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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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4,2 von 5 Sternen
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am 8. November 2007
wie rasend komisch (eigenbeschreibung) dieser roman ist, könnte man sofort feststellen, wäre die obige leseprobe nur ein ganz klein wenig länger. da wird nämlich beschrieben, wie klein-henni das geld verliert und daraufhin von seinem vater solange mit einem teppichklopfer geprügelt wird, bis ihm "das blut über die oberschenkel läuft". der vater erschlägt bald darauf hennies schwester, aber keine angst, DAS wird dann eh nur mehr so nebenbei erwähnt und außerdem stirbt der bösewicht ja auch im knast.
rasend komisch, oder?
in dem ton geht es zwar nicht weiter, aus klein-henni wird groß-henry und der ist leider komplett durch den wind, völlig verantwortungs- und gedankenlos, oberflächlich und, zumindest mir, absolut unsympathisch. ansatzweise humorig wird es, wenn henrys leben beschrieben wird und man merkt wieder einmal, daß es doch noch leute gibt, die noch weniger auf die reihe kriegen als man selbst. wenn letztendlich doch alles gut ausgeht, so ist das definitiv nicht der verdienst des "helden"!
die witzchen kommen hauptsächlich aus den beschreibung ("das auto roch wie der schließmuskel eines toten", "es müffelte wie ein penner im schritt"...) und aus den zahlreichen mißgeschicken der hauptfigur. wer darüber lachen kann, dem sei dieses buch wärmstens empfohlen.
wirklich zugute halten muß man dem autor, daß er schreiben kann, seine formulierung sind nicht nur ausgefeilt, seine sätze haben mitunter halbseitenlänge.
wer kaminer mag, wird auch mit liehr wahrscheinlich glücklich. witziger ist aber sedaris, stilsicherer hornby und regeners figuren wachsen einem schneller und dauerhafter ans herz.
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am 13. März 2006
Henry Hinze, Neuköllner Taxifahrer und überzeugter Pilstrinker, im magischen und zugleich kritischem Alter eines Mannes – von 30 Jahren – schlägt sich mehr schlecht als recht durch sein etwas verwursteltes Leben. Zusammen mit dem Musikjournalisten Walter und dem langnasigen Computer- und Platinentüftler Gonzo wird eine gemeinsame WG bewohnt, in der es manchmal drunter und drüber geht. Hier wird nicht nur tagtäglich Askie-Buchstabensuppe aus dem FiFo-Markt gelöffelt, sondern wild diskutiert und vor allem...tief ins Glas geschaut.
Als Henry jedoch eines Morgens nach einer – wie soll es auch anders sein – durchzechten Nacht plötzlich Andrea neben sich im Bett liegen hat, scheint sich in seinem bisher so nutzlosen Leben doch noch etwas zu entwickeln. Andrea, jene Bedienstete aus dem Wohnzimmer, der Stammkneipe des besten Freundes Harry, der seine Deadline laut der Ärzteschaft schon längst überschritten hat und praktisch nur noch in den Tag hinein lebt, um seiner HIV-Erkrankung zu trotzen und die letzten Tage zu genießen. Doch auch diese Tage scheinen gezählt, denn Harry wird schon bald ins Krankenhaus eingeliefert. Und plötzlich wird alles anders... Denn jetzt ist Polen offen!
Ein fantastischer Roman, der nicht nur erquickend und äußerst humorvoll geschrieben ist, sondern zugleich das chaotische Leben einer Berliner Wohn- und Trinkgemeinschaft widerspiegelt, dessen Sinn des Lebens noch immer als offene Frage im Raum steht.
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TOP 1000 REZENSENTam 23. Juni 2013
Grundsätzlich neige ich nicht dazu, auch noch die 329. Bewertung zu schreiben, wenn ohnehin schon genügend
brauchbare Rezensionen vorhanden sind, aber in diesem Fall mach ich's doch, weil etliche Rezensenten diesem
Buch einen vermeintlichen Tiefgang zuschreiben, den's aber nicht gibt!
Ich verfasse deshalb auch keine Inhaltsangabe, sondern bewerte hauptsächlich den Stil, in dem das Buch
verfasst wurde.

Es mag zwar eine recht kreative Idee sein, ständig zwischen den Zeiten hin und her zu springen, aber man kann's
auch übertreiben.
Mal ist man in Henrys frühester Jugend unterwegs, 2 Seiten weiter plötzlich 30 Jahre später, wieder 2 Seiten weiter
ist man dann 3 Jahre zuvor gelandet, um sich dann durch wochenweise Zeitverschiebungen zu plagen.
Das ist lästig und nervt (auch wenn's wenigstens zum Mitdenken anregt)!

Das, was einige Rezensenten als Tiefgang betrachten, nämlich die ständige Sauferei Henrys, kommt zu billig rüber!
Sorry, aber so etwas sehe ich nicht als philiosophische Ergüsse eines Autors an!
Da kann ich genauso gut irgendein Klatschblatt aufschlagen, das pseudo-wissenschaftliche Lebensweisheiten auf Lager hat.

Ansonsten ist die Handlung sehr einfach gestrickt und durchschaubar. Leichte Kost fürs Strandliegen.
Hin und wieder hatte ich das Gefühl, dass Liehr im Fremdwörterlexikon nachgeschlagen hatte, um absichtlich
Wörter einzubauen, bei denen die Hälfte der Leserschaft wahrscheinlich ein solches Lexikon zu Rate ziehen muss.
Eigentlich eine ziemlich unnötige Aktion, um beweisen zu wollen, welch großartiger Autor Liehr wäre (Anm.: ich gehe
davon aus, dass Liehr für diese Wörter kein Lexikon benötigt - unnötig ist's trotzdem).

Weshalb das Buch dennoch 3 Sterne von mir erhält: es ist teilweise recht witzig geschrieben und gerade in jenen
Banalitäten, die Liehr oft lange und kompliziert beschreibt, erkennt man sich oft selbst wieder.

Wie gesagt: leichte Kost, wenn man entspannt etwas lesen will ohne viel dabei nachdenken zu müssen.
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Henry und seine Freunde Walter und Gonzo wohnen zusammen in einer WG und leben praktisch von einem Tag zum anderen. Highlights sind das gemeinsame Einkaufen und Besuche in der Kneipe ihres Freundes Harry. Gelegentlich treffen sie Freunde und Frauen, aber kaum jemand bleibt für länger. Bis Henry eines Morgens neben seiner Eigentlich-Nur-Freundin Andrea aufwacht ...
Der Roman ist eine herrliche Geschichte über drei völlig verkorkste Freunde und ihr ebenfalls ziemlich chaotisches Umfeld. Schon beim Lesen der ersten Seiten fühlte ich mich an den Dude und seine Freunde Lennie und Walter erinnert. Fehlten nur noch ein vollgepieselter Teppich und Fahrten zur Bowlingbahn. Aber auch wenn die bis zum Ende hin ausbleiben, war das Lesen des Buchs ein voller Genuss. "Idiotentest" enthält die Hornby-typischen Geschichtenelemente und auch die Tom-Liehr-üblichen einige Jahre zuvor spielenden Kapitel. Noch dazu ist das Buch einfach herrlich geschrieben und besitzt jeder Menge Wortwitz. Von daher: volle Empfehlung für eine leichte Unterhaltung zwischendurch.
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am 11. August 2011
Ich habe für meinen Urlaub ein lustiges, leichtes Buch gesucht und nachdem ich bereits "Pauschaltourist" gelesen und einfach humorvoll und unterhaltsam fand, habe ich mir dieses Buch gekauft.

In der Anfangsszene schildert der Protagonist ein Erlebnis aus seiner Kindheit, das alles andere als witzig ist und nahtlos geht die Geschichte Jahre später mit einer Beerdigung weiter. Und es sollte nicht die letzte Beerdigung in dem Buch sein...

Der Taxifahrer Henry auf der Suche nach Freundschaft, Liebe und dem Sinn des Lebens in einer Geschiche, die wirklich gut geschrieben ist, die dramatisch und einfühlsam ist, traurig, rührend, und ja, natürlich in vielerlei Hinsicht lustig.

Wenn man sich bewusst ist, was einen erwartet, nämlich definitiv KEIN locker-leichtes humorvolles Sommerbuch, sondern ein größtenteils ernstes und nachdenkliches Buch mit humorvollen Stellen, dann definitiv ok!
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am 19. März 2014
Auch ich habe mir das Buch aufgrund der recht lustigen Leseprobe bestellt. Und wurde beim Lesen immer trauriger, die Kindheit, die Lebensumstände von Henni... Und auch der Rest...gab mir selbigen (also, den Rest). Als "Problembuch" sicher supergut. Wäre es als "schwere Kost" mit einer Prise Humor bewertet, hätte ich vorgewarnt gelesen. Und wohl auch den Galgenhumor gut gefunden. So aber - als erhoffte Aufmunterungs-Lektüre in einer persönlich traurigen Zeit - lief es völlig schief...
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am 6. Februar 2014
Da ich schon einiges von Tom Liehr gelesen habe hat mich auch dieses Buch wieder überzeugt.
Ich mag die Art wie Liehr Menschen und ihr Verhalten beschreibt. Der Roman hält einige überraschende Wendungen bereit und ist zum Glück nicht wie im Klappentext beschrieben sondern viel tiefgründiger.
Freue mich schon auf alles weitere vom Autor.
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am 31. Mai 2014
Tom Liehe habe ich schon besser erlebt. Vor allem bei Pauschaltourist. Da konnte er mich halbwegs animieren, andere Bücher von ihm zu lesen. Bei diesem wäre der Stopp nach dem ersten Exemplar gewesen.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. September 2005
Henry Hinze wacht eines Morgens auf und sieht Andrea in seinem Zimmer. Nackt. Das muss ein Traum sein, Dabei haben sie sich geschworen, nichts mit jemandem aus dem „Wohnzimmer" anzufangen. „Sie" das sind die drei Bewohner der Neuköllner WG, neben Henry der Musikjournalist Walter und der Computerfreak Gonzo. Und Andrea ist Bedienung in ihrer Stammkneipe, dem „Wohnzimmer". Im Wohnzimmer trifft man die drei öfter als in ihrer WG.
Andrea wird zum Problem. Henry hat nichts gegen Frauen in seinem Bett, jedenfalls dann nicht, wenn sie oft wechseln und bald wieder verschwinden. Alles andere macht ihm Angst. Und Andrea ganz besonders. Denn die sieht er - das lässt sich nicht vermeiden - jeden Abend. Sein sorgfältig ungeregeltes Leben, das er zwischen „Wohnzimmer", Taxifahren und One-night-stands aufgeteilt hat, gerät in Unordnung. Was sagt man in solchem Fall, wie verhält man sich? Im ungeschriebenen Verhaltenscodex des Coolseins findet sich dafür kein Eintrag.
Dann wird sein bester Freund Harry ins Krankenhaus eingeliefert. Es sieht nicht gut aus. Und Henrys Strategie, im Zweifelsfall Nichts zu tun, bricht zusammen. Plötzlich muss er handeln.
Romane über Männer, die nicht erwachsen werden wollen und diesen Wunsch mit viel Alkohol zu verwirklichen suchen, gibt es viele. Schon Karl May hat mit dem blau-rotem Methusalem ein Exemplar davon porträtiert. Nick Hornby („High Fidelity") und Sven Regener („Herr Lehmann") haben die aktuelle, „coole" Variante beigesteuert.
Natürlich tritt vieles davon auch in diesem Buch auf: Die Entschlusslosigkeit, der Stolz auf die eigene Unabhängigkeit, die ganz eigene Szene im „Wohnzimmer". Das ist nicht neu, aber dafür sehr witzig erzählt. Doch so ab Seite 60 steuert der Autor in diesem Buch einen eigenen Kurs. Da entfaltet sich Henrys ureigenste Geschichte. Und die hat der Autor wirklich gut dargestellt. Lebendige Personen, eine Schreibe, die zur Geschichte passt und vor allem sein Witz fesseln den Leser und bieten ein Leseerlebnis der ganz eigenen Art. Nach meiner Meinung deutlich besser als „Herr Lehmann". Es gibt eben auch in Deutschland Autoren, die erzählen können.
Fazit: Weit weg von cooler Ich-Bespiegelung oder von literarischer Unverbindlichkeit wird hier gekonnt eine Geschichte erzählt, die Hornby durchaus gleichwertig ist. Unbedingt empfehlenswert.
(C) Hans Peter Roentgen
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am 3. Januar 2006
"Idiotentest" hat zwei wesentliche Stärken:
Ich habe auf jeder einzelnen Seite zwei bis drei Formulierungen gefunden, die ich so noch nirgendwo gelesen habe, die ich immer wieder lesen möchte und die die Figuren ungewöhnlich lebendig und Henry Hinzes innere Welt so plastisch und greifbar machen, dass mir zwischendurch die Idee kam, der Autor könnte ein Tom-Liehr-Wörterbuch zusammenstellen. Es wäre etwas wirklich Neues und für sich allein vergnüglich und spannend zu lesen.
Die zweite Stärke liegt für mich in der Emotionalität dieses Romans. Ich glaube, es wäre nur wenigen Schriftstellern gelungen, bei einer von "That's what friends are for" untermalten Beerdigungsszene den Pathos zu umschiffen – Tom Liehr schafft das mit leichter Hand, ohne zynisch oder schnodderig zu werden: Lichtjahre von Kitsch entfernt berührt seine Einfühlsamkeit.
Unbedingt empfehlenswert!
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