Amazon-Fashion Hier klicken Anki Bestseller 2016 Cloud Drive Photos Learn More Mehr dazu Fire Shop Kindle AmazonMusicHeleneFischer GC HW16

Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
4
3,5 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
3
3 Sterne
0
2 Sterne
1
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 25. Dezember 2011
Inhalt
Es ist an der Zeit, die Geschichte des Irdisch-Romulanischen Kriegs weiter zu erzählen - oder gleich zu Ende. To Brave the Storm, der zweite Teil der Romulan War-Epik, holt den Leser exakt dort ab, wo Beneath the Raptor's Wing sein fortläufiges Ende sah.

Wir erinnern uns: Dort bekamen wir bereits die zentrale Begründung dafür geliefert, weshalb der Irdisch-Romulanische Krieg zu seinem eigentümlichen Namen fand, obwohl doch im Vorfeld seines Ausbruchs eine Koalition der Planeten geschmiedet wurde und eben dieses Bündnis den Romulanern den Krieg erklärte. Kaum schlug jedoch der Konflikt mit den gesichtslosen Feinden so richtig los, waren es ausgerechnet die Vulkanier unter Führung T'Paus, die sich aus dem Kriegsgeschehen zurückzogen und der Sternenflotte die Unterstützung ihrer mächtigen Flotte verweigerten. Bedingt durch die syrannitische Ideologie, die sich auf Suraks Logik des Gewaltverzichts beruft, wurde die schicksalhafte, politphilosophische Wende des Planeten, die wir in der vierten Staffel von Enterprise verfolgen durften, zum Dogma und zur Urkatastrophe in der Auseinandersetzung mit dem Sternenimperium.

Wenige Monate im Krieg, steht die Erde also plötzlich ziemlich alleine da, denn der vulkanische Isolationismus hat auch bei den Andorianern und Tellariten ein Innehalten ausgelöst: Warum sollen sie ihre Verbände verheizen, während sich die Vulkanier zurücklehnen und zusehen? Die Zeit gleichwohl rinnt der Erde unerbittlich davon, denn die romulanische Gefahr kommt näher und näher.

Also muss sich Archer etwas einfallen lassen: Auf der Suche nach neuen Verbündeten stattet er Qo'noS einen Besuch ab, doch seine anfänglichen Hoffnungen, der Hohe Rat ließe sich vielleicht mit ein paar guten Argumenten auf seine Seite ziehen, werden rasch zerschlagen. Dabei scheint es weniger die grundsätzliche Antipartie der Klingonen zu sein als politische Umstände, die das Reich zu Konsolidierung, sprich zu einer Beschäftigung mit sich selbst, zwingen. Ironischerweise tragen auch die gesellschaftlichen Veränderungsprozesse, die mit der Heilung des Augment-Virus durch Archer und seine Leute in die Wege geleitet worden sind, ihren Teil zur Verweigerungshaltung der Klingonen bei.

So ziehen Captain und Kohorten frustriert ab - und brauchen schleunigst eine neue Strategie. Da absehbar ist, dass die Romulaner ihre Abwehrreihen auf kurz oder lang durchbrechen werden, konzentriert das Oberkommando die Kampfverbände nun viel näher am Sol-System. Währenddessen erhält die Enterprise freie Hand und soll sich nach jemand anderem umsehen, der bereit ist, die Menschen zu unterstützen.

Während die Enterprise auf der Suche nach neuen Freunden das All durchkämmt und die feindlichen Flotten unerbittlich vorrücken, besitzt die Sternenflotte immer noch keine wirkungsvolle Abwehr gegen die Fernsteuerungswaffe der Romulaner, die imstande ist, die eigenen Schiffe gegen einen selbst zu richten. Zudem scheint sich das Zeitfenster, das Geheimagent Trip Tucker auf seiner ersten Mission durch die vorläufige Vereitelung eines technologischen Durchbruchs der Romulaner erkaufte, zu schließen: Bald schon könnten sie über leistungsfähige Warp-sieben-Schiffe verfügen. Das wäre dann wohl der Todesstoß für die Erde.

Indes befindet sich Trip weiter als Spion auf Vulkan. Doch gerade als er annimmt, seine dortige Mission habe ein Ende gefunden, wird er vom V'Shar erneut konsultiert und auf eine dringliche Mission in romulanischen Raum entsandt. Für ihn beginnt erneut eine lebensgefährliche Mission, deren Ausgang die Zukunft der Erde mitentscheiden wird...

Kritik
Im Laufe der vergangenen Jahre wurde immer mehr absehbar, dass der Enterprise-Relaunch bei Pocket Books unter die Räder gekommen ist. Zumindest genoss er keine große Priorität mehr. Vielleicht trug auch das Zerwürfnis des ehemals sehr erfolgreichen Autorentandems Mangels und Martin das Seine dazu bei. Jedenfalls ist aus der Ankündigung, dem genuinen Irdisch-Romulanischen Krieg immerhin eine Trilogie zu widmen, nichts geworden. Mit dem zweiten Teil, To Brave the Storm, ist nicht nur ein Buch entstanden, das mit rund 300 Seiten bestenfalls durchschnittlichen Umfang aufweist - es wickelt diesen elementaren Konflikt der Erd- und Föderationsgeschichte auch mal eben ab und setzt die Handlung vom Sommer 2156, wo die Kämpfe gerade so richtig zu toben anfingen, bis sage und schreibe 2186 fort.

Den eigentlichen Krieg gegen die Romulaner erlebt der Leser damit höchstens im Vorspulmodus, was angesichts des weiten Ausholens zu Beginn des Enterprise-Relaunch mit den Werken The Good That Men Do und Kobayashi Maru im Rückblick schlichtweg unverständlich ist. Schon hier wird klar: Eine derartige Auflösung der Serienfortsetzung muss scheitern, denn der Raum ist weder für spannende politische und militärische Wendungen noch für Charakterentwicklung gegeben.

Schon der erste Teil, Beneath the Raptor's Wing, war eine herbe Enttäuschung: Er krankte schwer daran, dass er zwischen Ereignissen sprang und dabei viel zu nüchtern und kühl über die wohl dramatischsten Tage im Leben der Menschheit hinwegging. Was bei To Brave the Storm letztlich herauskommt, ist da kaum besser, doch diesmal liegt dies nicht an einer uninspirierten Schreibweise und technokratischem Kleinklein über Flotten und Systeme, sondern besonders an den quantitativen Limitierungen des abschließenden Buches.

Michael A. Martin kämpft demnach einen aussichtlosen Kampf, aber zu Beginn macht er das wenigstens mit Stil. Tatsächlich ist der Auftakt von To Brave the Storm der durchaus gelungene Versuch, ein wenig Boden gutzumachen. Der Leser blickt Archer dabei über die Schulter, wie er mühsam bestrebt ist, durch Gutmenschentaten einige neue Verbündete für den Kampf gegen Romulus an Land zu ziehen. So dramatisch diese Stunden im All sind, so wenig jedoch tragen sie letztlich etwas zum Vorankommen der allgemeinen Handlung bei, denn die Bemühungen der Enterprise sind nicht gerade von Erfolg gekrönt. Zumindest gibt es in diesem Abschnitt die Gelegenheit, einige Figuren zu beleuchten...wobei ich das Gefühl habe, dass Archers Tief angesichts der Kobayashi Maru-Zwischenfalls schon etwas zu lang anhält und im Zuge des letzten Romans auch zu sehr darauf herumgeritten wurde.

Trips Fehlen auf der Enterprise ist immer noch wie eine offene Wunde, denn abgesehen von Archers Selbstmitleid ist dort nur noch wenig, was die Crew lebendig herüberkommen lässt. Allgemein scheint sich die Transformation zum Mann hinter den Kulissen bislang nur bedingt gelohnt zu haben. Dennoch: Umso mehr ruhen unsere Hoffnungen nun auf dem zweiten dauerhaften Handlungsbogen, der Trips Agentenabenteuer weiterspinnt. Vielleicht passiert ja hier mal etwas Markerschütterndes. Doch weit gefehlt: Leider gibt auch im Plot des ehemaligen Chefingenieurs keine echten Lichtblicke zu vermelden. Überhaupt fragt man sich, wie es kommen konnte, dass Trip auf halbem Weg von einem Sektion-31-Spion zu einem Dienstleister des vulkanischen Geheimdienstes umrekrutiert wurde. Was aber wirklich störend ist, das ist der allzu offensichtliche Versuch, Trips Handlungsbogen zu einer entscheidenden Größe im Krieg hochzustilisieren. Da jedoch mangels nötiger Kreativität nur just another spy mission dabei herauskommt, ist dieses Bemühen von vorneherein unglaubwürdig.

Je weiter das Buch voranschreitet, desto mehr reißt der Faden zu den Figuren ab, und auch die Handlung wird mit jeder Seite sprung- und lückenhafter. Wo sich Beneath the Raptor's Wing mit der umfunktionierten (Front)Reporterin Gannet Brooks wenigstens darum bemühte, das Kriegsgeschehen möglichst ausführlich zu dokumentieren, dem Leser durch historische und stellarkartographische Einordnungen das Verständnis zu erleichtern, kann sich To Brave the Storm solche Detailarbeit nicht mehr leisten.

Das Leben auf der Erde, die Entscheidungen in Politik und Sternenflotte, die Abläufe an der Kriegsfront... All das geht unter, und es gibt nur einige klägliche Versuche, das wilde Galoppieren der Handlung durch ein paar nichtssagende Zwischenszenen zu kaschieren, in denen die Enterprise ihren Teil zum Kriegsgeschehen beiträgt. Alles, was wirklich interessant gewesen wäre - allem voran die Frage, warum die allein kämpfenden Menschen so lange gegen die übermächtigen Feinde durchzuhalten imstande sind -, wird nicht thematisiert. Ernüchterung auf ganzer Linie.

Dass es aber noch schlimmer geht, dass das Buch in den absoluten Qualitätskeller abstürzen kann, beweist die letzte große Schlacht im Krieg, der legendäre Kampf im Cheron-System. Hier passiert nichts, was in irgendeiner Weise spannend oder interessant wäre. Der Leser sieht sich einem Eiertanz der beiden Flotten ausgesetzt, der eine Entscheidung lediglich hinauszögert, bis sich die Vulkanier doch endlich dazu durchringen, ihre menschlichen Verbündeten nicht im Stich zu lassen - und mit ihrer mächtigen Flotte und samt Andorianern und Tellariten anrücken.

Meine Meinung zu diesem sogenannten Showdown: Völlig uninspiriert und dermaßen enttäuschend, dass der Leser im Grunde keinerlei Mehrwert hat, wenn er sich den Enterprise-Relaunch anstelle eines kompakten Memory Alpha-Artikels durchliest. Total unglaubwürdig finde ich, dass gerade die Vulkanier - selbst, wenn sie an die Seite der Menschen zurückkommen - der ultimative Schlüssel zum Sieg sein sollen. Die Romulaner immerhin sind um ein Vielfaches mächtiger. Dass gerade der Einsatz der vulkanischen Flotte Rettung verspricht, erscheint mir als die größte und platteste Lüge der Star Trek-Historie.

Vor den Kopf gestoßen wird man zudem durch die Rolle Trips, die alles ist, nur nicht kriegsentscheidend. Hier kommen wenig Entfaltungsspielraum, spürbare Hektik, wenig Kreativität und schlechtes Handwerk merklich zusammen und verdichten sich zu Frustration und Wut. Da können selbst die durchaus sinnhaltigen Darlegungen zum anschließenden Waffenstillstand und zur Einrichtung einer Neutralen Zone den Bock nicht mehr fett machen, denn wir befinden uns bereits im Ausklang der Epik.

Unter dem Strich muss ich sagen, dass kaum eine Serienfortsetzung so brutal enttäuschend war wie der Enterprise-Relaunch. Abgesehen von einer provokanten Grundidee, die Geschichte aus Dies sind die Abenteuer zu revidieren und Trip zu einem Geheimagenten umzufunktionieren, war das Projekt alles in allem eine riesige Luftnummer. Die Charaktere konnten kaum weiterentwickelt werden (das gilt auch für den Antagonisten Valdore), der Konflikt mit den Romulanern verkam bestenfalls zur Dokumentation eines interstellaren Schachspiels mit nur wenigen Höhepunkten. Am schlimmsten empfand ich persönlich, dass die eigentliche Begründung, diese Kriegsjahre ,Irdisch-Romulanischer Krieg` getauft zu haben, bei den Vulkaniern gesucht wird, die sich nichts weiter als auf einem weltfremden Philosophiekurs verirren und dann doch in letzter Minute einsehen, dass es besser wäre, gegenüber einem Surak-Dogmatismus Pragmatismus walten zu lassen, um die Koalition zu retten.

Immer wieder wurde gesagt, der Krieg gegen die Romulaner hätte erst das Bewusstsein für die Errichtung einer weitreichenden Interspeziesallianz wie der kommenden Föderation begründet. Doch so, wie der Konflikt gegen die Romulaner in Szene gesetzt wurde, gab es kein gemeinsames Durchleben dieser Bedrohung, nichts, was weithin zusammenschweißt, Gemeinschaftsgeist und große politische Visionen schüren könnte. Wo soll also der Stein für die Begründung eines interstellaren Völkerbundes gelegt worden sein? Nachdem ich Jahre gewartet und mich durch fünf Enterprise-Relaunch-Wälzer gekämpft habe, denke ich: Manche Geschichten sollten vielleicht doch besser unerzählt bleiben. Man würde Star Trek einen Gefallen tun.

Fazit
Das war's, alle einpacken, der Krieg ist vorbei. Wie bitte? Der Leser fühlt sich verschaukelt, denn wenn er To Brave the Storm aufschlägt, ist er im Sommer 2156, am Ende der rund 300 Seiten befindet er sich bereits Dekaden nach Gründung der Föderation. Man reibt sich verwundert die Augen. Und tatsächlich bleibt nicht viel übrig, wenn man die Irrungen und Wirrungen um versagte klingonische Hilfe und Archers vergebliche Suche nach neuen Bündnispartnern außen vorlässt.

Das ist jedoch nicht das einzig Schlimme an dem Buch: Die Erklärungen und Charakterzeichnungen, die es anbietet, sind kaum etwas wert. Am Ende fragt man sich, warum man zu Beginn der Fortsetzung Trip Tucker umfangreich wieder zum Leben erwecken musste, wenn er letztlich nur wenig zum großen Sieg über die Romulaner beitragen konnte. Die Auflösung, die To Brave the Storm anbietet, ist vor allem eines: uninspiriert. Aber sie ist eben auch viel zu kurz.

Für mich ist der Enterprise-Relaunch an dieser Stelle gelaufen. Außer den Schritten zur Konsolidierung der neuen Sternenflotte und einer Schilderung der ersten Herausforderungen der jungen Föderation sehe ich weder weiteres Potenzial noch Daseinsberechtigung für dieses Projekt, das bei mir durch die Bank nur Enttäuschungen produzierte. Es ist traurig, dass Enterprise nicht einmal in seinem literarischen Nachleben etwas von dem Ruhm erhaschen durfte, der Archer und Co. zu Serienzeiten verwehrt blieb.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Januar 2012
Die Geschichte des Romulanischen Krieges findet in diesem Buch ihr Ende. Die zwei Handlungsstränge werden sauber zusammengeführt. Die Schilderung der Endschlacht ist gut, auch wenn Einzelheiten ein wenig zu kurz kommen. Meist gibt es kleine Zeitsprünge, welche mit dem Verlust des halben Kampfverbandes einhergehen und die Schlacht nun in ihre Entscheidungsphase übergeht. In diesem Bereich gibt es sicherlich bessere Star Trek Bücher z.B. die Destiny Triologie. Deshalb 4 Sterne.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. September 2013
diese fiktive Entwicklung von Starfleet und der Föderation macht Sinn. Die Menschheit kann nicht einfach so in's All vorstossen und hoffen, dass überall nur "Friede, Freude, Eierkuchen" existiert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Following the Kobayashi Maru-disaster and facing the build-up of the Romulans against Earth the other members of the Coalition stand back from their military obligations and let Earth face the Empire alone. And so a pre-war of espionage and diplomacy ensues that finally culminates in bigger and bigger battles.

Interesting finish for the Romulan-Wars-series.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden