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am 9. November 2012
Der Roman führt den Leser in das Wien der großen Inflation Anfang der 1920er Jahre. Er ist gleichsam ein mit der Patina des vergangenen Jahrhunderts geschriebes Zeitbild Europas.

Sein Held, ein durch die Erzählungen seiner Wiener Mutter emotional aufgeladener, amerikanischer Millionenerbe, reist nach dem 1. Weltkrieg nach Europa, um mit seinem großen Vermögen eventuell der Stadt und dem Land seiner verstorbenen Mutter zu helfen. Dabei gerät er an die verschiedensten Wiener Gesellschaftskreise: An gierige, aber wegen ihres mangelnden Geldes machtlose "Mächtige", an moralisch Fragwürdige, und an trotz ihrer Armut ehrenhafte Menschen.

Alle werden durchaus charmant, wenn auch leicht moralisierend skizziert. Gewürzt wird das Ganze mit einer echten und vielen falschen Liebes- und Beziehungsgeschichten, Detektiveinlagen und vorangekündigten wunder- und sonderbaren Wendungen.

Das im Buch zum Aussdruck kommende Gefühl und Empfinden jener vergangenen Nachkriegsepoche, sowie die Lebensart der handelnden Personen, werden anschaulich vor das Auge des Lesers transportiert und mit verschmitztem Humor in ihren positiven und negativen Seiten zum Leben erweckt.

Ich habe den Roman mit große, Vergnügen während einer langen Bahnreise gelesen, ihn für angenehm, unterhaltsam und auch durchaus bildend empfunden. Gemessen an unserer Gegenwartsliteratur erscheinen die Bösewichter relativ unblutig und die Guten ebenso recht milde.

Man kann das Buch durchaus auch als Jugendbuch oder "für zarter besaideten Leser" empfehlen. Vom gesamten Schreibstil fühlte ich mich zuweilen an Erich Kästners "Emil und die Detektive" erinnert.

Wohl dem Empfinden seiner Zeit geschuldet, gefällt sich der Autor in Gestalt mehrerer Personen im Hintergrund als moralisch wertender Erklärer.
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am 4. Mai 2012
abgesehen von einer sehr kitschigen Rahmenhandlung ist das Buch bemerkenswert. Die Machenschaften und Spekulationen von Bankern, Investoren usw. sind erstaunlich aktuell, obwohl das Buch sicher dem Antiquariat zugeordnet wird. Wer sich für Wien interessiert bekommt ein paar Einblicke außerhalb der gängigen Geschichtsinformationen, die Situation zwischen den Weltkriegen ist gut dargestellt, trifft sicher nicht nur auf Wien zu, den Wahrheitsgehalt kann ich freilich nicht beurteilen. Jedenfalls liest sich das Buch flüssig und kurzweilig.
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am 28. August 2016
Bettauers 1923 erschienener Roman "Der Kampf um Wien" spielt im inflations- und depressionsgeplagten Nachkriegs-Wien des Winters 1922/23, wo der amerikanische Millionenerbe Ralph O'Flannigan mit Hilfe seines Erbes der tief gefallenen ehemaligen Kaiserstadt Wien, einst vielbeschworene und -geliebte Heimat seiner verstorbenen österreichischen Mutter, sowie der jungen österreichischen Republik zur Hilfe eilen will.

Seine dringend benötigte Finanzhilfe soll jedoch nach dem Willen der österreichischen Größen aus Politik, Finanz und Wirtschaft mehr nach deren höchst eigennützigen Zielen und weniger nach den Belangen des Gemeinwohls verwandt werden.
Was Ralph vorfindet ist ein plan- und führungsloses Land das nicht weiß wohin die Reise letztlich gehen soll, eine Gesellschaft die sich in wenige Neureiche und noch weniger reich gebliebene Aristokraten sowie der Masse einer abgestiegenen Mittel- und teils Oberschicht und der bereits vor dem Krieg weitgehend armen Arbeiterschicht spaltet und einem weitgehenden sittlichen und moralischen Verfall des Gemeinwesens.

Bettauer lässt seinen Protagonisten tiefe Einblicke in das schwer getroffene Wien gewinnen, die zu einer Ablehnung der Wiener Oberschicht und einem Verwerfen des großangelegten Rettungsplan, für den Augenblick, führen und nur Platz für die vereinzelte Unterstützung sozialer Projekte sowie einzelner, für würdig befundener Personen lassen.
So scheitert Ralph an der erbärmlichen Realität der Gegenwart findet aber zum Ausgleich sein privates Glück in Form der verarmten Aristokratentochter Hilde Wehningen.

Insgesamt ein gut geschriebener Roman der die Zustände in Österreich und seiner Hauptstadt nach dem verlorenen 1. Weltkrieg analytisch beleuchtet und die Lösung der Probleme, wegen offensichtlicher Unfähigkeit von alter und neuer Elite sowie des gebeutelten Volks gemeinschaftlich die uneigennützigen Maßnahmen zur Hebung des allgemeinen Gemeinwohls und Überwältigung der Krise zu ergreifen,
auf eine ungewisse aber höchstwahrscheinlich unschöne Zukunft hinausschiebt.
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am 27. Januar 2014
Wien in den 20er Jahren kurz nach dem ersten Weltkrieg. Bettauer erzählt sehr authentisch über die Zustände in Wien kurz nach dem ersten Weltkrieg. Hunger und Inflation und daneben die High Society, die es sich gutgehen lässt. Dazwischen eine Liebesgeschichte mit Intrigen und 'Verschwörungen. Ein sehr spannendes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte.
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am 31. März 2015
Das ist das zweite Buch von Hugo Bettauer das ich gelesen habe. Weitere werden folgen.
Am Anfang hat das Buch ein paar Längen, aber es lohnt sich tatsächlich weiter zu lesen.
Bettauer fesselt mit realistischen, ironischen Darstellungen des zerfallenen österreichischen Kaiserreichs und prangert die Gier und Rücksichtslosigkeit der Banken und der Kriegsgewinnler an. Irgendwie muss der bereits 1925 verstorbene Autor seherische Kräfte besessen haben, denn einigen Andeutungen ist zu entnehmen dass Österreich und Europa auf den noch schlimmeren 2. Weltkrieg zusteuerten.
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am 2. Juni 2014
Ich kannte bisher keine Werke dieses Autors. aber dieses Buch hat mich begeistert, auch weil jeder, der sich in Wien etwas auskennt, sofort nachvollziehen kann, wo sich gerade die Handlung abspielt. Ein tolles Buch aus dem Wien der 20er Jahre, das ich nur weiterempfehlen kann.
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am 2. Mai 2014
in die damalige Zwischenkriegszeit. Leicht zu lesen, fesselnd und für unsere Wohlstands-Generation nicht vorstellbar.
Nachdem auch kostenlos angeboten, stößt man leicht auf Bücher, welche man sonst nie in die Hand genommen hätte.
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am 10. Februar 2014
Der Schreibstil entspricht zwar nicht unbedingt dem heutigen Geschmack, nichtsdestotrotz ist die Handlung wahrscheinlich und flüssig fortschreitend. Alles in allem lesenswert.
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