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am 6. Oktober 2013
Einerseits ist das Buch die faszinierende Autobiographie eines Wissenschaftlers, der sich angetrieben von Bewunderung und Liebe zur Natur und von wissenschaftlicher Erkenntnis gegen Schädigung der Umwelt und für nachhaltige Entwicklung einsetzt.
Andererseits ist es die mehr erschreckende als faszinierende Entwicklung einer Organisation von anfangs dilettantischen Idealisten zu einer perfekten globalen Kampagnenmaschine.
Die detailreichen Schilderungen der verschiedenen Aktionen von Greenpeace sind spannend zu lesen. In der ersten größeren Aktion versucht eine zusammengewürfelte Mannschaft, mit einer kleinen Jacht in den für US-amerikanische H-Bombenversuche gesperrten Bereich der Beringsee einzudringen. Sie sind selbst überrascht, wie das Medienecho auf Ihre eigentlich gescheiterte Aktion die Weltmacht USA letztlich zwingt, die Versuche in dem Gebiet einzustellen. Es folgen weitere abenteuerliche Aktionen gegen den Walfang, das Abschlachten von Robbenbabies und gegen französische Nuklearversuche in der Südsee. Dabei kommt es durch den Sprengstoffanschlag des französischen Geheimdienstes auf die "Rainbow Warrior" zu dem einzigen Todesopfer der Aktionen
Schon bei den ersten Aktionen zeigen sich Spannungen zwischen radikalen Fundamentalisten und Pragmatikern, die bereit sind auch mit Verbündeten für ihre Ziele zusammen zu arbeiten, z.B. als auch Brigitte Bardot gegen das Robbenschlachten eintritt. In vielen Ländern bilden sich lokale Greenpeace Organisationen, die bald auch eigene Kampagnen starten.
Der Bruch zwischen dem Autor und der Organisation beginnt damit, dass einerseits die Organisation sich verselbständigt und teilweise Kampagnen danach auswählt, wieviel Spenden durch klare Feindbilder mobilisierbar sind. Andererseits nimmt der Autor 1982 an einer Konferenz des United Nations Environment Program (UNEP) in Nairobi teil, wo ihm die Vertreter von weniger entwickelten Ländern ins Bewusstsein bringen, dass die Menschen dort Bedürfnisse haben, die nur durch die Nutzung von gewissen Umweltressourcen befriedigt werden können. Dies motivierte ihn, nicht mehr nur gegen umweltschädigende Aktivitäten vorzugehen, sonder auch positiv zu forschen, wie die knappen Umweltressourcen nachhaltig genutzt werden können. Er betreibt selbst eine Lachsfarm als Alternative zur Überfischung der wilden Lachse und beteiligt sich an der Entwicklung von Konzepten zu nachhaltiger Forstwirtschaft.
Der Bruch wird endgültig, als Greenpeace Kampagnen eben gegen diese nachhaltige Ressourcennutzung startet.
In weiteren Kapiteln beschreibt der Autor ausführlich weitere Kampagnen von Greenpeace die bestenfalls unsinnig sind, aber oft sogar nachhaltige und effiziente Ressourcennutzung verhindern. Da diese Kampagnen aber immer ein klares Feindbild haben, treffen sie in Medien und Öffentlichkeit auf viel Zustimmung.
Diese Kapitel sind eine Pflichtlektüre für alle an Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung interessierten Menschen. Daher trotz einiger Längen und Wiederholungen 5 Sterne.
Das Buch ist auf Englisch z.T. schwierig zu lesen, vor allem dort, wo die sprachliche Verfälschung von Umweltproblemen in den Medien behandelt wird. Ich frage mich, ob Greenpeace mit Druck auf Verleger eine deutsche Übersetzung verhindert, oder ob Greenpeace schon so mächtig ist, dass Verleger sich dies in vorauseilender Selbstzensur gar nicht trauen?
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