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am 3. April 2018
Anders als in dem Werk "Verbrechen und Strafe", setzt uns Dostojewski hier einen Hauptcharakter, mit dem man sich in vielen Bereichen identifizieren kann. Fürst Myschkin ist der "Idiot" aus dem Titel, welcher bloß wegen seiner epilleptischen Erkrankung so genannt wird, ist ein sehr feinfühliger junger Mann. Tatsächlich wird dessen Großmut und Vertrauen auf eine Weise missbraucht, dass man den Titel "Idiot" nun doch das ein oder andere Mal zur Charakterisierung gebrauchen möchte.

Eine sehr treffende und zusammenfassende Passage über den Fürsten Myschkin, wurde von einer Figur gesagt, dessen Name ich nicht erwähnen möchte um nichts vorwegzunehmen, sie geht jedenfalls so:
"Ich muss Ihnen noch sagen, daß ich noch nie in meinem Leben einem Menschen begegnet bin, der ihm an edler Schlichtheit und grenzenlosem Vertrauen gleichkäme. Aus allem, was er sagte, konnte ich entnehmen, daß ihn jeder, der es will, betrügen kann und daß er jedem, der ihn betrogen hat, nachher verzeihen wird, und das war der Grund, weshalb ich ihn liebgewann..."
Durch die Reaktionen der höchst unterschiedlich reizbaren Charaktere, legte der Autor eine Karte aus, in der jede Figur eine individuelle psychische Position einnehm, die glaubwürdig und einleuchtend in den epochalen Gesprächen ausgebreitet wurde. Es war Teils ein großer Genuss auf die nächste Kollision zu warten, da sich die mentalen Verfassungen der Figuren sogar sehr dynamisch von Tag zu Tag änderten.

Der Sternabzug ist alleine der Tatsache geschuldet, dass sich das Buch an einigen Stellen etwas zieht und kein, für mich, befriedigendes Ende anbietet. Hervorheben möchte ich, dass sich in dieses Werk noch mehr psychologische und philosophische Anschauungen hineingefunden haben.

Die Abrechnung Dostojewskis mit dem Katholizismus (wohingegen das orthodoxe Christentum die reine Form sein soll) empfand ich als Einziges nicht ganz nachvollziehbar (als Atheist) und ich denke, es ist uns kaum möglich, die kirchliche Situation, sowie die politischen Implikationen des vorrevolutionären Russlands, ohne Zuhilfenahme historischer Lektüre, nachzuempfinden. Auch die kleinen politischen Traktate (z.B. über den Sozialismus) einiger Figuren laßen sich ohne größere Einblicke, sofern man nicht die Hintergründe kennt, einordnen. Dostojewski schrieb in solchen Fällen an seine Zeitgenossen, ohne den Deutschen des 21. Jahrhundert im Kopf! ;-)
Andere Teile waren dafür aktueller denn je, so z. B. die Abrechnung des Protagonisten mit der Todesstrafe - wie sieht es denn nun moralisch aus? Dies ist bis heute eine nicht endenwollende Debatte, welche oft unbedacht und affektiv geführt wird.

Die Übersetzung dieser kostenfreien Variante (H. Röhl) war eine angenehme Überraschung, nach der Übersetzung Svetlana Geiers, sowie der von E.K. Rashin, war dies hier ein ebenso flüßiges Lese-Erlebnis. Ich empfand Geiers etwas moderner, Rashin dagegen etwas umständlicher, dafür vielleicht emotionaler im Ausdruck.
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am 30. September 2015
Wer zu Dostojewskis Roman “Der Idiot“ greift, der hat doch Einiges zu erwarten. Einerseits freut sich der Leser auf ein einzigartiges, buntes, authentisches und kritisch-satirisches Sittengemälde der adligen und großbürgerlichen Kreise der russischen Zarenzeit. Zum anderen erwartet ihn ein spannender und dramatischer Roman um Liebe, Lügen, Intrigen und Leidenschaft, der in tragischer Form endet und in jedem Augenblick neu von menschlichen Schwächen lebt. Sprachgewaltig geschrieben, wegen der russischen Namen nicht leicht zu lesen und zu merken.
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am 25. April 2016
Wie alle Bücher Dostojewskis ist es spannend zu lesen! Neugierig geworden bin ich, als ein Pastor in seiner Predigt erwähnte, dass mit dem Idioten Jesus Christus gemeint sei und das wollte ich nun wissen. Kann ich nur empfehlen!
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am 20. Januar 2018
Es berauscht soviel Weisheiten, Sinnfragen und Anregungen in einem Buch zu finden. Absolut lesenswert. Das Buch wird nie langweilig. H
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am 20. Juni 2014
Ein sehr unterhaltsames, zum Teil auch amüsantes, manchmal schwer zu lesendes Buch, eben eines von Dostojweski.
Man braucht sehr viel Zeit, um dieses Werk zu lesen, kann aber nicht davon lassen, bis man es geschafft hat.
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am 1. August 2013
Ich liebe russische Literatur, zumal sie für mich sehr gut verständlich ist; als wäre ich Russin.Dostojewski ist Weltliteratur.Ein gutes Gefühl, ohne Argwohn ein gutes Buch zu lesen- da die Urteile an ihn schon lange ergangen sind.
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am 17. Dezember 2014
Dostojewski, der Name bürgt für Spannung durch Schilderung menschlicher Probleme. Der Idiot ist ein Meisterwerk. Ihr tickt nicht richtig, wenn ihr an dieser Stelle verlangt, ich soll noch fünf Worte schreiben. Ich sitze nicht in der Schule.
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am 8. April 2016
Das ist Weltliteratur, indiskutabel in Qualität, gedanklicher Tiefe und zeit überdauernder Bedeutung. Hier sollten Bewertungen einfach weggelassen werden. danke, Amazon
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am 21. Februar 2015
Der Idiot von Dostojewski ist sehr lesenswert, immer wieder. Er beschreibt die Menschen in Ihrer Menschlichkeit so einzigartig. Das Wort IDIOT hat eine neue Bedeutung für mich bekommen.
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am 28. November 2013
Gutes Buch, sehr zu empfehlen. Dostojewski ist ein Schriftsteller, der sehr tiefgründig, lebendig und anschaulich schreibt. Jeder seiner Romane ein Volltreffer
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