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Kundenrezensionen

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am 4. Juni 2011
Vorab: Wer Remixe prinzipiell für eine überflüssige Verunstaltung der Originale hält, wird selbstredend mit dieser Veröffentlichung nicht glücklich, sie heißt nicht ohne Grund "Remixes 81-11"! Und es stimmt einfach nicht, dass hier nur eintönige, langweilige Remixe präsentiert werden. Eine insgesamt zunehmende Tendenz bei Depeche-Mode-Remixen hin zu eher prototypischen und eher uninspirierten Remixen mit starken Chill- und House-Anleihen ist nicht zu bestreiten. Aber beim Hören dieser Box ist festzustellen, dass eigentlich kaum solche Remixe hier überhaupt vertreten sind.

Diese Rezension bezieht sich auf die 3-CD-Box.

Nach der ersten offiziellen Remix-Compilation 2004 nun also sieben Jahre später ein zweiter Anlauf. POSITIV fällt da sofort auf: Im Vergleich gibt es diesmal viel MEHR bislang UNVERÖFFENTLICHTE Remixe: 14 (davon drei Stücke der aktuellen Maxi-Auskopplung "Personal Jesus 2011") der insgesamt 37 Remixe sind BRANDNEU, 13 Mixe stammen aus den letzten zehn Jahren, die restlichen 10 Stücke sind älter als zehn Jahre. (Zum Vergleich: Bei der 3er-Box zu "Remixes 81-04" waren acht von insgesamt 38 Remixen NEU.)

Dabei konzentriert sich die Box auf die Zeit nach dem ersten Remix-Sampler: Ein sattes Drittel der Originale, die den Remixen zugrunde liegen, stammt aus dieser Phase der letzten beiden Alben, der Rest verteilt sich etwa zu gleichen Teilen auf Stücke bis "Music for The Masses" und danach.

Zu den absoluten Highlights unter den NEUEN Remixen zählt "Tora! Tora! Tora! (Karlsson + Winnberg Remix)": Ein perfekter Remix. (Hierzu wünschte ich mir zusätzlich eine noch tanzbarere Fassung.)
Ein weiterer hinreißender Remix ist trotz Dave Gahans verzerrter Stimme der Richtung 8bit gehende "Puppets (Röyksopp Remix)": Ein Klassiker vorbildlich zu neuem Leben erweckt.
(Übrigens sind diese beiden Stücke auch auf der 1-CD-Version von "Remixes 81-11" enthalten, wie ich finde ein feiner Zug des Labels, diese beiden Ausnahmestücke auch in der "abgespeckten" Version des Remixalbums anzubieten.)

Aber auch die drei neuen "Personal Jesus"-Remixe heben das (geniale) Original durchaus gekonnt in die 2010er (allen voran der "Stargate"-Mix von CD1 dieser Box). Je öfter ich sie höre, desto klarer wird mir, dass es auf ihre Art würdige Nachfolger der allerdings bereits legendären Original-Remixe sind.
Ebenfalls hervorzuheben ist "In Chains (Alan Wilder Remix)": Ein sehr schöner, atmosphärisch-düsterer Remix, Recoil lässt artig grüßen, und Alan Wilder lässt alte Zeiten kurz wieder lebendig werden. Einen so jungen Song zu remixen war sicher eine gute Idee von/für Alan.
Und dann ist da auch noch "A Question of Time (Joebot Remix)": ein unkaputtbarer Klassiker, hier Richtung modernen EBM interpretiert, absolut hörenswert.
Und "Behind the Wheel (Vince Clarke Remix)": Anfangs kaum wiedererkennbares Elektrogefrickel, aber mit dem markanten Gesang des Orignals arbeitet diese Fassung durchaus spannend mit einigen Sounds und den Melodien des Songs.
Und und und - zurecht werden andere Rezensenten noch ganz andere Lieblingsremixe erwähnen - ganz nach Geschmack. Und je nach Stimmung wird sich die Auswahl der eigenen Lieblingsmixe beim Hörer natürlich auch ändern.

Für fast alle Stücke dieses Samplers gilt: sie werden eine ganze Weile lang immer besser, wenn man sie konzentriert und mehrmals hört - ohne vorzuspulen und abzubrechen. Bloßes Reinhuschen in Hörschnippsel bringt hier ehrlich gesagt kaum etwas.

Dabei entdecke ich auch in den alten, lange bekannten Mixen, platziert zwischen den neuen Stücken und nach teils vielen Jahren, in denen ich die alten Versionen nicht mehr gehört hatte, neue Nuancen.

Bei einigen Stücken hilft auch das konzentrierteste Hinhören zugegebenermaßen nicht. Einige schlechte Ausreißer seien ebenfalls kurz erwähnt: "Never let me down again (Eric Prydz Remix)" ist reichlich monoton und kann dem mitreißenden 2006er Remix von Digitalism (auf CD1 der Box) nicht annähernd das Wasser reichen. Auch eher einschläfernd: "Leave In Silence (Claro Intelecto Remix)".

Alles in allem bietet diese Zusammenstellung aber einen sehr guten Überblick. Für meinen Geschmack ist hier eine ziemlich gute Mischung gefunden worden. Einige der etwas älteren Remixe wie etwa von "Happiest Girl" oder "Slowblow" fügen sich erstaunlich zeitlos ins Gesamtbild ein, andere wirken naturgemäß schon ein bisschen altbacken. Dafür wird der eingefleischte Fan mit über einem Dutzend neuer Remixe bedient! Und wer nicht bereits jede einzelne Single und Maxi kennt, für den ist diese Box sogar ein noch volleres Füllhorn neuer Interpretationen. (Der sehr schöne "Sixtoes Remix" von "Peace" war mir zum Beispiel bislang unbekannt, obwohl ich die Peace-Maxi-CD sehr wohl kenne, nicht aber die Single-CD, auf der sich dieser Remix befindet. Ebenso kannte ich den schon zwei Jahre alten, sehr gelungenen "Le Weekend Remix" von "Ghost" bislang nicht.)

Dass die Originale dabei eigentlich nie übertroffen werden, zeugt im Übrigen von der Qualität dieser - und nicht per se davon, dass die Remixe schlecht sind. Dieser Sampler ist schließlich auch ein willkommener Anlass, zeitlose Elemente in vielleicht vor Jahren noch ungeliebten Remixen (neu) zu entdecken. Und die meist hervorragenden Originale wieder zu hören! Diese Remixe verdrängen schließlich nicht die Originale, sondern erweitern das Depeche-Mode-Universum. Ein Bonus, eine willkommene Abwechslung. Ncht mehr und nicht weniger. Natürlich kann man zum Beispiel beklagen, dass heute keine "Extended Versions" mehr produziert werden, wie sie in den 80ern Mode waren. Ich finde das auch sehr schade! Und wirklich, früher gab es fantastische und in der Qualität nie wieder erreichte Remixe. Das ist ein richtig guter Grund, ab und an die alten Scheiben wieder aufzulegen. Das ist nur kein kluger Grund, diese Box deswegen nicht zu mögen oder gar nicht erst zu hören. :-)

Noch eine Kleinigkeit: Die Angabe zum Strangelove-Remix auf der Rückseite der Box ist falsch, der Mix stammt von 1989 (nicht 1998). Aber wen so etwas interessiert, der weiß es vermutlich eh.

PS: Dass es zusätzlich zum Box-Set noch "Sweetest Perfection (Phil Kieran Vocal Mix)" nur als (derzeit Gratis!-)Download gibt, habe ich gerade durch Zufall erfahren: Sweetest Perfection (Phil Kieran Vocal Mix)
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am 26. Juli 2011
Diese CD-Box hat nichts mit Depeche Mode zu tun und zerstört nur die einst genialen Kompositionen! Ich habe ja nichts gegen Künstler die einem Song von Depeche Mode einen neuen Charakter verleihen, aber auf dieser CD-Box hat weder jemand die Songs von Depeche Mode verstanden noch musikalisch etwas hinzugefügt was den Superstars ebenbürtig ist! Einzig und allein erinnert Alan Wilders beigesteuerte Genialität an frühere Zeiten in denen die Jungs ihren Songs noch einen dichteren Sound-Teppich verpassten! Zeitgemäße Musik von Depeche Mode ist richtig und wichtig, aber nicht so! Ich kann mir nicht erklären warum sich Gahan und Co auf so etwas eingelassen haben!? Ein solches Werk zerstört nur ihren Status und wird von den Jungs zu einem späterem Zeitpunkt ganz sicherlich bereut! Ein völlig überflüssiges Album der Band und völlig unbedeutend in der musikalischen Geschichte von Depeche Mode! Wir können nur hoffen das EMI diese tolle und einzigartige Band nicht mit weiteren belanglosen Alben zerstört! "The best of" war schon ein überflüssiges Werk und zeigt wie sehr EMI den Daumen auf die Jungs hat! Als großer Fan der 3 Jungs war ich mit den Alben immer auf dem aktuellsten Stand, aber das wird zunehmend schwieriger bei den unzähligen Formaten eines Albums, Singles und wer weiß was noch! Ich ziehe da schon längst nicht mehr mit und gebe mich alle 4 Jahre mit einem tollen neuen Studio-Album zufrieden, denn auf diesen Ramsch kann ich verzichten! Da wollen Leute Geld kassieren und die Dinosaurier der elektronischen Musik zestören ihr Lebenswerk!
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TOP 500 REZENSENTam 7. Juni 2011
... um die Remixkultur sind nicht nur an dieser Stelle schon zu Recht ausgiebig gewürdigt worden, Mitte der 80er waren sie zweifellos das, was man die Speerspitze der Bewegung nennt. Das waren die Zeiten, wo nicht der Name des jeweiligen DJs den größten Platz einnahm, sondern der Track selbst im Vordergrund stand, wo noch "maxi" auf dem Vinyl stand und Begriffe wie Refix, Dub oder Vocal Edit eher selten zu hören waren. Der eingefleischte Fan brauchte auch keine zusätzliche Hilfe, um unter dem Label "Highland-", "Slavery Whip-", "Shizo- oder "Metal-Mix" den passenden Song zu verorten - mit Efdemin, Darren Price, Mark Saunders oder Eric Prydz sollte ihm das heute deutlich schwerer fallen. Zur Genüge gehört und dennoch nicht falsch: Mit dem House ging`s bergab, zu viele DJs erwiesen sich als die Totengräber der Remixkultur und Depeche Mode selbst gruben fleißig mit.

Das Maxi-Boxset gegen die Remixalben zu stellen ist deshalb mehr als ernüchternd: Hier zumeist kreative Ideen, die dem Song eine neue, überraschende Seite abgewinnen konnten, die ihn auseinandernahmen und auf verblüffende Weise wieder zusammensetzten - da die größtenteils einfallslose Verlängerung um ihrer selbst Willen, die bloße Aneinanderreihung von sattsam bekannten Versatzstücken. All das unterliegt dem Irrtum, dass ein überarbeitetes Stück grundsätzlich dem Diktat der Tanzbarkeit gehorchen muss, also mit einem ohrenbetäubenden und monotonen Wummern unterlegt gehört - an den Song an sich traut sich kaum jemand mehr heran, Tempovariationen, Stilbrüche, Fehlanzeige.

Auch die zweite Remix-Compilation der Engländer macht da leider keine Ausnahme. Die Deluxe-Version, unnötigerweise gestreckt auf drei CDs, versammelt auf den ersten beiden mehr oder weniger oft gehörtes Material mit weniger Licht und viel Schatten. Die Höhepunkte sind also schnell aufgezählt: Die Überarbeitung von "Suffer Well" durch M83 gehört ebenso dazu wie die "U.N.K.L.E.-Reconstruction" von "John The Revelator" - auch der "SixToes-Remix" der eigentlich recht schwachen SOTU-Nummer "Peace" gefällt nach wie vor in seiner orchestralen Variation. Trentemollers "Wrong" kann als gutes Beispiel für gefälligen Dancepop herhalten, "Fragile Tension" von Peter, Bjorn & John beweist, dass Kürze einer guten Idee nicht im Wege stehen muss, Monolake's "The Darkest Star" refragmentiert das Original gekonnt. Eine Wohltat ist, trotz aller abgedrehten Loops, das älteste Stück (1985) der Sammlung - der "Death Mix" von "Fly On The Windscreen" gilt nicht zu Unrecht selbst schon fast als Klassiker. Als letztes auf der Habenseite dann natürlich die feine, komplett entschleunigte TripHop-Adaption der Zwischensingle "Only When I Loose Myself" von Dan The Automator - der Japaner Nakamura bringt fette Beats und zartes Piano stilsicher in knappen fünf Minuten unter.

Die dritte Plastikscheibe bleibt aktuellen Bearbeitungen vorbehalten und enttäuscht, man muss es leider sagen, fast auf der ganzen Linie. Prydz` "Never Let Me Down Again" funktioniert vielleicht früh um drei zugedröhnt unter der Spiegelkugel, auch Band-Ex Vince Clarke bekommt nicht mehr als eine spannungsarme Diskonummer aus "Behind The Wheel" zustande. "Leave In Silence" von Claro Intelecto ist mehr als ärgerlich, die Originalspur läuft ohne Anknüpfungspunkte unter dem Soundbrei davon, Alan Wilder wiederum enttäuscht beim widerborstigen "In Chains" in seiner Rolle als lang ersehnter Heilsbringer und beim arg verkitschten "When The Body Speaks" (Karlsson & Winberg) erwartet man, dass im nächsten Moment Ponyhofbarbie um die Ecke gesprungen kommt. Röyksopp geben sich für "Puppets" wenigstens alle Mühe, dem Song etwas Neues und Ungehörtes abzuringen, das schaffen Karlsson & Winberg mit ihrem zweiten Versuch "Tora! Tora! Tora!" dann auch - völlig verrückt und deshalb charmant. Ganz und gar lässig ist dann gegen Ende der "Medway-Smith-Remix" von "Personal Jesus" geraten, da wird es plötzlich ganz sonnig und der Soulboy schiggert mit breitem Lächeln vorbei. Nur ein schwacher Trost allerdings für ein überwiegend fades Album - nicht unbedingt für die Tonne, aber beileibe auch nichts für den Altar. mapambulo:blog
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am 16. August 2011
Eigentlich wollte ich mich zu keiner Rezension für das Remix-Album hinreissen lassen, aber nach Begutachtung der bisherigen Schreiberlinge, habe ich meinen Plan aufgegeben.
Depeche Mode sind im 31. Jahr ihres Bestehens. Das sind durchschnittlich 20 Jahre mehr als jede aktuelle Band von heute oder früher es je schaffen werden oder geschafft haben. Das letzte Album liegt schon etwas zurück, das neue wird erst im nächsten Jahr aufgenommen.
DM beglücken die Fans mit einem 2. Remix-Album zum 30. Geburtstag. Was will Fan denn eigentlich mehr? Ich kann mich noch daran erinnern, welche Kommentare im Vorfeld zur Veröffentlichung des Remix-Albums auf der depechemode.de Seite geschrieben wurden. Da wurde fast einhellig geschrien, dass das Album nicht schnell genug herauskommen würde, die Fans könnten es kaum noch abwarten. Dann der Tag der Veröffentlichung und Zack stehen hier bei Amazon und woanders, zahlreiche Verrisse zum achso schlechten Remix-Album, auf das die Welt nicht gewartet habe. Ich kann da nur lachen. Martin Gore und Fletch haben in diversen Interviews immer wieder betont, dass es als Geschenk an die Fans gedacht ist und nicht als vollwertiges Album betrachtet werden dürfe.

Ich habe mir etwas Zeit gelassen mit dem Durchhören der einzelnen Tracks. Ok, ganz positiv kann auch ich diese Veröffentlichung nicht sehen. Die ersten beiden CD's sind ein Sammelsurium schon bekannter Remixe. Die meisten lungern bei mir eingestaubt in den einzelnen Maxi-Singles im Schrank herum. Aber so kommt man mal wieder dazu, diese Remixe durchzuhören.

Aber schon die 3.CD bietet viel neues Remix-Material von bekannten und weniger bekannten DJ's oder gar ehemaligen vollwertigen Mitgliedern der Band. Nun ist es sicherlich auch eine Geschmacksfrage, warum die DJ's von heute eher auf Kirmestechno stehen, aber das ist auch ein gewisser Zeitgeist. Diese Kirmestechnosongs sind auch mit Abstand die schlechtesten (PJ A.Metric, NLMDA - E.Prydz) der gesamten CD.

Dann beginnen aber auch schon die Kracher. Vince Clarke habe ich eine solch interessante Remixfassung von Behind the wheel nicht zugetraut! Leave in Silence kommt sehr chillig daher, und dann das lang erwartete Alan-Wilder-In Chains! Ja was soll man dazu sagen. AW schafft es, Atmosphäre zu schaffen wie kein zweiter! Ob DM heutzutage mit AW besser oder gleichbleibend gut wären, sei mal dahingestellt und soll hier nicht andiskutiert werden.

Weiter hauen When the Body Speaks (Karlsson&Winnberg) (geiler Bass), Puppets (jaja auch ohne die durchgeknallte Karin Dreijer schaffen es Röyksopp tolle verspielte E-Musik zu machen), Tora!Tora!Tora! (Karlsson&Winnberg) kommt schön schräg daher. Ein Song den ich schon seit Jahren nicht mehr hören kann; aber dank der Frischluftzufuhr klingt das ganze großartig. Freestate und I want it all, selbst AQOT (Joebot Presents Radio Face Remix) sind prima gelungen!

Also alles in allem, reisst natürlich die 3.CD die ganze Platte aus dem gröbsten raus. Das muss ich schon zugeben. Aber trotzdem bin ich der Meinung, das DM bei weiten heutzutage nicht mehr diese Relevanz hätten, wenn sich die ganzen Jahre über nicht irgendein bedeutender/unbekannter Remixer an die großartigen Songs von DM herangetraut hätte! Dadurch blieben sie relativ frisch und der geneigte Hörer bekam immer eine andere und interessante Sichtweise der Songs zu hören. Wer allerdings Akustisch in den 80'ern hängen geblieben ist, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Musik ist, wenn sie sich weiterentwickelt!
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am 17. März 2013
Ich würde mich durchaus als treuen DM-Fan der ersten Stunde bezeichnen und es braucht schon eine Menge, um mir eines Ihren Alben madig zu machen. Was soll ich sagen, die Remixes 81-11 haben das binnen Minuten geschafft!

Ich habe den Wandel der Band über die Jahre natürlich verfolgt und auch die leichten Entgleisungen Mitte der 90er Jahre hingenommen. Auch mit dem Sound des letzten Albums konnte ich mich nach kurzer Zeit anfreunden - Dave, Martin und Andy haben sich eben (weiter?) entwickelt und etwas neues probiert. Kann man mögen, muss man aber nicht. Was sie sich oder mir mit diesen Remixes aber angetan haben, kann ich allerdings in keiner Weise gutheissen. Mir ist schon klar, dass "Remix" eben "Remix" bedeutet - man kann geile Songs aber auch einfach neu mixen oder verändern, ohne ihnen Ihre Seele zu nehmen. Das hier ist schlichtweg eine Hinrichtung! Wer auf DM steht und sich vor allem mit dem 101-Album identifiziert, steht eigentlich nicht auf House- oder Techno-Sounds und genau sowas (oder wie auch immer sich das nennen soll) knallt einem ohne Vorwarnung in die Ohren. Ich kann nur sagen: grausam, schrecklich, würg, geht gar nicht...!

Liebe Modes, Ihr habt Euch mit "Everything Courts", "Strangelove", "Behind The Wheels", "Never Let Me Down Again" und anderen Songs selbst ein Denkmal gesetzt - wie könnt Ihr dieses auf solch schreckliche Art demontieren? Vielleicht bin ich altmodisch, aber DM stand und steht für mich für 1A Wave-Sound, ein Lebensgefühl, tolle Erinnerungen an eine tolle Zeit, Gänsehaut-Feeling inklusive, sowas hier geht da einfach überhaupt nicht mit zusammen. Typen, die sowas gehört haben, wären vor 25 Jahren haushoch aus den Clubs geflogen, in denen wir uns schwarzgekleidet auf dunklen Tanzflächen ausgelassen haben.

Bitte Jungs, never let me down again. Bitte Gott, lass mich diese fürchterlichen Klänge wieder aus meinem Kopf kriegen...

Mein Fazit:

I don't want to start any blasphemous rumours, but I think that Dave's got a sick sense of humor and when you buy I expect you`ll find him laughing...
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am 22. Juni 2011
Ich bin von allen drei CDs ziemlich enttäuscht. Es sind zwar einzelne Tracks ganz passabel (diverse Personal Jesus Versionen), aber man hat nicht wirklich Lust, eine CD am Stück durchzuhalten. Dies liegt wohl auch an der nicht gerade berauschenden Titelauswahl, die vorwiegend der letzteren DM-Alben entspringt. Wer ein wirklich gutes DM Remix Album hören will, der sollte sich besser "DM - The Remixes 2010" anhören. Hier sind richtige Hammerteile drauf (z.B. Blasphemous Rumours (The Ural Geckos Remix) etc.)

Fazit: auch für eingefleischte DM Fans wie mich kein "must have"
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TOP 500 REZENSENTam 7. Juni 2011
... um die Remixkultur sind nicht nur an dieser Stelle schon zu Recht ausgiebig gewürdigt worden, Mitte der 80er waren sie zweifellos das, was man die Speerspitze der Bewegung nennt. Das waren die Zeiten, wo nicht der Name des jeweiligen DJs den größten Platz einnahm, sondern der Track selbst im Vordergrund stand, wo noch "maxi" auf dem Vinyl stand und Begriffe wie Refix, Dub oder Vocal Edit eher selten zu hören waren. Der eingefleischte Fan brauchte auch keine zusätzliche Hilfe, um unter dem Label "Highland-", "Slavery Whip-", "Shizo- oder "Metal-Mix" den passenden Song zu verorten - mit Efdemin, Darren Price, Mark Saunders oder Eric Prydz sollte ihm das heute deutlich schwerer fallen. Zur Genüge gehört und dennoch nicht falsch: Mit dem House ging`s bergab, zu viele DJs erwiesen sich als die Totengräber der Remixkultur und Depeche Mode selbst gruben fleißig mit.

Das Maxi-Boxset gegen die Remixalben zu stellen ist deshalb mehr als ernüchternd: Hier zumeist kreative Ideen, die dem Song eine neue, überraschende Seite abgewinnen konnten, die ihn auseinandernahmen und auf verblüffende Weise wieder zusammensetzten - da die größtenteils einfallslose Verlängerung um ihrer selbst Willen, die bloße Aneinanderreihung von sattsam bekannten Versatzstücken. All das unterliegt dem Irrtum, dass ein überarbeitetes Stück grundsätzlich dem Diktat der Tanzbarkeit gehorchen muss, also mit einem ohrenbetäubenden und monotonen Wummern unterlegt gehört - an den Song an sich traut sich kaum jemand mehr heran, Tempovariationen, Stilbrüche, Fehlanzeige.

Auch die zweite Remix-Compilation der Engländer macht da leider keine Ausnahme. Die Deluxe-Version, unnötigerweise gestreckt auf drei CDs, versammelt auf den ersten beiden mehr oder weniger oft gehörtes Material mit weniger Licht und viel Schatten. Die Höhepunkte sind also schnell aufgezählt: Die Überarbeitung von "Suffer Well" durch M83 gehört ebenso dazu wie die "U.N.K.L.E.-Reconstruction" von "John The Revelator" - auch der "SixToes-Remix" der eigentlich recht schwachen SOTU-Nummer "Peace" gefällt nach wie vor in seiner orchestralen Variation. Trentemollers "Wrong" kann als gutes Beispiel für gefälligen Dancepop herhalten, "Fragile Tension" von Peter, Bjorn & John beweist, dass Kürze einer guten Idee nicht im Wege stehen muss, Monolake's "The Darkest Star" refragmentiert das Original gekonnt. Eine Wohltat ist, trotz aller abgedrehten Loops, das älteste Stück (1985) der Sammlung - der "Death Mix" von "Fly On The Windscreen" gilt nicht zu Unrecht selbst schon fast als Klassiker. Als letztes auf der Habenseite dann natürlich die feine, komplett entschleunigte TripHop-Adaption der Zwischensingle "Only When I Loose Myself" von Dan The Automator - der Japaner Nakamura bringt fette Beats und zartes Piano stilsicher in knappen fünf Minuten unter.

Die dritte Plastikscheibe bleibt aktuellen Bearbeitungen vorbehalten und enttäuscht, man muss es leider sagen, fast auf der ganzen Linie. Prydz` "Never Let Me Down Again" funktioniert vielleicht früh um drei zugedröhnt unter der Spiegelkugel, auch Band-Ex Vince Clarke bekommt nicht mehr als eine spannungsarme Diskonummer aus "Behind The Wheel" zustande. "Leave In Silence" von Claro Intelecto ist mehr als ärgerlich, die Originalspur läuft ohne Anknüpfungspunkte unter dem Soundbrei davon, Alan Wilder wiederum enttäuscht beim widerborstigen "In Chains" in seiner Rolle als lang ersehnter Heilsbringer und beim arg verkitschten "When The Body Speaks" (Karlsson & Winberg) erwartet man, dass im nächsten Moment Ponyhofbarbie um die Ecke gesprungen kommt. Röyksopp geben sich für "Puppets" wenigstens alle Mühe, dem Song etwas Neues und Ungehörtes abzuringen, das schaffen Karlsson & Winberg mit ihrem zweiten Versuch "Tora! Tora! Tora!" dann auch - völlig verrückt und deshalb charmant. Ganz und gar lässig ist dann gegen Ende der "Medway-Smith-Remix" von "Personal Jesus" geraten, da wird es plötzlich ganz sonnig und der Soulboy schiggert mit breitem Lächeln vorbei. Nur ein schwacher Trost allerdings für ein überwiegend fades Album - nicht unbedingt für die Tonne, aber beileibe auch nichts für den Altar. mapambulo:blog
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am 9. Juni 2011
Als alter Depeche Mode Fan mit fast 40 bin ich vom neuen Remixalbum schlicht und ergreifend enttäuscht. Ohne jetzt, wie manch meiner vorherigen Kritiker (oder auch nicht), auf jeden Titel einzeln einzugehen, muss ich summa summarum sagen, dass ich den auf diesem Album enthaltenen Remixen von "heute" nicht viel abgewinnen kann. Das wesentliche Kriterium für mich hierfür ist, dass man kaum noch das Original wiedererkennt. Vielmehr wurden hierfür "zeitgemäße" DJ`s und Künstler arrangiert, die den Tracks Clubcharakter einhauchen sollten, den Sound aber dabei derartig veränderten, so dass das Original fast immer auf der Strecke blieb. Eigentlich schlimm, waren doch die 12" Maxis, gerade aus den 80ern, das Nonplusultra für jeden DM- Fan. So auch für mich und daher tue ich mich mit den aktuellen Remixen eben unheimlich schwer. Das erschütternste Beispiel hierfür ist für mich der Digitalism Remix von "Never let me down again". Was hier aus dem 1987er Track gemacht wurde, ist wirklich übel !!! Mir stellt sich wirklich die Frage, was die Herren Gahan, Gore und Fletcher dazu bewegt hat, so eine Abart eines Mixes veröffentlichen zu lassen.
Vielmehr hätte ich mir vorstellen können, dass Top- DJ`s wie Paul van Dyk, atb, Blank & Jones, Ferry Corsten oder Armin van Buuren Remixe produziert hätten, die wirklich hörbar, zudem clubtauglich und vorallem wesentlich besser als das hier vorliegende Material gewesen wären.
Für mein Dafürhalten hätte man sich zweifelsohne 2 der 3 CD`s sparen können, da zum Einen der Großteil der neueren Tracks auf den dazu erschienen Maxi- CD`s enthalten waren und zum anderen die älteren Tracks, die zwar eher auf Limited Editions verewigt wurden (z.B. The Pulsating Orbital Vocal Mix von "Happiest girl" oder "Dub in my eyes"), aber diese Mixe der Fan sowieso schon besaß.
Zum Positiven: Als gut gelungen auf diesem Album und zudem "neu" empfinde ich den Alan Wilder Mix von "In chains", den Vince Clark Mix von "Behind the wheel" und die Neuinterpretation von "Leave in silence".
Der Rest bleibt leider erheblich unter den Erwartungen, daher nur 2 Sterne von mir.
Bleibt die Hoffnung auf ein gutes neues Studioalbum. Und - wenn noch eine Compilation sein muss (wer weiß es denn), dann vielleicht eine mit allen originalen 12" Mixes und/ oder B- Seiten aus den Achtzigern und Neunzigern.
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am 24. Dezember 2013
Als Liebhaberin elektronischer Musik und ewiger Fan von DM hat mich diese großartige limitierte Sammlung auf Vinyl aus den Socken gehauen. Mit der passende Anlage oder über Headphones ein wahres Musik-Erlebnis. Kritik an den Remixen kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin einfach glücklich, die Nadel auf das Vinyl zu legen und alle Wahrnehmungsantennen auf den Sound zu fokussieren. Daves Stimme, sowohl fette Beats, als auch leide Töne, unterschiedliche Tempi ... . Wow, einfach wow!
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am 8. Juli 2011
Nachdem Mute aufgekauft wurde und unter die Fittiche von EMI gelangt ist, haben sich auch Depeche Mode in die Fängen des Majors gegeben. Um den Vertrag zu erfüllen, ohne noch ein (vor-)schnelles Studioalbum zu produzieren bedienen sich viele Künstler (wie auch z.B. Madonna) dieses "Tricks", entweder ein Best-Of-Album oder eine andere Compilation herauszubringen. Depeche Mode haben dies sehr elegant gelöst. Statt einem weiteren Best-Of, dessen Güte immer etwas fragwürdig erscheint, haben sie sich namenhafte Remixer ins Boot geholt und alte und neue Schätzchen restaurieren lassen. Herausgekommen ist dieses Remix-Schmuckstück.

Depeche Mode gelten als einer der Vorreiter und meistgeremixten Bands überhaupt. Dieser Enthusiasmus ist zu spüren. Es gibt nur wenig Mixe, die völlig daneben sind. Fragwürdig vielleicht, die vielen Personal Jesus-Mixe, die ohnehin als Maxi erschienen sind. Toll vor allem, dass Alan Wilder mit dabei ist. Dessen Remixe sind mitunter auch die bemerkenswertesten. Auch Vince Clark war produktiv und borte Behind the wheel (etwas unspektakulärer, aber gut) auf. Meiner Meinung nach überraschend auf dem Album und mit zu den besten gehören die "alten Schätzchen" wie Puppets und Tora!Tora!Tora! sowie das grandiose Happiest Girl.

Nun ja, wer sich DM lieber in Single und Originalversionen anhört, wird damit kaum was anfangen können. Für echte Fans ist es ohnehin ein "Muss-Kauf". Da geht kein Weg daran vorbei - das weiß man auch im Hause Gahan & Co. Zwischendrin ein Häppchen reinwerfen ist gut. Aber alle warten natürlich auf was Neues! So könnte man kritisieren, dass wenigstens eine neue Single dabei hätte herausspringen sollen. Da war der sonst so mittendrin-produktive Gore wohl etwas phantasielos derzeit. Vielleicht wäre es ein kluger Schachzug gewesen, "Ghost" (sensationeller Bonus-Track von SOTU) hier zu verewigen und als Single rauszubringen. Schade drum. Dennoch eine echte Kaufempfehlung der drei CDs im hochwertigen Schuber.
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