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am 5. Mai 2011
Um Singles oder 3-Track-EP's mache ich normalerweise einen großen Bogen, da diese dem Hörer nur in den seltensten Fällen wirkliche Kaufanreize bieten. Viel zu oft wird hier das Preis/Leistungsverhältnis mit Füßen getreten.
Ein lobenswertes Gegenbeispiel ist dagegen das aktuelle Mini-Album "Beileid" der westdeutschen Doom-Jazzer BOHREN & DER CLUB OF GORE, die dem vielgepriesenen Prinzip "value for money" auch wirklich gerecht wird. So beinhaltet der 35-Minüter drei brandneue Songs - alle mit dicker Überlänge! - , die auch qualitativ locker mit den alten Scheiben der Band mithalten können.
Wenn man also die letzten drei Alben mal als Maßstab nimmt, so platzieren sich BOHREN & DER CLUB OF GORE auf "Beileid" ziemlich genau in der Mitte: Zugänglicher als "Black earth"...atmosphärischer als "Geisterfaust"...und langatmiger als "Dolores". Natürlich ist der Sound immer noch komplett Radio-untauglich und daher das absolute Gegenteil von Mainstream - aber das ist auch einer der größten Sympathiepunkte, den das Mülheim-Quartett bei jedem Output für sich verbuchen kann. Diese Band ist schlicht und einfach anders!
Auf neuen Klangkunstwerken wie "Zombies never die" oder dem Titelsong "Beileid" zelebrieren BOHREN & DER CLUB OF GORE erneut schaurig-intensiven Düster-Jazz im "Twin Peaks"-Stil, der immer dann seinen genialen Höhepunkt erreicht, wenn das Saxophon die Moll-Monotonie "zersägt", um im nächsten Moment für melodische Akzente zu sorgen. Bis auf einige Synthesizer ist die Instrumentierung natürlich wieder komplett "unplugged", was die Bedrohlichkeit aber in keinster Weise eindämmt. Manchmal brauch man eben einfach nur Vibraphon , Kontrabass , Orgel und simples Minimal-Drumming, um den Hörer an den Rande eines Nervenzusammenbruchs zu bringen. Dabei muss man den vier Mülheimern aber zugestehen, dass die Songs mittlerweile sogar etwas positiver geworden sind, und die pechschwarze Atmosphäre teilweise durch "warme Nuancen" abgerundet wird: Wie ein grausiger Albtraum mit Happy-End!
Größtes Highlight des 3-Trackers ist ohne Zweifel die gnadenlos eigenständige Coverversion von "Catch my heart", die sich BOHREN UND DER CLUB OF GORE von den deutschen Uralt-Metallern WARLOCK (glaubt man's?) ausgeliehen haben. Natürlich bleibt hier vom Original nicht mehr sehr viel übrig, so dass dieser Song auf Anhieb als BOHREN-Eigenkomposition durchgeht. Der typische Düster-Stempel sitzt unverkennbar! Außergewöhnlich ist hier vor allem die Tatsache, dass auf "Catch my heart" kein geringerer als Mike Patton (FAITH NO MORE, FANTOMAS, MR. BUNGLE) als Sänger zu hören ist, der dermaßen hingebungsvoll ins Mikrofon schmachtet, so dass die "Repeat"-Taste des CD-Players gleich mehrfach nacheinander gedrückt werden darf. Wer hätte jemals gedacht, dass BOHREN & DER CLUB OF GORE überhaupt mit Gesang funktionieren ? Ich jedenfalls nicht. Sicherlich wird es dennoch Leute geben, die diesen Song - wegen seiner minimalen Schmeichel-Vibes - am liebsten gleich zum Teufel schicken würden. Ich persönlich sehe "Catch my heart" aber zweifellos als weiteren Höhepunkt dieser unglaublichen Band, die den Überraschungseffekt voll auf ihrer Seite hat. Ganz große Klasse!
Fazit: Mit "Beileid" ist dem Mülheimer Horror-Jazz-Quartett erneut eine beeindruckend intensive Scheibe geglückt, die jeden Cent ihres Kaufpreises wert ist. BOHREN & DER CLUB OF GORE haben sich partiell weiterentwickelt, ohne dabei auch nur ein Fünkchen ihrer Klasse einzubüßen. Wahrscheinlich müsste sich so manch hochgejubelte Postrock-Band mehrere Lichtjahre im Proberaum einschließen - die atmophärische Dichte von "Beileid" würde sie trotztdem niemals erreichen. Schaurige Faszination im Soundtrack-Format !!!
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am 15. September 2011
Dies hier ist die Negation, die Antithese, der Gegenentwurf zu unseren immer hektischeren, gehetzteren und getriebeneren modernen Zeiten, nämlich die ton- und musikgewordene Entschleunigung für die fiebrige, übernervöse Seele - die fast schon morbide Zelebration der Langsamkeit.
Wer Bohren & Der Club Of Gore bereits kennt, weiß, was er erwarten kann; wer sie kennenlernen möchte, kann wohl kaum einen besseren Einstieg finden. Laßt Euch ein und überlaßt Euch einfach für 35 Minuten diesem Sog und den durch ihn erzeugten Assoziationen - Ihr werdet auf wunderbare Weise getragen sein, und die Welt wird versinken...
Dies ist auch, obwohl im April veröffentlicht, der Soundtrack zum nahenden Herbst, zu Nebel und Dunkelheit und Reflexionen auf nassem Asphalt in angemessenem Moll - Lampen ausgeknipst in der Wohnung, Kerze angezündet, schweren Rotwein ins Glas, CD-Spieler eingeschaltet und Augen geschlossen - eine einzige Meditation, ganz großes Kino für die Ohren und die Psyche irgendwo zwischen diesen.
Für mich völlig überraschend und dabei herausragend ist der zweite von drei songs, "Catch My Heart", zum ersten Mal überhaupt nämlich mit Gesang, aber wie passend und stimmig und wie aus einem Guß, eine folgerichtige, logische und konsequente Weiterentwicklung. Die Stimme fügt sich nahtlos ein, wo zuvor alles ausschließlich instrumental gewesen war. Phänomenal! Ein Titel/Lied mehr hätte es gern noch sein dürfen auf der Scheibe für meine Geschmack, aber besser - nein, besser geht es nicht!
Auf Wiedersehen und vor allem -hören also sage ich bei Eurem Konzert Ende November in Stuttgart. Vermutlich wird es an diesem Tag eine halbe Stunde später als üblich hell werden, wenn überhaupt, und eine halbe Stunde früher dunkel; wahrscheinlich wird es kühl sein und regnen und die einzelnen Tropfen werden in Zeitlupe fallen. Ganz angemessen, und so wie Eure Musik eben. Ich werde Schwarz tragen, Nacht- und Trauerschwarz...
Mein tief empfundenes Beileid also zu fünf verdienten, ganz gemächlich pulsierenden Sternen in ihrem ebenso gemächlichen Totentanz zu Eurer Musik...
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am 17. Juni 2011
Eigentlich darf ich gar keine Rezension schreiben, denn ich gehöre seit Jahren zu den "Bohren" Fanboys. Trotzdem schreibe ich es hier einfach mal rein: Das Ding ist super und die Patton-Nummer der Hammer. Punkt.
11 Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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