Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ Matratzen Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle PrimeMusic Autorip longss17

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
17
4,1 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

"Wolltest du dich schon einmal trennen?" - "Ja sicher!" "Aber ich dachte, ihr liebt euch?" - "Tun wir doch auch!" Dieser Dialog zwischen der Enkelin Yvonne (Leonie Benesch), die die Fragen stellt, und ihrer Großmutter Anita (Senta Berger) spiegelt sehr gut das Paradoxon eines (langen) Lebens zu zweit. Es gibt Probleme und Krisen: Fred (Bruno Ganz) der ein erfolgreicher Geschäftsmann war/ist und viel reiste, hatte ein Verhältnis mit seiner Sekretärin. Seine Ehefrau Anita hat die Geliebte ihres Mannes damals im eigenen Garten mit Kuchen und Blumen empfangen und das Verhältnis endete kurze Zeit später. Auf der anderen Seite bindet eine Partnerschaft aber auch stark aneinander, so dass auch nur vorläufige Trennungen kaum vorstellbar erscheinen: Fred nimmt sich eine eigene Wohnung, als er von seinem Prostatakrebs erfährt, um "nachdenken zu können". Anita empfindet das als Zurückweisung und kämpft fortan um die eigene Selbstbestimmung, aber auch die Selbstbestimmung als Paar, wozu in ihren Augen auch die Begleitung bis zum Tod gehört.
Die Regisseurin Sophie Heldmann hat ihr Spielfilmdebüt, zu dem sie auch das Buch mitverfasste, um Initiationen, Abschiede und auf das Recht auf Selbstbestimmung hin angelegt. Während die Tochter von Anita und Fred, Karoline (Carina Wiese), heiratet, feiert die nun erwachsene Enkelin Yvonne ihr Abitur. Der Sohn Patrick (Barnaby Metschurat), der von einem entfernteren Ort mit dem Flugzeug zur Hochzeit anreist, führt ebenfalls ein ganz eigenes Leben. Allen gemeinsam ist die Selbstbestimmung des eigenen Lebens und trotzdem sind sie verstört, als Fred in der Nacht nach der Hochzeitsfeier ihnen gesteht, dass er ihnen nicht alles sagen muss, nur weil er ihr Vater ist, manches könnten sie getrost ihren Eltern allein überlassen.
Beeindruckend ist das Spiel mit Licht und Schatten, mit ausgefeilten Dialogen und sprechendem Schweigen, getragen durch das hervorragende Darstellerensemble, welches einem das Gefühl gibt, eine gewisse Zeit Teil dieser Familie zu sein. Die Dramaturgie ist nicht ganz so ausgefeilt, vor allem da das Ende dann doch überrascht und nicht unbedingt schlüssig, wenngleich im Sinne der Selbstbestimmung als möglich erscheint.
Ein stiller Film, der geduldiges Wahrnehmen verlangt und zum Nachdenken anregt.
Die Extras der DVD bieten neben dem Trailer auch ein Making-Of, das einige Hinweise von Regisseurin, Produzent und Darstellern zur formalen und inhaltlichen Gestaltung des Films enthält.
0Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juli 2011
Fred(Bruno Ganz) weiß genau was er will. Seine Ehefrau Anita(Senta Berger) kommt damit überhaupt nicht klar. Fred und Anita, das ist die Liebe eines Lebens. Auch wenn es bei Fred eine Geliebte gab und Anita andere Männer anschaute, so ist ihre gemeinsame Zeit doch das unverrückbare Kernstück ihrer beider Leben. Ihre erwachsenen Kinder, der Sohn Patrick(Barnaby Metschurat) und die Tochter Karoline(Carina N. Wiese) halten ihre Eltern noch immer für ein Traumpaar. Was die Kinder jedoch noch nicht wissen: Fred hat Prostatakrebs.
Anita kann die Krankheit Freds nicht in ihrem Leben unterbringen. Als sie merkt, dass Fred sich eine Wohnung einrichtet, um einen Raum zum Alleinsein und Nachdenken zu haben, wirft sie ihm vor: "Eine alte Frau hat das Recht, dass die Dinge bleiben wie sie sind." Doch Fred ist nicht mehr zu Kompromissen bereit. Entsetzt müssen Anita und die Kinder zur Kenntnis nehmen, dass Fred nicht bereit ist, sich einer Operation zu unterziehen. Damit zerbricht Anitas Weltbild und sie zieht aus dem gemeinsamen Haus aus. Aber das ist keine Lösung. Anita und Fred wollen keinen Scherbenhaufen zurücklassen, der einmal ihr Leben war. Sie arrangieren sich, um dem eigenen Leben den Stempel aufzudrücken...

-Satte Farben vor Schwarz- ist ein dramatischer, ergreifender Film. Doch Vorsicht: Sophie Heldman hat ihren Debutfilm in teilweise quälend schmerzhaften Bildern vom Stillstand der Zeit gefilmt. Handlungsarme Passagen, in denen sich klinisch kalte Bilder mit anheimelnd warmen Einstellungen abwechseln sorgen dafür, dass man sich nicht leicht in die Story von Fred und Anita einfühlen kann. Dazu sind Heldmans Schnitte, die oft in Versatzstücken schwarz ausgeblendet werden, ganz sicher gewöhnngsbedürftig. -Satte Farben vor Schwarz- muss man sich "ersehen" und "erfühlen". Der Film ist alles andere als leichte Kost.

Zu diesen kleinen "Schwierigkeiten" gesellt sich für Sophie Heldman der glückliche Umstand, dass sie für ihren Film Senta Berger und Bruno Ganz gewinnen konnte. Das Schauspiel dieser beiden Akteure ist unübertreffbar gut gelungen. Senta Berger; obwohl sie das überhaupt nicht gern hört, ist zur Zeit die vielleicht einzige "Große Dame" im deutschen Filmgeschäft. Wobei sie sich selbst niemals so bezeichnen würde. Von den Jahren in Hollywood über die Hauptrollen in Serien bis hin zu starken, deutschen Filmen, Senta Berger hat Mut zur Natürlichkeit und ist eine extrem ausdrucksstarke Schauspielerin. Ihr zuzuschauen ist ein Hochgenuss. Dazu Bruno Ganz beobachten zu dürfen, ist ebenfalls reines Zuschauerglück. Mit einem Augenzwinkern oder einem aufgesetzten Lächeln ist Ganz noch immer in der Lage dem Zuschauer komplexe Gefühlswelten mitzuteilen.

Wenn sie -Satte Farben vor Schwarz- in den Player befördern wartet kein einfacher Film auf sie. Gesellige, kurzweilige Unterhaltung dürfen sie für die 85 Minuten Spieldauer schon mal aus ihrer Erwartungshaltung streichen. Die sieht definitiv anders aus. Wer jedoch mit einem anspruchsvollen Drama mit Traumbesetzung und(meine persönliche Meinung) Schwächen in der Regiearbeit etwas anfangen kann, der dürfte mit Sophie Heldmans Film einen satten Treffer landen.
0Kommentar| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. August 2012
Vorsicht SPOILER:

...bin ich bei der Beurteilung des Endes dieses Films, zugegeben. Ich finde es nämlich schlicht empörend.
Ja, es mag überverwöhnte Menschen unseres westlichen Kulturkreises geben, für die die Diagnose "Prostatakrebs" Legitimation für einen weinerlich-larmoyanten Umgang mit dem eigenen Leben und der angeblich dadurch nicht mehr vorhandenen Perspektive auf ein paar schöne Lebensjahre sein mag. Dies könnte für den Mann, hier gespielt von Bruno Ganz (der für die Rolle nichts kann und gut spielt), Begründung genug sein, um sich aus dem Leben zurückzuziehen und schließlich Suizid zu begehen....wieso aber soll dies als Motiv für seine Frau ebenfalls herhalten? Weil es unter den genannten Umständen für die Beiden keinen "glücklichen" Sex mehr geben kann? Weil Sie, gespielt von Senta Berger mit beinahe stets dem gleichen leicht beleidigten Gesichtsausdruck, ihn nicht verlieren kann, da sie letztlich ohne ihn nicht atmen kann? Mir scheint das alles ein bisschen weit hergeholt, ein bisschen zu unvereinbar mit den beobachteten Lebensrealitäten anderer Menschen, die wie wilde um den Rest ihres Daseins auf dieser schönen Erde kämpfen, sobald sie eine lebensbedrohliche Krankheitsdiagnose erhalten. Oder die in sich spirituelle Kräfte entdecken und entwickeln, die es ihnen erlauben, sich von ihrem unaufhörlich plappernden Ego zu befreien, um im Augenblick immer wieder das Leben auskosten zu können, evtl. bis zum letzten.

Nach dem Willen der Regisseurin - die hier ja einen beachtlichen Erstling, der auch definitiv nicht schlecht gemacht ist und spannenderweise Kontroversen auslöst, die man natürlich als eine Qualität des Films ansehen kann, daher von mir immerhin noch zwei Sterne plus - sehen wir das Ehepaar bei einer letzten, beglückenden und befreienden Liebes- oder besser Geschlechts-Nacht. Was dann später kommt, hat für mich den Charakter eines unnötigen Suizids, der in Wahrheit viel schmerzhafter sein muss als hier dargestellt, und den einer Art "Witwenverbrennung" gleichzeitig, denn auch Ihr Leben ist nun angeblich nicht mehr wert, weitergelebt zu werden. Zuvor sehen wir Senta Berger, als eine Frau, die ihr Leben und ihre Kinder liebt, ihr Haus umsorgt und glücklich über das Gedeihen ihrer Sommerblumen ist....dies soll nun alles unwert sein? Der Kummer, der den Kindern überlassen werden wird? Über dem ganzen Film schwebt, tut mir leid dass ich das so sage, ein unerträglicher Geruch von Morbidität, Larmoyanz und egozentriertem Lebensüberdruss von Leuten mit Luxus-Problemen. Die Botschaft? Falls es eine gibt so habe ich sie nicht verstanden...oder aber ist es genau die?
11 Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. März 2014
Bruno Ganz ist ein wunderbarer Schauspieler und ich hätte diesen Film gerne gekauft, leider wiedermal keine Untertitel!!!
In Deutschland leben derzeit ca.15 Millionen Hörgeschädigte. Insgesamt steigt die Zahl der Schwerhörigen in den letzten Jahren stetig...
Trotzdem sind die deutsche Filme fast alle ohne Untertitel.
Traurig!!!

D.J
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Februar 2014
Der Film hat mir persönlich sehr zugesagt, guter Inhalt, der nachdenklich aber auch positiv stimmt. Die beiden Schauspieler Senta Berger und mein Lieblingsschauspieler Bruno Ganz exzellent in diesen Rollen, man lebt so richtig mit. Kann den Film nur bestens weiterempfehlen!!!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. April 2013
zweifelsohne ganz tolle Schauspieler und das hat mir Lust gemacht den Film zu sehen, der sehr inhaltsschwer und weniger humorvoll enhergeht, muss ja auch nicht sein mit dem Humor, dafür ist der Inhalt wohl zu schwer aber ich finde den Titel dann irreführend, denn die satten Farben vermisst man schon sehr in dem Film. Treffender wäre gewesen Nebelgrau vor Schwarz oder keine Farbe mehr vor schwarz oder so, da man halt die satten Farben, die den beiden Darstellern in diesem Film hoffentlich vergönnt waren, aber dem Puplikum vorenthalten werden, halt nicht zu sehen bekommt, sondern nur erahnen kann durch das Familienleben, den Zusammenhalt. Es ist halt vor dem endgültigen Schwarz schon sehr beklemmend das Nebenher,Gegeneinander und schließlich doch Miteinander und wenn es für den gemeinsamen Schritt in den Tod ist.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. April 2013
Starke Story, Super gespielt von den beiden Hauptdarstellern. Für mich ein Hoch auf die Liebe. Die Story hat mich persönlich noch lange beschäftigt und die Frage aufgeworfen , wie weit darf die Selbstbestimmung gehen?
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Oktober 2011
Das Thema ist ein sehr ernsthaftes. Darf man Sterben wollen? Peter Noll, ein Professor aus der Schweiz, hatte sich vor Jahren dafür entschieden und darüber ein Buch geschrieben.

Einen Krebs nicht behandeln. Vor dem Sterben noch Leben,nicht als Patient den Rest des Lebens verbringen, in Krankenhäusern, durch Therapien geschwächt.

Das ist eine denkbare Entscheidung.

Bei Peter Noll hat dies nicht nur deutlich mehr Tiefgang als in diesem Film, sondern es wird auch die Schattenseite nicht ausgespart. Eine tödliche Krankheit, die man nicht behandelt, macht irgendwann dann auch entsetzliche Schmerzen. Das wird im Film nur gestreift.

Mein Unbehagen, die Empörung betrifft den unmöglichen Schluss. Da wird suggeriert, mit Hilfe einer Überdosis Insulin könne man freundlich-friedlich hinübergleiten.

Wer jemals eine Unterzuckerung erlebt hat, weiss, dass dies ein ganz scheusslicher Zustand ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass man "friedlich" stirbt ist sehr gering.

"Durch eine Überdosis Insulin kommt es bei jedem Menschen zu unterschiedlichen Symptomen: Schwindelanfälle, Zittern, Sehstörungen, Schwitzen,Unwohlsein, Herzrasen, gestörtes Temperaturempfinden (extremes Kälte- oder Hitzegefühl, teilweise innerhalb von Minuten schwankend), Muskelzuckungen, Heißhunger, Leibschmerzen.
Je nach verwendetem Insulin (es ist von Insulinanaloga, also schnell wirksamem Insulin auszugehen), Höhe des Blutzuckerspiegels und Höhe der Insulindosis, dürften die ersten Symptome nach ca. 20-60min. aufgetreten sein. Diese Symptome werden sich dann bis zur Ohnmacht verstärkt haben. Ich denke, die Ohnmacht dürfte nicht vor 90-120min. eingetreten sein."Nach Eintritt der Ohnmacht bis zum Tod dürften sie schmerzfrei gewesen sein." nur ein einziges Beispiel aus der Debatte darüber.

Ich finde es vollkommen unverantwortlich, sich in diesem Punkt eine künstlerische Freiheit zu nehmen und kann diesen Film deswegen gar nicht empfehlen.
22 Kommentare| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Oktober 2013
>Also, ich finde den Film sehr ansprechend.......Freunde verzweifeln daran.
Es ist wie im richtigen Leben,,, was wir uns wirklich wünschen.............
ansehen!!!!!!!!!!!!!!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Juli 2013
Der Film erfordert geistige Mitarbeit und regt zum Nachdenken an, wie es wäre wenn man selbst oder ein Familienmitglied in der Situation ist.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

12,35 €
7,99 €
8,99 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken