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am 6. August 2012
Das Bedeutsame am Roman "Die Frau für die ich den Computer erfand" von F. C. Delius ist nicht so sehr die Lebensgeschichte von Konrad Zuse, dem Erfinder des Computers, noch dessen platonisch-historische Liebschaft zu Ada Lovelace, sondern vielmehr ganz allgemein der Einblick in den inneren Geisteshaushalt eines Genies. Es könnte irgend ein Genie sein.

Wie sieht es aus im Kopf eines genialen Menschen? Was treibt ihn an? Was denkt er über seine nichtgenialen Mitmenschen? Die Fiktion des Romans ist, dass Konrad Zuse seine Gedanken einen ganzen Abend und eine ganze Nacht lang frei fließend und assoziierend auf das Tonband eines Journalisten spricht. Dabei kommt man der wirklichen Denkökonomie eines Genies sehr nahe.

Folgende Elemente finden sich in den geäußerten Gedanken: Eine Angetriebenheit durch die Defintion des Dichters nach Rilke, das "Ich muss" des echten Dichters umgemünzt auf den echten Erfinder. Ständige höchst eigenwillige aber durchaus treffende Selbstvergleiche zu Goethes Faust und den zugehörigen Mephisto. Eine autosuggestive, "hinan" ziehende platonisch-historische Liebe zur mutmaßlich ersten Programmierin Ada Lovelace, die 150 Jahre vor Zuses Zeit lebte. Dann Deutschsein in Form von Pflicht, Verwurzeltheit, Ordnung, Bescheidenheit, Zurückhaltung. Außerdem ein überlegenes Herabsehen insbesondere auf den beschränkten Verstand von Journalisten und Politikern. Eine realistische Amerikafreundlichkeit. Vergleiche, wie schwer man es damals hatte, wie leicht es andere heute haben. Stolz auf das Erreichte, Schöpfen von Lebenskraft aus Anerkennung, Enttäuschung über fehlende Anerkennung. Vorsicht, wegen unverstandener Genialität nicht von den gewöhnlichen Menschen für verrückt gehalten zu werden. Einsamkeit.

Alles in allem ein einziger Lesegenuss für Menschen, die Idealismus, Realismus und Eigenwilligkeit schätzen, die Ingredienzien von Genialität. Dieses Buch ist nichts für Träumer ohne Bodenhaftung und bildungsferne Computerfreaks.
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am 5. Oktober 2014
Kurz:
ich finde es unglaublich schlecht

Lang:
Ich bin absoluter Fan von Geschichten über Erfinder. Zuse selbst und die Geschichte der Erfindung des Computers finde ich höchst bewundernswert. Ich habe Zuses Biografie "Der Computer - Mein Lebenswerk" mehrfach gelesen (und genossen) und war jetzt gespannt einen tieferen, vielleicht persönlicheren Einblick zu bekommen und wurde heftigst enttäuscht.
Auf dem Buchrücken steht sowas wie '...in diesem raffinierten und höchst unterhaltsamen Roman...' doch in meinen Augen ist dies kein Roman. Der Autor geht mit Zuse essen, nimmt alles auf Band auf und versucht den Leser mit abgehackten Monologen von Zuse abzuspeisen. Immer wieder Gedankensprünge und Sätze die halbfertig mit '....' enden.
Ich hab nach 30 Seiten aufgegeben. Vielleicht werde ich es irgendwann wieder probieren und mich dann durchquälen, aber Spaß oder Spannung erwarte ich dabei nicht...
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am 10. Februar 2015
Ein interessanter fiktiver Monolog von den Lebensweisheiten und der Selbsterkenntnis eines alternden Mannes (Konrad Zuse), mit viel authentischem Hintergrund.
Es ist das Resümee einer Lebensleistung mit einigem Humor gelegentlich auch Ironie und Sarkasmus vorgetragen.
Aber so war er auch, Konrad Zuse der Erfinder des Computers, und das macht ihn sympathisch. Seine Familie ist mir bekannt.
Der Roman entstand nach einem Gespräch des Autors mit Konrad Zuse 1985, einem Vortrag an der FU Berlin 1994 und seinem Buch „Der Computer.Mein Lebenswerk“ (1984).
Zugegeben, der Text ist nicht leicht zu lesen, gelegentlich bedarf es schon einer Portion Überwindung zum Weitermachen.
Bei „krause Sätze der Gedankenverlorenheit“ und „Stummeldeutsch“ „verheddert sich der Redner in Redundanzen und schweift ab“, so ein trefflicher Kommentar (Der Tagesspiegel 02.08.2009).
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am 29. September 2009
Das Buch erzählt vom schier aussichtslosen Unterfangen, wie Zuse in den 1930ern und v.a. während des Zweiten Weltkriegs den ersten echten Computer in der Wohnung seiner Eltern bastelt. Wie ein ums andere mal Materialknappheit, Bomben und der Militärdienst beinahe den Erfolg zunichte machte. Wie Zuse in den Wirren der letzten Kriegstage seinen Rechner durch das zerstörte Deutschland bugsiert, um nach endlosen Irrfahrten im Hessischen zu landen, wo er seine Firma gründen sollte. Schließlich von der Enttäuschung, immer irgendwie zu früh (!) mit seinen Ideen da gewesen zu sein, und Jahrzehnten um Patente und Anerkennung gekämpft zu haben. Während all dieser Zeit treu an seiner Seite: Ada Lovelace.

Zwar ist es schon ermüdend, Herrn Zuses stundenlangem Monolog zuzuhören (also zu lesen). Und man kann es dem Zuhörer (Delius) auch nicht verdenken, wenn er gegen Ende des Gesprächs doch kurz einnickt, aber dennoch ist der Inhalt dieses Buches lesenswert und nicht nur für Informatiker interessant. Wie dem auch sei, Zuse und Ada haben mich gepackt.
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am 8. Oktober 2013
Es dauert ein bisschen bis die Geschichte, erzählt durch den Author als Interviewer, Fahrt aufnimmt.
Aber ist diese Hürde genommen liest sich das Buch sehr gut.
Allerdings muss ich sagen, dass ich die Hintergründe gut kenne und auch weiß, wie der Stand der Technik zur gleichen Zeit in den USA und England war ... und gerade in diesen Vergleich ist diese Geschichte interessant.
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am 29. Juni 2015
Das Konzept für dieses Buch ist schon interessant! Es liegt aber auch daran, das gerade der Hauptdarsteller eine solch interessante und schillernde Persönlichkeit ist!
Besonders gut hat mir dieses Buch im Kindle-Format gefallen, da ich somit in der Lage war Begebenheiten und Stichworte sofort nachzuschlagen und meine Bildungslücken umgehend zu kompensieren.
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am 18. August 2013
In der Süddeutschen war 2009 zu lesen:
"Eigentlich ist uns jede Romankonstruktion recht, auch die Erfindung einer Frau." Auf jeden Fall macht es dem Rezensenten Spaß, die "Nacht-Seite des Computers" zu entdecken.
Dem möchte ich mich anschließen!
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am 5. Februar 2014
Ein leicht zu lesendes Buch - spannend und informativ. Auch für Zwischendurch sehr empfehlenswert.
Meine Frau hat das Buch direkt nach mir gelesen und war auch begeistert.
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am 11. Februar 2013
Also ICH habe das Buch in Hongkong

als Biotech-Prof

in einem Ritt in einer einzigen Nacht ausgelesen!

Total gut gemacht, Hut ab, Herr Delius!
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am 3. Januar 2011
Ich war sehr skeptisch. Ich hatte das Buch geschenkt bekommen und war mir bezüglich des Themas unsicher, ob mir das Buch gefallen könnte.

Allerdings konnte ich es dann kaum weglegen, nachdem ich einmal mit dem Lesen begonnen hatte.

Ein fast schon kurzweiliger Einblick in die Welt und Vergangenheit des Konrad Zuse, der nicht nur informiert sondern gleichzeitig Spaß macht. Auch für Leute wie mich, die keine Ahnung haben, was ein Gleitkomma ist...

Aber am besten lesen Sie selbst.
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