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am 29. Juli 2017
auch oder gerade für Priester.
Wenn man Nietzsche liest, wird man nicht ungläubiger, aber reflektierter.
Der Mensch muss überwunden werden. Der Niedere. Man muss sich selbst überwinden.
Das ist die Kunst. Das ist Nietzsche, glühend und stark, wie eine Morgensonne, die aus den Bergen kommt.
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am 4. November 2006
Nach zehn Jahren der Einsamkeit seines Berggipfels beschließt Zarathustra seinen Untergang - hinab zu den Menschen geht er, um ihnen von seiner Vision des Übermenschen zu berichten, den er liebt; der Über-Mensch ist aber nicht als jemand zu verstehen, der "über" dem Menschen steht, sondern als jemand, der hin-über gewandelt ist, der das Mensch-sein über-wunden hat:

Zitat:

Ich lehre euch den Übermenschen. Der Mensch ist etwas, das überwunden werden soll. Was habt ihr getan, ihn zu überwinden?

Alle Wesen bisher schufen etwas über sich hinaus: und ihr wollt die Ebbe dieser großen Flut sein und lieber noch zum Tiere zurückgehn, als den Menschen überwinden?

(...)

Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch - ein Seil über einem Abgrunde.

Ein gefährliches Hinüber, ein gefährliches Auf-dem-Wege, ein gefährliches Zurückblicken, ein gefährliches Schaudern und Stehen-bleiben.

Was groß ist am Menschen, das ist, dass er eine Brücke und kein Zweck ist: was geliebt werden kann am Menschen, das ist, dass er ein Übergang und ein Untergang ist.

Ich liebe die, welche nicht zu leben wissen, es sei denn als Untergehende, denn es sind die Hinübergehenden.

In seinen Reden zu den Menschen, zu seinen Jüngern, die er erst um sich schart, um sie dann wieder zu verstoßen (denn er will niemanden um sich scharen, der Antworten finden will, ohne je ein wirklich Suchender gewesen zu sein) oder auch zu sich selbst, erweist sich Zarathustra als Sucher nach dem Schaffenden, nach jenem, der neue Werte auf neue Tafeln schreibt, nachdem die alten zerbrochen sind ("Gott ist tot; an seinem Mitleiden mit den Menschen ist Gott gestorben.").

Dabei erweist sich Zarathustra selbst oft als Zweifelnder, der auch zu seinen eigenen Lehren im Nachhinein selbstkritisch und ironisch steht, vor allem aber als Löwe, der die alten Werte zurückweist und negiert, aber noch nicht die kindliche Schaffenskraft (sh. "Von den drei Verwandlungen") besitzt - diese wird erst dem Übermenschen eigen sein.

Ganz abgesehen vom Inhalt und den Aussagen dieser philosophischen Dichtung ist es vor allem der Stil, der eine Erwähnung verdient - ich kenne keinen anderen Autor, kein anderes Werk, in dem die deutsche Sprache derart kraftvoll, energiegeladen und vor allem auch geschickt eingesetzt wird, keinen Text, der so mit Wortspielen und Redewendungen operiert, die zum Teil weitergeführt oder auf ihre Wurzeln reduziert werden und so, manchmal durch einen einzigen Buchstaben, eine komplett neue, passende Bedeutung bekommen - Nietzsche ist ein wahrer Meister der Sprache.

Er schafft es nämlich auch, mitzureißen und zu begeistern, Ideen verlockend erscheinen zu lassen, die einem durchschnittlich sozialisierten Mitteleuropäer unserer Zeit ;) eigentlich verwerflich erscheinen mögen; jedem, der in Nietzsche jedoch einen Vordenker des Nationalsozialismus sehen möchte, sei aber widersprochen: weder steht dem Übermenschen ein "Untermensch" zur Seite, noch zeichnet sich dieser durch irgendwelche rassische Attribute aus, sondern durch seinen eigenen Willen, seiner Ablehnung Autoritäten gegenüber, etc.

Summa summarum würde ich jedem mal raten, selbst hineinzulesen, die Sprache zu genießen und sich selber ein Urteil zu bilden.
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am 2. November 2001
Auch wenn es sich nur um einige Kapitel aus dem Zarathustra handelt und auch wenn diese teils nur in gekürzter Form gelesen werden, macht die gelesene Variante den Zarathustra zum echten Erlebnis.
Genial gelesen musikalisch unterlegt durch einen einzelnen Kontrabass wird einem erst richtig klar, mit welch sprachlicher Brillanz Nietzsche zu Werke geht.
Schade nur, dass es sich eben nicht um den gesamten Zarathustra handelt. Denn man wünscht sich natürlich auch die Teile zu erleben, die nicht auf der CD zu finden sind.
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am 7. April 2015
Hallo zusammen,

ich lese das Werk nun schon zum wiederholten Male und lasse mich erneut inspirieren. Es ist sicher keine „leichte Kost“ und für Literatur-Einsteiger mehr als ungeeignet. Auch sollte man es nicht unter der Hochachtung konsumieren, dass es sich beim Autor schließlich um einen (postum bekannten) begnadeten Philosophen handelt. Sondern?

Einfach lesen. Und nochmal lesen. Verstehen wollen? Ja, aber nicht mit Verbissenheit. Er hat es auch nicht mit Verbissenheit geschrieben. Schätze ich. Viel Spaß!

lG
Lutz Spilker
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am 3. April 2016
Ein phänomenaler philosophischer Roman. erdig, robust, standfest. Der haut dir die Krücken weg!
Und noch sieben Worte nötig die ich nicht brauche.
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am 27. April 2014
Ich habe Nietsche scheinbar nie verstanden, denn sein Zarathustra bleibt mir ein Rätsel.
Aber ich werde es in einiger Zeit noch einmal Lesen (wenn ich mehr über Zarathustra weis)
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am 10. Juni 2016
Tolles Buch, voll von tiefgehenden Gedankengängen, weisen Worten und zitierfähigen Aussagen.
Eine kleine Bibel für Dichter und Denker und sehr anregend für neue Betrachtungsweisen- alles verpackt in die Geschichte einer Reise, deren Weg viele neue Gesprächspartner bereithält.
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am 31. März 2016
Friedrich Nietzsche wird zu Recht als einer der letzten grossen deutschen Dichter und Denker beschrieben. Sein Hauptwerk ist einzigartig und voller Kraft.
Sollte jeder Deutsche gelesen haben.
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am 25. Oktober 2015
Dieses Buch ist vermutlich nicht für jeden geeignet, aber für meinen Teil kann ich nur sagen, dass es sich sehr lohnt dieses Buch mal gelesen zu haben. Es war für mich teilweise prägend und für mich selbst persönlich wertvoll. Er analysiert sehr scharf, schlüssig den Menschen und die Polemik setzt dem Ganzen das i-Tüpfelchen auf. Einige der dargelegten Ansichten sind sicherlich nicht mehr auf aktuellem Stand (beispielsweise über Frauen), jedoch muss man dabei bedenken dass das Buch vor mehr als 100 Jahren geschrieben wurde. Klare Kauf- und Leseempfehlung!
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am 7. April 2005
Lassen wir die Diskussion über pro und contra von Hörbüchern mal aussen vor, obwohl ich sagen muss, dass ich kein Freund von ihnen bin, wie ich mittlerweile festgestellt habe, so bleibt bei diesem Hörbuch folgendes:
Erstens bleibt ein störender Kontrabass, der die Aufgabe hat auch dem letzten Hörer zu vermitteln an welchen Stellen es interessant wird und der auch sonst mehr stört als irgendeinen Nutzen erzielt.
Zweitens bleibt ein vertonter Klassiker der Philosophiegeschichte. Nietzsches Zarathustra ist sicherlich ein geniales, ein spannendes Werk, das steht ausser Frage, doch in dieser Form bleibt von Nietzsches Werk nicht mehr fiel. Die Auswahl einiger Abschnitte aus dem Werk um sie auf eine CD zu komprimieren ist sicher legitim, sie ist auch nicht die Schlechteste, doch klar ist auch, dass der Hörer so nicht in die Tiefen des Werks eingeführt werden und auch nicht seine Klasse verstehen kann.
Drittens bleibt ein Sprecher, der in Österreich als Schauspieler zu Ruhm gelangt ist, der den Zarathustra aber leider nicht gerade sehr Eindrucksvoll vorträgt. Teilweise werden die Passagen einfach nur Monoton vorgelesen, andere wiederrum mit übertriebenem Ausdruck.
Abschließend kann man sagen, dass der Zarathustra an sich lohnens- und lesenswert ist, diese Art der Vertonung jedoch leider nicht.
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