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  • Nana
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
34
4,5 von 5 Sternen
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am 10. Juni 2017
Das ist einmal die Geschichte von Nana, die in anderen Rezensionen erzählt wird. Dass sie kurzzeitig noch Schlossbesitzerin ist, vom Bankier Steiner bezahlt, scheint andere weniger beeindruckt zu haben als mich. Später ist Steiner bankrott. Eine adlige Familie rafft sich nochmal zu einem glanzvollen Fest zusammen, aber der Wurm ist drin. Also die Geschichte der Nana. Das ist gut und interessant zu lesen.

Dann aber kommt die Stellung von Zola dazu. Nana ist schuld an diesem Sittenzerfall. Wahrscheinlich ist sie sogar schuld am Kriegsausbruch, der lärmend unter ihrem Sterbezimmer gefeiert wird. Nach Berlin, nach Berlin! tönt es da.

Die Prostitution ist in allen freiheitlichen Ländern weitergegangen und die Moderne ist trotzdem forwärtsgestürmt. Es ist ein bisschen wie mit dem Absinth: Zu Zeiten von Zola wurde er in der Schweiz verboten, in den Neunzigern des letzten Jahrhunderts fiel das Verbot durch Volksabstimmung. Also: Die Wirkung die Zola der Nana zuschreibt, konnte sie niemals spielen. So fallen gewisse Bücher aus der Zeit. Es ist ein bisschen blöd, dass sich Zola mit dem westkritischen Islam trifft: Sittenzerfall! Die Wahrheit ist, dass die Meisten wie in einem griechischen Kloster leben: Arbeit, Fitness ,Konsum, Schlafen! Das hat Folgen, aber Absinth und Prostitution doch nicht!
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am 8. September 2014
Zweites französisches Kaisserreich (1852-1870): Nana, Dirne von Paris und zugleich Darstellerin der Venus im Théâtre des Variétés möchte groß rauskommen, den Männern den Kopf verdrehen zugleich aber eine ehrbare Schlüsselfigur in der Pariser Szene spielen. Sie lebt in der Gosse gemeinsam mit ihrer Freundin Satin, hält sich aber zugleich in edlen Einrichtungen auf, genießt das Geld, das Essen, die Liebe und Verschwendungssucht und altert aber zugleich immer mehr durch jene Völlerei. Sie verdreht vor allem dem frommen, verklemmten und vor der Religion ehrfürchtigen Grafen Muffat den Kopf, der sich mehr und mehr auf ihre Spielchen einlässt, ihr Untertan wird und ihr nebst anderen Liebhaberin Geld mehr und mehr zusteckt. Nana geht immer mehr dem Abgrund zu bis sie letztendlich die Blattern erwischen...

Mit der Figur Nana hat Zola nicht nur eine Pariser Dirne kreiert, die in vollsten Zügen ihrer Hauptbeschäftigung nachgeht, sondern auch eine Figur, die etwas von Emanzipation, Eigenwilligkeit und Obstination mitbringt. Nana existiert, Nana praktiziert und Nana schockiert. Zolas neunter Roman aus seiner "Rougon-Macquart"-Reihe wurde ein großer Erfolg und ist zugleich ein sich aussprechendes Werk, das die damalige Pariser Gesellschaft nicht besser umschreiben könnte. Kein Schriftsteller, der Paris zu dieser Zeit nicht erlebt hat, könnte in der Form wie Zola es tut, schreiben. Man genießt diesen Roman total bis zur letzten Seite, obwohl er sehr alt ist, wird es nicht langweilig, man möchte mehr über den Aufstieg und Untergang Nanas erfahren, die bildlich sehr schön dargestellt wird in ihren schillernden Zeiten als auch bei ihrem Ende in dem sie ein von Löchern der Blattern zerfressenes Gesicht bekommt. Sie wickelt jeden Mann um den Finger, um Geld von ihm auszusaugen, wenige, die jedoch ihr Spiel durchschauen wie die Figur Fontane schlagen sie jedoch und treten sie mit Füßen und selbst bei diesen versucht sie noch Mitleid zu erheischen und sich klein und arm darzustellen.

Meiner Meinung nach ein aufklärendes, bravouröses Werk, das mich neugierig auf mehr von Zola gemacht hat.

~Bücher-Liebhaberin~
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am 2. Juli 2011
Die Geschichte eines Mädchens, das sich im Paris zwischen 1867 und 1870 von einer schäbigen Straßendirne zur schönsten Kurtisane der Stadt entwickelt und beharrlich immer wieder zwischen beiden Welten pendelt. Dabei ruiniert sie unzählige Männer, besonders den Grafen Muffat, der ihr vollkommen verfällt und sich ihr erst entziehen kann, als er wirklich am Boden liegt. Als der deutsch-französische Krieg beginnt, stirbt Nana an den Pocken und der Körper der ehemals begehrten Frau verwest in beängstigender Geschwindigkeit. Nana zerstört alles, Menschen und Dinge, sobald sie sie in den Fingern hat. Trotzdem ist die Figur sympathisch und liebenswert, vor allem in ihrer Unbeständigkeit, in ihrem abrupten Wechsel von schnippischer und menschenverachtender Kokotte zu liebender Frau und Mutter. Der Roman beleuchtet eines der brennendsten sozialen Probleme seiner Zeit mit der für die Zeit typisch französischen Frivolität, aber auch Derbheit - ohne ordinär zu werden (was man von vielen zeitgenössischen Autoren leider nicht behaupten kann). Zola hat dankenswerterweise der Versuchung widerstanden, seinen Roman mit sexuellen Einzelheiten 'aufzupeppen' (die kann ich mir selber vorstellen). Ganz nebenbei: mir ist bewußt geworden ' und das hat weniger mit der literarischen Qualität als mit dem historischen Bezug zu tun -, daß eine Frau in der Gesellschaft Frankreichs des 19. Jahrhunderts (und wohl auch in anderer Ländern) offensichtlich nur die Möglichkeit hatte, sich entweder als Prostituierte an viele Männer oder als Ehefrau an einen Mann zu verkaufen, wobei mir nicht ganz klar ist, welches die schlimmere Option war'
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HALL OF FAMEam 2. November 2009
Selten hatte trockene Kunsttheorie derart unterhaltsame Folgen. Als führender Vertreter des literarischen Naturalismus forderte Émile Zola den mit wissenschaftlicher Strenge geschriebenen Roman: Die Figuren sollten als Verkörperungen ihrer Erbanlagen erscheinen und das soziale Milieu mit analytischer Genauigkeit dargestellt werden. Zum Glück besaß Zola selbst zu viel schriftstellerisches Temperament, um sich in ein derart starres Konzept zu zwängen. Seine Nana ist ein außerordentlich lebendiges und fesselndes Buch. Mit der Geschichte einer einfachen Straßendirne, die als Schauspielerin am Varieté landet und mit ihrer Freizügigkeit die ganze Pariser Oberschicht um den Verstand bringt, kommentiert der Autor die Dekadenz im Frankreich des Zweiten Kaiserreichs. Nana lässt sich aushalten und verschlingt genau jene Gelder, die skrupellose Bankiers und Politiker der ärmeren Bevölkerung abzwingen. Die verschiedenen sozialen Schichten werden in opulenter Ausführlichkeit und anhand eindrucksvoller Massenszenen beschrieben. Ein packendes Gesellschaftsporträt, ebenso erhellend wie erschreckend.
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am 10. Juli 1999
In diesem Roman, der zu einer ganzen Reihe- der Rougon- Maquart- Reihe- gehört, geht es um den steilen Aufstieg der Tochter Gervaises und Lantiers, Nana. Entsprossen einem Geschlechte von Trinkern, gelingt es Nana, in die höchsten Kreise der Pariser Gesellschaft einzudringen und deren Verderbtheit zu beschleunigen. Es gelingt Zola, ein ungeheuer vielschichtiges und facettenreiches Bild der Pariser Gesellschaft des neunzehnten Jahrhunderts zu entwerfen, das seinesgleichen sucht. Die in der gesamten Reihe wirksamen Vererbungsgesetze, die Zola mitunter konstruiert, wirken gleichwohl bedrückend. Die gesamte Reihe ist für mich ein unverzichtbarer Teil der französichen Literaturgeschichte, die in der Weltliteratur ihren festen Platz hat.
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am 11. Juni 2013
Mir gefällt das Buch "Nana" wirklich sehr - ich besitze es als "echtes" Buch (übersetzt von Walter Widmer) und auch als E-Book.
Leider musste ich feststellen, dass die Übersetzung des E-Books zu großen Teilen sehr schlecht ist -> die Sprache ist unnötig kompliziert, es gibt etliche Schachtelsätze und von Wortgewandheit kann nicht die Rede sein.
Ausserdem fehlen sehr viele Textpassagen, was mir bisher besonders in Abschnitt 3 aufgefallen ist -> 50% der Gesprächsanteile von Madame Du Joncquoy wurden kurzerhand einfach wegrationalisiert, sodass auch einige andere Textstellen danach wenig Sinn ergeben.

Kurzum: Wer nur den groben Inhalt von "Nana" erfassen will und auf Sprache bzw. Ausdruck dabei nicht allzu viel Wert legt, dem ist dieses E-Book zu empfehlen. Bei wem allerdings die Freude am Lesen und das Interesse an einer verständlichen, angenehmen und schönen Sprache überwiegt, der sollte wohl lieber zum echten Buch greifen...
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HALL OF FAMEam 2. Januar 2003
Bei diesem Werk, welches 1880 erschien, handelt es sich um den neunten und wohl berühmtesten Band des 20bändigen Romanzyklus „Die Rougon-Macquart". Erzählt wird die Geschichte der Hure Nana, mit der Zola dem Leser Sittenverfall, Korruption und Laster in der Pariser Gesellschaft unter Napoleon III. vor Augen führt. Die Titelheldin gehört dem Macquartschen Zweig der Familie an, bei der sich der in der Familie erbliche Alkoholismus und Geisteskrankheit nach Zolas Stammbaum auswirken. Sie wird, der Pariser Gosse entkommen, Schauspielerin. Nicht begabt, aber wunderschön, tritt sie in einer Operette auf, wo sie die Möglichkeit bekommt, diese Schönheit herausfordernd zur Schau zu stellen. Bald ist sie die große Hure, der Mythos Nana, mit der am Vorabend des Untergangs des Zweiten Kaiserreiches die Machthaber und Reichen buhlen. Sie steht dafür als Symbol wie auch für sittliche Verderbnis. Nana spielt ihre Kunden geschickt gegeneinander aus, lässt sich kostbare Geschenke machen, erniedrigt sie, intrigiert, verdirbt alles, was sie berührt. Zola schildert uns diese Ereignisse mit der ihm eigenen farbigen und kräftigen Sprache, intensiv, packend und mitreißend. Ein wunderbares Buch, was nach über 120 Jahren noch magische Anziehungskraft besitzt.
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Zweites französisches Kaisserreich (1852-1870): Nana, Dirne von Paris und zugleich Darstellerin der Venus im Théâtre des Variétés möchte groß rauskommen, den Männern den Kopf verdrehen zugleich aber eine ehrbare Schlüsselfigur in der Pariser Szene spielen. Sie lebt in der Gosse gemeinsam mit ihrer Freundin Satin, hält sich aber zugleich in edlen Einrichtungen auf, genießt das Geld, das Essen, die Liebe und Verschwendungssucht und altert aber zugleich immer mehr durch jene Völlerei. Sie verdreht vor allem dem frommen, verklemmten und vor der Religion ehrfürchtigen Grafen Muffat den Kopf, der sich mehr und mehr auf ihre Spielchen einlässt, ihr Untertan wird und ihr nebst anderen Liebhaberin Geld mehr und mehr zusteckt. Nana geht immer mehr dem Abgrund zu bis sie letztendlich die Blattern erwischen...

Mit der Figur Nana hat Zola nicht nur eine Pariser Dirne kreiert, die in vollsten Zügen ihrer Hauptbeschäftigung nachgeht, sondern auch eine Figur, die etwas von Emanzipation, Eigenwilligkeit und Obstination mitbringt. Nana existiert, Nana praktiziert und Nana schockiert. Zolas neunter Roman aus seiner "Rougon-Macquart"-Reihe wurde ein großer Erfolg und ist zugleich ein sich aussprechendes Werk, das die damalige Pariser Gesellschaft nicht besser umschreiben könnte. Kein Schriftsteller, der Paris zu dieser Zeit nicht erlebt hat, könnte in der Form wie Zola es tut, schreiben. Man genießt diesen Roman total bis zur letzten Seite, obwohl er sehr alt ist, wird es nicht langweilig, man möchte mehr über den Aufstieg und Untergang Nanas erfahren, die bildlich sehr schön dargestellt wird in ihren schillernden Zeiten als auch bei ihrem Ende in dem sie ein von Löchern der Blattern zerfressenes Gesicht bekommt. Sie wickelt jeden Mann um den Finger, um Geld von ihm auszusaugen, wenige, die jedoch ihr Spiel durchschauen wie die Figur Fontane schlagen sie jedoch und treten sie mit Füßen und selbst bei diesen versucht sie noch Mitleid zu erheischen und sich klein und arm darzustellen.

Meiner Meinung nach ein aufklärendes, bravouröses Werk, das mich neugierig auf mehr von Zola gemacht hat.

~Bücher-Liebhaberin~
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am 28. Januar 2005
Nana ist die Verkörperung der Gesellschaft in Frankreich! Ihr Aufstieg von der unbegabten Kleinschauspielerin und einfachen Dirne zur von allen männlichen Wesen begehrte und deshalb reich werdenden Edelkurtisane wird von Zola ausführlich unter der Deutung auf sämtliche Charakterzüge beschrieben. Während des Lesens verurteilt und bemitleidet man diese Frau,wie auch Zola sie verurteilt und bemitleide; Nana wird zum Einen als "Spatzenhirn",zum Anderen auch als "armes Geschöpf" tituliert. Sie steigert sich in ihre Gier und Gelüstbefriedigung immer mehr hinein,saugt die Freier reihenweise aus und wird dazu durch die glücklose Ehe mit einem kleinen Schauspieler im Endeffekt bestätigt,während ganze Existenzen durch sie zugrunde gehen,in dieser Gesellschaft,in der einzige die Frage zählt:Wer schläft mit wem? Sie stirbt einen rätselhaften Tod,während ganz Frankreich in den Krieg zieht!
Dieses Buch sollte man wirklich gelesen haben,es ist packend!
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Zweites französisches Kaisserreich (1852-1870): Nana, Dirne von Paris und zugleich Darstellerin der Venus im Théâtre des Variétés möchte groß rauskommen, den Männern den Kopf verdrehen zugleich aber eine ehrbare Schlüsselfigur in der Pariser Szene spielen. Sie lebt in der Gosse gemeinsam mit ihrer Freundin Satin, hält sich aber zugleich in edlen Einrichtungen auf, genießt das Geld, das Essen, die Liebe und Verschwendungssucht und altert aber zugleich immer mehr durch jene Völlerei. Sie verdreht vor allem dem frommen, verklemmten und vor der Religion ehrfürchtigen Grafen Muffat den Kopf, der sich mehr und mehr auf ihre Spielchen einlässt, ihr Untertan wird und ihr nebst anderen Liebhaberin Geld mehr und mehr zusteckt. Nana geht immer mehr dem Abgrund zu bis sie letztendlich die Blattern erwischen...

Mit der Figur Nana hat Zola nicht nur eine Pariser Dirne kreiert, die in vollsten Zügen ihrer Hauptbeschäftigung nachgeht, sondern auch eine Figur, die etwas von Emanzipation, Eigenwilligkeit und Obstination mitbringt. Nana existiert, Nana praktiziert und Nana schockiert. Zolas neunter Roman aus seiner "Rougon-Macquart"-Reihe wurde ein großer Erfolg und ist zugleich ein sich aussprechendes Werk, das die damalige Pariser Gesellschaft nicht besser umschreiben könnte. Kein Schriftsteller, der Paris zu dieser Zeit nicht erlebt hat, könnte in der Form wie Zola es tut, schreiben. Man genießt diesen Roman total bis zur letzten Seite, obwohl er sehr alt ist, wird es nicht langweilig, man möchte mehr über den Aufstieg und Untergang Nanas erfahren, die bildlich sehr schön dargestellt wird in ihren schillernden Zeiten als auch bei ihrem Ende in dem sie ein von Löchern der Blattern zerfressenes Gesicht bekommt. Sie wickelt jeden Mann um den Finger, um Geld von ihm auszusaugen, wenige, die jedoch ihr Spiel durchschauen wie die Figur Fontane schlagen sie jedoch und treten sie mit Füßen und selbst bei diesen versucht sie noch Mitleid zu erheischen und sich klein und arm darzustellen.

Meiner Meinung nach ein aufklärendes, bravouröses Werk, das mich neugierig auf mehr von Zola gemacht hat.

~Bücher-Liebhaberin~
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