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Kundenrezensionen

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am 10. November 2007
Während "Vol.1" mit viel Action- und Splatterszenen aufwartet, beschreitet "Vol.2" einen ganz anderen Weg: Man lernt nach und nach die verschiedenen Charaktere kennen, Bill bekommt ein Gesicht, die Braut einen (vollständigen) Namen und es geht um einiges ruhiger als in Teil 1 zu (epische Außmaße wie in einem Italo-Western). Auch wenn die japanische DVD-Fassung von "Vol.2" ab 18 freigegeben ist, bietet sie nicht mehr Gewalt als in der normalen Version, sondern nur ein paar kurze zusätzliche Schnitte auf die Umgebung und einzelne Personen.
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am 22. Februar 2006
Zunächst einmal eine klare Feststellung: Teil 2 unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von Part 1.
Sowohl die Kampftechniken als auch die Landschaftsaufnahmen sind bei beiden Filmen bewusst unterschiedlich gemacht.
Beim ersten Teil kommt eher die asiatische Schwertkunst zum Vorschein; beim Nachfolger wird eher auf die brutale, amerikanische Weise mit Fäusten und Tritten gekämpft.
Wenn man beim Part 1 noch eher das Städliche von Japan zu sehen kriegt, geht es beim Finale in die weiten Landschaften der Berge und schließlich nach Mittelamerika.
Außerdem ist Volume 1, um es so auszudrücken, um einiges blutiger als der Nachfolger, was aber nichts über die Qualität auszusagen hat.
Ich muss sagen, dass ich schon einige Rachefilme gesehen habe und zum Teil haben sie mir auch recht gut gefallen (z.B. The Punisher), aber KEINER ist mit diesem Zweiteiler auch nur annähernd zu vergleichen.
Schon alleine wegen der grandiosen Kameraaufnahmen sollte dieses Kunstwerk von Q. Tarantino Hochachtung bekommen.
Ich würde empfehlen, beide Filme zu mindest zweimal anzusehen, damit man alle Details im Hintergrund erfassen kann.
Sogar die blutigsten Szenen gestaltet Tarantino mittels einmaliger Einfälle und selbst choreographierter Kampfeinlagen zu einem Geniestreich.
Volume 2 alleine zu bewerten ist eigentlich nicht sehr klug, genau so wenig wie nur einen Teil davon gesehen zu haben.
Daher sollten diese beiden Filme als ein Werk aufgefasst und behandelt werden.
Für alle, die noch nicht in den Genuss gekommen sind, diese beiden Filme zu sehen, kann ich nur sehr empfehlen, dies zu tun.
Ein meiner Meinung nach unangetastetes, epochales Meisterwerk mit einer genialen Uma Thurman, die sich monatelang durch hartes Training vorbereitet hatte.
Es ist keine billige Kopie der zahlreichen japanischen Kampffilme; nein, es basiert auf einer eigenen Idee von Tarantino mit ganz unabhängigen Aufnahmen.
Die Story ist zwar zugegebenermaßen etwas flat, aber was daraus gemacht wurde, ist umso erstaunlicher.
Für mich eines der besten Werke aller Zeiten!
Kann ich nur allen Filmkennern und -freunden empfehlen!
Darf in keiner guten DVD Collection fehlen!
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am 3. August 2004
Beatrix Kiddo's Racheodyssee geht weiter und schlägt im Vergleich zum ersten Teil ganz andere Töne an. Während sie im ersten Teil in einem Bruce Lee Trainingsanzug mit ihrem Hattori-Hanzo-Schwert reihenweise Gegner tötete, muss dieser krass übertriebene Splatter langen Dialogen weichen.
Der zweite Teil fängt wie der erste in der Kapelle an aber dieses Mal sehen wir alles aus einer völlig neuen Perspektive und als komplette Sequenz. Man darf jetzt nicht denken, dass Kill Bill Vol. 2 ein ganz anderer Film geworden ist. Das Hauptthema Rache ist geblieben und ihr Ziel Bill zu töten geht in die entscheidende Runde. Nachdem sie im ersten Teil O-Ren Ishii (Lucy Liu) und Vernita Green (Vivica A. Fox) getötet hat, sind noch drei weitere Gegner geblieben: Budd (Michael Madson), Elle Driver (Daryl Hannah) und Bill (David Carradine). Mit diesen drei neuen Hauptfiguren und den veränderten Schauplätzen ändert sich auch die gesamte Atmosphäre des Films. Während der erste Teil eine Hommage an das Exploitationkino und italienische Giallo-Thriller der 70er Jahre ist, zollt Tarantino in Kill Bill Vol. 2 nun Tribut an den Spaghetti-Western. Wurden im ersten Teil die von Yuen Wo-Ping perfekt choreographierte Schwertkämpfe bewundert, müssen diese im zweiten Teil vielen dialoglastigen Szenen wie in Pulp Fiction weichen. Eastern-Fans kommen dennoch, dank einer Rückblende, in den Genuss Martial-Arts-Ikone Gordon Liu als Mönch Pai Mei in Action zu sehen. Für mich war die Ausbildung von Beatrix Kiddo zu Black Mamba der absolute Höhepunkt von Kill Bill.
Erstmals hat Bill, den wir bis dahin nur als Stimme aus Vol. 1 gekannt haben, seinen großen physischen Auftritt. Nach der Meinung von David Carradine, den besten Auftritt seiner Karriere. Uma Thurmans Darstellung als Braut und besonders an der Seite von David ist grandios. Der Dialog am Ende mit Bill war Klasse aber was mich noch mehr beeindruckt hat, war als Beatrix ihrer kleinen Tochter Bebi (Beatrix-Bill) gegenüber stand und diese ihre Mutter zum Duell mit Spielzeugpistolen herausgefordert hat. Die Menschlichkeit und Verletzlichkeit in dieser Szene hat Tarantino perfekt eingefangen. Michael Madson nach Reservoir Dogs wieder mit Quentin vereint, spielt Budd (Bill's heruntergekommenen Bruder) sehr gut, kommt aber an die geniale Darstellung von Mr. Blonde aus Reservoir Dogs natürlich nicht ran. Daryl Hannah als Elle Driver macht ihre Sache super und man hält sie wirklich für ein hinterlistiges Miststück. Sie liefert sich einen genialen Kampf mit der Braut. Gordon Liu als Mönch Pai Mei beweist warum er bereits jetzt eine Eastern-Legende ist und sein Auftritt wird lange in Erinnerung bleiben obwohl hier einiges nicht gezeigt wurde, was man vorher auf Bildern sehen konnte. Der Auftritt von Michael J. White wurde leider komplett herausgeschnitten, was ich sehr schade fand. Ich hätte gerne mehr vom Kampf gegen Bill erfahren. In einem kurzen Cameo sehen wir sogar Samuel L. Jackson als Orgelspieler.
Die Musik ist neben den genialen Dialogen und der packenden Atmosphäre das Herzstück von Kill Bill Vol. 2. Sie wurde von RZA (WuTang Clan) und Tarantino-Kumpel Robert Rodriguez geschrieben und produziert. Sergio Leones Haus- und Hofkomponist Ennio Morricone, welcher mit mehreren Titeln auf dem Soundtrack vertreten ist, trägt dazu natürlich auch einen großen Teil bei. Jedes Kapitel wird von der Musik perfekt untermalt und dies zeichnet Tarantino seit Reservoir Dogs aus. Er versteht es mit der Musik den Zuschauer wie kein anderer zu fesseln. Man kann stellenweise viele Parallelen, im positiven Sinne, zwischen Tarantino und Leone erkennen.
Fazit:
Da ich Spaghetti-Western und besonders Sergio Leone liebe, hat mir der zweite Teil ein bisschen besser gefallen als der abgedrehte Erste. Hätte die Produktionsgesellschaft Tarantino nicht zu dieser Zwangstrennung gezwungen, dann wäre Kill Bill sicherlich ein wahres Meisterwerk geworden. So haben wir einen sehr guten Film gesehen, den man aber wie bei Herr der Ringe nicht als individuellen Film, sondern als Teil eines Epos sehen sollte. Wenn man sich Kill Bill Vol. 1 + Vol. 2 hintereinander ansieht, dann sieht man sich keinen Film sondern ein Kunstwerk auf Celluloid an. Die langen Dialoge waren ein Genuss für meine Ohren. Seit Sergio Leone's "Es war einmal ein Amerika" hat mich kein Film so beeindruckt, gefesselt und faszieniert. Wer den ersten Teil allerdings nicht kennt, wird der Braut nicht folgen können.
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am 14. Januar 2007
Beatrice geht in die zweiten Runde. Jene die den ersten Teil nicht sahen, werden mit der Story vertraut gemacht. Eine Braut, deren Hochzeitsgesellschaft getötet wurde, ist auf dem Rachefeldzug nach den Verantwortlichen.

Diesmal steht Bills Bruder Budd als erster auf Beatrice Liste. Doch hier läuft sie in eine fatale Falle. Die Situation die daraus entsteht, gewährt dem Zuschauer zunächst eine Rückblende über Beatrice's Werdegang. Dann meistert sie die gestellte Aufgabe in bekannter Manier und verfolgt einem Terminator gleich ihr altes Ziel. Doch Budd ist inzwischen selber einer Ungeschicktheit zum Opfer gefallen und Beatrice muss gegen die einäugige Elli antreten. Zwei Samuraischwerter kreuzen die Klingen.

Das letzte Kapitel gilt Bill. Doch der konfrontiert sie mit der gemeinsamen Tochter und der Film erhält erneut eine überraschende Wendung. Die offene Rechnung zwischen Bill und Beatrice ist zu groß um durch freundlichen Smalltalk beglichen zu werden. Nur einer wird den Raum lebend verlassen.

Kill Bill Volume 2 gehört zu den weniger Filmen, wo der Teil 2 deutlich besser ist als Teil 1. Die Story von der rächenden und um ihr Kind beraubten Braut wird geschickt und reißerisch in Szene gesetzt. Die Handlung wechselt zwischen den Genre schneller als der Zuschauer manchmal zu folgen vermag. Hervorragende schauspielerische Leistung von Uma Thurman.
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am 9. Mai 2004
Ich kann überhaupt nicht verstehen wie man den Film als öde oder überflüssig bezeichnen kann! Die Story, die von vielen in der ersten Hälfte von Kill Bill vermisst haben wird in der zweiten Hälfte perfekt nachgeliefert! Tarantino-typische geniale Dialoge, die in keinster Weise überflüssig oder öde sind, sensationelle Schauspieler, vor allem Uma Thurman stiehlt ihren Kameraden die Schau, jedoch wissen der überaus coole Bill und Budd auch zu überzeugen! Die Action kommt auch nicht zu kurz (es kann nicht immer 88 Japaner geben die der Braut an die Wäsche wollen)! Wenn man den Film versteht und sich drauf einlässt ist er ein perfektes Meisterwerk des Maestros QT! Abschliessend will ich noch hinzufügen das Kill Bill Vol. 2 AUF KEINEN FALL als Fortsetzung gesehen werden darf! Kill Bill ist EIN Film der einfach in der Mitte geschnitten wurde! ALso als EINES betrachtet ist der Film kaum zu überbieten, höchstens von Pulp Fiction ;)
Wenn sie Kill Bill Vol. 1 gesehen haben, unbedingt zuschlagen!! Es lohnt sich!
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am 30. August 2004
... erlebt man in diesem Film. Auch wenn man eigentlich den 2ten Teil nicht vom ersten trennen sollte, da es ja an sich ein Film ist. Ist es doch sehr schwierig die beiden Filme als einen zu bewerten, da sie einfach unterschiedlicher nicht sein könnten. Wo der erste Teil doch eher auf Tarantino untypische Sachen wie schnelle Schnitte und rasante Kämpfe setzte, so setzt der zweite Teil wieder auf die altbekannten Sachen wie stylische Dialoge und skurile Charaktere. Wem schon Reservoir Dogs, Pulp Fiction und Jackie Brown gefiel der wird mit diesem Film seine reinste Freude haben.
Leuten denen nur der erste Kill Bill gefiel, und die sonst mit seinen Filmen nicht viel anfangen konnten rate ich aber ab ihn gleich zu kaufen. Denn er ist seinen früheren Werken viel ähnlicher als seinem Vorgängerfilm.
Ich war mit ihm allerdings vollaufst zufrieden. So ist Tarantino doch einer der wenigen Regisseure der es schafft abgehalfterte Schauspieler wieder zu Höchstleistungen anzutreiben und seinen Filmen einen solch tollen Soundtrack zu geben, wie es in der Neuzeit nur wenige Filme haben.
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TOP 500 REZENSENTam 23. November 2016
Irgendwie ist es albern, diesen Film, den ja doch jeder kennt, noch besprechen zu wollen. Und auch die Tatsache, daß Kill Bill EIN Film sei, ist hinlänglich verbreitet worden. Und doch, allenthalben heißt es, der erste Teil sei der bessere und Teil zwei wäre demgegenüber abgefallen. Ich hoffe sehr, irgendwann wird ein Director's Cut (also Teil 1 & 2 zusammengeschnippelt) helfen, den wahren Geniestreich Tarantinos zu verdeutlichen.

Zweifellos ist Kill Bill ein hervorragender Actionfilm. Doch das Außergewöhnliche daran ist, dass er entgegen unseren Sehgewohnheiten rückwärts funktioniert. Eigentlich beginnt er mit dem bzw. den Showdowns, deren zwar noch etliche folgen, die sich aber stetig abschwächen, anstatt sich zu steigern. Die Handlung bzw. die Begründung für die 'Eskalation' wird erst später geboten, wenn der Zuschauer auch tatsächlich wissen will, was da wohl passiert sein mag.

Und es funktioniert: Während man sonst gelangweilt eine Pseudohandlung über sich ergehen läßt, um dann immer heftigere Actionkaskaden bis zum Showdown am Ende des Films sprichwörtlich zu er-"warten", hat man hier keine Ahnung, wie der Film wohl endet - obwohl der Titel "Kill Bill" von der ersten Minute an nie einen Zweifel ließ.
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am 13. März 2005
Kill Bill stellt für mich ganz klar den derzeitigen Höhepunkt von Tarantinos Karriere da. Der Film ist genau das geworden was er werden sollte: ein Revengemovie-Italo-Western-Verschnitt und eine Homage an das Hongkong-Kino und die Shaw Brothers Filme gleichermaßen. Wer auch nur einen Hauch Interesse an alten Kung Fu oder Martial Arts Streifen hat, der muss diesen Film lieben. Während Vol1. vor allem durch die knallharte Action und hervorragende Choreographien zu beeindrucken wusste geht Vol. 2 mehr in die Tiefe und bedient sich der Charaktere die man in Vol. lieb gewonnen hat. Das ist gleichzeitig Tarantinos Tribut daran einen Film zu schaffen, der das asiatische und europäische Kino gleichermaßen zu einer Einheit verbindet. Für westliche Kinobesucher mag es vielleicht ein wenig verwirrend sein eine Frau als knallharte Actionheldin zu erleben, die sich ohne Gnade den blutdurchtränkten Weg zu ihrem Ziel schnetzelt, für das asiatische Kinopublikum ist dies jedoch ganz normal. Ja Tarantio führt im Making Of sogar selbst sein filmisches Zitat für Kill Bill auf: Princess Snowblind.
Doch was macht ausgerechnet Vol. 2 so sehenswert? Ganz einfach: Man verbringt Zeit mit den Charakteren, die einem im Laufe von Vol. 1 ans Herz gewachsen sind. Genau wie in Pulp Fiction liegt der Focus nicht auf der Action, sondern im Wortwitz, den unzähligen Filmzitaten und dem Tarantinoverse, das man leider nicht ohne auszuschweifen kurz erklären könnte. Tarantino hat es auch in Vol. 2 wieder einmal auf virtuose Art und Weise verstanden Filmszenen derart mit Musikkompositionen zu verquicken, dass man quasi jeder Szene ein bestimmtes emotionales Moment zuordnen kann bzw. sich immer wieder an diese Szene erinnern kann. Die Dialoge des Films sind hervorragend durchdacht und wissen immer durch sprachliche Finessen zu überzeugen. Und das der Film eine erstaunliche Tiefe hat lässt sich sehr leicht an einen Beispiel nachweisen. Kurz vor der furiosen Kampfszene zwischen Beatrixe Kiddo und Elle Driver wird Budd von einer Schlange gebissen, die Elle anstatt dem versprochenen Geld im Kopfer versteckt hat um an Budds Hattori Hanzo Schwert zu kommen. Budd wird also scheinbar nicht wie geplant von Beatrixe gekillt um ihre Rache zu erfüllen. Trotzdem wird Budd auf ihrer Todesliste durchgestrichen. Und warum. Ganz einfach es ist eine filmische Methapher oberster Güteklasse. Budd wurde von einer "Black Mamba" gebissen und der Spitzname von Beatrixe ist "Black Mamba". Und dann hat der Film zwei hervorragende Doppelrollen, was aber nur die Wenigsten bemerkt haben werden. So spielt Gordon Liu ( bekannt aus Die 36 Kammern der Shaolin welch Zufall ) nicht nur den Anführer der Crazy 88 sondern auch den charismatischen Pai Mei ( eine Figur aus alten Kung Fu Streifen, gegen die er in anderen Rollen ironischerweise gekämpft hatte ). Und dann der Hammerauftritt von Michael Parks als Esteban bzw. in Vol. 1 als Texas Ranger. Eine größere Leistung kann ein Schauspieler wohl nicht vollbringen als diese beiden Extremen.
Tarantino Filme sind und bleiben sicherlich Geschmackssache. Die einen lieben sie und die anderen hassen sie. Dazwischen ist wohl kaum etwas möglich, dennoch kann man den Film nicht einfach abtun wie jeden anderen wenn man ihn nicht mag. Denn das er filmisch eine wegweisende Wirkung wie damals Pulp Fiction hatte ist nicht von der Hand zu weisen. Wer Tarantino Filme nicht mag mag halt kein Independence Kino und sollte weiterhin oberflächliche Hollywood-Blockbuster ansehen. Dann wird man jedoch solch Meisterwerke wie Kill Bill Vol.1 und 2 verpassen.
Bleibt abschließend noch zu sagen, dass Vol. 2 noch perfekter und tiefgängiger als Vol. 1 ist und wohl den besten Filmscore seit langen vorgelegt hat.
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am 30. Oktober 2004
Nachdem sich die Uma Thurman in Kill Bill 1 auf geradezu absurde und schauerliche, in der Filmgeschichte aber sicherlich einmalige Art und Weise durchgemetzelt hat, durfte man sehr gespannt sein, ob in Teil 2 das Massaker weitergeht - aber Tarantino wäre nicht Tarantino, hätte er nicht stets eine Überraschung parat.
Und so geht die Ermordung der drei noch verbleibenden Rivalen Budd (Michael Madsen), Elle (Daryl Hannah) und Bill (David Carradine) im Vergleich zu Teil 1 recht unspektakulär vonstatten. Der Film ist wie gewohnt brilliant und zynisch, von der ersten bis zu letzten Minute, und Fans des legendären Tarantino-Humors kommen voll auf ihre Kosten.
Wer hofft, dass in Teil 2 der Vergeltungsrausch und das blutige Gemetzel weitergehen, wird enttäuscht sein - wer einfach ein gutes, tarantinospezifisches Finale erwartet, wird den Film lieben. So oder so sollte man ihn sich ansehen, da Teil 1 ohne die Fortsetzung im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur eine halbe Sache ist.
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am 12. Mai 2004
Nachdem die Braut im ersten Teil in einer Orgie aus Blut und Gewalt die Mitglieder des Viper Assassination Squad dezimiert hatte, stehen noch 3 Namen auf ihrer Liste. Da sind einmal Budd (großartig gespielt von Michael Madsen), Elle Driver (Daryl Hannah) und natürlich Bill. Die erste Szene des Films blendet zurück zur Wurzel des Rachefeldzuges, dem Massaker in der Kirche. Danach ist klar warum nun die letzten Namen von ihrer Liste gestrichen werden sollen. Als erstes soll Bud dran glauben. Der ist mittlerweile zum Rausschmeisser in einer Tittenbar heruntergekommen, haust in einem Wohnwagen und ahnt das nahende Verderben: „Diese Frau hat ihre Rache verdient. Und wir verdienen es zu sterben" erwidert er Bill, als ihn dieser auf die drohende Gefahr aufmerksam macht. Dennoch gibt er nicht auf und es folgen die brutalsten Szenen des Films, in denen die Braut lebendig begraben wird. In Rückblenden erfahren wir, wo die namenlose Killerin ihre Kampffertigkeiten erlernt hat. Was noch folgt ist ein Kampf zwischen Daryl Hannah und Uma Thurman, der ganz eindeutig den feuchten Träumen Jugendträumen Quentin Tarantinos entsprungen ist. Toll inszeniert mit makaber-überraschendem Ausgang markiert er einen Höhepunkt des Films. Überraschend verläuft auch die Begegnung mit Bill. Allerdings nicht, weil er oberfiese Tricks auf Lager hat, sondern weil man ihn von einer unerwartet freundlichen, ja sanften Seite kennen lernt. Richtig irritierend, ja tragisch gleitet der Film dann seinem unausweichlichem Ende zu.
Kill Bill Volume 2 ist ein unverkennbarer Tarantino Film. Cool und gewalttätig, gespickt mit großartigen Dialogen. Die Charaktere werden nicht nur schwarz-weiss gemalt. Auch die Fieslinge vereinen sowohl gute als auch bösartige Seiten in sich und gewinnen dadurch Profil und Tiefe. Vergleicht man Kill Bill mit den anderen Werken des Regisseurs, zeigen sich Parallelen vor allem mit „From dusk till dawn". Allerdings unter umgekehrten Vorzeichen. Während dieser von einem relaxten Road Movie nach der Hälfte in einen gewalttätigen Vampirfilm kippt, verläuft der Handlungsstrang bei Kill Bill genau umgekehrt. Beginnend mit einem Gemetzel der ersten Klasse dreht er im 2. Teil in eine fast zeitlupenhafte Begegnung mit den Charakteren und deren Vergangenheit. Die Verschachtelung der Szenen wurde gut gelöst, wenn auch nicht so genial wie in Pulp Fiction. Der Film hätte ein Geniestreich werden können. Verhindert hat das die Geldgier der Produzenten, die eine Aufspaltung in 2 Teile wollten. Dadurch wirkt der Bruch in der Hälfte aufgesetzt und der Film kann seine einzigartige Dramaturgie nicht richtig zur Geltung bringen. Aber man kann ja noch auf einen Director's Cut hoffen ...
Das Casting ist dominiert von den Lieblingsdarstellern Tarantinos. Uma Thurman scheint die Rolle der brutalen Rächerin auf den Leib geschneidert. Kaum eine andere Schauspielerin würde darin ähnlich glaubhaft wirken. Michael Madsen als heruntergekommener Schläger Budd ist genauso gut besetzt wie David Carradine als psychopatischer Chef des Viper Assasination Squad.
Fazit: Volume 2 ist ein würdiger Abschluss. Wer allerdings einen Actionkracher wie den ersten Teil erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht sein.
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