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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 25. März 2013
Ken Follett ist kein Autor im herkömmlichen Sinne, sondern Repräsentant eines Unternehmens, das sich auf die Produktion von Romanen spezialisiert hat. Das widerspricht dem Bild, das sich der Leser vom einsam in seiner Schreibstube sitzenden, sich allenfalls mit den Lektoren seines Verlages herumstreitenden Sätzeschmied macht, und löst unter Puristen Einiges an Naserümpfen aus. Etwas, was anderen Kreativen anstandslos nachgesehen wird (Komponisten, Maler oder Architekten hatten und haben oft zahllose Zuarbeiter), gesteht man der Schriftstellerei irgendwie nicht zu.

Fest steht, dass es ohne diese Arbeitsweise Bücher wie "Fall of Giants", den ersten Teil der Century Trilogy, nicht gäbe, zumindest nicht alle zwei bis drei Jahre. Ein Autor allein wäre niemals in der Lage, den Recherchieraufwand zu betreiben, mit dem ein historisch so verlässliches Ergebnis zu erzielen ist. Ken Folletts Bücher sind animierter Geschichtsunterricht, und an dem, was wir hier über den ersten Weltkrieg lernen, hätte sich zum Beispiel mein Geschichtslehrer (ruhe er in Frieden) eine dicke Scheibe abschneiden können. Es ist beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit Follett komplexe politische Zusammenhänge zum Beispiel im Rahmen eines eher informellen Tischgesprächs erklärt.

Die Nachteile der industriellen Romanproduktion sind ebenso offenkundig. Man sieht stets noch das Reißbrett durchschimmern, an dem die Handlung entworfen wurde. Ähnlich wie bei Filmdrehbüchern wechseln sich Hintergrundberichte, Action, Romanzen und der unvermeidliche Sex in regelmäßigen Intervallen miteinander ab, sodass die Aufmerksamkeitsspanne des Lesers nur selten überschritten wird. Die Biographien der einzelnen, fiktiven Charaktere (aus Wales, Deutschland, Russland und den USA) sind so eng miteinander verwoben, dass diese sich immer wieder über den Weg laufen und Gevatter Zufall doch sehr oft aushelfen muss (das war allerdings auch die einzige Möglichkeit, die gewaltige Anzahl von Personen in einem noch erträglichen Rahmen zu halten). So wird manches auch sehr vorhersehbar, denn alte Bekannte müssen ja wieder auftauchen, zum Beispiel am Frontabschnitt genau gegenüber.

Als deutscher Leser eines britischen Autors ist man verblüfft, wie ausgewogen Follett darlegt, auf welche Weise Europas Staatslenker den 1. Weltkrieg mutwillig herbeigeführt haben (ein russischer Leser sieht das möglicherweise anders). Überhaupt bringt er es fertig, dass der Leser stets auf der Seite desjenigen ist, mit dem er gerade den Schützengraben teilt. Und wie schon in "Pillars of the Earth" ist Follett das Schicksal des kleinen Mannes besonders wichtig. Hier, bei den wiederkehrenden Konflikten zwischen den Davids und den Goliaths, hat der Roman seine stärksten Momente. Amüsant auch Folletts kleine Attacken gegen den englischen Boulevard, der ja auch heute noch allzu gerne in Kriegsterminologie verfällt, wobei es heute ja gottseidank überwiegend um Fußball geht.

Alles in allem ein lesenswertes Buch, kein Sprachkunstwerk, aber handwerklich solide und höchst informativ, und auch für Nichtmuttersprachler leicht verdaulich.
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am 30. September 2010
Ken Follet knows how to tell stories. This is true again for this book. It is easy to dive into the plot and forget the world around you. You get acquainted with the characters fast and and are anxious to know what is going to happen to them and how they make out on their way. Therefore, it is a great book to just forget everday-life and have many hours of reading fun.

However, as it is often the case with Ken Follet, the author's weak points are his characters - or the lack of them. The book does not contain any characters, it contains types. We never meet any interesting, complex personalities, we meet THE innocent boy, THE virtuous girl, THE capitalist, THE rich guy and so forth. The acting persons are either 100% good or 100% evil and never in between. This makes their actions predictable and an otherwise great story stale.
This circumstance and the announcement that this book is the first one in a series of sequels, seems to make the book a mass product wich the author is interested to sell rather than a book that was written with passion. I am pretty sure that we will meet the very same "characters" in one way or the other in the sequels, just in different situations or historic settings.

Therefore I rate the book with 3 stars - a nice story for entertainment, but don't expect a masterpiece or an exceptionally original piece of work.
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TOP 1000 REZENSENTam 13. Juli 2014
Nachdem ich die deutschsprachige Ausgabe dieses Romans schon vor einigen Jahren gelesen hatte, war der „Kindle Deal des Monats“ ein guter (und perfekt zum Weltkriegsjubiläum 2014 passender) Anlass, mir nun auch das Original vorzunehmen.

Dieser erste Teil von Ken Folletts Trilogie zum 20. Jahrhundert umfasst den Zeitraum von 1911 bis 1924 und porträtiert eine Reihe interessanter Personen, durch welche eine Vielzahl unterschiedlicher Nationalitäten, Gesellschaftsschichten und Lebenseinstellungen repräsentiert werden.
Obwohl hier relativ viele Protagonisten auftauchen, fällt es (auch dank des Personenverzeichnisses) dennoch nicht schwer, den Überblick zu behalten. Die Figuren sind nachvollziehbar, wenn auch bisweilen etwas klischeehaft, charakterisiert, ihr Schicksal ist aber oft ziemlich vorhersehbar. Außerdem sind sie alle irgendwie zu „nett“, für meinen Geschmack fehlen echte Bösewichte.

Nichtsdestotrotz ist dies sicherlich ein lesenswertes Buch. Man merkt, dass der Autor viel Mühe auf die Recherche verwendet hat. Es wird sehr gut herausgearbeitet, zu welchen bedeutenden politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen es in dem betreffenden Zeitraum gekommen ist und wie sich diese auf das Leben der einfachen Bürger ausgewirkt haben.

So kann man hier eine spannende und in historischen Romanen bisher selten behandelte Epoche quasi hautnah miterleben.
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am 14. September 2015
Inkonsequenterweise habe ich "Winter der Welt" vor dem Sturz der Titanen gelesen. Da mich der zweite Teil aber so begeistert hat, habe ich den "Sturz der Titanen" nun auch gelesen. Da er mir in Deutsch noch zu teuer war eben in Englisch.
Das Begeisternde an den Büchern ist die unterhaltsame Vermittlung von geschichtlichen Informationen, die durchaus über das allgemeine Wissen hinaus gehen. Es wird hierbei das Weltgeschehen parallel aus den unterschiedlichen Ländern dargestellt und so ein viel besseres Verständnis für die Entwicklung der Geschichte geschaffen.
Fazit: nicht einfach nur kurzweilige Unterhaltung, sondern unterhaltsamer Geschichtsunterricht.
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TOP 500 REZENSENTam 1. Dezember 2013
Nach "The Pillars of the Earth" ist das für mich das zweite Buch von Ken Follett. Ich war schon länger neugierig darauf, habe die Lektüre aber immer wieder hinausgeschoben. Mit 941 Seiten ist es schon ein ziemlicher Wälzer, und ich war mir nicht so ganz sicher, ob mir das Buch über so eine lange Strecke gefallen würde. Um es vorweg zu nehmen: Ja, es hat mir gefallen - sehr gut sogar! Trotz sehr zahlreicher Charaktere und mehrerer völlig unterschiedlicher Schauplätze habe ich mich sehr schnell eingelesen und auch nie den Überblick verloren.

Erzählt wird die Geschichte von mehreren Familien in ganz Europa, die die Zeit um den Ersten Weltkrieg auf unterschiedliche Weise erleben. Die Protagonisten kommen aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten – von englischen Adligen über deutsche Diplomaten bis hin zu russischen Arbeitern ist alles vertreten. Das Buch ist gut recherchiert, und bei der Lektüre erfährt man einiges über die Lebensumstände der Menschen und natürlich auch viel Interessantes über die geschichtlichen Hintergründe. Ich fand beispielsweise die detaillierte Beschreibung der Vorgänge in der Zeit vor Kriegsausbruch ausgesprochen spannend – dieses diplomatische Tauziehen, das unmittelbar nach dem Attentat in Sarajewo begann und einige Wochen später mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs seinen spektakulär erfolglosen Ausgang fand. Fast 100 Jahre später kann ich immer noch nicht nachvollziehen, warum es so weit kommen musste. Es ist ein sehr geschickter Schachzug von Follett, seine Sympathieträger über alle Nationen zu verteilen. So kann man als Leser mit allen Parteien irgendwie mitfühlen und gerät nicht in Versuchung, irgendeiner Nation pauschal die Schuld an dem diplomatischen Debakel zu geben.

Natürlich ist das Buch nicht perfekt. Es gibt vor allem im letzten Drittel einige Längen (die Kapitel, die in Russland während und direkt nach der Revolution spielen, fand ich etwas langatmig), und einzelne Handlungsstränge haben mich doch sehr an eine Seifenoper erinnert – ständig neue Hindernisse, die Liebespaaren in den Weg gelegt werden; immer neue Unfälle/Intrigen/Missverständnisse, die die Hoffnungen und Zukunftspläne guter Menschen wieder und wieder durchkreuzen; allzu vorhersehbaren Unglücksfälle... vieles kam mir doch sehr bekannt vor und war alles andere als überraschend. Mehr als einmal hat diese Vorhersehbarkeit bei mir zu Stirnrunzeln und Augenrollen geführt. Den gleichen Effekt hatten auch die diversen Sexszenen, die recht zahlreich vorhanden und eher peinlich als erotisch geraten sind: So in etwa stelle ich mir die Groschenromane vor, die man im Supermarkt neben den Klatschblättern findet.

Weiteres Manko: Die Figuren sind etwas oberflächlich und stereotyp geraten. Die Charaktere sind gut oder böse, mutig oder feige, ignorant oder klug. Es gibt viel Schwarz und Weiß, aber nur wenig Grautöne dazwischen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Figuren öfter aus ihrem jeweiligen Muster ausbrechen, wurde in dieser Hinsicht aber weitgehend enttäuscht.

Auch wenn das alles doch ziemlich negativ klingt, habe ich das Buch trotz seiner diversen Schwächen insgesamt gern gelesen. Folletts Schreibstil ist gefällig und angenehm zu lesen, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und mich auf fast 1.000 Seiten nur ganz selten gelangweilt. Obwohl die Figuren nicht immer überzeugend waren, habe ich doch mit ihnen gelitten, gebangt, gehofft. Zwei Wochen lang habe ich mich jeden Tag darauf gefreut, nach der Arbeit wieder etwas weiterlesen zu können, und lange vor dem Ende habe ich schon die Fortsetzung bestellt.

Von mir bekommt das Mammutwerk deshalb insgesamt vier gute Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die kein literarisches Meisterwerk erwarten, sondern einfach gute, historisch spannende Unterhaltung möchten.
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am 3. Mai 2015
Ken Follett's first book of the Century Trlogy introduces the reader to several families in Germany, Russia, England and the USA. Their lives will touch each other repeatedly over the decades, which makes this historic novel so readable. History is captivating and fun to read this way. Granted, the world events are depicted in a simplyfied fashion, but I got an impression of what it meant to be a coal mine worker in England around 1920, or to live in Russia at that time. As I did not really pay that much attention in history at school, this novel helped me better understand some of the events that took place in the 20th century.
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am 27. Oktober 2014
Trotz des Umfangs recht kurzweiliger, gut recherchierter Roman. Auch wenn die "zufälligen" Begegnungen der verschiedenen Protagonisten auf Dauer etwas vorhersehbar werden, zeichnen Follett und seine Helferlein ein realistisches Bild der Geschehnisse rund um den ersten Weltkrieg.

Wer sich an der Follett-typischen Darstellung von Sexualität und Gewalt nicht stört und ein Interesse für die politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge im Rahmen des ersten Weltkriegs hat, bekommt hier viel Buch für wenig Geld (englische Version).
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am 21. September 2014
Das Buch habe ich verschlungen und mir auch gleich den 2. Band der Trilogie bestellt. Okay, es ist ein wenig unwahrscheinlich, wie sich die Wege der Hauptpersonen immer wieder zufällig kreuzen - daher auch nur 4 Sterne. Doch davon abgesehen, ist es sehr fesselnd geschrieben und gibt eine interessante Beschreibung des geschichtlichen Hintergrundes jener Zeit. Lesenswert!
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. März 2013
Follett's first volume of the trilogy Fall of Giants follows the lives of some families in different countries around the world. This is a story of the time period which encompasses the World War I and the Russian revolution. This time period is a rich one to examine, not only because of all events like political upheaval, technological advancement, struggles for women's right to vote, but also because of the subtile differences between the classes.

In the beginning of the story in June of the 1911 enters Billy Williams on the day of his 13th birthday as grown man the mines in a small town of Welsh. In Westminster Abbey in London an other event happened; the crowning of King George V.

At the beginning of the 19th century there was no middle class in England and Welsh yet, but two extremely different classes. To go from one extreme to an other, you will find the working class of miners, who barely gets enough to eat and lives in small unheated stone-houses. The another one is the upper class who lives a life of privilege and extremely luxurious. Such as the Earl Fitzherbert's family, who owns among other things also the coal mines and count as one of the richest ones of England.

The characters; the Earl, married to one of Russian princess, his sister Lady Maud, falls in love with Walter von Ulrich, who is working at German embassy in London. Billy's older sister Ethel, is working for the Earl Fitzherbert but takes a fateful step above her position as Earls housekeeper.

The story moves from London to St. Petersburg in Russia, where two brothers Grigori and Lev Peshkov live. They are orphans but already grown up set out on very different paths half a world away from each other when their plan to emigrate to the America falls apart because of the war and the revolution.

In America Gus Dewar, a law student in Washington, D.C. is working for the President, Woodrow Wilson, in the White House. His family is an important political dynasty of Washington D.C. and finally, the Vyalovs family of Russian immigrants in America with businesses in Buffalo.

All the characters are placed perfectly in their playing and each of these characters and a raft of others find their lives entangled in this saga of unfolding drama, from the dirt and danger of a coal mine to the glittering chandeliers of a palace, and intriguing complexity. Follett's stories are quite engrossing and they let me see events from various national and cultural points of view. So that after finishing I've really felt as though I've witnessed this all.

Ken Follett is a well respected and a tremendous writer of historical fiction and I am very fond of him since I enjoyed very much his greatest novels The Pillars Of The Earth and World Without End. Ken Follett's story lines are gripping and his characters are interesting, sympathetic and human. I enjoyed this book for its history and atmosphere and I also learned a lot only by reading. In the matter of fact, after it I also was able to understand better what led to the World War I. It is actually a good change of pace to the books of the mysteries and thrillers that I usually read.

Follett is adept at moving the interrelated stories along so that the plot never felt plodding, not at all. This book is rather long, but it is moving fast. I would say, pretty good historical fiction. Now, I couldn`t wait to dive into the next book, because I am very interested in to see how the families continue.
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am 29. Mai 2014
I like Ken Follet as well as historical novels.
Fall of the Giants erzählt die Geschichte verschiedener Charaktere am Vorabend des 1. Weltkrieges.
Ich fand es sehr interessant über die perspektiven aus anderen Ländern zu lesen, da man als Deutscher ja meistens nur die eine Sichtweise kennenlernt.

Die historischen Ereignisse, die im Buch erwähnt werden stimmen mit der Realität überein.
Ich fand das Buch spannend und wollte es gar nicht mehr weglegen.
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