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  • Frida
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Kundenrezensionen

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am 1. Januar 2005
Ich bekam die DVD eher zufällig in meine Hände und entschied mich aus Langeweile ihn einmal anzusehen.
Und dann begeisterte mich dieser Film so sehr wie schon lange keiner mehr zuvor. Ich war wirklich aufs tiefste beeindruckt und empfehle den Film an jeden Filmliebhaber weiter!!!
Was macht diesen Film so besonders?
Das war es was ich mich nach dem anschauen als erstes gefragt habe ... es sind wohl die großartige Mischung aus wunderbaren, erstklassigen Schauspielern [allen voran Salma Hayek, die Frida nicht nur spielte sondern verkörperte], die beeindruckenden Bilder & Farben, die wundervoll erählte Lebensgeschichte und schließlich die Filmmusik, die diesem tollen Film den letzten Schliff gab.
Ich glaube das sind genug Argumente um den Film zu kaufen, oder?
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am 5. November 2015
Frida Kahlo ,geb 1907 , kam schon mit einem Handycap zur Welt: Sie hatte einen sog Spaltwirbel, eine Fehlbildung der Wirbelsäule, die extreme Formen annehmen kann, Neugeborenen sind zum Teil nicht lebensfähig, zum Teilschwerstbehindert, bei Frida bestand eine Verkürzung und Verschmächtigung des rechten Beines. Sie trug schon früh Schuheinlagen zum Ausgleich der Beinlängendifferenz.
Ein schrecklicher Verkehrsunfall führt zu Verletzungen, die dazu führten, dass sie sich über 30 Operationen unterziehen musste und einen nicht unerheblichen Teil ihres Lebens (nach dem Unfall 2 Jahre!) in Gipskorsetts oder später solchen aus Stahlstangen und Reifen um den Leib und vor allem das rechte Bein, das etliche Mal gebrochen war. DerUnterleib und die Vagina waren von einer Stahlstange durchbort worden, sie erlitt mehrere Fehlgeburten,
Über ihrem Krankenlager befindet sich ein Spiegel, und sie beginnt zu malen. Ein großer Teil ihrer 144 Gemälde sind Selbstportraits, in denen sie sich weniger schön, mit Betonung der zusammengewachsenen Augen und eines Damenbartes und teilweise androgyn darstellt.
Nach 2 Jahren kommt sie wider Erwarten wieder ans Laufen, stellt in einer herrlich selbstbewußten Szene dem berühmten Wandmaler Diego Rivera (Alfred Molina) Bilder vor. Diego ist schon 2 mal geschieden 20 Jahre älter, mehr als einen Kopf größer und doppelt so schwer wie die zierliche Person, vor allem aber ist er ein Egomane, ein notorischer Schürzenjäger ( bei einer Party gibt er an, schon mit der Hälfte der anwesenden Frauen geschlafen zu haben). Aber er ist auchh eine faszinierende Persönlichkeit, Sozialist, malt seine Wandbilder für die Regierung nach der mexikanischen Revolution. Frida verführt eher ihn als umgekehrt, sie weiß vor der Heirat, dass sie ihn nie besitzen wird, dass er nie treu sein wird (er könne es physiologisch nicht, ärztlich bestätigt). Aber er verspricht ihr lebenslange Freundschaft und vor allem Loyalität:
Diego hat Erfolg, Frida malt nicht aus materiellen Gründen, sie malt in ihren Bildern sich selbst, aber zunehmend verfremdet, symbolisch ihr Leid in der Liebe und vor allem durch die immer wiederkehrenden Schmerzen und Operationen ausdrückd. Es entstehen Bilder, die manchmal schwach an Bosch, aber stärker an Dali erinnern, sie selber sieht sich nicht als Surrealistin.
Parallel zur Liebesgeschichte werden das Land Mexiko und die politischen Verhältnisse gezeigt. Ungeheure Farbenpracht, starke Farben, der blaue Hof in ihrem Elternhaus (für den Film aufwendig nachgebaut, das echte Haus ist ein Museum), farbenfohe Kleidung. Mexiko ist damals auch ein Zentrum der politischen Linken und von Künstlern, Trotzki fand bei dem Ehepaar Rivera Asyl nach der Verbannuung aus der UdSSR und hatte auch eine Beziehung mit Frida.
Untreu ist Rivera chronisch, aber den Bruch der Loyalität begeht er, indem er mit Fridas Schwester schläft. Frida trennt sich von ihm, sie bezeichnet ihren Unfall als zweitgrößtes, ihn als größtes Unglück in ihrem Leben.
Frida geht, nachdem sie früher in den USA gewesen waren, keinen Erfolg hatten, nach Paris, hat Affairen mit Männern und Frauen. Nach einem Jahr heiraten sie erneut.
Ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich, Unterschenkeamputation, Rollstuhl, Bettlägrigkeit. Die erste Ausstellung ihrer Bilder in Mexiko besucht sie, eine beeindruckend und rührend geschilderte Szene, im Bett liegend, in dem sie hereingeschoben wird und die Lobesrede Diegos unterbricht: "Halt die Klappe, Fettwanst!"
Frida Kahlo stirbt mit 47 Jahren, es heißt, an einer Lungenembolie.

Der Theater -und Filmregisseurin Julie Taymor ist mit Salma Hayek als Hauptdarstellerin (36 im Jahre 2002) und Koproduzentin ein großartiger Film über eine der größten Malerinnen, eine veletzte , verletzliche, aber auch selbstbewußte starke Frau und Revolutionärin gelungen. Hayek selber hat Kollegin Ashley Judd (persönliche Freundin) rekrutiert, auch andere Stars wie Antonio Banderas, Edward Norton und Geoffrey Rush arbeiteten zum Tariflohn, nicht für übliche Gagen in der 12 Mio $ Produktion.
Ein Oscar für die großartige Musik von Elliot Goldenthal und die Maske sowie eine Golden Globe- und Oscarnominierung für Salma Hayek 2003 waren der verdiente Lohn.

Ist der Film authentisch, eine korrekte Biographie? Ja, er ist eine Autobiographie nach den Tagebüchern von Frida Kahlo, so wie Frida sich selber sah, und aus Fridas Perspektive, gestaltet nach dem, was die Regisseurin und Salma Hayek in den Tagebüchern gesehen haben. Und eine bessere Darstellerin Fridas als Salma Hayek konnte nicht gefunden werden, Die Ähnlichkeit mit Frida ist auch dank der tollen Maske nicht frappierend, aber doch stark, und wahrscheinlich ist es Salmas bisher großartigste schauspielerische Leistung. In Selbstportraits sehen wir nicht selten Salma statt Frida, verblüffend, und von einem Kritiker als albern beschimpft. Aber Bilder, die aus einem Standbild von Hayek als Frida bestehen, das dann durch Salmas "Lebendigwerden" und heraustreten aus dem Bild aufgelöst werden, sehe ich als Ausdruck der Symbolik, der Authentizität in Fridas Augen, nicht Surrealität der Werke an.

"Frida" ist ein in wunderbaren kräftigen, reinen Farben am Drehort in Mexico (nicht City, sondern kleinerer Stadt, in der solche Farbenpracht noch unverfälscht und rein zu sehen ist, gedreht, mit ausgezeichneter Maske, traumhaft guten und mit Salma auch wunderschönen Hauptpersonen. Salma überzeugt als vielleicht 18jährige bis hin zur über 40jährigen und gezeichneten Frida, alle Facetten dieser großartigen Malerin, symbolischen Selbstportraitistin und Politaktivistin, in lebensfrohen glücklichen und vielen bitteren und schmerzhaften Stunden, Tagen und Monaten werden glaubhaft gezeigt. Und die Musik, Kompositionen des oscarprämierten Komponisten sowie bekannte mexikanische Stücke, das Lied "La Bruja" von Salma Hayek selber mit kräftiger, nicht perfekter , aber beeindruckender Inbrunst und Tonsicherheit gesugen, machen für mich aus "Frida" eines der BEEINDRUCKENDSTEN FILMISCHEN KÜNSTLERPORTRAITS , und vor Salma Hayeks Leistung (und fantastischem Aussehen) sowie vor ihrem persönlichen Einsatz für das Zustandekommen des Films muss ich den vielzitierten Hut ziehen.

Auf DVD 2 finden wir Extras wie Interviews mit der Regisseurin, dem Komponisten, der Maske, Ausstattung und dem großartigen Kameramann.
Hier ist manches mehrfach erwähnt, nicht alles wichtig, aber ich empfehle, die 2 Stunden Zeit zu investieren, und ganz besonders mit den Aussagen von Julie Taymor im Hinterkopf den Film ein zweites Mal noch mehr zu geniessen. Traumkino mit vielen mexikanischen Darstellern und überwiegend mexikanischer Filmcrew. Ein wahrhaftes Kunstwerk, ein grandioses Meisterwerk, ein wahrer hochkarätiger Diamant und eine Darstellung von Frida, die besser nicht sein könnte.. GROSSARTIG; SALMA HAYEK !

Doc Halliday
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am 26. Juni 2011
Frida Kahlos Bilder zählen zu den begehrtesten Kunstwerken der Welt. Als das New Yorker Auktionshaus Sotheby's im Sommer 2000 eines ihrer Selbstportraits aus dem Jahr 1929 für mehr als 5 Millionen Dollar versteigerte, war die Idee, Leben und Werk dieser mexikanischen Künstlerin für die ganze Welt zu verfilmen, längst geboren. Mehr als 10 Jahre dauerte es, bis die Entscheidung gefallen war, wer diesen aufwendigen Film drehen und die Hauptrollen darin spielen sollte.

Der Film zeigt, wie Frida nach einer Fehlgeburt im Ford- Hospital zu Detroit das Bild dieser Fehlgeburt malt. Nicht nur dieses Bild selbst, sondern wann und wie sie es gemalt hat, sagt viel über das Leben und den Intellekt dieser gepeinigten, aber stolzen Frau aus, deren Becken bei einem schweren Verkehrsunfall beschädigt worden ist.

Die Regisseurin Julie Taymor hat mit ihrer fast vollständig in Mexiko zusammengestellten Crew eine ***LOVE- STORY*** gedreht, die zeigt, dass auch Frieda ihre Affären hatte. Sie ist keine Ikone des Schmerzes mehr, die ihre Bilder nur gemalt hat, um vor den Erlöser zu treten. Der Film zeigt in authentischen Farben, wie die Mexikanerin mit ihrem Handicap lebt, unter Menschen, beim Malen, mit ihren Papageien, Fauen und Klammeraffen und ihren makabren Puppen und Terracotta- Figuren.

In fotografischer Hinsicht lässt sich kaum eine gelungenere Wahl für die Hauptdarsteller vorstellen als Salma Hayek und Alfred Molina. Salma Hayek sieht der folkloristisch "aufgeputzten" Ikone Frida wirklich zum Verwechseln ähnlich, und Alfred Molina spielt einen Diego Rivera, der mindestens zwei Gesichter hat. Edward Norton, der das Skript für diesen Film geschrieben hat, lässt in einer erbarmungslosen Szene als Rockefellers Sohn seine Schergen zeigen, wer der Stärkere ist. Sie meißeln Diegos Auftragswerk für das Rockefeller Center in New York von der Fassade, bevor es fertig ist.

Schön, wie Taymor und Norton die Einheit von Ort, Zeit und Handlung hier und da aufheben. Bilder, die erst später gemalt sind, erscheinen vorab als Visionen. Umgekehrt begleiten Bilder, die in der Vergangenheit gemalt sind und aus der Erinnerung heraus den biographischen Hintergrund erhellen, auf dem sie entstanden sind, Fridas späteren Lebensweg. So erscheint das Selbstportrait mit den kurzen Haaren von 1940 der Film-Frida schon 5 Jahre früher aus Wut und Protest über Diegos Seitensprung mit ihrer jüngeren Schwester Cristina. Umgekehrt stellt sich die Film- Frida 1929 mit mehreren Bildern bei Diego Rivera vor. Beim Anblick ihres ersten Selbstportraits von 1926 erinnert sich der Zuschauer daran, wie Fridas Vater es (im Film zuvor) seiner noch bettlägrigen Tochter ermöglichte, dieses Bild zu malen, indem er ihr eine Staffelei auf das Bett stellte, einen Spiegel unter die Decke hängte und ihr auch sonst alles an die Hand gab, was sie brauchte, und er versteht die Ironie, mit der sich Frida bei dieser Gelegenheit im Renaissance- Stil "adelig schlug". Andere Bilder scheinen direkt aus den Wechselfällen hervorzugehen, die sie erlitten hat, wie die beiden Fridas, ebenfalls nach der Scheidung von Diego in 1940 entstanden, ihrem vielleicht größten Gemälde, mit dem sie sich gleich zweimal in Überlebens- Größe verewigt hat, oder das oben erwähnte Henry Ford Hospital in Detroit 1932.

"Unerhört talentiert, begabt, eigenwillig, zäh und sehr feminin", so sollte sie zu sehen sein, die neue Frida, was nicht immer ganz gelungen ist, denn wie so oft, wenn Großproduzenten zufrieden zu stellen sind, gibt es auch Spielszenen dieser Art, wo sich die Schnappschüsse erübrigen und die Popcorn- Tüten knistern dürfen. Da stöhnt die Frida beim vorehelichen Sex, und Diego schießt einige Szenen später aus einer Laune heraus wüst und bacchantisch in die Luft. Das geht bis in die Auswahl der Bilder, die Taymor und Norton getroffen haben. Hervorgehoben wird Friedas Portrait ihrer jüngeren Schwester Cristina von 1928, ein sehr magisches Bild, das es bestimmt immer noch wert ist, entdeckt zu werden, unterschlagen ein Bild, das ein besonderes Licht auf Fridas Amerika- Aufenthalt wirft und beweist, das sie auch als Künstlerin und Feministin in Gringoland ihren eigenen Kopf hatte und keineswegs nur eine bequeme Begleiterin an des großen Wandmalers Seite war ( das Portrait für Mrs. Jean Wight aus dem Jahr 1931 ). Trotzdem zugreifen, denn eine bessere Frida- Verfilmung wie diese wird es so leicht nicht geben.
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am 2. August 2016
Ich frage mich, wie viel körperlichen und seelischen Schmerz ein Mensch ertragen kann???
Frida Kahlo hatte ein wirklich beeindruckendes Leben! Ein so starker Mensch, der nicht leicht aufgibt!
Besonders bin ich froh über den Fakt, dass ihr Mann das erkannt hat und zu ihr zurückgekehrt ist und zu ihr gestanden ist, zumindest am Ende ihres Lebens, wo sie auch jemand gebraucht hat. Ein anderer Moment, der sie wirklich verdient hat: ihre erste eigene Ausstellung.
Ein Mensch, der so viel Leid erleben musste und trotzdem immer nach vorne schauen konnte, ist ein Mensch vor dem ich verneige!
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am 22. März 2015
Frida war Grazie, Energie und Talent, die sich in einem der Wesen vereinigte, die meine Phantasie am meisten in Enthusiasmus versetzten. Diego und Frida waren Teil der spirituellen Landschaft Mexikos ... (Luis Cardoza y Aragon)
Gigantischer Film mit einer genialen Salma Hayek und wunderbaren Farben und berauschender Musik.
Ein echter Film Trip.
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TOP 500 REZENSENTam 27. April 2014
Frida Kahlo de Rivera ist wohl die berühmteste Mexikanische Malerin des Surrealismus. Dieser Film erzählt ihre Geschichte ihre Geschichte, die Geschichte eines harten Lebens, aus dessen Rückschlägen sie ihre Kreativität schöpfte.
Auch wenn man fast nichts über die Malerin weiß, kann man der Biographie sehr gut folgen. Ursache und Wirkung sind sehr klar dargestellt. Die Figuren haben alle ihre Ecken und kannten und Salma Hayek erkennt man als Frida kaum wieder.
Das Portrait einer starken Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und aus den Zitronen des Lebens Limonade macht. Ihr Mann betrügt sie? Sie betrügt ihn mit einer anderen Frau. Sie lieben sich, sie hassen sich sie heiraten, lassen sich scheiden und heiraten wieder.
Man mag zu Frida Kahlos Bildern stehen wie man mag, sie war eine starke Frau und eine außergewöhnliche Persönlichkeit, was dieser Film ganz wunderbar transportiert. Und auch wenn man mit Biographien nichts am Hut hat, ist der Film für sich immer noch eine sehr unterhaltsame Geschichte einer stürmischen Beziehung zweier Querköpfe.
Sehr gefallen hat mir, dass die Bilder der Künstlerin immer stimmig und passend in die Handlung eingefügt wurden, das machte den Film selber streckenweise surrealitisch, wie das Werk dieser Künstlerin.
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Frida, dritte von vier Töchtern, litt von ihrer Geburt (1907) an unter einem Spaltwirbel. Sie erkrankte als 6-jährige an Kinderlähmung und musste sich in der Folge lebenslang mit einem dünnen und schwachen rechten Bein plagen. Mit 19 Jahren wurde sie bei einem Busunfall dermaßen schwer verletzt, dass sie mit ihrem ganzen Leib in einem Gipskorsett liegen musste. Dabei bohrte sich eine Geländer-Eisenstange von hinten durch den Körper, perforierte Magen und Uterus und trat im Schambereich wieder aus. Sie brach sich einen Wirbel, das Schlüsselbein, einige Rippen, das Becken, erlitt 11 Frakturen im rechten Bein, einen zerschmetterten und abgebogenen rechten Fuß und eine versetzte Schulter. Infolge dieser Schäden wurde sie im Lauf ihres Lebens 35-mal operiert. Drei Schwangerschaften mussten abgebrochen werden.

Aber diese Frau verfügte über eine unglaubliche Vitalität, Liebe zum Leben und den Menschen und einen schier unfassbaren Willen. Obwohl sie ihr ganzes Leben lang von Rückfällen und extremen Schmerzanfällen geplagt wurde, obwohl sie sich oft monatelang in Krankenhäusern aufhalten musste, führte sie ein dermaßen frohes, erfülltes und reiches Leben, in welchem sie so viel bewegte, dass sie zur Legende, zur Ikone ihrer Zeit wurde.

Nur als Biografie, nur hart an den Aufzeichnungen der Frida Kahlo selbst und ihrer Zeitzeugen, konnte ein so unglaubliches Leben glaubhaft in einem zweistündigen Film skizziert werden - wie die Regisseurin Julie Taymor ausführte: Man hätte leicht 4 Stunden mit dem vorhandenen Material gestalten können. So entstand zwangsläufig ein Film, der vieles nur anreißt - aber auch eine nachzufühlende Wiedergabe der großen Liebe zwischen Frida und dem berühmten mexikanischen Muralisten Diego Riviera. Dabei ist es dem Team gelungen, in einer wirklich wunderschönen Art Szenenwechsel aus den Bildern der Künstlerin heraus zum Leben zu erwecken.

WER HIER NOCH NICHT MIT DER HANDLUNG KONFRONTIERT WERDEN MÖCHTE, SOLLTE BITTE DIE FOLGENDEN FÜNF ABSÄTZE ÜBERSPRINGEN.

Zwei attraktive Menschen, die nicht lange überlegen, wenn ein potentieller Partner reizt, führen alles andere als eine geruhsame Ehe. Dazu kamen die vielen äußeren Einflüsse - beide waren politisch aktiv, reisten viel, bauten, schrieben, machten Musik und tanzten, vor allem aber widmeten sie sich der Kunst. Ihre Beziehung entstand unter dem großen Versprechen Diegos, nicht treu, aber bis zum Ende aller Tage "loyal" zu sein.

Während eines alles andere als harmonischen US-Aufenthalts, der in einem Eklat mit Rockefeller - Diego hatte einen Lenin in sein Wandgemälde gemalt - und mit einem Abort Fridas gipfelte, verlangt Frida von Diego die Heimreise. Diego gibt unwillig nach; aber wieder zuhause bestraft er Frida, indem er ihre Schwester Christina schwängert. Frida erwischt die beiden auf dem Boden des Ateliers. Man mag "loyal" interpretieren wie man will, aber das war "jenseits der Linie". Frida verlässt Diego.

In der Phase der Trennung nehmen die beiden Trotzki und seine Gefolgschaft bei sich auf. Frida hat eine Affäre mit Trotzki. Der zieht aus, kurz darauf wird er zum Ziel eines Attentats. Sofort fällt zeitweise der Verdacht auf Diego. Frida kommt in Haft, um sie zu zwingen, Diegos Aufenthaltsort mitzuteilen. Doch Diego erreicht, dass sie freigelassen wird. Frida faulen die Zehen weg, der Fuß muss abgenommen werden. Diego bittet sie, ihn wieder zu heiraten.

Ihre Gesundheit verschlechtert sich weiter. Sie muss furchteinflößende Stützvorrichtungen und Korsetts verwenden, nimmt hochdosiert Morphium, ein Bein muss amputiert werden.

Schließlich stirbt sie, nachdem sie sich im Bett zu ihrer ersten eigenen Ausstellung in Mexiko hatte tragen lassen.

ENDE DER INHALTSANGABE

Offenbar harmonierte die Hauptdarstellerin und Produzentin (Salma Hayek, 36), die ja die treibende Initiatorin des Projekts war, hervorragend mit der Regisseurin (Julie Taymor, 50) - nicht nur hinsichtlich der Rolle, sondern auch in der Gesamtauslegung. Aber auch zwischen Frida und Diego Rivera (Alfred Molina, 49) stimmte ganz offensichtlich die Chemie.

Es ist der Produktion und insbesondere der Regisseurin Julie Taymor gelungen, wirklich große Talente zu vereinen, die wie geschaffen für ihre Rollen sind und in der genialen Mischung von Emotionalität, Einfühlungsvermögen und Intelligenz, über welche Frau Taymor verfügt, vorzüglich geführt werden.

Aber dieser Film bietet noch so viel mehr als die ergreifende Lebens- und Liebesgeschichte von Frida und Diego.

Da wäre zunächst die Kunst. In Form von Bildern, die zum Leben erwachen, sehen wir die Zusammenhänge zwischen den Werken und dem, was die Künstler beschäftigt - im Falle Fridas leider oft: quält. Fridas Malerei dürfte manchem an die Nieren gehen; aber welche Qualen musste sie erleiden, welche seelischen Schmerzen! Über ihre Kunst lässt sie den Betrachter mitleiden. Mitleid, das, wenn man es nicht verweigert, auch den Schlüssel zum Verständnis ihrer Gemälde bietet. Diegos berühmte Wandgemälde sind vermutlich massenverträglicher.

Wie schon erwähnt, ist in "Frida" die Kunst in ganz besonderer Weise in den Film integriert - oder der Film in die Kunst. Die Wechsel zwischen Stillstand und Bewegung, zwischen flachem Bild und Dreidimensionalität faszininieren.

Da wäre Mexiko. Die Menschen, die Städte, die Häuser, die Farben, das Leben. Eine Umgebung, die im Mexico City der 20er-Jahre noch so viel menschlicher und schöner war als heute in einer der schmutzigsten Metropolen der Welt - wobei natürlich schon wegen des Lichts nicht mehr in der Hauptstadt, sondern in einer gut erhaltenen Provinzstadt gedreht wurde. Die Eindrücke der Unesco-Denkmäler von Teotihuacan, Xochimilco und von Pueblas historischem Zentrum. Aber auch die Emotionalität, Warmherzigkeit und Lebensfreude der Menschen.

Da wäre die Musik. Die einfühlsamen Kompositionen Elliot Goldenthals, die historische Lieder harmonisch ergänzen, leidenschaftlich vorgetragen vor allem von Lila Downs und der betagten Chavela Vargas, die noch selbst mit Frida Kahlo befreundet gewesen war. Besonders ans Herz geht das Lied "La Bruja", von Salma Hayek selbst eindringlich interpretiert. Fast das gesamte Team wurde übrigens in Mexiko rekrutiert, die Auswirkung auf die Authentizität des Films ist grandios.

Natürlich die berühmte Architektur der Häuser Diegos und Fridas, vor allem aber der wunderschönen und weltbekannten "Casa Azul", dem Geburtshaus der Frida Kahlo und Wohnort des geliebten Vaters, dessen Atrium-Garten sozusagen den Rahmen für die Filmerzählung bietet.

Die als animierte Collagen gestalteten "Ausflüge" in die USA und nach Paris ersetzten nicht zuletzt wegen der Kosten - die unter 12 Millionen US-Dollar blieben! - das Drehen vor Ort, geben dem Film aber eine weitere künstlerische Perspektive und damit eine charakteristische Einzigartigkeit.

Besonderen Wert legte Frau Taymor auf das Licht. Immer wieder wird Farbe gezielt eingesetzt, mal als natürliches Licht im farbenfrohen Mexiko, mal als Gestaltung, mal in der digitalen Nachbearbeitung.

Ich hoffe sehr, den ein- oder anderen mit meinen Ausführungen angeregt zu haben, sich diesen Film, der - völlig unabhängig von seinen enormen Einspielergebnissen und den zahllosen Preisen - ganz sicher zu den wenigen ganz außerordentlichen Filmen überhaupt zählt, anzuschauen.

Mir lag eine 2-CD-Ausführung vor, die umfangreiche und m. E. hochinteressante Extras auf der zweiten CD enthielt. Siehe auch den hochgeladenen Scan der Cover-Rückseite. Es scheint auch Transfers in 2,35:1 zu geben - mir liegt eine entsprechende Hülle vor - aber leider habe ich kein Angebot gefunden; ebenso wenig eine Blu-ray. Jeder Mist wird auf Blu-ray transferiert, aber diese großartigen Bilder nicht - man kann es wirklich nicht verstehen.

Denn an "Frida" kann man sich nicht satt sehen.

Im Original 123 Minuten, Format 1,85:1 auf 35 mm Film, digital nachbearbeitet, DTS/DD (Quelle: IMDB)
Gesehen in Deutsch, 118 Minuten, Format 1,85:1 in SD, DD

jury 5* A0490 7.3.2011e 24 A
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am 13. September 2013
Frida Kahlo, ich hatte, zugegeben, nicht viel von ihr vorher gehört oder gelesen...Ich bin durch einen Bericht im Internet auf sie aufmerksam geworden und muß sagen, diese Person hat mich gleich fasziniert...Ihre Geschichte, Ihr Schicksal, Ihr Liebesleben, alles in einem paßt soviel Leid und Glück in ein so kurzes Leben hinein....Die Frau hat nie aufgegeben, hat das verwirklicht, gemalt, was ihr in den Sinn schien....Mir fällt außerdem auf, dass die Schauspieler den Originalen optisch sehr ähnlich sehn, wenn man alte Fotos mit dem Filmdarstellern vergleicht....Ein Lob an die Regisseurin ,der Hauptdarstellerin Salma Hayek und alle Mitwirkenden....Die Extras auf dieser DVD sind ebenfalls gelungen. Man erfährt soviel, so auch, dass die Geliebte tatsächlich in dem Film noch mitwirkt, als Greisin, uralt, aber authentisch und berührend...Ich werde mir den Film nochmal anschauen und , weil ich immer wieder was Neues darin entdecken will. Soviel Inhalt. Treue und Untreue, Glück und Leid, Erfolg und Mißerfolg, alles liegt so dicht in ihrem Leben zusammen...Und sie ist immer wieder aufgestanden, und als es gar nicht mehr ging, ließ sie sich in ihrem Bett zur Galerie tragen. Todkrank und dennoch ein Funke Humor zum Schluß ihres Lebens...Zu empfehlen ist auch der Soundtrack, mit all den tollen Liedern zum Film...
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am 1. Juli 2013
Dieser Film wäre nach meinem Erachten die beste Psychotherapie für Jammerlappen. Sehr überzeigend und erstklassig dargestellt wird in diesem Film die unzähligen Leiden der Mexikanerin "Frida". Trotz aller Niederschläge, aller Entsagungen und Widerwärtigkeiten, welche sich diese eigentliche Frohnatur in ihrem Leben stellen muss, behält sie ihre postive Lebenseinstellung. Der Knaller aber ist für mich die Musik, welche diesen Film begleiten. Sie ist schlicht fantastisch.
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am 7. Januar 2016
Mir haben die Bilder der Frida Kahlo nie so recht gefallen: sie hatten eine Schönheit, die mir nicht so recht eingegangen ist. Und dann waren auch immer diese .. hässlichen Bilder, die man so kannte. Mit diesem Film habe ich mich eingetaucht gefühlt in ein Leben voller Liebe, Schmerzen, Hoffnung. Mit diesem Film habe ich nicht nur die Künstlerin verstanden, sondern auch die Frau, die Politikerin und den leidenden Menschen - einen Teil unserer Welt in ihrer Schönheit und in ihrem Leid. Sehr empfehlenswert. Und die schönen Bilder und die schönen Kleider!!!
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