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  • Aerial
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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
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4,4 von 5 Sternen
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am 31. Januar 2011
Als Kate-Bush-Fan musste ich die Doppel-CD "Aerial" im November 2005 natürlich sofort haben. Optimistisch ging ich an die Sache heran -- und war zunächst enttäuscht. Zu gleichförmig erschien mir das Werk, in Teilen sogar nervig (ein Song über eine Waschmaschine? Ehrlich!?).

Daher verstaubte die CD für ein paar Jahre im Regal ... bis ich sie kürzlich wieder herauskramte. Und erstaunlicherweise traf sie mich diesmal mit voller Wucht -- mitten ins Ohr -- mitten ins Herz. Die Schönheit der Arrangements, Kates wunderbare Stimme, die ganze Atmosphäre lassen sich nur mit einem Wort beschreiben: traumhaft! Insbesondere die zweite CD "A Sky Of Honey" erschließt sich mir erst jetzt - sechs Jahre später!

Was will ich also damit sagen? "Aerial" ist kein schnelles Konsumgut, sondern braucht Zeit zu reifen und sich zu entfalten. Vielleicht muss man auch einfach nur in der richtigen Verfassung dafür sein. Aber WENN "Aerial" einen erwischt, öffnet sich ein Tor zu einer vielfältigen, wunderschönen Klangwelt!
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am 23. Februar 2006
Interessant, die Kommentare teilen sich in zwei Klassen. Die alten Kate Bush Fans sind enttäuscht. Die exzentrische, wilde, rhythmische, geniale Kate ist nicht in diesem Album. Nie war sie weiter weg als jetzt von Werken wie "The Dreaming". Das Album fliesst zäh wie ein Sea of Honey dahin, jeder Track über 6 Minuten (ausser den Interludes) und kaum etwas passiert. (Witzig: Die Klangflächen im Hintergrund erinnern mich an William Orbit.)
Dennoch zähle ich zu den wenigen "alten" Kate Bush Fans, die hier für diese Platte sprechen müssen. In einer eh schon überhetzten Zeit, wo alle Feulleitons den zwei ein halb Minuten Eskapaden einer "Neo-Punk"- Bewegung huldigen (Franz Ferdinand und Co), trägt dieses Album - völlig unzeitgemäß - die "Besinnlichkeit" wie eine Banner vor sich. Nichts ist übereilt, aber alles ist sehr bewußt. Es ist sicherlich phänomenal, dass man Kate Bush an den Lippen hängt, wenn sie die Nachkommastellen von Pi in das Mikrophon säuselt oder - wie ich noch genialer finde - das Wort Waschmaschine. Dass sie alle dieser scheinbar ausgelaugten romantischen Bilder wieder bemüht (Sonnenuntergang, Maler, Rom, Vögel, im Wind flatternde Wäsche, Bootsfahrt, Johanna von Orleans), um eine inzwischen sehr selten gewordene, sehr beruhigende, positive und intensive Stimmung zu erzeugen, ohne jedoch in den Kitsch abzugleiten, kann man leicht verreissen. Oder geniessen.
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am 5. November 2005
Stellen Sie sich vor, Sie wären einer der erfolgreichsten Musiker ihrer Zeit, hätten jedoch seit 12 Jahren kein Album mehr veröffentlicht. Die Musikszene hat ein Jahrzehnt durchlaufen – ohne Sie. Sie hätten sich die Messlatte selber so extrem hoch gelegt, dass ein Scheitern nahezu vorprogrammiert ist. Was würden Sie tun?
Die Antwort ist so einfach wie genial: Sie stehen über diesem Zwang und machen einfach das, wonach Ihnen ist und genau dadurch wird das ein voller Erfolg. Als Leitfaden für so ein Experiment würde ich Ihnen auf jeden Fall Kate Bushs neustes Werk „Aerial“ empfehlen.
Am ehesten kann man den gewandelten Stil des neuen Albums bezeichnen als eine Mischung aus Songs wie „Moments of Pleasure“, „The Sensual World“ und „And Dream of Sheep“. Extreme wie „Breathing“, „Sat in your Lap“ oder „Waking the Witch“ wird man auf diesen über 80 Minuten nicht finden. Häufig reduziert sich die instrumentale Besetzung auf Piano, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Alles ist ruhiger und entspannter geworden. Doch die musikalische Tiefe, die Kate Bush auf diesem Album erzeugt habe ich noch nie erlebt. Es ist fast schon erschreckend.
Ihr letztes Album „The Red Shoes“ (1993) klang an einigen Stellen gezwungen, sodass die Freude der fröhlichen Stücke aufgesetzt wirkte. Ohne Zweifel waren auch dort sehr schöne Stücke dabei („Moments of Pleasure“), doch die Klasse der früheren Alben wie „Hounds of Love“ erreichte es damit bei weitem nicht – selbst wenn „The Red Shoes“ in meinen Augen unterbewertet wurde.
Das ihr nun, nach einer so langen Pause nicht nur eine erfolgreiche Rückkehr gelungen ist, sondern sogar ein Album, dass das Potential hat, an ihr Meisterwerk HoL heranzureichen, hätte ich jedoch nicht vermutet.
Aber nun zum Album selber: „Aerial“ ist in zwei Hälften unterteilt, die mit „A sea of honey“ und „A sky of honey“ betitelt wurden. Der erste Teil besteht aus sieben einzelnen Stücken, die jedoch aufgrund ihrer Komplexität nicht unbedingt radiotauglich sein werden. Hier besingt sie unter anderem einen Waschgang, eine Unterwasserstadt, Elvis, ihren Sohn Bertie und – mit dem seltsamsten Song – die Zahl Pi: Hierbei besteht der Refrain aus den Ziffern der Zahl Pi, was darauf hinausläuft, das sie über mehrere Minuten nur Zahlen singt. Aber gerade das ist genial!
Doch bis dahin hat man die zweite Seite noch nicht gehört! Diese besteht eigentlich aus einem 42-minütigen Track, der in neun Teile unterteilt wurde. Man könnte sagen, dass dies der warme und ruhige Gegenpol zu „The Ninth Wave“ ist, dem Konzeptteil ihres Albums „Hounds of Love“.
Schon das einminütige „Prelude“ zeigt hier, warum Kate Bush auch jetzt noch zu den innovativsten Künstlerinnen gehört, die es gibt: Geschickt wird hier das Gurren einer Taube in den Rhythmus des Liedes verwoben, ehe das ganze in den nächsten Teil mündet. Alleine der Einsatz des Vogelzwitscherns, das immer wieder auftritt und Kates Gesang im Wechselspiel dazu ist einen Stern wert. Man könnte ewig weiter schwärmen ...
Bei dem riesigen Bedürfnis der Kate Bush Fans, ein neues Album in den Händen halten zu dürfen, hätte sie sich theoretisch alles erlauben dürfen. Viele Künstler in einer ähnlichen Position erlauben sich dann tatsächlich alles (zum Beispiel gab es da so einen genialen Mann, der mit Röhrenglocken, sogenannten „Tubular Bells“ vor dreißig Jahren noch wusste, wie man geniale Musik macht, das aber irgendwie im Laufe der Zeit zu vergessen haben scheint ...).
Bei Kate Bush muss man aber wirklich sagen, dass trotz der langen Auszeit nichts von ihrem Zauber verloren gegangen ist. Ihre Stimme klingt immer noch so eindrucksvoll wie auf ihren früheren Alben (wenn auch nicht mehr so hoch). Die Songstrukturen sind so komplex wie nie und bei vielen Stücken dominiert neben ihrer Stimme wieder das dezente Piano - was wirklich eine ihrer Stärken ist. Da computererzeugte Sounds bedacht eingesetzt wurden, unterstützen sie ihren Stil, statt ihn zu stören (was bei vielen anderen Künstlern heutzutage der Fall ist).
Was man hier zu hören bekommt, ist mit „The Dreaming“ und „Hounds of Love“ das Beste, was man je von ihr zu hören bekam und zeigt, dass Kate es einfach immer noch "drauf hat".
Dies ist definitiv das Album des Jahres 2005 und bekommt verdientermaßen nicht nur eine Kaufempfehlung für alle (nicht nur Fans), sondern auch volle 5 Sterne von mir!
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am 13. Juni 2014
Man muss sie mögen, diese Kate Bush. Hier weniger aufdringlich, weniger aggressiv. Hier ist alles wie aus einem Guss, durchdacht, abgestimmt, technisch sauber. Erstaunlich, dass sich ein Künstler der Zahl Pi annimmt, und phänomenal, wie Kate Bush diese Faszination umsetzt. Das vorliegende Album ist künstlerisch wertvoll, wie schon die Vorgänger, aber auch subtiler: Ich höre die Stücke mit wachsender Begeisterung in aller Ruhe, aber auch als Untermalung beim Klönen oder Arbeiten sehr gut geeignet. Natürlich kein Disco-Pamps. Super!
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am 11. Februar 2008
heute mittag zum ersten Mal gehört, was für ein Klangpalast ! Bin selber Synthie-Musiker und kann auch anhand der Vocs von Kate nur sagen: exzentrisch ja, superbes Konzept ja, langweilig nein. Es lohnt sich absolut, auf diese CD einzulassen, dafür braucht es einen guten Kopfhörer, und Zeit und Raum, um den Alltag loszulassen und sich auf diese musikalisch (be)-sinnliche Reise zu begeben. Kate Bush gehört zu den wenigen Künstlern, die nach einer Auszeit nicht einfach mit aufgepepptem Altbekannten daherkommen, sondern diese Künstlerin hat immer wieder unermüdlich dazugelernt, ihren künstlerischen Ausdruck zeitgemäß rüberzubringen. Bravo !
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am 26. Februar 2006
Fans von Kate Bush mussten sich ganze 12 Jahre bis zu dem Nachfolgealbum für „The red shoes“ von 1993 gedulden. Dass Kate nicht vergessen wurde, verdeutlicht die Sonderstellung, die sie seit ihrem Debütalbum bei Hörerschaft und Kritikern inne hat. Zwar hat sie das „Elfenhafte“ auf ihrem Doppelalbum „Aerial“ abgelegt und ihre Stimme dringt auch nicht mehr in Gläser-zerberstende Höhen vor, aber Experimentierfreude und Tiefgründigkeit sind geblieben. Kate unterteilte das Album in die beiden Teile „A sea of honey“ und „A sky of honey“. Dieses Prinzip wendete sie bereits 1986 bei ihrem bis dato besten Werk „Hounds of love“ an. „A sea of honey“, die erste Hälfte, enthält daher wie besagter Vorgänger sieben eigenständige Kompositionen. In „King of a mountain“, der Vorabsingle, besingt Kate auf wundervolle Weise den großen Elvis Presley gefolgt von dem höchst eigenwilligen „Pi“, dessen Refrain aus einer Aneinanderreihung von den jeweiligen Ziffern besteht. „Bertie“, ein wundervoll beschwingtes Lied, hat Kate ihrem Sohn gewidmet, „Mrs. Bartolozzi“ besingt den Tag einer Hausfrau, die sich in dem Herumwirbeln ihrer Waschmaschinentrommel verliert. „How to be invincible“ beschäftigt sich mit dem Wunsch, unsichtbar zu sein. „Joanni“, der erste Höhepunkt des ersten Teils handelt von Jeanne D’Arc. Kate hat das Beste jedoch bis zum Schluss aufgehoben. So besingt sie in „A coral room“ eine Unterwasserstadt lediglich mit Klavierbegleitung. Einfach wunderschön!
Der zweite Teil des Albums ist der Konzeptteil und besteht aus thematisch zusammenhängenden Liedern, in denen Kate einen Tag von der Morgendämmerung bis zur Dämmerung am nächsten Tag beschreibt. Dabei experimentiert sie an manchen Stellen zur stimmigen Untermalung mit Vogelgeräuschen, die sich ungeachtet aller Bedenken gut in die Musik einfügen. Besonders hervorzuhebende Songs sind das wunderschöne „Sunset“, „Somewhere in between“ und „Aerial“. Aber alle Stücke bilden gekonnt eine Einheit, so dass es Spaß macht, zuzuhören. Kate spielt besonders in „Sunset“ und „Aerial“ mit ungeahnten Tempiwechsel, welche den Songs eine unglaubliche Dynamik verleihen. Hinzu kommt die grandiose musikalische Umsetzung, die sich auf „A sky of honey“ in voller Pracht entfaltet. Sowieso ist der zweite Teil des Albums das Herzstück der Platte und stellt die kleinen Geschichten der ersten Hälfte fast in den Schatten. Kate lässt ihrem Gesang zudem sehr viel Raum. So wird dieser in jedem Stück von gesanglosen Phasen unterbrochen, in denen die Musik sich allein behaupten muss und kann. Dadurch werden einige Lieder sehr lang, aber in keinster Weise langweilig. Kate nimmt ihren Zuhörer mit in ihr kleines Universum. Da ist es nur schade, dass dieser immer nach der Hälfte aufstehen und die zweite Hälfte in den CD-Player legen muss.
Anspieltipps: "A coral room", "Joanni", "Somewehre in between" und "Sunset"
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am 9. April 2008
Kein anderer Künstler schafft es, mit einem Album so große Geschichten zu erzählen, wie Kate Bush. "Aerial" umfasst gleich 2 CD's. Die erste Single "King of the mountain" ist ein leiser Song, der sich zum Ende immer mehr aufbaut. Ein schnellerer Titel ist "How to be invisible" (wäre auch eine gute Single geworden). Mein absoluter Lieblingstitel ist "Sunset". Ein wahres Meisterwerk, das ganz ruhig anfängt und ab der Mitte schneller wird, mit tollen Instrumenten arrangiert.

Einzig die zu häufig erwähnte "Waschmaschine" in dem Song "Mrs Bartolozzi" ist etwas nervig.
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am 8. November 2005
Nach zwölf endlosen Jahren hatten die meisten Fans es nicht mehr zu hoffen gewagt: Kate ist tatsächlich zurückgekehrt. Wie das bei ätherischen Feengestalten so ist, ist ihre Musik wenig berührt vom alltäglichen Geschehen der Charts, klingt ihre Stimme unangetastet und ihre Songs noch zeitloser als je zuvor.
Die Reise beginnt mit der ersten CD im "Sea of Honey", den Kate mit einer Verneigung vor "dem King" of the Mountain einleitet. Als würde die Melodie tatsächlich erst langsam aus dem See einer mysteriösen Soundkulisse auftauchen, tritt bei diesem Stück die rhytmische Struktur des Songs nur zögerlich zu Tage. Ein Kate-typisches subtiles Arrangment, das es einem nicht zu leicht machen will. Ja, Kate hat gelernt sich Zeit zu lassen, auch innerhalb ihrer Stücke, die nun meist mehr als 5 Minuten für ihre volle Entfaltung brauchen. Insgesamt merkt man, daß ihre Musik deutlich ruhiger geworden ist. Die treibende Rhytmik frührerer Hits wie "Hounds of Love" ist bei weitem nicht so dominant eingesetzt und weicht einer eher ambienten Stimmung. Wie schick und "geschickt" das dann aber immer noch klingt, beweist Kate dann wieder mit Songs wie "Pi" wo sie uns tatsächlich die unzähligen Nachkommastellen der besagten Zahlenkonstante vorsingt - genial! "Bertie" ist Kates Liebeserklärung an ihren achtjährigen Sohn. Mit mitteralterlichem Instrumetarium insziniert sie dieses Lied märchenhaft und sich selber als Zauberfee - eine ihr ja nicht allzu fremden Rolle ;-).
Die instrumentale Umgebung der Songs ist häufig reduzierter, womit Kate wieder an den Anfängen ihrer Karriere ansetzt. So auch im sehr melancholischen "Mrs. Bartolozzi", bei dem Mutter Bush die Tristesse des Hausfrauenalltags, nur vom Klavier begleitet, meisterlich in Szene setzt. "How to be invisible" hellt als elegantes poppiges Highlight dieser ersten CD die Stimmung dann wieder deutlich auf. Auch Johanna von Orleans würdigt Kate mit einem, trotz der elektronischen Kulisse, recht sinnlich angelegten Song. Und wenn sie dann die erste CD mit "A Coral Room" abschließt, tut sie das ungewohnt persönlich und nah mit Erinnerungen an ihre Mutter.
"A Sky of Honey" folgt nun als ganz eigenständiges Album mit eigenem Konzept, welches alle Teile miteinander zu einem genialen Meisterstück verbindet. Insgesamt ist dies eigentlich der Höhepunkt des Aerial-Albums geworden. Mit "Prelude" taucht man ein in einen schönen Nachmittag im Grünen, begrüsst von Bertie und einigen vertrauten und manch weniger gewohnten Vogelgesängen. Ohne zu verweilen finden wir uns gleich im "Prologue" wieder, in dem sich Kate nach der Schönheit des Sonnenlichts in Italien sehnt, und dann auch noch italienisch singt. Das ist einer der grossen "Moments of Pleasure" auf Aerial, dem noch weitere folgen. Die beiden nächsten Stücke widmen sich mit ambienter Eleganz und leichtem Bühnen-Flair der Kunst eines Malers zu, dessen Tageswerk am Ende dann doch im Regenschauer ohne Tragik zerrinnt. Den Sonnenuntergang zelebriert Kate wunderbar am Klavier mit "Sunset", zunächst stilvoll begleitet von einem jazzigem Bass und später fortgetragen von feurigen Flamenco-Gitarren. Auf "Aerial Tal" kommt kurz eine exzentrisch verspielte Kate zum Vorschein, nur um schnell in "Somewhere in Between" hinüberzuführen, der sinnlichen Stunde der Dämmerung. Dann ist es plötzlich Nacht, und endlich entschliesst sich Kate doch einmal ihre roten Tanzschuhe herauszukramen. "Nocturne" lässt ihr dabei mit seinen acht Minuten genügend Zeit um ganz langsam, aber souverän in die altvertraute Ekstase mit treibender Rhytmik zu geraten - einfach grandios!!! Aerial - der nächste Tag bricht an und Kate ist nochmal voller rockiger Energie. Dann löst sich alles in Vogelgesang und ihrem herzhaften Gelächter auf und der Traum Aerial hat ein doch plötzliches Ende.
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am 31. Januar 2007
Ich höre dieses Album und sehe eine Frau die so zentriert agiert wie nie zuvor. Meine Befürchtungen nach "The Red Shoes" waren unbegründet. Irgend etwas hat diese Frau dahin zurückgeholt wo sie begann. Die Mystik ist gleichermaßen vorhanden wie auf den Anfangsalben. Damals aber war die Energie manches mal schwer zu greifen, manches mal zerbrechlich, so zeigt sich hier eine Präsenz die unter die Haut geht. Kate ist seit einiger Zeit Mutter und es scheint als habe sie ihre Spiritualität vollkommen mit der Erde verbunden. Das Album ist noch sensibeler, direkter, mutiger, freier und mit einzigartiger Eleganz umgesetzt. Nicht zuletzt tragen die Musiker, von denen jeder selbst schon eine Legende ist, zur musikalischen Qualität bei. Ihr Partner Dan McIntosh spielt die Gitarre so passend wie es eben vielleicht nur ihr Partner kann. Die Drum-Pattern von Steve Sanger, Peter Erskine und Stuart Elliott, der auf allen "Alan Parsons Project" die Drums gespielt hat sind ebenso hochwertig wie die Bassarrangements, unter anderem von Eberhard Weber.

Aber wirklich umwerfend ist Kates Keyboard- und Syntharbeit. Sie hat viel dazugelernt und ihren Stil weiter verfeinert und ausgebaut. Ich habe letzt endlich das Gefühl, dass dieses Album von sehr freien Menschen gemacht wurde, deren Musikverständnis vielleicht etwas mehr Seele beinhalten darf als das der vielen Eintagsfliegen, die dem Business nicht gelassen gegenüberstehen können.

Dieses Album ist eine der Kostbarkeiten, die nur ab und zu, im Stillen und ohne Zeitdruck Verwirklichung finden. Vielen Dank!
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Ich habe nun seit einigen Tagen diese Doppel CD von Kate Bush. Ja, auch ich gehöre zu den alten Fans die spätestens mit dem Erscheinen von Hounds of Love" Kate Bush auf dem Höhepunkt Ihrer Kariere glaubten, obwohl schon der Track Wuthering Heights" noch mit stimmlich hoher Oktave - genial war, ebenso wie das schräge Video dazu.

Aerial ist ein Doppelalbum, schon allein das macht es Besonders - die Aufteilung in SEA und SKY kann man schon beim Ersten anhören förmlich spüren. Wobei ich persönlich die zweite CD (SKY) am gelungensten empfinde.

Ja, an die Stimmlage von Hounds of Love" kommt sie nicht wieder heran, damals hatte Sie auch intensives Stimmtraining. Doch was macht das schon, Sie wird ihre Gründe gehabt haben.

Auch die lyrischen Texte und die Intensität in den Aussagen sind nicht vergleichbar.

Dennoch - dieses Album ist etwas ganz Besonderes und das erschließt sich dem Zuhörer bei mehrmaligem zuhören auch.

Das Singen mit den Vögeln, die Klangteppiche, die fast in einigen Stücken Loungehafte" Musik und ihr fast schon zärtliches Wispern in der Stimme, geben diesem aktuellen Album eine ganz besondere Note. Auch im Duett mit einer männlichen Stimme ergeben sich ganz neue Räume bei Kate Bush.

Ich weiß, man kann und wird es mit diesem Album nicht jedem recht machen können, doch es ist die Freiheit einer ganz besonderen Künstlerin ihren eigenen Weg zu gehen. Wer nicht Altes erwartet, findet eine Kate vor, welche Neue Wege geht und den Zuhörer dabei so manches Mal verblüfft.

Aerial - der Luft zugehörig, schwebend - genau dies ist die treffende Übersetzung und die Aussage zu diesem Album.

Es ist wieder einmal sehr schön mit ansehen und mit anhören zu dürfen wie sich eine ganz Besondere Sängerin über die Jahre entwickelt.
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