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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
29
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am 28. März 2003
Handlung (ohne zu viel zu verraten, z. B. keine Nebenhandlungsstränge):
Vordergründig erzählt der Film die fiktive (Leidens)geschichte von vier Männern, die während des amerikanischen Bürgerkrieges auf Seiten der Südstaaten kämpfen. Hintergründig wird dem geneigten Zuschauer dabei historisch weitgehend korrekt viel Informatives zu damaligen Lebenseinstellungen, politischen Zusammenhängen, Lebensumständen, vor allem aber der Kampfweise der - von dem in den Südstaaten noch heute populären „"Bloody" Bill Anderson angeführten - "Bushwrackers" vermittelt.
State (rein als Film): Für Fans des knallharten Westerns ist dieser Streifen sicherlich nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Zwar sehen wir etliche gut choreographierte Schießereien und Schlachten, doch dazwischen wird (zu) viel über Beweggründe und die erbärmlichen Lebensumstände der Protagonisten berichtet. Außerdem gibt es noch eine seltsam anmutende Liebesgeschichte, die nun wirklich nicht den hollywoodüblichen Klischees entspricht. Trotz diverser Längen und Unverständlichkeiten bleibt das Werk aber spannend - man will wissen ob und wer von den Vieren überlebt und ob schlussendlich die Liebe zu ihrem Recht kommt.
Unentschlossenen sei hier auch die hervorragende, historisch unvorbelastete Rezension beim dvd-center empfohlen.
State (Historisch gesehen): Lange habe ich damit gezögert mir diesen Streifen zuzulegen. Wie realistisch kann ein Western schon sein, wenn er von einem Regisseur mit dem uramerikanischen Namen Ang Lee gedreht wurde und dieser vorher im Wesentlichen mit einem Eastern namens "Tiger and Dragon" punkten konnte. ;-)
Mit gemischten Gefühlen wanderte die Scheibe also irgendwann in den Player -- und -- Surprise!!!
Neben "Gettysburg", "Long Riders", "Geronimo" und "The Broken Chain" (alle auf DVD erhältlich) ist "Ride with the Devil" der wohl am besten recherchierte Film zur amerikanischen Historie.
Wie nebenbei vermittelt Ang Lee auch dem historisch desinteressierten Zuschauer Hintergrundwissen zu Gründung, Aufstieg und ethischen Wandel der "Bushwrackers", die gegründet als reine Heimatverteidigung im Laufe des Krieges zu einer Mordbande mutierten.
So werden denn auch zwei der größten, aber beileibe nicht einzigen Schandtaten des Bürgerkriegs (1863 Levinston/Kansas und 1864 - Doppel-Massaker in/bei Centralia/Missouri) miteinander verknüpft. Die Szene, in der zwischen all dem Morden unsere "Helden" das Hotelpersonal vor den Kumpanen schützen ist historisch belegt. Der simple Wunsch nach einem warmen Kaffee rettete damals mehrere Leben. Bei beiden Massakern waren übrigens Mitglieder der James/Younger Bande (Long Riders) beteiligt (wird im Film nicht thematisiert). Auch andere Dinge, wie "Versteck im Winter", "Verlassen der Truppe" und die Erklärung warum sich Bloody Bill gerade Levinston aussuchte - musste er seine Miliz doch mehrere Tage durch Feindesland führen - sind korrekt dargestellt.
Die FSK- Einstufung ist angesichts der gezeigten Morde und einiger übler Nahaufnahmen m. E. nicht haltbar. Eltern sollten den Film wirklich erst mal allein anschauen, bevor sie ihn für den Nachwuchs freigeben.
Darsteller: Agieren durch die Bank gut bis hervorragend. Vor allem Jewel Kilcher als desillusionierte vom Pech verfolgte Kriegswitwe hat mir gut gefallen. Tobey Maguire aber hätte für die Darstellung des in vielen Dingen unerfahrenen, weitgehend emotionslosen, lange sinnlos seinen Idealen folgenden Youngsters vielleicht nicht den Oscar, aber zumindest einen der "kleineren" Preise verdient. Top auch seine "deutsche Stimme". M. W. wurde der gedehnte Südstaatenslang noch nie so gut in unsere Sprache transferiert.
Die DVD: Das Bild ist leider für einen so "jungen" Film nicht akzeptabel, weist in Hinblick auf Kontrast und Bildschärfe leichte Mängel auf. Der Ton dagegen ist - zumindest in Hinsicht auf die Soundkulisse - auf einem 5.1 System Referenz. Die Extras sind leider nicht der Rede wert. B-Roll und Featurette sind zu kurz geraten, die Bios ein Witz, Infos zur Historie nicht vorhanden - da kann auch der Trailer nichts mehr retten.
Fazit: Für Hobbyhistoriker ist dieser Film ein "Muss". 5 Sterne
Es wird wohl niemand "Ride with the Devil" als Totalausfall ansehen, trotzdem sollten sich alle anderen vor dem Kauf die DVD ggfs. erst mal ausleihen. 3 starke Sterne
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am 9. August 2015
Durch eine Rezension durch die ich per reinen Zufall drauf gestossen bin, hab ich mir diesen
Film besorgt und das war kein Fehler.
"Die Teufelsreiter" ist kein herkömmlicher Western wie man ihn kennt,auch kein Nord/Südstaaten
Kavalleriewestern, der den Kampf zwischen Blau- und Grauröcke zeigt.

Dies ist die Geschichte zweier Freunde die sich den Bushwhacker's anschließen, Guerillakämpfer
die für den Süden kämpfen, aber ohne militärische Gesetze agieren.
Sie kämpfen im Grenzgebiet Kansas/Missouri, außerhalb der Kriegsschauplätze, sie schlagen zu,
ziehen sich zurück und verstecken sich.
Ihre Gegner sind die Jayhawkwers, Kämpfer für die Union.

Als der Winter naht, ziehen sich die Freunde in die Wälder zurück,bauen sich einen
Unterschlupf und nur durch die Gegenwart der Kriegswitwe Sue-Lee, vergessen sie für eine Weile
die Sinnlosigkeit des Krieges.
Dazu gehört auch der Aristokrat George Clyde der mit dem schwarzen Sklaven Daniel Holt dazugestossen ist,
den er aber freigekauft hatte und ihm die Freiheit gab.

Dieser Film zeigt den amerikanischen Bürgerkrieg von der Seite der Guerilla-Kämpfer, die einen gnadenlosen
Kampf führen ohne auf Recht und Gesetz zu achten.
Sehr zu empfehlen ist er für Freunde die sich für den amerikanischen Bürgerkrieg interessieren,
aber auch wer nur einen guten Western sehn will.

Tobey Maguire fand ich hier sehr überzeugend und toll gespielt, ebenso all die anderen Darsteller wie,
Skeet Ulrich, Jeffrey Wright, Jonathan Rhys Meyers und natürlich Jewel, das Juwel.
Und nicht zu vergessen, als George Clyde, Simon Baker, den ich gar nicht gleich erkannte, durch
die langen Haare und Bart. Bekannt geworden als "der Mentalist".

Das Bild und Ton waren sehr gut.
Extras: Kinotrailer,
Featurette,
B-Roll,
Textinterview J.Schamus,
Historie,
Starinfos.
22 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Schon das Entstehungsjahr 1999 und der Name des Regisseurs Ang Lee, aber auch Ort und Zeit des Geschehens lassen ahnen, dass sich dieser Film, den die Redaktion kreativ mal "Phantomwestern", mal "Guerillawestern" nennt, mehr als nur ein wenig von den Klischees des Genres abhebt. Pointiert gesagt: Der für viele vermutlich beste "Western" der "SZ-Cinemathek Western" ist eigentlich überhaupt keiner.

Zwei Freunde - Jack (Jacob) Roedel (Tobey Maguire, 24) und Jack Bull Chiles (Skeet Ulrich, 29) - geraten in jungen Jahren in den Strudel des Bürgerkriegs. Zusammen mit dem Südstaaten-Aristokraten George Clyde und seinem freigekauften Sklaven Daniel Holt kämpfen sie auf Seiten der Südstaaten, aber nicht in der regulären Armee, sondern in einer Rebellentruppe, die einen privaten Hass- und Rachekrieg hinter den Linien und fernab der Ideale der späteren Genfer Konvention übt.

Im Laufe der Entwicklung verkommt das, was vorher wenigstens noch in Teilen an Truppen erinnert hat, gänzlich zu marodierenden Banden. Umgekehrt reifen die einst von Hass und Zerstörungswut getriebenen Jungs zu Männern, denen die Sinnlosigkeit des Kämpfens langsam bewusst wird.

Lee versteht es, das Geschehen vom Hintergrund des Partisanenkriegs zu lösen und den Blick Zuschauers auf die Schicksale der Individuen zu lenken. Durch den Kontrast zwischen dem erbarmunglosen Leben der Kämpfer und gelegentlicher Zuflucht im kultivierten Haus der jungen Frau Sue Lee Shelley (Jewel Kilcher, 25) werden die drei Ebenen dieser Zeit bewusst: Der weit entfernte Krieg zwischen der Union und den Konföderiersten, der wilde Kampf zwischen den Jayhawkers und den Bushwhackers und das scheinbar noch behütete Leben einiger Einwohner, das aber jeden Tag der Vernichtung anheim fallen kann.

Dem, was man vielleicht überhaupt hinsichtlich einer realistischen Wirkung erreichen kann, sind Ang Lee und seine fantastischen Darsteller so nahe wie irgend möglich gekommen. Genau das unterscheidet dieses Werk auch am deutlichsten von traditionellen Western, bei denen ja nur das eigene Genre mit seinen Sehgewohnheiten zelebriert wird und der Zuschauer niemals in die Verlegenheit gerät, selbst im Geschehen aufgehen zu müssen. In der Figur des "Teufels" Pitt Mackeson (Jonathan Rhys Meyers) symbolisiert sich die für jeden Krieg charakteristische Verselbständigung der Brutalität, die jedes Gerede von Sinn und Notwendigkeit der Auseinandersetzungen als verlogen entlarvt.

So stellt dieser oft so martialische und gewaltverliebte Film letztlich auch ein überzeugendes Plädoyer für den Frieden dar. Insofern konnte ein solche Ode an die Menschlichkeit wohl auch nur von einem nicht-amerikanischen Regisseur gestaltet werden.

Noch eine Bemerkung zur historischen Präzision. Auch hier haben die Macher, wenn man zahlreichen Äußerungen zu diesem Film glauben darf, gute Arbeit geleistet. Die Situation und das Geschehen müssen schon geradezu akribisch dem folgen, was über diese Zeit dokumentiert und überliefert worden ist.

So, wie man actionorientieren Filmfreunden von "Ride with the Devil" trotz einiger beeindruckender Kampfszenen eher abraten sollte, werden einfühlsame und historisch interessierte Zuschauer trotz der beträchtlichen Länge von 138 Minuten (auf DVD 133 Minuten) von diesem sehr persönlichen Drama oft angetan und manchmal sogar gefesselt sein.

film-jury 5* A0961 © 15.5.2012eg ABR 114.923 Rezensionsexemplar
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am 11. Juli 2006
Es wird wohl kein Zufall sein, dass einer der besten Spätwestern von einem Nicht-Amerikaner gedreht wurde, der augenscheinlich den meisten Verlockungen dieses Genres widerstehen konnte. Früher oder später wird fast jeder amerikanische Western pathetisch - dieser nie. Auch in den gefühlvollsten Momenten bleibt der Film ruhig, fast nüchtern und folgt seinen Protagonisten mit teilnahmsvollem und distanziertem Blick und läßt ihnen so in all ihrer Widersprüchlichkeit und Gebrochenheit die Würde. Der Regisseur Ang Lee zeigt hier die Stärken des asiatischen Kinos: Eine präzise Erzählstruktur, handwerkliche Perfektion und emotionale Zurückhaltung. Die Geschichte: Der Film verfolgt die Schicksale einiger junger Männer zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs, die sich den südstaatlichen Guerilla-Truppen in Missouri anschließen und sich einen unbarmherzigen Kleinkrieg mit den Sympathisanten und Truppen der Nordstaaten liefern. Hier wird die Perversion des Bürgerkriegs gezeigt: Nachbar kämpft gegen Nachbar, eine Gesellschaft ist tief gepalten. Ein deutschstämmiger Einwanderer, Jake Roedel, ist die Hauptfigur. Seine Motive für seine Wahl, auf Seiten der Südstatten zu kämpfen, bleiben unklar, vielleicht folgt er einfach seinem besten Freund, Jack Bull Chiles, einem echten Südstaatler. Dieser wird im Laufe des Films tödlich verwundet und Jake Roedel findet einen neuen Freund in Daniel Holt, einem ehemaligem Sklaven. Einige Rezensenten beklagen diesen frühen Ausfall eines Hauptcharakters - sie scheinen zu übersehen, dass die aufkeimende Beziehung zwichen Roedel und Holt viel bedeutsamer für die Entwicklung der Geschichte und der Charaktere ist. Beide, Roedel und Holt, kämpfen für eine Sache, die nicht die ihre ist, die nicht ihre Interessen vertritt, beide bleiben trotz aller Anerkennung Außenseiter, beide lassen letztlich den Krieg und das Morden hinter sich. Roedel ist adäquat besetzt durch Tobey Maguire, dessen gefrorenes Jungengesicht die Zerstörungen des Krieges widerspiegelt, Holt wird in stiller Würde von dem renommierten Schauspieler Jeffrey Wright gespielt. Auch die Nebenrollen sind gut besetzt. Fazit: Dieser Film ist weder trocken noch langweilig sondern angenehm distanziert und die Schlußszene ist wunderbar emotional und berührend - vielleicht sollten häufiger Nicht-Amerikaner einen Western drehen.
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am 12. Februar 2012
Ang Lee ist mittlerweile kein Geheimtipp unter den zeitgenössischen Regisseuren mehr; seine Filme sind poetische Meisterwerke.

"Wer mit dem Teufel reitet" zeigt in beeindruckend einfühlsamer Weise eine Geschichte aus dem amerikanischen Bürgerkrieg im 19. Jahrhundert. Ang Lee vermittelt das amerikanische Drama anhand einer Freundschaft zwischen Jake Roedel, Sohn eines deutschen Einwanderers (Tobey Maguire) und Jack Bull, Sohn eines reichen Plantagenbesitzers (Skeet Ulrich), die beinahe ohne Bezug zu den politischen Einflüssen ihrer Zeit in den Sog des Krieges in der Grenzregion zwischen Kansas und Missouri gezogen werden. Dieser jämmerliche Krieg wurde seinerzeit vielfach unter Nachbarn ausgetragen.

Weniger ein Film, der actiongeladen für Spannung sorgt, stehen die Charaktere der beiden Hauptdarsteller im Vordergrund der Dramaturgie. Tobey Maguire (Spiderman) zeigt sich hier als vorzüglicher Charakter-Darsteller.

Ein rundherum gelungener Film, der unter die Haut geht und ein zweites und drittes Mal gesehen werden muss.
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am 11. November 2011
Für mich zeigt der Film vor allem Eines: Wenn es die Politik nicht schafft, Krieg zu verhindern, dann hat das Individuum keine Chance mehr, sich herauszuhalten. Eigentlich eine einfache, immer aktuelle Botschaft, die vor allem in Deutschland durch die Betroffenheit der Vätergeneration auf Zustimmung stoßen dürfte.
Excellent gemachter Film über eine der "dunklen" Zeiten in der amerikanischen Geschichte, in der Nachbarn ihre Nachbarn bekämpften, jeder der nicht sofort Zustimmung gegenüber den eigenen Ideen zeigte, als Gegner und Verräter abgestempelt wurde und jedes Massaker der guten Sache diente.
Meiner Meinung nach unbedingt zu empfehlen.
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TOP 1000 REZENSENTam 20. Juni 2011
Bushwhacker waren Guerillakrieger, die während des Sezessionskrieges in den Grenzstaaten zwischen Norden und Süden in Aktion traten. Diese unabhängig von der regulären Armee organisierten Männer kämpften für die Konföderation.
Da die großen Schlachtfelder der regulären Armeen weit weg von Missouri oder Kansas lag, formierten sich die Freunde der Union in dieser Gegend als sogenannte Jayhawkers, die somit zu den direkten Gegnern der Bushwackers wurden.
Beide Gruppen waren auch keinem militärischen Kommando unterstellt. In teilweise recht großen Banden unternahmen sie gut geplante und organisierte Angriffe, bei denen jeweils die gegnerischen Personen oder deren Sympathisanten Opfer von Hinterhalt und Attentat wurden.
Vereinzelt wurden ganze Städte niedergebrannt.
Aber viel häufiger war der Krieg Nachbar gegen Nachbar.
Im Jahr 1862 treten der junge Aristokrat Jack Bull Chiles (Skeet Ulrich), Sohn eines reichen Plantagenbesitzers und Jack Roedel (Tobey Maguire), Sohn eines deutschen Emmigranten, der sein bester Freund seit Kindertagen ist, den Bushwackers bei.
Für Jack Bull Chiles ist diese Entscheidung auch bestens nachzuvollziehen, denn sein Vater wird von den Jayhawkers bei einem Angriff auf die Plantage kaltblütig ermordet.
Jacks Vater ist eher Sympathisant der Union, wie die meisten deutschen Einwanderer. Aber Jack positioniert sich eindeutig und folgt seinem besten Freund bedingungslos in dem Kampf gegen die Nordstaaten.
Doch Jack muss sich als Aussenseiter in der Bande behaupten, da viele Kumpane Misstrauen gegen den jungen Deutschen hegen.
Vor allem mit dem hitzköpfigen Pitt Mackerson (Jonathan Rys Meyers) liegt er im ständigen Clinch.
Unter der Führung von Black John (James Caviezel) werden mehrere Attentate verübt.
Mit dem Aristokraten George Clyde (Simon Baker) taucht auch ein schwarzer Sklave namens Daniel Holt (Jeffrey Wright) auf, der fortan zur Bande gehört, weil er Clyds bester Freund ist, vom ihm freigekauft wurde und dieser ihm jederzeit sein Leben anvertraut.
Und dieser stille Holt ist natürlich noch viel mehr Misstrauen ausgesetzt als Jack.
Nach anfänglichem Zögern freunden sich die beiden Aussenseiter aber langsam an.
Als der Winter hereinbricht, verstecken sich die Männer in einem Winterquartier in den Wäldern, dort werden sie mit Proviant von der jungen hübsche Kriegswitwe Sue Lee Shelley (Jewel Kilcher) versorgt. Jack verliebt sich in die Frau, die Zuneigung wird erwidert.
Doch das Schicksal schlägt hart zu. Und auch das berüchtigte Massaker von Lawrence steht noch bevor...
Ang Lee drehte "Ride with the Devil" im Jahr 1999 kurz vor seinem großen Welterfolg "Tiger and Dragon".
Dabei gelingt es dem taiwanischen Filmregisseur ein sehr amerikanisches Thema extrem authentisch und glaubwürdig auf die Leinwand zu bringen.
Sein Film ist mit ruhiger Hand inszeniert und zeigt das Geschehen aus einer sehr kühlen Distanz.
Es gelingt aber trotzdem vortrefflich die einzelnen Charaktere zu skizzieren und man kann nur erahnen, wie elementar die Freundschaft dieser beiden jungen Männer ist, denn einer folgt dem anderen bedingungslos, bleibt lange Zeit somit der Schatten des anderen, aus dem er erst hervortreten kann, als er auch dessen Mädchen geheiratet hat.
Als Spiegelbild fungiert ein anderer Mann, der im Lauf der Geschichte auch zu einem Freund wird und dessen Geschichte mit der Geschichte des anderen verwandt sein könnte.
So gesehen ist "Ride with the Devil" auch ein Film über Freundschaft und über dadurch resultierende Abhängigkeiten.
Ein stilles. leises Filmjuwel mit prachtvollen Bildern, die auf das Konto von Frederick Elmes gehen.
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am 7. Januar 2003
Ang Lee, Regisseur von Tiger & Dragon, hat versucht einen spannenden Western zu drehen, was ihm auch gelungen ist. Der Film hat auch eine sehr gute Besetzung mit Tobey Maguire (Spiderman) und Skeet Ulrich (Scream).
Wir schreiben das Jahr 1862 und befinden uns an der Grenze zwischen Kansas und Missouri. Die beiden Freunde Jack Bull Chiles (Ulrich) und Jake Roedel (Maguire) schließen sich den Rebellen an, um den Südstaatlern zu helfen. Aus dem Hinterhalt greifen sie immer wieder einige Gruppen der feindlichen Soldaten an. Doch bald werden auch sie gejagt und einer nach dem anderen wird getötet. Viele der Kameraden machen auch nach dem Krieg noch weiter und schließen sich Quantrills Truppen an, die eigentlich nur noch plündern und morden.
Der Western bietet spannende Unterhaltung über 2 Stunden. Streckenweiße muß ich mich allerdings fragen, wie dieser Film eine Freigabe ab 12 Jahren erhalten hat, da er doch recht brutal ist, wenn z.b. einem der Akteure der Finger abgeschossen wird. Es gibt aber auch noch andere etwas härtere Szenen, die eigentlich eine FSK Freigabe ab 16 Jahren sinnvoll erscheinen ließen.
Trotzdem macht es Spaß diesen neuartigen Western anzuschauen. Vielleicht gibt es bald mal wieder einen guten Western. Wer Western mag sollte auch unbedingt "Schneller als der Tod" oder "Erbarmungslos" anschauen.
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am 15. Mai 2006
Regisseur Ang Lee läßt seine Protagonisten den Krieg abseits der Schlachtfelder, Plantagen,Ruhm und Ehre darstellen.

Der Krieg, den sie führen ist Guerilla-Krieg im Grenzgebiet Kansas/Missouri. D.h. "dreckiger Krieg ohne Fronten; auftauchen, zuschlagen, verstecken.....

Die Fronten gehen teiweise duch Familien wie beim Immigrantensohn Jake Roedel, der zum Süden, oder besser gesagt zu seinem Freund Jack Bull Chiles hält, sein deutscher Vater ist Föderalist, d.h. er will die Union bewahren.

Jake und Jack schließen sich den "Bushwrackers an, der Südstaatenmiliz. Ihr Feind sind die Jayhawkers. Der Eine ist nicht besser als der Andere; beide Seiten kämpfen einen Kampf, der keine Gewinner kennt......

Mitunter heftige Kämpfe, amouröse Verwicklungen, Langeweile in der Etappe, Verlust des Freundes usw...; der Film zeigt wie Krieg ist und was er aus den Menschen machen kann.
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am 26. Juli 2002
"Riding with the Devil" ist gewiss kein Action Kino à la "der Patriot" und ihm fehlt ebenso der Herzschmerz der "Der mit dem Wolf tanzt" groß gemacht hat, wenn man aber etwas ausserhalb von diesen beiden von Hollywood ausgetetenen Pfaden sucht, dann ist man bei diesem Film genau richtig! Ich will hier nicht die ganze Geschichte erzählen, sondern lieber die Liebe zur Ausgestaltung der einzelnen Figuren erwähnen, und auf die unerwartete aber realistische Handlung hinweisen. Wie schon gesagt, kein Popcorn-Kino, aber gerade deswegen gut.
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