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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
80
4,0 von 5 Sternen
Kleine wahre Lügen
Format: DVD|Ändern
Preis:8,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 2. Juli 2017
Einer der besten Filme den ich je gesehen habe. Geschichte, schauspielerische Leistung... Alles perfekt und realistisch wie im Leben selbst... Danke Frankreich!!!
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am 28. Februar 2016
Um zunächst zum Punkt zu kommen: wer aus seinem Leben flüchten möchte und in einer Traumwelt eintauchen will, sollte an diesem Film galant vorbei schreiten. Des Weiteren ist hier die deutsche Synchronisierung meines Erachtens nicht gelungen. Es fehlt an Glaubhaftigkeit, an Tiefe und an Emotionalität. NUR auf Französisch anschauen.

Es handelt sich um einen herausragenden Film, der die Charakterschwächen von jedem einzelnen innerhalb einer Clique beleuchtet. Diese kleinen Geschichten weben sich um den Hauptstrangs eines Unfalls einer der Freunde, der durch seinen Aufenthalt im Krankenhaus den gemeinsamen Urlaub durcheinander bringt.

Die vielen kleinen Problemchen der einzelnen Charaktere werden wunderbar realitätsnah und liebevoll erzählt.

Les petits mouchoirs ist für mich ein herausragend emotionaler Film, in dem man sich wunderbar verlieren kann. Man lernt über das Leben, über Freundschaft, Liebe - über sich selbst, ohne dass diese Themen aktiv angesprochen werden müssen.

Einer der emotionalsten Filme der letzten Jahre.
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am 4. April 2013
Mag man den Stil französischr Filme, so ist man hier gut bedient !
Der Film macht nachdenklich und wirkt nach. Für mich hat es wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, sich seiner Freunde bewusst zu sein und gute Freundschaft zu pflegen, nicht nur wenn alles rund läuft !
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am 17. März 2015
Einer der wunderbarsten Filme, den ich je gesehen hatte...
Man muss seine Erwartungen überprüfen und an keinen Film hoffnen, der nur erholt und belustigt, dieser Film widerspiegelt nämlich das Leben und die menschlichen Beziehungen darin. Seien diese auch so widerspruchsoll, kompliziert und nervend, es gibt nichts mehr erwünschenswerter, als sowas zu erleben können.
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am 9. Februar 2016
Der deutsche Filmtitel ist mal wieder ziemlich daneben. Ich weiß nicht, was die Zuständigen da immer rauchen. "Kleine wahre Lügen". Wann ist eine Lüge - mag sie auch noch so klein sein - wahr? Auch wenn ich für die französische Redewendung "Les petits mouchoirs" keine richtige Übersetzung finde: Der englische Titel "Little white lies" ("Kleine Notlügen") ist definitiv der passende Titel für diesen Film.
So weit mal wieder zum deutschen Pfusch.

Der Film wird als Komödie gelistet. Wer hier eine Komödie erwartet, wird enttäuscht. In Wirklichkeit handelt es sich um ein hervorragend gespieltes Drama, das das Leben schreibt. Eine Gruppe von Freunden, die jeden Sommer zusammen verbringen. Vordergründig geht es jedem gut (außer dem Gruppen-Jammerlappen, der jedem sein Leid klagt), doch nach und nach kommt ans Tageslicht, welchen Koffer jeder zu tragen hat. Man verkracht sich, aber richtige Freunde halten zusammen. Oder?

Anspruchsvoller Film vor ferienhafter Kulisse zum nachdenken, schmunzeln und genießen...vielleicht sollte man sich auch das eine oder andere Taschentuch bereit halten.
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am 30. Juni 2017
dieser film zeigt, wie dramatisch die welt wirklich ist. nur darum die 5 sterne! welche gedanken dem regisseur durch den kopf gingen, beibt für mich offen ....
unglaublich tragisch, dass der mann, der den unfall hatte, quasi alleine sterben musste, während seine freunde/clique in den eigentlich gemeinsam geplanten urlaub fuhren - wenn auch verkürzt. aber in der zwischenzeit starb ihr freund allein im krankenhaus. bei der beerdigung wird versucht, den tod des freundes "schön" zureden und auf "gemeinschaft" gemacht. auf solche oberflächlichen freunde kann ich gut verzichten. aber wer weiß, wie der tote selbst drauf war? die meisten menschen sterben auf die selbe art, wie sie vorher gelebt haben. möglicherweise hätte er sich selbst in ähnlicher situation mit den übrigen gleich verhalten und einen im sterben liegenden freund im stich gelassen.
heutzutage sterben am mittelmeer unzählige flüchtlinge auf der einen und auf der anderen seite buchen unzählige menschen einen erholungsurlaub. geht das überhaupt, sich dort zu erholen?
dass das irgendwie geht, zeigt der film. oft sehr gute charakter-szenen. jedoch kann ich mit dieser vermittelten urlaubsstimmung und den charakteren nichts anfangen. dass mich in einem film ab 12 jahren ein porno (wenn auch zeichentrick) erwartet, hätte ich nicht erwartet. genau das spricht für eine eher niveaulose unterhaltung, wo "schöne" menschen und promiskuität vermarktet werden. nichts für kinder, jugendliche und familien. der trend in diesem film führt unweigerlich ins unglück.
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am 9. August 2014
ACHTUNG: Rezension enthält jede Menge Spoiler

Les petits mouchoirs (dt. Kleine wahre Lügen) ist eine französische Komödie aus dem Jahr 2010, die in Deutschland jedoch fast ein Jahr später, im Juli 2011, veröffentlicht wurde. Es fällt mir schwer zu sagen, warum mir der Film so gefällt, denn es spricht einiges dagegen. Er ist mit 154 Minuten eigentlich zu lang geraten und einen richtigen Plot kann ich bis heute nicht entdecken. Die Kritiken für Les petits mouchoirs sind gemischt, Tendenz eher in die negative Richtung. Es spricht also vieles dafür, dass es sich um einen mittelmäßigen Film handelt, den man schnell wieder vergessen hat. Doch dem ist nicht so. Les petits mouchoirs ist ein intensives, atmosphärisch dichtes Filmerlebnis, perfekt besetzt mit der Crème de la Crème Frankreichs, so unter anderem Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard, Oscar-Preisträger Jean Dujardin, sowie Weltstar und César-Preisträger François Cluzet, um nur die drei Wichtigsten zu nennen. Der Film setzt sich mit den großen Themen des Lebens auseinander: Der Liebe, dem Tod, der Freundschaft und dem Leben an sich. Sein Ziel ist es, das Publikum zum Nachdenken über diese Lebensfragen anzuregen. Ich würde ihn als dramatische Liebeskomödie im Stile von Four Weddings and a Funeral (dt. Vier Hochzeiten und ein Todesfall) oder Dan in Real Life (dt. Dan - Mitten im Leben!) bezeichnen.

Fesselnder Einstieg
Les petits mouchoirs entwickelt bereits in den ersten Minuten eine Kraft und Sogwirkung, welcher ich mich die gesamten 154 Minuten nicht entziehen konnte. So beginnt der Film mit einer Plansequenz in einem Pariser Club, die den Lebemann Ludo (Jean Dujardin) bei einer seiner Partynächte zeigt. Er konsumiert Drogen, trinkt Alkohol und küsst eine Frau auf den Mund, obwohl sie ihm gerade erst vorgestellt wurde. Das Licht im Club ist blutrot, die Stimmung aufgeheizt, Ludo schwitzt stark. Einen Augenblick wirkt er abwesend, schaut in die Menge, die gerade zum wummernden Bass des Songs Are You Gonna Be My Girl von Jet tanzt. Im nächsten Moment gesellt er sich dazu und hüpft ein paar Takte mit, doch dann wühlt er sich zum Ausgang durch.
Draußen auf der Pariser Straße wird es schon langsam wieder hell. Ludo setzt sich auf sein Moped und zündet sich eine Zigarette an. Dann bricht er auf. Die Kamera fährt zunächst seitlich neben ihm mit, lässt sich dann aber zurückfallen und fährt hinter ihm her. In angenehmem Dämmerlicht rollt Ludo durch die menschenleeren Straßen von Paris. Die Ampeln springen auf grün und er fährt über eine weitere Kreuzung, ohne anhalten zu müssen. Wie ein Faustschlag rast auf einmal ein LKW von links ins Bild und erfasst Ludo, der meterweit weggeschleudert wird. Damit endet die Plansequenz, die bis zum Aufprall scheinbar ganz ohne Schnitt auskommt, wodurch sie eine beeindruckende Authentizität erreicht. Die Szene dürfte vor allen Dingen in Frankreich ihre volle Wirkung entfaltet haben, da Jean Dujardin, der ein Jahr später den Oscar für The Artist (dt. The Artist) gewann, dort im weltweiten Vergleich am bekanntesten sein dürfte. Doch so schlimm wie es im Film zunächst aussah, scheint es nicht zu sein. Schwerverletzt liegt Ludo auf der Intensivstation. Die wichtigsten Figuren des Films treffen nun im Krankenhaus aufeinander, um ihn zu besuchen und werden auf diesem Weg in die Handlung eingeführt.
Da wären Max (François Cluzet) und seine Frau Véronique (Valérie Bonneton), beide schon lange verheiratet und mit Anfang Fünfzig die ältesten im Freundeskreis, der ansonsten aus Thirty somethings besteht. Max ist ein erfolgreicher, gutbetuchter Hotelier, der unter Kontrollzwang und stetigem Stress mit einhergehender Nervosität krankt. Darunter leidet seine Frau, die sich nichts mehr wünscht, als dass sich ihr Mann entspannen und locker machen könnte. Dann ist da der unfreiwillige Junggeselle Antoine (Laurent Lafitte), der mit heftigem Liebeskummer kämpft, weil ihn seine große Liebe Juliette (Anne Marivin) verlassen hat. Dazu gesellen sich der erfolglose Schauspieler Éric (Gilles Lellouche) mit seiner wunderschönen Freundin Léa (Louise Monot) und der Ergotherapeut Vincent (Benoît Magimel) samt Frau Isabelle (Pascale Arbillot). Die Gruppe wird durch die bildschöne, aber bindungsscheue Marie (Marion Cotillard) komplettiert.
Nach dem Besuch bei Ludo treffen sich die Freunde gemeinsam vorm Krankenhaus und überlegen, wie sie nun verfahren sollen. Denn der gemeinsame Urlaub, den die Gruppe seit Jahren zusammen macht, steht kurz bevor. Nach einigem Hin und Her beschließen die Freunde, dass sie den Urlaub verkürzen, um dann den Rest der Zeit mit Besuchen bei Ludo zu gestalten. In den darauffolgenden Szenen werden zunächst die Konstellationen innerhalb des Freundeskreises genauer aufgezeigt und die Figuren näher beschrieben.
Max, der sehr gut verdient, ist der Sponsor des Urlaubs. Er stellt das Ferienhaus zur Verfügung und bezahlt auch sonst alles. Des Weiteren lässt er sich seit Jahren von Vincent massieren und ist mit ihm sehr gut befreundet. Vincent wiederum hat mit seiner Frau Isabelle bereits Kinder und wohnt mit seiner Familie in einer Pariser Wohnung. Der Lebemann Éric lebt hingegen ähnlich wie Ludo und zieht mit Antoine um die Häuser, um ihm Ablenkung von seinem Liebeskummer zu verschaffen, was ihm jedoch nicht wirklich gelingt. Auch mit Marie ist Éric sehr gut befreundet. Im Verlauf des Films erfährt man, dass jedoch nie etwas Intimes zwischen den beiden passiert ist. Mit Ludo hingegen war Marie einst zusammen, aber die Beziehung hat nicht funktioniert, was bei Marie ganz normal ist, da sie jeden Mann früher oder später vergrault.
Doch es tun sich erste Brüche im Freundeskreis auf, so nimmt ein Abendessen zwischen Max und Vincent einen ungewöhnlichen Verlauf. Vollkommen überraschend gesteht Vincent dem sichtlich überrumpelten Max, dass er sich in ihn verliebt hat. Max ist außer sich vor Wut, er kann nicht glauben, was er da hört, und appelliert an Vincent, an dessen Frau und die Kinder zu denken. Nur einen Tag später vertragen sich die beiden wieder und schwören sich gegenseitig das Thema zu vergessen und totzuschweigen.

Urlaub mit Fernweh-Garantie
Dann beginnt die Reise ans Meer. Fröhliche Sommermusik, Kamerafahrten und –flüge über weiße Strände und blaues Meer versprechen ein Feelgood Movie bester Güte. Das Wetter ist traumhaft, das Ferienhaus lädt zu angenehmen Tagen und entspannten Grillabenden ein, an denen viel Wein fließen wird. Und so kommt es auch. Ich sehe die Freunde im Ferienhaus, draußen am Esstisch, am Strand, auf dem Meer mit ihrem Motorboot und zu Besuch bei ihrem guten Freund Jean-Louis (Joël Dupuch), der in einem kleinen Haus am anderen Ende des Strandes lebt. Die exzellent gefilmten Bilder sind durchweg traumhaft und die meisten Zuschauer werden sich wünschen, dass sie Teil der Gruppe und an genau diesem Ort wären. Zumindest mir geht es so. Doch ganz so entspannt ist das Vergnügen dann doch nicht, denn es schwelen eine Menge Konflikte unter den Freunden und über all dem schwebt das schlechte Gewissen und die Angst um Ludo, der auf der Intensivstation allein gelassen wurde.
Doch der Film entwickelt sich nicht zu einem ernsten Drama, sondern bricht die meisten Konflikte immer wieder mit Humor, der sich nie über seine Figuren lustig macht. So rastet Max eines Nachts aus, nachdem er mit seinem Boot auf einer Sandbank aufgelaufen war und ausgerechnet, mit dem in ihn verliebten Vincent, sechs Stunden lang allein auf die Flut warten musste. Wutentbrannt schnappt er sich eine Axt und schlägt damit eine Wand im Badezimmer ein, weil er die Marder verscheuchen will, wie er wutschnaubend brüllt. Zunächst reagieren die Freunde schockiert auf den Gefühlsausbruch, doch dann müssen sie lachen. Ähnlich geht es mir als Zuschauer. Ich finde die Situation sehr komisch, aber Max tut mir andererseits leid, ich lache also nicht über ihn. Die Figuren durchleben tragische Momente wie diesen, die jedoch mit Humor wieder aufgefangen und entschärft werden.
Ein weiteres Beispiel dafür ist Antoine, der seinen Freunden gehörig auf die Nerven geht, weil er krank vor Liebeskummer ist. Über Stunden diskutiert er mit jedem, ob und was er auf die kurze SMS seiner Verflossenen antworten soll. Schließlich fährt er während seiner Bootsscheinprüfung das Boot kaputt, weil Juliette ihn ausgerechnet in diesem Moment anruft. Wenig später sitzen alle im Auto und lachen gemeinsam über die Situation. Die gute Laune im Film überwiegt und überträgt sich dabei immer wieder gekonnt auf mich. Doch der größte Konflikt, dass sich Vincent in Max verliebt hat, kann nicht locker und humorvoll geklärt werden. Nach einem Streit mit Max, bei dem niemand der Freunde weiß, was genau los ist, verlassen Vincent und seine Familie das Ferienhaus.
Eine der schönsten Episoden des Films ist jedoch der Trip von Antoine und Éric nach Paris. Beide sind dort, um ihre Freundinnen zurückzugewinnen. Éric, dem ich im Vergleich zum hoffnungslosen Fall Antoine noch Chancen einräume, scheitert in einer tragikomischen, bittersüßen Szene kläglich. Antoine sitzt derweil im Auto vor der Wohnung von Juliette, die mittlerweile bekanntgegeben hat, dass sie einen anderen heiraten wird. Stunden zuvor ist sie kurz zu Antoine ins Auto gestiegen, wo er ihr ein letztes Ultimatum gestellt hat, zu ihm zurückzukehren. Das Ultimatum ist längst abgelaufen und sogar Antoine scheint langsam das zu begreifen, was seine Freunde und ich als Zuschauer schon seit einer gefühlten Ewigkeit wissen: Juliette wird nicht zu ihm zurückkommen. Der Film wartet an dieser Stelle jedoch mit einer der schönsten und hoffnungsvollsten Wendungen auf, die ich seit Jahren im Kino erleben durfte.

Zwei Wahrheiten und ein Todesfall
Doch dann kommt der Tag der Abrechnung, an dem die kleinen wahren Lügen beim Wort genannt werden. Jean-Louis ist wütend und wirft den Freunden vor ein Haufen von Heuchlern zu sein. Max nennt er einen Angeber, der jedem zeigen muss wie viel Geld er verdient, Antoine beschuldigt er alle ständig mit seinen SMS und Juliette genervt zu haben, doch ehe er weiter schimpfen kann, fragen ihn die anderen was mit ihm los sei. Da kommen Jean-Louis die Tränen und er berichtet ihnen, dass Ludo am Morgen verstorben ist, ganz allein im Krankenhaus. Die Freunde reagieren geschockt, einige fangen an zu weinen, können nicht glauben, was sie da hören. Der Urlaub ist damit schlagartig beendet.
Wenige Tage später sitzen alle zusammen bei der Beerdigung. Einige von ihnen halten eine Trauerrede, so auch Vincent. Als dieser fertig ist, verlässt er, von seiner Traurigkeit überrumpelt, die Kirche. Max sieht ihm mitleidig hinterher und folgt Vincent dann schließlich. Er geht zu ihm raus auf den Hof und umarmt ihn herzlich. Nun weinen beide und ihr Konflikt scheint auf diese Weise überwunden zu sein. Kurze Zeit später haben sich alle Gäste am Grab versammelt und stehen dort trauernd. Nur Jean-Louis fehlt, dieser fährt plötzlich in seinem Auto vor und ist ganz unpassend in kurzer blauer Hose und offenem blauen Hemd gekleidet, so wie man ihn den ganzen Film über gesehen hat. Entschlossen marschiert er schnurstracks an den irritierten Gästen, mit einem Sack unterm Arm, vorbei. Dann geht er direkt zum Grab, öffnet den Sack und entleert ihn. Es fließt weißer Strandsand heraus. Diese berührende Geste bewegt die Freunde sehr und stellt für mich den emotionalen Höhepunkt des Films dar. Denn hier wird deutlich gemacht, worum es im Leben eigentlich geht: Um Freundschaft, Liebe und das Leben an sich. Der Sand vom Strand, der in Ludos Grab gegossen wird, steht symbolisch für dieses Lebensgefühl. Die Freunde gehen zu Jean-Louis und umarmen ihn. Mit einem Freeze Frame der gemeinsamen Umarmung endet der Film.

Gute Filme
Dem Autor und Regisseur Guillaume Canet ist kein kleines, sondern ein großes Meisterwerk gelungen. In schön gefilmten Bildern und mit toller Musik schafft er eine tragische Liebeskomödie, deren Figuren tiefgründig geschrieben, exzellent besetzt und wundervoll gespielt sind. Der Film wird mir trotz seiner Überlänge nie langweilig, sondern weiß mich durchweg zu überzeugen. Ich fühle, lache und weine mit den Charakteren, die mir das Gefühl geben, ich säße direkt neben ihnen, wenn sie am Tisch ihren Wein trinken und über das Leben philosophieren. Dabei werde ich immer wieder auf heitere Weise dazu angeregt, über mich selbst, meine Freunde, mein Leben, den Tod und die Liebe nachzudenken. Der Film erreicht sein Ziel bei mir also mit Bravour.
Gute Filme erkennt man daran, dass sie nicht schlechter werden, wenn man sie öfter schaut. Les petits mouchoirs gehört ohne Zweifel zu dieser Kategorie. Es ist jedes Mal aufs Neue so, als würde ich mich für zweieinhalb Stunden mit auf die Reise begeben und die Zeit am Strand mit vertrauten Freunden genießen, die mir mit jedem weiteren Schauen umso mehr ans Herz wachsen. Deshalb empfehle ich den Film über mit zu trinken und zu rauchen, wodurch sich das atmosphärische Feeling noch verstärken lässt.
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am 6. Dezember 2016
der Film ist sehenswert ,allerdings sind zulange Musik untermalte Sequenzen dabei, die nerven,
ansonsten hat der Film einen ausgezeichneten Witz
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am 26. Februar 2016
Ohne wirklichen Handlungsstrang werden die Befindlichkeiten und Manierismen einer Freundesgruppe, die einen gemeinsamen Urlaub am Meer verbringt, von allen Seiten beleuchtet. Alle haben irgendein Problem mit dem sie dem Nächsten auf die Nerven gehen, und am Ende haben alle wieder Verständnis füreinander und sich alle wieder lieb. Ganz toll! Nur weil sich einige Schauspielgrößen die Ehre geben.....
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am 23. September 2014
Wie sagt der Covertext "eine mitreißende Komödie, deren Lebensfreude ansteckend ist" !? Es gibt vieles was mir nach dem 2,5 stündigen Werk in den Sinn kommt, aber ganz sicher weder "Komödie" noch "Lebensfreude".
Die Handlung in aller Kürze: Der wohlhabende aber gestresste Max lädt wie jeden Sommer seine Freunde in sein Haus am Atlantik ein. Kurz zuvor verunglückt einer von ihnen schwer und liegt - in Lebensgefahr schwebend - im Krankenhaus. Die Gruppe beschließt dennoch wegzufahren, wenn auch nur für 2 Wochen. Nach und nach lernt man jeden besser kennen und erkennt die Abgründe unter der sonnigen glatten Oberfläche.
Die knapp 2 Stunden des Urlaubes am Meer sind genial. Tolle Schauspieler, tolle Kulisse und vor allem so nah am Leben. Zu beobachten wie jeder versucht den schönen Schein zu wahren und die Fassade immer wieder tiefe Risse bekommt ist wirklich gelungen. Der Part vor dem Urlaub fand ich anstrengend, es hat gedauert bis ich mit den Figuren warm geworden bin. Der Schluss ist zu dick aufgetragen.
Aber insgesamt hat mich der Film nachhaltig beeindruckt.
Ach so, tolle Musik übrigens.
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