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am 9. Dezember 2014
Vorwort: Ich habe mich lange Zeit gesträubt diesen Film zu sehen, aber die Neugier war letztendlich zu stark.. Ob es das Wert war kann ich nicht sagen. Ich habe lange gebraucht um überhaupt irgendwas über diesen Film sagen zu können.

Grenzüberschreitend, wie oft wurde dieses Wort schon für einen Film verwendet. Es ist nichts neues das Filme bzw. deren Macher versuchen Grenzen auszuloten, Beispiele gibt es genug: Die 120 Tage von Sodom, Guinea Pig, Human Centipede, Gesichter des Todes, Inside, Martyrs oder auch Men behind the sun und Cannibal Holocaust. Doch warum entschließen sich Menschen dazu solche Werke zu erschaffen? Und warum entschließen sich andere Menschen diese Werke anzuschauen?

Eins nach dem anderen. Story (ohne Spoiler):

Es geht um Milos, einen gealterten Pornostar, der ein ruhiges Leben mit seiner Frau und Kind führt. Er lebt von den gesparten Einnahmen seiner Filme, welche jedoch von Tag zu Tag knapper werden. Schließlich bekommt er ein Angebot in einem Porno mitzuspielen wofür ihm sehr viel Geld geboten wird (die Summe wird nicht erwähnt, ist aber auch irrelevant). Nach einigem Zögern entschließt er sich das Angebot anzunehmen, da Milos zum einen der Reiz des "Schauspielerns" fehlt zum anderen er mit dem Geld die Zukunft seiner Familie sichern kann. Doch damit verfängt er sich in einem zerstörerischen Sumpf aus Sex und Gewalt...

Klingt soweit noch nicht sonderlich schlimm oder abstoßend, was aber über den Zuschauer hereinbricht ist der blanke Wahnsinn.. Versteht mich nicht falsch, ich habe viele schwer erträgliche Filme gesehen, neben den oben in der Einleitung genannten auch Filme wie Funny Games, Nekromantik oder auch Grotesque, aber keiner dieser Filme kommt an die abstoßende Perversität von A Serbian Film heran.
Das liegt zum einen an den extremen Gewaltausbrüchen, die ich in dieser Form noch nie zuvor gesehen habe. Die hier gezeigte Gewalt ist meist sexueller Natur, wodurch es sehr schwer ist bis zum Ende durchzuhalten. Vergewaltigung, Folter, Nekrophilie (auch wenn nur am Schluss angedeutet), Sadismus und Erniedrigung, all dies ist enthalten.
Gewalt gegen Frauen und insbesondere Kinder waren für mich der Grund warum ich sehr mit meinem Gewissen kämpfen musste um überhaupt bis zum Ende durchhalten zu können, denn das hat nichts mehr mit Filmvergnügen zu tun. Ganz im Gegenteil, der Mensch wird zum bloßen Objekt degradiert, egal wer, Geschlecht oder Alter, wird schonungslos vernichtet, psychisch und physisch.
Das ganze gipfelt in einer Szene absoluter Unmenschlichkeit die der Regisseur im Film als "die Zukunft und die Rettung des Pornofilms" bezeichnet. Ich gehe nicht näher auf diese Szene ein, aber wer den Film gesehen hat wird wissen welche Szene ich meine...
Zum anderen wirft A Serbian Film einige unangenehme Fragen in den Raum. Wie weit sind Menschen bereit um ihren Trieb, egal ob sexuell oder die Gier nach Geld, zu stillen? Wie Brutal kann ein Mensch sein? Snuff, möglicherweise doch nicht nur ein Mythos...?
Snuff - stets als Mythos der Pornoindustrie abgetan. Doch gerade in der heutigen Zeit, in der Pornografie für Jedermann frei zugänglich ist, auch für Minderjährige stellt sich die Frage ob es nur ein Mythos ist.. Das Internet hat es Quasi im Alleingang geschafft ohne Probleme an alle Stilrichtungen der Pornografie zu gelangen. Jedoch nicht nur "klassische" Richtungen sondern auch extreme Sachen wie z.B. Bdsm bis hin zu Unausprechlichen Perversitäten. Keine wirkliche Alterskontrolle und somit kein Problem an Videos zu kommen. Und genau bei dieser Freiheit kommt es irgendwann zur Übersättigung. Die Interessen werden Extremer. Da kann ich mich aber auch Täuschen, jedoch halte ich es nicht mehr für ausgeschlossen das es bereits wirkliche Snufffilme gibt..

Trotz allem muss man aber zugeben das die Darsteller ihre Arbeit gut machen , hervorzuheben ist aufjedenfall der Darsteller des Milos. Seine Gestik und Mimik sind erschreckend realistisch. Besonders gegen Ende hin geht er voll in seiner Rolle auf..

Fazit: Eine Empfehlung kann ich bei bestem Willen nicht aussprechen, dafür ist die Thematik und vor allem die Grausamkeit zu heftig. Der Grund warum ich dem Film allerdings 3 Sterne gebe ist folgender: Jeder Regisseur hat einen gewissen Grund warum er Filme macht und warum die Filme dann genauso sind wie sie sind. Einige Filme wollen unterhalten, teilweise wollen sie einfach eine Geschichte erzählen die den Zuschauer unterhalten. Teilweise wollen sie den Zuschauer nur eine Ablenkung zur harten Realität bieten. Und teilweise wollen sie den Zuschauer zum Nachdenken bringen. Die Intention der Macher war scheinbar den Zuschauer aufzuwecken aus seiner Naivität und Gutgläubigkeit. Sie wollten einen Blick in die Realität geben, den niemand wagen würde sich auch nur Vorzustellen, und die Grausamkeit des Meschen aufzeigen. Möglicherweise interpretiere ich nur zuviel hinein und sie wollten auch nur Provozieren, dem Einspielergebnis wegen, aber Provoziert haben sie auf jeden Fall geschafft.
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am 26. September 2014
In dieser Fassung (warum ab 18?) ist der Film dermaßen schlecht geschnitten, dass die Handlung nicht nachvollziehbar ist.
An dem Produkt als solches (Blu-ray) ist nichts auszusetzen.
Allerdings bei dem schlechten cut für mich fragwürdig, ob die Person die den cut vorgenommen hat, sich das Ergebnis überhaupt angesehen hat...
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am 26. Juli 2016
wovon denn die Rezensenten überhaupt schreiben. Ich habe die Serbische 103 Minuten Version gesehen und der Film ist ja auch wirklich extem harter Tobak. Vergewaltigung, Folter, Erniedridung und sadistische Grausamkeit gibt es zuhauf, aber der Film ist recht "dezent" gedreht, so dass er nicht als Pornofilm durchgehen kann. Die Handlung erscheint logisch und nachvollziebar. Es gibt sehr gute Schauspieler (und auch ein paar schlechte), vor allem der Hauptdarsteller ist hervorzuheben. Aber ich frage mich wirklich, was es mit der "Newborn-Szene" auf sich haben soll, denn ich habe sie in diesem Film nicht gesehen und sie wäre mir bestimmt aufgefallen. Also, was ist da dran? Haben ein zwei Kritiker vielleicht den falschen Film in Erinnerung? Oder ist auch die serbische Originalfassung mit 103 Minuten gekürzt? Ich habe jedenfalls keine Schnitte gesehen oder als solche Empfunden. Andeutungsweise geht es in diesem Film auch um sexuelle Gewalt gegen Jugendliche, das ist klar und kommt auch zum Ausdruck. Aber diese spezifische Szene habe ich nicht gesehen und auch keine direkt dargestellte Gewalt gegen Jugendliche (Abgesehn von einer krassen Ohrfeige).
Auf jeden Fall möchte ich keinem Unbedarften empfehlen, sich diesen Film anzusehen, es sei denn, er hat schon mindestens 100 harte Splatterfilme gesehen. Aber die Fragestellung bleibt, was habe ich verpasst, und vor allem an welcher Stelle des Films? Ich bitte jeden, der glaubt die ungeschnittene Fassung gesehen zu haben, um eine exakte Beschreibung der Szenen und eine Zeitangabe. Wenn sich jemand die Mühe machen würde, wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüssen an alle Horrorfans

Matt
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am 29. Mai 2016
In Deutschland um 16 Minuten geschnitten, habe ich die ungeschnittene Version von 100 Minuten bewundern dürfen. Ein Faustschlag ins Gesicht tut weniger weh! #aserbianfilm ist definitiv grenzüberschreitend, krank und kaum auszuhalten! Immer wenn man denkt es geht kaum menschenverachtender, setzt der Film in der nächsten Szene noch eins drauf, spuckt einen mit seiner Perversion förmlich ins Gesicht, bis er zum Schluss in einem völlig abartigen Finale mündet, der den Wunsch in einem auslöst diesen Film nie geschaut zu habe. Ich kann nicht sagen ob es ein guter oder schlechter Film ist. Aufjedenfall bleibt er einem lange im Gedächtnis, vergiftet mit seiner emotionalen Wucht die Gefühlswelt und zeigt uns die widerlichste Seite sexueller Perversionen und Fantasien. A SERBIAN FILM ist die filmische Darstellung der dunklen Seelen des Menschen. Wer ihn einmal schaut, wird für immer vergiftet davon sein. A Serbian Film ist ein filmischer Shitstorm.
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am 29. Oktober 2013
Man bekommt bei der Hälfe aller Rezessionen hier den Eindruck, als hätten diejenigen, die hier dann mit einem Stern bewerten, den Film gar nicht angeschaut. Sowas geht mir schon ordentlich auf den Zeiger, egal wie schlecht oder gut der Film auch sein mag.

Es ist ja immer am einfachsten, einen solchen Film mit einem dermaßen kontroversen Thema abzustempeln als Dreckswerk etc...

Man kann es auch sehen wie man will aber letztlich wird niemand gezwungen sich so etwas anzusehen. Man fragt sich dann schon, warum diejenigen den Film überhaupt kaufen. Habt ihr Pezi-Bär vs Pumuckl erwartet?
Wenn man sich A Serbian Film kauft, müsste man eigentlich wissen, worauf man sich einläßt, denn andernfalls wird man ja gar nicht aufmerksam auf diesen Antimainstreamfilm.

Davon abgesehen sieht die Realität nun mal so aus. Diese Dinge gibt es 100%ig auch in der Wirklichkeit und meines Erachtens muss man auch kein perverses Schwein sein, um sich als Regisseur so etwas auszudenken.
Ich bin sogar fest davon überzeugt, dass es noch weit schlimmeres gibt als hier im Film gezeigt.

Was die NewBorn-Szene angeht: Zugegeben, so etwas ist absolut geschmacklos und widerwärtig; hier kann man schon stark hinterfragen, obs das nun wirklich gebraucht hat. Was man aber hier bisher noch kein einziges mal gelesen hat, ist die Tatsache, dass diese Szene auch nur ganz kurz angedeutet wird. Man sieht da so gut wie nichts. Hätte der Regisseur auch hier draufgehalten wie in allen anderen Szenen, dann würde auch ich ihn stark hinterfragen.
Die Szene bleibt natürlich trotzdem ein hartes Stück. Ich will hier nun wirklich nichts verharmlosen, trotzdem spielt sich das Gezeigte dann doch eher im Kopf des Zuschauers ab. Hier werden einem die Details definitiv erspart. Zumindest das sollte man dem Regisseur zu Gute halten.
Übrigens gilt dies für die AT-Version UNCUT.

Nun zu meiner Bewertung: Ich muss sagen, dass ich den Film jetzt weder besonders gut noch besonders schlecht fand; auch empfand ich den Film nicht als besonders professionell gefilmt. Teilweise wirkt das ganze dann trotzdem recht trashig.

Ich weiß ja nicht, wie der Film ursprünglich aussah, aber gerade zum Ende hin wurden meines Erachtens auch in der UNCUT-Version extrem viele Handlungsstränge herausgeschnitten, vieles ist eher bruchstückhaft.

Zum Schockfaktor: Ich denke, dass vielen diese Kombination aus Sex und Gewalt sehr stark aufstößt. Die Splattereffekte für sich genommen sind harter Tobak aber auch nicht anders als in anderen harten Splattermovies.

Es ist auch für mich der bisher härteste Film, den ich gesehen habe; ich muss aber auch zugeben, dass ich mit Splattermovies nicht soviel am Hut habe. Ich sah den Film als ne Art Mutprobe an, er hat mich aber nicht so stark berührt, als dass ich danach Tage lang an nichts anderes mehr hätte denken können. Manche Rezessionen hier sind einfach sehr stark geheuchelt. Und sorry; da wird mir dann schlecht. Wie rosarot muss euere Welt denn sein. Manchmal denke ich echt, dass wir in einer total verweichlichten Gesellschaft leben oder dass sie einfach nur voll von Heuchlern ist. Eins von beidem muss es dann wohl sein. Wahrscheinlich ist eher zweiteres der Fall.
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am 11. Juni 2015
Horrorfilme finde ich prinzipiell großartig!
Ich wage auch zu behaupten, dass ich ich schon nahezu alles aus diesem Genre (uncut) gesehen habe, auch die ganz "harten" Dinger (Martyrs, Inside, High Tension TCM - The Beginning, Last House on the Left, I spit on your grave, Human Centipede 2). Aber dieser Film ist ein Schlag ins Gesicht - und das auf ganzer Linie. Horrofilm? Terrorkino? Splatter? Alles Fehlanzeige!

Mit viel Wohlwollen, diesem "Machwerk" auch noch eine Beschreibung zu geben, würde ich sagen, es ist ein Snuff-Porno mit ein wenig Nebenhandlung, um das Teil überhaupt noch als Film vermarkten zu können. Und als wären die ständig gezeigten, teils schon zu diesem Zeitpunkt eher "brutalen" Sexszenen, das spätere Schlagen, Foltern, Vergewaltigen und (dabei) Zerschneiden und letztlich Ermorden nicht schon Grenzüberschreitung und Bedenklich genug, bedient man sich dabei auch noch an so ziemlich allen menschenverachtenden und illegalen Praktiken, die man sich so vorstellen (bzw. bisher nichtmal vorstellen) konnte. Ein weiterer Auszug neben dem bereits erwähnten sind diverse / ist Inzest-(fantasien) mit Kindern sowie Kinderpornographie bis hin zur Vergewaltigung eines Babys, welches im wahrsten Sinne des Wortes noch an der Nabelschnur hängt. Die Mutter sieht dabei zu. Nekrophilie gibts auch noch obendrauf.
Ich weiß nicht, wie ich diese Rezension zu Ende bringen soll. Ich bin kein Fan der Zensurpolitik in Deutschland, auch nicht von Beschlagnahmungen aber auch wenn ich mir (ich bin 35 Jahre alt) vorstelle, dass Jugendliche diesen Film "zum Vergnügen" schauen, ohne verstandsmäßig in der Lage zu sein, das dort Gezeigte einzuordnen und zu verarbeiten bzw. auch schlichtweg diese Grenzüberschreitungen zu erkennen, dann wird mir doch recht unwohl. Und auch wenn ich das noch bei keinem anderen Film gedacht oder gesagt habe, A Serbian Film darf von mir aus in allen Versionen und Variationen beschlagnahmt und verboten werden. Sofort und überall.

Wenn es überhaupt einen mir verständlichen Grund gibt, diesen Film anzuschauen, dann ist es wohl Neugier nach allem was man lesen / hören konnte. Hat man sich hindurchgequält, ohne bei fast genau 60 Minuten fassungslos auszuschalten oder sich zu übergeben, hat man nicht nur nichts verpasst, man fragt sich auch noch warum man so dämlich war sich das Ganze überhaupt zu geben. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass es jemanden gibt, der nach diesem Film sofort ausblenden konnte/kann, was gerade abging. Nachwehen gibts also auch noch.

Zum Schluss noch eines: ich stelle mich hier wirklich über niemand anderen, aber in diesen Film Kunst, Gesellschaftskritik oder sonstwas hineinzuinterpretieren, macht ihn schlichtweg zu etwas, was er nicht ist.

Nicht Hinhören, nicht Hinsehen, nicht Kaufen!
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am 4. März 2016
ich habe schon viele eckelhafte Filme gesehen aber das ist mit Abstand einer der gestörtesten. Ich war danach Tagelang entsetzt. Allein die Geschichte, wie krank im Kopf muss man sein um sich sowas auszudenken. Nichts für schwache Nerven.
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am 10. Mai 2013
Warum ich mir diesen Film angeschaut habe, vermag ich heute nicht mehr nachzuvollziehen, ich denke es war der Hype, der darum gemacht wurde. (ich habe ihn uncut gesehen)
Ihn als kontrovers zu bezeichnen, halte ich schlicht für gelogen, genauso wenig ist er Kunst, darf sich als Kunst entschuldigen, oder noch schlimmer als eine cineastische Verarbeitung von Kriegstrauma deklariert werden.
Srdjan Spasojevic wollte einfach nur schocken, meine subjektive Meinung und das um jeden Preis und mit allen Mitteln.
Es ging ihm auch nicht darum, das Thema Snuff in den gesellschaftlichen Fokus zu stellen, das haben Filme wie 8 MM gekonnt umgesetzt, sondern lediglich um größte mediale Aufmerksamkeit; er wollte in den Fokus, höchstwahrscheinlich raus aus der kriegsgebeutelten Tristesse. Der Film zeigt lediglich, wie krank Herr Spasojevic ist und das in aller Ausführlichkeit. Es mag sein, das es im Untergrund der Hardcoreindustrie Darsteller, Regisseure und wohl am schockierensten Konsumenten gibt, die für die Umkehrung aller menschlichen Ethik ihre Seele verkaufen, aber ehrlich gesagt gehöre ich nicht zu den Menschen, der gewillt ist, solchen degenerierten Subjekten eine Plattform dafür zu offerieren, in keinster Form.

Die "Story", wenn man diese seelenlose cineastische Entmenschlichung überhaupt Story nennen möchte, ist bekannt und bedarf keiner weiteren Ausführung.

Regisseure, wie Spasojevic maßen sich an, ihre perfide Abartigkeit als Kunst zu deklarieren, als gesellschaftliches Phänomen, als Beispiel verachtenswerter Abgründe, die Kriegswirren in Freischärlern auszulösen in der Lage sind, aber wir wissen auch ohne die plakative Umsetzung von Herrn Spasojevic, das Krieg und und die Lust an Folter und Tod aus Menschen seelenlose Krüppel schaffen kann, spätestens seit den zwei Weltkriegen, oder dem völkerrechtlichen Supergau, der täglich in Birma oder Syrien passiert.
Kunst darf nicht schön sein, will sie Kunst bleiben, haben wir alle einmal gelernt, gerade in der Aktionskunst, die so einiges "krankes" ans Tageslicht gebracht hat, aber wir sollten nie dabei vergessen, das wir gerade als Konsumenten mitverantwortlich sind, wenn wir derlei tolerieren, bzw. solchen Subjekten eine Plattform bieten.
Den Wolf zu wecken ist eine Sache, ihn aber zu füttern, eine ganz andere.
Uns muss klar sein, das wir Verwantwortung tragen, gerade für die Generationen nach uns, unseren Kindern und in welcher Welt wir sie zurücklassen wollen, die wir bereitet haben.
Soll es eine Welt mit Respekt und Achtung vor all dem facettenreichen Lebensformen sein, eine Nachhaltigkeit reflektieren, aus unserem Handeln und Streben, oder stoßen wir sie in eine von uns heraufbeschworenen Hölle auf Erden, in der es keine Werte, keine Achtung vor dem Leben und keine Grenzen der Abartigkeit mehr gibt. Lassen wir es zu, das die Entseelung zum degeneriertem Lustgewinn höher zu bewerten ist, getarnt hinter der verzerrten Fratze einer entrückten Individualität und zerstören damit alles, was unsere Vorfahren geschaffen haben, oder gebieten wir der Individualität Einhalt und Rückbesinnung, auf das, was uns erst zum Menschen macht ?
Diese Verantwortung trägt jeder selber und jeder Mensch muss sich fragen, wieviel er von seiner Menschlichkeit bereit ist aufzugeben, um eine "künstlich" pervertierte Individualität auszuleben, weil wir uns in die Irre leiten ließen, was Individualität bedeutet, die Freiheit des eigenen Ausdrucks.

Blicken wir zurück in die Entwicklung des Horror Genres ist eine Mutierung der Abartigkeit zu beobachten. Gute Horrorfilme findet man nur noch selten. Was wir aber finden ist eine Spirale ins Bodenlose. Saw, Hostel,die Guinea Pig Reihe,Grotesque um nur einige Beispiele zu nennen, jeder dieser Regisseure versucht den anderen zu toppen.
Es geht um die Krone, wer schafft den schrecklichsten und widerlichsten Film, es geht schon lange nicht mehr um Kunst. Regisseure, wie Spasojevic wecken weitaus abartigere "Filmemacher", das muss uns klar sein, in unserem Rausch nach dem nächsten Hype, weil uns Saw und Hostel mittlerweile langweilt, nicht mehr kickt.
Momentan trägt diese Krone Lucifer Valentine, mit seinen drei "Werken", aber was kommt nach Valentine ?

Sind wir als Gesellschaft bereit, den Weg, was ein Körper und Geist auszuhalten vermag mit zu gehen ? Eine Reise ohne Rückfahrtticket ? Ich habe für mich entschieden, ich bin es nicht.
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am 31. Januar 2015
Zu diesem Film sind hier bei Amazon nur wenige Rezensionen geschrieben worden, die wirklich durchdacht und intelligent ausgeführt wurden. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um eine konstruktive Kritik, sondern um reine Hasstiraden, äußerst sinnfreie Äußerungen wie: "Habe nach ein paar Minuten ausgemacht" bis hin zu Verbotsforderungen. Ich will grundsätzlich in einer Rezension keine Filmkritik loswerden, sondern versuchen das Produkt zu bewerten. Ich habe die Uncut-Version des Filmes gesehen und musste als erstes feststellen, das sich Bild und Ton für eine Low-Budget Produktion auf sehr hohem Niveau befinden. Der ausgewählte Soundtrack andererseits nervte mich ein wenig - bin nicht so der Fan von Industrielsounds - aber ok. Zu den Effekten: Alle Special Effects sind handwerklich bis auf zwei Ausnahmen nahezu perfekt gemacht. Ausnahme 1: Die wohl am meisten diskutierte Szene des Films mit der Vergewaltigung des Neugeborenen ist so schlecht umgesetzt worden, daß wohl ( Gott sei Dank) niemand ernsthaft einen Snuff-Film in Erwägung ziehen kann, der sich ein wenig mit Effekten beschäftigt. Ausnahme 2: Ein Mensch wird mit einem Penis getötet ??? Hier wurde leider die Grenze zur Lächerlichkeit überschritten, was dem bis dahin sehr düsteren Film viel Düsternis nimmt - neben einem Kopfschütteln verursachte diese Szene bei mir ein ungewolltes Schmunzeln und einen gewissen Neid auf die geschätzte 45 cm Latte des Hauptdarstellers. Ernsthaft: Hier wurde meiner Meinung nach gewaltig über das Ziel hinausgeschossen, was mich auch zu dem Abzug von einem Stern veranlasst hat. Wie bereits anfangs erwähnt beziehe ich mich nur auf die handwerkliche Seite, und die ist wirklich überzeugend gewesen. Um Fragen vorzubeugen: Nein - A Serbian Film hat es nicht in meine Filmsammlung geschaftt, man k a n n ihn sich anschauen, vorausgesetzt man ist entsprechend informiert was einen erwartet, man s o l l t e ihn sich anschauen, wenn man erleben will, was auch jenseits der dicken Hollywoodkassen an Effekten, Schauspielkunst und Locations möglich ist, und man m u s s ihn sich anschauen, vor allem komplett und uncut, um bei Diskussionen mitreden zu können. LG Markus
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am 16. Mai 2013
... der große, schwitzende schwarzgekleidete Bodyguard wird mit diesen Worten die Hose öffnen.
Auf dem Bett in einem heruntergekommenen Appartement, die sterblichen Überreste einer Familie.
In einer letzten Umarmung liegend der Vater, sein elfjähriger Sohn, seine Frau.
Mit einem einzigen Schuß hat die Familie den Freitod gewählt.
Blut rinnt über das Laken, und nach den entsetzlichsten, fast unbeschreiblichen Zwei- Stunden Filmdauer, die einem so tief das Herz aufreißen wie kaum ein Film vorher, wird selbst im Tod die Familie noch für nekrophile, sexuelle Perversionen mißbraucht werden.
Die vollkommene Zerstörung von Menschen, von Körpern, und Psychen,die uns sprachlos macht.
Und beständig surrt die Kamera, denn irgendwo auf der Welt wird es anonyme Käufer geben, die sich an den vergewaltigten toten Körpern delektieren werden.
Irgendwo wird die reale, auf Video gebrannte Zerstörung von Körpern für viel Geld verkauft werden.
" A Serbian Film" ist die zelluloidgewordene Hölle, die monströse Infragestellung des Homo Sapiens an sich.
Der gnadenloseste und dabei so perfide, geniale Blick in die finsterste Seele.
In einer Welt die aus Profitgier, Egozentrik und Nihilismus besteht, die alles an menschlichen Errungenschaften bereit ist für den käuflichen Markt zu opfern.
Der Mensch als Ware, benutzt, gequält, verbraucht und zertreten.
Keine Gnade, kein Mitleid sei es für irgendein menschliches, fühlendes Lebewesen wird der Film zulassen.
Er überschreitet alle Tabuzonen, schlägt und spuckt uns mit seinen entsetzlichen Bildern jede Minute ins Gesicht und ist dabei ein so tiefer, verzweifelter Hilfeschrei, das letzte Aufbäumen von menschlichen Seelen in einer Welt, die keine Hoffnung, keine Erlösung mehr kennt, noch verdient.
Ein großer Film, der in den Grundfesten erschüttert, der wie ein Gewittersturm überrollt, und der sich mit unglaublichem Mut und darstellerischer und dramaturgischer Perfektion nicht hinter Kompromissen versteckt, sondern sein Thema bis in die letzte, nicht für möglich gehaltene Stufe, durchzieht.
Der beste, durchdringendste und hoffnungsloseste Kommentar zur modernen Welt, den es geben kann.
Ein so kluger, verstörender Film, der die Seele zum Bluten bringt.
Gott hat uns für immer verlassen, seelenlos zerfleischen wir uns selbst.
Ein Film wie ein langer Schmerzensschrei in den nicht mehr vorhandenen Himmel.
Er weiß um den Proteststurm, den er auslösen wird und ausgelöst hat. Er weiß um die Anfeindungen, er weiß um die vollkommene Enttabuisierung unmenschlichster Grausamkeiten und er stellt sich für sein überwältigendes, entlarvendes Statement jedweder Anfeindung.
Und wie wurde der Film und der Regisseur angefeindet. Klare Worte sind hier zu sagen:
Bei keinem anderen Film erleben Sie, lieber Interessent mehr persönliche Anfeindungen, Beleidigungen nicht nur gegen den Regisseur, der gesamten Filmcrew sondern auch gegen den Zuschauer.
Wer Rezensenten beleidigt("Wer so einen Film gut findet ist krank und muß zum Arzt") und ähnliches, entlarvt sich getreu dem Motto wer mit dem Finger auf andere zeigt, hat vier Finger die auf sein eigenes Gesicht weisen, als nicht diskussionswürdig.
Wer persönlich beleidigt, kaschiert seine Unzulänglichkeit in einer adäquaten Weise zu argumentieren, und da man solchen Menschen auch im öffentlichen Leben ungern begegnet, sollte man ihnen den Stellenwert geben, den sie verdienen:Das absolute Ignorieren.
Wer nichts zu sagen hat, urteilt halt gerne über andere.
Ebenso disqualifizieren sich alldiejenige, die im Vorfeld doch mittlerweile hinlänglich wissen sollten, auf was für einen Film sie sich einlassen, ihn dann trotzdem erwerben, und sich dann in heuchlerischen, heiligen Zorn entrüsten und nach Zensur und Verbot rufen.
Kunst darf niemals so sie im rechtlichen Rahmen stattfindet zensiert werden (Rechtlicher Rahmen heißt: weder wurden hier Darsteller zu Handlungen gezwungen, noch wird zu Volksverhetzung o.ä.aufgerufen.)
Kunst muß weh tun, Finger in klaffende Wunden legen, zum Protest, zum Überschreiten von Grenzen aufrufen. Sie muß provozieren, sie muß ohne Rücksichten anklagen. Deshalb rezensiere ich hier auch nur die ungeschnittene Fassung.
Nur diese sollten Sie sich zulegen, denn sie ist, da haben andere Länder eher verstanden, daß der Film ein Meisterwerk darstellt, zum Beispiel über Österreich problemlos zu haben.
Wir hatten noch vor nicht langer Zeit schon einmal scheinbare Biedermänner die die Deutungshoheit innehatten über das was Kunst darf und was nicht, und mit Menschen die ihr eigenes Empfinden, ihre eigene Wirklichkeit für die absolute Wahrheit halten muß man sehr vorsichtig sein.
Damals brannten sehr schnell Bücher, heute würde ein Film wie "A Serbian Film"als entartet brennen.
Wenn Ihnen die Thematik dieses Films zu hart, zu grenzüberschreitend ist, lieber Interessent dann schauen Sie ihn sich einfach nicht an.
Sie müssen sich auch keine Filme über den "Holocaust", das dritte Reich, Zwangsprostitution oder ähnlich unangenehme Themen anschauen, sie müssen sich auch keine Filme über Somalia, Kriegsgebiete antun. Keiner zwingt Sie sich mit "A Serbian Film" auseinander zu setzen.
Aber wenn Sie einen Film wie diesen betrachten, urteilen sie intelligent, vorurteilsfrei, von mir aus auch hart über das Produkt aber schwingen Sie sich nicht, wie viele vor Ihnen zum scheinheiligen Gesetzeshüter für Recht, Anstand und Moral auf, zu dreisten, grenzüberschreitenden Beleidigungen von Machern, Zuschauern und Andersdenkenden.
Viele Interpretationsmöglichkeiten bietet das Werk.
"Die perfekte serbische Familie" jubiliert der Intiator Vukmir als der Vater unter Drogen seinen eigenen kleinen Sohn penetriert, und der Bruder die zermarterte Ehefrau quält.
Hier wird natürlich ein Bezug zu den im Krieg zerstörten menschlichen Bindungen genommen, zu Inzest, Massenvergewaltigungen.
Doch dies ist nur ein Aspekt. Der Film ist viel umfassender, als die Aufarbeitung eines Kriegstraumatas.
Der Proteststurm ist so groß, weil der Film ein äußerst, entlarvendes, erschütterndes Bild der heutigen marktwirtschaftlichen Zivilisation, des Kapitalismus um jeden Preis entwirft.
Das wirft unangenehmste Wahrheiten über uns alle als Konsument, als Teil der Maschinerie Käufer-Angebot-Ware auf. Dem stellt man sich in einer tiefgreifenderen Betrachtung nicht gerne.
Der leider gar nicht mal so wahnsinnige Pornofilm-Produzent und Initiator unmenschlichster Perversionen sagt den Schlüsselsatz des gesamten Films:
"Mit Opfern läßt sich das meiste Geld machen, mit Opfern lassen sich am meisten Gefühle erzeugen. Schauen Sie her wie mächtig ein Opfer sein kann."
Nur ein Opfer gequält, geschändet bringt Profit, um den es einzig und allein geht.
Die Sexualität, der Urtrieb des Menschen eignet sich als Versinnbildlichung wie Körper und Seele dem Kapitalismus geopfert werden, natürlich bestens.
Und so wird uns übelkeiterregend perfide alles gezeigt was Geld bringt, und was auch ständig um in einer reizüberfluteten Welt noch kurz Aufmerksamkeit zu bekommen, gesteigert werden muß.
Gewaltsex mit Schulkindern, Sex mit Leichen, Sex, Folter- und Tötungsakt in einer Szene zusammen und als nicht mehr zu steigernde Menschenverachtung Sex mit einem frischgeborenen Säugling.
Der Pornodarsteller Milos ist hier Täter und auch wieder Opfer zugleich.
Gefangen in der endlosen Maschinerie Töten, Penetrieren oder selbst wie Abfall entsorgt zu werden.
Unter Drogen gesetzt wird er erst im Nachhinein feststellen zu was für Scheußlichkeiten er im Rausch fähig war. Milos hatte längst mit seiner Vergangenheit als Pornodarsteller abgeschlossen.
Anfangs sehen wir ihn mit seinem kleinen unschuldigen Sohn, seiner liebenden Ehefrau.
Doch die Allmacht Geld schlägt auch hier wieder zu. Für eine Riesensumme, mit der die Familie schlagartig aller Sorgen entledigt wäre, läßt er sich unter der Regie des zwielichtigen Pornoproduzenten Vukmir noch einmal auf ein Filmprojekt ein.
Einzige Bedingung: Er muß zusagen ohne etwas über den tatsächlichen Inhalt zu wissen.
Schnell bemerkt Milos das ihm das Projekt zu gefährlich wird.
Vukmir war früher Kinderpsychologe, scheint einen Hang zu Kinderpornographie zu haben.
Als Milos um sich und seine Familie zu schützen austeigen will, wird er endgültig durch Drogeninjektionen zum willenlosen, bestialischen Werkzeug gemacht.
Als er in letzter Konsequenz erkennt was geschehen ist, ist seine Familie, sein Leben, sein Seele zerstört.
Der vollkommenen Auslöschung der menschlichen Psyche folgt jetzt nur noch der finale körperliche Zerstörungsakt der Familie.
Doch auch der tote Körper kann wie bereits erwähnt noch vermarktet werden.
Diese höllische Doppelbödigkeit, dieses Vexierspiel um Ware und Vermarktung, die Geißelung der Konsumorientiertheit von allem und jedem, des Kaufens und Käuflichseins ist das was "A Serbian Film" in seinem beißenden Kommentar so genial macht.
Denn warum lieber Interessent, wägen Sie eigenlich ab diesen Film zu kaufen, warum ist der denn eigentlich so ein großer Hype?
Weil Sie ihn austesten wollen, weil sie trotz allem von der Mischung aus Pornographie, begnadet schönen Körpern, (Teuflischerweise zeigt uns der Regisseur eigentlich nur wirklich erotische Frauen in der ersten noch trügerisch harmlosen halben Stunde) und Gewalt angezogen werden.
Weil sich herkömmliche Sexploitation Streifen, weil aber auch jede Bild- Zeitungs- Schlagzeile, fast jede Talkshow, jede scheinbar seriöse Reportage mit der Faszination dieses Themas, der Lust an der Lust beschäftigt. Strenggenommen jede Werbung, fast jedes Plakat, jeder Roman.
Überall wo Sie gehen und stehen werden Sie durch die Mischung von angeblicher Perversion, Sex und Gewalt, Verführung und Verfügbarkeit angepiekst.
Zum verführbaren Käufer gemacht, zum käuflichen Gegenstand degradiert.
Insofern ist gerade die Säuglingsszene in diesem Film so wichtig, denn hier entlarvt der Regisseur in nicht mehr zu übertreffender menschenverachtender Grausamkeit, und mit dem schrecklichst sich vorstellbaren Bild genau diese, nur ins Absolute überhöhte ständige Verfügbarkeit und menschliche Degradierung eines Lebewesens auf eine Sache, ein benutzbares, wegwerfbares Etwas, das nur zur Befriedigung des eigenen Egoismus überhaupt lebt.
Und er muß dieses starke Bild einsetzen, denn danach ist bei uns als Zuschauer nichts mehr wie es war.
Nun erkennen wir erst wirklich die satanische Perfidie und jedes Angezogen sein von dem doch irgendwie reizvoll, obszön schlüpfrigen Thema Pornographie wird uns mit einem Mal ausgetrieben.
Überlegen Sie einmal warum jeder zweite Tatort in irgendeiner Form im Rotlichtmilieu spielt, überlegen sie einmal wie sich Menschen selbst in jeder Casting- Show freiwillig zum Opfer degradieren, überlegen sie einmal warum sich abgehalfterte Schauspielerinnen in schmierigen Magazinen ausziehen, überlegen sie einmal wie viele Nachrichtensender nach dem Anschlag in Boston gar nicht genug von neuen Bildern von Verletzten, Toten, Weinen, Qual aus den verschiedensten Perspektiven senden konnten.
Überlegen sie einmal wie perfekt die Maschinerie aus Sex,Macht, Gewalt, Opfer, Täter, Profit, Konsum, Lust am Spektakel, Sensationsgier überall in jeder Sekunde weltweit ineinander greift.
Und wir stecken alle mehr oder minder in der Endlos- Schleife der Bilder drin und konsumieren es.
In tiefste eigene Abgründe schaut man nicht gern.
Bis uns in einer einzigen Szene in "Serbian Film" der Regisseur den gnadenlosen Spiegel vorhält.
Denn bei der Säuglings- Vergewaltigung ist nun wohl auch beim letzten die Grenze überschritten.
Wer diese Intention des Regisseurs nicht durchblickt, reagiert um sich selbst zu schützen natürlich mit Haßtiraden, mit unreflektierten Schlagworten.
Nichts verstanden, aber hauptsache viel empört, heißt hier die Devise.
Wieso wird sich aufgeregt? Werden nicht alle zwei Tage Computer in Privatwohnungen mit kinderpornographischen Inhalt gefunden, während wir diese Nachricht gemütlich auf der Couch in der Tagesschau sehen.
Wieviel Jahre wird es noch dauern bis wir vielleicht die erste Hinrichtung, die erste Vergewaltigung life im Fernsehen miterleben können.
Es wird Käufer geben bei einem Snuff Film, einem Reality Format, in dem einer Frau die Zähne ausgerissen werden um sie dann bei einer oralen Penetration zu ersticken. Es wird immer beim Zeigen realer Qual einen Zuschauer, einen zahlungswilligen Kunden geben.
Wie lange wird es bis zu den Exzessen, die uns "A Serbian Film" warnend präsentiert noch dauern, oder sind sie bereits schon längst da.
In den Siebzigern Jahren gab es den Skandalfilm "Das Millionenspiel" in dem ein Mensch vor den Augen der Öffentlichkeit zu Tode gejagt werden konnte. Bei Überleben winkt der Millionen gewinn. Wie weit sind wir davon wirklich noch entfernt?
Zu was wäre man selbst fähig, würde man vollkommen straffrei einen Menschen zum Objekt degradiert, benutzen, besitzen, beherrschen können? Schauen, gaffen, delektieren, das Medienverhalten unserer Zeit.
Und Sie lieber Interessent, sie schwanken doch auch "A Serbian Film" zu kaufen?
Hier ist alles noch gestellt, gespielt, warnt uns.
Wie lange noch von der Spielfilmkunst zum realen Folterschauspiel?
Wie dünn ist wirklich der moralisch, gesellschaftliche Überbau.
"A Serbien Film" ist kein Film von psychopathischen Irren, er zeigt auf schmerzhafteste, intelligente Weise den Irrsinn unserer heutigen Zivilisation.
Ich sage Ihnen was "A Serbian Film" in mir auslöste. Er machte mich einfach nur ob der vielen, vielen entlarvenden Schonungslosigkeiten unendlich traurig. Man weint um den Mensch, dem Gottesgeschöpf an sich. Tränen laufen einem über die Wangen und das einzige was man außer Sprachlosigkeit nach diesem Film tut, ist seinen geliebten Menschen in den Arm zu schließen und zu sagen. "Wie wertvoll, daß es dich gibt".
So reißt einem der Film die Seele auf, geißelt uns selbst.
Danke für den Mut, danke für die Gnadenlosigkeit. Ohne solche Regisseure gäbe es keine Innovationen mehr, keinen schmerzhaften, ehrlichen Blick auf den Homo Sapiens an sich.
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