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am 21. Juli 2011
Schriftsteller Richard Dunn (Jeff Daniels, "Away we go", "State of Play") ist in der Sinnkrise. Nach dem sich sein erster Roman mehr schlecht als recht verkauft hat, leidet er unter einer Schreibblockade und ist auch sonst mental nicht ganz auf der Höhe. Was sich unter anderem dadurch zeigt, dass er immer noch mit seinem imaginären Freund aus Kindertagen, Captain Excellent (Ryan Reynolds, "Buried") kommuniziert, der versucht, den verwirrten Autor halbwegs auf Kurs zu halten, wenn er mal wieder Blödsinn macht (wie z. B. fast die komplette Wohnzimmereinrichtung nach und nach in den Garten zu tragen und dort als Open-air-Wohnraum wieder aufzubauen - im Winter, wohlgemerkt). Auch Ehefrau Claire (Lisa Kudrow, "Friends") ist mit ihrem Latein am Ende und schwerst genervt vom Gatten. Also verfrachtet sie ihn in ein Haus auf Long Island, damit er wieder zu sich selbst finden und seine Schreibblockade lösen kann. Sie arbeitet derweil weiter als Gefäßchirurgin in New York und schaut nur ab und an mal vorbei. Währenddessen lernt Richard Teenager Abby (Emma Stone, "Zombieland", "Einfach zu haben") kennen, die teilweise über mehr Lebenserfahrung als der Mittfünfziger zu verfügen scheint. Aber auch Abby hat es nicht leicht im Leben, wie sich noch zeigen soll. Eine ungewöhnliche und zeitlich befristete Freundschaft beginnt, an deren Ende sowohl Richard als auch Abby lernen müssen, die Geister der Vergangenheit loszulassen und sich der Wirklichkeit zu stellen.

Ausstattung: Ton in deutsch und englisch in DD 5.1 und Dts, deutsche Untertitel, deutscher und englischer Trailer, Making-of, Biografien, Filmografien und drei interessante Trailer ("Memories to go" mit Matthew Broderick, "Slipstream" mit Anthony Hopkins und "Comeback Season" mit Ray Liotta).

"Paper Man" ist nicht, wie das Cover fälschlicherweise illustriert, ein Film über einen Superhelden. Im Gegenteil, "Paper Man" ist reinstes Independent-Kino, ein skurriles Drama, ein ruhiger, manchmal fast stillstehender Film, in dem der von Ryan Reynolds herrlich schräg gespielte Superheld nur eine Nebenrolle spielt. Man sollte sich also nicht vom Cover irreführen lassen und, wenn man denn Independent-Filme mag, "Paper Man" ruhig eine Chance geben. Denn man bekommt hier Schauspielkunst auf hohem Niveau geboten, dazu eine verschrobene Geschichte mit Höhen und Tiefen (und zugegebenermaßen auch ein paar Längen) und ein berührendes Drama, das manchmal wirklich zu Herzen geht. Somit alles in allem 110 überwiegend hochwertige Minuten.

Dass das Regie-Ehepaar Kieran und Michele Mulroney mit "Paper Man" debütiert, mag man kaum glauben, so gekonnt führen sie ihre Darstellerriege durch die übrigens ebenfalls selbst geschriebene Geschichte. Kieran Mulroney ist ein gut gebuchter Schauspieler und darüber hinaus der Bruder von Dermot Mulroney ("Wedding Date", "Zodiac"), aber trotzdem hätte aus ihm ja auch ein schlechter Regisseur werden können. Zum Glück ist dem nicht so und somit ist "Paper Man" ein zwar ungewöhnliches, aber charmantes Erstlingswerk.

Dem Film gelingt es durchgängig, sich sicher zwischen Drama und Komödie zu bewegen, was ja nur in den seltensten Fällen wirklich glückt. So witzig Richard als verschusselter Einsiedler manchmal auch ist, so deutlich wird doch, wie sehr er unter seiner Schreibblockade und auch der nicht mehr wirklich funktionierenden Ehe mit einer erfolgreichen, gestressten Chirurgin leidet. Sein Ego ist schwer angekratzt, weil sein erster Roman sich schlecht verkauft hat und er für den zweiten nicht ein Wort zustande bringt. Er fühlt sich als "Paper Man", als eine dieser Papierfiguren, die man per Scherenschnitt herstellt und als Girlande irgendwo hinhängen kann. Keine Substanz, keine Tiefe, keine Bedeutung. So fühlt sich Richard, als er auf die 17jährige Abby trifft. Auch diese scheint ihr Päckchen mit sich herumzutragen, lässt sich von Freund Bryce (Hunter Parrish, "Weeds", "17 again!") schlecht behandeln und hat darüber hinaus noch den unglücklichen Christopher (Kieran Culkin, "Igby") an den Hacken. Abby und Richard freunden sich an, verbringen Zeit miteinander und helfen sich gegenseitig, mit ihren Problemen fertig zu werden. Richard schmeißt sogar eine Party für Abby und ihre rüpelhaften Freunde, an deren Ende die Weichen für Abby und Richard allerdings neu gestellt werden müssen. Richard erkennt, dass er sich von seinem Alter Ego, Captain Excellent, der mehr als 40 Jahre eine seelische Stütze für ihn war, trennen muss. Und auch Abby muss lernen, die Geister der Vergangenheit loszulassen und nach vorne zu sehen.

Jeff Daniels gibt hier sehr unaufgeregt und entspannt den Richard. Mal charmant, mal witzig, aber auch verletzend, verwirrt und verzweifelt spielt er seinen gescheiterten Autor, der mühsam versucht, sowohl als Autor als auch als (Ehe)mann wieder auf die Beine zu kommen, ohne allzu große Kollateralschäden anzurichten. Und Emma Stone zeigt hier, was sie wirklich kann. Ihr Spiel variiert sie gekonnt zwischen aufmüpfig, verletzbar, verzweifelt, fröhlich, devot und erfahren und dominiert damit viele Szenen des Films... zu Recht. Lisa Kudrow als Richards Frau verkommt zur mürrisch-verzweifelten Stichwortgeberin, aber das macht nichts, da sie eh nie besonders nachhaltig spielt. Kieran Culkin, einer der talentiertesten der Culkin-Brüder, hat leider nur eine kleine Rolle, deren Bestimmung sich erst ganz am Ende des Films offenbart. Er macht auch aus diesem kleinen Part, wie üblich, das Beste.

Der Film hat viele berührende, herzige, melancholische und traurige Momente, hält aber auch einige Schmunzler bereit, so dass einem die Protagonisten nach und nach wirklich ans Herz wachsen. "Paper Man" ist ein kleiner, feiner Film, der so gar nichts mit dem comichaften Charakter der DVD-Hülle gemein hat. Das ist fast schade, weil Viele diesen Film sicherlich im Regal stehen lassen, weil sie glauben, es gehe um eine weitere Comicverfilmung oder einen Superheldenfilm. Von nichts ist "Paper Man" weiter entfernt. "Paper Man" ist ein feinsinniges, ruhiges Drama um einen Mann in der Sinn- und Midlife-Krise und eine traumatisierte 17jährige, die gemeinsam ein Stück erwachsen werden. Das ist an der ein oder anderen Stelle etwas sehr gemächlich inszeniert und einige Szenen scheinen sich nicht ganz harmonisch ins Gesamtkonzept einzufügen, aber alles in allem ist "Paper Man" ein erstaunliches Erstlingswerk und einfach ein schöner, kleiner Film. Somit gerne vier von fünf imaginären Superhelden, die uns helfen, wo sie nur können.
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am 2. Juni 2011
Dieser Satz spielt im Film eine wichtige Rolle, er macht im Laufe der Geschichte einen ständigen Wandel und erfährt eine Menge verschiedener Namen.
So auch der Film selbst.

Zum Inhalt:
Der verbitterte und durchaus verzweifelte Autor Richard zieht nach Long Island um sein neues Buch zu schreiben. Seine Frau, welche nur an den Wochenenden erscheint, ist Gefäßchirugin. Sie führen eine von verblassten Liebe geführte Ehe. Richard wird ständig von seinem imaginären Freund begleitet, einem Helden, genannt "Excellent-Man", der stark an Superman errinert. Dieser versucht ihm ständig zu helfen, indem er meistens seine Entscheidungen und Vorhaben kritisiert. Nach kurzer Zeit trifft Richard auf ein Mädchen namens Abby. Diese scheint ebenfalls ein Stück weit verzweifelt zu sein. Geplagt von ihrem Freund und der ständigen Vergangenheitsbewältigung schafft sie es mit Richard auf einer Ebene zu sein. Nach einer Zeit entwickelt sich zwischen den Beiden eine besondere Freundschaft.

"Paper Man - Zeit erwachsen zu werden" schafft es den Zuschauer auf eine ganz eigenartige aber dennoch besondere Weiße zu berühren. Dies gelingt vor allem durch die erstklassige Darstellung von Jeff Daniels und Emma Stone, als auch der Kombination von Bild und Musik. Die für diesen Film ausgewählten Lieder passen perfekt und erzeugen einen Großteil der Stimmung. Auch die beruhigten und liebevollen Aufnahmen und Einstellungen unterstützen dies. Das ebenfalls tolle Drehbuch ermöglicht eine Identifizierung mit den Figuren, was die Wirkung des Filmes verstärkt. So auch die stilistischen Mittel wie das "kitschige" gewählte Superman-Kostüm von Ryan Reynolds, machen den Film zu etwas anderem und besonderen.

Es ist ein "Independent"-Film und eher für Leute die auf anspruchsvolle Filme stehen, die eine Liebe zum Detail haben. Denn hier geht es um Gefühle, um das Zwischenmenschliche und der Frage nach der Existenz.
Ein überaus gelungener, schöner Film!
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am 22. Juli 2011
Der Film 'Paper Man' ist ein wirklich ergreifender und sehr emotionaler Film. Ich möchte Ihnen wirklich nicht viel über den Inhalt des Films erzählen da Sie wirklich ohne jegliche Erwartung diesen Film schauen sollten. Einige Details werde ich ihnen trotzdem in dieser Rezension mitteilen, da es ganz ohne nicht möglich ist diese Charaktere angemessen zu umschreiben.

Abby, gespielt von Emma Stone, ist ein Mädchen das ihren Zwillingsbruder verloren hat. Es bedrückt sie sehr das dieser verstarb. Sie leidet sehr unter diesem Verlust. Seit dem her begleitet sie ein imaginärer Freund namens Christopher der sie begleitet und liebt. Erst als sie Richard kennen lernt schafft sie es ihren imaginären Freund, den sie seit 8 Jahren täglich um sich hat, loszulassen, da Richard wie ein Vater für Abby ist der sie über den Schmerz über die verlorene Kindheit hinwegbringt.

Richard ist Autor und kommt von der Stadt in die kleine Küstenstadt Long Island, in der Abby wohnt. Auch Richard verfolgt ein imaginärer Freund seit der zweiten Klasse. Der Name seines imaginären Freundes ist Captain Excellent. Dieser ist ein kostümierter Superheld und begleitet Richard schon seit mehr als 40 Jahren. Als er Abby zum ersten Mal begegnet stellt er sie zum wöchentlichen Babysitten ein. Richard lernt durch Abby was es heißt Verantwortung zu übernehmen. Dadurch schafft Richard es sich von Captain Excellent zu trennen und in das Leben eines erwachsenen Mannes einzutreten. Auch schafft er es seine Schreibblockade zu überwinden und Abby eine kleine Geschichte zu schreiben die er liebevoll auf seiner Schreibmaschine abtippt. Das Blatt Papier faltet er anschließend zu einem Schwan zusammen, dass eine wichtige Bedeutung in diesem Film einnimmt.

In diesem Film gibt es wirklich viele Tiefpunkte und Höhepunkte die den Zuschauer in der Gefühlsebene wirklich sehr mitnehmen. Es gibt sogar Szenen in denen man am liebsten weinen würde und im nächsten Moment vor lauter Freude aufspringen würde weil es so verläuft wie man es sich erhofft. Wer sich auf diesen Film einlässt wird eine Achterbahn von Gefühlen und Emotionen erleben.

Ich vergebe hier 5 Sterne, da der Film wirklich eine Geschichte liefert, die man so zum Beispiel nur von 'Sieben Leben' oder 'Das Streben nach Glück' kennt um nur zwei Filme zu nennen. Auch wenn sie mit 'Paper Man' nur bedingt vergleichbar sind, schaffen es dennoch alle diese Filme einen Menschen so zu beeinflussen, dass man Emotionen und Gefühle nicht zurückhalten kann.

Wenn Sie sich diesen Film anschauen, sollten Sie sich Zeit dafür nehmen und sich auf diesen Film einlassen, denn erst dann kann ich Ihnen versprechen, dass sie von diesem Film mehr als begeistert sein werden.
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am 8. Oktober 2014
Ich kann für mich sagen, ich liebe diesen Film. Ein trauriges Drama, bei dem man wohl erst nach dem dritten mal anschauen wirklich darauf kommt, was man damit ausdrücken will. Die schönste Szene in dem Film ist am Ende bei der auch das Lied Bluebird of Happiness von Mojave 3 gespielt wird. Emma Stone kennt man eher von Komödien wie z.B. Zombieland, Superbad oder Einfach zu haben. In diesem Film beweist Emma Stone, dass Sie auch eine andere Seite zeigen kann. Schauspielerische Leistung auf höchstem Niveau! Wer ein Fan von Drama ist oder allgemein erste Filme mag, der kommt bei diesem Film voll auf seine Kosten!
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am 19. Juni 2011
Vorneweg will ich erwähnen, das solche Filme eigentlich nicht zu denen gehören, die ich mir üblicherweise anschaue. Gekauft habe ich mir ihn ohne eigentlich zu wissen um was geht, mehr der beiden Haupdarsteller wegen.

Nun aber zum Film der mich wirklich berührt hat, den er spricht etwas an, was wahrscheinlich viele Menschen in der einen oder anderen Weise selber durchmachen oder durchmachen mussten. Jeff Daniels & Emma Stone spielen Ihre Rollen sehr ergreifend und intensiv, so sehr das man mit Ihnen fühlt. Ein Film über eine Freundschaft zwischen zwei Menschen die sich Ihren Ängsten und Ihrer Vergangenheit entgegen stellen, um letztendlich in eine neue Zukunft blicken zu können.

Das Bild ist sehr gut ohne die lästigen schwarze Streifen oben und unten in 1:1,85 und die Synchronisation ist auch nicht so schlecht wie hier schon geschrieben wurden ist. Wer dem englischen mächtig ist sollte sich die Stimme von Emma Stone jedoch nicht entgehen lassen.

Fazit: Ein ganz besonderer Film der einen Platz in meiner Sammlung einnimmt.
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am 6. Dezember 2011
"Paper Man" ist ein Independent-Film bei dem das Ehepaar Kieran und Michele Mulroney Regie geführt haben und das bereits im Juni 2009 beim Los Angeles Filmfestival zum ersten Mal gezeigt wurde. Zwei Jahre später erblickte nun auch bei uns dieser kleine, feine Film ohne jegliche Werbung das Licht der deutschsprachigen DVD-Premierenwelt. Warum ich den Film sehen wollte, obwohl ich nichts darüber wusste? Die Antwort: natürlich wegen der großartigen, wunderhübschen, grundsympathischen und unglaublich talentierten Emma Stone. Ein sehr guter Grund wie ich glaube, doch gibt es noch mehr Beweggründe, warum man sich dieses filmische Erlebnis gönnen sollte.

"Ich leide nicht an Realitätsverlust, ich geniesse ihn". Ein T-Shirt mit diesem Spruch besitze ich. Ein guter Freund von mir hat mir vor nicht allzu langer Zeit gesagt, dass ich in einer Fantasiewelt lebe. In meiner Schulzeit hatte ich einen imaginären Freund, den man wohl am ehesten als fünften Teenage Mutant Hero Turtle bezeichnen konnte, der meistenes mit der Zerstörung diverser Einrichtungsgegenstände oder der Beseitigung unliebsamer Lehrer und Klassenkollegen beschäftigt war. Dies ist also klar mein Film. Sich einsam und missverstanden vom Rest der Welt zu fühlen, dieses Gefühl kennt wohl jeder Mensch. Diesen Zustand (zumindestens temporär) mit Hilfe eines imaginären Freundes zu bekämpfen, über dieses Thema handeln Filme nur sehr selten. Wer sowas sehen möchte, ist hier genau richtig.

Dieser angenehm langsam erzählte und ruhige Film, der bei so manchen Actionjunkies wohl für gelangweilte Gesichter sorgen wird, funktioniert vor allem durch die Interaktion der einzelnen Figuren, nämlich zwischen: Mann und Mädchen - Mann und imaginärer Held - Mädchen und imaginärer Freund - imaginärer Held und imaginärer Freund. Ja, es gibt auch eine Szene in der die beiden fiktiven Freunde miteinander reden und sich über ihre Jobs unterhalten. Captain Excellent: "Was machst du so"? Antwort: "Ich spiele den unsterblich verliebten Part". Captain: Uuh, harter Job!" Lustig und auch skurril fallen auch die Gespräche zwischen dem Captain und Richard aus. Richard: "Warum musst du eigentlich alle Entscheidungen kritisieren die ich treffe?" Captain: "Triff einfach bessere Entscheidungen!"

Dies alles würde natürlich nicht funktionieren, wären da nicht gute Schauspieler dabei, die diese Rollen auch glaubwürdig rüberbringen können. Hier haben die Regisseur echt ein paar Glücksgriffe gelandet. Anfangen muss ich klar mit Emma Stone (Zombieland, Easy A), die sich schön langsam eindeutig zu einer der besten Jungdarsteller dieser Zeit entwickelt und es kurz gesagt einfach drauf hat. Hier hat sie mich zum Lachen und Weinen gebracht, spielt ziemlich intensiv, rührend und einfach individuell und erobert so mühelos das Herz jedes Zuschauers. Übrigens nicht nur wegen ihrer besonderen Stimme den Film unbedingt auf englisch ansehen, auch der Rest der Synchro ist auf deutsch nicht gerade überzeugend ausgefallen.

Jeff Daniels als Eigenbrötler, der sich seiner ersten echten Freundschaft nur durch die Ausrede eine Babysitterin zu brauchen nähern kann, löst da schon ambivalentere Gefühle aus. Teilweise ärgert man sich über seine Antriebslosigkeit und seine übermäßige Ich-Bezogenheit, doch gerade daraus möchte er ja flüchten und im Herzen ist er doch einfach ein guter Kerl. Zwischen Stone und ihm stimmt die Chemie und wenn er sie gegen Ende ihrer gemeinsamen Reise ansieht, dann strahlen seine Augen diese väterliche Liebe aus, die einfach nur schön ist.

Ryan Reynolds (X- Men Origins: Wolverine) parodiert sich ja beinahe schon selbst mit dieser Rolle, da er ja mit Green Lantern und Deadpool selbst zum echten Superhero aufgestiegen ist. Mit seinem superman-ähnlichen Anzug und den blondierten Haaren hat er einige der witzigsten Sequenzen klar auf seiner Seite, wobei er sich gerade gegen Schluss auch von seiner melancholischen Seite zeigen darf. Kieran Culkin (Scott Pilgrim) als Stones fiktiver Freund spielt den schrecklich verliebten Part ebenfalls genial glaubwürdig, bis hin zu seinem konsequenten Ausscheiden aus dem Leben seines Schützlings. Lisa Kudrow als einziger "erwachsener" Charakter macht ihre Sache zwar auch gut, geht aber auf Grund ihrer übermächtigen Kollegen etwas unter.

Insgesamt für mich als ein wirklich schöner, sowohl lustiger als auch trauriger Film über das Erwachsenwerden und echte Freundschaft, erzählt in einer entspannt schrägen Form und garniert mit Top-Performances aller Beteiligten (hab ich eigentlich schon erwähnt, dass Emma Stone spitze ist?).
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am 9. Mai 2013
Der Film ist sicher nichts für jeden. Wer hier eine Komödie erwarten sollte wird kläglich enttäuscht werden. Dieser Film fasziniert durch die guten Darsteller und die doch sehr nachdenkliche Story, die sich erst im Nachhinein immer weiter erschließt und zu Tränen rührt.
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am 4. Januar 2015
Meiner Meinung nach ein wundervoller Film, der einem in einsamen Stunden Möglichkeit bietet über alles etwas nachzudenken. Ich empfand das Ende am Anfang etwas verwirrend, was sich jedoch aufklärte.

Eine Empfehlung für jeden der einen anspruchsvollen Film sucht, da vieles nur hintergründig stattfindet.
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am 21. Januar 2014
... nach action (besser: ÄKTSCHEN - ein Zugeständnis an diese Verkaufs-Plattform.) wird hier nicht bedient.
Das ist ein Film der ruhigen Töne, indem sich ein Schriftsteller und ein Teenager annähern.
Man glaubt zunächst, beide hätten nichts gemeinsam.
Das ist nur eine kleine Produktion und kein großes Hollywood, aber mir hat der Film sehr gefallen.

Ich hasse diese AMAZON-Rechtschreibprüfung hier.
Sie versuchen den Bildungsstand der Verfasser zu verschleiern.
Wird nicht funktionieren.
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am 22. August 2011
Viel zu viele gute Filme erreichen ein viel zu kleines oder gar kein Publikum, sowie PAPER MAN. Tiefsinnig, humorvoll und zum denken anregende Situationen ziehen sich durch diesen Film hindurch. Ohne mit viel Text die Geschicht zu erzählen...Würde ich dazu raten den Trailer anzusehen und selbst zu entscheiden.
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