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am 19. März 2015
Jan Weiler hat einen Roman geschrieben, der aufzeigt, wie sich eine moderne Talkshow entwickelt.
Ich will nicht verraten, wer genau dahintersteckt. Der Aufmarsch der Gladiatoren ist schon amüsant genug.
Etwa wie bei den 'glorreichen Sieben' erhalten die vier Helden eine sehr schwierige Aufgabe. Sie sollen die Aufmerksamkeit des Fernsehens auf sich ziehen um dort eine Lanze für die sozial Schwachen zu brechen.
Das gelingt ihnen, indem sie einen berüchtigten Wirtschaftsmanager entführen und diese Einführung als Druckmittel zu benutzen, um ausreichend Sendezeit zu erpressen.
Was nun folgt, ist eine herrliche Satire auf das Fernsehen, insbesondere auf Talkshows, wie jeder sie von Sandra Maisbrei, Frank Flachmann, Günther van den Guellen oder Anne Vilnich-Immer kennt. Sie zeigt uns aber auch wie Meinungsbildung heute funktioniert und dass gegen die vierte Gewalt die Wahrheit nicht die geringste Chance hat..
Zur Perfektion fehlt dem Roman die Streichung von etwa 20 %. Einiges wirkt als Wiederholung und somit ermüdend. In dieser Hinsicht hätte der Autor dem Fernsehen nicht so sehr nacheifern sollen.
Dennoch ein höchst amüsantes Buch, das ich jedem empfehlen kann, der weniger fernsehen will.
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am 9. April 2015
Alles Okay. Material und Zustand gut, Inhalt teilweise sehr langweilig und schleppend. Unnötige überbrückende Passagen. Andere Bücher vom Weiler sind bedeutend unterhaltsamer und besser.
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am 12. August 2015
Ich hatte keine Ahnung von Buch und Autor, lediglich "Maria ihm schmeckts nicht" als Film gesehen, naja ,nett, lustig ....sonst nichts. Und dann kommt dieses Buch mit einer derartigen Wucht aus Schicksalen und dennoch verbliebenem Humor. Ja -hat bei mir eingschlagen...im positiven
Sinne. Klar, die Hauptdarsteller sind kautzig und etwas abgedreht....aber eben auch Opfer unserer Gesellschaft, und der "Ich" -Erzähler tut mir richtig leid, er hat viel weniger falsch gemacht als ihm vorgeworfen wurde....Egal, wir sollen ja hier nicht die Story erzählen, daher: lesen ,es lohnt sich!!!
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am 16. Februar 2013
Ein Roman mit viel psychologischem Hintergrund, bei dem man die Handlung bildlich vor sich sieht.
Sehr realitätsnah! Jan Weiler hat damit einen sehr guten Roma geschrieben.
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TOP 1000 REZENSENTam 30. Dezember 2011
Dem Anderssein in dieser Gesellschaft wird häufig mit Ignoranz, Gleichgültigkeit und manchmal auch mit Bösartigkeit und Gewalttätigkeiten begegnet, was den Meisten wohl bewusst ist. Doch was soll's? Man selbst ist ja glücklicherweise nicht davon berührt. Und die Betroffenen halten still - noch. Was passieren könnte, wenn sie dies einmal nicht mehr tun, schildert Jan Weiler in seinem Roman bzw. Hörspiel Drachensaat. Vier Personen, die aufgrund ihrer Handlungen außerhalb der Gesellschaft stehen, finden sich in einer Klinik wieder, in der sie nach dem Wunsch des Psychotherapeuten Zens sich klarmachen sollen, dass nicht sie, sondern die Gesellschaft das Problem ist. Seine Behandlung funktioniert - doch völlig anders als von ihm geplant.
Ich kenne das Buch nicht, fand aber die Darstellung als Hörspiel (keine Lesung!) sehr gelungen. Die Charaktere ebenso wie die kleineren Rollen sind wunderbar besetzt, nicht zuletzt auch Jan Weiler als Erzähler Bernhard Schade, einer der Patienten. Ab ungefähr der Mitte des Buches spielen auch die Medien eine nicht unwichtige Rolle, deren Artikel von verschiedenen Personen vorgetragen werden. Diese Beiträge gehen direkt ineinander über, sodass man sofort erkennt, wie völlig gegensätzlich ein und derselbe Sachverhalt dargestellt werden kann.
Ein wirkliche empfehlenswerte 'Hörlektüre', das alles bietet: Ein durchaus ernstes Thema, das durch (nicht übertriebene) Überzeichnung auch amüsant und bis zum Ende spannend ist. Und vielleicht nimmt man die nächsten Nachrichten etwas skeptischer zur Kenntnis...
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am 2. Oktober 2008
... damit ist klar: Es handelt sich um eine fiktive Geschichte. Und doch wieder nicht, denn die Protagonisten, die wir in diesem Roman kennenlernen, sind uns aus den Medien bestens bekannt. Menschen, deren Handlungsweisen wir nicht nachvollziehen können, die wir für "bekloppt, irre oder kriminell" halten - eben die Drachensaat.
In Jan Weilers Roman erfahren wir über sie, was uns Presse und Fernsehen vorenthalten, und entwickeln sogar Sympathien oder wenigstens Empathie.

Jan Weiler spielt geschickt mit den Perspektiven. Und mit seinen Lesern. Denn wer sich gefreut hat, dass der altbekannte Benno Tiggelkamp das Szenario betritt und sich sicher wähnt, dass es schon bald den Schenkelklopfer gibt, wird enttäuscht. Nicht dass sich Benno geändert hätte - wir lernen nur einfach eine andere Seite von ihm kennen.

Das soll nicht heißen, dass es in diesem Buch nichts zu lachen gibt. Doch hier ist Weilers Humor feiner als in den vorangegangenen Werken und verlangt vom Leser eine Portion Selbstironie.

Im letzten Drittel des Romans stellt Jan Weiler sein herausragendes journalistisches Können unter Beweis, indem er die Story quer durch alle einschlägigen Medien interpretiert. Spätestens hier wird dem Leser klar, wie er tagtäglich in seiner Meinungsbildung manipuliert wird.

Die "Drachensaat" empfehle ich uneingeschränkt jedem weiter, der sich beim Lesen nicht nur hemmungslos amüsieren will, sondern auch etwas über unser Kommunikationsverhalten und unsere Urteilsbildung erfahren möchte.
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am 24. November 2008
Diese Geschichte beginnt eigentlich mitten im Leben. Menschen, die jahrelang neben ihren toten Angehörigen lebten, Briefträger, die jahrelang Post horten, Menschen, die auf einmal Stimmen hören - von solchen Fällen hat man zumindest schon mal gehört oder gelesen. Bemerkenswert ist, dass diese Personen eigentlich ziemlich normal sind und auch nicht unsympathisch. Zwar haben sie eine wahnwitzige Tat begangen, doch vorher waren sie unauffällig, wenn auch einsam - eben Briefträger, Sachbearbeiter, Architekten mitten unter uns. Doch ihnen ist gemein, dass die Gesellschaft sie zu Ausgegrenzten, Ausgeschlossenen, Gescheiterten gemacht hat. Sie alle haben im Leben versagt, obwohl sie nichts Schlimmes getan haben.

Nachdem das Hörbuch zu Beginn die Charaktere und ihre Lebensgeschichten vorstellt - und der Hörer sich nicht der Sympathie für sie erwehren kann, denn schließlich haben wir auch mit Michael Douglas in Falling Down sympathisiert, als er im Stau plötzlich durchdrehte - schwenkt die Geschichte im weiteren Verlauf um, nämlich als die Insassen ausbrechen, um ihren großen Plan, die neue, bessere Welt, zu verwirklichen.
Hier wird "Drachensaat" zur bitterbösen, brillanten Medien- und Gesellschaftssatire. Bemerkenswert gut gelungen ist Jan Weiler die Nachahmung der deutschen Medienlandschaft; so trifft er genau den jeweiligen Ton des Mediums, wenn er fiktive Beiträge aus FAZ, Bildzeitung oder ARD in die Story einbaut, die das Geschehen kommentieren.
Weilers Kritik an unserer Gesellschaft, an Politik und Zeitgeschehen kommt brandaktuell daher. In einer Zeit, in der Managergehälter, die klaffende Schere zwischen Arm und Reich, zwischen Hartz-IV-Empfängern und Eliten und die angestrebte Chancengleichheit in der Bildung tagtäglich kommentiert und diskutiert werden, könnte diese Geschichte nicht passender sein, denn sie kommentiert all dies, hält uns einen Spiegel vor. Das tut bisweilen weh, sehr weh, und ist in grandiose Dialoge und Szenen verpackt. Wir alle wünschen uns eine Welt, die besser, freundlicher, gerechter und gleicher ist - nur tun wir zumeist nichts dafür. Weiler lässt in einem gelungenen Szenario die Verlierer der Gesellschaft auf einen ihrer Gewinner, einen Topmanager, ein Aushängeschild der deutschen Wirtschaft treffen. Das Ergebnis ist realistisch und deprimierend zugleich.

Das Hörspiel aus dem Hörverlag bietet eine Reihe bekannter Stimmen, unter anderem den Autor Jan Weiler selbst als Bernhard Schade, Matthias Haase als Dr. Heiner Zens, Annette Frier als Rita Bauernfeind, Baki Davrak als Ünal Yilmaz, Andreas Grothgar als Arnold März und Hartmut Stanke als Dr. Martin Barghausen. In weiteren Rollen überzeugen Bodo Primus, Edda Fischer, Martin Bross und weitere. Alle Sprecher machen ihre Sache sehr gut, und das Hörspiel ist mit recht dezenten Geräuschen unterlegt, die dem ganzen den Eindruck und die Akustik eines Kammerspiels verleihen.

"Drachensaat" ist skurril, witzig und gleichzeitig traurig, schlau ausgedacht, hochbrisant und ein Muss für alle, die sich mit unserer Gesellschaft zum aktuellen Zeitpunkt auseinander setzen. Eine unbedingte Empfehlung!
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. Februar 2011
Vier psychisch auffällige Männer und eine psychisch kranke Frau (ich möchte sie nicht als Straftäter sondern eher als vier Unglücksraben und eine Verzauberte bezeichnen) werden nach und nach in eine abseits gelegene Privatklinik im Schwarzwald eingeliefert. Hier will ein (vermeindlicher) Psychiater/Psychotherapeut sie als Gruppe auf einen maximalen Handlungsexzess vorbereiten, nach dessen Durchführung sie als völlig gesundet ihrer Wege gehen dürfen. Nur leider entgleitet dem Therapeuten irgendwann die Gestaltungsmacht der Behandlung. Das Ganze endet schließlich in einem irritzigen Chaos.
Mit seinem Roman ist es Jan Weiler gelungen, die Pervertiertheit unseres Gesellschaftssystems und die Hilflosigkeit des nicht privilegierten Individuums manchmal ironisch, manchmal skurril und manchmal auch angsteinflößend zu beschreiben. Die tatsachenverfälschende, manipulative Macht der Medien wird ebenso bloßgestellt, wie deren zielgerichtetes Verdummungspotential und die Bereitschaft weiter Bevölkerungsteile, sich diesem Braindamashing wehrlos auszuliefern. Leider ist Jan Weilers Buch zwar manchmal überzeichnet aber dennoch nie reine Fiktion. Die Beschimpfungs-Talkshows der Privaten, das Dschungelcamp, Big Brother,DSDS, die Supernanny, die Einrichtungsfee, der Schuldenberater und andere Formate sind der real existierende Beweis für den von Weiler so skurril beschriebenen Verdummungsfaktor. Weilers Roman sollte Pflichtlektüre an allen weiterführenden Schulen im Bereich Sozialwissenschaft werden.
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am 7. Oktober 2010
Jan Weiler muss man nicht vorstellen. Spätestens seit sein "Antonio" das Licht der Welt erblickte, ist der Autor einer der bekanntesten deutschsprachigen Schriftsteller.

Doch die "italienischen Momente" sind ausgeträumt, kein lebenslustiger Südländer, sondern fünf von der Gesellschaft ins Abseits gestellte Charaktere stellt Weiler als "Drachensaat" ins Rampenlicht:
Bernhard Schade - Architekt mit gescheitertem Privatleben, Rita Bauernfeind - die dicke Frau die Luft isst, Ünal Yilmaz - wortgewandter Busfahrer mit Hang Gott und die Welt zu verklagen sowie der ängstliche Arnold März und der "unsichtbare" Benno Tiggelkamp bilden ein Quintett, dass, zusammengestellt von Dr. Heiner Zens, mit einer neuen Methode in einem abgelegenen Haus von ihrer psychischen Erkrankung geheilt werden soll.

Schon allein die weitere Vorstellung der einzelnen Gruppenmitglieder liest sich gewohnt locker, denn der Autor geschreibt sie mit eben dem skurilen Humor, den Weiler all seinen Hauptaktueren mit auf den Weg gibt. Die Ideen, mit denen er aus den "psychisch Kranken", Menschen mit einem Vorleben macht und ihre Wege bis zum Auslöser der Einweisung in eine psychiatrische Klinik beschreibt, sind einfach grandios, skuril und im positiven Sinne total verkorkst. Auch der weitere Therapieverlauf lies mich das ein oder andere Mal durchaus herzlich grinsen.

Ein genialer Schachzug dann zur Mitte des Buches: Ein Perspektivwechsel und später sogar ein Erzählstilwechsel, denn im weiteren Verlauf nutzt Weiler seine journalistischen Fähigkeiten um die Geschichte über verschiedene Presseartikel, die von dem Geschehen berichten, das vorher beschrieben wird, fortzuführen.

Das allerbeste: Jan Weiler schafft es, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, und gibt dem Leser ordentliche Nachdenkaufgaben mit auf den Weg und schafft es trotzdem unterhaltsame und komische Momente einzubauen.
Sicherlich ist "Drachensaat" ein ungewöhnliches Buch, was sowohl die Story, als auch das Thema angeht.
Ich kann allerdings nur Jedem empfehlen, sich auf dieses skurile und trotzdem so ehrliche und wahre Buch einzulassen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. März 2010
..Und dazu entführen sie einen ehemaligen Bankmanager. Diese Fünferbande ist nicht durch Zufall zusammen gekommen, sondern der Psychotherapeut Zens hat sie zu Forschungszwecken in seine Privatklinik verlegen lassen. Alle fünf haben scheinbar sinnfreie Taten begangen und sich dadurch einen Daueraufenthalt in verschiedenen 'Landeskliniken' verdient. Zuvor standen sie mitten im Leben als Architekt, Busfahrer, Postbote oder Büroangestellte. Als Ich-Erzähler fungiert Bernhard Schade, der sich im Bayreuther Operhaus eine Kugel durch den Kopf jagte, aber wichtige Gehirnregionen verfehlte.

Zens denkt nun, eine neue Zivilisationskrankheit entdeckt zu haben. Und seine therapeutischen Methoden sich durchaus unkonventionell. Da soll auch durch ein fiktive Entführung mit anschließender TV-Diskussion der Heilungsprozess eingeleitet werden. Nur dumm, dass die Patienten die Sache all zu ernst nehmen...

"Warum flippen nicht viel mehr Leute aus in dieser Gesellschaft? Warum nur bleibt alles so ruhig?"
Dieses Hörspiel hat es ihn sich. Schlagfertige, gesellschaftskritische Dialoge mischen sich mit humoristischen Einlagen von liebevoll 'gezeichneten' verschrobenen Figuren. Die Stimmen sind eindrücklich und gut aufeinander eingespielt. Ein Vergnügen dieser "verrückten" Geschichte zu folgen.

Dieses Hörspiel erinnerte mich vom Grundthema her an den Film "Die fetten Jahre sind vorbei".
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