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Kundenrezensionen

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am 17. September 2014
Zwar rückt der Film nicht wirklich in die Nähe von "Dichtung und Wahrheit", jedoch schafft es dieser Film, die zwei Ebenen - subjektive Wahrnehmungsebene und objektive Realität - geschickt in Bezug zu setzen:

Dr. Forster ist Psychiater und erhält den außergewöhnlichen Fall des Henry Letham. Je tiefer er sich in den Fall stürzt, desto deutlicher sieht er, dass er selbst weit mehr mit der Krankheit des Henry verbunden ist als ihm lieb sein darf. Die Trennung zwischen Arzt und Patient zerfällt immer mehr, nicht nur, dass seine eigene Wahrnehmung keine klaren Antworten mehr zulässt, sondern auch, weil sein und Henrys Umfeld die Trennung nach und nach aufhebt. Die Schlusssequenz löst das Rätsel in meinen Augen schön und klar auf. Wenn man ein bisschen mitdenkt oder googelt, weiß man u.a. auch, weshalb Dr. Forster permanent diese furchtbaren Hochwasserhosen hat (nicht das eigentliche Rätsel, nur ein Randproblem).

Diese Detailverliebtheit macht den Film auch irgendwie schön. Die Welt, in der sich Dr. Forster wiederfindet, weist sehr viele bedeutende und weniger bedeutende Elemente auf, die eine Antwort verlangen und die am Ende auch einer Erklärung zugeführt werden können. Verdoppelungen, Flashbacks, Verwechslungen, komplett unpassende Aussagen etc. finden am Ende ihre Berechtigung. Wenn man sich die Rezensionen durchsieht, finden manche die Lösung unverständlich, andere aber auch zu simpel. Das zeigt in meinen Augen das Meisterhafte. Am Ende steht tatsächlich kein metaphysischen Konstrukt, und die Frage, wo der Sinn von so einem Film sein soll, stellt sich zu Recht. Meines Erachtens lässt sich die Frage aber gut beantworten: Die künstlerische Darstellung der subjektiven Wahrnehmung einer Person, der so etwas passiert wie dem Protagonisten, in Bezug auf das tatsächlich Wahrnehmbare, ist immer wieder eine Verfilmung wert. Und diese Darstellung, die Überleitung von Wahrnehmung zu Wirklichkeit, ist wirklich nicht schlecht gelungen.

Die schauspielerische Leistung von allen bekommt fünf Sterne, da schwächelt niemand, und das ist für den Film sehr wichtig und bei dieser Materie keine Selbstverständlichkeit. Was mir noch gefällt, ist die durchgängige Symbolik, die Querbezüge (etwa das Sehhundfoto in Culpeppers/Forsters Wohnung), das permanente verwirrende Eindringen der Realität in die subjektive Wahrnehmung des Protagonisten, die Klarheit der Lösung. Etwas zu arg empfand ich jedoch die Übergänge, das war mir doch zu auffällig. Den einen oder anderen tollen Übergang einbauen, gerne. Aber wie aus einem Foliensatz hundert Übergänge auszuprobieren - das fällt in die Schublade Geschmackssache. Aber ansonsten: Von solchen Filmen bitte mehr, das ist wirklich ein feiner Mitdenk- und Rätselspaß!

Ein Film, der mir wirklich Freude bereitet hat.

SPOILER: "Ich schlief und fuhr mit meinem ganzen Wesen in den Traum hinein. Ich warf mich in ihn so in Angst und Schmerz herein, dass er es nicht ertrug, mich aber auch nicht wecken durfte, weil die Welt um mich zu Ende war". Dieses leicht abgewandelte Kafka-Zitat konnte ich mir nicht verkneifen. Passt zwar nicht ganz auf den Film, besser ausdrücken kann ich es jedoch nicht.
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am 17. August 2006
Stay ist seit langer Zeit endlich wieder mal ein Film, der fasziniert, beeindruckt und zum Nachdenken anregt, kein hohles Popcornkino. Die filmischen Stilmittel und die Machart des Filmes sind großartig gelungen. Beim ersten Mal Gucken ist der Film (zugegebenermaßen)sehr verwirrend und man fragt sich zunächst was es soll. Aber das Ende klärt den Film auf und beim zweiten Mal gucken wird einem sehr vieles der bizarren Handlungsstränge und der optischen Surrealitäten klar.

******Wer das Ende noch nicht wissen will, lese meine Rezension nicht weiter ab hier!*****

Ryan Gosling zeigt eine herausragende schauspielerische Leistung,er ist ein junger Künstler, dem vor seinem Tod und nach dem alptraumhaften Unfall in Erinnerungsfetzten und verdrehten Charakteren sein bisheriges Leben und seine momentanen Wahrnehmungen durch den Kopf laufen. Er hört Ewan Mc Gregors Stimme, die real zu ihm spricht auf einem Anrufbeantworter, ihn quälen Schuldgefühle wegen des Unfalls, den er denkt verschuldet zu haben und seine Liebe zu seiner Freundin, die er heiraten wollte. Dies läuft alles in seinem Kopf zu einer Geschichte zusammen und wenn man im Sterben liegt, hat Zeit und Raum keine Bedeutung mehr. An kleinen Dingen während des Filmes erkennt man, dass sich Ryan Gosling nicht in der Realität sondern in seiner Vor dem Tod- Traumwelt befindet. Ewan Mc Gregors Hosen zum Beispiel sind durch den ganzen Film immer zu kurz, das macht Sinn, denn der auf der Strasse liegende Ryan kann ihn nur vor sich kniend sehen und dann haben die Hosen auch Hochwasser. In diesem Film wurden auf feine, kleine Dinge geachtet und bei jedem Mal sehen entdeckt man neue Sachen, die einen den Film noch besser verstehen lassen. Deshalb ein absolutes Muss für jeden Filmfan. Ich als erklärter Lynchianer sehe diesen Film als ebenbürtigen Nachfolger des großen Meisters David Lynch.
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am 4. September 2006
23:55 Uhr. Der Film ist gerade zuende. Das letzte Mal als mich ein Film so beeindruckt hat wie dieser, habe ich die ganze Nacht wachgelegen und versucht zu begreifen, was ich da gerade gesehen habe. Der Film hieß damals "Mulholland Drive" von David Lynch. Ich liebe diesen Film. Fesselnd, verwirrend - absolute Spitzenklasse...Seitdem habe ich den Film bestimmt schon 10 mal gesehen und bin jedes Mal wieder begeistert, wie anders und genial Kino sein kann.Jetzt das : Eigentlich habe ich den Film nur gekauft, weil mir die Story gefiel und Arthaus auf dem Cover stand..Meiner Meinung nach schon mal eine gewisse Sicherheit, das mich hier kein typisches Hollywood Kino Spektakel, sondern ein guter - vielleicht sonderbarer, aber in jedem Fall interessanter Film erwartet. Meine Erwartungen wurden aber so weit übertroffen, das ich mich jetzt noch mal an den Rechner setzen und allen mitteilen muss, wie gut, verrückt und genial dieser Film ist. Ryan Gosling ist der Oberhammer. Naomi Watts natürlich auch. Nach Mulholland Drive und 21 Gramm definitiv meine Lieblingsschauspielerin.Selten habe ich so gute Bilder, Schnitte, Übergänge und Kamerafahrten gesehen.Ich liebe Filme, die den Zuschauer verwirren und doch in ihren Bann ziehen ohne dabei in irgendeiner Form banal zu werden.Mich hätte es nicht gewundert, wenn auf dem Cover der DVD folgender Satz gestanden hätte : "Directed by David Lynch" Ganz großes Kino. Gerne morgen nochmal...
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am 22. März 2016
Stay ist ein Film, der einen mit Fragen zurücklässt. Ist es ein Traum in den letzten Sekunden des Lebens oder eine abgefahrene Wahnsinnswelt? Auf alle Fälle ist es ein gut gemachter Film mit tollen Schauspielern, den man sich mal anschauen sollte.
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am 9. August 2007
Ich kann mich den meisten meiner Vorgänger nur anschließen: Dieser Film gehört zu den gegenwärtig besten und intelligentesten Produktionen.
Ich wollte den Film sehen, weil ich Mystery-Filme mag und Ryan Gosling (seit "Mord nach Plan") einer meiner Lieblings-Jungschauspieler ist.
Im Nachhinein war ich dann nicht nur von seiner schauspielerischen Leistung beeindruckt, sondern vom Film in seinem Ganzen. Natürlich haben auch Ewan McGregor und Naomi Watts ihre Rollen perfekt verkörpert und umgesetzt. Noch mehr hervorgehoben werden, sollten jedoch die atmosphärischen Szenenwechsel, das Licht mit der dazugehörigen Szenerie und die Kameraführung an sich. Allein dadurch wirkt der Film intelligent und vielschichtig, ist seine Hintergründe und Handlung betreffend sogar mehr als das.
Die Story ist perfekt durchdacht, es werden unglaublich beeindruckende und nachdenkliche Zitate eingebaut (von dem Künstler, dessen Name mir grade nicht einfällt ;)), und unheimlich viel Raum für Interpretationen gelassen. Die Schauspieler tun wie gesagt ihr übriges.

Allein deshalb kann ich den Film jedem ans Herz legen, der nicht nur unterhalten , sondern mit den Gefühlen der Charaktere mit gerissen werden will und der die Handlung betreffend gern eigene Schlüsse zieht.

Sollte es beim ersten Mal noch Verständnisprobleme geben, zeigt das meiner Meinung nach nur, wie vielschichtig und intelligent die Story ist.
"Stay" ist eben ein Film, bei dem einem die Lösung nicht sofort präsentiert wird, sondern den man erst nach dem gucken durch nachdenken und interpretieren richtig versteht oder eben, indem man ihn sich ein zweites mal ansieht. Deshalb wird er für mich auch nie langweilig.

Wie schon meine Vorgänger erwähnten ist der Film aber nicht so komplex, dass ihn nur Superintelligente verstehen können... Er erfordert lediglich etwas Gehirnaktivität... ;-)

Also: UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT!! Ein psychodramatischer Mystery-Film, der Kenner des Mystery-Genres und Fans von Filmen wie "The Jacket" (mit Adrien Brody in der Hauptrolle) beeindrucken wird.
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MEDIUM (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: solides, ordentliches Bild, Kontrast gut
- TON: kräftig und gut abgestimmt, Räumlichkeit wenig, aber wenn sehr gut ausgereizt, Blu-ray: DTS-HD 5.1!, DVD: DD 5.1
- EXTRAS: sehr gut, ca. 70 Minuten: Audiokommentare, diverse Featurettes, Interviews, viele Trailer

FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Ein Film der die Auflösung seiner zunächst verwirrenden Story mit höchsten Erwartungen schürt und die Auflösung erst in der Schlußszene serviert geht ein immenses Risiko ein. Scheitert der Storybogen an Glaubhaftig- und Nachhaltigkeit dann wird er durch die Zuschauer abgelehnt - schafft er jedoch diesen Spagat kann er zum Klassiker (z.B. SIXTH SENSE) werden. STAY ist als Design-Mysterythriller irgendwo zwischen diesen Extremen und jeder muss für sich entscheiden wo genau auf dieser Skala.

Die Story (OHNE SPOILER!) ist der Schlüssel zum Film, so daß hier nichts, aber auch gar nichts verraten wird. In kurzen Zügen nur so viel: Henry Letham (Ryan Gosling) ist durch einen Unfall traumatisiert und in der Behandlung von Dr. Sam Foster (Ewan McGregor). Er kündigt an sich umzubringen und es geschehen unglaubliche Dinge die für Sam Foster und seine Freundin (Naomi Watts) nicht mehr nachvollziehbar sind und die Ereignisse eskalieren zum Ende hin.......STAY bietet hohe Spannung und Kurzweiligkeit um das Rätsel zu entschlüsseln, auch die Einlösung geht an sich in Ordnung und man ist positiv überrascht über so manche Details und einige schauen den Film deswegen auch ein zweites Mal und entdecken nun diverse Anspielungen erst richtig.

Andererseits ist die Verquickung verschiedener Dinge zunächst konsistent, aber auf den zweiten Blick teils schon abenteuerlich konstruiert und STAY könnte dadurch die Überzeugung bei diversen Sehern verlieren. Was er auch tut. Ryan Gosling spielt den verwirrten, intelligenten und sensiblen Henry Letham in seiner eigenen variantenreichen Art sehr überzeugend und hat damit den Grundstein für seine späteren unglaublich überzeugenden Performances als "schräger Sonderling" in u.a. DRIVE, ALL BEAUTY MUST DIE, BLUE VALENTINE und HALF NELSON gelegt.

4/5 Nervenpaketen....äh,....Sternen
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am 17. Dezember 2012
Zum DVD-Paket kann ich leider nichts sagen, da ich den Film damals im Kino gesehen habe. Meine Rezension beinhaltet daher keine Aussagen über Ton- und Bildqualität und/oder Features sondern berichtet über den Inhalt des Filmes.

Der Film beginnt und endet mit einem brennenden Autowrack auf der Brooklyn Bridge, das Teil eines Verkehrsunfalls ist. Dieser Handlungsbogen umspannt das eigentliche Geschehen des Filmes und stellt schlussendlich auch die Auflösung des Ganzen dar.
Dr. Sam Foster (Ewan McGregor) ist Psychiater in New York und vertritt kurzzeitig eine Arbeitskollegin, die aufgrund eines akuten Erschöpfungszustandes eine berufliche Auszeit nimmt. In dieser Zeit lernt er einen ihrer Klienten kennen: Henry Letham (Ryan Gosling). Henry ist ein blasser, stiller und introvertierter Kunststudent, mit dem sich die therapeutische Beziehung anfänglich sehr schwer gestaltet. Doch als Henry beginnt, Dinge vorauszusehen, weckt er Sams Interesse. Und als er schliesslich seinen Selbstmord ankündigt, ist Sam gezwungen zu handeln. Den Selbstmord plant Henry entsprechend seinem grossen Vorbild, einem berühmten Maler namens Tristan Rever, der sich zum 21. Lebensjahr auf der Brooklyn Bridge das Leben nahm.
Da Lila (Naomi Watts), eine Kunstdozentin und gleichzeitig die Freundin von Sam, ebenfalls einen Selbstmordversuch hinter sich hat, beginnt Sam, sich auf die Geschichte rund um Henry einzulassen. Doch je mehr sich Sam auf die Suche nach den Hintergründen von Henrys Geschichte begibt, desto kurioser werden seine Begegnungen und Erlebnisse im Alltag ...
Plötzlich beginnen sich Zeit und Raum zu vermischen. In einem Glückskeks liest Lila, was Henry einst auf einem Notizblock in Sams Praxis zu Papier gebracht hat. In einer Zeitschlaufe begegnen Sam und Henry wiederholt einem Jungen, der seine Mutter fragt, ob Henry sterben muss. Zweimal hintereinander begegnet Sam auf dem Arbeitsweg denselben Männern, die einen Klavierflügel aus dem obersten Stockwerk eines Hauses abseilen. Und plötzlich stammen die Werke von Lilas Kunststudenten, die sie benoten soll, allesamt von Henry Letham ...

Seit dessen Erscheinen zählt "Stay" zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Er gehört - trotz brillianter Starbesetzung - zwar nach wie vor zu den Gehimtipps, was eigentlich aber ganz gut passt. Denn die Story, die Schauspieler, die Schauplätze und vor allem die Kamera sind aussergewöhnlich, um nicht schon zu sagen ungewöhnlich! Herausragend ist dabei vor allem die Kameraarbeit. Hervorzuheben sind die Szenenwechsel, die clever inszeniert von einer Einstellung in die nächste wechseln. Sie karikaturieren eindrücklich die Vermischung von Fiktion und Realität, vom Hier und Jetzt und von Raum und Zeit. Kunst und Architektur, die eine grosse Rolle spielen (wie z.B. Sams Wohnung oder die Werke Lethams), betten nicht nur die Handlung entsprechend ein, sondern erlauben auch die ein oder andere Spielerei mit der Kamera an den düster in Szene gesetzten Drehorten. Auch die Beziehungen und die Dialoge zwischen Lila und Sam sowie zwischen Sam und Henry sind sehr fein ausgearbeitet und fügen sich in ihrer oft faglichen Sinnhaftigkeit in den Rest des Geschehens ein.

Zugegeben: Die Story geht - wenn man es ganz genau nimmt - zwar nicht einwandfrei auf. Das hat seinen Grund aber vor allem in den unzähligen Wendungen, den Stilelementen und der bizarren Inszenierung, die den Film nicht halb so sehenswert machen würden und sämtlichen Zauber nähmen, wenn sie logisch und ohne Widerspruch aufgebaut wären. Denn nur so decken sich nach dem Ende die Fragen von Sam Foster mit den Fragen des Zuschauers: "Was habe ich wirklich gesehen und was habe ich geträumt?"

Definitiv kein leicht verdaulicher Film. Ich bin selten nach einem Filmende so schwermütig sitzen geblieben, bis die letzte Zeile des Abspanns im Dunkeln verschwunden ist ...
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am 19. Oktober 2010
Der Film ist zweifelsohne handwerklich gut gemacht. Dramaturgisch und inhaltlich konnte er mich allerdings nicht besonders überzeugen. Weder besonders spannend noch in der Auflösung zwingend logisch. Einzig die surrealen Elemente und die Tragik der Hauptperson retten den Film halbwegs.

Ich muss an dieser Stelle auf die Auflösung der Geschichte eingehen, denn hier liegt der Hauptknackpunkt, der mir den Film etwas versaut hat.

SPOILERWARNUNG (bitte nicht weiterlesen, falls Sie den Inhalt noch nicht kennen bzw. die Auflösung nicht erfahren möchten):

Man merkt sehr schnell, dass irgendetwas im Leben des von Ewan McGregor dargestellten Psychiaters nicht stimmt. Der Film begnügt sich allerdings zu sehr damit, von einer obskuren Situation in die nächste zu springen ohne inhaltlich die Geschichte voranzubringen. Einziges Ziel ist es, den Zuschauer nach und nach immer mehr zu verwirren. Immerhin liegt die Auflösung dann doch nicht, wie man evtl. zwischenzeitlich vermuten konnte, in einer Schizophrenie (das gab`s ja nun auch schon zu genüge) sondern in einer Nahtoderfahrung (allerdings auch nicht neu -siehe "Jacobs Ladder"-). Die Geschichte soll sich also lediglich im Unterbewusstsein des sterbenden Patienten (Ryan Gosling) abgespielt haben. An sich ein schöner "Mindfuck". Allerdings mit dem Haken, dass in diesem "Dream within a Dream" nicht der Sterbende die Haupterson ist, sondern die Geschichte aus Situation des Psychiaters erzählt wird. Ich halte eine solche Nahtoderfahrung für unglaubwürdig, auch wenn natürlich niemand weiss, was sich im Gehirn im Sterbenszeitpunkt abspielt. Selbst die im Bonusmaterial geschilderten "echten" Nahtoderfahrungen beinhalten als Zentrum des Geschehens immer den Betroffenen selbst oder den Betroffenen als zentralen Beobachter. Ich kann mich persönlich auch nicht erinnern, schonmal in der dritten Person geträumt zu haben...

Ich konnte letztendlich "diese Kröte nicht schlucken", so dass die Auflösung, auf die sich letztlich der ganze Film stützt, für mich nicht plausibel war und keinesfalls für den Rest entschädigte. Wer hiermit kein Akzeptanzproblem hat wird den Film vermutlich besser beurteilen. Ich fands jedenfalls nicht so clever, wie es wirken sollte.
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am 8. Juli 2006
Von der Story bis zu zum Schnitt, von der Musik bis zu den schauspielerischen Leistungen ist mit seinem neuen Film Stay Regisseur Marc Forster ein kleines Meisterwerk gelungen. Zum Inhalt muss ich nicht viel sagen, das wurde ja schon erläutert. Was mich hauptsächlich an diesem Film berührt hat, ist die Mischung aus Thriller und Melancholie, welches es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Jede Szene hat die passende musikalische Begleitung, welche nicht selten eine Gänsehautatmosphäre schafft. Und Hut ab vor den Cutter dieses Films. Keine harten Schnitte, sondern weiche gleitende Szenenwechsel geben dem Film eine ungewöhnliche Note, als würde ein guter Dj von einem Lied aufs nächste wechseln, so dass man den Übergang einfach verpasst hat und weitertanzt. Das tolle an diesem Film ist auch der philosophische Aspekt, welcher jeder für sich herausfiltern kann. Ein film für alle Sherloks, Philosophen und vor allem für Träumer....
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am 26. Dezember 2006
"Stay" ist ein genialer Psychothriller.

Er erzählt die Geschichte des Kunststudenten Henry Letham.

Dieser trifft auf seinen neuen Psychiater und erzählt ihm, dass er sich zu seinem 21. Geburtstag erschiessen will.

So erscheint der Film als ganz normaler Thriller, gäbe es nicht immer wieder verwirrende Szenen, die doch immer die Fragen hervorrufen, was

eigentlich gerade vor sich geht und was hier real ist.

Ich persönlich dachte zur Hälfte des Films ich wäre dahintergekommen, doch weit gefehlt.Ich musste mich doch bis ganz zum Schluss gedulden.

Diese geniale Geschichte wird auch noch von Top-Schauspielern unterstützt(Ewan McGregor, Naomi Watts, Ryan Gosling), die sich dem Zuschauer nicht aufdrängen oder unangenehm erscheinen.Sie reissen den Zuschauer einfach mit.

Im Gegensatz zu manchen meiner Mitrezensenten bin ich der Meinung, dass man, wenn man den Film aufmerksam verfolgt, ihn problemlos beim erstmaligen Anschauen verstehen kann.Wobei man, um alle Anspielungen und Verschlüsselungen zu verstehen, schon öfter zur DVD greifen muss.

Als Gegenbeispiel soll der Film "Mulholland Drive" von David Lynch gelten.Dieser Film ist top, doch von einem normalen Menschen wie zum Beispiel von mir kaum zu verstehen. Beide Filme ähneln sich, doch ist "Stay" zu verstehen und man ist, meiner Meinung nach, zufrieden sobald der Abspann kommt, da man versteht was man da gerade sah, lobt dieses geniale Meisterwerk, sinnt über manche Szenen nach und beginnt viele plötzlich zu entschlüsseln und denkt honorierend über des Regisseurs Genie.

"Stay" ist ein genialer, verwirrender (was hier, meiner Meinung nach, sehr positiv ist), fesselnder Psycho-Thriller zum Mitdenken und Überlegen.

Logisch, dass der Film in Amerika floppte.;)
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