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VINE-PRODUKTTESTERam 16. Februar 2010
Der Albtraum einer jungen Frau wird der erste Fall von Sonderermittler Carl Morck, der dem neu geschaffenen Sonderdezernat Q der Kopenhagener Polizei zugeteilt wird. Ein Dezernat, das sich um abgeschlossene Fälle kümmert, die bisher nicht aufgeklärt werden konnten. Morcks erster Fall dreht sich um das Verschwinden von Merete Lynggaard, die vor fünf Jahren von einer Fähre spurlos verschwunden ist. Die Ermittlungen brachten zu Tage, dass Merete über Bord gegangen ist. Eine Erklärung, die für Carl Morck nicht plausibel erscheint. Zusammen mit seinem Assistenten, dem Syrer Hafez el-Assad, heftet er sich an die Spur von Merete Lynggaard. Und ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass er das Schicksal der jungen Frau in den Händen hält.

ERBARMEN ist der erste Roman des Dänen Jussi Adler Olsen um seinen kauzigen Ermittler Carl Morck. Ein Held, von dem man durchaus mehr lesen möchte, denn ERBARMEN ist ein packender, stilistisch überzeugender Thriller. Gerade das Gespann Morck und el-Assad macht Lust auf weitere Abenteuer.

Wenn man etwas kritisieren möchte, dann die Tatsache, dass die Auflösung für geübte Krimileser nicht wirklich überraschend ist. Mir war relativ schnell klar, in welche Richtung die Auflösung gehen muss. Dadurch hat sich die Spannung, gerade im Mittelteil, etwas in Grenzen gehalten.

Trotzdem kann ich ERBARMEN empfehlen, denn das Schicksal von Merete Lynggaard und die Suche von Carl Morck sind insgesamt ein vielversprechender Auftakt einer neuen Krimiserie.
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Merete Lynggard verschwindet von einer Fähre - und keiner hat es gesehen. Carl Morck verschwindet als Chef im Keller - und keiner will ihn sehen. Die Parallelen zwischen den beiden sind nicht zu übersehen, beide sind gefangen, die eine in einem luftdichten Raum, der andere in sich selbst. Nach den traumatischen Erlebnissen einer Schießerei bei einem Einsatz, bei dem ein Kollege umgekommen und ein weiterer querschnittsgelähmt zurückbleibt, kommt Morck, der nur leicht verletzt wurde, wieder in den Dienst zurück. Von Schuldgefühlen zerfressen ist es mit ihm nicht auszuhalten, so bekommt er eine neugegründete Abteilung Q, die sich um ungelöste Fälle kümmern soll. Sein einziger Mitarbeiter ist Assad, ein Syrer, hochintelligent und geheimnisvoll. Das Zusammenspiel der beiden reizt immer wieder zum Lachen, eigentlich hat Carl überhaupt keine Lust sich um die Fälle zu kümmern, aber Assad reizt ihn durch hingeworfene Bemerkungen und stachelt seinen Ehrgeiz an, sich doch näher mit den Fällen zu befassen.

Fast sofort kann Carl Ungenauigkeiten in der Bearbeitung des Falles Merete Lynggard feststellen, er rollt den Fall wieder auf und kommt auch schnell zu neuen Ergebnissen. Nebenbei hilft er noch durch gezielte Hinweise einen aktuellen Fall zu lösen und er kümmert sich auch noch um seinen Freund, der im Krankenhaus liegt. Indem er ihn in die Ermittlungen mit einspannt, kann er wieder seinen Lebensmut erwecken. Auch Assad zeigt durch seine messerscharfen Schlussfolgerungen, dass er seine Talente vergeudet, solange er nur die Büros saubermacht. Und so wird aus Carl und Assad ein interessantes Gespann, die schnell und logisch Ungereimtheiten aufdecken, nicht nur bei den ungelösten Fällen.

Das Buch ist spannend, die Seiten fliegen nur so dahin, aber als gewiefter Thrillerleser weiß man spätestens ab der Mitte, warum Merete im Bunker ist. Aber das schadet dem Buch überhaupt nicht, die Ermittlungen sind allemal spannend und man hat ja auch noch das untypische Gespann Carl und Assad, das immer wieder für Überraschungen sorgt. Das Ende ist dann leider wieder etwas überzogen, ein filmreifes Actionspektakel, wo manche Bemerkungen Assads eigentlich so gar nicht zu seinem sonst so scharfen Verstand passen. Aber trotz des Shootdowns ist der ganze Thriller eigentlich recht unblutig, der Focus liegt eindeutig auf der Ermittlungsarbeit und dem Zusammenspiel der einzelnen Charaktere.

Ein bisschen unglaubwürdig ist die Zeit im Bunker, die Merete übersteht. Nach so langer Zeit ohne die Möglichkeit sich die Haare zu waschen und die Zähne zu putzen, dem Schlafen auf reinem Beton muss eigentlich mehr mit dem Körper passieren. Wenn man dann noch überlegt, dass sie immer die gleichen Sachen anhat, kann man sich gar nicht vorstellen, wie sie aussehen und auch riechen müssen. Eine eindeutige Schwachstelle, denn jeder kann sich denken, dass es so nicht funktionieren kann. Eine weitere Schwachstelle ist auch Carls Ehefrau - warum lässt er sich von ihr soviel gefallen? Völlig unverständlich, es passt auch nicht zum Buch, bei dem ansonsten auch die Nebencharaktere sehr gut getroffen sind.

Alles in allem ist "Erbarmen" ein gelungener Auftakt, hoffentlich wird der nächste Band auch noch übersetzt. Es ist doch immer wieder spannend, alte Fälle aufzurollen und hier haben wir es auch noch mit ein paar ganz gewieften Charakteren zu tun, von denen noch viel zu erwarten ist.

Fesselnd, packend, spannend und ein ungewöhnlicher Plot, dabei noch recht unblutig. Ein richtiges Schmankerl für Thrillerfreunde, die Gefallen an Ermittlungsarbeit und ungewöhnlichen Charakteren haben. Ein Pageturner mit einem ungewöhnlichen Täter und einem ungewöhnlichen Motiv.
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am 18. Januar 2010
Ich will hier nicht auf den genauen Inhalt eingehen, dazu gibt es bereits genug Rezensionen. Nur kurz: Nach einem etwas langatmigen Beginn geht es spannend zur Sache und zwar spannend bis zur letzten Seite!

Was ich aber herausragend finde, sind die Charaktäre. Da wäre der brummiger Polizist Carl Moerck, traumatisiert durch einen von ihm geleiteten Einsatz, bei dem einer seiner Kollegen sein Leben lassen musste und dem anderen ein Leben im Rollstuhl bevorsteht. Also nur noch die restlichen Dienstjahre abdienen. Aber sein neuer Mitarbeiter, eigenlich eine syrisch-stämmige Putzkraft mit (dunklen?)Geheimnissen und Ermittlungssehnsüchten lässt ihn nicht. Langsam verbeisst sich auch der Carl in die scheinbar aussichtslosen Ermittlungen und muss sich dabei mit seinen eigenen Ängsten und seinem Trauma auseinandersetzen.

Beide Charaktäre sind lebensnah und plastisch beschrieben. Bei allen negativen Eigenschaften kann man mit Carl und seinem manchmal etwas sonderlich wirkenden Assistenten mitfühlen. Sicher scheint das Buch manchmal etwas skurril aber dann bemerkt man, dass ein jeder, auch man selbst, so seine Eigenheiten hat...

Also das ist wieder eines der Bücher, dass ich einmal zur Hand und erst am Ende wieder weggelegt habe. Ich freu mich schon auf den nächsten Band, der nur noch auf seine Übersetzung wartet und noch 2010 erscheinen soll.
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am 29. November 2010
Der Klappentext war vielversprechend und so war ich wirklich neugierig auf dieses Buch. Zum Inhalt wurde genug geschrieben, deshalb werd ich mir eine Zusammenfassung dessen ersparen.
Auch wenn die Idee eines gestrauchelten Ermittlers mit Aussenseiterfunktion nicht wirklich neu ist und für mich schon ziemlich schnell feststand wer der Täter ist, hat mir das nicht den Lesespass genommen.
Die Idee der zwei separaten Handlungsstränge (der polizeilichen Ermittlungen und die Gefangenschaft und die damit verbundenen Leiden des Opfers) fand ich recht gut. Wobei mir der Wechsel an einigen Stellen etwas zu rasch ging und ich nur wiederwillig eine Handlung aufgab um in die andere einzutauchen.
Die Hauptfiguren waren toll beschrieben und mir durch die Bank weg sehr sympathisch. Stellenweise konnte ich gut lachen über den Kommissar und seinem "Mädchen für alles" Assad.
Die Story war derart gut recherchiert und geschrieben, das ich stellenweise das Gefühl hatte keinen fiktiven Roman, sondern einen Tatsachenbericht zu lesen.
Etwas Probleme hatte ich allerdings damit, das 5 Jahre Gefangenschaft und Psychoterror so wenig Spuren an Körper und Seele hinterlassen haben soll. Jedes reale Opfer wäre wohl schon nach der Hälfte der Zeit wahnsinnig geworden. So gut und ausführlich die Polizeiarbeit beschrieben wurde, so fahrig waren in meinen Augen stellenweise die Beschreibungen des Martyriums. Aber es hätte wohl den Rahmen des Buches gesprengt weiter darauf einzugehen und so wurden Jahre der Gefangenschaft einfach übersprungen oder nur in einigen wenigen Sätzen erwähnt.
Einige Personen in der Story machen unheimlich Lust auf mehr (z.B. Assad - Was ist sein Geheimnis?), andere wiederum hätte man sich sparen können (wie Mørck's Frau Vigga).

Auch wenn ich schon weitaus bessere und spannendere Thriller gelesen habe, habe ich "Erbarmen" absolut nicht bereut.
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am 5. Februar 2011
Bücher, die auf den Bestseller-Listen ganz oben angesiedelt sind und aufs Höchste gelobt wurden, erzielen meistens bei mir den gegenteiligen Effekt. Ich bin froh, dass ich mich bei "Erbarmen" dann doch dazu entschlossen habe, dem Hype nachzugeben, und ich wurde nicht enttäuscht!

Christian Mørk wird Leiter eines neuen Sonderdezernats Q, dessen Aufgabe es ist, unaufgeklärte Fälle neu zu beleuchten. Ihm zur Seite steht der lustige und zum Teil geheimnisvolle Assad. Der erste Fall der beiden ist der der vor 5 Jahren entführten Merete Lynggard, der in einem schrecklichen Zeitlauf um Leben und Tod endet.

Der Autor versteht es, den Leser an die Zeilen zu fesseln und eine derartige Bildlichkeit aufzubauen, dass man sich mit Merete fast zusammen vor Schmerzen krümmt. Die Gegensätzlichkeit - mit den verschiedene Kulturen - von Assad und Mørk sind dagegen eine lustige Abwechslung in diesem teilweise brutalen Thriller. Adler-Olsens Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, und eine wirklich gut durchdachte Story rundet das ganze perfekt ab. Die Spannung kommt natürlich auch nicht zu kurz, da die vielen Richtungen, die eingeschlagen werden müssen um auf eine neue Spur zu stoßen, ein Auf und Ab mit sich bringen - speziell die Szenen mit Meretes kleinem, behinderten Bruder Uffe waren für mich überraschend.
Ein Buch, das den Puls höher schlagen und mich sehnsüchtig auf weitere Teile warten lässt!
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am 12. November 2009
In Kopenhagen wird das Sonderdezernat Q eingerichtet was der neu ernannte Spezialermittler Carl Mørck leiten soll. Dieser ist selbst noch angeschlagen, da er bei seinem letzten Einsatz einen Kameraden verloren hat und ein anderer schwerverletzt im Krankenhaus liegt. Carl gibt sich dafür die Schuld, bekommt aber durch seinen neuen Aufgabenbereich wieder Antrieb. Als Assistent hierfür steht ihm der sympathische und intelligente Syrer Hafez el-Assad zur Seite. Der erste Fall beschäftigt sich mit dem Verschwinden von Merete Lynggard, einer aufstrebenden Politikerin, die am 2. März 2002 auf einer Fähre von Dänemark nach Puttgarden spurlos verschwand. Jetzt im Jahre 2007 soll der Fall erneut aufgerollt werden, da der einstige Verdacht, sie habe Selbstmord begangen, nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte. Neben den gegenwärtigen Ermittlungen wird immer wieder in die Vergangenheit zurückgegriffen, wo Meretes Leben vor ihrem Verschwinden und während der Gefangenschaft beschrieben wird. Merete lebte mit ihrem Bruder Uffe zusammen, der seit einem Autounfall in seiner Kindheit kein Wort mehr gesprochen hat. Neben ihrer politischen Karriere opfert sie sich privat voll und ganz für ihren Bruder auf, bis zu dem Tag, an dem sie entführt und gefangen genommen wird. Ihr Martyrium beginnt ohne, dass sie die leiseste Ahnung hat, wer ihr das angetan hat. Was hat sie Schreckliches getan, womit ihre Gefangenschaft gerechtfertigt werden könnte? Obwohl viele glauben, dass sie längst tot ist, versuchen Carl und Assad die alten Spuren aufzugreifen und das Rätsel um Meretes Verschwinden zu entschlüsseln. Können sie Merete noch lebend finden?
Der erste Fall für Carl Mørck hat mir sehr gut gefallen und lässt auf spannende Nachfolgebände hoffen. Carl und Assad geben ein vielversprechendes Ermittlerteam ab, wobei besonders Assad ein sehr sympathischer und kluger Charakter ist, ohne den Carl in manchen Momenten aufgeschmissen wäre. Das grausame Martyrium, das Merete Jahr für Jahr durchstehen muss berührt den Leser, der allein bei der Vorstellung wie ein Tier gehalten zu werden, in blanke Panik verfällt. Dieser Thriller kennt bis zum Schluss kein Erbarmen und trägt zu Recht das Merkmal Psychothriller. Für Leser, die aber nicht zu zartbesaitet sind, ist Nervenkitzel, Spannung und Verzweiflung garantiert. Ich freue mich jedenfalls bereits auf den nächsten Fall für das Sonderdezernat Q.
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am 11. Januar 2011
Inhalt:
Am 2. März 2002 verschwindet Merete Lynggard spurlos von einer Fähre und keiner weiß was passiert ist und auch keiner hat etwas gesehen. Ihr Bruder, mit dem sie an diesen Tag zusammen war, spricht seit einem Autounfall nicht mehr. Doch tot ist sie nicht. Sie wird in einem dunklen Raum festgehalten und jedes Jahr an ihrem Geburtstag steigt der Druck um 2 bar. Doch warum tun die Mörder dies?
Derweilen kehrt Carl Morck, nach längerer Pause, zum Dezernat zurück. Doch ist er schon bereit dazu? Bei einem Einsatz verlor er einen seiner Kollegen und ein anderer liegt gelähmt im Krankenhaus, doch Carl wurde dabei nicht verletzt. Da sich jemand um die alten Fälle kümmern muss, wird kurzerhand das Sonderdezernat Q gegründet, in dem Carl Morck der einzige Kommissar ist. Doch alleine kann er die Arbeit nicht bewältigen und somit bekommt er noch einen Mitarbeiter: Assad. Und schon bald kommen sie Meret und ihren Entführern auf die Spur.

Meinung:
Zum einen war das Buch sehr gut und spannend geschrieben. Es wurde zwar nie langweilig, da es nicht nur um den Fall von Carl ging, sondern dass er auch noch ein bisschen in einen anderen Fall mithin eingezogen wurde. Manchmal hat es gefühlt schon sehr lange gedauert, bis sie einem Hinweis nachgegangen sind. Was ich auch für einen unglaublichen Zufall fand, dass Merete so lange überlebt hatte, bis Kommissar Carl Morck kam und de Fall löste. Was noch ungeklärt ist, welches Geheimnis wohl Assad mit sich trägt? Naja, vielleicht kommt das ja im nächsten Teil. Es war zwar nicht das beste Buch, das ich gelesen hab, trotzdem war es auf alle Fälle ein toller Auftakt für eine (hoffentlich) spannende Thriller-Reihe.
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am 12. November 2009
Eine junge erfolgreiche Politikerin verschwindet auf einer Ostseefähre spurlos.
5 Jahre später: ein Polizist wird "strafbefördert". Aufgrund eines Traumas ist er nicht mehr für die Mordkommission geeignet und bekommt eine eigene "Abteilung". Diese soll alte Fälle aufarbeiten. Dabei stößt er, wenn auch zunächst eher widerwillig, auf den Fall der Politikerin. Hat sie tatsächlich Selbstmord begangen oder hat ihr behinderter Bruder sie ins Meer gestoßen? Der Leser weiß aufgrund der parallelen Handlung: sie ist entführt worden. Und ihre Zeit läuft ab. Und die Täter haben kein Erbarmen...
Dieser dänische Krimi ist eine Klasse für sich. Er hat dieses düstere Flair, das skandinavische Autoren so gerne mitbringen. Dabei ist er aber nicht so blutrünstig wie viele amerikanische Thriller.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr fesselnd. Er bindet den Leser sehr schnell in die Handlung ein, verknüpft das Schicksal der handelnden Personen geschickt mit den Emotionen des Lesers. Dabei wirken seine Charaktere überzeugend und haben die nötige Tiefe. Der Krimi ist nie langweilig oder langatmig und am liebsten möchte man hinten nachschauen, wie es ausgeht.
Die Parallelhandlungen erscheinen leider ein wenig konstruiert und dienen wohl lediglich dazu, zu beweisen, dass der Kommissar zu Unrecht "abgeschoben" wurde. Ansonsten sind sie reiner Füllstoff.
Aber trotzdem: Ein 5-Sterne-Krimi!
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am 5. Februar 2010
Eine erfolgreiche Politikerin wird entführt und in einem nicht enden wollenden Alptraum über 5 Jahre lang gefangen gehalten. Einmal im Jahr, besonders makaber: an ihrem Geburtstag, wird der Luftdruck in dieser Kammer erhöht und ihr wird die Frage gestellt, warum sie hier gefangen gehalten wird. Perfide, denn sie hat keine Ahnung, ist sich keiner einen solchen Alptraum rechtfertigenden Schuld bewusst. Lange Phasen der Dunkelheit, und noch längere Phasen der Helligkeit, gepaart mit steter Erhöhung des Luftdrucks sollen ihren Willen brechen. Sie wird beobachtet und bekommt keine Kleidung zum wechseln. dabei sind die Beschreibungen bis ins letzte Detail exakt und stimmig: sie erhält keine Binden/Tampons und leidet darunter, dass das Toilettenpapier während der Menstruation nciht ausreicht. Sie bekommt Zahnschmerzen und die zynische Antwort ihrer Entführer ist eine Zange, mit der sie sich den kranken Zahn selbst ziehen muss. Diese Grundkonstellation ist so simpel wie genial, ich konnte das Buch kaum beiseite legen, meine Nerven waren stets zum Zerreißen angespannt und ich wollte bersten vor Neugier, was der Grund für diesen nervenaufreibenden Albtraum sein kann. Etwa auf der Hälfte des Buches hatte ich eine Ahnung, die sich auch bewahrheitete. Das tat der Spannung aber keinerlei Abbruch.

Denn es kam eine andere Spannung hinzu: der kauzige Ermittler Carl verliert in einem Einsatz einen seiner Kollegen, der zweite wird schwer verwundet und bleibt querschnittgelähmt. Er wird als rücksichtslos und teamunfähig angesehen, keiner will wahr haben, dass dies eine Art Schutzschild ist, weil er die Vorwürfe kennt, er habe in dem fatalen Einsatz falsch gehandelt und sich entsprechende Vorwürfe macht. Also wird er in der Hierarchie hoch gelobt, bekommt ein eigenes Dezernat, das zunächst nur aus ihm selbst besteht und für uralte, ungelöste Fälle zuständig ist. Später aber stößt Assad hinzu, ein Orientale, der ihm eigentlich als Laufbursche zugeteilt wurde, ihn aber aus seiner Lethargie reißt und ihn immer intensiver in den Vermisstenfall Merete hinein drängt. So also stellte sich während des Lesens die Frage, ob dieses Ermittlerteam des Sonderdezernats Q noch etwas zur Rettung von Merete beitragen kann. Nach dem Lesen schloss sich sofort die Frage an, wann denn endlich das nächste Buch über das Dezernat Q heraus kommt. Dass es so ist, deutet ja der Covertext "der erste Fall für das Dezernat Q" schon an, aber wann?

Die Sprache ist prima, die Handlung raste nur so an mir vorbei, besonders in den Teilen, die die Gefangene beschrieben. Ich habe meiner Mutter das Buch weiter empfohlen, sie hat daraufhin alle Arbeiten eingestellt und sich damit aufs Sofa zurückgezogen, ist jetzt schon bei Seite 120. Ein brillanter Thriller, ich würde gerne sechs Sternchen vergeben.
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am 22. August 2014
„Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Gratulation zu zweiunddreißig Jahren. Ja, heute ist der 6. Juli. Du hockst jetzt hier seit hundertsechsundzwanzig Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du kannst uns diese eine Frage beantworten: Warum haben wir dich in dieses Verlies gesperrt?“

Wer ist dieser wahnsinnige Entführer, der Merete gefangen hält? Und warum tut er es? Merete kann seine Frage nicht beantworten, und ihr Martyrium wird noch sehr lange andauern…

Als sie entführt wurde, schrieb man das Jahr 2002. Fünf Jahre später sind die Ermittlungen der Polizei schon lange auf Eis gelegt – ist sie zu einem der zahlreichen, ungelösten Fälle geworden, über die sich die Öffentlichkeit so gerne ereifert. Ein neu gegründetes Dezernat soll sich dieser ungelösten Fälle annehmen, nach neuen Spuren suchen, die Fälle gegebenenfalls neu aufrollen. Zum Leiter dieses neuen Dezernats wird Kriminalkommissar Carl Morck ernannt – nach einem traumatischen Einsatz, bei dem er seine beiden Partner verloren hat, ist er im Umgang reichlich schwierig geworden und die Kollegen der Mordkommission sind froh, dass er sich künftig um „eigene“ Fälle kümmern soll und sie nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten müssen. Und anfangs geht Carl auch reichlich unmotiviert an die Arbeit, befasst sich eher zufällig mit dem Fall der verschwundenen Merete. Als aber die ersten Ungereimtheiten auftauchen, erwacht sein Ermittlerinstinkt. Wird es für Merete doch noch eine Rettung geben?

Nun habe ich ihn auch gelesen, den ersten Fall für das Sonderdezernat Q. Und ich muss sagen, es war enorm spannend! Die Handlung wechselte zwischen Rückblenden und Gegenwart. Mal wurde von Carls Ermittlungen berichtet und dann wieder von Merete. Dabei wurde ihr Schicksal so drastisch geschildert, dass ich, wenn es um sie ging, das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Ich hatte zwar schon relativ früh einen Verdacht, was den Täter angeht, aber trotzdem wusste ich ja nicht, ob Merete noch gerettet werden kann.

Der Schreibstil gefiel mir gut, war leicht und flüssig zu lesen. Carl Morck war mir sehr sympathisch und ebenso sein neuer Mitarbeiter Assad. Wobei der auch eine Menge Fragen aufgibt, nicht nur Morck wird aus ihm nicht immer schlau und fragt sich zurecht, was er wohl alles aus Assads Vergangenheit nicht weiß. Aber dieses Rätsel wird in diesem Band nicht gelöst – vielleicht in den späteren? Ich werde es herausfinden!
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