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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
97
3,9 von 5 Sternen
Blue Valentine [Blu-ray]
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:8,91 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 16. November 2017
Für Zuschauer mit Erfahrung und Interesse an Filmen über Beziehungen. Aktion sucht man hier vergeblich. Die Langsamkeit des Films unterstützt die gelungene Darstellung eines eingeschliffenen Alltags und den Gegensatz der Gefühlswelten. Bis zum Schluss Fieberthermometer man mit, ob dem Paar ein gemeinsamer Weg aus ihrem frustrierenden Tal gelingt.
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am 29. Oktober 2017
Die Schauspieler Leistung ist natürlich wieder top.
Jedoch ist die Handlung etwas zu zäh..
Zwischendurch sind paar Tränen geflossen und die Musik ist einfach schön.
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. September 2012
Dean und Cindy sind seit 6 Jahren ein Paar. Sie haben gemeinsam eine kleine Tochter.
Was so romantisch begonnen hat, mündete in einen quälenden Alltag. Wie konnte es soweit kommen? Bei einer gemeinsamen Nacht in einem Motel im Zukunftsraum wollen sich die beiden nochmals eine Chance geben.....

Der Film macht dort weiter, wo die meisten anderen aufhören: Was geschieht nach dem Honeymoon, wenn die Routine einkehrt, die Schmetterlinge verenden und die Geigen sich verstimmen? Gezeigt wird die Schattenseite, in direkter Gegenüberstellung mit der Verliebseinsphase. Tränen des Glücks verwandeln sich in der Tränen der Verzweiflung. Ein düsteres, realistisches Bild wird zugemutet, die ungeschminkte Grausamkeit des Alltags.
Interessant wäre auch das Mittelstück gewesen, wie und wann die Umwandlung einsetzte, der Putz abzubröckeln begann.

Die Sprünge auf der Zeitlinie hin und her, machen einerseits den besonderen Reiz aus, wirken andererseits zum Teil aber etwas verwirrend, was aber auch so gewollt sein könnte.
Ryan Gosling und Michelle Williams zeigen beide eine eindrucksvolle Leistung. Ihr Spiel lässt nicht unberührt.

Extras: 'deleted scenes': im Original ohne Untertitel, ca. 20 Minuten
'making of': im Original ohne Untertitel, Szenen aus dem Film, Kommentare der beiden Hauptdarsteller und des Regisseurs. Schließt die Hintergründe auf. Wir erfahren u.a., dass die Realisierung der Projektes von der ersten Idee an gerechnet 12 Jahre gedauert hat. Sehenswert!
Trailer, Vorschauen

Fazit: Da ist nichts mehr zu retten! Beginn und Ende.....
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am 8. November 2017
Ich kann mich meinen vorrednern nur anschließen. Das beste sind die schauspieler, der look und die Musik aber ansonsten absolut nicht sehenswert.
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am 29. Januar 2013
" Es konmt mir so vor, als wenn wir Menschen auf ewig gefangen sind, wie Ratten in einem Laufrad. Wir treten und schlagen um uns oder uns gegenseitig. Doch wir kommen dadurch der Freiheit keinen einzigen Schritt näher".
Dieses Zitat aus Hitchcocks "Psycho" kam mir sofort in den Sinn.
Denn diesselbe Hoffnungslosigkeit und Resignation umfängt den Zuschauer bei "Blue Valentine".
Ja er lässt einen erschaudern in seiner pessimistischen Wucht, ratlos zurück und fordert den Zuschauer heraus, wie es vielleicht im Moment nur noch ein Lars von Trier zuwege bringt- oder so sezierend genau ein Ingmar Bergmann vor Jahrzehnten.
Ein Film über die Liebe, die Zuversicht die in Lethargie und Hoffnungslosigkeit, ja Stoizismus endet, vielleicht fast immer enden muss.
Kein Film der guten Gefühle, kein Film der Mitleid oder Gnade mit den Protagonisten und uns Zuschauern kennt. Sondern ein Film der das Liebespärchen entlarvt, ihnen Stück für Stück die Illusionen herunterreisst und uns verstört, uns zwingt in unsere eigene Gefühlswelt zu schauen.
Unangenehm und überfordernd für viele, die vielleicht von einem Film die cineastische Illusion erwarten und eben vielleicht nicht mit der eigenen Befindlichkeit konfrontiert werden möchten.
Schonungslos stellt er existenzielle Fragen: Gibt es die alles überdauernde Liebe: Nein. Und noch viel bedrückender: Sie schlägt um in Ekel, Gleichgültigkeit, Hass, Kampf. Gibt es Sicherheit und Erlösung im Leben: Nein. Gibt es selbstbestimmtes Handeln und Verwirklichen: Keine Chance.
Das Damoklesschwert schwebt auch über dir. Magst du dich vielleicht momentan noch so glücklich, geborgen und sicher in deinem Lebensentwurf wähnen, nichts ist von Dauer und an nichts kannst du dich orientieren.
Zitierte ich eingangs einen Horrorfilm, so muss man sagen vielleicht ist "Blue Valentine" in seiner Art den Zuschauer ruhig und undramatisch im Genick zu packen und in den Spiegel schauen zu lassen dämonischer in seiner trügerischen Alltäglichkeit als es jedes fiktive Kino- Ungetüm zuwege bringen könnte.
Ryan Gosling, Michelle Williams spielen nicht; sie leben, fühlen, nehmen uns in ihrer Seelenqual an der Hand, entblössen ihre nackte Verletzlichkeit, wie es intensiver nicht geht.
Sie sind obwohl Mitte Dreissig in der gefühlten Endstation ihres Lebens, zumindest ihrer Liebe angekommen. Lachen, Liebe, Leichtigkeit, Leidenschaft, Begehren sind leblose Vokabeln aus einer anderen Zeit.
Das Hier und Jetzt ist eine Abfolge von alltäglichen Stereotypen, von Überdruss und bohrender Unzufriedenheit. Aneinander vorbeireden, Unverständnis, Zweifel, Selbstmitleid, Ekel, offener Hass, kein Entkommen. Grau und traurig wie Asche; das Existieren.
Beide sind auf Gedeih und Verderb zusammengeschweisst durch ein gemeinsames Kind, das eigentlich nicht geplant war. So wird auch eine endgültige Trennung auf längere Sicht nicht möglich.
Eigentlich könnte die kleine Familie glücklich sein. Weder gibt es Seitensprünge, finanzielle Probleme, Schicksalsschläge.Doch die Liebe ist in voller Banalität einfach gestorben und unwiederbringlich verlöscht. Doch keiner will sich das richtig eingestehen.
Kaum erträglich die hilflosen Versuche gerade des Mannes in irgendeiner Weise, den Liebesfunken wieder zum Erglühen zu bingen.
Herabwürdigend und bemitleidenswert seine Versuche durch den Aufenthalt in einem Liebeshotel Gefühle erzwingen zu wollen. Die Würfel sind längst gefallen. Die Vergeblichkeit ist vorprogrammiert.
Vielleicht nur noch möglich in Strömen von Alkohol der den Blick auf die deprimierende Realität vernebelt und möglicherweise die für immer verlorene Intimität, Leidenschaft fratzenhaft vorgaukelt.
Verstörend für den Zuschauer zu sehen wie Ryan Gosling quasi um Sex und Erotik bettelt, nicht aus real empfundener Lust sondern um die Beziehung damit kitten zu wollen, und wie angewidert seine Partnerin bereits vor der kleinsten Berührung zurückzuckt.
Der unbefriedigende Beischlafversuch gleicht dann schon fast einer Vergewaltigung, wobei sich die Hände seiner Frau erduldend vor Abscheu in den Boden verkrallen.
Der weitere Lebensweg scheint zumindest im Kino vorprogrammiert. Vielleicht ein paar Jahre später so könnte man es sich denken, steht Ryan Gosling wie einst Richard Burton in "Virginia Woolf" mit dem Gewehr hinter seiner Frau oder nach der gnadenlosen Gefängnisstrafe, genannt Ehe, werfen sie sich wie Jean Gabin und Simone Signoret in "Die Katze" kleine Papiernotizen als einzige Kommunikation zu.
Dieser Film wird die wenigsten kalt lassen, zwingt einen in seine Atmospäre. Ich behaupte nicht dass diese gezeigte Drastik für jeden schon erlebbar wurde.
Jedoch die traurige, vor sich selbst vielleicht nicht zugestandene Gewissheit dass plötzlich von einem Tag auf den anderen eine doch als ewige, einmalig empfundene Liebe, Leidenschaft sich verändert oder Gefahr läuft monotonem Gleichklang, Missverständnissen und Alltäglichkeit zu weichen, sowie auch die damit verbundene Zukunfts-Unsicherheit und die Angst vor emotionalen Verletzungen ist doch vielen, mich eingeschlossen, bekannt.
Das macht den Film, so nah, so intim für uns. Diese Menschen und Gefühle sind wir alle. Spiegeln in vielen Facetten unsere unausweichlichen Ängste.
Wie grausam, bedrückend, dass der Film uns bewusst keine Antwort, keine Hoffnung gibt.
Grandios und raffiniert ist der Film geschnitten. Szenen des Hasses, werden parallel mit Szenen der Liebe,der Erfüllung der Hochzeit gemischt. Zynisch, niederschmetternd und die traurige Unausweichlichkeit unterstreichend, so wirkt dies auf den Zuschauer.
Am Ende erstrahlt die Leinwand in einem Feuerwerk, und wie die Liebe ist es ein Staunen, eine unbeschreibliche Faszination, die erstrahlt und für immer als Erinnerung am Himel vergeht.
Was kann man also für sich herausholen aus dem Film um nicht gleich in Depressionen zu verfallen.
Die unter Umständen erleichternde Erkenntnis, dass dieses Paar doch auch viele Warnhinweise in den Wind geschlagen hat.
Da ist das eigentlich ungelegen kommende Kind, unfreiwillig, leichfertig Lebens- Verantwortung übernommen zu haben,da ist die doch auch anfänglich erkennbare nicht in die Tiefe gehende Kommunikation, die durch die Leidenschaft verdeckte unterschiedliche Lebensanschauung.
Und die Unfähigkeit offen und ehrlich Emotionen, Bedürfnisse anzusprechen ohne zu warten bis der Zug endgültig abgefahren ist. Bis keine gemeinsame Schwingung mehr möglich ist.
Trotzdem eine Sicherheit wird es nie geben.
Fazit: Eine extrem bittere Erfahrung,eine gnadenloser Schlag in die Magengrube für jeden Idealisten, Romantiker. Sie trifft den Zuschauer bis ins Herz und ist der Film, der in letzter Zeit zum grössten Diskussionsstoff in meinem Freundeskreis geführt hat. Wenn das ein Film schafft, sich und andere zu reflektieren ist das eine grandiose Leistung.
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am 26. August 2012
Spoilerkritik

Wie sich eine anfängliche Verliebtheit und starke Zuneigung, hervorgerufen durch das Interessantsein der sozialen und charakterlichen Unterschiede, hier bindet, dann aber, durch den Alltag und etwaigen Lebenslügen beider sich das Verliebtsein (denn mehr ist die Romanze nicht; er liebt mehr die "Idee" der/nach Liebe; sie seine zuweilen ehrliche Einfachheit, sowie die Standhaftigkeit trotz des Schwangerseins durch ihren Ex) langsam zermürbt, die Protagonisten fortwährend zerfrisst, ist hier in der variationsreichen Schauspielkunst der beiden Darsteller authentisch am Realleben abgefilmt.
Dabei sind die meist dokumentarisch eingefangenen Bilder der Kamera immer nah am Geschehen und das improvisierte Schauspiel -in den Gegenwartsszenen mehr als in den Rückblenden- entgleite nur wenig Goslin und Williams von der sehr frei geführten Regiearbeit.
Dass dies nicht jedermanns Geschmack ist, scheint verständlich, doch die Studie von sich zweier "Entliebten", ist so in der Art selten abgelichtet worden. Die Sprachlosigkeit der Geschundenen, mit ihren seelischen Sackgassen, ist deshalb nicht mit der sonst üblichen Hollywood-Tragik-Love-Story zu vergleichen.
Aus europäischer Sicht zählt man solche Werke deshalb eindeutig zum Autorenfilm und ist mir im Amazonranking dicke 4,5 Sterne wert.

P.S. Wie nah der Regisseur hier in der eigenen Seelenkiste kramt, kann man nur erahnen; jedenfalls kommt Ryan Goslins ausrasierte Stirn so nah an das Aussehen von Derek Cianfrance heran.
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am 4. Juli 2016
Das verflixte siebte Jahr zeigt das traurige Ende einer Ehe, die mit romantischer Liebe und Illusion begann, aber einen möglichen Kern des Scheiterns schon bei der Hochzeit in sich trug.

Auf Vorschlag von Dean (Ryan Gosling) verbringen er und seine Ehefrau Cindy (Michelle Williams) eine Nacht in einem Motel, in einem futuristisch gestalteten und nicht heimelig eingerichteten, in neonfarbiges buntesLicht getauchten Zimmer. Cindy hat eigentlich überhaupt keine Lust darauf, aber Dean setzt sichh durchm Cindy macht gute Mine zum traurigen Spiel. In wiederholten Rückblenden zeigt Regisseur Derek Cianfrance, unter welchen Umständen die Ehe zusammenkam und scheiterte.

Die Medizinstudentin lernt den High-School-Abbrecher, der als Möbelpacker arbeitet, als einfühlsamen romantischen Mann kennen, der ihr unter anderem einen köstlichen musikalischen Liebesantrag macht. Schwanger von ihren vorherigen Freund entschließt sie sich zu einer Abtreibung und liegt mit schon eingeführtem Spekulum (medizinisches Wekzeug, mit dem vordere und hintere Scheidenwand auseinandergehalten werden, um Blick und Zugang auf den Gebärmutterhals zu erhalten) auf dem gynäkologischen Stuhl, als sie es sich fast in letzter Sekunde anders überlegt. (Das Verhalten des Arztes in dieser Situation, der ihre Entscheidung nicht nur widerspruchlos akzeptiert, was selbstverständlich sein sollte, sondern Cindy einfühlsam in die Obhut der OP-Schwester übergibt und den OP verlässt, muss ich als vorbildlich bezeichnen.) Dean unterstützt Cindy in ihrer Entscheidung , und Tochter und nicht biologischer Vater lieben sich sehr, wie man auch am traurigen Ende des Filmes sieht, als das Mädchen sich an den fortgehenden Vater klammert.

Cindy und Dean sind sicher nicht die einzigen, denen dies widerfährt, und es muss auch nicht immer so sein, aber hier schält sich für mich heraus, dass Cindys (von Dean mitgetragener) Entscheidung für das Kind ganz erheblich zu dem Scheitern beigetragen hat. Ohne die Kleine hätten sie sich mit der Entscheidung zu eine Ehe wahrscheinlich mehr Zeit gelassen, sie hätten länger prüfen können, ob ihre unterschiedlichen Zukunftsvorstellungen in Einklang zu bringen gewesen wären, Cindy wäre vielleicht Ärztin geworden und hätte die Familie alleine ernähren können, Dean kann seine Vorstellungen eher verwirklichen als Cindy, aber deren Unzufriedenheit ist ein schleichend wirksames Gift, das die Gemeinsamkeit und die Liebe auf der Strecke bleiben lässt.
Dean hat als Anstreicher ohne im Film gezeigter Ausbildung einen Job, in dem er "schon morgens um 8 Uhr eine Flasche Bier trinken kann". Cindy wird Krankenschwester, nicht Ärztin (ein >nur< habe ich bewusst nicht viórangestellt, als Medicus sehe ich meine Patienten im Schnitt 8 Minuten beinder täglichen Visite, das Pflegepersonal deutlich länger und erhält durch Beobachtung und Gespräche wertvolle Informatione, die unverzichtbar sind). Allmählich schleicht sich besonders bei Cindy eine Unzufriedenheit ein, sie hatte sich die Zukunft ganz anders vorgestellt, und Dean fühlt sich auch unausgesprochenen Vorwürfen ausgesetzt, weil er metrkt, dass Cindy mit seiner Auffassung nicht glücklich ist
Cindy und Dean sind auf ihre Art beide sympathisch, aber wie man nicht erst am Ende der Ehe und des Filmes sieht, etwas blauäugig in eine vorschnell geschlossenen Ehe geschlittert, die wirklich "filmreife" musikalische Liebeserklärung und der Zauber der ersten Verliebtheit haben dazu geführt, ffass die Entscheidung zur Ehe unausgegoren war, und sowohl Michelle Williams, für einen Oscar nominiert, den dann Natalie Portman für "Black Swan" erhielt, als auch Ryan Gosling überzeugen voll mit ihrem Spiel, das zeigt, wie die Beziehung nicht mit einem Knall unf großen Streit endet, sondern peu à peu abbröckelt , die verliebte Vorstellung zu Beginn ist ernüchterndem Alltag , Unzufriedenheit und Entfremdung gewichen, ohne das man einem Partner eine Vorwurf machen kann.
"Blue Valentine" ist sicher nicht so spektakulär und bildgewaltig wie "Black Swan" mit seinem tragischen (symbolischen?) Tod des weissen Schwans in Gestalt der wunderbaren Natalie Portman, aber die Darstellung der kleinen Alltäglichkeiten, die letzendlich auch zu einem tragischen Ende führen, sind im Endeffekt doch deutlich realistischer als in "Black Swan", ich finde beide Filme sehr gut. "Black Swan" fasziniert rasch, während "Blue Valentine" seine volle dramatische Wirkung langsam schleichend entfaltet und erst bei mit nach dem Ende richtig zum Tragen kam.
Dieser Film ist so gut, weil er nichts Spektakuläres zeigt, viele Details habe ich jetzt nach einem Tag schon wieder vergessen, aber der Gesamteindruck wirkt lange nach
Ein großartiger Film über viele Kleinigkeiten, die zu Großem, hier Traurigem führen, und eine Entscheidung für Michelle Williams als Oscarpreisträgerin wäre nicht falsch gewesen.

Doc Halliday
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am 12. März 2013
Spoilerkritik

Wie sich eine anfängliche Verliebtheit und starke Zuneigung, hervorgerufen durch das Interessantsein der sozialen und charakterlichen Unterschiede, hier bindet, dann aber, durch den Alltag und etwaigen Lebenslügen beider sich das Verliebtsein (denn mehr ist die Romanze nicht; er liebt mehr die "Idee" der/nach Liebe; sie seine zuweilen ehrliche Einfachheit, sowie die Standhaftigkeit trotz des Schwangerseins durch ihren Ex) langsam zermürbt, die Protagonisten fortwährend zerfrisst, ist hier in der variationsreichen Schauspielkunst der beiden Darsteller authentisch am Realleben abgefilmt.
Dabei sind die meist dokumentarisch eingefangenen Bilder der Kamera immer nah am Geschehen und das improvisierte Schauspiel -in den Gegenwartsszenen mehr als in den Rückblenden- entgleite nur wenig Goslin und Williams von der sehr frei geführten Regiearbeit.
Dass dies nicht jedermanns Geschmack ist, scheint verständlich, doch die Studie von sich zweier "Entliebten", ist so in der Art selten abgelichtet worden. Die Sprachlosigkeit der Geschundenen, mit ihren seelischen Sackgassen, ist deshalb nicht mit der sonst üblichen Hollywood-Tragik-Love-Story zu vergleichen.
Aus europäischer Sicht zählt man solche Werke deshalb eindeutig zum Autorenfilm und ist mir im Amazonranking dicke 4,5 Sterne wert.

P.S. Wie nah der Regisseur hier in der eigenen Seelenkiste kramt, kann man nur erahnen; jedenfalls kommt Ryan Goslins ausrasierte Stirn so nah an das Aussehen von Derek Cianfrance heran.
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am 2. September 2017
Zieht sich sehr zäh dahin, ich hab es fast bis zum Ende durchgehalten und doch noch abgeschalten - was mir sonst nie passiert. Außer der langweiligen Handlung und gestörte Dialoge war auch die Kameraführung total nervig: Fast durchgehend Nahaufnahmen und verwackelte Bilder (soll vielleicht 'Kunst' sein? Ist aber einfach nur anstrengend und macht den Film auch nicht spannender.) Kommt so rüber als hätte man irgendein x-beliebiges Ehepaar beim Alltag gefilmt, nur mit Rückblenden in die Kennenlernphase und selbst die war jetzt nicht so romantisch oder außergewöhnlich
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am 14. August 2014
Wir haben uns sehr viel mehr von diesem Film erwartet.
Handlung wäre nicht mal so schlecht- aber es hätte eindeutig mehr draus gemacht gehört.
Ein elends langwieriger und endloser Film ohne Spannung.
Auch die Charakteren wurde so gespielt- das man sich keineswegs hineinversetzen kann.

Seichte Berieselung.
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