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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
97
3,9 von 5 Sternen
Blue Valentine
Format: DVD|Ändern
Preis:5,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 11. Januar 2014
Im TV lief der Film zu einer Zeit, da berufstätige Menschen längst schlafen, deshalb habe ich den Film als DVD gekauft und war etwas enttäuscht.
Ich liebe normalerweise das Spiel des Hauptdarstellers ("Lars und die Frauen", "Drive"), fand aber in diesem Film beide Protagonisten wenig überzeugend. Warum man sich nach 6 Jahren nur noch anschreien muss, dabei alle Sätze 3-5x wiederholen muss, und alles so frustrierend geworden ist, wird gar nicht richtig nachvollziehbar. Natürlich ist man nach 6 Jahren nicht mehr frisch verliebt, und die eine und andere Illusion ist verschwunden, aber muss man unrasiert und unsexy durch die Gegend laufen und sich dermaßen auf den Keks gehen? Aber nicht mal der Frust war richtig glaubwürdig dargestellt. Mich hat der Film weder überzeugt noch berührt. Muss man nicht gesehen haben. Schade.
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am 22. Juni 2015
In Rückblenden zwischendurch wird erzälht, wie Dean (Ryan Gosling) und Cindy (Michelle Williams) zu einander fanden und ein glückliches Paar wurden. In der Gegenwart (einige Jahre später) ist das Familien- und Liebesleben stark belastet ...

Authentisch und emotional gedrehter Film mit starken Darstellern!
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am 11. Juli 2011
Bei diesem film handelt es sich um den Einblick in das Leben eines jungen Paares, welches auf dem Weg ist, sich zu verlieren. Nur einer der beiden kämpft um die gemeinsame Liebe, Familie und Glück. Leider steht der Ehemann auf verlorenen Posten und sein Kampf zermartert ihn mehr und mehr. Seine Bemühungen um die Liebe zu seiner Frau verlieren sich in deren emotionalen Abstinenz und Flucht...ein zu tiefst aufwühlender Film, welcher die Zerbrechlichkeit einer Beziehung im Alltag glasklar vor Augen führt. FÜR MICH ein Geheimtipp. Beide Schauspieler sind bekannte Größen und überzeugen in jeder Minute des Films.Rezension von einem (Ehe)Mann (39)
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am 30. April 2016
Mir hat der Film super gut gefallen. Nachdem ich auch ein paar kritische Stimmen gehört habe war ich mir anfangs nicht sicher ob der Film tatsächlich so gut werden würde.. Doch zum Glück wurde ich nicht enttäuscht. Ich finde der Film plätscherte überhaupt nicht dahin was unter anderem den super Charakterdarstellern Ryan Gosling und Michelle Williams zu vedanken ist, die es geschafft haben mich als Zuschauer in ihre gespielte und doch so reale und menschliche (Liebes-)Beziehung schauen zu lassen.
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am 11. August 2012
Die Krankenschwester Cindy und der Anstreicher Dean leben mit Cindy's Tochter Frankie in bescheidenen Verhältnissen. Durch ihren Beruf wirkt Cindy überarbeitet und müde. Dagegen agiert Dean wie ein Stehmännchen und versucht das seine dazu beizutragen, den Prozess des Auseinanderbrechens der Beziehung aufzuhalten.

Eingeflochten werden Szenen aus den Anfängen der Beziehung zwischen Cindy und Dean. Die Unterschiede sind bemerkenswert.

Das Ambiente der Geschichte wirkt düster und traurig und erzeugt das Gefühl, dass die Protagonisten keine Chance haben. Gute Dialoge und schlüssige Handlungen feilen an den Profilen der Protagonisten und fördern recht unterschiedliche Charakteren zutage. Die Szenarien verzichten weitestgehend auf Tageslicht und haben was von einer Götterdämmerung. Regie und Schauspielern ist ein melancholisches Drama gelungen.
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am 3. Dezember 2013
"Blue Valentine" ist ein extrem trauriger Film. Traurig vermutlich deshalb, weil er von einer Beziehung erzählt, wie es sie so unzählige Male gibt. Überall' auf der Erde! Und der Eine oder Andere hat sie vielleicht selbst schon erlebt.

Am Anfang die große Verliebtheit, beide glauben, es hält ewig. Erotik, Leidenschaft, Hingabe, Liebe. Alles perfekt! Jedem Anfang wohnt eben ein Zauber inne ...

Und dann - nach nur wenigen Jahren - die große Ernüchterung. Der Alltag hat die Liebe verbraucht. Die Jahre haben die Liebe unter ihrem unentrinnbaren Leichentuch begraben. Für immer! Die Langeweile hat die Liebe verbrannt.

Und plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war. Die Liebe ist einfach weg und kommt nie mehr wieder ... Zum Weinen ... Aber dieses tragische Spiel spielt das Leben eben leider mit vielen Paaren. Und es gibt kein Entrinnen ...

Ryan Gosling spielt hier einen einfachen, aber herzensguten Typen, der in jungen Jahren schon seiner Traumfrau begegnet. Sie (eine bezaubernde Michelle Williams) stammt aus "gutem Hause", will eigentlich Medizin studieren und ist überdies noch wunderhübsch! Trotzdem bekommt er sie. Er hat das Herz am rechten Fleck. Trägt sie auf Händen. Die beiden verlieben sich unsterblich ineinander. Der Himmel hängt voller Geigen. Alles wunderbar. Alles perfekt. Die Welt, durch die rosarote Brille betrachtet, ist eben funny ...

Ich habe - zugegeben - eine Zeitlang gebraucht, bis ich in den Film rein gefunden habe. Die Story wird nicht "am Stück" erzählt, sondern "durcheinander". Mal sieht man Szenen vom Anfang, dann wieder von der Gegenwart. Das wirkt anfänglich sogar ein bisschen anstrengend. Aber mit der Zeit hat man sich daran gewöhnt. Und genau dieses Hin- und Herspringen in der Zeit macht den Film dann auch so interessant und spannend. Keine langweilige Geschichte, schön der Reihe nach erzählt. Sondern eine bittere Lovestory mit Zeitsprüngen.

Nach und nach erfährt man dann, wie die beiden sich kennen- und lieben gelernt haben. Und die Gegenwarts-Szenen zeigen, wie die beiden auseinanderdriften. Oder sagen wir so: Eigentlich ist es hier ja nur eine Person, die die andere nicht mehr liebt. Das macht in meinen Augen das Ganze dann auch noch besonders traurig. Denn wenn der eine noch liebt, der andere aber nicht mehr, dann ist die Beziehung trotzdem zum Scheitern verurteilt.

Der Film braucht nicht viele Worte, um das Traurige rüberzubringen. Manchmal hat mich - zugegeben - die derbe Wortwahl etwas gestört. Wenn einer zum anderen zehnmal hintereinander "A*schl*ch" sagt, dann hätte einmal auch genügt. Aber gut, ich gehe davon aus, dass es so gewollt war.

"Blue Valentine" ist ein düsterer, trauriger Film. Die negative Stimmung nimmt man auch nach dem Film noch ziemlich mit. Und wenn man etwas labil ist oder vielleicht gerade in einer unklaren Beziehung steckt, dann ist der Film vielleicht nicht empfehlenswert. Denn auch, wenn "Blue Valentine" eine traurige Geschichte aus dem Leben erzählt, so stimmt er doch auch irgendwie hoffnungslos. Besonders traurig hier eben, dass das "Nichtmehrlieben" hier von einer Person ausgeht und die andere eigentlich noch liebt. Und wenn man so etwas selbst kennt, dann verstärkt dieser Film noch das negative Gefühl.

Deshalb: "Blue Valentine" wird wohl am besten von Frischverliebten, Hartgesottenen, langjährig Verheirateten und Optimisten verdaut!
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am 3. August 2011
Paare wie Dean und Cindy sitzen in Restaurants, kaufen im Supermarkt an der Ecke ein, oder laufen durch die Strassen der Stadt. Egal ob in Hamburg oder Buenos Aires. Dean und Cindy könnten auch Stefan und Nicole heissen, Enrique und Aurelia oder Daisuke und Mamiko. Meistens übersieht man sie, manchmal fallen sie einem auf, wenn sie mit gelangweilten Gesichtern nur das notwendigste miteinander reden. Sie stochern in ihrem Essen rum, würdigen sich kaum eines Blickes und wenn sie einmal miteinander reden, dann nur auf rein funktionaler Ebene. Sie übersehen die Schönheit des sie umgebenden, verachten den Augenblick in dem sie sich befinden und manchmal, wenn man sie bemerkt, zwischen den Menschen, den Paaren, die sich in die Augen sehen, lachend und das Leben geniessend, dann ertappt man sich manchmal dabei, wie man versucht ihre Geschichte zu entschlüsseln. Sich fragt, was passiert sein könnte, dass sie sich mit einer solchen Gleichgültigkeit begegnen, sich verachten. Waren die wirklich mal verliebt in einander? Warum sind sie augenscheinlich noch ein Paar, wenn nichts von dem, was Menschen zu einem Paar werden lässt, geblieben ist.

Cindy wuchs in einer privilegierten Familie auf, in der die tradierte, geschlechtsspezifische Rollenverteilung noch zum selbstverständlichen Bild einer Familie aus der bürgerlichen Kleinstadt gehörte. Wo der Vater seine Frau anschreit, wenn er genervt nach der Arbeit nach Hause kommt und sie das Essen versaut hat. Cindys Großmutter schein die einzige zu sein, die sich einen Kopf um den Teenager macht. Sie hört ihr zu und weiß davon zu berichten, dass sich die Eltern, wenn überhaupt, nur zu Beginn ihrer Beziehung liebten. Vielleicht bildete die Liebe auch nicht die Grundlage einer Ehe, in einer Zeit, wo es zum guten Ton gehörte zu heiraten, wenn die Geburt eines Kindes bevorstand. Alles andere war undenkbar. Cindy studiert Medizin und trennte sich kurz zuvor von ihrem Vorzeigefreund, einem Collegebesucher und Catcher. Sie kümmert sich um ihre Großmutter, die in einem Seniorenheim lebt, als Dean ihr das erste Mal begegnet. Er arbeitet als Hilfskraft in einem Transportunternehmen und organisiert den Umzug eines alten Mannes, der mehr oder weniger freiwillig den Rest seines noch kurzen Lebens in dem gleichen Heim verbringen wird. Dean fühlt sich von Cindy angezogen, begegnet ihr erneut und zufällig im Bus. Aus den beiden wird ein Liebespaar und diese Liebe scheint auch dann keine Brüche zu bekommen, als Cindy feststellt, dass sie schwanger ist. Das Kind ist allerdings nicht von ihm, sondern von dem coolen Collegeboy. Trotzdem werden sie eine Familie und Dean akzeptiert das Kind wie sein eigenes und kümmert sich rührend um die Tochter. Ein paar Jahre später ist von der großen Liebe nichts mehr geblieben. Dean ist Trinker, Kettenraucher und Maler. Cindys Traum von der Karriere als Ärztin wurde nicht zur Realität, sie ist Arzthelferin. Ohne, dass einem die Gründe näher genannt werden, weiß man, dass irgendetwas nicht mehr stimmt. Dean wirkt alt, älter als er vermutlich ist. Das Alter der Tochter Frankie ist ein Indiz dafür. Auch Cindy sieht abgekämpft aus. Beide haben sich nicht mehr viel zu erzählen und Cindy geht Dean aus dem Weg, wann immer sie kann. Die Geschichte begleitet das Paar. Bis zum endgültigen Ende der Beziehung, ein trauriger und schmerzlicher Weg. Doch das Ende kommt nicht unerwartet, obwohl nichts tiefgreifendes und einschneidendes passierte. Und der Weg bis dahin ist schmerzlich und bitter.

"Blue Valentine" erzählt zwei Geschichten. Die eine spielt in der Gegenwart und endet mit dem unweigerlichen Auseinanderbrechen der Familie, die ihren Höhepunkt in einem futuristisch gestalteten Hotelzimmer findet, dem letzten Versuch zu retten was nicht mehr zu retten ist. Die andere Geschichte spielt in der Vergangenheit. Sie beginnt mit der Vorstellung der beiden Charaktere, wie sie sich ineinander verlieben und heiraten. Doch beide Geschichten laufen nicht nacheinander ab, sondern paralell, was den Film zur eigentlichen Tragödie werden lässt. Die Gegenüberstellung der Bilder aus den glücklichen und den deprimierenden und traurigen Tagen machen diesen Film zu dem was er ist. Ein Drama über eine Beziehung, die eigentlich keine sein sollte. Und dafür gibt es unterschiedliche Gründe.

Ryan Gosling, der für mich durch seine Rollen in Filmen wie Inside a Skinhead,State of Mind oder Stay längst zu den Schwergewichten des neuzeitlichen "Charakterkinos" gehört und Michelle Williams verkörpern ihre Rollen großartig und tragen den kammerspielartigen Film. Man nimmt beiden ihr Rolle vollkommen ab, sowohl in der Zeit der "rosa Wolken", als auch in der zunächst leisen Krise, die sich zu einem immer lauter werdenden Grollen und schlußendlich zu einem infernalen Donnerschlag ausweitet. Einem Konflikt, der kein Happy End zulässt, auch wenn dieses offen gelassen wird. "Blue Valentine" besticht durch seine Bilder, seine klugen Kameraeinstellungen und einen Soundtrack, der zwar sparsam, aber niemals deplaziert wirkt.

"Blue Valentine" erzählt die zutiefst banale Geschichte von zwei Menschen, die sich zufällig über den Weg laufen, sich verlieben, die Pläne schmieden und sich gegenseitig ihr Leben und ihre Herzen versprechen und sich am Ende doch verlieren. Und diese zutiefst menschliche Geschichte ist meisterlich inszeniert. Find ich gut!
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am 8. Januar 2013
Es ist schon einige Zeit vergangen seit ich diesen Film gesehen habe. Und nun habe ich dennoch das Bedürfnis noch meinen Eindruck zu beschreiben.

Fast jeder hat schon mal erlebt, dass eine Beziehung auseinandergeht. Und so geht es auch den beiden Protagonisten Dean und Cindy, verkörpert von Ryan Gosling und Michelle Williams. Unterschiedliche Vorstellungen vom Leben treiben die beiden in eine Krise und doch versuchen sie beide auf ihre Art und Weise nochmal zueinander zu finden.

Was als große, verrückte Lovestory beginnt endet in einem gefühlsmäßigen Desaster.

Und genau diese Entwicklung wird hier grandios auf die Leinwand gebracht. Fast kammerspielartige Szenen und dazu die Rückblenden in denen sich auch der Zuschauer fragt - wie konnte sich dies so entwickeln.

Der Film tat mir richtig weh. Mag sein, dass er mich in einem schwachen Moment gepackt hat, durchgerüttelt und ebenso ratlos zurückgelassen hat, wie die beiden Hauptfiguren. Aber solch in Wucht in Bildern habe ich lange Zeit nicht mehr verspürt.
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am 3. August 2017
Ich kann 4 oder mehr Sterne nur schwer nachvollziehen. Spannend finde ich den Film nur bedingt. Man sieht alltägliche Situationen, welche von teils eigenartigen Dialogen begleitet werden. Die männliche Hauptfigur stottert oft nur ein paar Sätze und Wörter daher ohne eigentlich überhaupt etwas zu sagen. Es ist nur wenig unterhaltsam. Die Geschichte hat, meiner Meinung nach, eher nicht das Potenzial für einen Film. Positiv hervorzuheben ist die Hauptdarstellerin.
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am 9. Januar 2012
Ich habe mir den Film nach all den positiven Rezensionen hier voller Erwartungen angesehen und war leider etwas enttäuscht. Der Film ist authentisch gespielt und sicherlich nicht schlecht, aber "großartig" finde ich ihn nicht. Wie auch einer der anderen Rezensenten hier ging auch mir Michelle Williams auf die Nerven, oder wohl besser gesagt ihre Rolle. Sie war naiv, manchmal fast dümmlich kindlich und übernahm wenig Verantwortung für ihr eigenes Handeln und ihr Leben. Weder als der neue Freund (Dean) von ihrem Vater wegen seines Berufes wirklich abwertend gelöchert wurde (hier hätte sie meiner Meinung nach den Freund verteidigen müssen, denn zu diesem Zeitpunkt blühte die Liebe doch angeblich gerade so richtig auf), noch als Dean von ihrem dämlichen Ex-Freund feige verprügelt worden war (von dem sie dann auch noch schwanger war), hier hätte sie sich zumindest etwas mehr schuldig fühlen können und etwas mehr Verantwortung für die Situation übernehmen sollen. Sie war dagegen immer nur das dumme, passive kleine Mädchen, das beschützt werden wollte. So wird natürlich aus einer Liebe nichts.

Es wurden meiner Meinung nach trotz aller Authentizität einige schreiende Klischees bedient, wie zum Beispiel die bereits erwähnte Szene zuhause bei der Familie von Cindy, welche den Jungen als "nicht gut genug" einstufte, vor allem bei dem gemeinsamen Abendessen. Irgendwann dachte ich nur noch "Ja, es ist jetzt wirklich deutlich, was gezeigt werden soll" - immer wieder ritt der Vater auf der Tatsache herum, dass seine Tochter studiert und Dean nicht! So etwas kann man auch ein wenig subtiler darstellen, die meisten Väter stellen ihre kritischen Fragen nicht dermaßen offensichtlich.

Der Film dümpelte meiner Meinung nach in wirklich deprimierenden Szenen herum, alles grau, alles schlecht, alles trostlos, alles hoffnungslos realistisch. Nichts berührte einen dabei wirklich, die schönen Seiten der Liebe kamen zu kurz, und schon am Anfang merkte man, dass das Pärchen nicht wirklich zusammen passte. Viele der romantischen, leidenschaftlichen Liebesszenen, die im Abspann eingeblendet wurden, waren im Film gar nicht zu sehen, was ich für einen Fehler halte, so fand ich es eher mäßig traurig, dass diese Liebe schließlich zerbrach.

Mein Hauptkritikpunkt ist außerdem: Die Entwicklung der Beziehung finde ich extrem schwach, die Gründe für das Absterben der Liebe wurden kaum analysiert oder wenigstens verständlich gemacht, oder überhaupt irgendwie dargestellt. Ich hatte mir von einem als "großartig" bezeichneten Film schon etwas mehr erwartet, etwas mehr Tiefe, etwas weniger Klischees, etwas facettenreichere Charaktere, eine nachvollziehbarere Handlung. Was will uns dieser Film nun sagen? Dass Liebe manchmal abstirbt? Ja, das ist mir bewusst. In Dean konnte ich mich besser einfühlen als in Cindy (obwohl ich eine Frau bin), er tat mir fast die ganze Zeit über leid, und Cindy fand ich relativ selbstgerecht.

Zusätzlich steht hinten auf dem DVD-Cover in der Kurzbeschreibung des Films etwas von einem "erbitterten Streit um das Sorgerecht", den die beiden wegen ihrer Tochter führen. Diese Information ist einfach nur falsch, an keiner Stelle geht es bereits um das Sorgerecht für das Kind.

Vielleicht gerade aus dem Grund, dass der Film so stark gelobt wurde, finde ich ihn eher schwach. Er hat seine Stärken (wie z.B. die authentische Darstellung von Ryan Gosling die wirklich mein Mitleid erregt hat und die ich stärker fand als die von Michelle Williams), aber auch seine ganz eindeutigen Schwächen. Einen Film beurteile ich immer danach, ob er mich irgendwie tiefer berührt hat, ob er etwas bei mir hinterlässt, ob er mich irgendwie verändert oder meine Sicht der Dinge beeinflusst...aber beim Abspann war ich zwar traurig und etwas deprimiert, aber alles in allem fand ich den Film nichtssagend. Eine tote Liebe, ja, davon gibt es einige. Muss ich mir diese deprimierende Geschichte dann auch noch ansehen?
22 Kommentare| 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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