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am 4. April 2011
Vor kurzem ist Wolfgang Niedecken 60 Jahre alt geworden. Damit befindet er sich in bester Gesellschaft alternder Rockstars und Helden einer ganzen Generation. Nun ist es oft so, dass viele dieser Altstars heute maximal noch ein peinliches Abziehbild einstigen Ruhms sind, der immer und immer wieder hochgewürgt wird. Ganz anders jedoch BAP und Wolfgang Niedecken. Die Band und er sind gemeinsam älter geworden, und es wirkt auf mich, dass sie dazu auch stehen und keine krampfhaften Versuche unternehmen, uns hier noch irgendeinen Jugendwahn zu präsentieren. Wolfgang als das verbliebende Gründungsmitglied verkörpert in der Band wie kein anderer diesen Prozess des Älterwerdens, was sich insbesondere in seinen Texten niederschlägt. Früher war er auch gerne mal bissig bis beißend, aber daher auch einseitig in mancher Sichtweise zur jeweiligen aktuellen Tagespolitik, während er heute offensichtlich weitaus weltoffener, entspannter, oft zurückschauend die Dinge des Lebens betrachtet, jedoch ohne dass er verleugnet, wo er her kommt.

Gerade diese Rückschau ist auf dem neuen Album sehr deutlich vertreten. Aber das Schöne ist, er hadert nicht, alles ist mit Augenzwinkern und der Fähigkeit zur Selbstreflexion dargestellt. Diese Fähigkeit, so mein Eindruck, kam früher nicht immer zum Vorschein. Man könnte meinen, er sieht heute alles "halv su wild", aber ich glaube, so sollte man ihn nicht verstehen wollen. Einer, der in seinem Leben immer so deutlich Stellung bezogen hat wie Wolfgang Niedecken, wird dieses auch weiterhin tun. Das Thema Atomkraft war immer aktuell und wird es auch künftig bleiben. Das Album war vor Japan fertig und blieb ohne diesen Einfuss. Aber Wolfgang Niedecken wäre nicht er selbst, wenn er darin nicht seine unerschütterliche Haltung in diesem Thema bestätigt sehen würde, obwohl er dazu eines solchen Beispiels nicht bedarf und es lieber ungeschehen sähe.

Musikalisch ist aus meiner Sicht das Album ebenso entspannt, aber nicht im Sinne langweiliger Musik für alte Männer, sondern mit viel Rock, der mächtig Dampf hat. Das Schöne ist auch hier, dass das alles nicht verkrampft daher kommt, sondern schön locker ohne irgendwelche Versuche, einen der alten Tophits zu wiederholen. Die Platte klingt so, als hätten die Musiker alle nur gemacht, woaruf sie gerade Bock hatten. Dazu passt dann direkt der Titeltrack als Opener, der einem indirekt sagt, nimmŽs mit Humor und nicht so Ernst und höre das Album genau unter diesem Motto, dann wirdŽs Dir gefallen. Somit nimmt man auch den x-ten Aufguss der Autobahn gelassen, der musikalisch flott daherkommt und inhaltlich auch eine Menge Rückschau beinhaltet, quasi, wie sich für die Band BAP das Autobahnnetz immer weiter ausgedehnt hat.

Keine Droppe mieh ist dann einer meiner ersten persönlichen Favoriten. Knackiges Riff und ein Song der etwas härteren Gangart. Die eine oder andere Hommage an seine Heimatstadt findet sich auch auf dem Album. Chlodwigplatz ist eine Reggaenummer, die vielleicht nicht jedermanns Sache ist, aber für eine schöne Abwechslung sorgt. Witziger finde ich natürlich Verjess Babylon. Ähnlich im Stile von Ruut-Wieß-Blau wird hier biblische Geschichte umgeschrieben oder besser vielleicht auf kölsch richtig gestellt. Insgesamt thematisch eine verschlungene Nummer über sprachliche Vielfalt, aber dann mit der Erkenntnis, dass die göttliche Sprache kölsch ist. Der Major mochte diese Art von vertonten Geschichten musikalisch nicht, weswegen es vielleicht nach dem Müsliman etwas Vergleichbares nicht mehr gab. Ich muss da jetzt auch keine ganze Platte von haben, aber als Farbtupfer in einem Gesamtkontext gerne.

Mein persönlicher Libelingssong des neuen Albums ist neben Keine Droppe mieh der Song Noh all dänne Johre. Dieser Song ist ebenfalls eine Art Rückschau, in der der Protagonist feststellt, dass ihn die Zeit und Erfahrung gelassener haben werden lassen. Das passt gut zu den Eingangsfeststellungen. Ebenfalls eine Art Rückblick sind all die Aurenblicke und der kurze Rockstampfer Karl-Heinz.

Im Gesamtbild konnten die beiden Stücke Immerhin und Niemohls irgendwie ins Hintertreffen geraten, was sehr zu Unrecht wäre. Beide sind musikalisch zwei Perlen geworden. Waat ens jraad ist ein sehr persönlicher Moment auf dem Album, vollkommen kitschfrei.

Bleibt mir nur noch zwei weitere meiner Favoriten zu beschreiben. Un donoh iss der Karneval vorbei ist ein kleines aber deutliches Pladoyer für mehr Toleranz uund Aufmerksamkeit. Waröm dunn ... ist zwar irgendwie für FC-Fans, aus meiner Sicht aber für alle Fußballfans und ich als kommender Zweitligist fühle mich da sehr angesprochen.

Ich habe beim Hören des Albums nicht den Eindruck, dass BAP so schnell aufhören, es ist eine Weiterentwicklung zum letzten Album, welches ich persönlich auch schon sehr gut fand durch ein paar Spitzensongs wie Noh Gulu z.B. Solange sie das ganz unverkrampft machen und sie dabei authentisch rüberkommen, können sie solange dabei bleiben, wie sie eben Bock haben.
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am 26. März 2011
Also etwas skeptisch war ich schon, als ich ein paar Tage vorher hier bei Amazon die Titel im Preview durchgehört habe.
Trotzdem habe ich mir wie immer die BAP-CD dann bestellt.
Nach mehrmaligem Anhören kann ich aber mit ruhigem Gewissen dieses Album empfehlen.
Den Musikern hört man eine große Spielfreude, Lockerheit und Lust am Musizieren an.
Die ersten drei Titel rocken gleich richtig los und bei "Keine Droppe mieh" hat man das Gefühl, mit im Probenraum zu stehen.
Vielleicht wirkt nicht "zurechtgebastelt" im Studio, sondern live eingespielt.
Das Anhören gestaltet sich sehr abwechslungsreich. "Chlodwigplatz" kommt reggaehaft daher und es folgt das sehr fließend-melodische Werk "Noh all dänne Johre".
"Verjess Babylon" hätte sicher auch einen Platz gefunden auf den ersten drei BAP-Alben. Nur der Sprechgesang von Wolfgang Niedecken klingt professioneller als früher.
Die vielen Jahre des Musizieres boten ja reichlich Gelegenheit zum Üben.
Die Texte sind wie immer auf hohem Niveau. Das fast schon intime "Waat ens Jraad" erinnert etwas an "Schloof Jung, schloof joot" vom grandiosen "Zwesche Salzjebäck un Bier"-Album.
Musik zu hören ist ein rein subjektives Empfinden und den Kritikern dieser CD sei gesagt:
"Alles halv su wild."
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am 25. März 2011
Endlich sind sie wieder angekommen. Nach dem wenig mitreißenden Pandorra war meine Sehnsucht nach den alten BAPs wieder sehr groß und ich hatte große Befürchtungen, dass es vielleicht wieder nicht geklappt hat. Als dann Halv su wild im Radio lief wurde ich noch unruhiger. Dann gestern jedoch die Erlösung. Die CD wirkt in sich sehr zufrieden und lässt das die Vorfreude auf das BAP-Fest in Köln ins unerträgliche steigen. Musikalisch nahezu perfekt, nur mit Karl-Heinz einen echten Aussrutscher präsentiert. Ein Immerhin, ein Niemohls, ein Chlodwigplatz, ein All die Aureblecke sind echte Highlights, die auch in die Zeit von affjetaut bis Zwesche Salzjebäck passen würden. Das Thema Autobahn ist sicherlich Wolfgangs Lieblingsthema. Das Lied Et Levve ess en Autobahn setzt die Tradition der äußerst gelungenen Autobahnreihe jedoch nahtlos fort. Waat ens Jraad, ein verdammt schönes ehrliches Liebeslied. Verjess Babylon reiht sich wunderbar in die alten Geschichtenerzählerqualitäten ein und macht einfach Spaß. Woröm dunn ich mir dat eijentlich ahn? Weil es Bock macht zu hören und so herrlich passt (insbesondere als Schalker). Mein Fazit : BAP ist nicht mehr verkramft (Pandorra) laut. BAP ist laut, sie sind zurück zu ihren musikalischen Wurzeln, ohne langweilig zu klingen. Das Fieber hat gegriffen. Die Texte als Ruhrpottler zu lernen, das macht einfach mal wieder richtig Spaß.
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am 31. März 2011
Einzelbewertung der Songs:

Halv su wild: Ist eine gute, schöne Single (und somit gesetzt für die Konzerte), aber auch, wie meistens bei den letzten BAP-CD's, nicht der beste aller 14 Songs! Am Besten gefällt mir hier, wie das Keyboard eingesetzt wurde! Textlich reicht es nicht zum Philosophieren'(und ich habe gerade in letzter Zeit leider einiges persönlich Erleben müssen, bei dem 'Alles nur halv su wild' einfach nicht passt' aber das ist eine andere Geschichte und der Text stammt ja nicht von mir')!

Et Levve iss enn Autobahn: Ist ein gelungener Song, der nicht 'weh tut', der Ohrwurm-Charakter hat und dessen Text ich zumindest nachvollziehen kann, wenn er auch gerade für Wolfgang keine neue Erkenntnis darstellt! Zählt zu der Art Lieder, die ich gut finde und die man sich locker-flockig z.B. schön im Radio anhören kann/könnte! Hat jedenfalls seinen Platz auf dieser CD verdient!

Keine droppe mieh: Ist in meiner Top-Five der CD, weil es ein klasse Rocksong von Helmut ist und er einfach super abgeht! Einer der besten BAP-Rocknummern seit langem mit erstklassigen Gitarrenriffs!!! Für mich ein Muss auch für die 'Klassiker-Sommer-Konzerte'!!! (Erinnert mich vor allem textlich ein wenig an 'We didnt start the fire' von Billy Joel' ;-) !)

Un donoh ess dä Karneval vorbei: Finde ich eine der besseren Nummern, der ebenfalls schon sehr schnell (angenehm!!) im Ohr hängen bleibt! Hier gefällt mir der Text sehr gut, weil er Aussage hat und weil er stimmt!! Eines der Lieder wo zumindest ein Fragezeichen hinter der Einplanung in die Konzertsetliste steht (finde ich)! P.S.: Der arme Nubbel' ;-)

Chlodwigplatz: Ist ein sehr interessantes Lied, das verglichen mit den übrigen Songs heraus sticht' aber klar, denn BAP sind nicht Gentleman und es ist eine Reggae-Nummer! Der Text ist beseelt von der gleichzeitigen Arbeit an seiner Biographie und passt ganz gut zur Melodie! Anmerken muss ich allerdings, dass ich als Reggae-Nummer jederzeit (z.B. live) 'Müsli-Man' oder 'Aff un zo' vorziehen würde und: Wolfgang ist nicht gerade ein genialer Reggae-Sänger, ihm liegen einfach solche Sachen wie 'Noh all dänne Johre', 'Verjess Babylon' und 'Wat ens jraad' wesentlich besser, denn bei besagten Songs trifft seine Stimme einfach mitten ins Herz und passt perfekt!

Noh all dänne Johre: Ist in meiner Top-Five der CD! Es ist ein wunderschönes Lied, mit einem ganz, ganz, ganz tollen Text (Hut ab Wolfgang!)! Genau bei diesem Lied merke und verstehe ich wieder, warum ich BAP-Fan bin: Es ist diese Art glaubhafter, persönlicher Text, gepaart mit dem Gesang und dem Dialekt, den solch ein Text (für mich!!) einfach zur 100%tigen Vollendung haben muss! Auch harmoniert die sehr schöne Melodie perfekt mit dem Rückblick auf Wolfgangs Vergangenheit, mit diesem Moment, den wohl jeder von uns schon ähnlich erlebt hat, wenn man auf sein bisheriges Tun und Handeln zurückblickt und sich fragt, 'Habe ich wirklich alles richtig gemacht? Kann ich stolz auf mein Leben sein?'!

Worum dunn ich mir dat eijentlich ahn?: Ist in meiner Top-Five der CD, weil es einfach ein schönes relaxtes Lied ist, mit einem zwar einfachen, aber sehr ehrlichen und für mich sehr nachvollziehbaren Text! Hat wie einige andere Songs dieser CD einfach Ohrwurm-Charakter!

Verjess Babylon: Hey, Klasse!!! Ich bin großer Fan von solchen Liedern, die ich von keiner Band je besser gehört habe, als von BAP!!! Ganz im Stile von 'Ruut, wieß, blau, querjestriefte Frau' glänzt BAP hier textlich und musikalisch auf einem ihrer Spezialgebiete: einer Art 'interessanter-Geschichte-Erzähl-Songs'! Und Anne de Wolf glänzt hier mit ihrer Geige'hmmm'einfach nur toll!!! Für mich gehört dieser Song auf jeden Fall in eine perfekte 'BAP-Live-Konzert-Party'! P.S.: Und DIE Erkenntnis des (selbstverständlich nicht ernst zu nehmenden) Songs: Gott spricht kölsch ' !!!

Karl-Heinz: Gefällt mir, weil es ein richtiger Rock-Kracher ist (für BAP schon ganz schön hart ')! Hat auf jeden Fall seine Berechtigung auf dieser CD!!! Und spricht für die Abwechslung des Albums'!

All die Aureblecke: Ist in meiner Top-Five der CD! Dieses Lied hat irgendwie das 'gewisse Etwas': man denkt zuerst 'joh, ganz netter Song', spürt dann aber schnell, dass es richtig 'grooved' und man möchte dass es gar nicht mehr aufhört! Das hervorragende Zusammenspiel von Instrumentierung und Text' einfach nur schön!!!

Immerhin: Für mich einer der beiden schwächeren Lieder dieses Albums und eher als 'Füllsel' zu betrachten, tut aber auch 'nicht weh'!

Enn Dreidüüvelsname: Für mich der zweite der beiden schwächeren Songs, wobei hier der Text interessanter und besser ist, aber auch ziemlich an 'Sympathie fort he devil' von den Stones erinnert'naja, der gefiel ja bekanntlich Wolfgang sehr gut ;-) !

Niemohls: Ist ein sehr guter Song, mit einem vorantreibenden tollen Schlagzeug von Jürgen! Geht so weit hinten und vor dem (für mich) eigentlichen Höhepunkt der CD (Wat ens jraad!!) unverdient vielleicht etwas unter! Der Text gefällt mir ebenfalls sehr gut und spricht einen, ähnlich wie bei 'Noh all dänne Johre', einfach an'wer hat solche Gedanken nicht selbst schon gehabt?! Erinnert mich vom Text her an 'Dir allein'' was keineswegs negativ ist!!!

Waat ens jraad: Ist in meiner Top-Five der CD! Es ist für mich das schönste Liebeslied von BAP und auch generell kenne ich nicht viele Liebeslieder weltweit, die ehrlicher (weil unkitschiger) und auch deshalb schöner sind! Die Instrumentierung ist einfach nur traumhaft, die perfekte Harmonie zwischen Gitarre, Keyboard und Geige!!! Ich habe bei diesem Titel schon die Augen geschlossen und sogar schon feuchte Augen gehabt, weil er mich einfach berührt!

Gesamtfazit: Ein sehr gelungenes, tolles Album, das man sich, wenn einem BAP irgendwann einmal gefallen hat (auch wenn es schon länger her ist'und man nicht Mayor hinter her weint'), AUF JEDEN FALL holen sollte, sonst verpasst man etwas: ein gutes Stück deutschen Rocks!!!

P.S: Die Fan-Box ist der HAMMER!!!
Stephan aus Wiesbaden
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Halv su joot wie ein BAP-Album der früheren Phasen, zumindest für mein Ohr. Helmut Krumminga müht sich ja redlich und ist technisch beschlagen - doch Niedecken ist zu dominant und kriegt so auch eigene Song-"Melodien" auf das Album, die da besser unterblieben wären. Auch sind diverse Verwandtschaftsklüngel-Niedeckens in der Scheibengestaltung dem Ganzen überhaupt nicht bekommen.

Danke für das Abdrucken der Texte. Die gefühlte Mehrheit davon sind freilich Blicke in Wolfgangs Inneres statt 'mal über das Kunststudenten-Ego hinaus.

Was immerhin doch hörenswert war:
"Un donoh ess dä Karneval vorbei";
der Kindheits-Reggae "Chlodwigplatz";
"Verjess Babylon" mit seinem uuuralten Gag;
das an Johnny B. Goode modellierte "Karl-Heinz" um einen Eifler Gitarristen (danach hätte ich als Emsländer Land-Ei Helmut Krumminga übrigens sofort gekündigt)
und schließlich der Sympathy-for-the-devil-Text-Abklatsch (auch das ohne Credits, natürlich) "Enn Dreidüüvelsname".

In der Liste der hörenswerten BAP-Alben ist dies bei mir ziemlich weit hinten einsortiert, sorry.
Drei Sterne.
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Der Titel meiner Rezension meint nicht die Qualität des Albums! Das Album als Ganzes ist ein voller Hit! Nein, aber es ist wieder keine Hit-Single dabei und das hatte ich eigentlich auch nicht erwartet und es macht das Album auch ganz bestimmt nicht schlechter. Genau genommen hatten BAP auch nur einen Hit. Vor inzwischen dreissig Jahren "Verdammp lang her", die folgenden zehn Jahre noch hie und da ein paar Singles die heute noch einige Leute kennen, in den zweiten zehn Jahren noch ab und zu ein Lied was ab und an im Radio lief (zuletzt wohl "Aff un zo" 2001) und inzwischen seit wiederum zehn Jahren im Grunde nicht mal mehr das...

Na und? Die Alben gehen dennoch in die Top 10 und Gold, die Tourneen sind lang und gehen quer durch die Republik und darüber hinaus. Denn eigentlich brauchen BAP keinen Hit und somit ist Niedecken seinem Idol im weiteren Rhein-Umkreis (bis Berlin, Hamburg und Zürich) mächtig nahe gekommen, denn kein Schwein kauft ein neues Dylan-Album wegen des neuen Super-Hits der Scheibe und auch das Huldigen im Konzert dürfte davon herzlich unabhängig sein. Man weiß bei BAP wie bei Dylan man bekommt mit einem neuen Album eine gute Stunde richtig gute Musik, gutes Songwriting, Geschichten die mal sehr persönlich, mal weltumspannend, aber immer authentisch sind. "Halv su wild", eine richtig gute Platte! Niedecken 60? Dylan wird dieser Tage 70, also weiter machen!
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am 3. April 2011
Kurz vorweg: BAP war hier im Kölner Umland Mitte der 80er Kult !! - Das hielt sich bis Anfang der 90iger.
Danach hab ich das Interesse irgendwie verloren...
Musikalisch entwickelte ich andere Vorlieben..

BAP hat mich dann seinerzeit mit Ihrem Pandora-Doppelalbum nach locker 15 Jahren dann doch wieder interessiert.. - Mir war gar nicht klar, daß die immer noch CDs rausbringen..
Das Pandora-Album hat mich fasziniert und ich war extrem begeitstert.
Danach hab ich mir das Konzert vor dem Dom gegönnt...
über 3 Stunden perfekte Live-Show auf höchstem Niveau !!

BAP hatte mich wieder !!

Jetzt mit Spannung das neue Album erwartet: und... - ÜBERZEUGT !!

Etwas anders als noch "Pandora" - Aber das Album in seiner Gesamtheit nimmt einen mit !!
Ich mag es wenn Wolfgang Geschichten erzählt !!
Ich mag die Reife, die das ganze mittlerweile hat!
Muskikalisch absolut hochkarätig !

Das ganze macht Spaß !
Ich hör das Album sehr gerne und immer wieder !

Schön: Hin und wieder Anklänge an ganz alte Zeiten, ohne aber zu wirken, als würde man sich krampfhaft selbst kopieren !

BAP mit BAP der 80iger oder 90iger zu vergleichen, macht eh keinen Sinn...
BAP hat mittlerweile eine enorme zeitgemäße Qualität erreicht...
Für alle Nicht-Kölner: Hochwertige frische deutsche Musik mit enormen textlichen Tiefgang !!

Freu mich auf die Tour !
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am 1. April 2011
Die neue BAP CD "Halv su wild" hat mich so fasziniert, dass ich dazu heute bei amazon.de eine Rezension schreibe, was ich nur bei Scheiben mache, die mich wirklich beeindrucken.

Mein erstes BAP Konzert erlebte ich 1979 in der Aula der Pädagogischen Hochschule Köln, es war furchtbar, die Akoustik und die Anlage echt zum Grausen, aber ich mochte die Band sofort.

Später wurden die Anlagen besser, unvergessen ist mir ein BAP Konzert der X für E U (Remaster) Tour 1990 in den Kölner Satory Sälen, da steppte der Bär.

BAP begleitete mich durch mein Leben seit jenem ersten Konzert 79 und jetzt freue ich mich riesig auf den 28.5.11, das live BAPFest in Köln, nachdem ich diese CD gehört habe!

Ich habe mir die "Halv su wild" CD sozusagen "blind" bestellt, ohne vorher reinzuhören. Als ich die Scheibe anmachte, blieb bei mir der Song "Keine Droppe mieh" mit seinem rockig, fetzigen drive als erstes im Ohr hängen. Vorbei die wilden Zeiten mit den Sauforgien im Chlodwigseck bei Clemens Böll in der Kölner Südstadt 1979, wo man Wolfgang Niedecken öfters mal traf und die Abende lang waren, seufz, ist aber gesünder, wir sind alle älter geworden.

Da passt für meine Erinnerung auch das reggaemässig gestylte Stück "Chlodwigplatz" mit seinem besinnlichen Text voller Erinnerungen, die teilweise auch Bestand meines Lebens sind, wenn BAP in dem Stück z.B. auf die alte Stollwerk Schokoladenfabrik in der Südstadt anspielt, die Ende der 70ger besetzt wurde und wo BAP denkwürdige Unterstützungskonzerte gab.

"Un donnoh iss dä Karneval vorbei", wie der groovige Song heisst, welcher sich mit gelungenem Text gegen Ignoranz, Eitelkeit und Niederträchtigkeit wendet. Das ist Wolfgang Niedecken, als Texter wieder in Hochform, finde ich. Das Stück knüpft an die Tradition einiger der ganz grossen BAP Songs, wie "Verdamp lang her", "Kristallnach", oder "Alexandra nit nur du" an.

Der Kauf dieser rundum gelungenen, gut abgemischten CD, welche auch nach all den Jahren BAP viel Neues bietet und bei der die wahre Spielfreude der Band super rüberkommt, lohnt sich für mich alleine schon wegen des Titelsongs "Halv su wild".

Das ist Wolfgangs Niedeckens Botschaft, die sich quer durch sein Werk zieht, z.B. in dem Song "Helve kann Dir keiner" at it's best: "Nit resigniere" oder wie es bei "Halv su wild" heisst: "Da' 'ss nix, wo die Welt vun ungerjeht. Alles halv su wild" - Kölsches Lebensgefühl pur halt.

"Noh all dänne Jahre" hat BAP sich einmal mehr neu erschaffen, ist back to the roots.

Mich freut es, den Kauf dieser CD kann ich guten Gewissens empfehlen und die ihr von mir vergebenen fünf ***** halte ich für angemessen.
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am 25. Mai 2011
... hätte ich nicht gedacht, dass BAP nochmal so ne CD abliefert. Ich bin als BAP-Hörer der ersten Stunde einige Überaschungen von BAP gewöhnt und wurde in den letzten Jahren einigermaßen enttäuscht. Insbesondere nachdem Major BAP verlassen hatte, war es nicht mehr die Musik, die ich mir von BAP wünschte. Also hörte ich mir ohne besondere Erwartungen diese CD an. Der Opener "Halv su wild" geht richtig gut ab mit sofortiger Ohrwurmqualität. Auch der Rest gefiel mir sofort von der Musik her ohne Ausnahme. Also CD nochmals gehört und erstaunt über die Textqualität, hier hat sich Wolfgang wiedermal an die alten Zeiten besinnt. Nach dem dritten Hören kristallisierten sich einige Titel als meine Lieblingstitel heraus und schließlich läuft die CD eigentlich pausenlos. Das ist mir seit langem bei BAP nicht mehr passiert. Insbesondere der (schön lange) Titel "Noh all dänne Johre" hat das Zeug zum Klassiker zu werden und über "Verjess Babylon" hab ich mich kaputtgelacht. Es gibt auch zahlreiche ernste und gefühlvolle Momente, insgesamt also ein Werk, welches das Fehlen von Major vergessen lässt und wieder an die Anfangszeiten heranreicht. Ich bin begeistert!
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am 16. April 2011
Als Bap-Fan der ersten Stunde ist für mich die Major-Ära ohne Frage die Geilste, aber wenn man mal die Vergleicherei sein lässt, muss man zweifellos sagen, dass dieses Album Klasse ist. Die Texte sind weniger revolutionär, dafür aber z.t. super lustig und aus dem waren Leben. Halt reifer, wie Wolfgang Niedecken mit 60. Bei der Musik könnten vielleicht ein paar Gitarrensolos mehr dabei sein, dafür gibt es aber vom guten Rock über einen Reggae bis zur Ballade alles. Fazit: Kaufe, awrocke und metsinge !
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