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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
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am 3. August 2017
Toller Schriftsteller,der Film ist sehr zu empfehlen,das Buch natürlich um ein vielfaches besser,ich würde es jeden raten zuerst zu lesen und dann den Film zu schauen,gute Schauspieler
Guter Preis,schnelle Lieferung
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am 12. März 2017
Dieser Film hat mich wirklich sehr mitgenommen. Das ist auch absolut positiv gemeint.
Die Story ist eine, die ich bisher noch nicht kannte. In einem abgeschotteten Internat werden Kinder aufgezogen, deren Schicksal längst besiegelt ist. Ein wunderschöner, trauriger, dramatischer Film über das Leben, die Liebe, Freundschaft und das Schicksal.
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am 27. Juli 2017
"Alles, was wir geben mussten" (ein reichlich holpriger deutscher Titel, der Originaltitel "Never let me go" ist viel eleganter und auch passender) ist die Verfilmung eines Romans von Kazuo Ishiguro mit Carey Mulligan, Andrew Garfield und Keira Knightley in den Hauptrollen, die alle drei phänomenale Leistungen bringen.
Neben der vielversprechenden Geschichte war ein weiterer, für mich interessanter Aspekt, dass besagter Autor auch schon den Roman "Was vom Tage übrig blieb" verfasst hat, dessen Verfilmung mit Anthony Hopkins und Emma Thompson zu meinen Lieblingsfilmen gehört.

Ich hatte mir den Film vor einiger Zeit einfach mal blind gekauft - und es absolut nicht bereut, er hat mir wirklich ausgezeichnet gefallen.
Vor dem Kauf hatte ich mir wie üblich auch diverse Filmbeschreibungen durchgelesen und somit einige Vorkenntnisse gewonnen, nach dem Ansehen dachte ich mir allerdings, dass es vielleicht besser gewesen wäre, den Film ohne jegliches Vorwissen gesehen zu haben, dies hätte seine Wirkung wohl noch verstärkt.

Das dystopische Drama, das von einer anderen als der uns vertrauten Gesellschaftsordnung als Prämisse ausgeht (was man auch beim Ansehen des Films immer im Hinterkopf behalten sollte), wurde vom Verfasser klugerweise in der näheren Vergangenheit angesetzt, was die Ereignisse noch deutlicher ins Bewusstsein des Zuschauers bringt als wenn sie in der Zukunft spielen würden.
Der Film läuft in einer Rückblende aus der Sicht einer Protagonistin ab und hat von Beginn an eine melancholische Grundstimmung, die sich im Verlauf weiter steigert. Es ist eine ruhige und auch eher nüchtern erzählte Geschichte, die dennoch ihre Wirkung nicht verfehlt. Die Anfangsszene ist anfangs nicht so recht verständlich, wenn der Handlungsverlauf aber wieder an diesem Punkt angelangt ist, trifft sie den Zuschauer emotional mit voller Wucht.

"Alles, was wir geben mussten" behandelt ein schwerwiegendes Thema, wirft Grundsatzfragen auf und stimmt nachdenklich - ich finde ihn sehenswert.
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am 12. Juli 2017
Dystopie, 1970er Jahre: Im englischen Internat Hailsham fristen zahlreiche Kinder ihr bescheidenes Dasein, das ein vorbestimmtes Ziel hat - als (junge) Erwachsene werden sie als Organspender dienen, denn sie sind Klone. Und ihr einziger Zweck ist es, das Leben ihrer Originale zu verlängern.

Dieser Film hat mich sehr berührt und noch lange, nachdem ich ihn zu Ende gesehen habe, beschäftigt.
Es fällt mir schwer, auszudrücken, wie ich mich gefühlt habe, weil es eine Mischung aus Vielem war ... Verstörung, Traurigkeit, Sprachlosigkeit, Fragen nach dem Warum. Das hört sich zwar negativ an, so ist es aber nicht gemeint. Im Gegenteil, dieser Film regt zum Nachdenken an, über die menschliche Existenz, was Leben eigentlich ist, die Seele, Freiheit...
Ich habe mir vorgenommen, auch die Romanvorlage zum Film von Kazuo Ishiguro noch zu lesen, weil sie mich in diesem Fall sehr interessiert.

Fazit: Für mich ein sehr empfehlenswerter, nachdenklicher Film, der aber emotional schwere Kost ist. Man sollte ihn wohl besser nicht in einer schwermütigen Phase schauen, weil der Film selbst schon eine eher "depressive" Stimmung innehat.
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am 14. Dezember 2014
Bevor ich den Film sah, war ich etwas irritiert wegen der doch recht widersprüchlichen Rezensionen.
Einige verweisen nur auf den Film `Die Insel`und raten, sich doch lieber den anzuschauen und andere Rezensenten sind absolut begeistert.
Nun, ich habe ihn gesehen und gehöre zu zweiteren.
Und ich verstehe nun auch das Enstehen dieser Diskrepanzen.
Wer auf actionlastige Filme, trickreiche Wendungen und Spannung steht, ist hier falsch.
Dies ist ein stiller Film der durch seine großartigen Darsteller wirkt und Publikum anzieht, das sich der Gefühlswelt der Figuren und den hintergründigen Fragen, die das Thema aufwirft, auseinandersetzen wollen.

Eine Sache, die von vielen Rezensionen mit wenigen Sternen kritisiert wird, ist ja, dass sich die Figuren sehr passiv verhalten und keine Versuche unternehmen, zu flüchten.
Für mich wurde das durch diese elektronische `Fessel`, die wohl die Gefängnismauern ersetzt, begründet. Ihre Art von Kampf gegen die Umstände sieht so aus, dass sie versuchen, einen Aufschub von 3 Jahren zu erreichen.
Viel mehr beschäftigt mich, dass die Klone keine Gedanken zu haben scheinen, dass das, was mit ihnen passiert, in irgendeiner Weise falsch oder schlecht ist. Sie nehmen es als ihr gegebenes Schicksal hin...
Dies scheint mir bemerkenswert, aber nicht insofern, als dass ich das unter den gegebenen Umständen nicht für möglich halten würde.
Vor gar nicht allzu langer Zeit war es ja geradezu undenkbar, dass Frauen dieselben Rechte wie Männer haben könnten, ganz einfach, weil einem von Kindheit an dies als Normalität beigebracht wurde. Dies dann in Frage zu stellen und Frauen als gleichwertig zu sehen, war und ist ein Prozess, der sich über viele Generationen zieht. Dies zeigt doch, wie sehr man vom Außen, vor allem in der Kindheit, geprägt wird.

Bemerkenswert erscheint mir viel eher, weil die Fähigkeit, sein Schicksal anzunehmen, genau das ist, was uns heute so wahnsinnig schwer fällt.
Ich erinnere vorsichtshalber mal dran: Wir werden alle dasselbe Schicksal haben, werden also alle irgendwann sterben. Dies wird doch heute verdrängt, wo es nur geht.
Man glaubt, man könne es verhindern, wenn man nicht dran denkt und findet es wahnsinnig schlimm, wenn jemand stirbt. Nein, es ist der normale Lauf des Lebens!
Und es gibt doch auch ohne Klone viele, auf die die Situation im Film genau zutrifft. Die wissen, dass sie, zb. aufgrund einer Krankheit keine hohe Lebenserwartung haben. Denen die Ärzte sagen, wieviel Jahre sie noch haben.

Bitte nicht falsch verstehen. Dies heißt natürlich nicht, dass man nicht um sein Leben kämpfen sollte, oder dass man nicht trauern dürfte um Verstorbene. Das heißt auch nicht, dass das Organspendenthema unwichtig wäre. Das wäre nochmal eine gesonderte Diskussion wert, gerade weil es in der Realität ja zb. Nierenspenden gegen Geld gibt, was dem Film eine beängstigende Aktualität verleiht.
Es heißt einfach nur, dass uns hier vorgespielt wird was uns alle angeht und wie es ist, dem Tode näher zu kommen.

Ich schließe mit dem Schlußsatz, der bei mir ganz besonders hängen geblieben ist.
Leider habe ich ihn nicht genau in Erinnerung, vielleicht kann jemand nachhelfen?
Sinngemäß sagt er aus, dass man ja nie wissen kann, ob das Leben der Person, die die Organe empfängt, unbedingt besser ist als das der Klone.
Dieser Satz rüttelt nochmal an unserer so selbstversändlichen Assoziation langes Leben gut, kurzes schlecht.
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am 23. Juli 2014
Ein Film, mit einem wichtigen Thema, realistisch und glaubhaft umgesetzt.
Sehr spannend! Tolle Schauspieler!
Ich kann diesen Film nur weiterempfehlen!
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am 17. August 2017
Das harmlose Internatsleben in völliger Abgeschiedenheit von der Außenwelt ist ein vertrauter literarischer Ort: Hanni und Nanni verbrachten dort ihre Jahre als Jugendliche und auch Harry Potter ist hauptsächlich in Hogwarts erwachsen geworden.
Bei Kazuo Ishiguro ist man darauf gefasst, dass das Grauen hereinbrechen wird. Bereits beim Lesen des Buches wächst die Angst, wenn im Internatsparadies "Aufseher" auftreten, unheilvoll und unklar von "später" geredet wird.

Die Wahrheit trifft das Lese- und Filmpublikum wie ein Keulenschlag und Ishiguro federte diesen Keulenschlag nicht damit ab, dass die liebenswerten ProtagonistInnen in den Widerstand gehen, sondern er lässt sie das Unerträgliche mit unfassbarem Gleichmut ertragen.

Schwerverdaulich, wunderbar, nehmt euch danach nichts vor!
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am 29. Juli 2013
Nach dem Ende des Films hält man stumm inne, atmet tief durch.
Was für ein meisterhafter, grossartiger Film.
So überragend, verstörend und tief erschütternd wie es leider nur wenige Filmperlen gibt.
Ein Film, dessen trügerisch ruhige Erzählweise, seine phantastischen Schauspielerleistungen, seine bis ins Mark menschenverachtende, perfide Hintergrund- Geschichte so tief in die Seele trifft, dabei vollkommen unkitschig und auf dämonische Weise auch nicht allzu weit hergeholt, daß er mich noch lange in der Nacht beschäftigte.
Viele Themen werden hier aufgegriffen : Themen um die Verantwortung des Menschen, die Herabwürdigung des menschlichen Lebens auf ein Stück Ware, auf ein im wahrsten Sinne des Wortes Ersatzteillager.
In betörenden, zutiefst herzzereissenden Passagen, die die Fragen nach der moralischen ethischen Verantwortung einer hochtechnisierten Gesellschaft stellt in der Wissenschaftler Gott spielen können, wird uns hier das Schicksal einer Gruppe von Jugendlichen nahe gebracht, die quasi in einer Parallelwelt, einem behüteteten Internat in den siebziger Jahren aufwachsen.
Von der Außenwelt vollkommen abgeschottet, wirkt dies anfangs wie eine idyllisch schöne englische Eton-College Atmosphäre. Musizierstunden, Sportunterricht, erste zärtliche Liebe zwischen den Schülern und Schülerinnnen.
Doch wird dieser Flm grollend wie ein Unwetter seinen verhängnisvollen Lauf nehmen, und dies in einer selbstverständlichen Beiläufigkeit, daß man des öfteren seinen Augen und Ohren nicht traut.
Von ihrer Geburt an, jedes der Kinder ist geklont, dient ihre "idyllische" Lebenswelt nur einem Zweck; der Vorbereitung auf ihr eigentliches Lebensziel, gennant die "Vollendung".
Junges starkes gesundes Menschenmaterial wird quasi herangezüchtet, um einer nie in Erscheinung tretenden, möglicherweise reichen sozialen Gesellschaftsschicht als Organspendenlager zu dienen.
So gelang es wissenschaftlich die Lebenserwartung von Priviligierten auf mindestens 100 Jahre hochzuschrauben.
Spätestens mit dem vierzigsten Lebensjahr werden den gesunden starken herangezüchteten Probanden lebenswichtige Organe aus den gesunden Körpern entnommen, und spätestens nach drei Spenden winkt die "Vollendung" ihres Daseins. Der Tod auf dem Operationstisch.
Eine Geschichte, die einem das Blut gefrieren läßt.
Weit ab von vielleicht ähnlich gelagerten Fimen wie "Flucht ins 23. Jahrhundert" oder "Coma" wird hier auf sämtliche Effekthascherei verzichtet.
Das Entsetzen beim Zuschauer entsteht durch die vollkommene Ergebenheit der Kinder, später Jugendlichen, jungen Erwachsenen in ihr scheinbar unausweichliches Schicksal.
Wir Zuschauer sehen die Welt, manchmal kamen mir Assoziationen an die "Amish- People " , nur durch die Augen der jugendlichen Protagonisten, die vom Säuglingsalter an, jede Eigenverantwortung, jede Entscheidungsfreiheit in ihrem Leben nicht entwickeln konnten , überhaupt nicht die Möglichkeit eines Zweifels, einer Rebellion in ihren Köpfen vorhanden ist.
Dogmatisch wurde ihnen ihre einzge Lebensberechtigung ins Denken geimpft.
Hier ist der Film ein traurig, hilflos wütend machendes Beispiel dafür wie sehr gerade auch Menschen im Kindesalter für falsche Ziele manipuliert, zu willenlosen Werkzeugen umfunktioniert, geprägt werden können.
Sie aktzeptieren voll und ganz ihr Schicksal.
Ja selbst die Liebe, die stärkste, individuelle Kraft des Menschen ist hier machtlos,das gelerne System zu durchbrechen.
Warum wehren sich die Jugendlichen nicht, warum begehren sie gegen ihr nur scheinbar unabwendbares Schicksal nicht auf?
Gleiche Frage könnte man anderweitig stellen: Warum wurden in Hitlers Eliteschule "Napola" Menschen für den heroischen letzten Kampf im Krieg hergezüchtet, und gingen noch euphorisch ins letzte sinnlose Gefecht? Was trieb japanische Kamikaze -Flieger ihr junges Leben, ihre Liebe für eine unsinnige Tat zu opfern, was ist mit Kindersoldaten, Sebstmordattentätern?
Stets ist es die jahrelang, seit Kindheit an infiltrierte Gewissheit das Richtige und Einzig Mögliche zu tun, was jeden individuell, archaischen Lebenswillen untergraben kann.
Das Nicht Erkennen einer Alternative, einer Möglichkeit jahrzentelang eingeübtes Denken zu durchbrechen, das macht gerade diesen Film so schmerzhaft.
Und man könnte unsere drei Jugendlichen an den Schultern rütteln, vor Fassungslosigkeit, wenn hier stolz berichtet wrd, daß es einem Freund auch nach der dritten Organentnahme noch einigermaßen gut geht.
Hier wird, wie ein grosser Haufen Lämmer, junges Leben, junge Seelen, junge Generationen zur Schlachtbank geführt.
Willenlos, und fremdgesteuert überzeugt für eine gute, für die einzig mögliche Sache zu sterben.
Dies macht den Film so verstörend und meisterhaft. Ebenfalls ein hervorragender Schachzug des Films die eigentlichen Verantwortlichen, die Strippenzieher dieser furchtbaren Vorgänge im Hintergund zu lassen.
Wir können den Bildern nicht trauen, denn nur in kurzen Andeutungen wird uns die weitverzweigte Organisation dieser Vorgänge verdeutlicht.
"Im Hinterland werden jetzt neue Legebatterien gebaut".
Big Brother bleibt eine bedrohlich unbekannte Konstante. Nie direkt offengelegt, und damit umso präsenter und bedrohlicher.
Wie weit ist unsere Gesellschaft noch von dieser pervertierten Züchtung eines zweckgebundenen, künstlich hergestellten gleichwohl lebenden, fühlenden Geschöpfes entfernt?
Fazit: Ein unvergleichlich erschütterndes, kraftvolles Meisterwerk.
In seiner ruhigen Inszenierung, seiner niederschmetternden Aussagekraft, seinen überragenden Bildern und Schauspielern einer der ganz grossen Filme der letzten Jahre.
Er treibt einem die Tränen in die Augen,macht ratlos und ist unvergesslich.
Das traurige schmerzvolle Lächeln des Mädchens durch das verglaste OP-Fenster, der letzte Augenaufschlag des Jungen auf dem Operationstisch. Dies trifft mehr ins Herz , als vieles bisher Gesehene.
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am 2. Oktober 2012
... erzählt Mark Romanek die Geschichte von Kathy(Carey Mulligan), Ruth(Keira Knightley) und Tommy(Andrew Garfield). Nach der Romanvorlage von Kazuo Ishiguro aus dem Jahr 2005 hat Romanek die bewegende Geschichte in Szene gesetzt. In einer fiktiven Vergangenheit führt uns die Story ins Internat Hailsham, in den 70er Jahren. Die Kinder dort scheinen in einer normalen Schule unterrichtet zu werden. Doch sehr früh müssen sie erfahren, dass ihr Leben nur einem einzigen Zweck dient: Sie sollen ihre lebenswichtigen Organe spenden, um damit anderen Menschen das Leben zu retten. Sobald sie erwachsen sind, stehen ihnen mehrere Organentnahmen bevor, ehe sie die "Vollendung" erreichen. Nur zu diesem Zweck leben sie.

Tommy passt nicht so recht in den Internatalltag. Der Junge ist jährzornig, schwierig und wird schnell zum Außenseiter degradiert. Nur Kathy zeigt ihm ihre Zuneigung. Als die Kinder älter werden, ist es jedoch die resolute Ruth, die Tommy für sich gewinnt. Als Teenager dürfen sie Hailsham das erste Mal verlassen und lernen die "wirkliche Welt" kennen. Dann trennen sich ihre Wege. Aber das Schicksal sorgt dafür, dass sich die drei Internatsinsassen wiedersehen werden. In einer Zukunft, die keinerlei Hoffnung für sie bereitzuhalten scheint...

-Alles was wir geben mussten- wird in Rückblenden, aus der Sicht von Kathy, erzählt. Der Film behandelt ein Thema, mit dem Romanautor Ishiguro einerseits schonungslos, hart und offen umgeht, andererseits aber komplett ohne Schock- oder abstoßende Szenarien auskommt. Vielmehr konzentriert sich Ishiguro auf die Charaktere von Ruth, Kathy und Tommy. Durch tiefe Einblicke in ihr Gefühlsleben sorgt er dafür, dass wir auch ohne brutale Organentnahmeszenen ganz genau erkennen, in welcher Hölle sich diese drei Menschen befinden. Mark Romanek hat es sehr gut hinbekommen, diese leisen und doch so eindringlichen Töne in Bilder zu fassen. Dabei ist -Alles, was wir geben mussten- ganz sicher kein Schocker- oder Actionfilm geworden. Vielmehr hat Romanek eine absolut gelungene "Autorenkino-Verfilmung" hinbekommen. Wer den Blick aufs Detail liebt und auch gern einmal zwischen den Zeilen liest, der wird bei diesem Film voll und ganz auf seine Kosten kommen.

Was die Besetzung des Films angeht, so bleiben wirklich keine Wünsche offen. Mulligan, Kneightley und Garfield spielen das Schicksalstrio dermaßen gut, dass einem jede Einstellung unter die Haut geht. Dazu gibt es in Nebenrollen Sally Hawkins und Charlotte Rampling zu bewundern. Mehr kann man kaum erwarten.

-Alles was wir geben mussten- ist ein stiller Film geworden. Still, beeindruckend, aufwühlend und mit Bildern angefüllt, die einen an den Stillstand der Zeit glauben lassen. Ganz sicher kein Film für jeden Zuschauer. Wer jedoch auf inhaltvolle Romanverfilmungen steht, der dürfte an Mark Romaneks Film seine wahre Freude haben...
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TOP 500 REZENSENTam 20. März 2015
Alles, was wir geben mussten basiert auf dem gleichnamigen Roman des Japansichen Autors Kazuo Ishiguro.
Der Film erzählt die Geschichte von Kindern, Kindern die leider nur Klone sind, und damit laut Gesellschaft keine Seele haben sondern nur leben, um Mitte Zwanzig abgeerntet zu werden, denn dann werden ihnen die Organe entnommen. Sie leben, um zu sterben und durch ihren Tod, der Gesellschaft zu dienen.
Das kurze Leben von dreien dieser Kinder wird erzählt. Das kurze Leben von Kathy, Ruth und Tommy. Normale Kinder, die Lieben, kreativ sind, erste Beziehungen eingehen, eigentlich eine normale Teenagergeschichte, aber immer mit dem Damoklesschwert, dass sie bald Spender sein werden und dann getötet werden, damit man ihnen ihre Organe entnehmen kann.
Warum das in mehreren Schritten passiert, und sie nicht einfach mit einem Mal ausgeschlachtet werden, war mir schon im Buch ein Rätsel.
Der Film fängt die Stimmung des Buches sehr gut ein. Einerseits die Unschuld und Unwissenheit der Kindheit, die Passivität der Figuren, die sich in ihr Schicksal fügen, weil sie es nicht anders kennen und dazu erzogen worden. Ein leiser, stiller Film, der genau wie das Buch zum Nachdenken anregt. Haben Klone eine Seele? Darf man Menschen züchten, um Krankheiten zu behandeln? Ethisch Moralische Konflikte vor dem Hintergrund einer sehr idyllischen Kindheit und Jugend und einer lebenslangen Freundschaft.
Eine wirklich gelungene Verfilmung mit sehr guten Schauspielern, die auch gut verständlich ist, wenn das Buch nicht gelesen hat.
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