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am 30. Mai 2017
Dem Leser wird schnell klar: Dieser Prozess wird anders! Das fängt natürlich schon damit an, dass es offenbar gar kein Verbrechen oder Ähnliches gegeben hat, aber auch durch das Verhalten der Beamten wird dieser Gedanke bestätigt. So wird K. (wie er im Buch meist genannt wird) zwar verhaftet, jedoch nicht weggesperrt. Im Gegenteil: Er kann sein Leben normal weiterführen, kann wie gewohnt zur Arbeit gehen und sich frei bewegen. Dies führt jedoch dazu, dass K. diesen – durchaus merkwürdigen – Prozess zunächst nicht gerade ernst nimmt. Doch als auch ihm bewusst wird, dass sein Urteil nicht von einem normalen Gericht geführt wird, beginnt er endlich damit, sich mehr mit seinem Schicksal zu befassen.

Zu Beginn des Romanes, hatte ich einige Schwierigkeiten damit, die Taten und Unternehmungen von K. nachzuvollziehen. Teilweise schienen mit seine Gedanken etwas zu übertrieben und nur durch falsche Interpretationen von Situationen vorgegeben. Mir wurde dann jedoch klar, dass dies einfach zum Charakterbild von K. gehört und kein „Fehler“ der Autors war.

Das Buch hat mir deutlich besser gefallen, als „Die Verwandlung“, was unter anderem auch daran lag, dass ich diesmal mehr das Gefühl hatte, dass uns der Autor etwas mitteilen möchte. Was das ist, kann jeder führ sich selbst entscheiden, denn es gibt scheinbar viele Ansätze das Gelesene zu Interpretieren. Ich persönlich hatte das Gefühl, dass es um die „Verurteilung durch die Gesellschaft“ geht. Denn im Buch scheint jeder, dem K. begegnet, etwas mit den Gericht zu tun zu haben und gleichzeitig scheint keiner zu wissen, was der eigentliche Grund für die Verurteilung ist. Man macht einfach mit.

Der Schreibstil war gewohnt nüchtern und flüssig zu lesen. Es gab zwar nie eine große Spannung, aber dennoch war der Inhalt sehr interessant und die Idee davon hat mir einfach gefallen.

Fazit Ein interessanter Roman Kafkas, der einigen Platz für Interpretationen lässt und sich sehr gut lesen lässt. Durchaus lesenswert!
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Josef K. wird eines Morgens, ohne das er etwas Böses getan hätte, verhaftet. Er versucht zu verstehen, warum und von wem er verhaftet wurde, dies gelingt ihm aber nicht. Die Beamten können ihm keine Auskunft geben. Josef wird bloß mitgeteilt, dass ein Prozess über ihn eröffnet worden sei.

Ich hoffe meine Rezension war für Sie hilfreich und hilft Ihnen die richtige Kaufentscheidung zu treffen.
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am 16. Oktober 2010
Schuldig ist in den Augen der Macht, wer Widerstand leistet, wer auch nur zu widersprechen wagt, ja schon, wer sich nicht unauffällig und stromlinienförmig genug bewegt. Denn der Macht kommt es auf die Durchsetzung ihrer selbst, auf die Exekution von Abhängigkeiten an. Nur das scheint ihr innerer Zweck zu sein.

Sie sucht sich dann das Passende unter den formellen Regeln und Gesetzen heraus, um es für ihre Zwecke schonungslos einzusetzen. Möglichst vieles hält sie verdeckt und im Dunkeln: so zum Beispiel die Ursache und den Auslöser des Gerichtsprozesses; das die Macht Störende -vielleicht gar nicht Justiziable- nicht benennend; keinerlei Anklagepunkte gegenüber dem Angeklagten offenlegend und nichts über das weitere Verfahren verlauten lassend.

Die Drahtzieher des unsäglichen Vorgehens -und womöglich Richter in einer Person- bleiben dem Angeklagten unbekannt. Jedes offene Visier wird vermieden, während ausschließlich aus dem Hinterhalt operiert wird. So lässt sich ein Angeklagter doch zweifellos am leichtesten in einer umfassenden Hilflosigkeit halten. So scheint er der Willkür am Optimalsten ausgeliefert. So funktionieren Kunst und Kultur der Klammheimlichkeit und Hinterhältigkeit.

Und was bedeutet schon Rechtssicherheit und was beinhaltet sie überhaupt? Was heißt schon Moral?
Auch darauf gibt es eine einfache Antwort: Ein einheitliches Recht oder eine allgemeingültige Moral, auf die sich der Angeklagte stützen und berufen könnte, existieren einfach nicht.
Macht und Freiheit stehen einander unversöhnlich gegenüber. Der höhere Wert, so Kafka, kommt aber unzweifelhaft der Freiheit zu.

Wie im richtigen Leben eben... Kafka beschreibt die Zustände und die Menschen wohl so, wie sie eben sind.

Werden da etwa Erinnerungen an Spitzelwesen und Korruption in bekannten, großen Organisationen wach, an das Meucheln von Missliebigen, die unter banalsten, ja lächerlichsten Vorwänden entfernt, ausgestoßen, "exekutiert" werden, an gedungene, graue Handlanger, die sich bedenkenlos in den Dienst ihrer "Brötchengeber" stellen?

Nur die Spitzen der Eisgebirge scheinen zur öffentlichen Besichtigung freigelegt.
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am 2. Juli 2017
Dieses Werk kannte ich noch nicht, ein Beitrag eines Nachrichtenmagazins hat mich darauf gestossen. Es ist interessant zu lesen, lässt mich jedoch ob der gedachten Aussage etwas ratlos zurück aber damit bin ich wohl nicht alleine.
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am 13. Mai 2017
Franz Kafka ist große Literatur. Den Prozeß hatte ich trotz 63 Jahre noch nicht gelesen. Die Handlung ist enial erzählt und auch heute noch aktuell
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am 20. August 2016
Für diesen Preis sollte man sich solch einen Klassiker nicht entgehen lassen. Die Buchbindung ist hochwertig und die Schriftgrösse und -Art ideal. Ein Buch, das man gelesen haben muss!
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am 8. März 2008
Es ist hier schon so viel gesagt worden, dem ich mich nur anschließen kann, insbesondere über die Vieldeutigkeit des Romans auf verschiedensten Ebenen (also Futter für den Geist), und - spiegelbildlich - die verschiedensten emotionalen Ebenen, auf denen die Geschichte jeden ganz persönlich berühren kann. Deswegen ist der Roman so ganz besonders reichhaltig für mich.

Es werden keine Aussagen gemacht in diesem Buch bzw. Prozeß. Und (die richtigen) Fragen bzw. Gelegenheiten, diese zu stellen, werden garantiert stets verfehlt, siehe Gleichnis mit dem Türhüter.

Fragen sowie Antworten werden dem Leser überlassen. Eine unvergleichlich angenehme Situation auf den ersten Blick. Kein besserwisserischer Held weit und breit. Aber auch niemand, der uns hilft.

Die Figur des Josef K. war mir manchmal sympathisch, manchmal unsympathisch, aber nie gleichgültig. Zu Anfang ist er ein selbstgerechter, geradezu selbstverliebter, von sich eingenommener Schnösel und Weiberheld, unentbehrlich an seinem Arbeitsplatz, unentbehrlich bei seiner Vermieterin. Nichts scheint seinen Lebensplan zu kreuzen, als urplötzlich Franz und Willem auf dem Plan stehen und ihn "verhaften".

Was weiter mit Josef K. geschieht und wie er sich langsam verändert, sein Verhältnis zu seiner Umwelt sich ändert und zu sich selbst und seine Schnöselhaftigkeit nur noch notdürftig aufrechterhalten wird, kann ich nicht anders als spannend nennen.

Kafka ist nicht der Voyeur seines "Antihelden", sondern schildert alles kühl, manchmal gegen den Strich, erfüllt keine Erwartungen, bleibt gnadenlos. Hochachtung.

Wie herzergreifend und kompromißlos dann allerdings das Ende. Man ahnte es, Josef kapituliert. Heroisch möchte er sein am Ende, so schreitet er nicht nur willenlos, sondern kooperativ seiner Hinrichtung entgegen, möchte einen letzten guten Eindruck machen, Schnösel (und nicht Kämpfer) bis zum Schluß.

Es wird im Buch klar unterschieden zwischen "normalen" rechtlichen Vergehen, wie Diebstahl, gar Mord etc. = "normalen" Gerichten, und dem "Prozeß", wie Josef K. ihn konfrontieren muß. Allen Personen im Buch ist dieser Unterschied geläufig. Niemals wird K. gefragt, was er verbrochen hat. Es geht um Schuld, oder Schulden, für die es keine "weltliche", "juristische" Anklage gibt, nur die eigene. Das kann wohl jeder Mensch nachvollziehen. Das innere Gericht, der innere Prozeß, den man sich selbst macht, für Dinge, die doch gar niemand weiß außer uns selbst. Geheimnisse.

Einmal überlegt Josef K., was in der ersten "Eingabe" bei Gericht stehen müsse. Es ist nicht weniger als sein ganzes Leben, warum er wo wie was getan habe. Eine unglaublich arbeitsaufwendige, durch keine Fragen von außen gestützte "Eigen-Psychoanalyse" also. Aber er geht nicht in sich, man erfährt weiterhin nichts über seine Herkunft etc.. Er überlegt nur, daß er jetzt seinen Job kündigen oder Urlaub nehmen müßte, um Zeit dafür zu haben, eine rein (prozeß-)technische Überlegung, denn er hat keine Lust und kein Bedürfnis zur Selbsterforschung. Im Gegenteil, er beschwert sich, er sei in den besten Jahren, tagsüber will er Karriere machen, nachts in Weinlokalen sich amüsieren. Also sucht er sich Hilfe von außen, beim Advokaten z.B.. Dieser ist ihm sogar wohlgesonnen, obwohl anderen Mandanten (Kaufmann Block:-))) gegenüber geradezu sadistisch veranlagt. Außerdem hat er einen hilfreichen und resoluten Onkel. Und er lernt den Gerichtsmaler Tintorello kennen. Das alles ist absolut wertlos für ihn.

Im vorletzten Kapitel "Im Dom" sagt der "Gefängnispfarrer": Du hast Dir zuviel Hilfe von außen geholt.

Josef K. verändert sich, das ist der "Prozeß". Es ist nicht sentimental. Nicht belehrend. Nicht erbaulich. Es ist sogar vorhersehbar. Wie er mit allem umgeht, ist nicht gut. Wir stehen einem Dummkopf zur Seite, wie wir selber einer sind. Heutzutage könnte der Roman den Titel "Die Therapie" haben, oder so.

Es gibt eine Art negativen Sog in der Geschichte, der einen von Anfang an spüren läßt: dies wird keinen guten Ausgang nehmen. Die Verhaftung zu Beginn ist eigentlich das "Hallo-wach!-Zeichen" für dieses Individuum. Josef K. schafft es jedoch nie, sich dem existentiellen Kampf, der das Leben nunmal ist, mit Herzblut zu stellen. Er hat immer Ausflüchte. Und viel zu viele Gedanken im Kopf. Er meint, die Frauen könnten ihm helfen, da er offenbar von diesen geliebt wird. Er selbst ist jedoch total beziehungsarm und liebt niemanden. Besagte Frauen findet er eigentlich dumm und blöde, ist aber pfiffig genug, sie instrumentalisieren zu wollen.

Nur das Fräulein Bürstner widersteht ihm. Und nur dieses Fräulein achtet er. Und ausgerechnet sie sieht er auf seinem letzten Gang zum Schafott. Ein junger Mann, der nicht aus seiner Haut heraus kann.

Ich fand viele Szenen hochkomisch, habe laut gelacht. Szenen bildhaft vor mir gesehen. Es ist lustig, grotesk, wirklich witzig.

Und, das hätte ich vielleicht zu Beginn schreiben sollen, sehr leicht und eingängig zu lesen. Ein wunderschönes Deutsch. Manche Sätze sind lang, aber auch nur deshalb, weil Herr K. lieber durch Kommas trennt als durch Punkte. Das ist alles, nichts verschachtelt. Und dieses Stilmittel hält einen irgendwie atemlos.

Muß man gelesen haben. Und kann auch jeder lesen, der lesen kann.

P.S. Hat mich irgendwie an den Film "Caché" von Michael Haneke erinnert. Oder umgekehrt.
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am 5. August 2002
Wer sich auf die Geschichten von Kafka einlässt wird sein blaues Wunder erleben. In klaren unscheinbaren Sätzen verbirgt sich immer ein unheimliches, unglaubliches Horrorszenarium.
Josef K. wird am Morgen seines 30. Geb. verhaftet. Das -Wer- und -Warum- ist unbekannt. Es tut es auch gar nichts zur Sache. Denn alles hat schon seine Richtigkeit, daran zweifelt niemand. Die Versuche von Josef K. sich zu verteidigen sind nicht besonders fruchtbar. Somit geht der unsichtbare Apparat seinen Gang. Ohne viel aufsehens. Und da alles scheinbar seine Richtigkeit hat, ist es auch scheinbar unnötig sich aufzuregen. Geduldig nimmt der Protagonist und der Leser die Geschehnisse hin. Aufgrund der Klaustrophobie, die dieses Buches unauffällig ausstrahlt, bekommt der Leser ganz subtil einen Einblick in das Seelenleben eines Josef K.
Eine unglaubliche Geschichte, unglaublich erzählt.
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am 7. April 2014
Ich weis gar nicht was alle immer gegen den Prozeß haben. Ist ein thematisch gesehen noch sehr aktuelles Buch und gut geschrieben. Nur weil die Leute es in der Schule lesen mussten sollte das Buch ja nicht gleich schlecht machen
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am 25. August 2009
Es findet eine Hetz- und Treibjagd nach Herrn K. statt, der dieser hilfslos gegenübersteht und sich nicht wehrt. Er fragt kein einziges mal warum ein Prozess gegen ihn anhängig ist. Die symbolische Schlinge um seinen Hals wird immer enger gezogen, er wird gesellschaftlich und beruflich beschädigt bis ihm schliesslich ein Messer ins Herz gestossen wird. Die Exekution lässt er auch fraglos über sich ergehen. Bei den surrealen Begegnungen, die Herr K. durchlebt, hat man den Eindruck alle Agierenden wissen worum es geht nur Herr K. (der Protagonist) versteht nicht.

Das Buch ist fesselnd geschrieben und keinen Moment langatmig. Deshalb ist es leicht sich auf die Handlung (oder Nichthandlung) zu konzentrieren. Ich habe das Buch vor fünf Tagen ausgelesen und es ist mir immer noch nicht aus dem Kopf gegangen.

Kafka hat das Buch (oder das Fragment) in der Zeit von 1914 bis 1924 geschrieben. An Aktualität hat es dennoch nicht verloren. Nach meinem Empfinden symbolisiert Herr K. den Menschen in einer undurchschaubaren Welt, der er hilflos gegenübersteht. Wer versteht schon die Finanzkrise ? Elfriede Jelinek hat geschrieben den Sparern wird ihr Erspartes erspart bleiben (Lehman-Anleger haben es erlebt, andere werden folgen). Ich würde Herrn K. als Mainstream bezeichnen. Herr K. ist Täter und Opfer in einem, er ist sowohl Biedermann als auch Brandstifter. Das interessanteste ist, dass Kafka den Leser kein Mitleid mit Herrn K. empfinden lässt. Aber auch keine Schadenfreude. Herr K. lässt sich ohne Widerstand in den Untergang führen. Es könnte sogar möglich sein, dass Herr K. froh ist, dass die ein Jahr dauernde Treibjagd auf ihn, nämlich von seinem 30. bis zu seinem 31. Geburtstag, beendet ist. Das Buch ist spannend und empfehlenswert. Kafka hat die juristischen Spitzfindigkeiten professionell beschrieben, kein Wunder er hat ja Jura studiert.
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