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Kundenrezensionen

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am 31. Juli 2011
Wer hätte gedacht, dass Hitchcock ein Meister im Fach der Komödie war? Ich jedenfalls nicht, bis ich zufällig auf diesen Film stieß, der leider auch die einzige Komödie des Meisterregisseurs blieb. Vielleicht macht aber auch gerade das diesen Film so einzigartig und lustig. Die Eheprobleme eines jungen Paares werden hierbei mit soviel Witz und Charme dargestellt, dass sich mancher Film aus der heutigen Zeit eine Scheibe davon abschneiden könnte. Schon allein wegen der wundervollen Carole Lombard sollte jeder Screwball-Liebhaber sich diesen Film ins heimische Regal stellen!
Schade ist lediglich -und wie sollte es auch anders sein- , dass es keine Extras zum Film gibt. Aber daran sind wir Schwarz-Weiß-Film-Liebhaber ja schon gewöhnt...
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. Oktober 2011
Hitch goes screwball - und hat einen Film geschaffen, an dem sich die selbsternannten Exegeten die Zähne ausbeißen. Fründt ist auf der Suche nach Hitchismen und spürt ein paar bissige Bemerkungen über die Ehe als solche auf (die aber ohnehin genretypisch sind). Spoto schreibt bei allem Respekt total widersprüchlichen Blödsinn, weil er ERST meint, das Spiel der Hauptdarsteller rette den Film vor der Langeweile, und DANN, dass ihn ausschließlich Hitchs Regie rette. Der Meister selbst, der immer auch sagte, was sich gut verkaufen ließ, hielt den Film klein, vielleicht war so seine Marke eher außer Gefahr. Frank Schnelle hat es noch am besten getroffen, der eine gute, aber nicht überragende Komödie ausmachte, die man nicht zu hoch hängen sollte.

Ja, das alles ist recht nett, gelegentlich von bemerkenswerter Detailfreude. Der Beginn ist pures Ausdruckskino ohne Worte. Carole Lombards Blick aus dem Ehebett heraus (aha, man dufte im US-Film des Production Code eines haben, aber nicht ZUSAMMEN drin liegen???) ist Verheißung und Zurückhaltung/Geheimnis zugleich, einer dieser magischen und magisch schönen Kinoblicke, wie sie nur die siebte Kunst generieren kann. Ann Smith (Lombard) lässt David Smith (Robert Montgomery) wohl nicht ran bzw. rein, genießt es auch, ihn zappeln zu lassen, hat ihn aber eigentlich schrecklich gern und will ihn. In der Tat - die beiden versöhnen sich nach einem Streit wieder und praktizieren seltsame Eherituale, von denen eines die unbedingte Ehrlichkeit ist. "Wahrheit oder Pflicht" für Große, sie fragt ihn, ob er sie noch einmal heiratete. "Nein." Trotz einer Erklärung, dass seine Frau phantastisch sei, aber die Ehe zu sehr einenge: Man muss Lombards kurzzeitig versteinertes Gesicht einfach gesehen haben (und malt sich aus, welche großartige vielseitige Karriere, vielleicht auch im ernsten Fach, ihr noch hätte bevorstehen können, wenn sie nicht bald den Tod bei einem Flugzeugabsturz gefunden hätte). Wenig später wird das Hypothetische zur Realität: Aufgrund des üblichen Zuständigkeitswirrwars im Grenzgebiet zweier US-Staaten (wie es das auch in "The Bride Came C.O.D." gibt), sind die Smiths gar nicht verheiratet. Herrlich reden die entsetzten Eltern um den Brei herum, also um "das", was ja offenbar schon vor der "Legalisierung" geschehen ist. Und was David gleich mal wiederholen möchte, und zwar OHNE die Trauung zuvor nachzuholen. Er schreibt den für ihn seltsamen Namen seiner vermeintlichen Frau auf ein Blatt, "Miss Ann Krausheimer", und ändert das "Miss" in "Mistress", so dass er nicht nur eine Ehefrau, sondern auch eine Geliebte ("mistress") will. Diese ist aber entsetzt, dass er nicht sofort die Trauung nachzuholen gedenkt und stattdessen einen auf romantischen Verführer macht, und möchte die Trennung. Also eigentlich wegen nichts, und damit sind wir schon im Screwballcomedysubgenre der Beinahescheidungsfilme. "Mr. und Mrs. Smith" kann mit einem Brüller wie "The Awful Truth" (1937) nicht mithalten, der maßstabsetzend war und an den sich der hier besprochene Film ein bißchen zu eng anlehnt. Sicherlich, auch er legt die Paarbeziehungen halbwegs genau unters Messer (und seine Vorliebe für Messer und Rasierklingen mag dann doch mal ein Hitchismus sein). Aber trotz einiger spaßiger Momente, einer hinreißenden Carole Lombard und einem guten, spitzbübischen bis düpierten Robert Montgomery fährt der Film oftmals mit angezogener Handbremse. Ein Dialogfeuerwerk wie bei Hawks, Sturges, Mankiewicz oder eben auch Leo McCareys "The Awful Truth" fehlt weitgehend. Hier ist vieles nett, aber nicht sprühend, stilistisch wie inhaltlich. Das fast an ein Kinderlied erinnernde, allzu oft eingesetzte musikalische Leitmotiv setzt einen allzu offensichtlichen "Achtung, Komödie"-Akzent, mit einer einchörigen Melodie, die durch Verwendung (vermutlich) ganz hoher Orgelpfeifen heraussticht. Völlig überzogen wird es, wenn David diese auch noch mitpfeifen kann (wobei ich gegen die eigentlich "falsche" Idee, dass Hintergrundmusik auf einmal den Darstellern gewärtig ist, nichts einzuwenden hätte, wenn das eben nicht im Zusammenhang mit der Überstrapazierung des musikalischen Themas stünde). Weitere Beispiele für das allzu Routinierte: Ann soll ein Bolerokleid aus den romantischen Zeiten von einst anziehen, das ihr nicht mehr passt (in was für eine Hungerharke hatte sich David eigentlich einmal verliebt???), und die Kamera zeigt monoton drei Mal die notdürftig zusammengenähte Stelle, ohne dass mit dieser etwas sonderlich Aufregendes passiert. Die Auseinandersetzungen der Smiths sind allzu banal in Zwei-Personen-Shots, Over-Shoulder-Shots und Solo-Großaufnahmen aufgeteilt, ohne dass die jeweiligen Wechsel eine Entsprechung in Handlung und Dialog finden. Man hat hier den Eindruck, es wurde alles mit drei, vier Kameras gefilmt und ein routinierter Cutter machte eine unmotivierte Baukastenabfolge daraus (übrigens würde nichts weniger den Arbeitstechniken Hitchs entsprechen, der "in der Kamera schnitt").

Inhaltlich ist der Film, wie das halt so ist im Genre: Absurde Ausgangssituation, aber doch halbwegs konsequent durchgeführt, und an der Versöhnung ist von der ersten Minute an kein Zweifel. Auch bei dem besseren "The Awful Truth" bekam jedes Teil des Pärchens (Cary Grant und Irene Dunne) je eine Konkurrenz, die nicht ernstlich gefährlich werden konnte. Während dies in "The Awful Truth" die beiden Hauptpersonen dennoch angenehm herausforderte und zu gleichberechtigten couragierten Kämpfern um einander werden ließ, muss man die Sidekicks in "Mr. und Mrs. Smith" gar nicht mehr bekämpfen. Davids Date in einem Club entpuppt sich als Schreckschraube. Die Szene im Club, in der der Mann mit anderer Frau auf die "Ex" in Begleitung eines anderen Mannes trifft, ist offensichtlich aus "The Awful Truth" gestohlen, wo sie immerhin zu einem herrlichen und später auch noch leitmotivisch Irene Dunnes Reifung illustrierenden Tanz- und Gesangsduell geführt hatte. In "Mr. und Mrs. Smith" kommt Davids Date für solche Spielchen so offensichtlich nicht in Frage, dass David nur noch fliehen möchte.

Unterdessen hat sich Ann Davids Freund Jeff (Gene Raymond) angelacht - oder er sich sie? In völliger logischer Abstinenz (immerhin, hier war Hitch ganz in seinem Element...) macht Jeff die Kontaktaufnahme in ziemlich gerissener Weise klar, um dann in allen Folgeszenen als Weichei charakterisiert zu werden, bei dem wir uns fragen, ob das nun Ritterlichkeit oder Feigheit ist. Dass dieser allzu ehrenwerte Gentleman auch noch ein Südstaatenhinterwäldler sein soll, wirkt wie eine etwas hergesuchte Reminiszenz an - wieder einmal - "The Awful Truth", der tatsächlich so einen Hillybilly als Konkurrenten von Cary Grant aufzubieten hatte. Wie dem auch sei, David hat wenig zu tun, um Jeff aus dem Feld zu schlagen. Jeff demontiert sich gleich selbst, was manchmal lustig, mit Ausnahme seiner anfänglichen Gerissenheit sehr konsequent, aber immer auch ein bißchen übereindeutig ist. So kann man sich nur an den Kopf fassen, wie Mann die Gelegenheit, Ann zu küssen (das ist immerhin Carole Lombard!!!), de facto ungenutzt lässt und ihr einen Wangenschmatz gibt, der so erotisch ist wie die Kunstkopfküsse aus dem Loriotsketch "Eheberatung". Und wenn Ann sich aufregt, dass David im Gegenzug vom Küssen gar nicht genug bekommen könne, auch wenn er krank sei und sie sich anstecken könne, dann ist klar, dass sie das Gegenteil von dem meint, was sie sagt. Manchmal reicht eben nicht ein Freund, sondern es muss ein "seeehr alter Freund" sein;-). Jeff hingegen ist so "zugeknöpft", dass er "something more comfortable" anzieht - und den Abendanzug gegen einen Frack tauscht (in einer Szene, in der Lombard hinreißend schön wie nie zuvor aussieht)! Dies immerhin ist eine herrliche Parodie bzw. Umkehrung einer Jean-Harlow-Kultszene aus "Hell's Angels" und wurde seinerseits im ersten "Nackte Kanone"-Film wieder aufgegriffen. Und es stellt einen hübschen Gegensatz zur Schlussszene dar, in der David nur seine Krawatte abnehmen muss, um zu bestätigen, was wir längst wissen: Komfortabel ist für Ann nicht das Anziehen, sondern das Ausziehen!!! Als wäre das alles noch nicht genug, muss der Film die Gegensätzlichkeit der beiden Männer noch weiter ausbreiten. So falle Jeff zurück und David nach vorn, wenn sie betrunken seien, d.h. der eine ist aktiv, der andere eher passiv (witzigerweise fällt David in einer späteren Szene tatsächlich nach vorn, was andeuten mag, dass seine Ohnmacht dann nur vorgetäuscht ist). Alles ganz hübsch, aber letztlich ist auch hier der Film allzu sehr ein gefällig erzählter und fotografierter Selbstläufer, der Mr. und Mrs. Smith kaum Gelegenheit zur Bewährung, aktiven Partnerschaft und Reifung gibt. Einer der besseren Einfälle ist noch, dass David in seinem vorgetäuschten Schwächeanfall vorgibt, Jeff für (s)eine Frau zu halten und dann seine Hand hält - er zwingt das "Weichei" in ein "weibisches" Verhalten. Auch Ann zweifelt später Jeffs "Männlichkeit" an, weil er nicht einmal für sie kämpfen möge. Man kann spekulieren, ob die eine wie die andere Szene Zweifel an Jeffs Männlichkeit in einem ganz anderen Sinne wecken soll... Insgesamt sind das aber Ausreißer nach oben und ist "The Awful Truth" stattdessen durchgehend punktgenau, spaßig und aus einem Guss - eine romantische Komödie im besten Wortsinne: Die Kabbeleien sind schärfer, lustiger und mutiger, müssen doch hier zweie scheinbar gegen einander, aber in Wahrheit für und um einander kämpfen (bzw. müssen es vielleicht angesichts ebenfalls schwacher Konkurrenten nicht, aber sie TUN es auf beeindruckende und saukomische Art und Weise). Dass es mit einer süßen kleinen Metapher zu einer Versöhnung in einer Skihütte kommt, in der beide zunächst in getrennten Zimmern waren, ist erneut ein Punkt, bei dem "Mr. und Mrs. Smith" zu sehr bei "The Awful Truth" Anleihen genommen hat.

Man könnte zwischen drei und vier Sternen hin- und herschwanken, aber hier möge einmal die Bildqualität der DVD den Stichentscheid liefern. Manche Szenen sind erschreckend unscharf, wie man es von Arthaus nicht kennt und wie es angesichts der insoweit besseren Fernsehausstrahlung des Filmes wohl auch nicht nötig gewesen wäre. Insgesamt ein Film, der unterhält und den man nicht bereut, aber der auch keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.
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am 18. November 2013
Die DVD habe ich mir erst nach langem Zögern zugelegt. Weil Kritiker den Film in Büchern immer negativ besprochen haben, wollte ich eigentlich erst auf
einen Sendetermin im Fernsehen warten, um mich dann für oder gegen einen Kauf zu entscheiden. Das dauerte aber dann zu lange und ich habe den Film ge-
kauft. Die Überraschung war groß, denn es handelt sich um eine wirklich witzige, harmlose Komödie, die hinter anderen ihrer Zeit nicht zurückstehen muss.
Ann und David Smith (Carol Lombard und Robert Montgomery) haben Differenzen in ihrer Ehe, die aus klassischer Rollenverteilung resultieren, und da beide
sehr temperamentvoll sind, führt das natürlich zu einer vorübergehenden Trennung. Nach vielen zum Teil makabren Turbulenzen finden sie aber wie es sich
für eine Komödie gehört wieder zueinander. Die beiden Hauptdarsteller werden erstklassig unterstützt von Gene Raymond als Jeff Custer und Jack Carson als
Chuck Benson. Bild und Ton sind zufriedenstellend. Leider sind Trailer und Wendecover das einzige, was Arthaus als Extra zu diesem Film eingefallen ist. Die negativen Kritiken am Film kann ich nicht nachvollziehen.
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am 12. August 2011
Wer alte US-Filme mit altem Charme liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Die eine oder andere Szene ist sicher nicht mehr zeitgemäß, aber genau das ist der Grund warum die Nachfrage nach diesen "Klassikern" ungebrochen ist. Für mich immer wieder ein Genuss.
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am 19. Februar 2016
Der Film wird hier oft als "große Sensation von Alfred Hitchcock" angesehen, der "ja durchaus auch für Komödien geeignet" war.

Auch die Kritik schreibt es ähnlich.
Allerdings hatte Alfred Hitchcock eigentlich gar keine Lust auf den Film. Das wurde sicher nicht besser, als seine Schauspielfavoriten nicht zusagten und man auf Robert Montgomery für die Hauptrolle "zurückgreifen" mußte. Dieser bekam zudem auch noch mehr Gage als Hitchcock selber.
Nach eigenen Aussagen, hatte er wenig Ambitionen zum Film und drehte ihn ganz so ab, wie es im Drehbuch geschrieben wurde. Wer hier also den "Großmeister Hitchcock" erkennt, muß wohl gute Augen haben.

Die Komödie ist nicht schlecht. Allerdings auch nicht wirklich so spassig, dass ich ihn mir noch mal anschauen würde wollen. Die Beweggründe sind mir nicht wirklich deutlich geworden, da vor allen Dingen zu wenig "Vorgeschichte" der Smith's gezeigt wird und man so eigentlich gar nicht nachvollziehen kann, warum sie so agieren (da es ja am Anfang eigentlich eher umgekehrt aussieht).
Letztendlich bietet der Film keinerlei Überraschungen. Das übliche Katz und Maus Spiel und am Ende ist doch wieder alles gut. Keine Überraschungen, keine großartig überzogenen Charaktere, die etwas für Stimmung sorgen. Einfach nur eine "ungewöhnliche Situation", die man zu klären gedenkt/versucht.

Alles in allem zwar nett anzuschauen, wenn man - wie ich gerade - Lust auf einen alten Film hat. Aber gibt sicherlich bessere Filme.
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am 11. September 2011
Jahrelang habe ich auf die deutsche DVD-Version dieses Films, den ich bisher nur als VHS-Video besaß, gewartet - endlich hat ihn jemand ausgegraben und auch hier auf DVD herausgebracht: Danke, Arthaus! Kurzum: Die einzige (leider!) Komödie von Altmeister Alfred Hitchcock zeigt trotz ihrer 70 Jahre auf dem Buckel jedem heutigen Comedy-Autoren/Produzenten, wie man es besser machen kann. Mehr gibt es zu diesem Film-Highlight eigentlich nicht zu sagen! Eine Screwball-Komödie allererster Güte. Unbedingt anschauen!
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TOP 1000 REZENSENTam 13. Februar 2013
So sehr man Hitchcock auch den Erfolg gegönnt hätte: Dieser Ausflug ins Fach der Screwball Comedy ging daneben. Für die Frivolität einer Ehekomödie fehlt Hitchcock die Leichtigkeit und das Talent, bei einem solchen Thema die Grenzen zwischen dem Alltäglichen und dem Absurden durchlässig werden zu lassen. Vieles ist schwerfällig, Gags neigen zur Überdeutlichkeit und der stets hölzerne Robert Montgomery steht dem großen Talent Carole Lombards eher im Weg, als dass er zu dessen Entfaltung beiträgt.

Ohne Mord und eine ordentliche Prise Paranoia läuft es bei Hitchcock nur halb so gut. Wenn beides aber drin ist, dann kann es auch lustig werden, siehe "Immer Ärger mit Harry".
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am 10. April 2012
Der Film hat mittlerweile 71 Jahre auf dem Buckel, und obwohl es die einzige "reine" Komödie von Alfred Hitchcock ist, doch ziemlich lustig ausgefallen, was auch an den Darstellern wie Carole Lombard, Robert Montgomery sowie dem sehr attraktiven (eigentlich sonst blond haarig) Gene Raymond zu verdanken. In einer kleinen Nebenrolle ist Jack Carson zu sehen.

INFO: Dieser Mr. & Mrs. Smith hat gar nichts, nicht mal ansatzweise mit der Version mit Brad Pitt und Angelina Jolie etwas zu tun!!! (soll keine Kritik sein!)

Alfred Hitchcock konnte es auch hier nicht lassen, ein Cameo zu haben, bei dessen Szenen Carole Lombard die Regie übernahm.

DIE DVD

Enthält leider ausser zu anderen Arthaus-Produktionen keine weitere Bonis.

Die Bildqualität ist solide gesagt: solide und hätte mit einer Restauration durchaus schärfer und kontrast-reicher aufgespielt werden können.

TON: mono, aber immer gut verständlich!!!!
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Mit der Screwball Comedy "Mr. & Mrs. Smith" aus dem Jahre 1941 entschloß sich Alfred Hitchcock - der Sage nach auf Betreiben der umwerfenden Carole Lombard allzumal -, sein angestammtes Thriller-Genre zu verlassen und sich einer reinen Komödie zuzuwenden. Das Ergebnis ist, so finde ich, ein unterhaltsamer und mit Wortwitz und Situationskomik gesegneter Film, der allerdings nicht ganz ohne Längen bleibt.

Mr. David Smith (Robert Montgomery) und seine Gattin Ann (Carole Lombard) sind seit etwa drei Jahren verheirat - jedenfalls glauben sie das. Um ihrer Ehe Dauerhaftigkeit zu verleihen, sind sie übereingekommen, gewisse Regeln einzuhalten, wie etwa die, daß nach einem Streit das Schlafzimmer nicht ohne Versöhnung verlassen werden darf. Eine weitere Regel besagt, daß jeder der beiden auf eine Frage seines Partners eine ehrliche Antwort zu geben hat. In seiner Unbekümmertheit beantwortet David nun ausgerechnet Anns Frage, ob er sie nochmals heiraten würde, wahrheitsgemäß, indem er eingangs darauf hinweist, wie viele Freiheiten er durch seine Ehe eingebüßt habe, und diese Frage dann verneint. Im Laufe des Tages erfahren dann beide Smiths unabhängig voneinander, daß sie infolge eines juristischen Formfehlers vor dem Gesetz eigentlich nicht verheiratet sind.

Nachdem David, der - anders als seine Frau - n i c h t weiß, daß sie weiß, daß er weiß, nach einem als romantisch geplanten Abendessen keinerlei Anstalten gemacht hat, die Heirat nachzuholen, setzt ihn Ann kurzerhand vor die Tür. In der Folge nun versucht David, sich Anns Jawort zu erkämpfen, was indes dadurch erschwert wird, daß sein bester Freund Jeff (Gene Raymond) auf die Nachricht hin, daß Ann technisch gesehen ledig ist, die Lage ausnutzt und sich zu seinem Rivalen aufschwingt.

Kommt die Komödie anfangs auch recht schleppend in Gang, so kann sie doch nach den ersten Minuten mit vielen glanzvollen Dialogen und einem großen Maß an Situationskomik aufwarten. Wer jemals in einem nicht ganz so sauberen Restaurant hat essen müssen, wird beispielsweise nachvollziehen können, warum die Tatsache, daß die lokalansässige Katze um keinen Preis von der Suppe essen will, David so viel Kopfzerbrechen bereitet, daß er sich kaum noch auf seine Ehefrau konzentrieren kann. Auch die Szene, in der David seine Frau, die mit Jeff in einen Club ausgeht, eifersüchtig machen will, in dem er scheinbar mit einer jungen und hübschen Sitznachbarin plaudert, welche allerdings nichts von seiner Existenz bemerken darf, gehört für mich zu den absoluten Glanzlichtern des Filmes. Aber Hitch hat ja eigentlich in vielen Filmen bewiesen, daß er einen Hang zum besonderen Humor hat. Was meiner Meinung nach jedoch nicht mehr so überzeugt, ist die abrupte Auflösung, mit der der Film seinen Zuschauer entläßt. Dies geht alles ein wenig schnell und wirkt zurechtgebogen wie ein Gellerscher Löffel.

Für den Zuschauer unserer Tage dürfte "Mr. & Mrs. Smith" darüber hinaus an manchen Stellen ziemlich aufschlußreich im Hinblick auf die Errungenschaften der Emanzipation sein. Da verbietet David seiner Frau kurzerhand kategorisch den Umgang mit einer ihrer Freundinnen, die er für einen schlechten Umgang hält, oder er droht, ihr ganz einfach den Geldhahn zuzudrehen - oder, wie er es ausdrückt, seine Hand von ihr zu ziehen -, wenn sie sich nicht füge und ihn wieder in der gemeinsamen Wohnung aufnehme. Szenen wie diese zeigen recht deutlich, in welch krassem Abhängigkeitsverhältnis eine verheiratete Frau zu jener Zeit stand. Aber es kommt noch dicker: Um gerade nicht mehr finanziell von David abhängig zu sein, hat sich Ann einen Job besorgt - als Verkäuferin in einem Kaufhaus. Lassen wir einmal die Frage, ob sie sich mit dem Verdienst überhaupt den gewohnten Lebensstil würde leisten können, beiseite. Das Kaufhaus verfolgt die Linie - zur Entschärfung der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt, wie man sagt -, Frauen nur dann anzustellen, wenn sie ledig sind. Vergegenwärtigt man sich aber die plumpen Annäherungsversuche des in die Jahre gekommenen Managers, dann fällt einem mindestens noch ein zweiter Grund ein, der die Verantwortlichen zu dieser Politik bewogen haben konnte.

Wie so oft in den Screwball Comedys jener Jahre geht der Geschlechterkampf auf eine Weise aus, der althergebrachte Geschlechtervorstellungen eher bekräftigt als kritisiert. Zwar ist Mrs. Smith - nicht zuletzt dem Image der leider so früh verstorbenen Carole Lombard geschuldet - eine temperamentvolle Frau mit eigenem Willen, aber in der letzten Szene, die in ihrer Botschaft fast ein wenig an Shakespeares "The Taming of the Shrew" erinnert, unterwirft sie sich gerne wieder ihrem Mann. Aus eigenem Willen, und nicht etwa aus Zwang, aber doch wohl bewogen von der Anziehungskraft eines durch Aggressivität und Zielstrebigkeit geprägten männlichen Rollenmodells. Der Film läßt keinen Zweifel daran: Jeff mag ein rücksichtsvoller und ehrenwerter Frauenversteher sein - in vielem ungleich empathischer, geduldiger und zärtlicher als David, aber dabei eben auch eine lächerliche Figur* -, doch da er Gewalt aus Prinzip ablehnt, ist er auch nicht bereit, sich für Ann zu prügeln, und dieser letzte Punkt gibt bei der Dame den Ausschlag zugunsten des virilen, zupackenden Davids, der sich am Ende entschlossen die Frau nimmt, die gerade wegen dieser Entschlossenheit genommen werden möchte.

Alles in allem ist "Mr. & Mrs. Smith" eine unterhaltsame Komödie, die sich auch heute noch sehen lassen kann - vor allem wegen Carole Lombard und Robert Montgomery -, ohne jedoch, wie ich finde, zu den ganz großen Glanzlichtern Hitchcocks oder der Komödie zu gehören.

Leider enthält die Neuauflage in der Reihe Arthaus Retrospektive keine wirklich nennenswerten Extras, wie sie einem Hitchcockfilm zukämen.

* Sowohl Jeff als auch David sind Figuren, über die der Zuschauer lachen kann. Allerdings scheint der Film doch ein wenig umbarmherziger mit Jeff umzugehen, der keinen Alkohol vertragen kann, in einer Szene bis auf die Knochen durchnäßt wird, anders als die euphorische Ann in mehreren hundert Metern Höhe ängstlich und passiv wirkt, und auch gern seine Eltern im Gefolge hat. Auch David ist eine lächerliche Figur, dabei jedoch immer Herr der Lage oder zumindest bemüht, es zu bleiben oder werden, und der Zuschauer wird deutlich eingeladen, sich mit den Bemühungen, die David anstellt, Ann zurückzugewinnen, zu identifizieren.
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am 28. Juni 2016
Also ich finde ihn ganz witzig, diesen alten Schinken. Es beginnt mit einem Katz- und Maus-Spiel, weil er nicht weiß, dass sie Bescheid weiß über seinen angeblichen Informationsvorsprung - und dann nimmt alles seinen Lauf. Hitch macht sich lustig über Moralvorstellungen sowie das Rollenverständnis der einzelnen Charaktere.
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