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am 25. Dezember 2011
So, ich werde jetzt hier nicht mehr lange auf die Musik an sich eingehen, viele haben schon Vieles Richtiges geschrieben. Ich lege einen Fokus auf den Surroundsound der BlueRay.

Here we go:
Ich hatte bereits die CD im Schrank (Auto/Phön) und war schon echt begeistert. Mmhh.. wie sieht es denn dann mit dem Sound auf einer BlueRay aus?! Dann war ich auf dem Konzert in Kölle Allaf im November und bin quadrophonisch auf das Feinste weggeblasen worden. Aus dem Gig kommmend war ich vollends überzeugt, dass sich die Anschaffung der BlueRay lohnen wird, also das Ding gekauft....

Das ist echt ein Hammer auf einer 5.1 Anlage. Samsung BDD mit Yamaha RXV und Canton-Movie MkII Speaker. Das ist dermaßen fett, das es einen weghaut (Kein Wunder, das der Onkel Steven kommenden Januar für den Grammy "bester Surroundsound" nominiert ist). Es lohnt sich auf jeden Fall.

Ach ja, als bekennender Fan von Steven's Porcupine Tree, Opeth und Blackfield war es ja klar, dass ich wohl vermutlich nicht ganz objektiv bin, aber sei's drum... Der Typ ist echt genial. Die Extras sind auch nett, ein paar Mixe in HighQuality und ein paar Videos sind eine Bereicherung der Scheibe.

Macht was draus, nörgelt an Kleinigkeiten oder geniesst.... Ihr seid am Zug
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am 11. Oktober 2011
Steven Wilsons zweites Soloalbum unter eigenem Namen >Grace for Drowning< klettert mit großartiger Cover- und Bookletgestaltung im üblichen Glover/Hoile Stil aus dem Briefkasten, sehr ästhetisch wenn auch Geschmackssache. Schon hier zeigt sich ein starker Zusammenhang zu Insurgentes, Wilsons 2009 erschienenem ersten Soloalbum.

Der erste Höreindruck war zunächst unübersichtlich, für ein Werk Steven Wilsons erscheint Grace for Drowning auf den ersten Blick ungewöhnlich unstrukturiert, wenn auch auf der intuitiven Ebene sehr schön und emotional sehr ansprechend. Stilistisch fusionieren die Jazz-Einflüsse des frühen Prog (hier zeigt sich jahrelanges King Crimson remixen) mit neo-romantischen Chor-Arrangements, filigranen Art-Rock Passagen und der Faszination mit Industrial und Noise die sich schon auf The Incident und Insurgentes zeigt. Einige instrumentale Teile erinnern an Vertreter der klassischen Minimal Music wie Arvo Pärt und Philip Glass.

Nach mehrmaligem Hören erschließt sich mir die Platte besser und besser. Wilsons Talent für lange, flache Spannungsbögen scheint mit seiner Vorliebe für kontrastreiche Strukturen und gigantischen Dynamikumfang in Konflikt, verbindet sich aber auf diesem Album ungewöhnlich gut. Das Ergebnis klingt gerade bei allem Genre-Widerspruch eben doch nach einer künstlerischen Einheit und, vor allem was die Schönheit der Melodien und Soundscapes angeht, unmisverständlich nach Steven Wilson. Die Kohärenz des Albums ergibt sich in erster Linie aus der Tongestaltung, den Texturen und der für Wilson typischen Verarbeitung von Stimmen und Gitarren.

Textlich ist Grace for Drowning Welten entfernt von der intuitiven Gestaltung von Insurgentes (und wie ich finde überlegen) aber dennoch nicht so konkret wie man es von Porcupine Tree gewöhnt ist.

Trotz der Gemeinsamkeiten mit anderen SW-Projekten ist Grace for Drowning ein selbstständiges Werk. Das Album erfordert Arbeit und Hartnäckigkeit vom Zuhörer und wird sich sicher nicht jedem eingefleischten Fan erschließen, es ist den Aufwand aber in jedem Fall wert. Um das Album in den Kontext zu rücken, empfiehlt sich eine Gegenüberstellung mit Opeth's Heritage.
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am 10. März 2014
habe ich mich dazu aufgerafft diese CD zu kaufen.

Was soll ich sagen?

Die musikalische Meisterleistung hatte mich vom ersten Ton im Griff, betört und gefesselt.

In meinen 40 Jahren Musikleidenschaft hat mich noch nie ein Album vom ersten Ton an so gefangen genommen.

Es gibt also heutzutage doch noch Musiker, die man als Musiker bezeichnen darf - und in diesem Fall auch muss.

Von A bis Z der Hammer und absolute Liebe zum Detail.

Keine Sekunde Langeweile und ich liebe die Nähe zu King Crimson, besonders hörbar auf Raider II.

Thank you Steven
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am 3. Oktober 2011
Grace for drowning von Steven Wilson:

Sitze hier, schreibe diese Zeilen, höre gerade "Remainder the black Dog" zum ca. fünften Mal, das komplette Werk zum dritten Mal. Bin eigentlich Jazzer mit Hang zum härteren Klientel, aber egal. Versuche eben, das "Ding" von Wilson zu ergründen, aber das ist eigentlich nicht weiter nötig. Selten habe ich das Gefühl gehabt, etwas Genialeres gehört zu haben, keine Interpretation von "abgefahren", "völlig wirr" oder ähnlichen Attributen um Musik interessant zu beschreiben. Wilson macht die Musik, auf die er Bock hat und das klingt extrem authentisch und grandios. Natürlich nicht jedermanns Sache, vor allem , wenn man seine Arbeit vorrangig von Porcupine Tree oder Blackfield kennt und auch zu Recht schätzt. Für mich als Mittvierziger ein hervorragendes Stück Musik, das sich vom alltäglichen Sumpf des Kommerz mehr als abhebt, hoffentlich trotzdem Respekt und Anerkennung findet.

Sehr mutig, was Steven Wilson hier darbietet. Bin eben bei "Raider II" und erlebe ein selten gewordenes Gefühl der Überraschung, solch komplexe Musik in diesem Bereich hören zu dürfen (Schubladendenken!!!). Bin eben wieder zurück zu "Belle de jour", weils einfach genial ist und weil danach "Index" folgt, was auch irgendwie großartig ist.

Ertappe mich immer häufiger dabei, "Grace for drowning" zu glorifizieren, merke aber gleichzeitig, daß das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Fehler ist.

Eine CD mit großartigen Musikern (u.a. Steve Hackett und Jordan Rudess), die einer der innovativsten Musiker dieser Zeit zusammengeführt hat, um seiner eigentlichen Passion zu fröhnen.
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am 30. September 2011
Mein absoluter Lieblingsmusiker hat erneut zugeschlagen.Für mich nicht mehr nachvollziehbar ist die qualitativ hochwertige Veröffentlichungsflut mit Porcupine Tree,Blackfield und wie in diesem Fall persönlichen Projekten.
Nach dem Solodebüt vor ein Paar Jahren,welches Porcupine-Tree affine Rocksongs mit allerlei experimentellen Elektronik,Ambient sowie Noise-einflüssen verwob,hier nun Nachschlag für all die Jünger in Form eines Doppelalbums.
Steven taucht ein in seine ureigenste Welt aus melancholischen 70er-Jahre Rock und verbindet dies mit allerhand Beiwerk,welches die musikalische Offenheit eines der begnadetsten Musiker der Neuzeit nur untermauert.
Wo andere alte Progrock-Strukturen wiederkauen,spinnt Wilson diesen Faden weiter,mixt moderne Electronica bei,lässt avantgardistisch angehaucht bombastische Parts anschwellen,nur um in Bruchteilen einer Sekunde in schwelgerischen Parts zu versinken,die z.B. wie im genialen "deform to form a star" nur zum niederknien sind.
Das sind dann wieder diese typischen Wilson-Gänsehaut Refrains bzw. Parts,wo man nur ehrfürchtig und gleichzeitig glücklich und traurig innehält.Das schafft wie immer Bilder vor dem geistigen Auge,da Steven es schafft,diesen hohen Grad an glaubhafter Emotionalität mit einer Professionalität und produktionstechnischer Abgeklärtheit zu verbinden,welche letztlich konkurrenzlos bleibt. Da gibts aktuell nichts vergleichbares,kann man letzlich nur kritisch innerhalb der eigenen Wilson-Veroffentlichungen konkurrieren. Und da schneidet dieser Opus nach den wie ich persönlich finde eher "nur" sehr guten letzten Blackfield bzw. Porcupine Tree-Alben ausgezeichnet ab,findet Steven hier doch die perfekte Balance all seiner Projekte wie No-Man(das ruhig elegische),sperrige Früh 70er progressive Parts mit der PT-typischen Melodielastigkeit,nur noch überthront mit dieser so speziell ergreifenden Verletzlichkeit.
Songlängetechnisch ist Progtypisch von kurzen Intermezzis bis zum 23 Minüter alles bei,wobei hier nicht auf pure elegische Parts,sondern mehr der Experimentiergeist mit vielen Stimmungswechseln ausgelotet wird.Diese Platte wird viele Durchläufe benötigen,um sie in Gänze über die vollen 83min zu erfassen,aber darum geht es ja auch bei solcherlei Musik.
Komisch,das ich bei dieser Musik immer das Bedürfnis habe,diese in Ruhe,am besten im Dunklen,im Auto oder unter Kopfhörer sich entfalten zu lassen,da diese räumlich,hallige Art der Produktion regelrecht nach einem intimen,intensiven Hörgenuss verlangt.
Die offen dargelegte Angreifbarkeit in seiner Stimme,den Arrangements...das darf durch Nebenherhören nicht verstümmelt werden. Wobei gerade der experimentelle Charakter dieser CD zum intensiven Hören zwingt,ist hier doch nicht alles auf Harmonie gebürstet,sondern immer wieder mit Sperrigkeit durchzogen.
Auch interessant,dass viele Parts an die neue Opeth(Brüder im Geiste)erinnern,da darf man sich schon auf das bald erscheinende Projekt mit M.Akerfeldt freuen.
Soundtechnisch ist natürlich für alle Kopfkino-Fanatiker,die eventuell auch ein gutes 5.1. System ihr eigen nennen,alles perfektionistisch wie eh und je zubereitet.dann vollen Genuss an alle Fans.
Man sieht sich auf den kommenden Live-Events zu dieser Platte. Absolute Kaufempfehlung!
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am 24. November 2012
Mit der Platte bin ich anfangs nicht so recht warm geworden (obwohl ich langjähriger Porcupine Tree und generell Prog-Fan bin).
Teilweise is das einfach zu abgefahren was der Steven da so produziert hat.

Nach div. Durchläufen allerdings - und immer die passende Stimmung / Zeit vorausgesetzt - hat sich das Potenzial der CD entfaltet und ich finde die CD mittlerweile richtig gut!
Einige Lieder sind auch so immer noch "zu weit draussen", um mich persönlich komplett anzusprechen (alleine schon der urlange Raider-Track), aber dafür sind andere Lieder dafür umso besser und stimmiger (wie z.B. Postcard, No Part Of Me, Remainder The Black Dog, oder generell die komplette erste CD).

Allerdings muss ich sagen, dass beide Solo-CDs von Hr. Wilson wesentlich schlechter sind wie der gute Herr mit Band auf seinen Solo-Konzerten.
Wer also Zeit und Muse hat, sollte sich dies unbedingt antun, denn das ist noch mal um Längen(!) besser wie die Musik auf CD.
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am 9. November 2011
Hr. Meyer hat 3 Sterne vergeben mit der Begründung man müsse schon eine Affinität zur Musik der 70er mitbringen, um der Musik folgen zu können.

Ich bin völlig anderer Meinung, möchte mich aber kurz halten: Das Album ist Teil einer Sternstunde in der Musikwelt, wer das Konzert dazu gesehen hat (ich hatte die Gelegenheit in München, Muffathalle) wird ähnlich denken.

Um die Musik zu genießen muss man keine Affinitäten mitbringen. Im Gegenteil. Offen in diese Klangreise eintreten - eine fantastische Sache. Ich hoffe dass Steven Wilson noch zu Lebzeiten eine angemessene Beachtung erfährt. Jedoch schön, dass ihm dies wohl nicht so wichtig ist (sonst würde er wohl völlig andere, "eingänglichere" Musik machen). Aber so kann er sich glücklich schätzen, er hat seine absolute musikalische Freiheit und kann so völlig authentisch bleiben.

5 Sterne, ganz klar, ein fantastisches Album!!!
Viele Grüße!!
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am 2. Oktober 2011
Wie oft habe ich mir in den vergangenen Wochen und Monaten die Hörbeispiele dieses Albums angehört - immer und immer wieder sah ich mir die Videos zu "Track One", "Index" und "Remainder the Black Dog" an. Und wie oft habe ich sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet, an dem das neue Studio-Album meines absoluten Lieblingskünstlers erscheint...
Und das nicht umsonst. Schon die einzelnen Hörbeispiele, die wenigen Momente, die vor der Veröffentlichung zu finden waren, tragen eine Genialität in sich, die man in anderen musikalischen Versatzstücken der heutigen Zeit vergebens sucht. Die Videos wirken im Zusammenspiel mit der Musik so abstrakt, dass man sie wieder und wieder ansehen kann, obwohl sich einem auch nach dem fünften Ansehen nicht unbedingt ein Sinn erschließt. Aber gerade das ist es, was den Reiz an Steven Wilson ausmacht - und für mich schon immer ausgemacht hat.
Ich bin zudem anderer Meinung als ein Teil meiner Vorredner - ich bin seit gut zwei Jahren großer Fan der letzten 20 Jahren Wilsons musikalischer Wege. Grade das aktuelle Porcupine Tree Stück "The Incident" zählt zu einem meiner Lieblingsalben überhaupt. Auch "Insurgents", das viele aus meinem Umfeld nicht mehr anhören konnten, gefiel mir mit jedem Hören mehr und mehr. Und dennoch bin ich der festen Meinung, dass "Grace for Drowning" der Höhepunkt Wilsons bisheriger Laufbahn ist.
Ich möchte hier kurz auf die einzelnen Songs eingehen, da dieses Album von solch einer Vielfalt zeugt, dass es mir schwer fällt, eine Prägnante Rezension über das Album zu schreiben, ohne die einzelnen Songs betrachtet zu haben:

Grace for Drowning:
Ein wunderschönes Intro führt einen perfekt in das Album hinein. Es klingt sehr melancholisch - aber gerade das macht es so wunderschön. Interessantes Detail: Im Heft ist erwähnt, dass es sich hierbei um 40 Gesangsspuren handelt.
Sectarian:
Ich frage mich immer wieder, wie Wilson es schafft, ein dermaßen dissonantes Riff schön klingen zu lassen. Der Track entwickelt zuweilen eine Kraft, die einige Metal-Bands nicht in der Form erzeugen können. Ein großartiger Improvisationsteil in der Mitte rundet dieses knapp acht-minütige Instrumental perfekt ab. Hat mich beim ersten Durchhören fasziniert und tut es auch jetzt noch.
Deform to Form a Star:
Ein wunderschöner Song, wohl Wilsons beste Ballade seit "Stop Swimming". Eine großartige Atmosphäre, die das ganze Lied wunderbar entspannend macht, perfekt abgeschlossen von einem wunderschönen Outro - welches mich wunderbar zurück in den Juli dieses Jahres zurückversetzte, da dieses das erste war, was ich von dem Album gehört habe.
No Part of Me:
Die ersten richtig elektronischen Klänge des Albums leiten diesen Song ein. Bemerkenswert hier ist der sehr lange Aufbau und die fließenden Übergange, so wird man in der Mitte des Liedes in einen sehr düsteren Teil transportiert, ohne dies sehr offensichtlich wahrzunehmen. Sehr dramatisch in der ersten Hälfte und klanglich interessant ind er zweiten Hälfte.
Postcard:
Ich hatte den selben Gedanken, wie bei "Deform to Form a Star" auch schon: Eine Wilsons bester Balladen seit "Stop Swimming". Wilson selbst erwähnte in einem Interview über das Album: 'It's almost over the top on 'Postcard'. It's almost like a Hollywood moment. Sickly sweet. That's new for me - to not be afraid of being even a little bit kitsch in a way. Because there's always a danger, when you do things like that, that people will accuse you of being pretentious, pompous, over the top. I don' care anymore.' (Steven Wilson, 2011) Aber genau dieser Teil, über den er redet, ist für mich einer der Höhepunkte des Albums. Das Lied war das letzte, was ich von einem Steven Wilson Album erwartet hätte, da er sehr radiotauglich (vielleicht bis auf den doch etwas rauen Sound) ausgefallen ist - aber er ist gleichzeitig so groß, so episch aufgezogen, dass es eins meiner Lieblingsstücke dieses Albums ist.
Raider Prelude:
Auch diesen Teil konnte man - zusammen mit dem Outro von "Deform to Form a Star" - im Juli schon anhören. Ein sehr, sehr düsteres Chorstück, lediglich später noch mit Klaviereinsatz. Ein großartiges Stück, das mit dem später folgenden "Raider II" noch genialer dasteht.
Remainder the Black Dog:
Den Song kenne ich schon länger, da man ihn mit der Anmeldung für den Newsletter als Download erhalten hat. Ein großartiges Stück, gerade durch den sehr King Crimson- und jazzlastigen Mittelpart. Hat mich von Anfang an überzeugt.
Belle de Jour:
Das Intro der zweiten CD erinnert mich sehr an Filmmusik: Ein großer Pluspunkt, denn ich liebe Filmmusik. Es ist gleichermaßen bedrohlich, wie melancholisch, wie optimistisch. Diese Mischung zu kreieren, dafür beneide ich Wilson.
Index:
Bei der Preview zu diesem Song war ich anfangs etwas abgeschreckt, aber das Stück wächst bei mir mit jedem Hören - mittlerweile so weit, dass ich es als einen der Höhepunkte des Albums sehe. Die Atmosphäre dieses Stücks ist so großartig, so düster und doch auf seltsame Weise anmutig - ein Meisterstück.
Track One:
Habe ich zuerst in Verbindung mit dem Video gehört - und habe mich ziemlich erschrocken, als der plötzliche Einsatz des Mittelteils kam. Am Anfang recht düster, dann kurzzeitig sehr melodisch, dann eine Klangkulisse, die mächtig vor einem steht - und zu Ende geführt von einer wunderschönen Solopassage.
Raider II:
Ein schwieriges Stück. Wie habe ich mich auf diesen Song gefreut, ein 23-Minüter von Steven Wilson. Doch nach dem ersten Hören war ich etwas ernüchtert: So viel ist doch gar nicht passiert... Doch ich hörte es erneut, und erneut, und erneut - jedes Mal erkannte ich neue Facetten, entdeckte die Verbindung zur Prelude auf der ersten CD und bemerkte, wie genial die zweite Hälfte des Stückes ist. Sehr düster, sehr verspielt und teilweise hart und großartig, sehr theatralisch aufgezogen. Klarer Höhepunkt des Albums.
Like Dust I Have Cleared from My Eye:
Besser hätte man dieses Album nicht ausklingen lassen können. Ein sehr bewegtes, popiges Lied, eine großartige Melodie und viel Melancholie - aber immer mit der positiven Nuance, die man bei Wilson immer irgendwo findet. Nach fünf Minuten folgt das knapp drei minütige Outro des Songs und des Albums und lässt einen wunderbar aus dem Album hinauskommen. Ein großartiges musikalisches Meisterwerk findet sein Ende.

Was bleibt letztlich zu sagen? Das Album übertraf alle meine Erwartungen, die ich hatte. Es ist Steven Wilson, es hat neue sowie alte Elemente, es hat großartige Melodien, sehr düstere Passagen, viel Improvisationsmomente - ein rundum gelungenes Werk eines kreativen Meisters. Für mich die klare Nummer Eins der Veröffentlichungen dieses Jahres!
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am 19. Oktober 2011
When I first got news that Steven was going to record a second album I was so excited about it I couldn't wait. Every vid on his sight I watched. And I was on the sight every other day. When the song track one was released I loved the vid with Steven playing the guitar then the sound distorts a little the vision in the background. Simply amazing. Then index which I loved the song and is still my fav from the album. Then reminder of the black dog which is a long song which the intro seems a little bit long but when you get into it the song is amazing. Then I got the album and I could not wait to play it all. My only disappointment was that the order from amazon has the cardboard slipcase over a plastic case which I prefer the small books for the look and feel of them. The artwork is similar to insurgentes which I like allot with the photos of Steven with the weird effects on then the occasion shot of nature. There are some standout tracks on this album like (deform to form a star, postcard, index and like dust I have cleared from my eye) all are amazing and I love the songs with vocals most from Stevens new album or albums as this is 2 albums in one.
Music is a hard business and I'm sure it was good hard work getting 80 mins of music that is to a degree original yet still distinctive to Wilson. the only track than I myself can't get into that much is raider II as it is long but it still has allot of change thorough but it's just not in my personal taste the rest of this album is pure gold and every listen is more enjoyable than the last.
I think this album is defiantly on my top 5 from Wilson out of all his projects and his many years of righting and I think it is better than insurgentes which was a top notch album.
Stevens work just keeps getting better
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am 20. Mai 2015
Es sind viele Dinge,die mich an "Grace For Drowning",dem zweiten Solo-Album des kreativen Multitalents Steven Wilson,begeistern.

- Bei einer Lauflänge von ca 83 Minuten (Doppel-CD) kann ich keine Lückenfüller,Längen,Mittelmäßigkeiten ausmachen.
Das Album überzeugt mich durchgehend mit inspirierter,inspirierender,schöner,gefühlvoller Musik.

- Obwohl Wilson hier eine Vielzahl von Einflüssen,Stilen,Richtungen verarbeitet und zu einem phantastischen Ganzen formt,wirkt die Musik nie zerrissen,richtungslos,bemüht,sondern als zusammengehöriges Ganzes.

- Wilson versammelt hier eine großartige Truppe von Musikern,stellvertretend für diese seien Tony Levin (Baßgitarre),Steve Hackett (Gitarren),Theo Travis (Flöte,Saxophon,Klarinette),Jordan Rudess (Piano),das London Session Orchestra (Streicher),Dave Stewart (Arrangements Chöre und Streicher) und Nic Franc (Drums) genannt.

- Die gesamte Musik wirkt sehr breitbandig,abwechslungsreich,spricht erfolgreich verschiedene Emotionen und Gefühlsebenen an,wirkt dabei experimentell,ohne ins Abgehobene abzudriften.

- Die Produktion ist mehr als gut.
Die gesamte Klangqualität profitiert davon,daß Studios,Equipment,Personal an den Reglern (Aufnahme,Mixing,Mastering) auf hohem Niveau angesiedelt sind.Und das hört man,egal,ob mit Vinyl,CD,BluRay,ob Stereo,5.1 Surround oder Stereo hochauflösend.
Sämtliche Formate bieten gute Dynamikwerte und vermeiden Übersteuerungen (kein Loudness War,danke,Paschal Byrne,Mastering).

-Obwohl Wilson,wie er selbst sagt,das Album als eine Hommage an den Spirit des goldenen Zeitalters der Musik (die er auf Ende der 60er bis Anfang der 70er beziffert) sieht,ganz bewußt auf Stilelemente seiner alten Vorbilder bzw Inspirationsquellen zurückgreift,hat man nie das Gefühl,
abgestandene Versatzstücke im Retro-Gewand angedreht zu bekommen.
Vielmehr transportiert er ein gewisses Gefühl dieser Zeit erfolgreich in die jetzige,indem er eigene Ideen,jazzige Parts und neue Klangfarben hinzufügt.Er selbst bezeichnet diese Musik als "eclectic" und da kann ich nur voll zustimmen.

-Die Musik wird in verschiedenen Formaten und Aufmachungen angeboten.
Selbst die Standard-DoCD überzeugt mit liebevoller Ausgestaltung im schicken Pappschuber.
Für Vinylhörer gibt es entsprechende,verschiedene Editions.
Surround-Fans dürfen sich über eine BluRay-Edition freuen,die neben einem begeistert gefeierten 5.1 Surround-Mix diverse Extras bietet,wie Videos,Bonus-Tracks und dazu eine hochauflösende Stereo-Abmischung.
Für absolute Fans und Sammler gibt/gab es eine Deluxe Edition,die neben der DoCD und der BluRay noch eine CD mit diversen Demos,Outtakes und mehr enthält.Ein 120seitiges Buch und uva der Track "Fluid Tap",der sonst nur als Bonus auf der Japan-CD drauf war, sind sogar auch noch dabei.
Dazu gibt es weitere Editions,als DigiBook usw.

"Grace For Drowning" erschien 2011 und wird gemeinhin beim Prog-/Alternative-/Independent-/Art-Rock einsortiert.

Ich meine:
Steven Wilson hat hier (wieder einmal) bewiesen,daß er zu Recht zu den ganz großen Rockmusikern unserer Zeit gezählt wird.
Man fragt sich wirklich,wie der Mann einen solchen Output auf so hohem Level hinkriegt.
Daß die eine oder andere Melodielinie an ältere Porcupine Tree-Stücke erinnert,ist sicherlich diesem unglaublichen Tatendrang geschuldet,stört mich aber nicht.
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