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Kundenrezensionen

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am 2. Mai 2015
Wild Bill Hickok wird immer wieder von Alpträumen geplagt, wie ihn ein mächtiger
Weisser Büffel anfällt. Die Angst macht ihm zusehendst schwer zu schaffen.
Deshalb macht er sich auf den Weg in die Black Hills um sich seinem Alptraum zu
stellen und ihn zu vernichten.
Auch Häuptling Crazy Horse ist auf der Jagd nach dem Weissen Büffel, der sein ganzes
Lager zerstörte und dabei seine kleine Tochter tötete. Durch anfängliche Meinungsverschiedenheiten
freunden sich Crazy Horse und Hickok an und machen gemeinsam Jagd auf White Buffalo.

Eine Mischung aus Western und Tier-Horror, der mir Anfang der 80er schon gefallen hat,
nun auf DVD, da war es als Bronson-Fan natürlich Pflicht.
Das die Spezial-Effekte nicht gerade das gelbe vom Ei sind, na ja.
Man sieht schon das der Büffel auf Schienen dahergerast kommt, wenn man genau
hinsieht,aber das schmälert die Spannung in keinster Weise.

Ich wusste gar nicht mehr welche bekannten Namen hier mitwirkten.
Neben Charles Bronson waren da noch Jack Warden, Will Sampson, Clint Walker, Stuart Whitman, Slim Pickens,
Martin Kove, Ed Lauter, John Carradine und Kim Novak als Poker Jenny.

Ich fand ihn sehens-und empfehlenswert und für Charles Bronson-Fans sowieso ein Muss.
Mit Bild und Ton war ich zufrieden, mit Wendecover.
Als Bonus gab es den Originaltrailer und zwei Programmhinweise.
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am 21. September 2011
"THE WHITE BUFFALO - Der weisse Büffel" von 1977 mit dem unvergessenen Charles Bronson in der Hauptrolle unter der Regie seines späteren Stamm-Regisseurs J. Lee Thompson ("THE GUNS FROM NAVARONE - Die Kanonen von Navarone") ist eine ungewöhnliche Mischung aus klassischem Western, Tierhorror und der Bewältigung der Kluft zwischen Weißen und Indianern.

Der Film besticht unter anderem allein schon wegen Bronson (knochighart wie immer, hier allerdings unter mysteriösen Alpträumen bezüglich des namensgebenden weißen Büffel leidend - aus dem Alptraum aufschreckend ballert er schon 'mal beidhändig im Schlafwagon liegend durch die Koje über ihm - war aber glücklicherweise nicht besetzt), einigen grandiosen Landschaftsaufnahmen, im Anbetracht des Budgets und der verfügbaren Technik von 1977 gelungenen FX, ein paar ordentlich blutigen Sequenzen (wenn der Büffel durch ein Indianercamp fegt, geben seine Hörner schlitzend und reißend ihr Bestes) und einer ordentlichen Besetzung der Nebenrollen (Jack Warden ("SUMMERTREE", "USED CARS - Mit einem Bein im Kittchen"), Kim Novak ("KISS ME STUPID - Küss mich, Dummkopf"), Ed Lauter ("FRENCH CONNECTION II", "DEATH WISH III - Der Rächer von New York") und Will Sampson ("ONE FLEW OVER THE CUCKOO`S NEST - Einer flog übers Kuckucksnest").
Und natürlich dem wirklich schönen Score aus der Feder von John Barry ("OUT OF AFRICA - Jenseits von Afrika").

Man merkt, daß Regisseur Thompson ein routinierter Handwerker ist - großartige Experimente sind nicht sein Ding, was vielleicht aber nicht verkehrt gewesen wäre, gerade bei diesem ungewöhnlichen Genre-Mix, und auch beim Schnitt hätte man einiges noch rausholen können.
Auch das Drehbuch hat ein paar Schwächen, die man leicht hätte ausmerzen können.

Dennoch macht der Film - so wie er ist - ordentlich Spaß : Er ist unterhaltsam, einige Sequenzen lassen tatsächlich das Herz höher schlagen und einige der bereits erwähnten Härten sind für eine FSK-12er-Freigabe richtig lecker.
Außerdem dürfen wir uns glücklich schätzen, diesen Klassiker endlich auf DVD genießen zu dürfen, war er bislang nur als Import aus Australien oder den USA (ohne deutschen Ton natürlich) erhältlich.
Ein Dank also an Eurovideo.

Zum technischen Aspekt der DVD läßt sich sagen, daß man das Bestmögliche aus vorhandenen Bild- und Tonquellen herausgeholt hat :
Ein ordentlicher Mono-Ton in Deutsch und Englisch (wobei im Deutschen die Stimmen besser und klarer rüberkommen, allerdings die Synchronisation übersetzungstechnisch dem englischen Original hinterhinkt, z.B. die Szene mit der erschossenen Lady in der Kutsche, die die Kugel dahin bekommen hat, wo sonst nur etwas herauskommt), das Bild ist sauber, vielleicht einen Tick zu blass und in dunklen Sequenzen hapert es ein wenig, ansonsten gibt es aber keinen Grund zu mucken.
Wie gesagt : Ein Klassiker, der damals kein Riesenhit an der Kinokasse war, ist somit vernünftig und anständig erhältlich (High-End-Freaks werden natürlich die Nase rümpfen, aber das lässt sich nicht ändern : 5.1. und 16:9 ist nun 'mal nicht immer drin !).

Als Bonus gibt es noch den original Kinotrailer, und unter "Programmtips" gibt es noch als Schmankerl den original 74er-US-Kinotrailer zu "MR. MAJESTYK - Das Gesetz bin ich", einer von Charlie's Kultklassikern, auf der MGM-eigenen DVD-Veröffentlichung war er leider nicht enthalten.

Abschließendes Urteil : Eine Empfehlung - und für Charles-Bronson-Fans wie mich ein Pflichttitel !!!!
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am 3. März 2016
habe diesen Film meinem Papa geschenkt das er auf Western steht.
Das Geschenk kam sehr gut an :)
Zum Film selber kann ich leider nichts sagen, da ich ihn nicht gesehen habe
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am 15. Dezember 2012
Lange (Zeit) habe ich diesen Film sehr gemocht, - was ich im Grunde auch heute noch tue. Lange (Zeit) habe ich ihn gesucht, - und somit auf eine neue, deutsche DVD - Veröffentlichung gehofft. ;-) Aber vor allem, - lange Zeit habe ich mich nicht dazu überwinden können, auch eine diesem Werk wirklich gerecht werdende - würdige[nde] Rezension dazu abzugeben. Denn genau das gestaltet sich gerade hier mehr als nur etwas schwierig. Also, worum handelt es sich ?

Einerseits ist "the white Buffalo" - "der weiße Büffel" aus dem Jahre 1977 mit Charles Bronson in der Haupt, - Will Sampson ("Poltergeist 2 - die andere Seite", "einer flog über das Kuckucksnest") und Jack Warden (u.a. "das Leben nach dem Tod in Denver") in Nebenrollen hier ein sogenannter Tierhorror - Film. Andererseits aber auch ein erstklassiger Spätwestern.

Das Problem war zum Zeitpunkt seiner Entstehungsgeschichte bzw. Veröffentlichung nur, er kam gewissermaßen für beide leider zu spät. Vor "der weiße Büffel" gab es bereits 1956 "Moby Dick" (also auch von der Handlung her eine Jagd auf ein weißes Monster). Und ebenfalls im Jahre 1975 "der weiße Hai" (Jaws) vom Regisseur Steven Spielberg. Oder auch "King Kong" (die Version von 1976 des Regisseur's Dino de Laurentis). Für Tierhorror - Filme herrschte also kaum noch Bedarf beim Publikum.

Auch als (Spät)Western gab es bereits davor einige Klassiker wie z.B. "Duell am Missouri" aus dem Jahre 1976 oder "the Wild Buch - sie kannten keine Gnade" - alternativ - "the Wild Bunch - sie kannten kein Gesetz" von 1969. Und ebenso den Film "Pat Garrett jagt Billy the Kid" des Regisseur's Sam Pekinpah von 1973. Wie man nur an diesen paar Beispielen erkennen kann, war also auch hier die Nachfrage der zahlenden Kinogänger an Filmen solcher Stilrichtungen bereits schon stark erloschen.

J. Lee Thompson, der zwar bereits an der Produktion von 2 "Planet der Affen" - Filme (Eroberung vom Planet der Affen - 1972, die Schlacht um den Planet der Affen - 1973) als Regisseur beteiligt war. Und sich so einen gewissen Respekt verschaffen konnte, hatte es also mit "der weiße Büffel" hier wahrlich schwer.

Aus all' diesen oben genannten Gründen floppte dieser Streifen später auch. Und das, obwohl sich hier noch weitere, bekannte Namen, - als da wären z.B. Clint Walker (das dreckige Dutzend), Slim Pickens (ebenfalls mit von der Partie bei "the Wild Bunch"), Stuart Whitman (die Abenteuer des Brisco County Jr.), John Carradine (u.a. auch in "das Tier"), Ed Lauter (Robocop) und Martin Kove (Stahljustiz), finden lassen.

Zur Story: 1874 kehrt die einstige Westernlegende "Wild Bill" Hickock (Charles Bronson) unter dem Alias - Namen James Otis in den Westen zurück, um sich einem gigantischen weißen Büffel zu stellen, der ihm schon lange Alpträume beschert.

Dieser monströse Albino - Büffel zerstört alles auf seinem Wege. Und hat erst kürzlich ein ganzes Indianerdorf platt getrampelt. Was den stolzen Krieger Crazy Horse (Will Sampson) so das Leben seiner Tochter kostete. Weil er aber seine Trauer nicht unter Kontrolle hat, wird Crazy Horse vom Häuptling seines Stammes hier zunächst mal mit dem Namen "Wurm" quasi degradiert. Und auf einen Rachefeldzug gegen den weißen Büffel geschickt.

Derweil begegnet Wild Bill nach seinem Eintreffen im Westernkaff Cheyenne alten Feinden, wie dem General Custer (Ed Lauter) und dem Revolvermann Whistling Jack Kileen (Clint Walker). Sowie alten Freunden, wie der blonden Poker Jenny (Kim Novak) und dem zauseligen Charlie Zane (Jack Warden) wieder.

Gemeinsam reiten Bill und Charlie in die Wildnis, wo sie bald darauf auf Crazy Horse/Wurm treffen, der ihnen zunächst einigen Ärger bereitet. Doch als ihnen allen einige Schurken, - und ebenfalls die Natur gleichermaßen einheizen, überbrücken Rothaut und weißer Mann ihre Differenzen und gehen gemeinsam auf die Jagd.

Der Regisseur machte hier leider den großen Fehler, sein Film - Biest (das war ein offensichtlich auf Schienen befestigtes Ungetüm !) von vorneherein, gleich in der Anfansphase in voller Pracht auf den Zuschauer los zu lassen. Und nimmt ihm so auch von der rein potentiellen Bedrohung dabei jeglichen Wind aus den Segeln. Tatsächlich funktioniert "der weiße Büffel" hier nämlich als Geschichte immer am besten, wenn das Tier gerade mal nicht in der Nähe ist. Denn dann funktioniert er sogar richtig gut.

Dies liegt z.B. an den tollen Landschaftsaufnahmen, - und der absonderlichen Studiokulisse sowie einer abenteuerlichen Western - Stimmung. Und der hervorragenden Musik von John Barry (dieser war u.a. auch mit verantworlich für den Score bei "der mit dem Wolf tanzt"). Aber vor allem eben an der wirklich hochkarätigen Besetzung.

Denn Thompson wendet sich hier oftmals seiner Hauptfigur zu. Bronson spielt die Westernlegende Bill Hickock als einen Mann, der zwar keine Ziele mehr hat. Aber dafür nur noch diese eine Sache erledigen will. Um sich dann ganz auf's älter werden und sein eigenes ableben konzentrieren zu können.

Eine große Referenz an bzw. zu Herman Melville's "Moby Dick" ist hier allerdings, - natürlich unverkennbar. Quasi als so eine Art von Seelenverwandtschaft zwischen der Figur des Wild Bill Hickock und dem Kapitän Ahab. Beide getrieben von ihrer "Aufgabe", nur, mit einem Unterschied.

Hickock wird nicht allein von blinder Besessenheit getrieben. Denn er weiß ganz genau, dass es auch um seine eigene sterblichkeit geht. Anzeichen des Todes durchziehen den ganzen Film. Und werden hier von Hickock selbst auch als solche erkannt.

Beinahe steht's eine dunkle Sonnenbrille tragend, macht er sein Gesicht so zur Totenmaske. Der Zug fährt an einem riesigen Berg von Büffelknochen vorbei. Eine Geschlechtskrankheit hindert ihn daran, mit seiner alten Liebschaft Poker Jenny nochmal in's Bett zu steigen.

Und wenn er über seine Ziele spricht, dann gibt er freimütig zu, Angst zu haben. Vor der Gefahr, die auf ihn lauert. Vor dem Tod, den er im Duell nicht besiegen kann. Diese Perspektive ist typisch für einen melancholischen Spätwestern.

Und sie wird hier sehr gut auch von der Hauptfigur eindringlich vermittelt. Zu jener Zeit, als die einstmals immer schießfreudigen Haudegen auf ihre alten Tage erkennen mußten, dass ihre Epoche bereits schon ab gelaufen ist, was das eben unumgänglich (geworden).

Das haben auch John Wayne bei "the Shootist - der letzte Scharfschütze" oder Steve McQueen bei "ich, Tom Horn" sehr gut darzustellen vermocht. Allein vom schauspielerischen betrachtet, aber besonders, - auf Grund der Tatsache, das beide Schauspieler da selber schon wirklich vom eigenen, bevorstehenden Tode bereits gezeichnet waren.

Oftmals mit der Erkenntnis, viel Schuld auf sich geladen zu haben, versuchen sie ihre Bilanz etwas auf zu bessern. Und sich noch einmal, diesmal für die richtige Sache ein zu setzen. Um so am Ende selbst doch wenigstens für etwas gutes zu sterben.

Diese Mission hier, den Büffel zu töten, tritt deshalb auch bald in den Hintergrund. Und macht so nun einer langsam, stetig heranreifenden Freundschaft mit dem Indianerhäuptling Platz. Kurz zuvor nur hatte Wild Bill gegenüber seinem Freund Charlie noch den Satz zitiert, - das nur "ein toter Indianer ein guter Indianer" ist. ;-) Am Schluß verprellt er ihn aber damit, dass er diesem vermeintlichen Wilden jetzt sogar die Hand reicht.

Aber, was in Jahrzehnten der gegenseitigen Intoleranz zerstört wurde, kann so natürlich nicht in wenigen Tagen rückgängig gemacht werden. Sie verabschieden sich nun zwar als Freunde, - falls sie sich jedoch eines Tages wieder begegnen werden, sind sie Feinde wie zuvor. So stellt sich am Ende natürlich auch die Frage, ob sich denn überhaupt jemals etwas geändert haben wird. Fazit: 100 % empfehlenswert, Kauf, - und Ausleihtip.

Nachtrag: das DVD - Cover dieser neuen Auflage hier ist ziemlich kindisch geraten (siehe dazu das Bild oben). Beinahe schon, als ob es zu einem Walt Disney - Film gehören würde. Besser wäre es also, sich nun hier die frühere, Bootleg - Variante dieses Film's zu zulegen. Die sogar noch mit einer etwas besserer Bildqualität besticht. Dafür ist aber in der hier beschriebenen Version die Tonspur wieder besser geworden. Kann also zumindest der Rat dazu gegeben werden, sich doch diese zu kaufen. Und, sich eventuell nur das Cover einer anderen Auflage dafür neu aus zu drucken. Das dann so auch wieder mehr dem der früheren, offiziellen VHS - Kassette von diesem Film hier entspricht. ;-)
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TOP 1000 REZENSENTam 28. September 2011
(Vorsicht, Spoiler! Der Text ist auch verdammt lang!)

... all that stirs up the lees of things; all truth with malice in it; all that cracks the sinews and cakes the brain; all the subtle demonisms of life and thought; all evil, to crazy Ahab, were visibly personified, and made practically assailable in Moby-Dick." In J. Lee Thompsons seltsamer Mischung aus Western und Horrorfilm "The White Buffalo" (1977) geht es nicht um einen weißen Wal und einen von Haß verzehrten, an Körper und Seele verkrüppelten Kapitän, sondern der krankhafte Kampf zwischen Mensch und Bestie wurde in die Prärie verlagert, und es sei gleich vorausgeschickt, daß der Film, anders als sein Titelheld, um vieles besser als sein Ruf ist.

Der Film beginnt mit einer Alptraumsequenz, unheilvoll untermalt durch die Filmmusik John Barrys, in der ein weißer Büffel in schneebedeckter Wildnis allein durch sein Gebrüll eine Lawine verursacht, und dann schreckt ein Nervenbündel von einem Wild Bill Hickok (Charles Bronson) im Schlafabteil eines Zuges aus dem Schlummer auf und durchlöchert traumbefangen die über ihm liegende Koje mit blauen Bohnen. Nur gut, daß sie leer war. In einer Unterhaltung zwischen dem uralten Zugbegleiter und dem schießwütigen, seine Augen hinter Sonnenbrillen verbergenden Psychowrack Hickok am nächsten Morgen wird deutlich, daß der Revolverheld umgetrieben wird von Angst und Haß gegenüber einem weißen Büffel - eben jenem Monster, das den Weg in seine Träume gefunden hat - und daß Hickok alles daransetzen muß, dieses Tier zu töten, um nicht völlig dem Wahnsinn zu verfallen. In der kleinen Stadt am Rande zur Wildnis, in die ihn schließlich seine Reise führt, verbündet er sich mit einem seiner alten Freunde, dem Trapper Charlie Zane (Jack Warden), der ihm versichert, daß der weiße Büffel noch sein Unwesen in der Prärie treibe, und beide Männer beschließen, das Tier zur Strecke zu bringen, um sein Fell mit sattem Gewinn zu verkaufen. Bei ihrer Unternehmung lernen sie den Sioux-Häuptling Crazy Horse (Will Sampson) kennen, der ebenfalls auf der Jagd nach dem Büffel ist, um den Tod seiner Tochter zu rächen, ist diese doch bei einem Überfall des Untiers auf ein Indianerdorf ums Leben gekommen.

Die 70er Jahre waren eine große Zeit für allerlei im Kielwasser des Weißen Haies schwimmende Mörderbestien zu Wasser und zu Lande, und so mag man leicht der Versuchung erliegen, "The White Buffalo" als Fließbandhorrortrash abzutun, zumal ja auch Charles Bronson, der Hauptdarsteller dieses Films, bei weitem nicht die Anerkennung bekommen hat, die er als Schauspieler verdient. Das Schöne an diesem Film ist, daß er durchaus an verschiedenen Stellen kritisches Potential hat und daß er als Kind der 70er Jahre noch nicht den Zwängen einer geistlosen Political Correctness erlag, die es in unseren Tagen manchmal so peinlich macht, auf der richtigen Seite zu stehen. "The White Buffalo" erzählt die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei unterschiedlichen Männern, dem leicht psychopathischen Hickok, der als überzeugter Indianerhasser die Bühne betritt, und dem entschlossenen Crazy Horse, der dem Büffel nachjagt, um wieder ein Leben in der Gemeinschaft der Seinen führen zu können. Dabei kommt es zu Dialogen, die zwar nicht sehr wortreich sind, aber lange nachhallen und die man wohl kaum in einem Horrorfilm vermuten würde. Als Crazy Horse den Weißen beispielsweise vorwirft, sie nähmen den Indianern das Land weg, das ihnen vom Großen Geist geschenkt worden sei - eine Zeile, die man sicher auch in einem Western von Hans W. Geißendörfer finden würde (Gott bewahre, daß es jemals dazu kommt!) -, entgegnet Hickok ihm, dies sei die Wahrheit der roten Männer, und in Wirklichkeit habe ihnen nicht der Große Geist das Land geschenkt, sondern sie hätten es seinerzeit ihren Nachbarn weggenommen, genau wie der weiße Mann es nun mit ihnen tue. Ich glaube kaum, daß in der heutigen Zeit ein Regisseur oder ein Produzent den Mut hätte, solch einen Dialog in einem Western zu verwenden, denn hier wird ja nicht eindeutig genug mit dem moralischen Zeigefinger gewedelt, und dies würde den Beißreflex des modernen Tugendwächters herausfordern.

Doch ist dieser Wortwechsel nun ein Versuch, die Gewalt und das Unrecht, daß die amerikanischen Ureinwohner durch die Siedler erfuhren, zu relativieren durch ein sozialdarwinistisches Recht des Stärkeren? Ich behaupte, daß gerade dies nicht der Fall ist, denn Hickok spricht noch weiter und verweist auf die zahlenmäßige und die technologische Überlegenheit der Weißen gegenüber den Indianern. Denkt man ein wenig über diesen Dialog nach, dann versteht man, daß gerade hierin das Dilemma lag: Unrecht geschieht nicht unbedingt immer durch Menschen, die, getrieben von Gier und Rücksichtslosigkeit, Unrecht im Sinn haben, sondern durch Gedankenlosigkeit und Unkenntnis. Ein Großteil der Siedler nahm das Land in Besitz auf der Suche nach einem besseren Leben für die eigene Familie und nicht, um den Ureinwohnern zu schaden - doch genau dies, den Ureinwohnern schaden, taten sie mit ihren Handlungen. Kriege, Ungerechtigkeiten und Verteilungskämpfe sind mithin nicht ein moralisches, sondern ein strukturelles Problem, und hat man dies erst einmal erkannt, dann wird man für die Folgen des eigenen Handelns sensibilisiert. Die Legehennenbatterien unserer Tage - um einmal ein ganz anderes Beispiel zu nehmen - existieren ja nicht, weil viele Menschen aus Bosheit und Hühnerhaß den Hühnern kein artgerechtes Leben gönnten, sondern weil sie die Existenz dieser Form der Tierhaltung in Kauf nehmen, um günstiges Fleisch und günstige Eier verzehren zu können und oft nicht einmal mehr darüber nachdenken, wie dieses Fleisch und diese Eier produziert werden. Indem die Probleme unserer Zeit und der Vergangenheit oft als rein moralische Probleme dargestellt werden, wird dem Einzelnen die Möglichkeit gegeben, sich selbst auf seiten der "Guten" und der "Erleuchteten" zu wähnen, und eine einfache Lösung erscheint den terribles simplificateurs dann verlockend nahe - meist allerdings nur für Probleme der Vergangenheit. Selbst in den Western John Fords wird die Ursache des Konfliktes zwischen Indianern und Siedlern oft in dem Fehlverhalten einzelner Individuen - etwa des verschlagenen Waffenhändlers oder des kriegslüsternen Häuptlingssohnes - gesehen, wodurch die Tragweite des wirklichen Interessengegensatzes aus dem Blickfeld gerät.

Selten habe ich in einem Western eine solch luzide, wenngleich pessimistische Stellungnahme zu dem Konflikt zwischen Ureinwohnern und Siedlern gefunden wie in "The White Buffalo", und Thompson läßt auch keinen Zweifel daran, daß er die Landnahme der Weißen und die Ausbreitung ihrer Zivilisation als zerstörerisch und barbarisch sieht. So dürften die surreal anmutenden Berge ausgebleichter Bisonknochen, die den Zugreisenden beim Einfahren in die Stadt Cheyenne erwarten, beim Zuschauer wohl beredtes Zeugnis über die Kosten der weißen "Zivilisation" ablegen - hier fungiert "The White Buffalo" gar als früher Öko-Western. Zudem gibt es in dem gesamten Film unter den Weißen keine einzige wirklich sympathische Figur (außer vielleicht Wild Bill am Ende). Bills Freund Zane kann sich, anders als der Held, nicht von seinen Vorurteilen gegen die Indianer befreien und lauert fortwährend auf eine günstige Gelegenheit, Crazy Horse eine Kugel zu verpassen. Zwei Mitreisende in einer Postkutsche entpuppen sich als gemeine Strauchdiebe. Ein Saloonbesitzer greift zu fiesen Winkelzügen, um sich den Schutz Wild Bills gegen einen Revolverheld zu erwirken, und auch die zynische Witwe Poker-Jenny (Kim Novak) ist keine "tart with a golden heart" à la Claire Trevor oder Joanne Dru in den Western Fords.

Unser Held freilich trifft am Ende die anständige Entscheidung, indem er den Gedanken an ein gutes Geschäft mit dem Fell des weißen Büffels aufgibt, um es Crazy Horse zu überlassen, der es mit zu den Seinen nehmen muß, damit seine Tochter im Jenseits Ruhe und er wieder seinen Platz in der Gemeinschaft findet. Dieser Verzicht indes bringt ihm die Feindschaft seines durch Gier und Indianerhaß verblendeten Freundes Zane ein - eine Feindschaft, die den Keim neuer Gewalt in sich birgt und die den an Feinden nicht eben armen Bill bei den Weißen wohl vollends zu einem Außenseiter machen wird.

Tragischerweise kann auch die Freundschaft zwischen Bill und Crazy Horse keine Zukunft haben, denn Bills Vergangenheit macht eine solche unmöglich. Gute Lösungen sind eben nicht immer wohlfeil zu haben. Über diesen überraschend tiefen Film ließe sich noch manches sagen, aber man kann ihn sich auch einfach mal anschauen.

Die DVD bietet den Film in einer guten Bildqualität und in der deutschen sowie der englischen Tonspur. Letztere ist aber extrem leise, doch immer noch der deutschen Tonspur vorzuziehen, wird unser Held hier doch stets als "Highcok" angesprochen. Grrrr.
1010 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. September 2015
... im Fernsehen gesehen - kannte ich noch nicht - guter Film, hat mir zwar gefallen aber ins Regal bei mir hat er es noch nicht geschafft
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am 12. Oktober 2011
Lange musste ich warten, aber es hat sich gelohnt.
Die Bild-und Tonqualität beurteile ich mit gut.
Das Bonusmaterial besteht lediglich aus dem original Kinotrailer.
Hier hätte es ruhig ein bischen mehr sein dürfen.
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am 14. Oktober 2011
Forgive me writing in English! I saw this film in theater about 30 years ago. I thought then this must be one of the worst westerns I had seen. Should see it again, but I doubt I would change my mind. I have never liked Bronson. That may have an effect on my viewpoint. Obviously this is a film that has its participants, but I agree with Brian Garfield in Western films: "It's truly awful". The white buffalo made me laugh. I have read that this mechanical monster is just as it should be. The aim was to show it in a dream-like way. Maybe, but when you laugh at a wrong point, the film is going to lose.
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