielnovizin Adi Bielski als mysteriöse Doppelagentin bleibt etwas blass, aber gut, es ist auch ihre erste Rolle in einem Langfilm.

Nein, es liegt leider wirklich an Regisseur und Autor Matthew Hope, dass "The Veteran" auf zu vielen Hochzeiten tanzen will, die Tanzschritte aber nicht beherrscht. Was möchte der Film sein? Kriegstrauma-Drama? Actionthriller? Agentenfilm? Verschwörungskrimi? Hope häuft hier viel zu viele Probleme an und halst sie alle einem einzigen Mann auf, der dazu noch schwer traumatisiert aus dem Krieg zurückgekehrt ist. Er soll eine Verschwörung aufdecken, die auf ihn angesetzten Verfolger so nachhaltig wie blutig ausschalten, seine psychischen Probleme in den Griff kriegen, seine Gefühle für eine Frau, über die er so gut wie nichts weiß und mit der es keinerlei Zukunftsperspektive gibt und ganz nebenbei soll er dann auch noch seine Nachbarschaft von Drogendealern und Gangs befreien. Na, bravo! Kein Wunder, dass der gute Robert damit ein bisschen überfordert ist. "The Veteran" schwank unentschlossen zwischen den genannten Genres hin und her und kann auf keinem Parkett wirklich überzeugen. Der Film verlangt einem einiges an Geduld ab, da der Regisseur lange Kamerafahrten und das Abfilmen von Situationen, in denen kaum etwas passiert, zu mögen scheint. Und wirklich viel passiert in "The Veteran" sowieso nicht, und das, was passiert, kann man der Geschichte ab und an gar nicht richtig zuordnen. Roberts langwierige Bespitzelungen der angeblichen Terroristen sind meist langweilig, die Gespräche der Protagonisten verworren oder uninteressant. Man merkt dem Film einfach an, dass er sich nicht entscheiden kann, was er sein will und wie man das adäquat umsetzt.

Was bedauerlich ist, da sowohl der Cast als auch die Settings überzeugen können. Londons Problemviertel kommen mal wieder wunderbar grau und deprimierend daher, Roberts pottenhässliche Bude und die einsam gelegenen Treffpunkte wirken authentisch und es gibt zumindest ein paar schöne Shootouts oder Nahkämpfe, die einen mit dem unfreiwilligen Helden mitfiebern lassen. Dennoch ist der Film viel zu ruhig, zu langatmig, zu unausgegoren und zu gewollt vielschichtig. So reibt sich Robert mehr und mehr zwischen seinen verschiedenen Aufgaben auf, kämpft an mehreren Fronten mit der gleichen Aussichtslosigkeit und verliert sich letztendlich in den ganzen Ansinnen seines Regisseurs, so dass auch das Ende nicht wirklich überzeugen kann. Somit knappe drei von fünf Diensten fürs Vaterland, die einem doch wieder keiner dankt.
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Was vom Titel her wie ein unrealistischer, aber spannender Actionkäse der Sorte Steven Seagal und Konsorten klingt, ist ein britisches Drama um einen ehemaligen Soldaten namens Robert Miller (Tony Kebbel) aus Südlondon der traumatisiert aus Afghanistan nach Hause kommt. Dort hat er es in seinen hässlichen Blocks mit neuen Drogengangstern zu tun und seinen inneren Problemen. Sein alter Freund Danny, ein Ex-Marine wirbt ihn für den Geheimdienst an, er soll im Auftrag des mysteriösen Langdon (Brian Cox) islamische Terroristen aufspüren bzw. deren Waffenverstecke finden. Er findet gefallen an einer mysteriösen Doppelagentin, knüpft sehr zart angedeutete Bande und kommt einer riesigen Verschwörung auf die Spur. Man hat die Rechnung ohne diese Kampfmaschine gemacht! Er ist stoisch gut ausgebildet und kämpft sich durch. Dabei ist die Action für meine Laienaugen realistisch, es gibt keine effekthascherischen Momente und glorifiziert wird an der Sache nichts. So schmutzig und trostlos wie die Gegend, so brutal geht Robert vor. Schon nach einer halben Stunde wusste ich, dass ich das Bier und die Chips gar nicht holen muss, da dies kein "Hurra" Actionfilm ohne Hirn, sondern eine Mischung aus Drama, Polit-Thriller und Actionfilm mit sozialkritischer Note ist. Freude versprüht der Streifen zu keiner Minute, eher die Gewissheit, dass es irgendwo auf dieser Welt so zugeht. Mächtige Männer ziehen aus Geldgier solche Strippen wie in dieser Geschichte. Somit ist "The Veteran" ein deprimierender, sehr langsam erzählter Film den man sicherlich nicht noch ein zweites Mal schauen will. Für eine Realitätsflucht ist dieser Film also nicht geeignet! Die ruhige Erzählweise ist auch ein Problem des Streifens, hier hätte ebenso wie bei der Story etwas Drive gut getan. Da sind manche US-Streifen schon eher mein Fall, da hier weder schwarzer Humor, noch irgendwie ein Scherz auftaucht. Vielleicht hat man auch zuviel in die Geschichte reingepackt?
Wer sich eine Mischung aus "Harry Brown" und einer Serie wie "24" (ohne deren Pathos) vorstellen kann, sollte mal einen Blick riskieren.
Das Bild der Blu-ray ist gut, hat wenig Filter und als Bonus gibt es jede Menge Berichte, Interviews und gelöschte Szenen. Ich hätte bei einem US-Actionkäse mit gleichem Inhalt trotzdem mehr Spaß gehabt, da bin ich ehrlich!
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TOP 1000 REZENSENTam 23. März 2013
FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Manchmal gibt es Filme, die im Prinzip alle Faktoren haben um zu begeistern, aber es trotzdem nicht schaffen den Begeisterungsfunken überspringen zu lassen. THE VETERAN ist genau so ein Fall. Es ist eine gute Story, es gibt Spannung und dem Genre angemessen einige Gewaltszenen und trotzdem sind bei mir und meinen Mitsehern die Gedanken und Blicke oft abgeschweift und von einer Fesselung an den Bildschirm war nicht zu denken.

Ein Hauptgrund ist die relative Charakterlosigkeit der Hauptfigur, wir kennen nicht seine Vergangenheit, Familie, Gefühle oder irgendetwas was mit einer Normalität oder Menschlichkeit einhergeht. Er stapft stattdessen mehr wie ein ROBOCOP durch den Film und metzelt mal hier mal da kräftig mit und auch keine der Nebenfiguren vermag es ein wenig Verbindlichkeit zu vermitteln. Somit läuft die Geschichte (OHNE SPOILER!) des Afghanistan-Veteranen Robert Miller (Toby Kebbell), der nach London zurückkehrt und dort vom Geheimdienst in dubioser Weise vereinnahmt wird recht seelenlos ab.

Trotz gestählter Arthouse Kino Nerven wirkt vieles zu sehr in die Länge gezogen, Blicke in die Ferne oder das Nichts scheinen endlos und die Bilder laufen so an einem vorbei ohne den Anker des Mitfühlens auszuwerfen. Dazu kommt, dass Protagonist Toby Kebbell nicht wirklich über eine variable Mimik verfügt und wir somit gefühlt stundenlang auf seinem Gesicht hängen ohne dass etwas passiert. Eigentlich schade, denn eigentlich wirkt es trotz einiger Hänger im Drehbuch und Logikschwächen recht authentisch.

Auch die durchgängig düstere Stimmung wird nachhaltig vermittelt. Ansonsten vermeidet THE VETERAN sogar übliche Klischees und den sonst typischen US-Patriotismus Overkill, was sehr positiv zu werten ist. Alles in allem also gute Eigenschaften, die aber aus den o.g. Gründen im Ganzen nicht gezündet haben und somit kann ich nur noch gnädige

3/5 Sternen geben.

PRODUKT (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: 16:9 Vollbild, etwas digitaler Look, Schärfe gut, Plastizität verbesserungswürdig aber insgesamt ohne Schwächen
- TON: viel Frontlastigkeit, aber wenn nötig auch räumlich, Synchronstimmen nicht optimal in Soundkulisse eingefügt, Blu-ray: DTS-HD MA 5.1, DVD: DD 5.1
- EXTRAS: teilweise in HD: Entfallene Szenen, Behind the Scenes, diverse Interviews, Trailer
- SONSTIGES: FSK 16 uncut, Wendecover ohne FSK Logo (ggfs. nur Teil der Erstauflage)
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am 4. Oktober 2016
Ich fand den Film eigentlich ganz gut. Man merkt natürlich sofort, dass es keine amerikanische Produktion ist, was eigentlich auch eine sehr nette Abwechslung ist. Das Ende ist leider wenig überraschend. Vielleicht hatte ich einen Backflash über City of God, aber *SPOILER* dass der Junge den Hauptdarsteller erschießt, war mir eigentlich schon von da an klar, als er gesagt hat, dass er ihn erschießen werde. Super viel Action war jetzt auch nicht dabei, was aber wahrscheinlich am ehesten an der Überflutung von amerikanischen Filmen liegt.

Ich fand ihn ganz gut, aber auch nicht der Brenner.
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am 25. Juli 2015
Was mich an "The Veteran" gleichermaßen begeistert und gefesselt hat, war die eindrückliche Bildsprache, mit welcher der Film über die gesamte Länge eine ganz eigene Atmosphäre schafft. Es wird wenig gesprochen und trotzdem viel erzählt, ohne dabei reißérisch zu sein und Effekthascherei zu betreiben. Der Film hebt sich wohltuend vom Mainstream ab, einfach mal andere Farben, anderes Ambiente, nichts künstlich "vergruselt", sondern nüchtern in Bilder gefasst, so dass ich permanent den Eindruck hatte: ja, so sieht's da wirklich aus. Das ist das große Plus im Film. Stark auch die Ansprache von Gerry im Parkhaus - so bin ich auf den Film überhaupt gekommen.
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am 17. November 2011
Das Beachtliche bei diesem Film ist vor allem die Diagnose, die der Film über den Zustand der britischen Gesellschaft abgibt. Hope verlässt sich nicht auf die dumpfen Vorurteile, sondern zeigt in seinem schonungslosen Finale, dass die Feinde des Landes keineswegs nur radikalisierte Muslime sind, sondern auch Regierungskreise, die ihre eigene Agenda verfolgen und die Kids in den tristen Vorstädten, für die Gewalt und Rücksichtslosigkeit oftmals als einzig mögliche Perspektive erscheinen.

Sicherlich ist The Veteran kein grandioses Meisterwerk aber ein solider und in seiner düsteren Schonungslosigkeit packender und schnörkelloser Thriller mit punktgenauen Dialogen und ohne ausufernder Spezialeffekte.
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TOP 1000 REZENSENTam 23. April 2013
Der britische Thriller "The Veteran" wurde angekündigt als Mischung aus "Taxi Driver" und "Children of Men", wobei ich in der Figur des Antihelden Robert Miller eher noch einen Verwandten von Travis Bickle sehe, die Verwandtschaft zu "Children of Men" sehe ich nicht. Vielmehr hat es Regisseur Matthew Hope gewagt den traurigen, desillusionierten Exsoldaten Robert Miller an drei verschiedenen Fronten kämpfen zu lassen. Zum einen wird er da seine Erinnerungen an den Kampfeinsatz in Afghanistan nicht los, dort war er Fallschirmjäger wie sein Kumpel Danny Turner (Tom Brooke), den er in der alten Heimat London wieder trifft. Zum zweiten gleicht auch das Viertel, in dem Robert wohnt, einem Kriegsschauplatz, denn dort herrschen die Ghettogangster mit ihrem Boss Tyrone Jones (Ashley Bashey Thomas). Zu guter Letzt wird der arbeitslose Veteran durch Freund Danny auch noch von ominösen Regierungsagenten angeheuert. Dannys Bruder Chris (Tony Curran) und der zwielichtige Gerry (Brian Cox) setzen ihn für eine Undercover-Aktion ein, man ist dort einem Terroristennetzwerk auf der Spur. Dadurch lernt der Veteran Alayna Wallace (Adi Bielski) kennen, die ebenfalls zu den Agenten gehört, aber sich bei der Terrororganisation eingeschlichen hat. Es folgt ein Mann, der dann irgendwann rot sieht und noch einmal erfolgreich Krieg spielt...
Ich frage mich, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn Matthew Hope auf die Spionagethriller verzichtet hätte und stattdessen lediglich den Psychopathen gezeigt hätte, der sein Viertel irgendwann dem Kriegsschauplatz in Afghanistan gleichstellt und dementsprechend reagiert. In der Tat sind die Bilder dieser Gegend trist und grau, nicht unbeding ein schöner Ort zum Leben. Die unmittelbare Umgebung wirkt dann auch zeimlich feindselig. Toby Kebbell ist zwar kein Robert de Niro, aber macht die Sache immer dann gut, wenn er seinen depressiven, statischen Gesichtsausdruck auch mal aufgibt. Insgesamt sehr britisch, auch recht spröde - aber kein schlechter Genrevertreter. Ein bisschen mehr hätte man noch in die Psychologie des Soldaten Einblick haben wollen. Er bleibt von Anfang bis Ende en gebrochener, gezeichneter junger Mann.
Zwischen 3 und 4 Sternen.
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