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am 28. Oktober 2016
Diese DVD war ein Geschenk und musste unbedingt die ab 18 Jahre Version sein. Die Wasre km unbeschadet und gut verpackt an und wurde auch nur an den Besteller mit Personlausweis abgegeben. Das nenne ich mal wirlich eine sichere Angelegenheit.
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am 3. Mai 2017
Toller Film, der die Geschichte des Aufstiegs von Tony Montana erzählt. Der Film wird nie alt, er kann und wird immer gesehen werden und ist schlichtweg fesselnd und beeindruckend. Tolle Besetzung mit Al Pacino, er ist wie gemacht für die Rolle. Der Film gehört auf jeden Fall zu meinen Top 5!
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am 1. Juni 2017
Immer wieder gerne.
Drama mit Al Pacino. Aufstieg und Fall eines Mannes.
Mir gefallen die realen Einlagen aus den Nachrichten im Film. Macht alles glaubwürdiger.
Bildqualität 1A.
Ein großes Lob an Synchronsprecher von al Pacino.
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am 10. Juli 2015
Ich bin an diesen Film mit sehr hohen Erwartungen ran gegangen, was aber auch nicht verwunderlich ist bei den ganzen Rezensionen, in welchen es beispielsweise heißt "Bester Film, der jemals gedreht wurde". Der Film beginnt mit einem Intro, welches wirklich qualitativ keiner BluRay entspricht, aber das war wirklich nur das Intro. Ab der ersten Szene nach dem Intro an war von dieser durchwachsenen Quali nichts mehr zu sehen. Auch den Ton halte ich für absolut angemessen, es wird natürlich Fanatiker geben, welchen ihn nicht als perfekt ansehen, aber mich stört da die Tatsache, dass es sich 'nur' um "Deutsch (DTS 2.0)" handelt. Der Film selbst beginnt sehr schwungvoll und die Story reißt einen regelrecht mit. Trotz der Länge wird es zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ich kann mich also, ohne lange nachdenken zu müssen, vielen hier anschließen. Scarface ist ein Werk, was man einfach gesehen haben MUSS. Und in meinen Augen gehört er definitiv zu den besten Filmen überhaupt!!!
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am 20. April 2014
Al Pacino in einer weiteren Mafioso-Rolle als dümmlicher Gewalttäter. Hat mich bei weitem nicht so bewegt wie der Pate, aber kein schlechter Film. Leider nur zuviel Gewalt in Relation zur dünnen Handlung
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am 3. Februar 2014
SCARFACE!! Antonio Montana - der Schreihals mit dem Narbengesicht und der antikommunistischen Lebensphilosophie!

Ein Mann welcher aus der Gosse kam, ein Opfer von Fidel Castro's merkwürdiger Flüchtlingspolitik war und von einem der großen Schauspieler unserer Zeit verkörpert wurde: Al Pacino! Der Film stellt definitiv fragwürdige Extreme dar und ist in der einzig wirklich empfehlenswerten Uncut-Fassung nicht für Jugendliche freigegeben (berechtigtermaßen!), da er inhaltlich für die Glorifizierung des Gangstertums zu stehen SCHEINT. Doch pure Gewalt dominiert hier nicht das umstrittene Geschehen, sondern der kompromisslose, völlig unvorstellbare, jeglicher Legalität entbehrende und mitnichten legitimierte "Erfolgsweg"/Abweg eines entschlossenen sowie geldgierigen Mannes, "who pushed it to the limit", die Gewalt steht aus meiner Sicht weniger im Vordergrund als die Gier - Gewalt resultiert nur aus ihr, ein 163-minütiges Fest für die Sinne, gleichwohl: positiv meine ich das keineswegs, Scarface bleibt ein Drama von einer Charakterstudie!
An Sir Al Pacino's Seite sehen wir eine damals noch weitestgehend unbekannte Michelle Pfeiffer und einen in Prunk und Protz auftretenden Robert Loggia. Meiner Empfehlung nach möge Scarface im von spanischen Sprachschnipseln begleiteten englischen Originalton angesehen werden, ...um den knallbunten Glamour des hemmungslosen Miami-Glanzes in noch ausgeprägterer Form wahrnehmen und "genießen" zu können, genießen bewusst in Anführungsstrichen, da der gesamte Film ein zweischneidiges Schwert ist. Montanas Rolle stellt meiner Meinung nach die einzige Mafia-Idee der Filmgeschichte dar, welche mindestens gleichermaßen - überzeugend echt - ergreifen konnte wie die des Don Corleone, dabei ist Scarface aber noch deutlich radikaler, so sehr in anderen Sphären schwebend, dass es beinahe schmerzt sich diesen Bildern hinzugeben. Das dem Film zu entnehmende Grundmotto "The world is yours" wird wahrlich überdeutlich zum Ausdruck gebracht, jedoch auch inklusive der Schattenseiten dessen, diese stellen genau genommen den Kern des Films dar. Verblüffend ist, dass der Zuschauer derart packendem Geschehen beiwohnt und verblüfft ist von den an Luxus nicht zu übertreffenden Kulissen des Films, dass er zeitweise - und teilweise tatsächlich - auf der Seite des Antihelden steht, obgleich dies doch eigentlich gewissen Aktionen seinerseits zufolge eine schier undenkbare Sünde ist, insbesondere im Hinblick auf die zahlreichen Opfer innerhalb des Werkes. Das (ebendiese Bindung zwischen Zuschauer und Montana) mag - ohne zu spoilern gewillt zu sein, ich möchte nicht allzu viel preisgeben - wohl auch daran liegen, dass sich Tony am Ende bei seinem endgültigen Abschied für einen "guten Zweck" geopfert hat, würden wir also nun den Kern seiner Seele ergründen, so sähen wir Schlechtes en masse, aber nicht ausschließlich. Wenn es neben Serien wie "Magnum" und "Miami Vice" etwas gibt, das den Zeitgeist der 80er genauestens trifft und sich vergegenwärtigt werden sollte, dann ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dieser Film!

Ein Film, welcher auch bei über zweieinhalb Stunden Länge nichts an Faszination einzubüßen vermag und langsam aber sicher als ein als Inspiration fungierender Klassiker bezeichnet werden kann, Inspiration natürlich nicht für das eigene Leben, wohl aber für Filme vergleichbarer Machart.

Merke: Hiermit bewerte ich die DVD-Double-Disc-Specialedition von vor mehr als einem Jahrzehnt, welche nicht gerade als die Bestversion im Bezug auf Bild und Ton gefeiert werden kann. Betonen möchte ich dies deshalb, weil teilweise Rezensionen der VHS unter Blu-ray's eingeblendet werden und umgekehrt bzw. auch Urteile zur vollständig geschnittenen Fassung fälschlicherweise hier auftauchen. Komplett schnittfrei ist unter den FSK-18-Fassungen ausschließlich die 2011er Blu-ray-Version sowie das entsprechende DVD-Pendant (aufgrund der Aufhebung der Filmindizierung, geschah allerdings erst 28 Jahre nach Kinostart, höchste Zeit nun).
Als bemerkenswert betrachte ich hingegen das Bonusmaterial, welches unter anderem Interviews mit Cast und Crew einschließt.
Schlussendlich bleibt mir nichts anderes zu offenbaren, als "Scarface" in höchsten Tonalitäten des Lobens und Ehrens weiterzuempfehlen!
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am 21. November 2016
Kugelsalven zerfetzen goldene Geländer , lassen geschwungene Balustraden zersplittern , ohrenbetäubend ist das Brüllen der Maschinengewehre und rutschig von Blutlachen der marmorne Boden der barock überladenen Eingangshalle. Im oberen Stockwerk sitzt zusammengesunken ein obszönes Zerrbild eines einst Mächtigen, der glaubte die Welt aus den Angeln heben zu können, einsam in glänzendem Zierrat, umgeben von protzig vulgären goldbetressten Wänden. Eine dem Koks und Irrsinn verfallene Jammergestalt. " The World is yours" steht in riesigen Lettern auf einem überdimensionalen Globus geschrieben. Worte wie Hohn und Spott und bitterste Ironie. Der amerikanische Traum explodiert in diesem Moment in Feuer und Qual. Vor dem riesigen goldenen Thron Tony Montanas, für kurze Zeit König der Drogenkartelle , liegt halbnackt mit gebrochenen Augen seine jüngere geliebte Schwester ( Mary Elizabeth Mastrantonio), erschossen von ihm in fiebernder Raserei und paranoidem Wahn . Ebenfalls als letztes Opfer einer unzählig langen Reihe von Morden klebt auch das Blut seines besten Freundes an seinen Händen.
Kein Ausweg mehr. Zeit zum Sterben, Zeit zum Verglühen in heroischem Inferno. Das Gesicht zur Grimasse verzerrt, von weissem Koks beschmiert, das letzte Aufbäumen. In grotesker Gewalteruption wird die Waffe nachgeladen. Der Kugelhagel der Eindringlinge in den Palast des Drogenkönigs errreicht mittlerweile die verbarrikadierte Ebenholztür . Tony Montanas mondänes Anwesen ist erstürmt , doch das Ende wird in wagnerischer Grösse zelebriert wie eine Götterdammerung. Wenn schon untergehen dann in der selbstinszenierten Höllenfahrt , in einem Blutrausch, der das Universum erschüttern soll. " Kommt her ihr Schweine, ich mach euch alle fertig....."

Wer diese finalen zwanzig Minuten von Brian De Palmas " Scarface" sah, vergisst sie nie wieder. In ihrer traumwandlerischen Schönheit und Schrecklichkeit und alles verschlingenden Wucht erleben wir komprimiert, was das Kino des legendären Bildervisionärs so unvergesslich macht. Es ist die reine, alle Sinne aufwühlende Kinomagie aus hypnotischen Bildarrangements, oft in höchster Dramatik surreal verlangsamten Szenenabläufen, aus pulsierender Musik, obsessiver Brutalität, die durch Mark und Bein fährt und überwältigender Kamerästhetik. In " Scarface" gesellen sich dann noch derart leidenschaftliche und einmalige Schauspielleistungen dazu, dass uns der Boden ein ums andere Mal unter den Füssen zu schwinden scheint.

" Scarface" ist ein filmischer Dauerexzess, eine schwelgerische Todesballade aus Gier, Macht, Sex , Verhängnis, grössenwahnsinnigen Träumen , die im Feuersturm der Gewalt zerplatzen , dem Irrsinn von Aufstieg und Verderben in einer alle Menschlichkeit zersetzenden schizophrenen Parallelwelt der Drogenbosse und DER Meilenstein des Gangsterfilms. Obsessiver , fokussierter, brillanter, gleichzeitig entlarvender und kompromissloser als " Der Pate" oder " Good Fellas" , packender, weil in seiner Komposition markanter und erschütternder als DePalmas eigener Mafia Nachfolger " Die Unbestechlichen" .
Tatsächlich konnte nur Scorseses " Casino" in der Intensität mithalten und natürlich DePalmas drittes Gangsterepos " Carlitos Way". In diesem, wie in " Scarface" ist es Al Pacino in der Hauptrolle , der in einer Tour de Force der Darstellkunst, einer überbordenden, brodelnden Energie, die sich buchstäblich auf der Leinwand entlädt und den Zuschauer hinfortreisst , das Werk zu einer emotionalen Kinoachterbahn ohnegleichen macht. Als unfassbar hypnotisch und in jeder einzelnen Sequenz durchdacht ist zudem Brian De Palmas charakteristischer Inszenierungstil zu bezeichnen, mit einer Fähigkeit Sinnenkino mit für ihn typischen stilistischen Mitteln zu erzeugen. Eine eigene Handschrift, die sofort nach ein paar Minuten einen DePalma Film als solchen erkennen lässt. Dazu gehört neben der phantastischen Ausleuchtung und ausgeklügelten Farbdramaturgie , den eleganten Kamerafahrten besonders das Merkmal, dramatische Wendepunkte und hochemotionale Augenblicke wie in Trance zu verlangsamen, um diese zerdehnten Momente in eine Spannungsintensität hochzuschrauben, die für den Zuschauer fast unerträglich wird. Mehrmals wird in " Scarface" besagte Raffinesse eingesetzt und sorgt nicht nur am Ende für unbeschreibliche Intensität. Regisseur DePalma, fälschlich oft als Hitchcock Epigone abgetan, ist da oft dem Altmeister sogar weit voraus in seinem exzellenten Suspense -Timing und perfektioniert seinen eigenwilligen Stil , der höchste emotionale Einbindung garantiert.

" Scarface " katapultiert uns von der ersten Minute an in eine Welt des schönen bösen Scheins, der Skrupellosigkeit und der lebensgefährlichen Intrigen, in der jeder Täter und Opfer zugleich ist und in diesem psychopathischen Haifischbecken aus Drogen , Luxus, Delirium und Verderben letzlich alle moralischen Schranken durchbricht bis er sein menschlich verkommenes Dasein verwirkt. Die Bedeutungs- und Sinnlosigkeit des aushöhlenden Machtstrebens, der Statussymbole, des blanken Zynismus und die monströsen Konsequenzen wurden selten so gnadenlos verdeutlicht wie in dem Aufstieg und Fall des jungen ( fiktiven) Kubaners Tony Montana. Als Emmigrant kommt er 1980 nach Florida und sorgt mit seiner Grossmäuligkeit und heissblütig aufbrausenden Wesensart bereits zu Anfang für Ärger bei den Behörden. Schnell jedoch versteht er die Mechanismen des schnellen Aufstiegs im Mafia- und Drogenmillieu für sich zu nutzen . Doch was ihn schnell vom Handlanger an die Spitze der Machtpositionen bringen wird, seine Fähigkeit aufzuschneiden, jeden zur Seite zu drängen, zu blenden , zu manipulieren , zu opportunieren, Konkurrenten auszuschalten , und sich auch noch die Gunst vom Liebchen des bisherigen Bosses ( lasziv : Michelle Pfeiffer) zu sichern , das erweist sich alsbald als gefährliche Achillesferse.
Besonders wenn auf dem Gifel der Macht, im goldenen Käfig Raffgier, Besessenheit und überbordene Egozentrik sich unter zunehmend unkontrolliertem Drogeneinfluß zu cholerischer Unberechenbarkeit , Verfolgungswahn und ungezügelter Brutalität wandeln.
Das Gangsterliebchen nur noch ein Drogenwrack und Tony alleine in seinem überdimensionalen vor Gold starrenden Swimming Pool , wie er voller Zorn und zugedröhnt ein Fäkalwort nach dem anderen der hoffnungslosen Leere des Daseins entgegenschleudert. Schuld, Einsamkeit und Agonie im Elfenbeinturm wurden selten drastischer in Bilder gekleidet. Dabei schafft es Al Pacino mit seinem darstellerischen Facettenreichtum uns immer wieder auch Mitleid mit seiner furchtbar seelisch verkrüppelten Figur zu entlocken, wie auch Shakespeares " Richard , der lll. " in gewisser Weise in aller tragischen Verderbnis und Grausamkeit anrührt. Ab der Hälfte des Filmepos erleben wir Stück für Stück den Weg in das, zwingend vorauszusehende schockierende Ende, das alle mit in den Abgrund reisst. Das erschaffene Machtimperium des Tony Montana ist von Anfang an dem Untergang geweiht.

Harter Tobak ist " Scarface" , durchsetzt mit wehmütigen, bittersüßen Sequenzen ( Szenen von Tony bei seiner Mutter) , die umso mehr den sinnlos tödlichen Tanz um das goldene Kalb verdeutlichen, mit oft sphärischen Überhöhungen besonders hervorgerufen nicht zuletzt durch die grandiose Musik von Giorgio Moroder, blutübergossenen Gewaltszenen. ( Die Kettensäge Folter - Szene war über Jahre hinweg in den DVD Veröffentlichungen gekürzt), und genialem Regiestil. " Scarface " ist darüberhinaus auch eine wunderbare Hommage an den Style der Achtziger Jahre. Poppig, bunt verspielt und bis auf das letzte Brusthaar aufgeknöpft die Hawai Hemden, golden funkelnd die Hals- und Armketten. Die schwüle Hitze der Miami Strände dringt bis zu uns in den Fernsehsessel, dazu der extravagante, dekadente Luxus der Bonzenvillen und das trügerisch traumhafte Panorama von Sonnenuntergängen ( das sich oft fast höhnisch und gallig auch als billiger Posterdruck an Wänden wiederfindet; als illusorische Chimäre der Freiheit ) , geben " Scarface" sein unverwechselbares Flair.
Die hier vorliegende UNGESCHNITTENE BluRay Fassung präsentiert sich in überragender Bild - und Tonqualität , sodass sich auch für Interessenten,die schon die DVD im Schrank haben das Umrüsten lohnt . Das Bonusmaterial ist umfangreich. Von Features wie- Darstellung-, -Entstehung- , unveröffentlichte Szenen usw. reicht die Palette plus anwählbare Bild in Bild Technik, die während des Films Zusatzinformationen ermöglicht.
" Scarface" - ein schweisstreibender enigmatischer Kinomythos , directed by Brian DePalma ist jede Empfehlung wert.
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am 7. August 2016
Zensurmäßig hatte es der Film nicht leicht in Deutschland. Im Kino wurde er um einige Sekunden geschnitten und später indiziert. Erst auf DVD wurde Scarface ungeschnitten veröffentlicht. 2011 wurde der Film vom Index gestrichen und ab 18 freigegeben. Der Film selbst ist ein Meisterwerk des Actionfilms und kritisiert den amerikanischen Traum. Bild und Ton sind auf Blu Ray sind toll und es gibt viele Extras.
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am 8. September 2011
ZUM FILM:
Wenn man beachtet, welchen Status "Scarface" heute in aller Welt genießt, so kann man kaum glauben, dass er zum Zeitpunkt des Kinostarts - 1983 in den USA, 1984 in Deutschland - weder von den Kritikern noch vom Publikum übermäßig euphorisch aufgenommen wurde. Der Film konnte folglich auch an den Kinokassen keinen durchschlagenden Erfolg erzielen. Ich kann mich gut erinnern, dass sich damals zahlreiche Kritiken vor allem mit der Frage beschäftigten, wie häufig das Wort "fuck" im Film fallen würde. Ebenso thematisiert wurde der hohe Gewaltfaktor. Vor allem letzterer Umstand sorgte dafür, dass "Scarface" in Deutschland auf dem Index landete. Die Folge: Auf Video und DVD war über viele Jahre nur eine stark gekürzte Fassung frei erhältlich. Nur, wer nach Filmen fragte, die "unter dem Ladentisch" liegen würden, bekam tatsächlich die ungekürzte Fassung angeboten. Diese liegt nun auch erstmals frei verkäuflich auf Blu-Ray vor, da der Film im Mai 2011 vom Index genommen worden ist.

Bei all der Diskussion um den hohen Grat der Gewalt in "Scarface" darf man nicht vergessen, dass in erster Linie eine packende Geschichte vom Aufstieg (und Fall) des aus Kuba in die USA eingewanderten Gangsters Tony Montana erzählt wird. Diese Geschichte führt den "american dream" - vom Tellferwäscher zum Millionär - in Perfektion vor. Nur, dass der "american dream" des Tony Montana mit unzähligen Leichen garniert ist, die ihm bei seinem Aufstieg zum mächtigen Drogenboss im Wege stehen.

Brian De Palmas "Scarface" ist dabei keine grundsätzlich neue Geschichte. Sie wurde bereits 1932 von Howard Hawks inszeniert. Als De Palmas "Scarface" in den frühen 80ern ins Kino kam und, wie eingangs erwähnt, nicht wirklich überzeugen konnte, erinnerten sich plötzlich viele Leute an das "viel bessere Original". Heute, knapp 30 Jahre später, erinnert sich hingegen kaum mehr jemand an das Hawks-Original. Ich denke, dies beweist sehr anschaulich, wie gut De Palmas "Scarface"-Version tatsächlich ist. Der Film steht für sich alleine und erzählt eine fesselnde wie auch tragische Geschichte, die im wesentlichen von einem grandios aufgelegten Al Pacino getragen wird.
Die deutsche Synchronisation ist wirklich sehr gelungen. Trotzdem: Al Pacinos Performance wird noch beeindruckender, wenn man den mit seiner Rolle verbundenen spanischen bzw. kubanischen Dialekt hört. Tipp an alle Zuschauer: Zumindest einmal testweise die Sprachfassung wechseln.

ZUR BLU-RAY:
Das Bild ist wirklich eine Augenweide. Wer die DVD besitzt und das Blu-Ray-Bild sieht, wird die DVD postwendend einmotten oder verkaufen. Ich bin platt, wie scharf und detailliert das Bild über weite Strecken ist. Auch die Farbgebung ist sehr natürlich. Die größte Freude bereiten jedoch der sehr gelungene Schwarzwert und der zumindest gute Kontrast. Das Bild wirkt dadurch oftmals recht plastisch, wenngleich in dunklen Szenen öfters Details verlorengehen. Alles in allem kann man dem Bild in Anbetracht seines Alters eine überdurchschnittliche Qualität zusprechen.

Beim Ton sieht es hingegen nicht mehr ganz so gut aus. Der deutsche Ton liegt in DTS 2.0 = Stereo vor. Erschwerend kommt bei "Scarface" hinzu, dass das Basismaterial meines Wissens nach urspünglich eine Mono-Tonspur gewesen ist. Durch die 2.0-Tonspur werden zwar so etwas wie Stereoeffekte erzielt. Jedoch wirkt das mehr wie ein über zwei Kanäle ausgegebener Mono-Sound. Das Ergebnis enttäuscht zudem weitestgehend in Sachen Dynamik, Höhen und Bass.
Die englische DTS-HD 7.1-Tonspur klingt zwar räumlicher und frischer, ist jedoch auch von aktuellen Produktionen meilenweit entfernt. Vor allem sind für meinen Geschmack die Surrounds zu laut abgemischt, so dass man das Gefühl hat, einen Sound mit zu viel Hall zu hören. Merke: Auch der beste Upmix wird immer nur ein Kompromiss bleiben.

Ich besitze die für Sammler sicher interessante, limiterte Holzbox. Enthalten sind darin mehrere Bildkarten, mehrere Dollars mit Tony Montanas Konterfei, eine nachgebildete "green card" im Kreditkartenformat und ein schönes Booklet. Für Fans mindestens ebenso interessant ist das umfangreiche Bonusmaterial. In zahlreichen Dokumentationen wird detailliert auf die Entstehung von "Scarface" und dessen Entwicklung zu einem Kultfilm eingegangen. Besonders die 38-minütige Doku "Das Scarface-Phänomen" macht deutlich, wie stark der Film mittlerweile in der modernen Kultur verankert ist und wie oft er von anderen Stellen zitiert wird.
Eher dem Bereich "Spielerei" zuzuordnen ist die U-Control-Funktion. Ist diese während des Films aktiviert, kann man sich u.a. die Anzahl der gesprochenen F-Wörter und die Anzahl der abgeschossenen Patronen einblenden lassen. Die beiden Summen werden parallel zur Handlung aktualisiert.

FAZIT:
Der Film ist überragend! Die Blu-Ray kann hingegen nur beim Bild und beim Bonusmaterial weitestgehend überzeugen. So macht es eine große Freude, "Scarface" anzuschauen, jedoch weniger Freude, ihn auch anzuhören. Aufgrund des Ausgangsmaterials muss sich jedoch jeder Zuschauer im Klaren darüber sein: Besser wird der Film vermutlich nie klingen. Auch wenn das Ergebnis nicht brauschend ist.
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am 27. Dezember 2012
Ich begreifs nicht wie Amazon hier bei den Blu Ray Versionen von Scarface Rezensionen einblendet die zur alten DVD Version gehören, die Cut ist ?!? So werden mögliche Kunden vergrault die sich die beiden "hilfreichsten" Rezensionen durchlesen und glauben auch die Blu Ray wäre geschnitten !

Also nochmal, die ab 18 freigegebenen Blu Rays von Scarface sind alle uncut ! Nur bei den DVDs muss man aufpassen hier gab es frei verkäuflich nur die verstümmelte 16er Version, die ungekürzte Version musste man unter der Ladentheke kaufen. Mittlerweile ist Scarface jedoch nicht mehr indiziert in der uncut Version und ab 18 freigegeben, deshalb kann man ihn nun auch ganz normal in der ungeschnittenen Version auf Blu Ray erwerben oder sogar im Fernsehen anschauen.

Die Blu Ray ist im übrigen absolut gelungen und sollte in keiner Sammlung fehlen !
44 Kommentare| 138 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden


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