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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
14
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am 20. Februar 2012
Und wieder einmal präsentiert Kinowelt unter seinem Label Arthaus eine neue, exklusive DVD-Reihe mit dem Titel "Arthaus Retrospektive", in welcher zu Unrecht in Vergessenheit geratene Meisterwerke der Filmgeschichte das Licht der Silberscheiben-Welt erblicken sollen.
Eines dieser Meisterwerke ist Tonino Valeriis ("Mein Name ist Nobody") viel zu selten gezeigter Italo-Western "I giorni dell'ira" von 1967, ein Highlight des Spaghetti-Genres mit Lee Van Cleef & Giuliano Gemma in den Hauptrollen.
Der Film ist in der längsten existierenden deutschen Fassung enthalten (ca. 109 Min.), welche um ca. 14 Minuten länger dauert als die internationale Kino- und TV-Fassung. Länger ist mit ca. 111 Min. nur die australische Schnittfassung des Films.

Als Verpackungsform für diese Reihe wählte Arthaus das klassische Keep-Case (leider kein Mediabook oder Digipak wie bei anderen Reihen von Arthaus - dies würde die Klasse dieses Films/dieser Filme noch mehr würdigen). Das FSK-Logo ist zwar fix aufgedruckt, das Case verfügt aber über ein Wendecover, wodurch man sich dessen entledigen kann.
Bild- & Ton-Qualität sind für einen 1967 gedrehten Streifen tadellos. Als Bonus gibt's nicht besonders viel, was aber bei einem Film dieses Alters & Bekanntheitsgrades kaum verwunderlich ist: nur einen Trailer sowie eine Pesseheft, welches über PC als PDF abrufbar ist.
Der Film liegt in deutscher & italienischer Sprache mit optionalen deutschen UT vor. Eine sprachliche Original-Fassung gibt's nicht: wie die meisten Italowestern wurde auch dieser Film aufgrund der vielen unterschiedlichen Nationalitäten der Darsteller ausschließlich nachvertont (während der Dreharbeiten benutzte jeder Schauspieler seine Muttersprache...).
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am 12. Oktober 2014
Der halbwüchsige Scott (Giuliano Gemma) geniesst im verschlafenen Kaff Clifton in Arizona keinen hohen Stellenwert. Aufgewachsen war er bei einschlägig bekannten Damen. Nun verdient er sich einige müde Dollar mit der Entleerung der Unratbehälter. Der alte Murph Allan Short (Walter Rilla) ist der einzige, der sich etwas um Scott kümmert, und er lässt den Jungen bei sich im Stall wohnen. Scott schwärmt für die hübsche Eileen (Anna Orso), aber sie bleibt für ihn unerreichbar, denn ihr Vater, der Richter Cutchell (Lukas Ammann) missachtet Scott und bezeichnet ihn als Bastard. Eines Tages taucht der schon nicht mehr so junge Frank Talby (Lee Van Cleef) auf, der bei Scott Eindruck hinterlässt, weil er selbstsicher auftritt und ein toller Revolverschütze ist. Sonst ist man Talby nicht so wohlgesinnt. Es gibt gleich zwei Attentate auf ihn. Beide Male wird er zunächst wegen Mordes angeklagt. Doch weil es Zeugen für seine Selbstverteidigung gibt, muss Richter Cutchell ihn freisprechen. Das ist einigermassen sensationell, denn vor Cutchell sind nicht unbedingt immer alle gleich. Doch Talby will nicht bleiben. In einem anderen Kaff näher bei Mexiko sucht er einen alten bekannten, der ihm dabei helfen soll, das Geld aus einem früheren Coup zu bekommen. Scott trabt hinterher und lernt dabei in mehreren teils unsanften Lektionen, wie man einen mit Pistolen geführten Kampf übersteht. Es ist zunächst das Glück von Scott, dass er Talby aus einer brenzligen Situation helfen kann. Deshalb darf er mit Talby zurück nach Clifton. Dort gelingt es Talby, bei einigen einflussreichen Leuten Druck auszuüben, um zu Geld zu kommen. Mit diesem will er einen neuen Saloon aufbauen, nachdem er dafür gesorgt hat, dass der alte abbrennt. Es versteht sich, dass sich Talby dadurch erst recht Feinde und Neider macht. Scott und ein paar andere Kerle sollen daher für Talbys Sicherheit sorgen. Nun läuft Scott zwar nicht mehr in Lumpen herum, doch im Grunde macht er immer noch die Drecksarbeit. Und Murph, der einmal Marshall war und mit Talby zu tun hatte, warnt Scott, es werde noch einmal zum Duell mit Talby kommen. Scott ahnt nicht, dass er die härtesten Lektionen erst noch lernen muss.
Der deutsche Filmtitel von „I giorni dell’ira“ (Cidif, 1967) mutet etwas seltsam an, weil im Film kaum je ein Wochentag genannt wird. In der gleichnamigen Romanvorlage ist das aber vielleicht anders. Die Geschichte ist aber filmisch gesehen nicht sonderlich anspruchsvoll. Der Film jedenfalls ist aus der Blütezeit des Italowesterns und erfüllt ungefähr die durchschnittlichen Erwartungen an das Genre. Es handelt sich um die zweite Regiearbeit von Tonino Valerii, der schon die Zusammenarbeit mit anderen namhaften Filmemachern vorweisen konnte. Und auch Lee Van Cleef hatte bekanntlich schon Erfahrungen mit dem Italowestern, Insgesamt ist der Film spannend und chronologisch gut aufgebaut. Die Umsetzung ist gut, nur der Kontrast zwischen der Darstellung von Scott im Verlauf des Films wirkt etwas übertrieben. Aber die Darsteller machen ihre Sache gut. Die Inszenierung ist nicht so blutrünstig wie bei anderen Vertretern des Genres. Insgesamt aber gut gemacht, wenn auch nicht gerade geeignet, um neue Zuschauer für den Italowestern zu gewinnen.
Wenig Opulenz gibt es auf der Arthaus-DVD zu diesem Film. Das Bonusmaterial besteht aus einer Programmvorschau und dem Trailer zum Film. Ein Presseheft aus der Zeit der Veröffentlichung des Films gibt es noch dazu als PDF-Datei und man kann darin vor allem Hinweise auf das bisherige Schaffen einiger der am Film beteiligten Personen nachlesen. Vertiefte Hintergrundinformationen werden aber nicht geboten. Die Präsentation des Films ist im Format 2,35:1 (16:9). Dabei kann man feststellen, dass die Farbgebung den Zahn der Zeit nicht besonders gut überstanden hat. Farbstiche ziehen sich durch weite Teile des Films, der auf DVD 109 Minuten dauert. Der Ton in Mono ist auch dem Alter entsprechend; immerhin ist er noch verständlich genug, damit man auch jeden der zahlreichen Schüsse mitkriegt. Die Sprachen sind in Sachen Auswahl mickrig. Zur Verfügung stehen eine deutsche und eine italienische Tonspur, dazu optionale deutsche Untertitel. Fazit: der Film ist gut, die DVD-Umsetzung ohne grosse Höhepunkte. Das reicht noch für drei von fünf Ehrenrunden im Wüstenstaub.
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am 22. August 2015
Ein Paradebeispiel was deutsche Verleiher so mit Originaltiteln anstellen. Hier wird aus den ‘Tagen des Zorns‘ ein sinnfreier deutscher Titel, der mit der Handlung des Films so viel zu tun hat wie Fisch mit Fruchtsaft. Die beiden Weltstars Gemma und van Cleef argieren zwar als echte Westernhelden, wobei Gemma der Schüler und van Cleef der Lehrer ist, aber was und warum sie sich wieder entzweien, kann nicht überzeugen. Und wie in jedem guten Italowestern pflastern Leichen ihren Weg. Zu flott wechselt Guiliano die Fronten. Aber für Theatralik ist hier ja kein Platz. So bleibt es ziemlich spannend, auch wenn bald klar ist, dass Guiliano der Gute und van Cleef der Böse ist. Die Verhaltensregeln, die der Meister seinem Eleven mit auf den Weg gibt, wirken etwas überzogen. Nach der Fünf erwartet man schon die Sechs usw.
Was will man schon von einem Durchschnittswestern erwarten? Ballermann und Co? Der Revolverheld, der in die Jahre gekommen ist und der jugendliche Held, unehelich geboren und als Klo Mann tätig, ist ja auch nicht so ausgefallen. Woher der nur so gut schießen kann, nachdem zuvor Lee alles umgenietet hat, was mit einem Colt auf ihn zielte. Egal. Kann man lassen. Es gibt schlechtere Italowestern. Nur der dämliche deutsche Titel ist unverzeihlich. Der Soundtrack erinnert stellenweise an Ennio Morricone, ohne dessen Musikalität zu erreichen.
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am 19. August 2014
"Erziehungswestern" in dem ein Jungspund unter die Fittiche eines alternden Revolverhelden genommen wird. Giuliano Gemma verblasst dabei schauspielerisch neben dem gewohnt charismatischen Van Cleef. Sicher nicht der beste Italowestern,aber für Liebhaber des Genres durchaus sehenswert. ds
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TOP 1000 REZENSENTam 3. April 2013
Tonino Valeri hat sein Handwerk beim großen Sergio Leone gelernt. Er war assistierender Regisseur bei den Klassikern "Für eine Handvoll Dollar" und "Für ein paar Dollar mehr". Von seinen eigenen Filmen ist "Man nannte ihn Nobody" sicherlich der erfolgreichste und populärste, seine beste Arbeit ist aber m.E. der einzige Italo Western, bei dem mit Giuliano Gemma und Lee van Cleef zwei Ikonen des Genres gemeinsam vor der Kamera stehen. "Der Tod ritt dienstags" heisst die italienisch-deutsche Coproduktion aus dem Jahr 1967. Das Thema des Films ist recht einfach gehalten, es geht um ein äusserst umstrittenes Idol und um seinen gelehrigen, aber im Laufe des Films auch lern- und kritikfähigen Schüler.
Dieser junge Mann heisst Scott (Giuliano Gemma) und ist der Aussenseiter in seiner Stadt. Die Bürger von Cliton verhöhnen und erniedrigen den jungen Mann, denn seine verstorbene Mutter war eine Prostituierte, den Vater hat er nie gekannt. So tristet er ein Leben in Armut und macht mit einer Kehrmaschine die Stadt sauber, denn er beseitigt den Müll seiner Mitbürger, die ihn - auch als menschichen Müll und Bastard- verachten. Was die Leute aber nicht wissen: Der junge Mann hat ganz gut schießen gelernt. Gelernt hat er diese Schießkünste vom alten Murph Allen (Wof Rilla), der mal ein ausgezeichneter Schütze und sogar Sheriff war. Eines Tages verändert sich die Welt des jungen Scott, denn ein Gunman kommt in die Stadt. Sehr schnell bewundert Scott diesen gerissenen Revolverhelden Frank Talby (Lee van Cleef), der im Saloon von einem Bürger herausgefordert wird. Das Resultat ist ein Bürger weniger in Clifford und ein Talby, der laut Richter Cutcher (Lukas Ammann) in Notwehr gehandelt hat. Er wird freigesprochen und reitet weiter. Doch der involvierte Scott soll nun den Ärger der Bürger zu spüren bekommen. Er verlässt die Stadt und reitet seinem Idol hinterher. Dieser entschliesst sich nach eigenen unfairen Lektionen den jungen Mann als Weggefährten und Schüler mitzunehmen. Durch Talbys Pläne führt der Weg aber wieder zurück nach Clifford, dort tritt der Revolverheld zu einem blutigen Rachefeldzug an. Mit von der Partie sein gelehriger Schüler, der auch gewillt ist seine Kränkungen heimzuzahlen...
Erst sehr spät bemerkt der junge gute Kerl, dass er da einem falschen Vorbild nachgeeifert hat. Die Dramaturgie steuert zielsicher auf das unausweichliche Duell der Revolverhelden zu. "Der Tod ritt dienstags" ist ein äusserst spannender und dicht inszenierter ItaloWestern mit zwei guten Hauptdarstellern, die dem Film den Stempel aufdrücken. Der Nachwuchsheld wird mit einfachen Mitteln psychologisch manipuliert, aber auch eine Läuterung findet statt, die allerdings auch Opfer fordert. Für Westernfans ein Muß. Ein sehr guter Vertreter des Genres.
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am 15. Oktober 2014
Einer der besten Spaghetti Estern aller Zeiten! Ich ziehe ein Stern ab, weil da ne minute oder 2 fehlen,.. Also nicht ganz uncut,.. Ist aber nur ne Dialog Szene,.. Ansonsten toller Film,.. Sehenswert...
Regie führt der Assistent von Sergio Leone, hat vieles vom Meister abgeguckt!
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am 13. Juni 2016
... ich möchte meine drei Sterne auch dazutun -
allemal guter Western > der zeigt wie die Leute so sind - von damals bis heute hat sich da nicht viel geändert
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am 3. Juni 2012
Man sieht den Kulissen an - und "hört" es aus dem Titel auch irgendwie heraus -, dass es sich bei "Der Tod ritt dienstags" um einen Italo-Western handelt. Doch dieser ist ein ungewöhnlich tiefgründiger. Das ist man sonst von den eher vulgären und blindlings darauflosballernden Italos nicht gewöhnt.

Der sympathische junge Scott, der noch nicht einmal einen Nachnamen hat, macht die Drecksarbeit in einer Stadt, fast jeder behandelt ihn schlecht. Durch die Bekanntschaft mit dem Revolvermann Talby lernt er kennen, dass sein Leben auch anders verlaufen könnte. Schließlich wird Talby sein Mentor, gibt ihm einen Nachnamen und zeigt ihm eine andere Seite des Lebens. Doch - wie sollte es auch anders sein - am Ende muss Scott sich entscheiden ...

Der Film besticht, wenn schon nicht durch die Bauten, so doch durch die Hauptdarsteller - einen bezaubernden Giuliano Gemma und einen hervorragenden und ambivalenten Lee Van Cleef, der für die Rolle des Revolverhelden wie geschaffen ist. Man könnte sich kein besseres Duo für diese Story vorstellen. Das eine oder andere Mal könnten zwar die Dialoge geschliffener sein oder die Kameraführung "großzügiger" (so erscheint eine Bank, die Van Cleef betritt, beinahe wie eine Hinterhausbude), doch inhaltlich gibt es nichts zu mäkeln.

Von mir 4 Sterne für diesen durchaus sehens- und nachdenkenswerten Western.
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am 15. Mai 2012
Aus mir unbekannten Gründen hat es Studiocanal (und auch Arthaus-die DVDs sind inhaltsgleich bis auf das Menü) nicht geschafft diesen grandiosen Western ungeschnitten zu veröffentlichen. Es fehlt leider "ein etwa 30-sekündiger Dialog zwischen Giuliano Gemma und Walter Rilla bei Minute 86:33" (vgl auch OFDB).

Damit ist diese DVD für Fans des Films leider wertlos, denn unvollständig ist unvollständig. Man kauft ja auch kein Buch in dem eine Seite oder von mir aus eine halbe Seite fehlt.

Bisher lief der Film leider nur ungeschnitten, dafür aber in nicht optimaler Bildqualität und oftmals auch falschem Bildformat, im TV.

Für Fans bleibt zu hoffen, dass sich MIG oder KochMedia einmal die Rechte an dem Film sichern und dann eine würdige Scheibe davon veröffentlichen (sofern die Materiallage es erlaubt am besten auf DVD und Blu Ray).

Die hier rezensierte DVD war leider ein unwürdiger Schnellschuss und hat keinem Fan wirklich geholfen; daher die Mindestbewertung mit einem Stern.
Dem Film selbst gebühren natürlich fünf Sterne, aber hier soll es ja in erster Linie um das Produkt gehen und da hat man versagt, da es unvollständig ist.
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am 8. November 2012
...beginnen als Frank Talby (Lee van Cleef) in die Stadt kommt. Zunächst ahnt niemand was der Fremde will, doch verwundert es die meisten schon, das er sich ausgerechnet des wandelnden Fuß-Abtreters Scott (Giuliano Gemma) annimmt. Der weiß erst einmal nicht wie ihm geschieht, ist aber froh endlich jemanden gefunden zu haben, dem er nicht egal ist. So ist es denn auch nicht verwunderlich, das er bald zu Talbys größtem Fan wird. Der ist schließlich ein ganzer Kerl und nimmt sich einfach was er will. Mit dem Schießeisen kann er auch gut umgehen. Talby gibt sich Scott gegenüber abweisend und knochentrocken, weiß aber insgeheim schon längst, das er in dem jugendlichen Taugenichts einen gelehrigen Schüler gefunden hat, den er nach Lust und Laune manipulieren kann. Da Talby noch die eine oder andere Rechnung zu begleichen hat, macht er sich auf den Weg zum kassieren, immer mit Scott im Schlepptau. Der offenbart mit der Zeit manch verborgenes Talent und als der Zahltag näher rückt, sind die Verhältnisse längst nicht mehr so klar, wie zu Beginn der Partnerschaft. Talby muss sich gut überlegen, ob er in seinem Zauberlehrling nicht seinen Meister finden wird.

Entgegen euphorischer Kritiken würde auch ich, wie ein mutiger Rezensent vor mir, ein wenig Unmut auf mich ziehen indem ich den Film ebenfalls nicht als Meisterwerk deklariere. Das muss auch konstruktiv möglich sein. Wenn man den Italo-Western in Kategorien einteilen würde, wobei die drei Sergio's (Leone, Corbucci, Sollima) sowie einige wenige andere Regisseure zumindest mehrere Werke der ersten Stufe geschaffen haben, käme "I giorni dell'ira" von Tonino Valerii in die zweite Kategorie. Das liegt auch daran, das Valerii zwar gut bei seinem Meister Leone aufgepasst hat, jedoch nicht über dessen Talent verfügt. So bleibt sein bester Film dann auch MEIN NAME IST NOBODY bei dem der Großmeister in nicht nur einer Szene deutlich selbst Hand angelegt hat. Wie das so ist mit dem Einfluß der Mentoren. Der Mentoren-Western hingegen ist ein kleines Subgenre welches Perlen wie DA UOMO A UOMO oder im US-Western THE TIN STAR und NEVADA SMITH hervorgebracht hat, daneben aber auch viele schwächere Filme. DER TOD RITT DIENSTAGS gehört zwar zu den besseren Spaghetti-Western, bleibt aber trotzdem hinter den Erwartungen zurück. Das liegt nicht am Spiel der beiden Hauptdarsteller. Während Lee van Cleef hier fast so schön böse sein darf wie in "Il buono, il brutto, il cattivo", bietet der von Luchino Visconti entdeckte Giuliano Gemma hier eine seiner besten Vorstellungen im Genre. Seine Rolle ist vielschichtig und gut geschrieben und bietet dem Italiener die Möglichkeit seine ganze Bandbreite zu zeigen. Vom naiven Jüngling, der ständig das Opfer ist, bis zum harten unerbittlichen Revolvermann, der noch rechtzeitig sein Gewissen entdeckt. Auch die Nebendarsteller wissen zu überzeugen, vor allem der unvergessliche Al Mulock, der schon bei Leone sein eindrucksvolles Gesicht zeigen durfte. Die Musik von Riz Ortolani ist fetzig, die Action-Szenen können sich sehen lassen.

Die Schwächen sind bei diesem Film ebenso klar zu definieren wie die Stärken. So beginnt der Film doch recht holprig, um dann nach gut zwanzig Minuten seinen Rhythmus zu finden. Einige Szenen sind, wie in vielen anderen Italo-Western auch, schlampig inszeniert. Der Spannungsaufbau will erst gegen Mitte des Filmes richtig funktionieren, von einigen Logiklöchern und Ungereimtheiten bezüglich der Motivation einiger Figuren abgesehen. Zuweilen gibt es melodramatische Momente, die nicht so recht ins Bild passen wollen und dann und wann wurden die berühmten Vorbilder allzu deutlich kopiert. Insgesamt hätten dem Film einige Minuten weniger an den richtigen Stellen gut zu Gesicht gestanden. So bleibt ein meist kurzweiliger, am Anfang etwas schwerfälliger Western der härteren Gangart mit überzeugendem Hauptdarsteller-Duo, der besser als die meisten seiner Art ist, mit den Großtaten des Genres aber nicht mithalten kann. Und was das alles mit dienstags zu tun hat erklärt sich auch nicht wirklich. Vermutlich haben die deutschen Titelgeber den Film an einem Dienstag gesehen und es ist ihnen nichts besseres eingefallen.

Quien sabe?

3,5 von 5 Sternen.
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