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am 14. August 2016
Kurz vorweg:
Ich hatte vor Jahren hier bereits eine Rezension verfasst, die lt. Amazon aufgrund eines technischen Defektes verschwunden ist. Es folgt darum ein Text, der mit dem ursprünglichen weitgehend identisch ist, aber für eine andere Seite aufbereitet ist. Als Interpretation (mit Spoiler) dürfte sie aber dennoch für dein einen oder anderen interessant sein.

Jules: Ja, ich hab über einiges nachgedacht.
Vincent: Worüber?
Jules: Über das Wunder, dessen Zeugen wir wurden.
Vincent: Dessen Zeuge du wurdest. Ich wurde Zeuge eines verrückten Zufalls.
Jules: Was ist ein Wunder, Vincent?
Vincent: Eine Tat Gottes.
Jules: Und was ist eine Tat Gottes?
Vincent: Wenn, ähm, Gott das Unmögliche möglich macht... (Jules lacht) ...aber die Nummer von vorhin kommt dafür nicht in Frage.
Jules: Hey Vincent. Siehst du nicht, dass es auf diesen Mist nicht ankommt? Du gehst da von was Falschem aus. Ich meine Gott könnte die Kugeln aufgehalten haben oder Coke in Pepsi verwandeln oder meine verdammten Autoschlüssel finden. Du beurteilst diesen Mist nach seinem Wert. Ob das, was wir erlebt haben ein Wunder ist, wie es sein sollte, ist für ein Wunder vollkommen bedeutungslos. Das einzige was wirklich zählt ist, dass ich die Hand Gottes gespürt habe. Gott hat sich eingemischt.
Vincent: Aber warum?
Jules: Tja, das macht mir auch zu schaffen. Ich weiß nicht warum. Aber ich kann nicht so weitermachen.
Vincent: Du meinst es also ernst? Du denkst wirklich daran auszusteigen?
Jules: Aus diesem Leben?
Vincent: Ja.
Jules: Auf jeden Fall.
Vincent: Verdammt. Was willst du dann tun?
Jules: Tja, genau darüber hab ich die ganze Zeit nachgedacht. Zuerst werde ich Marsellus den Fall darlegen. Dann werde ich einfach über die Erde spazieren.
Vincent: Was soll denn das schon wieder heißen?
Jules: Du weißt schon. Wie Caine in Kung Fu. Von Ort zu Ort gehen, Menschen treffen, Abenteuer erleben.
Vincent: Und wie lange hast du vor über die Erde zu spazieren?
Jules: Bis Gott mich dahin bringt wo er mich haben will.
Vincent: Und was ist wenn er das nicht tut?
Jules: Wenn es ewig dauert, werd ich ewig spazieren.
Vincent: Dann hast du dich entschlossen ein Penner zu werden.
Jules: Ich werde einfach Jules sein, Vincent. Nicht mehr und nicht weniger.
Vincent: Nein, Jules. Du hast dich entschlossen ein Penner zu werden. Genau wie all die anderen Stinker da draußen, die dich um Geld anbetteln. Pennen in Mülltonnen. Fressen, was ich wegwerfe. Es gibt eine Bezeichnung dafür, Jules. So was nennt man einen Penner. Und ohne einen Job oder Wohnung oder Zahlungsmittel wirst du genau das sein, Mann! Du bist ein verdammter Penner!
Jules: Siehst du, mein Freund. In genau diesem Punkt unterscheiden wir uns.

Entsprechend den Schächern am Kreuz
Die biblische Erzählung über die beiden mit Christus gemeinsam Gekreuzigten, von denen einer kurz vor dem Tode bereute und ins Paradies einging, hat seit je her das künstlerische Schaffen der Menschen inspiriert. Dafür dürfte einerseits der „Reiz des Verbotenen” ausschlag gebend sein, oder genauer das „Spielen mit dem Feuer”: jene Versuchung, sich so weit als möglich hinauszuwagen, Freiheiten auch jenseits gesellschaftlicher Normen in Anspruch zu nehmen, bei Gefahr aber stets wieder schnell auf sicheren Boden zurückgelangen zu können. Ein anderer Aspekt an den Geschichten über die Schächer behandelt die Frage, warum sich zwei Menschen aus ähnlichem Umfeld in beinahe identischen Situationen völlig unterschiedlich verhalten, so dass der eine das Heil trotz aller Widrigkeiten erlangt, der andere nicht.

Gerade zu dieser zweiten Fragestellung zeigt Pulp Fiction recht anschaulich, wie zwei Auftragskiller, beide erfolgreich in ihrem Milleu integriert, jeweils ihren Weg gehen.

Vincent Vega
Als zentrale Figur tritt nicht Jules Winnfield auf, dessen Bekehrung das leitende Thema des Filmes ist, sondern der letztendlich scheiternde Vincent Vega. Ihm sind neben dem Haupt-Erzählstrang zwei weitere Episoden gewidmet: die eine zur Zeichnung des Charakters und die andere als Rahmenhandlung seines Todes.

Vincent Vega und Marsellus Wallaces Frau
Der karriereorientierte Vincent Vega hat es weit gebracht. Als Handlanger einer gefürchteten Größe im organisierten Verbrechen darf er mit der Frau seines Chefs ausgehen, was zwar aufgrund dessen stadtbekannten Launen nicht ungefährlich ist, andererseits aber gesellschaftliche Türen öffnet. Dabei entpuppt sich das vermeintlich selbstbestimmte Leben, welches Vincent im eingangs zitierten Gespräch über Jules Bekehrung anpreist, bis ins Privatleben hinein als diktiert. Mut für das Abenteuer mit Mia Wallace verschafft er sich mit Heroin, wobei er sich als zahlungskräftiger Stammkunde seines Dealers zeigt. Der Abend selbst steht von der Wahl des Lokals über die Gesprächsführung bis hin zur Teilnahme an einem Tanzwettbewerb (und anschließendem Diebstahl des Pokals) fest unter der Regie seiner Begleitung. Selbst die Entscheidung, ob er das Risiko eines Seitensprunges eingehen soll, wird ihm abgenommen: Mia entdeckt sein Heroin und schnupft es in der Annahme, es handle sich um Koks, woraufhin er in Panik zu seinem Dealer fährt und diesen die Situation für sich bereinigen lässt.

Vincent Vega wird im Ganzen als skrupelloser Mensch dargestellt, der für Prestige und leibliche Genüsse buchstäblich alles zu tun bereit ist, aber dennoch nur ein kleines Rädchen im Getriebe der Interessen anderer bleibt.

Die goldene Uhr

Auf den ersten Blick scheint diese Erzählung mit Vincent Vega nicht viel zu tun zu haben.
Der Boxer Butch Coolidge hat seine besten Zeiten hinter sich und macht mit Marcellus Wallace aus, gegen eine ansehnliche Bezahlung einen Kampf zu verlieren, damit dieser an entsprechenden Wetteinnahmen verdient. Coolidge spielt jedoch ein doppeltes Spiel und gewinnt den Kampf (durch Totschlag seines Gegners), wodurch er sowohl das Bestechungsgeld als auch eigene Wetteinnahmen erhält. Gemeinsam mit seiner Freundin möchte er sich daraufhin absetzen, diese hat jedoch für den Umzug eine goldene Uhr einzupacken vergessen — ein für den Boxer sehr wertvolles Erbstück, das zu holen er noch einmal in seine alte Wohnung zurückkehrt.

Hier trifft er auf Vincent Vega, den er auf der Toilette überrascht und mit dessen vor dem WC abgelegten Waffe erschießt.

Im weiteren Verlauf trifft Coolidge an einer Straßenkreuzung auf Wallace, es kommt zu einem Kampf infolgedessen sie sich verletzt in ein Pfandleihaus zurückziehen, dessen Besitzer sie beide niederschlägt, in den Keller bringt und fesselt. Während sich der Boxer aus den Fesseln befreien und fliehen kann, wird Wallace von dem Ladenbesitzer gemeinsam mit einem Compagnon vergewaltigt. Butch Coolidge hält indessen auf der Flucht inne, wählt ein Katana aus den Waren des Leihaus und kehrt zurück in den Keller, Wallace zu befreien. Unter der Auflage, mit niemandem über diesen Vorfall zu sprechen und die Stadt für immer zu verlassen, lässt Wallace den Boxer daraufhin ziehen.

Zwar erzählt der Plot dieses Stranges auch ohne Vincent Vega eine abgeschlossene Geschichte in der ein Gauner seiner Strafe aufgrund einer selbstlosen Handlung entgeht, doch allein die Namensgebung deutet darauf hin, dass hier ein anderer Schwerpunkt vorliegt: Die goldene Uhr ist der Grund zur Rückkehr Coolidges in seine Wohnung und somit Ursache für den Tod Vincent Vegas. Dass dieser in der Episode selbst nur als Nebenschauplatz erscheint, unterstreicht die Unwichtigkeit des gefallenen Helden — er ist keiner Rede mehr wert.

Jules Winnfield
Über Winnfield ist nicht viel zu berichten, außer dass er die Gesprächsführung in Konfliktsituationen übernimmt und auch sonst reflektierter zu sein scheint, als sein Partner. Seinen Opfern gegenüber inszeniert er sich als eine Art biblischer Rächer, einen vermeintlichen Bibelvers (Hezekiel 25-27) zitierend, der so allerdings in der Heiligen Schrift nicht zu finden ist.

Zitat: „Der Pfad der Gerechten ist auf beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Gesegnet sei der, der die Armen der Barmherzigkeit und des guten Willens, die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit geleitet, denn er ist der wahre Hüter seines Bruders und der Retter der verlorenen Kinder. Und da steht weiter: Ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen meine Brüder zu vergiften und zu vernichten und mit Grimm werde ich sie strafen, damit sie erfahren, ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe!”

Nur einmal referiert er diesen Text, ohne sein Opfer anschließend zu töten, denn kurz nach seiner Bekehrung, gerät Winnfield in die Situation, selbst ausgeraubt zu werden. Der Räuber ist ihm allerdings unterlegen, so dass es für ihn ein Leichtes gewesen wäre, Vergeltung zu üben. Statt dessen überlässt er dem verdutzten Banditen sein gesamtes Geld. Nachdem Vincent Vega das nicht zulassen will und droht den Räuber zu erschießen, erklärt Winnfield das Leben des Räubers mit dem Geld losgekauft zu haben.

Seinen „Bibelvers” bringt er in dem Zusammenhang ein letztes Mal an und bemerkt dabei, dass ihn bis dato nur Todgeweihte zu hören bekamen. Hier jedoch lässt er den Banditen mit folgender Erklärung laufen: „Die Wahrheit ist: Du bist schwach und ich die Tyrannei der bösen Männer. Aber ich bemühe mich, Ringo. Ich verspreche, ich gebe das Beste was ich kann, um der Hirte zu sein.”

Die Läuterung (The Bonnie Situation)
Im wesentlichen beschreibt Pulp Fiction, wie Vincent Vega und Jules Winnfield für ihren Chef Marcellus Wallace einen mysteriösen Koffer zurückholen, der ihm von ehemaligen Geschäftspartnern unterschlagen worden ist. Der Inhalt des Koffers bleibt vor dem Zuschauer verborgen, nur einige Akteure im Film bekommen ihn zu sehen. Aufgrund eines selbstständigen inneren Leuchtens sowie dem Zahlenschloß mit der Nummer 666 kursieren über ihn eine ganze Reihe an Theorien.

Dreh und Angelpunkt des Films ist die Szene, in der die beiden Killer den Koffer aus den Händen der zwischenzeitlichen Besitzer zurückholen und diese dabei erschießen. Hier werden die Hauptpersonen eingeführt, die spätere Vergewaltigung des Marcellus Wallace (als Konsequenz/Strafe für seine Geschäfte?) angedeutet und vor allem findet das für die Bekehrung Winnfields ausschlaggebende Wunder statt: Vincent und Jules überstehen den Kugelhagel aus einem ganzen Magazin, welches aus nächster Nähe auf sie abgeschossen wird, unverletzt.

Während Vincent Vega dies als reinen Zufall ansieht, fühlt sich Jules Winnfield vom Hauch Gottes berührt und beschließt auf der Stelle, sein Leben zu ändern. Er verschont den letzten Überlebenden der Auseinandersetzung und nimmt ihn mit auf den Weg zu Wallace, wo er versehentlich von Vincent Vega im Auto erschossen wird.

Das Wunder alleine genügt zur Umkehr jedoch noch nicht und so folgt zunächst einmal die Beichte. (Natürlich nicht im wörtlichen Sinne, doch wird auch hier zur Reinigung von Schuld eine Autorität angerufen, die zuerst eine Buße auferlegt und dann die Absolution erteilt, indem sie durch die Beseitigung aller Spuren der Bluttat gleichsam von ihr losspricht. Wie bei dem echten Sakrament tritt die Wirkung dabei nur für den Reuigen, in diesem Falle für Winnfield ein.)

Mit der Leiche im völlig blutverschmierten Auto sind die beiden Gangster in höchster Gefahr entdeckt zu werden und verstecken sich vorerst bei einem Freund. Auf ihre Bitte um Hilfe hin, schickt Marcellus Wallace Mr. Wolf, einen sog. „Cleaner“, der die Spuren der Tat beseitigen soll. Dieser lässt die beiden den Wagen schrubben und mit Decken ausstatten, bis sie schliesslich selbst zur Reinigung mit einem Wasserschlauch abgespritzt werden. Sauber und neu eingekleidet fahren sie dann gemeinsam mit Mr. Wolf zu einem von ihm organisierten Schrottplatz, um das Auto und die Leiche zu entsorgen.

Von hier an trennen sich die Wege Vincent Vegas und Jules Winfields immer deutlicher. Erst frühstücken sie in einem Pub, führen dort den eingangs wiedergegebenen Dialog und werden wie beschrieben überfallen. Jules lässt den Räuber mit der Beute ziehen, kauft sogar dessen Leben frei und geht seines Weges. Vincent hingegen bleibt in seinem bisherigen Leben, führt wie dargestellt am Abend die Frau seines Chefs aus und wird ein paar Tage drauf erschossen.
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am 18. Dezember 2006
Habe lange darauf gewartet, und nun ist sie endlich erschienen. Diese

DVD-Fassung wird dem Film meiner Meinung nach endlich gerecht. Bis jetzt

war ich im Besitz der Tarantino Collection Fassung Erscheinungsjahr 2000,

wobei diese bildmäßig eher durchschnittlich ist. Dies hat sich jedoch mit

der neuen Collectors Edition deutlich verbessert. Eine hohe Bildschärfe,

ausgewogener Kontrast, feine Detailzeichnung und ein hoher Schwarzwert

präsentieren ein insgesamt stimmiges und tolles Bild. Der Ton kommt dem

Bild nicht ganz gleich, ist jedoch insgesamt sehr solide.

Die Sprachverständlichkeit ist hoch und ohne Makel, und die Musik wird

überwiegend über die Surroundkanäle ausgegeben. Wobei besonders diese

eine der Stärken des Films ist, und für ein schönes Ambiente sorgt.

Na und über den Film selbst muss man nicht mehr viel sagen, einfach nur

absoluter Kult und Tarantinos Glanzstück. Hätte auch 6 Sterne gegeben.
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am 5. Juni 2006
Wir haben uns diesen Film ohne irgendwelche Erwartungen angesehen, wir kannten damals auch Tarantino nicht,am anfang waren wir etwas irritiert doch am Ende waren wir baff!!! wir saßen erst mal ein paar Minuten nichts sagend vor der Glotze. Am nächsten Tag haben wir uns den Film nochmal reingezogen.

Es ist ein Film den man sich immer und immer wieder ansehen kann. Ich habe ihn bestimmt 20-30 mal gesehen und es ist immer wieder ein Genuss.

Die Art und Weise wie der Film aufgebaut ist, diese geilen, kleinen, witzigen Dialoge und Diskussionen über nebensächliche Themen, bizarre Situationen....einfach köstlich.

Dieser Film ist ein Meilenstein der Filmgeschichte und ein absolutes muss für jeden Film Fan.
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TOP 500 REZENSENTam 19. Januar 2016
Los Angeles: Vincent Vega und Jules Winnfield holen für ihren Boss Marsellus Wallace früh morgens eine schwarze Aktentasche mit geheimnisvollem Inhalt aus einer Wohnung ab. Drei Jungs, die ihnen dabei im Weg stehen, lassen ihr Leben. Die Killer machen sich mit einem vierten Jungen als Geisel auf den Weg ins Hauptquartier. Doch als das Auto über eine Straßenerhöhung schaukelt, erschießt Vincent aus Versehen die Geisel. Um den blutverspritzten Wagen zu reinigen, machen die beiden einen Abstecher zu Jules‘ Freund Jimmie, wo auf Befehl vom Boss ein Spezialist für schwierige Aufträge zu ihnen stößt: The Wolf...

Doch dies ist nur ein kleiner Teil der sich zu einem gewaltigen Gesamtkunstwerk aufsummierenden Ansammlung von Short Storys. Über “Pulp Fiction“ noch irgendetwas wirklich Neues zu erzählen erscheint unmöglich. An Tarantinos clever verzahntem Episoden-Film schieden sich seinerzeit die Geister und Gemüter, doch heute ist er ein Stück Popkultur und ein moderner Klassiker. Generationen von Kinogängern und Couchpotatoes wurden dank Quentin Tarantino und John Travolta mit cleveren Sprüchen und interessanten Dance-Moves versorgt.

Vor allem der Einsatz von Brutalität wurde immer wieder heftig kritisiert. Zwar gibt es deutlich gewalttätigere Werke als "Pulp Fiction", aber selten kam es so plötzlich zu so drastischen Momenten und selten wurden diese so beiläufig und selbstverständlich serviert wie hier. Ebenso selten wurde daher ein Film auch so innig gehasst und geliebt wie dieser. Doch auch Jahrzehnte nach seiner Entstehung fasziniert diese Fülle genialer Momente, die fast alle unvergesslich sind, aber nicht den Film überstrahlen, der oft kopiert aber nie erreicht wurde.

Extras der Blu-ray: Neue Interviews mit den Darstellern John Travolta, Samuel L. Jackson, Rosanna Arquette, Eric Stoltz, Tim Roth und Amanda Plummer (43:01 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; "Fakten über die Fiktion" (20:37 min), ein paar Nobodys diskutieren über “Pulp Fiction“; Dokumentation "Pulp Fiction: Die Fakten“ (30:32 min); Sechs geschnittene Szenen mit Einleitung von Tarantino (insgesamt 24:42 min); Hinter den Kulissen (10:49 min); Featurette zum Produktionsdesign (6:23 min); Siskel & Ebert "At The Movies“ – "The Tarantino Generation“ (16:01 min); Independent Spirit Awards mit Tarantino, Michael Moore und Samuel L. Jackson (11:29 min); Szenen vom Cannes Film Festival (5:20 min); Interview mit Quentin Tarantino bei der "Charlie Rose Show“ (55:28 min); Trailer (2:35 min); TV Spots (5:12 min); Fotogalerien; Trivia Track; Direktzugriff zu den Soundtrack-Songs
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am 7. Mai 2007
Da der Film in den letzten 13 Jahren schon Kultstatus bekommen hat, brauche ich meines erdenkens den Film nicht großartig erläutern. Der Film gewann 1994 beim Cannes Film Festival die "Goldene Palme" und Quentin Tarantino schließlich den Oscar® für das beste "Originale Drehbuch", was bei einem "Low-Budget-Movie" natürlich für den Film spricht.

Kommen wir also lieber zur DVD:

Das Zusatzmaterial gibt wirklich vieles her.
Zusätzlich zum einzelnen Film hat man die Möglichkeit, diesen mit einer Zusatzfunktion namens "Interaktive Insiderinfos" abzuspielen.
Der Film wird also mit einer Art interaktiven Untertitel abgespielt, dem man unendlich viele Informationen entnehmen kann. Es verlangt zwar ziemlich hohe Konzentration, die ganze Zeit den Untertitel zu lesen, aber das ist es alle male wert. Man erfährt vieles über die Entstehung des Scriptes und der einzelnen Szenen, über die Schauspieler und vieles mehr.
Sehr empfehlenswert.

Auf der 2. DVD sind folgende Futures geboten:

# Pulp Fiction Fakten - Original Dokumentation
# Zusätzliche Szenen (z.B. Kameraszene zwischen Vincent und Mia, Szene bei Monster Joes Schrottplatz..)
# Hinter den Kulissen
# Das Produktionsdesigne von Pulp Fiction
# Interview mit Quentin Tarantino in der Charlie-Rose-Show
# Siskel und Ebert "at the Movies" - die Tarantino-Generation
# Interview bei den Independent spirit Awards
# Cannes-Film Festival - Dankesrede für die "Goldene Palme"
# Kinotrailer und TV Spots
# Bildergallerie: Requisiten, Erinnerungsstücke, Pulp Fiction Kinoplakate, Oscar®-Kampagne

Mein Tipp: KAUFEN!
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am 20. März 2015
Legendärer Film, absolut guter Kauf, die Qualität
Ist super genauso wie das Audio, wer diesen Film noch nicht gesehen hat sollte das unbedingt tun, hört man ja öfters, hast den Film nicht gesehen...dann hast was verpasst meistens is es dann doch nich so berauschend aber Pulp Fiction ist ein wirkliches muss einfach nur sehr gut, gleich noch die Musik SOUNDTRACK CD dazu gekauft und das alles ohne Fan zu sein
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. Januar 2007
Hier noch groß etwas über Inhalt und Qualität des Filmes zu sagen, wäre als würde Eulen in ein Athen tragen, in dem sich die Leute vor lauter Eulen nicht einmal mehr an der Nase kratzen können. Pulp Fiction ist der beste und einflussreichste Film der Neunziger und hat fast eine ganze Generation Filmfans sozialisiert. Umso seltsamer, das mittlerweile jeder Film mit annähernd großem Budget auf Special-Edition-Doppel-DVD veröffentlicht war, Pulp Fiction aber nur als lumpige Einzel-DVD mit oberflächlichen und spärlichem Bonusmaterial, auf der man die Untertitel in der Originalfassung zudem angeblich nicht ausblenden konnte (ich konnte sie hingegen auf meinem 2003er Daewoo-Player einfach über die Subtitle-Taste der Fernbedienung abschalten, hat das sonst mal einer probiert?).

Doch damit ist nun Schluß, denn die Collectors Edition enthält den Film in Deutsch, Spanisch und Englisch, optional mit Untertiteln und reichlich Bonusmaterial (laut DVD über drei Stunden), dem der Spagat zwischen filmhistorisch-wissenschaftlicher Betrachtung, die mittlerweile ja mehr als gerechtfertigt ist, und Unterhaltung.

Disc 1 enthält neben dem Film die Möglichkeit, die Songs des Soundtracks direkt anzuwählen und ein Feature namens "Interaktive Insiderinfos". Dahinter verbirgt sich eine Untertitelspur, die während des Films allerlei Hintergrundwissen vermittelt oder den Blick auf verborgene Details lenkt. Obwohl mitunter zuviel bekannte oder schon an anderen Stellen schon erwähnte Infos geliefert werden, ist dies ein ungeheurer Mehrwert. Wenn der auch Untertitel nicht auf dem neuesten Stand ist (er wurde vor der Veröffentlichung von "Kill Bill gemacht" und bezieht keine Querverweise in diese Richtung ein), erhalten selbst Menschen die den Film ein Dutzend Mal gesehen haben und auch mit der Literatur über den Film vertraut sind hier noch neue Informationen, zum Teil aus dem Originaldrehbuch. So erfährt man beispielsweise, wer Vincent Vega den Wagen zerkratzt hat, wem die Waffe in Butchs Küche gehört, warum Mr. Wolf um halb acht Uhr morgens schon einen Smoking trägt und dass eine Adrenalinspritze ins Herz bei einer Überdosis tatsächlich gar nicht hilft.

Auf der zweiten Disc finden sich zwar keine neuen Beiträge, dafür wurden Beiträge aus den Neunzigern sehr liebevoll und sorgfältig zusammengetragen, die neben dem puren Informationsgehalt auch eine Zeitreise in das Jahr 1994 bieten. Ausnahme ist die halbstündige Dokumentation Pulp Fiction - The Facts von 2001, die sich nicht brilliant, aber informativ mit der Enstehungsgeschichte des Films auseinandersetzt und Macher wie Darsteller zu Wort kommen lässt.

Elementar sind natürlich die zusätzlichen Szenen, zu denen Quentin Tarantino selbst eine Einführung spricht und jede einzelne Szene vor ihrem Beginn kurz kommentiert und erzählt, warum er sie gekürzt oder komplett rausgeschnitten hat. Dem leidenschaftlichen Schnellsprecher zuzuhören ist manchmal ein größerer Gewinn als die fünf Szenen selbst. Im einzelnen:

- eine verlängerte Szene vom Heroinkauf Vincent Vegas, bei der Lance einen Monolog hält.

- das berühmte Camcorder Interview von Mia mit Vincent, das sie mit ihm führt, bevor sie zum Essen fahren. Eine interessante Szene, die in den USA schon auf dem Video erschienen war und eingefleischten Fans daher bereits geläufig ist.

- eine verlängerte Taxi Szene mit Butch und Esmeralda, die keine neuen Erkenntnisse bringt.

- Mr. Wolfs Begegnung mit Monster Joe und das erste Aufeinandertreffen mit Raquel. Diese Szene galt eigentlich als verschwunden, nur Standfotos bewiesen, dass sie gedreht wurde. Umso bemerkenswerter, dass sie uns nun endlich zugänglich gemacht wird. Sie ist auch die wertvollste Ergänzung, da wir mehr über die Beziehung zwischen Raquel und Winston Wolf erfahren und die folgende Szene in einem anderen Licht erscheint.

- eine verlängerte, sehr gute Szene vom Essen im Jack Rabbits Slims, in der Mia Vincent von ihrer Zeit in Amsterdam erzählt.

Dann folgt ein standardmäßiges hinter den Kulissen, in denen, der mit einer Videokamera gefilmte Bruce Willis eine nahezu prophetische Eingabe hat. "In den nächsten 5 Jahren wird jemand mit so einer Kamera einen Film für 60.000 Dollar machen, der dann 100 Millionen einspielt." Wow, der Mann hat 1994 tatsächlich das "Blair Witch Project vorhergesehen. Es folgt ein solides Interview mit den Ausstattern des Films, bevor mit "Siskel & Ebert at the Movies - The Tarantino Generation" ein echtes Highlight folgt: In ihrem 16 minütigen Special diskutieren Amerikas bekannteste Filmkritiker enthusiastisch, fundiert und informativ über die Geschichte und Wirkung des Films. Man muss diese beiden Männer mittleren Alters in ihren Kragen und Pullundern einfach gesehen haben, sie sind schweinecool.

Ebenfalls brilliant: Der Beitrag von den Independent Spirit Awards, in dem Tarantino von Michael Moore interviewt wird und sich beide an geschmackslosen 90er Klamotten überbieten. Besonders witzig: Während des Interviews gewinnt der Film in der gleichzeitigen Preisverleihung eine Auszeichnung nach der anderen. Ebenfalls grandios: Tarantinos Beavis und Butt-Head Imitation.

Auch ein fünf minütigen Ausschnitt aus Cannes ist zu sehen, in dem Clint Eastwood dem Film die goldene Palme verleiht und im Publikum "Skandal"-Rufe laut werden.

Einem guten und umfangreichen Interview (55 Minuten!) aus der Charlie Rose Show folgen 5 Trailer aus 5 Ländern, 13 TV-Spots aus Amerika, 8 (überaus umfangreiche)Fotogalerien und knapp zwanzig Zeitungsartikel.

Die Bildergalerien (Kinoplakate, Hinter den Kulissen, Photoshooting, Produktionsbilder, Anzeigen, Drehortsuche, Produktionsdesign, Requisiten) zeigen allerdings zahlreiche Bilder, die sich überschneiden oder schon in anderen Extras gezeigt wurden. Besonders interessant ist hier die Galerie "Requisiten und Erinnerungsstücke" mit Details der Red Apple Päckchen und den Speisekarten von Jack Rabbit Slims, sowie dem Pulp Fiction Spiel und Auszügen aus dem französischen Pulp Fiction Comic.

Die Zeitungsartikel sind leider ausschließlich auf englisch und auch zimelich klein gedruckt. Hier wäre vielleicht ein PC-Feature angebrachter gewesen.

Doch abgesehen von diesen einzelnen Kritikpunkten, hat man hier eine mehr als würdige DVD geschaffen, auf die man so gut eigentlich gar nicht mehr zu hoffen gewagt hat. Ihr größter Verdienst ist dabei, dass sie den Zuschauer noch einmal die Möglichkeit gibt, dieses Meisterwerk mit neuen Augen zu betrachten und er sich an das Gefühl erinnern kann, das er hatte, als er "Pulp Fiction" das allererste Mal sah.

Und das allein ist mindestens die 18 Euro wert.
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am 25. August 2002
Natürlich ändert sich auch bei der DVD-Version nichts daran, dass "Pulp Fiction" ein genialer Film ist. Bild- und Tonqualität sind in Ordnung und einige der Extras durchaus interessant und/oder witzig. Doch zwei Dinge, für die mir das Verständnis fehlen, seien erwähnt: erstens befindet sich auf der CD-Hülle die mit Abstand mieseste Zusammenfassung einer Filmhandlung, die mir je begegnete (der Autor hat wohl nur das letzte Drittel des Films gesehen - und dieses nicht kapiert). Zum zweiten will mir nicht in den Sinn, warum wieder mal "rechtliche Gründe" dazu beitragen, dass unser Filmvergnügen eingeschränkt wird: warum wird es uns nicht gestattet, die Originalversion ohne Untertitel zu sehen? Gott sei Dank ist mein Englisch so schlecht, dass ich sowieso auf die Untertitel zurückgreifen würde.
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am 21. August 2016
Ja, keine Sorge, ich habe den Film verstanden, auch wenn es nicht allzuviel zu verstehen gibt.
Was in den meisten Rezensionen hier angepriesen wird, sind ja diese Zeitsprünge und Handlungsstränge, die dann von Tarantino "virtuos" zusammengeführt werden...
Ich frage mich nur, warum Tarantino die einzelnen Episoden nicht einfach chronologisch abgearbeitet hat, der Mehrwert für den Zuschauer bei diesen Zeitsprüngen ist nämlich gleich null. Es spielt überhaupt keine Rolle, in welcher Reihenfolge die Episoden gezeigt werden, für Spannung oder Verwirrung sorgt das bei mir jedenfalls nicht. So innovativ ist das nun wirklich nicht.
Die Dialoge sind teilweise ziemlich cool, die Gewaltszenen haben mich auch erfreut (vor allem die Szene im Auto), ich liebe ja schwarzen Humor.
Es ist nicht so, dass ich über die zweieinhalb Stunden nicht unterhalten wurde, aber noch einmal muss ich den Film nicht sehen.
Ja, ich weiss, die intertextualen Verweise zu anderen Filme blablabla - schön und gut, das schätze ich auch meist sehr, aber das kompensiert für mich nicht das Fehlen einer halbwegs interessanten Handlung. Eine solche zu bieten war wohl auch nicht die Absicht des Films.
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am 21. Juli 2015
Pulp Fiction ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme! Quentin Tarantino hat hier ganze Arbeit geleistet. Die Dialoge, vor allem, als Jules Winnfield den Kleinganoven Brett, erschießt, sind einfach nur Kult: (Der Spruch ist einfach nur "Göttlich...)

"Ezeqiel 25/17 The path of the righteous man is beset on all sides by the inequities of the selfish and the tyranny of evil men. Blessed is he, who in the name of charity and good will, shepherds the weak through the valley of darkness, for he is truly his brother's keeper and the finder of lost children. And I will strike down upon thee with great vengeance and furious anger those who would attempt to poison and destroy my brothers. And you will know my name is the Lord when I lay my vengeance upon thee."

Aber, es ist wie bei vielem Anderen auch; entweder man liebt ihn, ober man hast ihn...

Über den Inhalt schreibe ich hier mal nichts. Zum Einen ist er ja bestimmt allgemein bekannt (wer den Film noch nicht gesehen hat, besitzt leider eine Bildungslücke...) und zum Anderen möchte ich nicht großartig Spoilern.

Das Steelbook ist zwar schlicht gehalten, aber der schwarze Hintergrund "veredelt" das Ganze ein klein wenig. Der hässliche FSK 16 Aufkleber ist ohne Probleme zu entfernen.

Bei der Bildqualität muss ich sagen: WOW! - Sattes Schwarz, guter Kontrast, kaum Rauschen, sehr scharfes Bild. - Gelungen!
Bei der deutschen DTS-HD 5.1 Tonspur gibt es ebenfalls nix zu meckern.

Das Paket kam innerhalb von zwei Werktagen, mit sehr guter Verpackung, bei mir an.

Alles in Allem bin ich rundum zufrieden und vergebe daher gerne meine 5 Sterne. - Hoffe, ich konnte helfen.
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