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TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 16. Mai 2014
Die ganzen schlechten Bewertungen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Inzwischen habe ich alle Bände gelesen und kann diese nur dringend weiter empfehlen. Wer italienische Krimis bisher nur von Donna Leon kennt, wird hier natürlich enttäuscht werden.
Italien ist in vielen Fällen nämlich sehr häßlich. Diese Realität findet sich in "Kein Espresso" wieder: der Fussball ist total korrupt, die Beamten bei der Polizei verdienen viel zu wenig, die Stadt Genua hat ein Einwanderer-Problem, es geht den italienischen Männern nur um Sex, die Prostitution blüht deshalb im Verborgenen, und die Politik kann man sowieso vergessen.
Als Gegensatz dazu erscheint der anorektische Commissario Luciani, der ehrlich und unbestechlich seine Fälle löst, auch wenn ihm ständig von seinem Vorgesetzten das Arbeiten erschwert wird.
Die Geschichten finde ich lustig, spannend, mit genau der richtigen Prise Tiefgang. Über die Dickköpfigkeit des Commissario habe ich mich öfters gewundert, und so ist mir diese Figur sehr ans Herz gewachsen.
Weil es einige Beschwerden bezüglich der expliziten Sexszenen gibt: ja, tatsächlich drastisch. Aber wiederum in Italien kann man an jedem Eckkiosk krasse Pornos kaufen, in Comicform oder als Fotogeschichten. Eben diese Realität passt durchaus zu den Kriminalfällen und den Ermittlern, und ergibt immer Sinn.
Somit bleibt eine Empfehlung, und zwar für alle Bücher mit Commissario Luciani. Die Übersetzung ist auch gut, also nichts wie Lesen!
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am 23. Dezember 2017
Ich hatte mir von diesem Krimi wesentlich mehr erhofft. Der Kommissar leidet an Magersucht und hat nichts von einem lebensfrohen und genuss freudigen Italiener. Er hasst es einkaufen zu gehen, in welchem Supermarkt tut er das auch?? Verachtet alle essenden Menschen und seine Arbeitskollegen insbesondere. Gibt es in Genua keinen Markt?? Müsste ich diesen Krimi lesen, um zu beurteilen in welchem Land er spielt, würde ich sagen im tiefsten Schweden - um die dunkelste Jahreszeit. Da der Kommissar nichts isst, ist er depressiv. Familien und Kinder hasst er und Frauenverachtend benimmt er sich auch noch. Das Ding ist auch mäßig spannend geschrieben. Wer Winterkartoffelknödel, Kluftinger, Donna Leon, Nelle Neuhaus und Sarah Link mag, ist hier definitiv falsch.
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am 2. September 2013
Mit einigem Zögern habe ich mich zu dieser etwas theatralischen Überschrift durchgerungen. Sie passt allerdings. Claudio Paglieri stellt zwar scheinbar einen ungewöhnlichen Commissario in den Vordergrund. Tatsächlich geht es in diesem Buch um die kranke Nation Italien.
"Kein Espresso..." ist der erste von bisher vier Krimis rund um Commissario Marco Luciani. Es folgen - in dieser Reihenfolge -
- "Kein Schlaf..."
- "Keine Pizza..."
- "Kein Grappa..."
Diese vier Krimis hängen eng zusammen. Sie bilden zusammen eine einzige größere Geschichte, da sie inhaltlich aufeinander aufbauen und fast nahtlos aneinander anschließen. Außerdem ziehen sich eine ganze Reihe von Nebenfiguren durch die vier Romane. Die Handlung ist durchweg gut konstruiert, psychologisch plausibel und hat selten Stellen, bei denen man sich wundert. Doch die erfreulich spannende und unterhaltsame Handlung ist nur das eine. Ich habe große Freude daran, wenn Claudio Paglieri sehr liebevoll Portraits seiner Protagonisten zeichnet. Bis in die Nebenrollen hinein beschäftigt er sich mit den psychologischen Beweggründen der handelnden Personen. Besonders genau ist er beim Ausleuchten des Hauptdarstellers, eines Mannes knapp an der Grenze zur Midlife-Crisis, der sich im Laufe der Geschichte mit den typischen Problemen herumplagt. Der äußerst schwierige Vater stirbt und hinterlässt ein emotionales Chaos. Der Sohn, der sein von Enttäuschung geprägtes Verhältnis zu seinem Vater nicht mehr wird bereinigen können, ist mit der Betreuung der Mutter alleine gelassen. Die Partnerin ist unerträglich und er trennt sich endlich. Die nachfolgenden Frauen benutzen ihn. Er lässt sich benutzen und benutzt sie. Der Job und die Vorgesetzten wie Kollegen und Untergebenen sind teilweise unerträglich. Das großartige Land Italien ist im Niedergang begriffen. Und trotzdem bleibt unser Held sich selbst treu. Unbestechlich, bis zur Selbstkasteiung und trotz allem sympathisch.
Mehr sei nicht verraten. Marko Luciani gehört meiner Ansicht zu den besten Krimiautoren seiner Generation.
Ich mag Marco Luciani. Und ich mag dieses Krimis.
Dringende Leseempfehlung. Fünf Sterne.
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am 12. Oktober 2013
So muss ein Krimi sein! Spannend und erotisch.

Kommissar Luciani ermittelt im Mordfall eines Schiedsrichters. Oder war es Selbstmord? Bei den Ermittlungen gerät er immer tiefer hinter die Kulissen der schmutzigen Seite des Profi-Fußballs. Doch auch der Gesetzeshüter hat ein düsteres Geheimnis.

Mehr als einmal gerät der engagierte Kommissar in Schwierigkeiten. Seine Vorgesetzten machen Druck, denn die Meisterschaft ist in Gefahr. Schnell muss den fußballbegeisterten Fans ein Täter präsentiert werden. Ein Milliarden-Geschäft ist in Gefahr.

Mitten in seinen Untersuchungen kreuzen sich Lucianis Wege mit denen einer attraktiven Privatdetektivin. Der frischgebackene Single lässt sich verführen und beginnt eine Affäre mit der attraktiven Dame. Doch auch sie scheint ein falsches Spiel zu treiben ....

Spannende Krimikost uas dem sonnigen Süden, explizit beschriebene Sexzenen und ein, sagen wir, wenig überraschendes Ende, das jedoch den Lesegenuss nicht schmälert! Das Ebook war kostenlos anlässlich einer Aktion, ist aber auch mit zur Zeit 4,99€ eine Kaufempfehlung wert.
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VINE-PRODUKTTESTERam 11. August 2013
Ich muss zugeben, dass ich anfangs brauchte um mit dem Commissario warm zu werden. Auch nachdem ich das zweite Buch gelesen habe bin ich da noch nicht so sicher.

Luciani ist ein sehr sarkastischer Mensch, der wie ein Asket lebt (nicht unbedingt in Bezug auf Frauen) und auch eher eine negative Sichtweise auf Menschen und die moderne Gesellschaft im Speziellen. Er selbst hat auch ein höchst gespaltenes Verhältnis zu seinen Eltern, die der italienischen High-Society angehören und von denen er sich losgesagt hat. Eigentlich....

Der Fall an sich hier entführt uns in die Machenschaften des italienischen Profifußballs.

Als Fußballfans hofft man hier inständig, dass diese Seilschaften nur Teil des Romanes sind und nicht die Realität, aber leider scheint hier der Roman doch eher die Realität zu beschreiben. Und es wird sich nicht nur auf Italien begrenzen....

Bei der Suche nach der absoluten Wahrheit in dem Fall, stößt Luciani auf viel Lug und Betrug, viele Wahrheiten und eine schöne Frau die ihn in seinen Bann zieht.

Ob er die absolute Wahrheit findet, lasse ich hier mal offen.

Der Schreibspiel und der dramaturgische Aufbau der Geschichte haben mich nach und nach mehr in den Bann gezogen und mich dann auch den zweiten Fall kaufen lassen, der mich genauso fasziniert hat.

Würde man jetzt Vergleiche zu Brunetti und Co ziehen, dann wäre man von dem Buch sicher enttäuscht. Paglieri packt hier keine Kriminalfälle in italienisches Dolce Vita, sondern zeichnet ein recht hartes, journalistisches Bild der (italienischen?) Gesellschaft. Macht, Ego, Ruhmsucht sind die antreibenden Motoren der hier beschriebenen Gesellschaft, während der Commissario durch seine Haltung beweisen will, dass es auch anders geht. Und hier liegt dann auch sein persönliches Scheitern, dass er peu-a-peu (auch im Folgebuch) immer wieder erkennt.
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am 26. Mai 2014
Eigentlich lese ich bei Krimis ja eher die klassische britische Schule oder historische Krimis, und ich liebe Essen und Trinken.
Hier haben wir einen italienischen Krimi über einen Kommissar, der ein ganz unitalienisch scheinendes Asketenleben führt, und dessen Gesamtstimmung eher als deprimierend zu bezeichnen ist.
Dennoch fühlte ich mich sehr gut unterhalten. Die Figur des Kommissars ist gut gezeichnet und ist aus seiner Vorgeschichte heraus glaubhaft, das ganze wird spannend präsentiert und hat mich bis zum Ende gefesselt.
Leider ist auch dieser Asket nur ein Mann und schaltet beim Anblick eines netten Frauenhintern den Verstand aus...
Die Sexszenen, nun ja, etwas weniger explizit hätte es auch getan, aber die Szenen als solche sind durchaus wichtig für das Verständnis des Verhältnisses zwischen Luciani und Sofia, und zur Illustration von Lucianis verzweifelten Versuchen, die Machtverhältnisse zu drehen.
Das Ende kommt überraschend und trägt nochmals zur depressiven Stimmung bei.
Das wird wohl nicht mein letztes Buch von Claudio Paglieri gewesen sein...
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am 6. Mai 2013
Commissario Luciani....Geschichten aus und um Genua.

Ich fing verkehrt herum an, mit der Serie anzufangen (das neueste Buch zuerst). Das fand ich schon ganz gut, zumal ich von dem Autor noch nichts gelesen hatte.

Die Hauptfigur, ein abgemagerter, asketischer Kommissar, der ein bißchen ewiggestrig aber sehr scharfsinnig ist, ist die Hauptfigur.

Eine eigentlich tragische Gestalt, von Frauen wird ihm der Kopf verdreht, dann wird er fallengelassen, seine Wohnung verliert er und er zieht bei seiner Mutter ein. Der Vater stirbt, mit dem er sich in jungen Jahren verkracht hat. Nebenbei sterben noch der ein oder andere und er ermittelt stur und eigenköpfig.

Man erfährt viel über die italienische Lebensart, jenseits geschönter Postkartenansichten, gut geschrieben, spannend, aber keine wilden Thriller in denen der Held sich mit Handkantenschlägen und Unmengen Munition durch die Bücher kämpft

Klare Empfehlung aber beim 1ten Buch anfangen, es lohnt sich.
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am 16. Juli 2013
Zunächst einmal Komplimente an den Übersetzer, ich hatte den Roman schon vor Jahren auf italienisch gelesen, die Umsetzung ins Deutsche ist wirklich gut gelungen.

Zum Buch selbst, als jemand der fast dreißig Jahre in Italien gelebt hat, und sowohl mit Profifußball als auch den Institutionen in nächstem Kontakt war, kann ich nur sagen, dass die in den Luciani-Krimis geschilderten Zustände absolut der Realität entsprechen. Was als überzeichnet erscheint, ist leider nur zu wahr - und manchmal sogar noch schlimmer.

Der asketische Kommissar ist ein Typ Italiener, den es durchaus gibt, wenn auch nicht zu häufig. Sicherlich ist der Brunetti- oder Montalbano-Typ öfter vertreten, aber man trifft schon auch in den Institutionen eher vertrocknet und verkniffen wirkende Leute an, denen nichts an Genuss und schönem Leben liegt, sondern mehr daran, sich nicht von der Dolce Vita von ihren Vorsätzen und Idealen abhalten zu lassen. Wenn man diese näher kennen lernt, findet man oft erstaunliche Tiefe - nicht selten aber auch psychologische Traumata. Nicht untypisch für die gespaltene Seele Italiens, zwischen heldenhaften Mafiabekämpfern und korrupten Politikern, zwischen arbeitslosen Juradoktorandinnen und Animiermädchen als Ministerinnen...

Alles in allem kein Roman für diejenignen, die leichte Lektüre über Bella Italia suchen, aber sicher interessant für alle, die gerne Hintergründe und Tiefen ihrer Protagonisten erspüren. Relativ graphische Intimszenen gibt es auch, bei denen der Asket dann doch wieder zum sehr menschlichen Opfer wenigstens einer seiner Sinne wird.
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am 9. Juni 2013
Paglieri erzählt anders, als Donna Leon - ja irgendwie immer die Referenz für Italien-Krimis -, aber nicht weniger fesseld. Luciani ist ein Gegenentwurf zu Brunetti. Innerlich zerrissen, ohne familiären Rückzugsraum. Paglieris Sujets haben, stärker als bei Leon, immer typisch italienische (?) gesellschftssystematische Fragwürdigkeiten zum Ursprung. Jede seiner Figuren bewegt sich auf ihre individuelle Weise in diesem System. Durch seinen hohen Anspruch an die eigene Integrität gerät Luciani bei seiner Art von Kampf gegen Windmühlenflügel oft an den Rand der Verzweiflung. Abgesehen von den Krimihandlungen stellt dies in Paglieris Büchern einen zweiten Handlungsstrang dar, der nicht weniger spannend ist. Wie Paglieri dies mit hohem Unterhaltungswert und flüssig zu lesen vermitteln kann, ist hohe Erzählkunst.
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am 21. November 2013
Ein spannender Krimi in einem ungewöhnlichen Milieu, dem Fußball und der Bestechlichkeit von Schiedsrichtern. Wurde der zwielichtige Schiedsrichter Ferretti ermordet oder war es Selbstmord? Der Commissario kämpft sich durch ein Dickicht von Vorurteilen, Verleumdungen und Bedrohungen.
Wenn da nicht die ziemlich widersprüchlichen Charakterzüge des Commissarios wären und die schon mehr an pornografische Literatur erinnernden zahlreichen Sexszenen wären, würde ich dem Leseschmaus 5 Sternchen gegeben haben. Aber so sind vier mehr als genug.
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