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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
32
4,4 von 5 Sternen
Iconoclast (Digi Book)
Format: Audio CD|Ändern
Preis:21,93 €+ 3,00 € Versandkosten


am 17. Juni 2011
Das lange Warten hat sich gelohnt. Und wie!

Über 82 Minuten typische SyX-Riffs und -Melodien, die erst einmal aufgesogen und verdaut werden wollen.

Und wer, wie ich, wissen will, welche Ausgabe denn nun das eigentliche Album ist, sprich, ob die 1-CD-Ausgabe das Album darstellt und das DigiBook zusätzliche Bonus-Tracks enthält oder ob erstere nur eine zusammengestutzte Version eines wahrlich langen Albums ist, hier gibt's eine quasi-offizielle Auskunft dazu vom SyX-Support:

"The album was written as two cds worth of material, so the tracklisting on that version is what was originally intended by the band."

Klar, daß ich da trotz DigiPack-Abneigung zur Special Edition gegriffen habe. Und positiv überrascht wurde. Im Gegensatz zu den sonstigen DigiPacks oder gar der völlig papierenen Special Edition von DT's DC&SL handelt es ich hier um ein richtig schönes und hochwertiges DigiBook mit festem Karton und in der Mitte eingefaßtem Booklet. Also nicht nur was für die Ohren, sondern auch für die Augen und die Hände. So werde ich nie zu einem Download-Käufer, da fehlt einfach etwas.

Wenig überraschend wird der Stil des Vorgängers Paradise Lost fortgeführt und weiterentwickelt. Aber ich habe mich hier und da auch an andere Alben erinnert gefühlt. Beispielsweise das Keyboard von V - The New Mythologie oder auch Russel Allen's Atomic Soul.

Die Länge und Dichtheit machen es quasi unmöglich, das Album schon beim ersten Durchlauf zur Gänze (oder überhaupt) zu erfassen und zu begreifen. Da ich auch ein Fan des Frühwerks bin, würde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht behaupten wollen, daß dies ihr absolut bestes Werk ist. Irgendwie liegen ihre Alben qualitativ so dicht beisammen, daß es eher Geschmackssache ist, welches man hervorheben möchte.

Aber daß man mit Iconoclast, zumal in der Special Edition, etwas Großes in der Hand hält, wage ich doch zu behaupten.

CD 1:

1. Iconoclast (10:51):

Mit längerer instrumentaler Einleitung. Zu Beginn ein erst unkenntliches, dann als solches aufgelöstes Klavier, dann Klangteppich aus Schlagzeug, Gitarre und typischem SyX-Chor. Übergang zum Songriffing. Nach ca. 2:40 darf dann Russell ran. Seine Stimmlage ist, wie auf den letzten beiden Alben etabliert, aggressiv rauh, wenn auch noch lange nicht deathmetallig wie man es auch schon von ihm gehört hat bzw. noch hören wird. Der Refrain ist vielstimmig und kommt in seiner Art irgendwie bekannt vor, allerdings weniger von SyX selbst, irgendwie powermetallig. Bei der Länge des Songs ist es selbstverständlich, daß auch zwischendurch viel instrumentalisiert wird, v.a. durch Romeo und v.a. mittels Riffing. Auch der Hintergrundchor, der ja längst eines der Erkennungsmerkmale von SyX ist, kommt immer wieder zum Einsatz. Einer der geilsten Momente des Albums ist hier zu hören, wenn Russell Allen im wahrsten Sinne des Wortes Luft holt für den kraftvollen Endspurt, nachdem sich seine Kollegen ausgetobt haben. Insgesamt ein starker Auftakt zu einem Höllenritt durch SyX's neuestes Output.

2. The End Of Innocence (5:27):

Der erste der beiden vorab veröffentlichten Songs. Eingefleischte Fans werden beide wohl mittlerweile rauf- und runtergehört haben. Auch sind beide Songs eher so strukturiert wie man es von SyX gewohnt ist. Soll heißen, sehr melodielastig. Romeo shredded sich wie gewohnt durch die Instrumentalpassage im letzten Drittel des Songs.

3. Dehumanized (6:47):

Der zweite vorab veröffentlichte Song. Etwas progressiver im Sinne von sperriger als Innocence. Und deutlich aggressiver. Russell Allen zeigt, was seine Stimmbänder hergeben. Beim Refrain geht er rauheitstechnisch etwas von Gas, aber trotzdem weiterhin unglaublich viel Power in seiner Stimme. Geiles, ohrwurmiges Riffing, v.a. beim chorus. Schöner, sich wiederholender Wechsel zwischen bedrohlich-aggressiven und melodisch-aufgelösten Abschnitten. Beim Solo zeigt sich Michael Romeo wieder von der sanfteren Seite.

Beide Songs haben natürlich durch die Vorabveröffentlichung einen unfairen Vorteil.

4. Bastards Of The Machine (4:56):

Wieder ein Vertreter der aggressiven Songs. Schnelles Riffing, dichter Klangteppich, rauher Gesang. So richtig unmelodisch geht bei SyX ja gar nicht, aber der Stimmung des Songs entsprechend, ist sicher keine Friede-Freude-Eierkuchen-Gesangslinie untergebracht. Schön progressives Instrumental. Mit kanpp unter 5 Minuten der kürzeste Song des Albums.

5. Heretic (6:24):

Und gleich geht's weiter mit hartem, schnellem Riffing. Die Jungs gönnen sich keine Pause, Allen röhrt. Der Refrain hat metallica-eske Elemente. Trotz Hochgeschwindigkeitsinstrumental bleibt noch Platz für ein bißchen Chor. Hier und da zum Thema des Albums passendes maschinenartiger Keyboardsound.

6. Children Of A Faceless God (6:20):

Hier wird etwas vom Gas gegangen, ohne aber den düsteren Grundton gänzlich zu verlassen. Erinnert mich hier und da etwas an Russell Allen's Atomic Soul-Album. Ein etwas luftigerer Mittelteil baut Spannung auf, um in einem Kurzinstrumental zu münden.
Der Refrain kommt fast schon hymnisch daher.

7. When All Is Lost (9:10):

Die Ballade des Albums. Klavierintro. Russell gesellt sich dazu, trotzdem ab und an mit leicht angerauhtem Unterton. Nach ca. 1:40 kommen Gitarre und Schlagzeug hinzu und legen eine härtere Gangart an den Tag. Vom Aufbau drängen sich Parallelen zu Candlelight Fantasia auf. Viel Melodie, Klavier, ruhige und langsame Passagen, die aber immer wieder von Riffing abgelöst werden, die verhindern wollen, daß hier in eine echte Softballade abgedriftet (Helge würde wohl "abgedroffen" sagen :-)) wird. In über 9 Minuten ist genügend Zeit, den Song ordentlich auszubauen und abwechslungsreich zu gestalten, was den Jungs ausgezeichnet gelungen ist. Es besteht keinerlei Zweifel daran, daß es hier um progressiven Metal geht! Der Refrain ist eine echte Mitsinghymne. Einzig das Ende finde ich etwas doppelt-gemoppelt. Aber wer möchte die Götter anzweifeln.

CD 2:

1. Electric Messiah (6:13):

So, genug ausgeruht. Jetzt wird wieder rangeklotzt. Und zwar ordentlich. Schnelles Progriffing zum Einstieg und als Songbasis. Russell wechselt rauhen und weicheren Gesang wie immer ab. Auch hier fühle ich mich von der Melodieführung her ab und zu an sein Atomic Soul erinnert. Mittelteil mit düsterprogressivem, treibendem Instrumental. Wie immer mit Romeo als Wortführer. Aber Michael Pinnella meldet sich zu Wort. Zur Abwechslung mal ein Fade-out zum Ende.

2. Prometheus (I Am Alive) (6:46):

Relaxed Cruising à la SyX, aber nur zum Einstieg. Kaum hat man sich eingewöhnt, werden Härte und Tempo erhöht. Treibender Refrain, der dunkel und melodisch zugleich ist. Natürlich gibt es auch ein Instrumental. Der Song klingt aus, wie er begann: eher relaxt.

3. Light Up The Night (5:03):

Schnelles Riffing, viel doublebass. Ich kann mir nicht helfen, irgendwie höre ich bei bestimmten Tonfolgen des Songs im Hinterkopf immer den Mittelteil von Ucan Ican von Jordan Rudess' Album Feeding The Wheel. Es wird wohl an den spannungsaufbauenden Akkorden liegen. Im Mittelteil wird wieder ordentlich vom Leder gezogen, Michael vs. Michael und beide im Synchronduett. Powermetalliger Refrain.

4. The Lords Of Chaos (6:09):

Ganz eigenes, hartrockmäßiges Riffing zum Einstieg. Mit dem Einsatz von Allen wird etwas zurückgerudert. So geht es immer hin und her. Treibend. Romeo läßt sich nicht lumpen. Auch hier erinnern mich Elemente des Refrains an Atomic Soul.

5. Reign In Madness (8:37):

Mit Keyboard geht's los, aber was ist das plötzlich? Metallica? Ne, da ist ja Russell Allen. Außerdem wird's eindeutig progressiv. Aber der Metallica-Einfluß läßt sich nicht leugnen. Aber keine Angst, kein Zweifel, es ist eindeutig ein SyX-Song. Der Chorus wird im mehrstimmigen Gesang vorgetragen, hymnisch. Riff- und Tempowechsel entwickeln den Song weiter. Allen mit böser Stimme, nur um im nächsten Abschnitt wieder zu zeigen, daß er auch "richtig" singen kann und einfach der kompletteste mir bekannte Metal-Sänger ist. Im Mittelteil kommt der Song etwas zur Ruhe, aber da wird auch nur Kraft gesammelt für das Finale. Das beinhaltet einen hymnischen Chor, und ein knackiger Schluß beschließt den Song und das Album.
Ein würdiger Song, um die musikalische Reise zu beenden!

Wie gesagt, lange und harte Kost, die erst einmal verdaut werden muß. Allein schon durch die Länge ein Album der Extraklasse von Symphony X. Mit der Bestätigung, daß Symhony X (spätestens seit Damnation Game) keine schlechten Alben machen kann.
Aber man kann sagen: Symphony X sind zurück, und wie!... wieder einmal bzw. wie immer. Und sie machen Spaß wie eh und je.
Und sie haben - wie immer - seit dem Vorgängeralbum ihren Stil weiterentwickelt. Stillstand würde ja auch ihrer progressiven Grundausrichtung widersprechen. Gut so!

Für SyX gilt eben: Was lange währt, wird endlich sehr gut. Da wartet man doch gerne etwas länger als bei manch anderer Band.

Da ich ein bekennender Fan der klassischen Einflüsse bei SyX bin und daher der älteren Werke, werde ich konsequenterweise jetzt auch nicht behaupten, schon gar nicht nach so wenigen Durchläufen, daß dies das beste Album von Symphony X ist. Das überlasse ich denjenigen, die schon Paradise Lost als bis dato bestes SyX-Album bezeichnet haben.

Für mich speichere ich Iconoclast vorerst als saustarkes Werk ab und werde meine persönliche Einordnung frühestens nach weiteren 5-10 Durchläufen vornehmen, wenn überhaupt.

Bei der Punktevergabe mußte ich mich entscheiden. Grundsätzlich hat ein Symphony X-Werk 5 Sterne verdient, v.a., wenn man bedenkt, was sonst noch so im musikalischen Universum herumschwirrt... (dann reichen 5 natürlich nicht). Innerhalb des SyX-Universums würde ich aber eher zu irgendwo zwischen 4 und 5 Sternen tendieren, aber das kann sich noch ändern. Daher belasse ich es vorerst bei 5.

Anspieltipps:

Schwierige Frage, aber ich versuche es trotzdem einmal. Ich nehme mal an, daß die meisten The End Of Innocence und Dehumanized schon kennen, daher fallen die schon ein mal weg. Bleiben der Titelsong Iconoclast, Heretic, When All Is Lost, Light Up The Night, Reign In Madness.

Zuletzt noch ein Dankeschön an NuclearBlast, nicht nur für das schöne DigiBook, sondern auch die Tatsache, daß SyX ein Doppelalbum veröffentlichen durfte!

So, und nun: Kaufen und hören!
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am 25. Januar 2012
"Hit the switch - you son of a bitch..." - Was braucht man zu Symphony X' "Iconoclast" groß sagen? Die Jungs sind einfach durch die Bank hervorragende Musiker, denen in Sachen Songwriting, Virtuosität und Live-Performance derzeit kaum eine Band im Progressive Power Metal Konkurrenz machen dürfte. Sicher, die Zeiten epischer Schöpfungen wie "The Odyssey" sind offenkundig vorbei, doch das braucht den geneigten Hörer nicht weiter grämen, wurden dafür seit "Paradise Lost" nun eben deutlich rifforientiertere, in sich aber nicht minder komplexe Songstrukturen zum musikalischen Credo erhoben.

Wer Iconoclast in den CD-Player schiebt und dort einige Ründchen drehen lässt, den wird die Platte so schnell nicht mehr loslassen: Bombastischer Sound, brutale Riffs und groovige Ohrwürmer am laufenden Band erwarten den Hörer. Schon der erste (Titel-)Song "Iconoclast" sorgt für komplexe Überraschungen: Als monumentales Intro beginnend, schaltet sich schon nach wenigen Sekunden unverhofft ein ultra-wuseliges Riff ein, bevor die Rückkehr zum beschleunigten Intro mit chorischem Hintergrund die Bühne öffnet und der Song bei 2:00 min. schließlich so richtig in die Vollen geht.

Insgesamt hat die Platte eigentlich keine Höhepunkte - sie ist ein einziges Highlight! Wenn es denn Favoriten als Anspieltipps bräuchte, wären diese wohl "Dehumanized", "Chilren of a faceless God" und die Schein-Ballade "When all is lost". Ganz großes Kino.
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am 24. August 2011
Symphony X gehen den mit Paradise Lost eingeschlagenen Weg weiter. Härter, düsterer aber in meinen Augen nicht schlechter als zu früheren neoklassischen Zeiten. Der Sound ist satt, die Songs mitreissend und von Powermetalstampfen über ultravertrackte bis hin zu melodischen Hymnen ist alles dabei.
Laut einem Interview wurden Symphony X von der Plattenfirma angehalten, das nur als Doppel-CD geplante Album auch als 1-CD herauszubringen, man musste daher schweren Herzens einige Songs für die 1-CD Ausgabe streichen.
Fans der früheren Symphony X sollten unbedingt zur DoppelCD greifen, denn nur in der Doppel-CD-Ausgabe sind u.a. zwei schnelle, typisch neoklassische SX-Juwelen enthalten (Light up the Night, Reign in madness). Vor allem bezüglich des textlichen Konzepts dieses Albums (Mensch versus Maschine) machen gerade diese beiden mitreissenden Melodiegranaten mit dem Abschlussappell (Reign in madness), der als Aufruf zum Widerstand gegen die maschinisierte Welt verstanden werden könnte, das Album spürbar komplett. Daumen hoch! Wer die früheren Alben nicht kennt: 5 Sterne ... da mir auf diesem Album ein episch langes überlanges Werk fehlt, gibts nur 4 Punkte - aber: Iconoclast ist definitiv eines der besten Progmetal-Alben der letzten Jahre.
SX sind jetzt im Herbst 2011 auf Deutschland-Tour - man sieht sich!
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am 24. Mai 2013
Ich kann mich eigentlich nur meinen Vorrednern anschließen.
Das Album ist auf technisch meisterhaftem Niveau erstellt und macht echt Spaß zum anhören. Es geht mehr in Richtung Power Metal als die vorherigen Alben und ist streckenweise lieber schnell/geradliniger/härter als komplex. Der Drummer schlägt seinen 4/4, wer auf große Innovationen wartet tut dies Vergebens.
Dennoch höhre ich gerne immer wieder mal einen Titel von diesem Album, jeder Song ist für sich genommen ein Meisterstück. Zwei volle CDs, von denen jeder in die selbe Kerbe schlägt sind nach mehrmaligem Anhören am Stück aber oft nicht mehr inspirierend, es kommt halt nicht mehr besonders viel neues.

Kaufempfehlung gibt es auf jeden Fall trotzdem, ein Prog/Power-Metaller wird an diesem Album auf jeden Fall immer Gefallen finden. Der Geniestreich wie z.B. vom Album V blieb aber halt meines Erachtens nach aus.
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am 15. April 2012
Ich bin auch einer der Metal Fans der sich glücklich schätzen kann. Ich bin rein zufällig auf die Band über das französische Online Radio "La Grosse Radio Metal" gestossen als diese den Song "Dehumanized" gespielt haben.

Geile sache, weil seit langen suche ich mal ne Band die einen richtig guten Gitarristen hat. Symphony X gehört auf jeden fall in diese Liga.
Die Songs sind sehr facettenreich, lang und mit vielen Abwechslungen - ähnlich wie ein Theaterstück mit vielen Schauplätzen, nur halt zum hören.
Ein aussenstehender würde, wenn man im Lied springt, manchmal behaupten es würde ein anderer Titel gespielt. Echt genial.

Also ich sag nur kaufen.
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TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 24. Juni 2011
Symphony X! Die Amis fand ich immer ganz gut, aber so richtig Fan und verrückt nach den New Jersey Prog-Metallern war ich nicht. Mit der 2007er Scheibe "Paradise Lost" hatte sich das schon etwas geändert, doch nach dem Wechsel zu Nuclear Blast haben die Männer 2011 mit "Inconoclast" ein für mich zugänglicheres Album als alle anderen Werke geschrieben! Warum? Es ist irgendwie mehr Metal, ein paar thrashige Riffs mehr und schon packt es mich. Dabei sind die neo-klassischen Einflüsse geringer geworden. Auf Deutsch: Weniger "Gedudel" auf Gitarre und Keyboard, was die japanischen Fans sicher enttäuschen wird, mehr Heavyness und eine leicht derbere Stimme von Frontmann Russel Allen ab und an. Der ist eh über jeden Zweifel erhaben und immer ein Ohrenschmaus, was er auch seit Jahren bei Projekten wie Allen / Landen, Ayreon oder Star One zeigte.
Kommen wir zur Musik:
Easy Listening Prog Metal ist was anderes! Der Opener und Titelsong "Iconoclast" verlangt vom Hörer Konzentration und Geduld. Der fast 11 Minuten lange Epos überzeugt aber wie die im Schnitt sechs Minuten langen anderen Stücke. Wahnsinn auf was für einem Niveau die Band agiert und wie geschickt Chöre und Keyboard in den Gesamtsound integriert wurden, ohne die fetten Gitarren zu verwässern. Das wird die Band auch für Leute interessant machen, denen das vorher eventuell zu viel Gedudel oder zu soft war. Am Ende der CD befindet sich mit "When All Is Lost" eine ganze neun Minuten lange Power-Ballade voller Gefühl und Wehmut deren langsamer Aufbau ein Ohrenschmaus ist.
So und nicht anders müssen Symphony X klingen - 62 Minuten ohne Langeweile.
Fantastische Scheibe!
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am 26. Juni 2011
Ich kann mich leider nur den etwas verhalteneren Kritiken anschließen, insbesondere der von Simon God "habekeine8", was die einzelnen Kritikpunkte angeht, auch wenn die bei mir dann nicht ganz so schwer ins Gewicht fallen. Fakt ist aber, dass ich Symphony X kennen und lieben gelernt habe wegen ihrer progressiven Schlagseite, insbesondere auf "The Divine Wings Of Tragedy". Meiner Meinung nach haben Symphony X diese Seite aber mehr und mehr vernachlässigt. Für mich ist "Iconoclast" eigentlich kein Progressive mehr!
Klar, eine Band darf, soll und muss sich mit der Zeit entwickeln und ihren Stil auch ruhig mal ändern. Wenn dann aber - und das empfinde ich eigentlich zum ersten Mal so stark bei einem Symphony X-Album - mit "Bastards...", "Heretic", "Electric Messiah", "Prometheus" und "Light up the night" gleich 5 von 12 Stücken absolut belanglos weil austauschbar und ohne Glanzpunkte sind, ist das für mich erstmal eine Enttäuschung. Sehr ähnlicher Songaufbau, etc. Zudem wird ja fast nur noch "geknüppelt" und "gegröhlt", um es mal etwas zugespitzt zu formulieren. Auf "TDWOT" gab es noch Metal, progressive Ergüsse, Halb-/Balladen, Gänsehautmomente en masse und sogar Soli, bei denen NICHT unbedingt immer 100.000 Noten pro Minute abgefeuert wurden oder die dann mit klassischen Elementen beeindrucken konnten.
Die restlichen, oben nicht genannten stücke sind aber gut bis herausragend. Meine momentanen Favoriten nach einigen Hördurchgängen: "When All is Lost" und "Reign in Madness". In diesen beiden Stücken geht's endlich mal stellenweise richtig progressiv zur Sache, die Stücke sind abwechlsungreich und bieten tolle Ohrwurm-Refrains ohne übertriebenen Kitsch. Für die beiden Stücke an sich gibt's glatte 5 Sterne. "Iconoclast" (das Stück) geht mächtig ab, der Refrain gefällt mir allerdings nicht - zu platt und zu aufdringlich als "Live-Mitgröhl"-Part ausgearbeitet. "End Of Innocence" ist ein tolles Stück mit tollem Refrain, flacht aber bei mir irgendwie von Hördurchgang zu Hördurchgang immer mehr ab. "Dehumanized" ist ein ordentlicher "Stampfer", "Children of a Faceless God" ist für mich wieder ein echter Höhepunkt des Albums nahe an der 5-Sterne-Marke und "The Lords Of Chaos" geht auch absolut in Ordnung.
Im Schnitt komme ich auf ziemlich genau 3,5 Sterne - um meiner Enttäuschung etwas mehr Gewicht zu verleihen also Abrunden auf 3!
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am 3. Februar 2013
Ein bisschen Enttäschung kann man sich nicht verkneifen, denn der Vorgägner war einfach noch einen Tacken besser.

Es ist schwer zu erklären was "Iconclast" eigentlicht fehlt, tolle Songs gibts nämlich auch hier wieder am Fließband ( "Electric Messiah", "Children Of A Faceless God" ).
Aber irgentwie wirkt das Album im Gesamtbild einfach nicht ganz so schlüssig und umfassend wie "Paradise Lost".
Ein Grund könnte auch sein, dass diese ganze Industrial-Schiene mehr so halbgar in die Songs eingepasst ist. Das unterstützt zwar die Story des Albums,
trotzdem wirken viele der Samples einfach fehl am Platz.
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am 1. Juli 2011
Zugegeben, Symphony X verschieben ihren Fokus von Album zu Album weiter in Richtung Powermetal und nicht jede Songwritingidee war wirklich total neu. Nur, who cares? Solange am Ende ein so fettes Teil im Player liegt kann ich prima damit leben, zumal man von den Tralala-Drachen-und Schwerter-Bands weiterhin Lichtjahre entfernt ist.

Schon der überlange Opener und Titelsong ist ein echtes Brett. Großartiger Refrain, packende Breaks, ordentliche Härte, Chöre, toller Gesang. Mehr kann man sich nicht wünschen. Ein Highlight.

Das nachfolgende, melodische "The End Of Innocence" kann zwar nicht ganz die ganz große Klasse halten, hat aber ohne Frage seine starken Momente und würde auch auf ein Edguy-Album passen... :o))

"Dehumanized" ist da schon wesentlich weniger "süß", dafür deutlich progressiver. Gelungen.

"Bastards Of The Machine" gefällt mir richtig gut. Gerade der schnelle und harte Refrain lässt Erinnerungen an selige Vicious Rumors Zeiten aufkommen.

Mit "Heretic" legen Symphony X in punkto Härte sogar noch ne Schippe drauf. Geht fast schon als Thrasher durch...

"Children Of A Faceless God" erinnert mich an spätere Dio-Werke. Das ist durchaus als Qualitätsmerkmal zu verstehen. Toller Refrain, starker Song.

Mit "When All Is Lost" folgt dann der nächste Longtrack und ganz große 9 Minuten Musik. Wenn man sticheln will, könnte man behaupten, dass man einen ähnlichen Aufbau (Klavierintro, sanfter Gesang, etwas kitschiger, aber hymnischer Chorus) schon bei den Glanztaten von Savatage gehört hat, aber am Ende sind das die Trademarks jeder Powerballade und diese hier ist einfach richtig stark. Gerade der lange Instrumentalteil ist einfach großes Kino.

Das harte "Electric Messiah" zündet in meinen Ohren nicht wirklich. Wirkt zu abgedroschen. Thrashige Riffs mit melodiösen Refrain hat man von zig Bands schon zu oft gehört

Dafür ist "Prometheus (I Am Alive)" umso besser. Sperrig, gute Ideen und überraschend.

"Light Up The Night" ist mir persönlich zu powermetallisch. Der Solopart ist war gut, mir aber zu Stratovarius-lastig

"The Lords Of Chaos" starker Song mit hymnischen Chorus.

Zum Abschluß gibt's noch einen 8-Minüter. "Reign In Madness" ist wie die anderen Longtracks eine echte Granate. Ok, das Riffing erinnert wirklich ein wenig Metallica, aber an die guten, alten Metallica... ;o)) Auch sonst bietet der Song einfach gute Unterhaltung. Breaks, Tempowechsel und wieder einen starken Chorus.

Benotung:
Der Sound ist klar, drückend, aber sicher nicht überproduziert. So sollte moderner Metal klingen. Musikalische Ausfälle gibt's keine, 2,3 Tracks zünden in meinen Ohren nicht danz so, dafür explodieren andere umso mehr. Technisch sind Symphony X ohnehin über jeden Zweifel erhaben, also spricht nichts gegen die Höchstnote.

8,5/10
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am 31. Juli 2011
Wenn man sich einige Rezensionen hier so durchliest, bewerten die Kritiker meist immer andere Songs als "schlecht".
Eines haben sie dann jedoch gemein. Insgesamt ist das Album eingefleischten wohl einfach etwas zu hart und Gitarrenlastig.

Insgesamt hätte ich als langjähriger Fan wohl auch so argumentiert.

Viele gute Dinge mussten zugunsten der Härte weichen, wodurch sich Symphony X für einige in die Power Metal Schiene katapultiert haben.
Zugegeben hört man hier zum erstenmal Textpassagen alá "Son of a Bitch", welche doch eher an diverse Metalcorebands erinnern mögen.

Ist diese Geradlinigkeit nun schlecht? Jein. Ich war sofort hin und weg, davon überrascht wie offen und luftig einem die Songs ins Gesicht blasen. Gerade Paradise Lost kam mir öfters mal zu weinerlich daher.
Meine Meinung ist eher die, dass Symphony X mit diesem Album einen richtigen Schritt getan haben. Spätestens nach Dehumanized, finde ich die Entwicklung sichtbar, welche die Band vollzogen hat.
Technisch und musikalisch ist dies wirklich auf Höchstniveau. Ich selbst hätte nicht gedacht, dass ich soetwas mal sagen würde aber diese ellenlangen Keyboardteppiche nervten mich in der Vergangenheit nur.

Ob das in Zukunft Arbeitslosigkeit für Herrn Pinella bedeuten mag, möge mal dahingestellt sein. Vielen mag die Gewichtung der Keyboardparts nun stören, weil sie anderes gewohnt waren oder einfach nur Prog-Fanatiker sind.
Leider nur sieht sich die Band selbst als Melodic- Powermetal- Gespann, welches progressive Elemente benutzt. Infolge dessen wirkt nun alles kompakter. Wo schon seit Paradise Lost an Soundqualität gefeilt wurde, so kommt diese hier nun umso mehr zum tragen.
Zwischen Paradise Lost und Divine Wings of Tragedy liegen im übrigen Welten - Kein Wunder - wurden alle Alben vor Paradise Lost doch bei Michael Romeo selbst zuhause abgemischt und eingespielt.

Thema "Riffrecycling" ist auch so eine Sache. Jeder der etwas Gitarre spielt, also ernsthaft, wird Verständnis dafür haben, dass sich das Rad nunmal nicht ganz neu erfinden lässt und sich zwangsweise immer etwas nach Metallica und Band XY anhört, bzw man an alte Sachen anknüpft. Einen Stil, den kann man eben auch nicht so einfach umstellen. Jeder der etwas anderes behauptet, der hat definitiv noch nie wirklich etwas mit Musik zutun gehabt. Auch eine absolute Ausnahmeband wie Dream Theater, wo alle Studiert haben und sich wirklich jedes Album anders anhört, hat eben keinen Knopf wo einfach umgeschaltet werden kann.

Man muss sich einfach nur mal vor Augen führen, dass dies hier schon Meckern auf sehr hohem Niveau ist. Ein Großteil der Hörerschaft macht selbst Musik, ob amateurhaft oder nicht, sei mal dahingestellt.
Da sollte man dann aber doch etwas vorsichtig sein, inwieweit sich aus dem Fenster gelehnt und fundierte Aussagen gemacht werden können. Natürlich ist Musik keine Wissenschaft, sondern ein Bereich der Emotionen. ;-)

Da sind wir auch schon beim Thema:

Für mich hat die Scheibe so ziemlich alles, worauf es ankommt. Musikalische Vielfalt auf den Punkt gebracht, ohne zuviel Dudelei, wo sich bereits genug große Meister schon drin verloren haben.
Dieser Spagat wurde hier nahezu perfekt vollzogen. Dies ist auch hauptsächlich der Punkt, wo die Band meiner Meinung nach zugelegt hat. Dieses Phänomen beobachtet man jedoch bei vielen, wie etwa bei Gitarristen und Songwritern alá Paul Gilbert.

Joe Satriani (Kirk Hammetts Lehrer - Metallica) war jahrelang einer der wenigen, die eindrucksvoll gezeigt haben, wo musikalische Erfahrung, gepaart mit Technik hinführen kann.
Nicht umsonst galt und gilt Steve Vai als ewige Nr. 2. Weshalb war und ist das nun so: Zuviel Dudelei, zuwenig songwriterisches Verständnis, um Musik auf den Punkt zu bringen.

Es gibt nämlich leider zuviele glänzende Beispiele dafür, wie man sich in endlosen Passagen verlieren kann, ohne die Grundstruktur des Songs aufrecht zu erhalten.

Aber zurück zum Iconoclast.

So hart finde ich das Album imgrunde garnicht, Paradise Lost kam stellenweise wirklich härter rüber, obwohl auch hier teilweise geknüppelt wird, bis der Arzt kommt. Insgesamt ist das Album aber doch sehr ausgewogen, wobei die Keys nun eher eine unterstützende Funktion einnehmen, so wie das oft im Power Metal vorkommt. Songwriterisch aber keinesfalls schlecht, ganz im Gegenteil. Mit normalem Power Metal ist das trotzdem keinesfalls zu vergleichen. Es bleibt musikalisch auf höchstem Niveau und für die allermeisten unerreichbar. Den Progmetalfreak darf man hier eben nicht als Beispiel nehmen, der hört auch sehr Keyboardlastiges Zeug wie Planet X, Spooks Beard und Konsorten. Im Prinzip also eine andere Schiene, in welche Symphony X als Power Metal Band mit Progelementen noch nie schlug. Nein auch wenn viele ihr das Andichten wollten, so war es definitiv nie eine reine Progmetalkombo.

Meine persönlichen Highlights sind jedenfalls "Dehumanized", "The End Of Innocence", "Children of A Faceless God" und "When All Is Lost".
Von der zweiten CD "Electric Messiah", "Prometheus". Gute Beschreibungen dazu sind in anderen Rezensionen bereits zu finden. ;-)

Insgesamt ist es aber wirklich schwer, da es wohl keinen wirklichen Ausreisser gibt. Um das allgemeine Thema Härte nochmal aufzugreifen, so könnte ich mir vorstellen,
dass Iconoclast vorallem als opener zu thrashig daherkommt und Heretic. Wie uns die vergangenen Rezensionen gelehrt haben, kann es eben nicht allen Recht gemacht werden.
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