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am 24. Oktober 2011
Nun, die Walkabouts haben sich viel Zeit für ihr neues Album gelassen. Die lange Wartezeit wurde zum Glück immer Mal wieder durch ein Neben- oder Soloprojekt verkürzt, zuletzt durch das geniale Project L/O/N/G, welches allerdings fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit in den Handel kam.

Doch die musikalische Walkabouts-Welt ist jetzt wieder in Ordnung und das neue Album um die Band von Eckman und Torgerson ist ein Meisterwerk geworden. Es vereinigt alle grossen musikalischen Tugenden, welche sie letztendlich zur Kultband werden liessen.

'My Diviner' erinnert an die 'Setting the Woods on Fire - Devil's Road'-Phase. Dank Carla Torgersons Stimme ist dieser melancholische Eröffnungssong ein Walkabout-typisches Meisterwerk geworden, er beinhaltet alles, wofür man die Walkabouts letztendlich liebt.
Bei 'The Dustlands' wechselt dann der Gesang und Chris Eckman übernimmt die Hauptstimme. Es ist ein wunderbarer 'Mid-Tempo-Song', der von den Streicherinstrumenten des Apollon Chamber Orchestras unterstützt wird.
Etwas rockiger geht es in 'Soul Thief' weiter, textlich brillant - wie man dies von Eckman eben so kennt ("The burden I carry, is the story I tell, those in purgatory, singing fondly of hell") ...einfach genial...
'They are not like us' haucht Carla beim nächsten Lied ins Mikrofon, so düster und gleichzeitig so zerbrechlich, man könnte ihr stundenlang zuhören ("We are bird and we are snake, bones of laughter, thorns of hate").
Ein bisschen 'flotter' beginnt dann 'Thin of the Air'; Streicher, Orgel und E-Gitarre wechseln sich im Hintergrund ab. Man fühlt förmlich den Geist des seligen Townes van Zandt mitsingen!
Klar, der 'Rainmaker Blues' wird von Mr. Eckman gesungen; da schliesse ich die Augen und stelle mir vor, wie die Walkabouts den Song live in einem kleinen Club zum Besten geben...(mit Background Chor und durch den konstanten durchgehenden Rhythmus des Schlagzeugs zusammengehalten).
Mit 'Every River will Burn' geht es anschliessend musikalisch über 6 Minuten durch einsame amerikanische Wüstenlandschaften, eben durch die Dustlands. Dieser Song ist für mich die musikalische Perfektion, ein Meisterwerk... und man beginnt einfach mit Träumen.
Doch dann reisst einen Chris Eckman wieder aus diesem Traum um mit dem flotteren 'No Rhyme No Reason' fortzufahren. Textlich bleibt es jedoch weiterhin düster ("A scorpion closed in by flame, stings himself to death, simple and plain").
'Wild Sky Revelry' ist wieder ein ganz ruhiges Stück, getragen von Carlas einzigartiger Stimme.
Konsequent im 'Zick-Zack-Verfahren' geht es weiter mit einem rockigeren Lied ...Eckman und die elektrische Gitarre... 'Long Drive in a Slow Machine' hält mühelos das hohe Niveau der Platte aufrecht.
Wie könnte ein Album schliesslich schöner abgeschlossen werden als durch ein Lied wie 'Horizon Fade'. Da kommt Wehmut auf, man möchte die Musik schier aufhalten und für sich einschliessen; ganz langsam und süsslich gleitet sie weg und es wird einem erst nach und nach bewusst, dass dieses Konzeptalbum einen noch lange verfolgt und beschäftigt. Da reicht ihnen zurzeit keiner das Wasser, selbst geniale und von mir hochgeschätzte Musiker (denen man nachsagt 'Wüstenrock' zu spielen) wie Howe Gelb oder Steve Wynn können hier nicht mithalten.

Was singen die Walkabouts am Ende der Platte? "Will you ever come back, to this place?"
Die Antwort lautet: "Ja sicher, immer und immer wieder!"
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am 2. November 2011
...seit der Veröffentlichung bei mir in Dauerrotation zu laufen und sich trotzdem noch nicht abzunutzen - daher klare 5 Sterne.
Den Garagen-Rockausflug "Acetylene" fand ich leider über weite Stecken missglückt (Ausnahme "Devil in the details"), daher überrascht es mich umso mehr, dass dieses Album wieder an den besten Zeiten der Band anknüpft - oder sogar eine neue einläutet? Die bekannten Stilelement der Walkabouts finden sich hier wieder - allerdings erweitert und mit zahlreichen neuen Facetten angereichert, die vor allen Dingen in den letzten Projekten von Chris Eckman (Solo, Dirtmusic) ihren Ursprung haben und meisterlich in das neue Walkaboutsgewand eingewoben werden. Vor allen Dingen Stücke wie "Dustland" "Soul thief" oder "Rainmaker blues" atmen Sound und Stil der letzten Jahre des Bandleaders, Komponisten und Produzenten des neuen Albums, allerdings ohne eine billige Kopie der anderen genannten Projekte zu sein. Vielmehr nutzt Eckamn seine Erfahrungen mit den neuen Klangspektren, um seiner Hauptband neue Türen zu öffnen und sich weiter zu entwickeln. "My diviner", "Horizon fade" oder "Wild sky revelry" könnten auch von älteren Veröffentlichungen der Band stammen, die anderen Songs bieten jedoch einen neuen und eigenständigen Sound, ohne mit den bekannten Elementen Melancholie und Atmosphäre zu brechen. Gekonnt werden abwechslungsreiche Arrangements und rhythmische Finessen geboten, betörende Melodien entwickelt und Bridgeteile ans Ende einiger Songs gestellt, die es schaffen, nochmals eine Steigerung und Intensivierung zu generieren.
Zusammengefasst stimmt bei dieser Veröffentlichung einfach alles. Klare Kaufempfehlung für mein "Herbstalbum Nr. 1".
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am 5. Dezember 2011
Lange musst ich auf ein neues Werk dieser, einer meiner Lieblingsbands, warten. Und es hat sich gelohnt. Mit Travels in the Dustland schließen die Walkabouts nicht an ihr letztes, doch eher rauhes und wütendes Acetylene an, sondern gehen wieder etwas back to the roots. Ein Konzeptalbung, dass mich in seinen Bann gezogen hat. Die Streichereinlagen erinnern tatsächlich an die früheren Alben, in denen die Walkabouts diese stärker einsetzen (Nighttown, Devils Road). Aber dennoch hat dieses neue Album seinen ganz eigenen Charme, der sich schwer ausdrücken lässt. Daher empfehle ich jedem, der mit den Walkabouts etwas anfangen kann, hier unbedingt reinhören. Für mich ist dies Band eigentlich immer dann am stärksten, wenn Carla und Chris im Duett singen. Und beim letzten Song Horizon Fade haben die Zwei sich mal wieder selbst übertroffen. Schon wegen diesem Liedes muss man sich dieses Album zulegen!
Zuletzt noch ein Wort zur Produktion an sich: Der Sound ist mal wieder extrem gut. Die Aufnahmen klingen auf meiner nicht ganz billigen Hifi-Anlage fantastisch! Als Referenz würde ich auch wieder auf Horizon Fade verweisen. Der Klang dieses Songs hat mich einfach umgehauen...
Für solch ein Kunstwerk kann es nur 5 Sterne geben...
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am 26. Oktober 2011
Ich kann mich dem Vorredner nur anschließen! Ein Meisterwerk, das - scheinbar aus dem Nichts kommend - locker die gesamte bisherige Musikproduktion des Jahres in den Schatten stellt und völlig nahtlos, aber ohne in bloßer Kopie zu verharren, an vergangene Großtaten wie "Nighttown" und vor allem "Devil's Road" anknüpft. Wie immer haben die Walkabouts es geschafft, dem gesamten Album eine ganz eigene Atmosphäre zu verpassen, diesmal fallen vor allem die herrlich beseelt vor sich hinwabernde Orgel und gelegentliche "Up-Tempo-Ausflüge" (ok,zumindest für Walkabouts-Verhältnisse!) positiv auf. Schön, dass auch wieder echte Streicher und eine Reihe anderer Gastmusiker das Klangbild komplettieren. Man kann den Walkabouts nur wünschen, dass dieses fantastische Album nicht ungehört untergeht und sie nach der recht langen Zeit seit dem letzten gemeinsamen Album ihr Publikum wieder finden!
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am 6. Dezember 2011
Genial , Phantastisch , Sensationell , Geoßartig ! Das sind nur einige Attribute die mir zu diesem tollen Album einfallen . Aus dem Stand reiht sich dieses Opus zu meinen 10 Lieblingsalben ein . Es ist ein Erlebnis diesen Melodien lauschen zu dürfen . Man kann keinen Song hervor heben . Vom ersten bis zum letzten Stück ein Meisterwerk ! Das Album des Jahres ! Und ein tolles Weihnachtsgeschenk !
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