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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
23
4,6 von 5 Sternen
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am 9. September 2011
Hier ist es nun, das lang erwartete Album der göttlichen Kombination John Arch/Jim Matheos.

Für alle Nicht-Insider: John Arch steuerte mitte der 1980er Jahre die Vocals zu den ersten drei Alben der Prog-Metal Pioniere Fates Warning bei. Speziell das dritte Album "Awaken the Guardian" stellt für viele Prog-Metal Fans - mich eingeschlossen - so etwas wie den heiligen Gral dieses Musik Stils dar.
Nach Johns Ausstieg 1987 übernahm Ray Alder das Mikrofon und mit ihm schlug die Band eine weniger metallische Richtung ein. Weiterhin sehr gute Musik mit einem wirklich hervorragenden Sänger, aber eben nicht mehr die alten Fates Warning.
Im Jahr 2003 gab es ein kurzes Lebenszeichen von John Arch mit der EP "Twist of Fate" auf der neben Fates Warnings Gitarrist und Mastermind Jim Matheos noch Joey Vera am Bass und Mike Portnoy an den Drums mitwirkten. Die zwei überlangen Songs der 28-minütigen EP machten Lust auf mehr und ließen auf eine weitere Zusammenarbeit hoffen, aber danach war wieder Funkstille.
Doch nun: siehe oben ;)

Zuerst die Antwort auf die wichtigste Frage: Wie klingt John Arch mit mittlerweile 52 Jahren?
Sie lautet: göttlich, einzigartig, engelsgleich, als sei er keinen Tag gealtert. Es ist unbegreiflich mit welcher Leichtigkeit sich dieser Mann noch in die Höhen seiner Sangeskunst begibt. Auch seine unverwechselbaren 'Trademarks', der teilweise mehrstimmig eingesungene Gesang und die einzigartigen Melodielinien klingen als sei der Mann im Kälteschlaf konserviert gewesen und für die Aufnahmen zu diesem Juwel erweckt worden.

Neben John/Jim sind noch Bobby Jarzombek an den Drums, Frank Aresti als zweiter Gitarrist und Joey Vera am Bass beteiligt. Da Frank auch am Jahrhundertwerk "Awaken the Guardian" beteiligt war, ist also bis auf die Rhythmusabteilung das legendäre Line-Up dieses Klassikers wieder beisammen.
Nun die Antwort auf die zweitwichtigste Frage: Klingt "Sympathetic Resonance" wie der Nachfolger von "Awaken..."?
Diesmal ein klares "nein". Aber sie klingt so, wie F.W. anno 2011 klingen könnten, wenn John der Band erhalten geblieben wäre.
Das Album fällt insgesamt eine ganze Ecke härter aus als die letzten Alben von F.W., die Produktion ist absolut auf der Höhe der Zeit, sehr druckvoll und trotzdem wunderbar transparent. Man kann sich problemlos auf einzelne Instrumente konzentrieren, wirklich hervorragend.
So entdeckt man das wunderbar vertrackte, aber trotzdem songdienliche und niemals überladen wirkende Drumming von Bobby Jarzombek oder genießt die überragende Gitarrenarbeit die niemals in sinnloses Gefrickel ausartet.

Die sechs Songs bringen es auf eine Spielzeit von 54 Minuten. Dabei ist jeder Song ein kleines Meisterwerk.

Mit 'Neurotically Wired' startet die Reise vielleicht sogar erst einmal ein wenig sperrig. Die einzelnen Parts wissen schon durchaus zu gefallen, aber in der Gesamtheit erschließt sich das Stück erst nach mehrmaligem Hören. Trotzdem zaubern die ersten Gesangslinien bereits Gänsehaut auf des Hörers Arme.
Dafür folgt mit 'Midnight Serenade' - quasi als Belohnung - der eingängigste und mit knapp 5 1/2 Minuten schon fast der kürzeste Track mit einem wunderschönen Refrain.
'Stained Glass Sky' ist als 5min 'edit'-Version bereits seit längerem auf Youtube zu bestaunen. In der hier vorliegenden 14min Version sticht neben dem 3-minütigen Instumental Part zu Beginn und dem folgenden Part der "edit"-Version das Ende des Stücks hervor: wiederum eine Gesangslinie wie sie nur John Arch zu kreieren vermag, bevor noch einmal die Zügel angezogen werden.
'On the Fence' vermittelt durch das schleppende Tempo eine dezent dunklere Stimmung, teilweise wie eine Verbeugung vor den alten Black Sabbath.
Danach folgt mit 'Any Given Day' der härteste Song des Albums der erst zum Ende ein wenig den Fuß vom Pedal nimmt.
Mit 'Incense and Myrrh' beschließt eine traumhafte Halbballade mit einem furiosen Finale eines der traumhaftesten Prog-Metal Alben, die ich seit langer, langer Zeit hören durfte.

Fazit: Die aktuelle Scheibe mit dem Meisterwerk "Spectre Within" oder dem Gral namens "Awaken the Guardian" zu vergleichen wäre extrem unfair...
... also mach ich's mal:

Ich bin mit extrem hohen Erwartungen an das Album herangegangen und diese wurden nicht enttäuscht. Natürlich lässt sich die Magie der damaligen Werke nicht mehr (vollständig) reproduzieren. Jedoch sind diese fünf Herren verdammt nah dran. Spieltechnisch sind sie eh über jeden Zweifel erhaben, die Vocals sind nicht von dieser Welt und das Songwriting ist komplex genug um auch nach dem X-ten durchlauf noch neue Feinheiten zu entdecken. Trotzdem gibt es reichlich Parts, welche sich bereits beim ersten Hören ins Hirn (und Herz) graben. Und da ist da noch dieser Gesang. Ich bin halt damals mit den alten Sachen aufgewachsen und es war eine Offenbarung für mich. Und ich hatte niemals zu hoffen gewagt dass es noch einmal einen solchen Output, ein solches (und hier ist der Begriff wirklich einmal angebracht) Meisterwerk geben würde. Ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass wir es hier mit einem weiteren Meilenstein zu tun haben, der seinen 'Klassiker'-Status quasi jetzt schon sicher hat.
Ich bin dankbar für dieses Comeback-Album des Jahrzehnts und hoffe inständig auf mehr.

In diesem Sinne: Kaufen und verzaubern lassen ;)
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am 2. Oktober 2011
Zugegeben: In Sachen Fates Warning war ich immer mehr dem Gesang von Ray Alder zugetan.
Aber: Mit nunmehr einigen Wochen Abstand zu diesem "Nicht-Fates Warning-Album" muss ich sagen, dass mich John Arch
auf ganzer Linie überzeugt und hier insgesamt ein eigenständiges, unheimlich dichtes und intensives
Prog-Werk vorliegt. Ich hoffe, dass sich viele Hörer die Zeit und Aufmerksamkeit nehmen,
die dieses Album durchaus braucht um seine Atmosphäre vollständig entfalten zu können.
Aus meiner Sicht ist bei den Longtracks die Kombination von verschachtelten Passagen und eingängigen
harmonischen Linien treffend gelungen. Hier sollte so schnell keine "Abnutzungserscheinungen " auftreten
und das Album auch nach Jahren spannend bleiben. Der Sound ist angenehm hart und weder altbacken noch zu
modern.

5 Sterne:
- für die kompositorische Stärke der Songs und den intensiven Gesang von Arch
- für die handwerklich perfekte Instrumentenfraktion sowie die klasse Produktion.
- als Dankeschön für die Vinyl-Bonusbeigabe in Form der EP " A twist of Fate" auf Seite 4 der Doppel-LP.
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am 1. Oktober 2011
Eigentlich sehe ich mich als Fates Warning - Fan. Ich habe mich allerdings mit den ersten Alben, auf denen noch John Arch sang,nie wirklich beschäftigt, da ich den Gesang - vorsichtig ausgedrückt - als anstrengend empfand. Trotz hörte ich mir dieses Album aufgrund der teilweise euphorischen Rezensionen an und war sofort begeistert. Ja, es kann sein, dass einen Arch's Gesang total nervt und damit der Spaß an der Musik abhanden kommt. Andererseits verpasst man damit das meiner Ansicht nach musikalisch beste Album dieses Jahres ! Unfassbar, wie Fates Warning's Musik in die Gegenwart transportiert und mit modernen, teilweise ziemlich harten Passagen angereichert; eine aufregende Mischung: Musikalisch nahe an der Perfektion. Und nach mehrmaligem Hören entfaltet auch der Gesang seine (positive) Wirkung, auch wenn mir Ray Alder weiterhin besser gefällt. Und es gibt noch einen weiteren Grund zur Freude: Für das nächste Jahr ist auch ein neues Fates Warning - Album angekündigt.
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am 11. September 2011
Lange Zeit ist vergangen nach " A twist of fate". Zu lange. Viel zu lange. Und gestern endlich war das neue Album von Arch Matheos in der Post!!! Bis jetzt hab ich das Kunstwerk viermal gehört. Und ich denke alle Facetten dieses Meisterwerks der progressiven Musik haben sich mir noch nicht erschlossen. Aber ich möchte trotzdem mal die bisher gewonnenen Eindrücke wieder geben.

Mit den alten Fates Warning Meisterwerken dieser beiden Masterminds ist Sympathetic Resonance nicht wirklich gut zu vergleichen. Also lass ich es.
Für mich ist dieser Output trotzdem der stärkste dieses Jahres, obwohl auch die neue Dream Theater erstaunlich gut ausgefallen ist. Aber hier ist die Magie der Songs noch ein bisschen magischer!!! Das Songwriting ist sehr komplex und sehr hart, was ich so nicht erwartete hatte. Der Opener "Neuroically wired" kommt verdammt sperrig daher, mündet dann aber nach ca. fünf Minuten in einen dieser Gänsehautchori wie nur John Arch ihn singen kann. Gedoppelte Vocals, fast schon.. ja sakral und beschwörend. "Midnight Serenad" ist auch kompakt, aber wesentlich zugänglicher. Auch hier wieder tolle Melodie. "Stained Glass Sky", das edit war ja schon bekannt, stellt sich als Perle des Genres heraus. Wieder kaum zu toppen.: Die großartigen Vocals von Arch. Besonders bei diesem Song verwundert mich doch der hohe Härtegrad bei den Gitarren."On the fence" ist dann etwas gemächlicher in der Gangart, aber nicht minder faszinierend.. "Any given day" gibt sich sehr verschachtelt und wieder mit einer Grundhärte, die man von den alten Fates Warning kaum gekannt hat. Die Strophen wirken zuerst sehr zusammenhangslos, das gibt sich aber bei mehrmaligem Genuss. Der Chorus ist auch hier wieder mit einer Ohrwurmmelodie ausgestattet, wenngleich auch schneller als gewohnt intoniert. Zuletzt folgt noch ein ergreifender Akkustikpart mit herrlichem Soli von Matheos. "Incense an Myrrh" ist dann ein würdiger, lange Zeit akkustisch gehaltener, Abschluss mit einer sehr, sehr schönen Gesangsmelodie unter die genialste CD dieses Jahres.
Die hypnotisierenden Vocals von John Arch sind unglaublich, Matheos ist ein genialer Songwriter, die Texte sind kryptisch und multibel interpretierbar.....eben ein Kunstwerk in Vollendung, welches für mich gleich nach "Awaken the guardian" kommt und zurzeit seines Gleichen sucht.
Im direkten Vergleich kommen Dream Theater, die ebenfalls Götter des Progmetals sind, diesmal nur auf den zweiten Platz!!!!
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am 10. Oktober 2011
"Awaken the Guardian" war vor 25 Jahren das Ausnahmealbum im Metalbereich schlechthin, auf Augenhöhe vielleicht nur noch der Vorgänger "The Spectre within". Viel Zeit ist seitdem vergangen, Bands kamen und gingen und auch Musikstile, einstmals hochgelobt, verschwanden in der Versenkung.

Fates Warning gehörten damals zu einer Handvoll Bands, die fern vom Mainstream in ihrer ganz eigenen Liga spielten und es nie nötig hatten, sich musikalisch oder imagemässig in der Öffentlichkeit anzubiedern. Stilistisch beheimatet im Progressive Metal, musikalisch vielleicht von der Komplexität und dem Understatement eher dem Jazz zugehörig, gefühlsmässig gerade in der Arch-Phase tendenziell eher mit der Melancholie des Blues liebäugelnd, waren Fates Warning stilprägend auch für nachfolgend kommerziell erfolgreichere Bands wie Dream Theater.

Mit John Arch ist also der Originalsänger nach 25 Jahren mit dem ersten Longplayer wieder zurück auf der Bühne und es bleibt zunächst einmal festzuhalten was für eine kongeniale Männerfreundschaft zwischen Matheos und Arch besteht. Es zeigt aber auch, dass nicht nur bei einer Hand voll eingefleischter Fans (Arch hat, obwohl er vor dem Album nur 2 Songs in 25 Jahren veröffentlichte, über 700 Facebook-Follower) diese Bandphase etwas Besonderes hinterlassen hat, sondern eben auch bei den beteiligten Musikern selbst.

Nun hat sich die Uhr, wie oben beschrieben aber auch im Progressive Metal weitergedreht. Übten Fates Warning mit ihrem ganz eigenen Stil anfänglich noch eine Vorreiterrolle aus, so merkt man bei Sympathetic Resonance ganz deutlich den umgekehrten Einfluß: Die Songs gehen musikalisch tendenziell leicht in die Dream Theater-Richtung, mitunter technische, nicht immer songdienliche Spielereien gewinnen an Bedeutung. Ich teile ansatzweise die Kritik meines Vorschreibers Myrksy, dass John Arch seine eigentliche Stärke, die brilliant verschachtelten Melodiebögen, in diesem modernen Gewand nicht voll ausspielen kann.

Trotzdem: "Sympathetic Resonance" ist eine wichtige Veröffentlichung, die es dem Hörer wie eh und je nicht leicht macht, die Songstrukturen zu entschlüsseln. Archs Gesang ist, bis auf oben erwähnte stilistisch bedingte Einschränkung, auch weiterhin ein Genuß und offen gesagt lese ich die teilweise verhaltenen Kritiken (nach dem Motto: "die Musik ist gut, aber der Gesang geht gar nicht") mit einer gewissen Genugtuung, manche Dinge ändern sich zum Glück nicht!
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am 14. August 2013
Wie sehr ich mich auf dieses Album gefreut habe. Nach knapp 25 Jahren nochmal ein Album mit Jimmy Matheos UND John Arch in den Händen zu halten, treibt dem alteingesessenen Fates Warning-Fan, der schon die ersten Alben seit Beginn sein Eigen nannte und sie bis zum heutigen Tage abfeiert, die eine oder andere Freudenträne in die Augen. Fates Warnings 1985er Album "The Spectre Within" gehört in meinen Augen (bzw. Ohren) bis heute zu einem der besten Alben aller Zeiten (was auch der Grund ist, warum ich es in vierfacher Ausführung besitze) – knapp gefolgt von dem Überflieger-Nachfolgealbum "Awaken The Guardian", das vollkommen zu Recht die meisten "Top-Metal-Alben-aller-Zeiten"-Listen, die man an allen möglichen Ecken findet, anführt.

Nun also – nach 25 Jahren (bzw. 8 Jahren, wenn man John Archs Solo-EP "A Twist of Fate" von 2003 mit einbezieht) – endlich wieder ein Werk mit John Arch am Mikrofon. Stellt sich nun nur die Frage: kann es die vollkommen extremen Erwartungen erfüllen?

Mit einem Wort: nein. Wenn sich eine Erwartungshaltung über 25 Jahre aufbaut, muss die CD schon mindestens eine Art von Krebs heilen können und nebenbei Weltfrieden herbeiführen, um restlos alle Wartenden zufriedenzustellen. Aber bleiben wir mal realistisch: ist das Album GUT?

Ja, das ist es. Zweifellos. Die Songs lassen die Herzen von Progressive-Metal-Fans höher schlagen. John Arch wirkt von der Stimme her nicht einmal sonderlich gealtert (wobei er selbstverständlich eher so klingt wie auf seiner 2003er Solo-EP als auf den alten Fates Warning-Alben, also minimal anders als noch 1984-1986). Auch all die Referenzen an die alten Fates Warning-Alben sind für Wissende einfach ZU schön. Wenn in "Stained Glass Sky" gesungen wird "Come journey to Arcana, travel starry spheres in trine", wird man direkt wieder in die magische Welt von "Awaken The Guardian" hineingezogen.

Was viele Fans sich sehnlichst wünschten, gilt also als erfüllt. Was der Eine oder Andere allerdings vielleicht nicht erwartet hätte – auch angesichts der letzten Fates Warning-Werke seit Mitte der 90er bis 2004 – ist die Härte, mit der auf "Sympathetic Resonance" vorgegangen wird. Hier wird besonders das Wort "Metal" in der Genre-Bezeichnung "Progressive Metal" betont. Doch auch die Progressivität wird gnadenlos auf die Spitze getrieben und braucht sich hinter aktuell "führenden" Bands des Genres, wie Symphony X, Dream Theater oder Seventh Wonder keineswegs zu verstecken – Arch/Matheos übertreffen diese Bands an frickeliger Verschachtelung streckenweise noch. Und ja: das ist eine gute Sache. WENN man sich die Zeit nimmt, die dieses Album definitiv benötigt. Zwei oder drei Durchläufe reichen da einfach noch nicht, was auch der Grund ist, warum ich mit dem Posten dieser Rezension so lange – beinah 2 Jahre lang – gewartet habe (denn gekauft habe ich mir das Album bereits am Erscheinungstag).

Dennoch muss ich schweren Herzens in der Bewertung des Albums einen Stern abziehen. Ich wollte (und will) dieses Album zu gerne so sehr lieben wie "The Spectre Within" oder "Awaken The Guardian" von Fates Warning oder auch die Solo-EP "A Twist of Fate" von John Arch, aber es scheint mir auch auf Dauer nicht zu gelingen. Und das gerade aus dem Grund, wegen dem ich mich besonders auf das Album gefreut habe: John Archs Gesang! Genau da liegt erschreckenderweise mein Problem.

Ich habe dem Album sicherlich inzwischen schon über 30 oder 40 Durchläufe gegönnt – mit Pausen von mehreren Wochen zwischendurch – aber es stellt sich nach wie vor schon als ziemlich schwierig heraus, das Album von vorne bis hinten durchzuhören, weil eben der Gesang (meines ansonsten absoluten Lieblingssängers!) auf die Dauer stark an den Nerven zerrt. Es wirkt beinah so, als rattere er oftmals viel zu schnell viel zuviel Text herunter, ohne einer sonderlich zu bemerkenden Gesangsmelodie zu folgen – es klingt viel mehr wie ein schnelles "gesungenes Sprechen" in hoher Tonlage. Glücklicherweise nicht immer, aber leider doch streckenweise. Einen kompositorischen Aufbau des Gesangs sucht man manchmal vergebens. Und ich wünschte, es wäre nicht so.

Daher leider nur 4 von 5 Sternen.

Dennoch: es ist und bleibt ein gnadenlos gutes Album und ich hoffe stark darauf, dass John Arch auch in Zukunft mit Jim Matheos und den anderen Jungs Musik machen wird. Ich würde mir ein weiteres Arch/Matheos-Album, das vielleicht etwas gemäßigter ist und ein bißchen weniger Text und dafür mehr Gesangs-Kohärenz besitzt, sehnlichst wünschen. Für das, was "Sympathetic Resonance" aber ist, macht es seine Sache gut. Verflucht gut!

Ach ja: am 30. September 2013 erscheint endlich – nach 9 Jahren Wartezeit – das neue Fates Warning-Album "Darkness in a Different Light" (natürlich mit Ray Alder am Mikrofon). Man darf gespannt sein!
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am 4. Oktober 2011
Prog war ja nie so mein Ding, zu hohe Stimmen, zuviel Keyboard-Gewaber und meist leidet die Hörbarkeit darunter, dass die Musiker ihre unbestreitbar vorhandene Technik in den Vordergrund stellen und zu sehr rumfrickeln müssen (Dream Theater vereinen das alles aufs Scheußlichste, Pfui!). Nach einer mehr als 20 Jahre währenden Karriere als Metal-Hörer ist dieses Album das erste seiner Art, welches ich uneingeschränkt empfehlen kann (Die grandiosen Mastodon sind für mich kein Prog).
Mit Fates Warning bin ich bisher noch nicht so recht warmgeworden (hab sie allerdings auch erst vor 2 Monaten "entdeckt"), mir waren Bands wie Metallica, Slayer, Satyricon, Death, Cynic etc. immer näher. Aber "Sympathetic Resonance" hat wirklich alles, um dauerhaft und langwährend angehört zu werden. Eine gesunde Portion Härte, gepaart mit wirklich schönen Gesangsmelodien (wenn man sich an Archs Stimme und seine ungewohnte Betonung gewöhnt hat, gehört er sicher zu den besten Sängern des Genres) und eingängigen Hooklines. Es sind zwar viele vertrackte Parts darunter, aber, wie z.B. bei Death, leidet hier nie der, ähm, Flow (ihr wisst schon, was ich meine;-)). Viele Melodien setzen sich hartnäckig im Hirn fest, bei jedem Hören entdeckt man Neues. Fazit: ich bin sehr froh, dass ich auf die sehr passende Rezension im Rock Hard gehört und mir dieses Album zugelegt habe. Sollte jeden einigermassen aufgeschlossenen Hörer harter Klänge begeistern. Anspieltip: das herausragende "Stained Glass Sky"!
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am 13. September 2011
Schade, dass ein solches Meisterwerk so selten erscheint. Ex-Fates Warning Sirene John Arch haute bereits 2003 eine göttliche EP raus und ist zurück mit Jim Matheos sowie dem Rest von Fates Warning (natürlich ohne Ray Alder, klar...). Niemand kann so singen wie John Arch und mit Jim Matheos solche großartigen Progressive Metal Title erschaffen. Einzigartig. Was auffält: die Scheibe ist ungewöhnlich hart und sehr komplex. Hier wird gefrickelt und gerockt bis zum Absinken und das mit sogroßartigen magischem Gesang. Wunderbare Songs mit wahnsinnig fantastischen Melodien und hartem Sound haben Arch/Matheos mit ihrem Mitmusikern erschafft. Hoffentlich ist das nicht das letzte Album. Eine Tournee wäre mein größter Wunsch, aber John Arch will wohl nicht mehr auf die Bühne. So bleibt also nur die CD, die aber irgendwie viel mehr bietet als zum Beispiel die neue ebenfalls sehr gute neue Dream Theater Scheibe. Danke für Sympathetic Resonance. Besser geht es nicht!
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am 2. Oktober 2011
Ganz offen- die Namen Arch und Matheos habe ich bis dato noch nicht wahrgenommen.
Ein Fehler ? Nun, in ihren Vorgänger-Combos sind sie mir schlicht NICHT aufgefallen.
Ich bin bei Sympathetic Resonance fast ausschliesslich von den phänomenalen Kritiken
der "Umwelt" geleitet worden - und dabei soooo positiv überrascht worden, dass ich
es mit Worten kaum ausdrücken kann. Irre Melodien, fetter drive, starke Grooves
gepaart mit einer Überdosis an phantasievollen und dadurch lang ausgedehnten Song-
strukturen. Ich habe selbst nach mehrfachem, wachen Durchhören der CD noch längst
nicht alles erfasst, was Arch/Matheos da draufgepackt haben. Ein Meisterwerk des
ProgMeal - kann da zukünftig überhaupt noch eine Steigerung passieren?
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am 20. September 2011
Ich hätte es nicht für möglich gehalten und nur in meinen kühnsten Traumen dran geglaubt:

Der originellste und beste Metalsänger aller Zeiten hat sich mit seinen ehemaligen Weggefährten zusammengetan und ein progressives Meisterwerk erschaffen.
Hier liegt die Betonung wirklich auf Progressivität und zwar sowohl was den wunderschönen, wenn auch nicht massenkompatiblen Gesang des Meisters angeht, als auch im Instrumentalbereich und im Songwriting. Hier wird keine leichte Kost geboten, die von angeberischem Gefrickel begleitet wird.(Dafür sind andere zuständig...) Hier werden Songs für die Ewigkeit zelebriert.

Der Opener überrascht, wie das nachfolgende "Midnight Serenade" mit einem epischen, phänomenalen Refrain.
"Stained glass sky" startet als schweres instrumentales Proggeschütz und mündet von einem tollen Refrain in einen wunderschönen Akustikpart.
Das anschließende, etwas sperrige "On the fence" ist so etwas wie der "Schwachpunkt" des Albums, schlägt aber immer noch 90 % der Konkurrenz um Längen und erinnert mich stellenweise an Psychotic Waltz zu Everflow-Zeiten.

Danach geht es wieder proggig und melodisch zur Sache. Das Album endet mit der tollen Halbballade "Incense and Myrr" bei der wirklich die Zeiten von "Awaken the Guardian" heraufbeschworen werden.

Trotz gelegentlicher Verweise an vergangene Glanztaten klingt das ALbum hochmodern, die Gitarren tönen bretthart aus den Boxen und die Rhytmusarbeit von Bobby Jarzombek und Joey Vera ist nicht von dieser Welt.
Hinzu kommt eine transparente, richtig fette Produktion die keine soundtechnischen Wünsche offenlässt.
Ein Album, das jeder Musikliebhaber sein Eigen nennen sollte und für mich persönlich die beste Musikveröffentlichung seit John Archs EP "A twist of fate" im Jahre 2003.
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