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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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4,5 von 5 Sternen
Gräfin Mariza
Format: Audio CD|Ändern
Preis:8,79 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

TOP 1000 REZENSENTam 15. Februar 2012
Die EMI hatte in den 50er Jahren mit einer ersten Serie von Operetten-Aufnahmen in Starbesetzung einen ebenso großen wie überraschenden Erfolg errungen. 20 Jahre später sollte der Erfolg wiederholt werden - kommerziell erfolgreich, künstlerisch mit unterschiedlichem Ergebnis. Im Zentrum der neuen Aufnahmen standen (wieder) Nicolai Gedda und (neu) Anneliese Rothenberger.

Die Gräfin Mariza entstand 1971, also am Anfang der Serie, und ist meines Erachtens die schönste Aufnahme der neuen Serie, besser auch als die ein Jahr früher entstandene Czardasfürstin. Das liegt vor allem daran, dass das Stück besser zu den Sängern passt: Während die Hauptdarsteller der Czardasfürstin sehr jung sein und klingen sollen, haben die Mariza und vor allem der Tassilo schon einiges erlebt und einige Illusionen verloren. Die perfekte Basis für zwei gestandene Opernsänger Mitte 40, die sich hier über 3 Akte hinweg ein herrliches Scharmützel liefern:

Gedda singt den Tassilo mit genau dem richtigen Maß an Gefühl und Ausdruck, umschifft die Kitschklippen gekonnt und beeindruckt mit kraftvollen Spitzentönen und großartigem Timing.

Rothenbergers Mariza ist kein kapriziöses Mädchen, sondern eine erwachsene Frau, der einmal zu oft um ihres Geldes wegen der Hof gemacht wurde - immer auf dem schmalen Grat zwischen dem Wunsch, sich zu amüsieren und der Angst davor, verletzt zu werden. Etwas mehr Erotik, eine etwas spitzere Zunge könnte nicht schaden, fehlen aber nicht wesentlich.

Willy Brokmeier ist ein charmanter, vielleicht etwas braver Baron Czupan, Olivera Miljakovic eine warmherzige, wenn auch kaum leichtsinnige Lisa, Kurt Böhme ein herrlich aufgeblasener Fürst Populescu, die junge Edda Moser schließlich eine Luxusbesetzung für die Manja.

Das von Willy Mattes dirigierte Sinfonieorchester Graunke spielt weich, klangschön, aber mit etwas wenig Schwung in den komischen Nummern ("Komm mit nach Varazdin").

Auch das stört hier aber weniger als in der Czardasfürstin. Insofern insgesamt eine überzeugende, klangschöne, unglaublich gut besetzte Gräfin Mariza.
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am 22. Februar 2013
Egal welcher Titel, welcher Interpret, welche Musik, welche Stilrichtung, ob schöne alte Versionen oder neue Inszenierungen, ausschlaggebend ist wohl immer der Wunsch und das Empfinden des Hörgeniessers.
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