Sale Hier klicken Jetzt informieren PR Evergreen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFamily BundesligaLive



am 12. Dezember 2016
...ein ganz putziger Reim, aber nicht gerade das, was man am Grabe der geliebten Mutter bei deren Beisetzung erwartet. Aber die junge Lily (Ludivine Sagnier) erfüllt selten die Erwartungen der Gesellschaft. Sie ist mit ihrer Mutter auf dem Land aufgewachsen, sie winkt ihr nach, als diese mit dem Cabrio davonfährt und der Wagen dann in ein Feld rollt und stehenbleibt. Die Mutter sitzt tot hinter dem Steuer, und Lily eine Stunde lang auf einem Strohballen, bis jemand die Behörden informiert.

Lily ist zurückgeblieben, etwa auf dem Niveau enes Vorschulkindes, ihr liebstes Tier ist ein Truthahn, dessen Zehen schon mal mit Nagellack verschönert werden, ein Schuppen ist Lilys Büro, eine Ansammlung von Schätzchen, gegen die die Villa Kunterbunt steril wirkt. "Wir machen uns die Welt wie sie uns gefällt." Pipi Langstrumpfs Motto ist die Welt von Lily, und der Schuppen voll von eigelegten Tierchen und Tierfellen, aus denen Pantoffeln, später auch ein Slip geschneidert werden.
Zur Beerdigung kommt auch ihre Schwester Clara (Diane Kruger), Anwaltsgehilfin in der Sozietät ihres Ehemannes Pierre (Denis Ménochet), und nach dem Leichenschmaus, bei dem man sich wundert, was Lily alles in sich hineinstopfen kann, wird beschlossen, dass Lily auf dem Hof bleiben soll, die Nachbarin Mireille (Anne Benoît) wird nach Lily schauen, ihre Schwester mit ihrem Mann an den Wochenenden aufs Land kommen.

Natürlich geht es nicht lange gut, und das Ehepaar muss zurück zu Lily, die ohne ihre Mutter überfordert ist, ein Versuch, mit Lily gemeinsam in der Stadt zu leben, geht daneben, und so zieht Clara erst einmal zu Lily aufs Land, und die ungeheuer lebenslstige junge Frau, die sich nimmt, was sie möchte, wird von Freunden des rothaarigen Nachbarjungen, den Lily verführen will, schamlos ausgenutzt. "Wozu habe ich denn einen Körper, wenn ich keinen Spaß damit haben soll?" fragt Lily, deren moralischer Maßstab ihre Bedürfnisse, ihre überbordende Verspieltheit und Fantasie ist. Und sie hält ihrer vernünftigen Schwester den Spiegel vor. Clara sei nicht sie selber, sondern sie habe sich als Ausgleich zu Lily eine Rolle zugelegt, die der vernünftigen rationalen Frau, die nicht ihre Gefühle lebt, sondern gesellschaftlichen Ansprüchen genügen will.

Das Zusammenleben der Schwestern bietet Szenen, in denen wir mit beiden herzhaft lachen müssen, wenn sich zum Beispiel Lily einen Oktopus, das Innere nach außen gekehrt, als Perücke über den Kopf zieht (sehenswert im Making Of, wie diese Szene vorbereitet und geprobt wird), oder wenn Lily vor der Tür des Schlafzimmers von Clara und Pierre sitzt, geduldig wartet und erst anklopft, als die Liebesgeräusche aufhören.
Zunehmend nähern sich die beiden Schwester, die vielleicht 10 Jahre voneinender entfernt gelebt haben, einander an, und das Cover der DVD deutet an, wie der Film endet.

In Cannes wurde der Film mit dem CICAE-Preis des Internationalen Verbandes der Filmkunsttheater ausgezeichnet, der sich für die Förderung der Filmkunst und des ARTHOUSE-Sektors einesetzt. Die Süddeutsche Zeitung und das Lexikon des Internationalen Filmes waren voll des Lobes, während SPIEGEL ONLINE den Film gnadenlos zerriss. Der Film stütze sich auf ein "reaktionär-verkitschtes Verständnis von Natur". Man hofft, "dass den Film dasselbe Schicksal ereile wie die zahlreichen Bücher und Zeitschriften zum Thema Landleben.Sie werden zwar unheimlich gern gelesen, aber als Handlungsanleitung zur Stadtflucht beherzt ignoriert."

Natürlich dürfen die Meinungen derart auseinanderliegen, aber die Spiegelautorin Hannnah Pilarczyk muss sich von mir den Vorwurf gefallen lassen, wäre der Film ein Buch, nicht im Geringsten zwischen den Zeilen gelesen, den Film komplett als realistisch, als bare Münze genommen zu haben. Fabienne Berthaud, Regisseurin, Drehbuch und eine der beiden Kamerafrauen in Prersonalunion, wollte bestimmt nicht die Botschaft überbringen, raus aus der Stadt und aufs Land und selbstgemachte Marmelade und Pantoffeln zu verkaufen sei der einzige Weg, ein glückliches Leben zu führen .Abgesehen davon, dass ihre Lily in der Stadt hoffnungslos verloren wäre, die umwerfende Ludivine Sagnier spielt ja hier nicht das typische Landkind, unbeschwert in wunderschöner Natur lebend, sondern ganz bewußt eine "Närrin". Kinder und Narren sagen die Wahrheit .Hier ist nicht der intelligente Hofnarr gemeint, der im Narrengewand seinem Herrn auch mal den Spiegel vorhalten darf, hier ist nicht das Naturkind eines Rousseau gemeint, sondern ein skuriles zurückgebliebenes Geschöpf, das das Glück hat, auf dem Land seine Fantasie ausleben zu können, in der Stadt wahrscheinlich im Heim gelandet wäre. Lily fungiert hier als Gegenpol zu Clara, die "funktioniert", die vielleicht mit und durch diese Schwester gefordert war, ein völlig entgegengesetztes Leben zu führen, das sie jetzt zunehmend .hinterfragt.
Lily trägt bei der Bestattung weiß, während die Trauergesellschaft in Schwarz gekleidet ist. "Ich trage meine Trauer in mir"sagt sie auf einen Vorwurf wegen ihrer Fröhlichkeit. Aus dem uniformen Gräbermeer ragt das Grab ihrer Mutter heraus, über und über bedeckt mit Dingen, von denen sie weiß oder zu wissen glaubt, dass ihre Mutter sie geliebt hat. Sie kann auch grausam sein, wie die Episode mit dem Schoßhündchen ihrer Tante (Mutter von Pierre) zeigt, die aber aus ihre Aversion gegen Lily auch kaum einen Hehl macht, den Onkel liebt sie, weil er sie nicht verachtet. Und sie hat durchaus auch feine Antennen, wie sie zeigt, als sie nicht ins Liebesspiel des Ehepaares platzt, nur nicht so "fein", dass sie ahnen würde, dass es Clara peinlich ist, sie vor deer Tür aufzufinden.

Natürlich ist Lily die dankbarere Rolle in dem Film, und dieses Kind gebliebene Wesen, dass nach seinen Bedürfnissen die Welt so macht wie es ihm gefällt und in seiner Arglosikeit auch anfällig dafür ist, ausgenutzt zu werden, verkörpert Ludivine Sagnier traumhaft gut. Als zurückhaltende Clara wird auch der "wenig ausdruckstarken Diane Kruger" von SPIEGEL ONLINE attestiert, sie sei gut besetzt. Ich kann mir nur vorstellen, das dieses zweifelhafte Kompliment sich auf ihre Darstellung der schönen Helena bezieht, eine Rolle, bei deren Besetzung sich Diane Kruger gegen 3000 Mitbewerberinnen durchgesetzt habe. Bei diesen Frauen wird es sich bei der prestigeträchtigen Rolle nicht nur um die zweite Garde von Schauspielerinnen gehandelt haben, und mehr als Schönheit war für diese Rolle auch nicht gefragt. Von diesem Hollywoodschinken ist mir nur im Gedächtnis gebleiben, dass Pitt als Achill einen Salto vorwärts über einen nubischen Hünen schlägt und auf dem Zenit der Flugbahn sein Schwert in Selbigen und in Zeitlupe versenkt. Natürlich ist die Rolle der Clara so angelegt, dass sie zurückhaltender gespielt werden muss, und gerade feine Nuancen bringt Diane Kruger hier hervorragend und auch uneitel herüber, so in der Szene am Grabe, in der nicht Tränchen üner ein makelloses Gesicht laufen, sondern dieses verquollen ist. Ich glaube, vielen nur als schön bezeichneten Darstellerinnen fehlten oft bisher nur die richtigen Rollen.

Sicher kann man zustimmen, dass Landleben eine Hymne auf das Landleben ist, und schöner als in diesem Film kann man es auch schwerlich darstellen. Und ein wenig ist der Film auch ein Sommermärchen und Lily eine Art Märchenfigur, aber der Film hat auch Tiefgang, wer da Küchentischpsychologie sieht, hat viele Feinheiten nicht gesehen. Zwei Welten prallen hier aufeinander, der nüchternen bürgerlichen Alltagswelt, in der man Rollen zu spielen hat, sich an hinterfragbare Konventionen hält und mehr funktioniert als lebt, wird ein unbeschwertes Leben mit Ausleben von Fantasien, Zeigen von Gefühlen und Bedürfnissen entgegengesetzt. Lily trägt ihre Trauer in sich und nicht in schwarzem Stoff auf sich.
Der Film hinterfragt Konventionen und Lebensentwürfe, soll Toleranz für andersartige Menschen erwecken und kann natürlich auch Träume wecken, aber man muss schon sehr missgünstig sein, wenn man der Filmemacherin unterstellt, die Handlung sei vollkommen realistisch gemeint und das Leben der beiden Schwestern ein umsetzbares Patentrezept.

"Barfuss auf Nacktschnecken" ist ein wunderbar inszeniertes Sommermärchen mit zwei großartigen Darstellerinnen, einer Diane Kruger, die mehr ist als eine wunderschöne Frau, und wie viele Märchen steckt auch in diesem eine tiefere Wahrheit, Lily ist ein Charakter, der Anlass sein kann, sein Leben nicht so umzukrempeln wie Clara, aber seinen Lebensentwurf und fragwürdige steife Konventionen zu hinterfragen.

Doc Halliday
44 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 19. März 2013
Zwei junge Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Menschen, die anders denken oder fühlen als die Norm, werden oft ausgegrenzt, nicht verstanden. Der Film schafft es, den Zuschauer mit auf die Reise zu nehmen in die Welt der Andersfühlenden. Das ist zunächst fremd, doch immer mehr habe ich mich fragen müssen, ist meine Welt in Ordung oder ist sie in Ordnung gebracht worden und ist meine Prägung dafür verantwortlich. Wo beginnt die Norm und wer macht den Anfang...
Als Mama eines autistischen Kindes, bewegt mich dieser Film außerordentlich. Ich erliege seit Geburt meines Kindes der Faszination des Andersdenkens, des Anderssehens, des Andersfühlens und trotzdem bleibe ich in gewisser Weise ge-(be-)fangen in einem Käfig aus Prägung & Norm, weil wir es uns nicht leisten können, sich einfach in den Tag treiben zu lassen und zu wissen, egal, wohin wir treiben, kommen wir an... Die Realität ist anders, aber Träumen ist erlaubt und einen Teil davon kann ich mitnehmen.
Ein wunderbarer Film.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 28. November 2012
Zwei sehr ungleiche Schwestern, beide Rollen meiner Meinung nach ganz wunderbar besetzt und ausgefüllt. Ein sehr schöner und überwiegend leiser Film, der ab und zu mal "ausschert", wenn Lily ihre "Einsätze" hat.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 2. März 2013
Dieser Film hat viele schöne Momente, das Zusammenspiel der Schwestern geht unter die Haut. Leider ist die vermeintliche Tierliebe etwas gewöhnungsbedürftig - schade
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 6. April 2013
ziemlich freakige, ungewöhnliche Geschichte mit Humor und Tiefsinn. Anderssein als Herausforderung und Ansage ... zum Schluss geht's dann ein bisschen zu schnell ...
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 2. September 2015
Rührender Film! Unvernünftig und mit viel Verstand ;-)
Ich hab ihn mit meinen Kindern geschaut. Sie sprechen heute noch von dem Film. Er hat Eindruck hinterlassen!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 7. Oktober 2016
Der weshalb auch immer "Barfuß auf Nacktschnecken" heißende Film (womöglich als Ausdruck des Unangenehmen, denn die Figuren erfahren Leid), ist ein Drama von vorhandener Härte, präsentiert wird all dies jedoch in einer ungezwungenen, durchaus auch märchenhaften Weise.

Die mit einem Anwalt verheiratete Figur von Diane Kruger, genießt ein geregeltes, aber umso uninteressanteres Leben. Die angeblich verrückte, aber rein philosophisch betrachtet reifere Protagonistin von Ludivine Sagnier ("Swimming Pool"), ist hingegen der fleischgewordene Ruf nach Freiheit.
Durch die unschönen Umstände, eine verstorbene Mutter, die von Sagnier ein sehr lebhaft wirkendes Dekorationschaos auf dem Grabe hinterlassen bekommt (gut gemeint - versteht sich, aber eben nicht der strikten Etikette entsprechend), werden die ungleichen Schwestern wieder in die Nähe der jeweils anderen versetzt, das Resultat ist die überfällige Annäherung zweier Fremdgeschöpfe, die sich aber bei genauerer Kennlerntour nicht mehr gänzlich unähnlich sind. Kruger beginnt an ihrem Leben zu zweifeln, aber auch an ihrem Manne, mitnichten ist es so, dass der Film pietätlos mit der Todesthematik umgeht, er ist in seiner Gestaltung nur sehr bunt, märchenhaft naturnah, nichts für Menschen die nicht offen sind.

Im Gesamtbild ist mit Barfuß auf Nacktschnecken ein toller Überraschungshit entstanden - und Ludivine ist sowieso eine wundervolle Schauspielerin, die ich in der französischen Filmlandschaft nicht missen möchte.
22 Kommentare| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 19. Januar 2012
Alle bisher hier veröffentlichten Rezensionen beziehen sich ja leider nur auf die DVD-Version, deshalb muss ich mal einen Kommentar zur Blu-Ray Edition abgeben.

Über den Film kann man sicherlich geteilter Meinung sein, was ja aus den anderen Beiträgen ersichtlich ist. Ich möchte mich dazu nicht äußern, da ich ihn noch gar nicht angesehen habe.
Die Qualität der BD ist aber so ziemlich das Letzte, was ich bisher erlebt habe.

Die BD startet nach dem Einlegen mit zwei Trailern von anderen Filmen des Labels, die aber ohne Ton wiedergegeben werden. Ich hatte deshalb meinen Blu-Ray Player (Panasonic DMP-BDT310EG 3D Blu-ray-Player) erstmal aktualisiert, da ich dachte, dass es eventuell mit der Firmware zusammen hängt. Brachte aber keinen Erfolg, alles aktuell.
Man kann theoretisch diese Trailer vorspulen (Menü ist gesperrt), aber dabei hängt sich der ganze Player auf. Also mehrere Minuten Stummfilm ertragen.
Diese Trailer sind dann unter anderen über das Hauptmenü als Extras auch abspielbar, dort sogar mit Ton!
Eine Navigation innerhalb des Menüs erzeugte auch mehrmals Komplettabstürze.

Der Film selbst läuft dann, wenn er einmal gestartet werden konnte offensicht, soweit man keine anderen Aktionen macht.

Wer diese Einschränkungen in Kauf nimmt, kann sich den Film dann sicher auch in HD ansehen, einen Kauf kann ich in keinem Fall empfehlen.

Ich hatte diese BR über den Amazon Marktplatz erstanden. Würde mich interessieren, ob der Verkäufer auch diese Probleme hatte. Möglicherweise mögen sich halt mein Player und diese BD nicht, aber das dürfte eigentlich nicht passieren.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 2. Mai 2013
ein wundervolles 'Märchen' für alle, die selber gerne mal wieder ein wenig aus ihrem Trott ausbrechen würden, ist dies die ideale Anleitung zum Glücklichsein. Aber Spaß beiseite. Ludivine Sagnier spielt die etwas verrückte Lily mit einer Leidenschaft, die Freude macht und Diane Kruger als angepaßte Clara steht ihr in nichts nach, für diese Leistungen hätten wohl beide einen Oscar verdient. Ganz zu schweigen von den traumhaft schönen Bildern dazu.
Auch zu empfehlen ist der Erstling von Fabienne Berthaud 'Frankie', der hier in der Special Edition mitgeliefert wird. Hier spielt auch Diane Kruger mit, ein Model, das in der Psychatrie landet, schonungslos und hart, ganz anders als 'Nacktschnecken', auch ist die Digicam gewöhnungsbedürftig, aber auf alle Fälle äußert sehenswert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 11. September 2016
Nachdem überraschend die Mutter von Lily gestorben ist, stellt sich die Frage, wer sich fortan um sie kümmert. Lily ist zwar erwachsen, verhält sich aber gelinde ausgedrückt, höchst seltsam. Aus den Fellen von gefundenen und gefangenen toten Tieren stellt sie zum Beispiel Pantoffel her und im zwischenmenschlichen Kontakt übertritt sie beständig die konventionellen Gepflogenheiten. Ihre ältere, verheiratete Schwester Clara kommt so von Paris aufs Land und entfernt sich dadurch nicht nur räumlich von ihrem eingefahrenen Leben, dass sie bisher nicht wirklich glücklich werden ließ....

Man merkt dem Drehbuch an, dass es sich um eine erdachte Geschichte handelt, da die Akteure zwar schauspielerisch einwandfrei, aber sich dennoch irgendwie unlogisch verhalten, ich meine jetzt nicht die durchgeknallte Lily. Gerade die Beziehung von Clara zu ihrer Schwester wirkt nicht gerade gewachsen. Da auch äußerlich nicht der Ansatz einer Ähnlichkeit besteht, war es für mich auch schwierig, ihre Geschwisterlichkeit zu verinnerlichen.

Im Film wird das Ideal eines gesellschaftsunabhängigen Lebens dargestellt. Doch wäre ein solch angestrebtes Leben in Freiheit ohne Verpflichtungen auf Dauer in der Realität überhaupt möglich. Es ist Sommer und gutes Wetter, doch das bleibt nicht auf Dauer. Und wer verdient das Geld für den Unterhalt des Hauses und die Verpflegung? Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende?

Ludivine Sagnier geht sehr in ihrer Rolle auf, daneben wirkt Diane Kruger fast ein wenig blass.

Extras: kurze Interviews mit den beiden Hauptdarstellerinnen (2 bzw. 3 min., OmU);
'Outtakes' (ca. 4 min, OmU) – man sieht auch die Regisseurin; 'Deleted Scenes'(4 Szenen, je ca. 1-2 min, OmU)

Bonus: eine extra DVD mit dem Film "Frankie" aus dem Jahr 2005, gleiche Regisseurin, Diane Kruger in der Hauptrolle. Handlung: Ein Model landet in der Psychiatrie. Geht in Richtung Kunstfilm.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

Run for Her Life
3,85 €
Sehnsüchtig
8,99 €
Merry Christmas
5,99 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken