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TOP 1000 REZENSENTam 2. Juli 2016
Mit "Die Eifelgräfin" präsentiert die Autorin Petra Schier einen historsichen Roman mit einer mystischen Note, es ist der Autakt einer Trilogie.

Um was geht es?

Petra Schier führt ihre Leser zuerst nach Jerusalem ins Jahr 1148. Nach einem erfolgreichen Kreuzzug teilen drei Männder ihre Beute, ein magisches Kruzifix. Dabei schließen sie einen Pakt: sich und die Ihren auf ewig zu beschützen.

Weiter geht es dann in der Eifel 200 Jahre später. Die junge Elisabeth von Küneburg wird in die Obhut von Freunden geschickt, denn ihr Onkel droht mit einer Fehde und möchte ihren Eltern die Burg wegnehmen. Dabei setzt er alles daran seinen Sohn, den düsteren Albrecht, mit Elisabeth zu vermählen.

Elisabeth genießt in der Zwischenzeit das Leben auf der Burg der Freunde, bis dann die Pest einbricht. Mit Hilfe eines Paters und ihrer Magd stellt sie Nachforschungen nach dem Kruzifix an, denn ein Teil befand sich in ihrer Familie und ein weiteres war im Besitz der Familie ihrer Magd.

Meinung:

Obwohl der Inhalt nicht ganz meinen Vorstellungen entsprach, hat mir die Geschichte gut gefallen. Ich hatte zuerst den Klapptext gelesen und etwas ganz anderes erwartet.

Die Handlung ist gut recherchiert, kommt Anfangs allerdings erst sehr langsam in Gang, bis sich zum Ende hin dann vieles überschlägt. Hier hätte ich mir kleinere Atempausen gewünscht.

Die Autorin läßt mt ihrem flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil ein buntes Bild des damaligen Lebens entstehen, man fühlt sich beim Lesen genau in das Mittelalter versetzt, ebend wie Mitten drin in der Handlung. Die einzelnen Charaktere wurden dabei sehr gut ausgebaut und wirken realsitisch, allerdings rückte mir hier die Magd Luzia etwas zu sehr in den Vordergrund.

Erwähnendswert sind das Personenregister am Anfang der Geschichte, das den Leser dazu verhilft sehr schnell in den Roman zu kommen sowie die Anmerkungen der Autorin am Ende, dies war sehr hilfreich Fiktionen von Wahrheit zu trennen.

Insgesamt hat es die Autorin wieder geschaft ihre Leser gänzlich die Geschichte zu ziehen, ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf die Fortsetzungen.

In Kürze:

Schreibstil: angenehm, liest sich schnell und flüssig

Charaktere: wurden gut ausgearbeitet, wirken sehr authentisch

Inhalt: anders als erwartet, dennoch interessant

Fazit: ein Roman der von der ersten Seite an begeistert
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 28. Februar 2012
14. Jahrhundert: Elisabeth wird aufgrund einer drohenden Fehde von ihrem Vater zu Freunden auf die Burg Kempenich geschickt. Da ihre Magd kurz zuvor gestorben ist, bekommt sie auf Burg Kempenich eine neue Magd: die Bauerntochter Luzia. Die beiden ungleichen Frauen freunden sich trotz des Standesunterschiedes bald miteinander an und entdecken, dass ihre Familien bereits vor zweihundert Jahren miteinander verbunden waren. Elisabeth und Luzia sind beide im Besitz eines Teiles eines wertvollen Kruzifixes.
Auf Burg Kempenich lernt Elisabeth auch Johann von Manten kennen, in den sie sich bald verliebt, der seinerseits aber keine Gefühle zulassen möchte. Zu schmerzhaft ist ihm noch der Tod seiner ersten Ehefrau in Erinnerung.
Und dann bricht die Pest in der Eifel aus...
* Meine Meinung *
Diesen wunderbaren historischen Roman habe ich sehr genossen! Es war eine Freude, am Leben von Elisabeth, Luzia, Johann und anderen liebgewonnenen Figuren teilzunehmen! Die Figuren sind tatsächlich so bildhaft beschrieben, dass man bald glaubt, sie persönlich zu kennen. Man kann mit ihnen fühlen und fühlt sich dabei wirklich ins Mittelalter zurückversetzt!
Dieser Roman kommt dabei ganz ohne Kampfszenen, Blutvergießen, Gewalt und Kriege aus, was mir persönlich sehr gefallen hat! Es ist einfach ein schöner Roman, der dem Leser das Leben auf einer Burg im 14. Jahrhundert näherbringt. Ich hatte während des Lesens das Gefühl, das alles sehr gut passt und recherchiert wurde.
Die Liebesgeschichte zwischen Elisabeth und Johann ist dabei wunderbar in die ganze Geschichte integriert, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Es ist also kein kitschiger historischer Liebesroman, sondern ein historischer Roman, der von allem ein bisschen zu bieten hat: Liebe, Spannung, Abenteuer, Geheimnisse, Freundschaft, Intrige und Geschichte.
Ich habe Die Eifelgräfin" sehr gerne gelesen und freue mich nun auf den zweiten Teil Die Gewürzhändlerin".
9 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 19. Juni 2017
Ich habe dieses Buch gerade genervt weggelegt. Ich bin auf Seite 515 angelangt und finde das stolze und nur sehr schwierig nachvollziehbare Getue der verzogenen Grafentochter und deren viele buchverlängernde Zornausbrüche und Undankbarkeit einfach unerträglich. Ebenso, wie ihr Wechseln von tiefen Gefühlen und grossem Verständnis und der Anerkennung des guten Herzens hinter der Fassade des rauhen Charakters des Yohann von Manten bis hin zur Unterstellung niederträchtiger Beweggründe, als er sie retten will.
All die guten Bewertungen, wo sogar von Spannung die Rede ist, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe an die 300 Seiten auf der Suche nach Spannung überflogen. Die trat kurz um Seite 250 auf und so gegen Seite 480. Fast alle Handlungen sind voraussehbar.
Die Phantasy-Note mit dem summenden Kreuz empfand ich als völlig unpassend. Hätte die Autorin es nicht durch hellseherische Visionen ersetzen können? Die sind realer.
Der Prolog ist ebenfalls irreführend. Das Buch baut kaum darauf auf.
Wirklich schade, denn die Geschichte hätte dennoch interessant sein können, aber nicht um damit 560 Seiten zu füllen.
Nun ist es einfacher zu kritisieren als selber so ein Buch zu schreiben. Und es gibt nun mal solche und solche Bücher. Na und "solche" gefallen mir weniger.
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am 12. Oktober 2013
1147 teilen sich drei Männer im Heiligen Land ein Beutestück und schwören sich ewige Verbundenheit und Füreinandereinstehen. 200 Jahre später wird Elisabeth von Küneburg auf die Burg Kempenich in Sicherheit gebracht, da ihrer Familie eine Fehde droht.

Dieses Mal entführt Petra Schier uns auf eine Burg und ihre Protagonistin ist nicht wie in ihren vorherigen historischen Romanen Bürgerin einer Stadt sondern ein Burgfräulein. Man erlebt hier eine ganz andere Welt mit eigenen Sitten und Gebräuchen, z. B. wird hier Wert auf gutes Benehmen gelegt und die Frauen sind noch mehr als in den Städten abhängig von ihren Familien. Ein interessantes Setting, das Petra Schier wieder mit guter Recherche und ihrem bildhaften Erzählstil auszufüllen weiß.

Die Protagonistin lässt mich allerdings etwas zwiegespalten zurück, sie hat mich durch ihre etwas zickige und sehr sture, starrsinnige Art manchmal ein bisschen genervt, vor allem gegen Ende der Geschichte fand ich ihr Verhalten sehr übertrieben; andererseits ist sie ein liebenswerter Mensch, der auch mit niedriger gestellten Personen respektvoll umgeht und auch einmal Verständnis aufbringt für Dinge, die den Konventionen widersprechen (z. B lehrt sie ihrer Magd das Lesen und Schreiben).

Die anderen Charaktere sind ebenfalls interessant gestaltet und wirken authentisch, besonders gut gefallen mir Johann von Manten, zwar recht kantig aber mit einem guten Herzen, Luzia, Elisabeths Magd, selbstbewusst und sehr intelligent und der Weinhändler Martin Wied, loyal und liebenswert.

Neben dem historischen Hintergrund findet sich auch eine mystische Komponente, die nicht aufdringlich, sondern recht dezent eingebaut wurde und zum Setting gut passt.

Wie bereits erwähnt, hat die Autorin einen sehr bildhaften und auch farbenfrohen Erzählstil, das alltägliche Leben in einer Burg, unterbrochen z. B. von Gauklerbesuchen, wird vor dem inneren Auge lebendig, man sieht die Figuren vor sich, die Burg, auch das Treiben in einer Stadt, als diese besucht wird – und als dann eine schlimme Krankheit ausbricht, wird auch das mit allen Sinnen erfahrbar erzählt und lässt einen sehr mitleiden. Insgesamt ein Buch, das man nur ungern aus der Hand legt.

Als (sehr nützliche) Extras bietet der Roman Grundrisszeichnungen der Burg und ihres Inneren sowie ein Nachwort der Autorin mit Hintergrundinformationen.

Wieder ein toller historischer Roman der Autorin, der auch schon eine Fortsetzung erhalten hat, die ich möglichst bald lesen werde. Von mir erhält der Roman auf jeden Fall eine Leseempfehlung. Wer gut recherchierte historische Romane mag, sollte zugreifen!
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am 30. September 2013
Dies ist der erste Teil der Eifel-Serie, die Reihenfolge ist hier noch einmal dargestellt:
Die Eifelgräfin
Die Gewürzhändlerin

Petra Schier versteht es, wie auch ihre Kollegin Andrea Schacht, den Leser bereits nach wenigen Absätzen in die erzählte Geschichte und zugleich auch in die Historie hineinzuziehen. Ein gut erzählter, nicht zu langer Prolog lässt einiges erahnen und fesselt den Leser sofort, da die typischen Verrichtungen zum jeweiligen Zeitpunkt, auf dem Kreuzzug 1148 eben die Reparatur eines Gespannes, sofort die Stimmung des jeweiligen Zeitabschnittes auf den Leser überträgt. Dies liegt sicher vor allem an den liebevoll gestalteten Personen, auch den kleineren Nebendarstellern, die meist sehr lebendig daherkommen und nicht ohne Ecken und Kanten sind.
Die 200 Jahre bis zum Jahr 1348 überwindet der Leser sofort, und taucht ein in die Reisebedingungen des 14. Jh.s und die Lebensbedingungen auf Burg Kempenich zu diesem Zeitpunkt. Sehr schön, dass die verschiedenen Zeiten zu Beginn der Kapitel genannt werden.
Das Hauptaugenmerk liegt eher auf der Schilderung der Lebensverhältnisse im 14. Jh. auf einer Burg, die Handlung tritt hinter der stimmungsvollen Schilderung der Lebensverhältnisse etwas in den Hintergrund, ohne dass das Buch langweilig wird.
Auch verfügt die Autorin über einen feinen, hintergründigen Humor, der des öfteren den Leser zum Schmunzeln bringt. Wie ihrem Kollegen Richard Dübell gelingt es ihr, ganz alltägliche Situationen, in denen fast jeder Leser auch schon einmal gesteckt hat, zu einer humorigen Szene zu gestalten, die wunderbar unterhaltsam ist.
Wie gesagt, sind alle handelnden Personen liebevoll und nicht einseitig, sicher aber mit einigen Klischees, gezeichnet. Für mich ist positiv, dass die Handlung endlich einmal nicht in Köln, sondern in weiterer Umgebung stattfindet.
Bemerkenswert ist auch das interessante, dem Mainstream entgegen stehende Coverbild, daher ist dieser Titel außergewöhnlich, da er bei der "Gewürzhändlerin" fortgesetzt wird, hat er somit auch einen hohen Wiedererkennungswert. Hierbei würde mich noch interessieren, ob es sich bei dem etwas eigenartig dargestellten Porträt um eine reale, wirklich in der Historie verankerte Person handelt. Leider wird hierzu im Impressum keine Aussage gemacht.
Besonders gefallen hat mir die Suche nach dem Geheimnis des Kruzifixes, das man durch den knappen Prolog nur vage erahnen kann, diesen Teil hat die Autorin wie eine Schatzsuche gestaltet, die ein bisschen an Indiana Jones und ähnliche Geschichten (Khoury, Brown) erinnert. Dies mag in einem historischen Roman nicht jedermanns Sache sein, mir hat dieser Teil des Romans gut gefallen und ich fand es auch nicht übertrieben mystisch.
Dieser historische Roman kommt ganz ohne Krimielemente aus, die meisten anderen historischen Romane dieser Autorin sind gleichzeitig auch historische Krimis. Diese Schiene fehlt in diesem Roman vollständig, der Ausbruch der Pest mit unzähligen Toten ersetzt einen derartigen Handlungsstrang. Erschreckend der erste Ausbruch der Pest in Europa, in diesem Buch wird sehr einfühlsam dargestellt, in welchem Maße die Menschen von dieser schrecklichen Krankheit überrascht und gebeutelt wurden, der moderne Leser erkennt natürlich sehr gut, auf welchem Wege sich die Pest ausbreitet und wundert sich, dass selbst recht gebildete Menschen wie Bruder Georg nicht auf die zündende Idee kommen. Betrachtet man das Leben der damaligen Zeit jedoch aus dem Blickpunkt der damals lebenden Menschen, gelingt es der Autorin sehr gut, uns diese Unwissenheit verständlich zu machen.
Auch in diesem Buch gelingt es der Autorin hervorragend, eine einfühlsame und mitreißende Liebesgeschichte zu erschaffen. Auch scheint Johann von Manten ein entfernter Verwandter von Hauptmann Grevenrode aus den Adelina-Bänden zu sein, die beiden haben wirklich einiges gemeinsam. Wie auch ihrer Kollegin Andrea Schacht gelingt es Petra Schier immer wieder, wirklich lebendige und gut ausgearbeitete, trotz aller Schwächen sympathische Männergestalten zu schaffen, hier ist sie dem Ehepaar Lorentz um Längen voraus, denen dies in all ihren Büchern nur sehr selten gelungen ist.
Hervorzuheben ist auch die sehr gelungene Einbeziehung von zwei Liedern des Walter von der Vogelweide, die echte Poesie erschließt sich dem Leser, wenn dieser versucht, den Originaltext zu lesen. Ich weiß nicht, ob es heute noch zum Schulstoff gehört, wir haben vor etlicher Zeit jedoch in der Schule tatsächlich den Originaltext gelesen, natürlich mit entsprechender Übersetzung, das Lied "Unter der Linde" mit seinem Tandaradei war auch dabei, und so war es für mich die Begegnung mit einem alten Bekannten.
Zum Ende hin gelingt der Autorin eine aktionsreiche Spannungssteigerung, die Gefahren für Elisabeth werden wirklich bis zum letzten ausgereizt und die Hoffnung auf ein Happy End schwindet. Hier kommen dann doch noch die Elemente eines Krimis zum Tragen, auch wenn es sich nicht um einen Mord, sondern "nur" um einen handfesten Betrug handelt. Der Autorin gelingt es nur durch einen ziemlich großen Zufall, Elisabeth aus ihrer Zwangslage zu befreien, dies tut jedoch dem Buch insgesamt und auch den Spannungshöhepunkten keinen Abbruch.
Im letzten Kapitel erfährt der Leser auch noch etwas über den Besitzer des dritten Bestandteils des Kruzifixes, aber speziell auf dieser Handlungsebene und beim Verbleib der Gaukler mit Luzias Freund Roland lässt die Autorin noch genug Handlungsspielraum für die Fortsetzung "Die Gewürzhändlerin". Ein sehr stimmungsvolles Buch, mit dem man in das alltägliche Leben auf einer Burg im 14. Jh. eintauchen kann, das aber trotzdem niemals langweilig wird. Uneingeschränkt empfehlenswert!
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am 2. November 2012
Ich habe bislang noch kein historisches Buch gelesen, welches so weit in der Vergangenheit spielt und Deutschland finde ich diesbezüglich eigentlich auch weniger interessant. Die Autorin hat mich jedoch sehr positiv überrascht und ich werde auf jeden Fall noch mehr Bücher von ihr lesen, die Fortsetzung habe ich mir bereits gekauft.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, vor allem Elisabeth. Sie ist eine aufgeschlossene und freundliche junge Frau, welche zugleich eine liebevolle und gerechte Herrin ist. Ihre Magd Luzia ist ganz begeistert von ihr und sehr loyal.
Johann von Mantel kommt nicht unbedingt wie der typische Held einer Geschichte daher. Er kann sehr ungehobelt sein und hat eine Narbe im Gesicht, trotzdem finde ich ihn sehr interessant. Es ist richtig spannend zu lesen, was sich zwischen Elisabeth und ihm entwickelt und vor allem wie.
Meiner Meinung müssen in einem historischen Roman geschichtliche Fakten einfließen, je mehr desto besser. Petra Schier hat für dieses Buch eine gute Mischung gefunden. Gerade die Fakten über die Pest haben mich angesprochen, da ich über dieses Thema noch nicht viel wusste.
Ich freue mich schon sehr auf „Die Gewürzhändlerin“ und auf weitere Bücher von ihr!
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am 25. März 2012
Inhalt:
1348 in der Eifel, Elisabeth von Küneburg wird von ihrem Vater nach Burg Kempenich geschickt, um dort die Rückkehr ihres Verlobten abzuwarten. An ihre Seite wird ihr als Magd Luzia Bongert, die Tochter eines freien Bauern, gestellt. Wie sich herausstellt, sind ihrer beiden Familien durch einen zweihundert Jahre alten Schwur miteinander verbunden, dessen sichtbares Zeichen ein anscheinend mit mystischen Kräften ausgestattet Kreuz ist.

Die Zeit auf der Burg verfliegt, der mürrische und ungehobelte Johann von Manten macht sich und Elisabeth das Leben schwer, Luzia verliebt sich in einen Gaukler und die Rückkehr des Verlobten verzögert sich immer weiter. Dann erreichen die ersten Pestmeldungen Burg Kempenich und die Seuche nimmt ihren Lauf...

Rezension:
Petra Schier gelingt es den Leser von der ersten Seite an mitten hinein ins Mittelalter zu versetzen. Ihre sehr bildliche Sprache lässt einen nicht nur zum Leser, sondern zum Erleber werden. Man muss einfach mit den Charakteren und ihren täglichen Problemen mitfühlen. Liebe, Intrige, Schicksale, Heiterkeit und Trauer halten sicher die Waage und so vergehen die 575 Seiten wie im Fluge.

Geschichtlich untermauert und mit reichlich Fachwissen über die Umgebung und die Belange des Mittelalters bestückt, schafft es Frau Schier das Leben auf einer Burg des 14. Jahrhunderts, sowie das städtische Treiben in Koblenz dem Leser nahe zu bringen.

Ein Buch für jeden und jede, der/die sich gerne in die Zeit vor 700 Jahren versetzen lässt und emotionales Auf-und-Ab in Büchern liebt.
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am 1. März 2010
Wer auf historische Romane aus dem Mittelalter steht, wo sich edle Ritter und holde Burgfräulein ein Stelldichein geben, ist hier bestens bedient!

Die Geschichte spielt im 14. Jahrhundert und erzählt anschaulich das
Leben von Herrschaft und Gesinde auf einer Burg in der Eifel mit allem Freud und Leid.

Wie ein roter Faden zieht sich ein geheimnisvolles Kruzifix durch den Roman. Zu Zeiten der Kreuzzüge schlossen drei Freunde einen Pakt, sich und ihre Nachkommen auf ewig zu schützen und in Freundschaft zueinander zu stehen und jeder von ihnen erhielt ein Teil dieses Schmuckstückes.

Jahre später wird die junge Elisabeth von Küneburg wegen einer bevorstehenden Familienfehde in die Obhut von Freunden gegeben und lernt dort die fast gleichaltrige Magd Luzia kennen. Die beiden werden schnell zu Vertrauten, auch als sie feststellen, dass beide einen Teil dieses Kruzifixes besitzen. Neugierig wollen beide herausfinden, was es mit diesem Gegenstand auf sich hat und wer noch den dritten Teil des Schmuckstückes besitzt, welches augenscheinlich magische Kräfte innehat.

Elisabeth lernt den Edelmann Johann von Manten kennen und obwohl sich beide zueinander hingezogen fühlen, wagt keiner den ersten Schritt, da Elisabeth verlobt ist und Johann um seine verstorbene Ehefrau trauert. Jedes Mal, wenn sie sich begegnen, ergibt sich aus einem scheinbar harmlosen Gespräch ein handfester Zank, was anfangs noch recht amüsant ist, aber irgendwann einfach zu viel des Guten ist. Da kann man auch nicht verstehen, warum er sich ihr immer wieder nähert und sie auch zu einigen Küssen verführen kann und dann aber immer wieder eine andere Ausrede hat, warum er das besser nicht getan hätte. Das strapaziert dann doch den geduldigsten Leser.

Nach einigen Wirren in beider Leben u.a. dem Tod einer wichtigen Person in Elisabeths Umfeld, der bevorstehenden Verlobung von Johann mit einer wohlhabenden Amtmannstochter und dem Ausbruch der Pest, wird der Roman dann doch einen befriedigenden Abschluss finden.

Erstaunlicherweise wird erst im Epilog enthüllt, wer der Dritte im Bundes des Paktes ist, allerdings gibt sich diese Person den anderen nicht zu erkennen und es bleiben noch einige Fragen offen, auf die wir dann wohl hoffentlich in der unvermeidbaren Fortsetzung eine befriedigende Antwort erhalten werden!
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am 20. November 2015
Das Mittelalter wird ganz nett verpackt.
Mit viel Fantasie wird eine Reliquiengeschichte erfunden,
die die Geisteshaltung der Zeit widerspiegelt.
Das Ganze mit einer huebschen Geschichte umgeben.
Das Buch gibt einen Einblick in die gut recherchierte Zeit.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 23. Juli 2015
Kurzweilig, spannend und mit interessanten Charakteren bestückter Mittelalterroman! Zusammen mit "Die Gewürzhändlerin" zu empfehlen für herrliche, entspannte Sommertage auf der Terrasse oder am Strand!
Ich habe sie in kürzester Zeit verschlungen...
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