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am 25. April 2013
Ich kann mich den anderen Rezensionen nur anschließen - sehr enttäuscht.
Inhaltlich kann man nicht meckern, ein Klassiker bleibt ein Klassiker!
Nur die "Übersetzung" von Papier auf e-book ist grauenvoll, ich habe auf Seite 1 schon 2 Fehler, die den Sinn des Satzes nehmen und so zieht es sich durch das ganze Buch. Ich wäre dankbar, für eine Version ohne diese Fehler, ich würde auch dafür bezahlen.
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Der Wiener Schauspieler Peter Matic liest DIE ELIXIERE DES TEUFELS von E.T.A Hoffmann in 13 Stunden - ungekürzt (auf 2 mp3-CDs). Seine leise, warme, meditative Stimme entführt die Zuhörer sogleich in Hoffmanns Welt der schwarzen Romantik................der Mönch Medardus trinkt vom Elixier des Teufels, um seine verlorenen Rhetorikkünste zurückzugewinnen, und verfällt daraufhin den "irdischen Gelüsten". Der Text erschien zum ersten mal 1816, und manchmal ist seine Sprache etwas sperrig; aber genau deshalb ist es ideal, sich DIE ELIXIERE DES TEUFELS vorlesen zu lassen. Vor allem auch dann, wenn der Vorleser, so perfekt mit der Sprache Hoffmanns umgeht. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1993.

Peter Matic` Stimme ist hier bei E.T.A. Hoffmann genauso hundertprozentig passend (eine Idealbesetzung!), wie sie es bei Proust war, oder bei Gogol ist. Deshalb hier gleich eine Empfehlung: in dieser Klassik-Edition des Audio-Verlags ist zeitgleich mit den "Elixieren des Teufels" auch Gogols " Die toten Seelen" erschienen - auch gelesen von Matic.

Fazit: ein stimmungsvolles Hör- und Gruselvergnügen für die düsteren Herbsttage........... 13 Stunden Peter Matic + E.T.A. Hoffmann. Dieser Herbst darf (muss!) noch lange dauern ...........................

( J. Fromholzer )
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am 16. November 2011
Wohlgemerkt: dies ist keine Bewertung des Inhalts der "Elixiere des Teufels" von E.T.A. Hoffmann, seit langem ein Klassiker der Weltliteratur, der keiner Rezension mehr bedarf. Dies ist vielmehr eine Bewertung der Umsetzung als E-Book - und diese Umsetzung ist korrekturbedürftig. Einerseits ist es natürlich wunderbar, dass man ein solches Buch nun auf dem Kindle mit sich herumtragen und lesen kann. Aber das Lesen macht nicht viel Freude, wenn der Text von Fehlern durchzogen ist. Man hat den Eindruck, dass die Vorlage für die Kindle-Version mechanisch eingescannt und der Text dann, ohne dass noch einmal jemand ein Auge darauf geworfen hat, auf den Markt gebracht wurde.

Beispiele aus den ersten Seiten: "umtauscht" statt "umrauscht", "erhalten" statt "erhallen", "und" statt "uns", "riet" statt "rief", "geschmeckt" statt "geschmückt", usw.

Zudem fehlt der Beginn des Textes, das "Vorwort des Herausgebers", das natürlich nicht wirklich ein Vorwort, sondern wichtiger Bestandteil des Textes ist!

Ich kann nur hoffen, dass andere Kindle-Books mit Texten aufwarten, bei denen sorgfältiger Korrektur gelesen worden ist.
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am 4. Dezember 2016
Meine Rezension bezieht sich nur auf den Romaninhalt, gelesen in E. T. A. Hoffmann - Gesammelte Werke: Don Juan, Die Elixiere des Teufels.... Um es vorweg zu nehmen, es ist ein guter Roman der klassischen Literatur, einzuordnen unter dem Genre der schwarzen Romantik. Irreführend finde ich den Begriff Schauergeschichte, wenngleich Szenen enthalten sind die schaurig anmuten, das Gruseln überkam mich beim lesen nicht.

Nach geborgener Kindheit, mit guter Erziehung, geht Franziskus in ein friedliches Kloster und wählt Merdardus zu seinem Mönchsnamen. Er geht einen lobenswerten Weg und wird schon bald verehrt, auch wegen seines großen Redetalents.
Er avanciert zum Verwalter der Reliquienkammer, in welcher sich unter anderem eines der Elixiere des Teufels befindet (eine Flasche Wein).
Er predigt leidenschaftlich, und schon bald steigt ihm seine Popularität zu Kopf. Um so mehr trifft es ihn schwer, als er den Verlust seines rednerischen Talents wahrnimmt. Merdardus kann nicht widerstehen, trinkt von des Teufels Elixier und gewinnt seine Redekunst zurück. Die junge Aurelie beichtet ihm eines Tages ihre Liebe. Fortan wird er vom Gedanken getrieben das Kloster zu verlassen um Aurelie zu suchen.

Vom Prior (Klostervorsteher) wird er nach Rom gesandt. Auf seiner Wanderung überschlagen sich die Ereignisse. Er wird verwechselt mit Graf Viktorin, nachdem Merdardus, diesen, unabsichtlich in eine Schlucht stürzte. In einem Schloss, fälschlicherweise als Graf Viktorin aufgenommen, beginnt er schon bald ein Verhältnis mit Euphemie, der Stiefmutter Aurelies und trifft dann plötzlich auf Aurelie selbst. Es kommt zur Eskalation, Merdardo tötet Aurelies Bruder und auch Euphemie. Auf der Flucht, in einem Wirtshaus trifft Merdardo auf seinen Doppelgänger, einen wahnsinnigen Mönch, den man für den wirklichen Merdardus hält. In Wahrheit aber ist dieser, der, in die Schlucht gestürzte Graf Viktorin.
Sein Aussehen verändert, kommt Merdardus in ein Fürstenhaus, trifft dort wieder auf die geliebte Aurelie, die ihn als Mörder bezichtigt.
Es folgen Gefängnis, aus diesem wird er befreit durch die Aussage seines irren Doppelgängers, die Morde begangen zu haben. Aurelie erkennt ihren vermeintlichen Irrtum und gesteht ihm ihre Liebe und die Hochzeit wird geplant. Am Hochzeitstag überschlägt sich das Geschehen, Aurelie erfährt die Wahrheit von Merdardus selbst. Merdadus glaubt Aurelien im Affekt getötet zuhaben, befreit den zur Hinrichtung geführten Doppelgänger Viktorin und flieht. Viktorin verfolgt ihn, bleibt ihm auf den Fersen. Während eines Kampfes der beiden, siegt Merdardus über Viktorin, fällt in eine schwere Ohnmacht und erwacht schließlich in Rom wieder.

Die Geschichte hat auch in Rom noch viele Facetten und unerwartete Ereignisse, bis Merdardo letztendlich, gesühnt und einsichtig ins heimatliche Kloster zurückkehrt, wo er zur Buße sein Leben niederschreibt.

Ein Hinweis noch, bevor ich mit fünf Sternen das Lesen dieses Klassikers empfehle. Ohne aufmerksames Lesen wird man bald verloren sein in den Spinnweben dieser Geschichte. Des Lesers Aufmerksamkeit verlangen die handelnden Personen, mit ihren verstrickten Verbindungen zueinander, sowie auch ihre Einordnung in die Geschichte selbst. Die bei Hoffmann typische Eigenschaft der überlangen Sätze und die uns heute etwas ungewohnte Sprache verlangen das uneingeschränkte Leserinteresse. Gelingt es, die Konzentration dem gelesenen zu widmen, dann ist dieser Roman ein großartiges Leseerlebnis. Der Roman wirkte auf mich noch geraume Zeit nach, für mich ein untrügliches Zeichen etwas hervorragendes gelesen zu haben.
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am 23. November 2011
Die Elixiere des Teufels von E T A Hoffmann gilt als ein Klassiker, die Qualität des Werkes soll hier nicht diskutiert werden. Diese Umsetzung für den Kindle ist leider von vielen Fehlern durchzogen. Durch diesen Umstand ergben einige Sätze keinen Sinn. Dies tut der Lesefreude Abbruch wodurch der Text nur schwerlich seine Intensität entfalten kann. Zwei Sterne gibt es allerdings, da der Preis von 0€ wirklich nicht zu teuer ist und man trotzdem das Buch lesen kann, wenn auch nur eingeschränkt.
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am 19. Oktober 2008
Die Abkehr von der Welt ist des Mönches Merdardus Sache nicht. Kaum im Kloster aufgenommen, auch das unter Vorzeichen seiner außergewöhnlichen und darum geheimnisvoll anmutenden geistigen Begabungen, entdeckt er, zur Begeisterung der Gemeinde seine Rednergabe, die Ruhmsucht folgt ihr.
Als wesentliche Potenz des Klosters obliegt ihm bald die Aufsicht über die Reliquienkammer, darin die 'Elixiere des Teufels', Flaschen seltsamen Inhaltes aus dem Nachlass des Heiligen Antonius, mit denen der Teufel ihn zu verführen suchte.
Der Versuchung kann Merdardus nicht lange widerstehen, er kostet von ihnen, seine Predigten werden umso mächtiger und exaltierter, Geltungsbewusstsein und Berufungsglaube übertreffen sich jeweils gegenseitig.
Verkleidet beichtet (im wahrsten Sinne des Wortes) ihm nun Aurelie ihre Liebe, er flieht das enge Klosterleben, versucht sich ihr als Hauslehrer anzunähern, befindet sich dabei gleichzeitig mit ihrer Stiefmutter, der Baronin von F. in lüsternem Verhältnis.
Aurelie entsetzt sich vor den Annäherungsversuchen des Mönches, dieser tötet im Wahn die Baronin und den Bruder Aureliens.
Merdardus flieht, verschleiert seine Identität, trifft Aurelie schließlich wieder, wird fast seiner Verbrechen als schuldig erkannt, doch das Bekenntnis seines tollen Doppelgängers rettet ihn.
Verstört von dessen Erscheinung glaubt er Aurelie zu töten, verletzt sich doch nur selbst, findet sich, er weiß nicht wie, in Rom wieder, wohnt der Hinrichtung eines alten Ordensbruders bei, wird selbst fast ermordet und kehrt geläutert zu seinem Kloster zurück, wo er mit ansehen muss, wie Aurelie von seinem Doppelgänger ermordet wird.

Reißerisch ist so mancher Teil dieser wunderlichen Geschichte, allein erzählt ist sie großartig.
Flüssig und gleichzeitig plastisch schildert sie Hoffmann und der Leser droht nur dort müde zu werden, wo die sich über vier Generationen erstreckende Genealogie ausgeführt wird

Die Geschichte selbst stellt jedoch nur den weniger interessanten Part der 'Elixiere' dar.

Groß wird die Psyche des Merdardus geschildert. Sie ist das eigentliche Thema dieses Werkes.
Die Spaltung seiner selbst ist in ihrer Dimension eine faustische, wenn es auch ihr Charakter nicht ist.
Vom profanen und triebhaften Egoismus bestimmt, ist dieser Merdardus ' und doch lässt ihn seine Erziehung, Keuschheit und sein Glaube nie ganz los, so sehr er all dies auch zu verdrängen versucht.
Schon früh beginnt seine seelische Zersetzung. Träume verfolgen und grausen ihn, überhaupt gerät seine ganze Klosterflucht zum Nachtmahr. Er zweifelt, ob sein Doppelgänger tatsächlich existiert oder ob er nur Ausgeburt seines ihn immer mehr quälenden Gewissens ist. Tatsächlich tritt dieser sowohl als reale Gestalt, aber auch als Fantasie auf. Merdardus Gewissen jedenfalls verkörpert er in beiden Fällen.
Die wahnsinnige Liebe zu Aurelie kehrt sich zwischenzeitlich in bloßen Wahn, mit der Liebe ist nicht mehr viel, was bleibt ist Lust und Trieb, doch beide nicht mehr nur erotischer Natur. Der Mordgedanke selbst wird ihm zur Lust, die tatsächliche Befriedigung dieses Triebes auch, die Reue folgt, die er letztlich nicht mehr in sein Unterbewusstsein verdammen kann.
Kalt und schonungslos wird dies alles geschildert und darum umso beeindruckender.

Hoffmanns Psychologie ist nicht das sublime Seelenspiel eines Georg Büchner und auch Dostojewskis frappierenden Nachbildungen menschlicher Eigenheiten sind ' trotz großer Ähnlichkeiten - nicht seine Art der Erzählung. Es ist bei dem fantastischen Geschick des Merdardus wohl auch kaum möglich. Und doch gelingt es Hoffmann, dessen Inneres glaubhaft und in allen Dimensionen nachzuerzählen. Manchmal durch genauere Ausführungen der Zweifel, manchmal subtiler, durch das Verhalten des Doppelgängers oder anderer Personen, die unverkennbar auch einige der Züge Merdardus' tragen.

Leider erliegt Hoffmann an manchen Stellen der Versuchung des Trivialen. Das Grauenhafte wird zu oft heraufbeschworen, was zuweilen zuviel des Guten ist. Effektvoll und unerwartet jedenfalls kommt es immer daher.

Dennoch sind die 'Elixiere' eine der großen Erzählungen der Romantik, so ab- wie tiefgründig. Virtuos werden ihre Themen unkonventionell interpretiert, der Aufbruch ist nicht Folge von Sehnsucht, sondern von Trieben, die Reise also notwendig ein bloßes Getriebensein, das letztlich zum eigentlichen Thema wird und die Bedeutung 'Elixiere' damit weit über die Romantik hinaus erhebt.
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am 15. August 1999
Hoffmann hat in den "Elixieren des Teufels" seine Neigung zu Schauergeschichten (vgl. zum Beispiel seine "Nachtstücke") in Romanformat gebracht. In einer etwas langwierigen, höchst verwickelten Geschichte, die sich besonders für psychoanalytische Interpretation ergiebig gezeigt hat, verwickelt sich der Mönch Medardus in eine Art generationsübergreifende Inzest-Erbsünden-Geschichte, in der besonders sein Doppelgänger und diverse (zum Teil verwechselte) Stiefgeschwister Schlüsselpositionen besetzen. Das ganze steht deutlich in der Tradition der englischen Gothic Novel; besonders "The Monk" von Matthew Gregory Lewis hat Pate gestanden. Die Angelegenheit verliert etwas an Reiz dadurch, daß der Leser (wie in einer Sherlock Holmes-Geschichte) natürlich keine Chance hat, die Zusammenhänge zu durchschauen, sondern im Grunde nur auf das Ende warten muß; da wird ihm nämlich eine ausführliche Erläuterung der Verwandtschafts- und Verwicklungs-Verhältnisse geliefert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 6. Januar 2015
"Die Elixiere des Teufels" ist der dritte Roman, den ich von E.T.A. Hoffmann gelesen habe. Für Leser, die bisher nichts mit Hoffmann zu tun hatten, empfehle ich diesen Roman zum Einstieg nicht, sondern würde erst zu den „Nachtstücken“ (Der Sandmann, Das öde Haus etc.) raten. Diese sind doch deutlich eingängiger und "leichter verdaulich".

In gewohnt düsterer Atmosphäre schildert Hoffmann das Leben des Mönchs Metardus, welcher, aus Gründen dunkler Vorhersehung, in ein Bamberger Kapuzinerkloster gebracht wird und sich dort nach und nach zum gewandten Redner entwickelt, bis ihm schließlich seine eigene Überzeugung zum Verhängnis wird und er letztendlich - als Folge der Missachtung der Klostergesetze - nach Rom entsandt wird.
Dort kommt er (zunächst) aber nicht an, sondern verstrickt sich immer weiter in scheinbar undurchsichtige Komplotte bei Hof und macht sich des mehrfachen Mordes schuldig. Auf seinem (Leidens-)weg trifft er allerlei skurrile Charaktere wie z. B. Peter Schönfeld (Belcampo), einen Förster oder auch seinen grässlichen „Doppelgänger“.
Ab dieser Stelle fällt es mir schwer, den genauen Inhalt wiederzugeben, da die Geschichte mehrfache gedankliche Sprünge aufweist und der Leser lange Zeit absichtlich im darüber im Dunkeln gelassen wird, ob Handlungen wirklich so passiert sind, oder ob sie nur einer dunklen Phantasie Metardus entspringen. Oftmals werden Handlungen und Schilderungen, welche zu Beginn erfolgten, später in ein anderes Licht gerückt oder aus einer völlig anderen Perspektive betrachtet. Insgesamt verbirgt sich unter der Oberfläche viel mehr, als der Leser anfangs vermutet.
Die Auflösung ist beinahe genial und zeigt die enorme Komplexität und Vernetztheit, die dieser Erzählung zugrunde liegt. Sogar der kleinste Handlungsfaden wird am Ende in ein großes Ganzes integriert. Eine enorme gedankliche Leistung muss notwendig gewesen sein, um ein derartiges Werk in nur wenigen Wochen (?) zu schreiben. Leider ist es bis zum Ende ein langer und manchmal mühseliger Weg - der sich aber bereits deshalb zu gehen lohnt, weil einem die deutsche Sprache in dieser schönen, reinen Form heutzutage nicht mehr so oft begegnet. Ich jedenfalls fand das Buch sprachlich einen Hochgenuss, auch wenn es nicht immer leicht zu lesen war.
Fazit: Schöner Schauerroman der "schwarzen Romantik", den es sich zu lesen lohnt, welcher aber nicht unbedingt leicht zugänglich ist und deshalb genaues Lesen erfordert. Eine zweite Lektüre ist hier ggfs. angebracht. Beim Lesen muss man hin und wieder den Kopf einschalten, um die Zusammenhänge zu durchschauen. Schwer tat ich mich vor allem mit der hohen Anzahl an Charakteren und Namen, besonders was die Vergangenheit von Metardus anbelangt.
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am 8. März 2011
E. T. A. Hoffmann gelang es mit seinen "Elixieren des Teufels" einen der ersten "modernen" psychologischen Romane zu schreiben.
Die Dichte der Motivik und die Verflechtung der Bedeutungsebenen sowie der Personenkonstellation lassen eine strukturelle Auflösung des Romans kaum zu, auch wenn die in dieser Ausgabe beigefügte Ahnentafel des Protagonisten etwas zum Verständnis beiträgt.
Es bleibt anzunehmen, dass eine komplette Auflösung vom Autor nicht angestrebt war - was besonders an der Doppelgängermotivik des Romans ersichtlich wird. So bleibt an einigen Stellen der Realitätsstatus des Doppelgängers im Unklaren.
"Die Elixiere des Teufels" stellt weder eine barocke Inszenierung des Lebens am Hofe dar, noch handelt es sich bei dem Roman um die ausführliche Kritik an der katholischen Kirche und des Zölibats. Der Roman besticht durch seine Vielschichtigkeit, die sich meiner Meinung erst nach mehrmaligem Lesen langsam entfaltet - jedoch nie komplett auflösen lässt.
Dass der Roman bis in die heutige Zeit nichts an Aktualität eingebüßt hat, zeigen andere künsterliche Werke, die die angesprochen Motive und Bedeutungsebenen verarbeiten: Es seien hier nur José Saramagos "Der Doppelgänger" und der Film "Black Swan" (2010) erwähnt.
Hoffmann ist ein leider noch zu wenig gewürdigter Meister der deutschen Sprache, eines bissig-ironischen Humors und der Psychologisierung der Literatur - und in jeder Lebenslage lesbar.
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am 25. August 2015
Phantastische z. T. gruselige Geschichte mit umfangreichem, unübersichtlichem Plot. Mit der für die Romantiker typischen Weitschweifigkeit erzählt. Tendenz zur religiösen Mystik aber auch Frömmelei. Vor 200 Jahren ein Skandalbuch, heute eher etwas für Liebhaber romantischer, düsterer Gespenstergeschichten.
Die Qualität des E-Books ist schlecht. Durch den automatischen Scan ohne nachfolgende Korrektur treten zahlreiche entstellende Schreibfehler auf, die z. T. sogar die Verständlichkeit erschweren.
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