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Ich wusste nie, was an Kafka so toll sein sollte; und so entschloss ich mich als hoffentlich irgendwann einmal fachkundige Germanistik-Studentin, mir den "Prozess" anzuschauen. Und nach der Lektüre kann ich wenigstens soviel sagen: Der Roman ist äußerst ungewöhnlich, beängstigend, magenumdrehend, abgehoben, versunken, verschleiert, mystifiziert. Viele Attribute, die aber doch das Rätsel dieser Geschichte nicht annähernd fassen können. Es brächte auch nicht viel, mit irgendeinem methodischen Ansatz ein paar Fäden zu entwirren, nur um sich hoffnungslos im nächsten Knäuel einzufangen.
Josef K. ist ein unscheinbarer Bankbeamter. Eines Tages wird er verhaftet. Der Prozess beginnt. Was folgt, ist so seltsam und selbstverständlich dem Leser ausgebreitet, dass es verstört und verschreckt. Kafkas Kunst ist es, Reaktionen, Gefühle, Seelenlagen zu erschaffen, die so unfassbar folgerichtig und so unfassbar falsch zugleich wirken. Alles ist irreal, alles ist verdreht, alles ist merkwürdig düster, angsterfüllt, isoliert. Eine Traumwelt? Das wäre wohl zu billig. Eine Allegorie? Das wäre zu realistisch. Ein bewusstes Auf-die-falsch-Fährte- Locken, Einflüstern, Suggerieren, Destruieren von Ahnungen? Wer weiß... "Der Prozess" entzieht sich jeder Deutung, weil jedes von außen angelegte Muster die Zauberkraft nehmen würde. Alles bleibt falsch, grausam falsch manchmal. Und doch- auf eine seelenlos stumpfe Weise ist auch alles logisch. Man kann so viel und so wenig zu Kafka sagen. Und damit wollen wir uns hier bescheiden :-)
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am 1. Februar 2014
...Kafka 's Welt zu verstehen, ich versteh sie nicht.
Kafka polarisiert sicherlich...jedem das seine!
Interessant wärs wie das andere sehen.
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am 19. August 2007
Josef K. wird eines Tages aus dem Nichts heraus "verhaftet". Jedoch nicht im wörtlichen Sinne, er darf seinen bisherigen Tagesablauf sowohl privat wie auch beruflich als Prokurist einer Bank genauso weiterverfolgen als wäre nichts gewesen. Einen Grund für seine Verhaftung bekommt er weder zu Beginn noch später jemals geliefert, wonach auch keine wirkliche Verteidigung seinerseits möglich ist. Während des kommenden Jahres beschränken sich die Erfolge des K. bei seinen Bemühungen um den vermeintlichen Prozess darauf, lediglich Ausflüchte seines Advokaten und trotz aller Mühen nur nutzlose Hinweise von angeblichen Kennern der Justizkreise zu erhalten.

Wer - wie ich - dieses Buch zum ersten Mal und ohne jegliche Vorkenntnisse liest, der wird sich vielleicht auch lange Zeit nach der Aussage der Geschichte fragen. Sinnvoller ist es wohl, sich bereits im Voraus mit Kafka beschäftigt zu haben, da das Buch in mancherlei Hinsicht autobiographische Züge enthält.
Dass Kafka mit der Schilderung des "Rechtssystems" in der Welt des Angeklagten K. bereits 1914/15 fast vorseherisch einen Blick auf die Verhältnisse mancher totalitären Systeme der kommenden Jahrzehnte geworfen hat, beeindruckt hier am meisten. Die Gerichte hausen in Dachgewölben, die seit Jahren nicht mehr durchgelüftet wurden, die Angeklagten bekommen weder eine Anklageschrift noch werden sie über den Fortgang ihres Prozesses unterrichtet oder bekommen ihren Richter jemals zu sehen und werden schließlich (passender Weise) in Abwesenheit und Unkenntnis verurteilt usw.. Es wird ein Bild der Willkürjustiz vermittelt, das, so übertrieben es auch sein mag, gerade deshalb auch wieder realistisch erscheint.
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am 2. Januar 2007
Dieses Buch ist die beste Schullektüre die ich je zu lesen bekam. Der Roman lässt sich auf vielfache - unglaublich interessante- Weise deuten und hat mich durchweg fasziniert. Die Sprache scheint auf den ersten Blick sehr simpel, einfache und auch nicht zu lange (welche Verschachtelungen??) Sätze und lässt sich wunderbar lesen. Das Interessante ist hierbei viel mehr, dass unsere Erwartungen, die wir gewissen Begriffen wie Gesetz oder Gericht (ein jeder weiß doch "eigentlich" was damit gemeint ist) getrübt und Begriffe relativiert bzw. eine völlig neue Bedeutung erhalten. Und das ist es, was einem manche Passagen ein wenig mühseliger zu lesen macht, da man eben doch, viel nachdenken muss.

Den ganzen Roman fragte ich mich, was macht die Person Josef K. aus? Worin liegt seine Schuld? Das Buch regt wirklich zum "eigenen", kritischen Nachdenken an. Abgesehen davon, fand ich den Sprachstil wirklich überragend. Hier haben sich sicherlich viele unserer heutigen Schriftsteller etwas abgeschaut!

BRAVO Kafka. DANKE Brod.
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am 21. Mai 2004
Dieses Buch überrascht. Es überrascht auf sehr skurrile Weise. Ich glaubte am Anfang immer noch irgendwann muß doch mal etwas geschehen, etwas was den Prozeß angeht. Aber nichts. Jede neue Person im Buch bringt mehr Rätsel und mehr Fragen. Und irgendwann verlor ich die Hoffnung.
Die Frage ob so etwas wirklich geschehen kann sei dahingestellt. Allein die Vorstellung daß ein einzelner Mensch einem System, das er nicht kennt und über das er nichts weis, so ausgeliefert ist, machte mich traurig und wütend zugleich. Soetwas darf es nicht geben.
Ich habe lange über das Buch nachgedacht. Und werde es immer wieder tun. Das Buch wirkt lange nach.
Warum wollte Kafka nicht daß es veröffentlicht wird? Er wird seine Gründe gehabt haben. Gut daß wir es trotzdem lesen dürfen. Ein großartiges Buch.
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am 29. Juli 1999
Der Kampf Joseph K.'s gegen die Behörde, die ihm den Prozeß macht, zieht den Leser in seinen Bann und inmitten zweier Realitäten, zwischen denen die Hauptfigur schwankt - man muß für ihn Mitleid aber auch Unverständniß empfinden. Sprachlich gesehen kann Kafka niemand das Wasser reichen. Wer sein Deutsch liest, wundert sich, welch trockene Sprache er sein Leben lang gesprochen und geschrieben hat. Leider ist dieser Roman ein Fragment geblieben - aber eins, welches es sich zu lesen lohnt (man vermißt die fehlenden Stellen kaum). Der Einband von Suhrkamp ist einfach wunderschön!
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am 30. Dezember 2013
Dieses Buch ist sehr trocken und zu hart geschrieben.

Nach meiner Meinung sollte man dieses Buch auch vorher etwas mehr beschreiben. Kafka ist zwar speziell aber etwas mehr Hinweise wäre sicherlich hilfreich.

Für einen normalen Krimi Leser der abschalten möchte in meinen Augen nicht zu empfehlen.
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am 22. September 2009
ey holt euch dieses buch auch wenn es euch abgetürnt hat im deutschunterricht....wenn man nicht versucht es zu interpretieren, sondern nur liest und es wirken laesst ist es besser als fallschirmspringen und viel mehr gibt's dazu nicht zu sagen...
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am 15. April 2014
Nicht allzu leicht zu lesen, da es ziemlich viel Aufmerksamkeit benötigt. Die Geschichte kann jedoch leicht verfolgt werden. Werde das Buch definitiv in meinem Kulturportfolio verwenden, da Hr. Kafka ein literarischer Hingucker ist.
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am 9. August 1999
Für alle anderen Protagonisten in diesem Roman, scheint solch ein Prozeß völlig normal zu sein. Nur K. kann sich in dieser „neuen Welt" nicht zurechtfinden. Er erwacht am ersten Morgen in einer völlig anderen Realität auf, die für andere völlig normal zu seien scheint.
Das Gericht, in Kafkas Leben die Autorität des Vaters, in der Türhüterparabel das Gesetz, sind nicht angreifbar - in der Doppeldeutigkeit des Wortes. K. kommt immer nur zu subalternen Richtern, hier und vor allem bei der Türhüterparabel, wo der Eingang nur für den Mann vom Lande allein bestimmt war, kann man durchaus schon existenzialistische Ansätze finden. Ihre ewige Suche nach der „bösen Macht" ist durch ihre Existenz begründet. Doch sie versuchen sich mit völlig irrealen Mitteln zu helfen. So bittet der Mann vom Lande schlußendlich sogar die Flöhe in des Wächters Mantels darum, für ihn Partei zu ergreifen.
Franz K. wartet immer darauf, daß ihm andere helfen. Zuerst Fräulein Bürstner, die Zimmernachbarin, dann die Frau des Gerichtsdieners oder den Maler Titorelli, selbst im Steinbruch bei seiner Hinrichtung sieht er einen Mann in einem Haus und erhofft sich von ihm die Errettung.
K. hatte durchaus Möglichkeiten, diesen Prozeßverlauf günstiger für ihn zu gestalten, doch sein Verhaltensmuster „Voreiligkeit und nachträgliche Einsicht" haben ihm einige Chancen geraubt. Versäumnisse sind also auch ein wichtiger Aspekt sowohl bei K. als auch natürlich bei Kafka selbst. In der Beziehung zu seinem Vater hat er es einerseits versäumt seine eigene Position klarzustellen, andererseits hat er es versäumt sich selbst zu verwirklichen. Da Kafka im Endeffekt Bankbeamter war, starb er sicher mit dem Gefühl nie ein wirklicher Künstler gewesen zu sein, seine eigene Gesinnung verleugnet zu haben und versäumt zu haben alles klarzustellen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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