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am 17. Mai 2014
Man bleibt nach dem Abspann etwas ratlos zurück: was soll man davon halten? Als jemand, auf den das Werk Pasolinis eine ganz eigene Faszination ausübt, mit großartigen Filmen wie "Das Evangelium nach Matthäus", ist man unschlüssig, ob man sich dem Urteil des Lexikons des internationalen Films anschließen soll, wonach Pasolinis "Trilogie des Lebens", hier bezogen auf den ersten Teil, "Decamerone", aber ob dessen Ähnlichkeit mit vorliegendem Teil III auch auf diesen anwendbar, missglückte Konsumfilme seien, und es damit auf sich beruhen lassen, dies sei einfach ein Ausrutscher des großen Meisters, und man wendet sich einfach wieder seinen "Freibeuterschriften" oder seinen vielen anderen faszinierenden Filmen zu.
Aber so einfach ist es dann doch nicht. Wenn Kunst den Anspruch hat, etwas zu schaffen, das dem Rezipienten nicht mehr "aus dem Kopf geht", wie Götz Kubitschek schreibt, etwas, "mit dem man nicht fertig wird", dann ist das hier auf eigenwillige Weise gelungen. Großartige Bilder, bunte, schrille Kostüme, faszinierende Gesichter, denen man sofort ihr "Alter" abkauft, hier ganz Pasolini, gedreht in Eritrea und im Jemen, kontrastieren mit locker an den Märchen aus Tausendundeiner Nacht orientierten "erotischen Episoden", die auch in den Dialogen oft an billige Siebziger Jahre-Softpornos erinnern. Die einzig wirklich erotische Episode ist vielleicht die mit Aziz und der "dämonischen" Schönen; auf dem Cover sieht man Aziz mit gespanntem "Lustbogen" (eine hübsche Idee).
Wie gesagt, man ist ratlos, eine Kaufempfehlung kann man nur bedingt aussprechen; "erotisch" ist das ganze eigentlich nicht, und "künstlerisch" macht es das Werk Pasolinis nur noch umso rätselhafter, schwerer zu fassen und auch irgendwie schwerer zu mögen.

Während der Dreharbeiten im Jemen schuf der Regisseur noch den Kurzfilm "The walls of Sana'a", in dem er die UNESCO dazu aufruft, die historische Bausubstanz der Stadt zu retten, die durch den Abriß der Stadtmauer, die modernen Gebäuden weichen muß, stark gefährdet sei, verursacht durch den Einzug kapitalistischer Bauspekulation. Während Italien in dieser Hinsicht schon verloren sei, könne man den Jemen noch retten, und sollte dies für die einfache jemenitische Bevölkerung auch tun, so Pasolini. 1988 erklärte die UNESCO Sana'a schließlich zum Weltkulturerbe, die Altstadt wurde seitdem aufwendig restauriert.
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am 20. Juli 2011
Ein Erlebnis, eine Inspiration, ein Vergnügen! Das atmosphärisch dichte Werk ist ein Traum von Bildern, die sich ihrem eigenen Stil, ihrer eigenen Erotik und Faszination hingeben. Wenn auch einige Längen im Film entstehen, wird dieses Meisterwerk kaum zu schlagen sein. Allein wegen seiner einzigartigen Art der Inszenierung. Für Kenner des Genres eine unbedingte Kaufempfehlung!
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am 20. März 2013
"Trilogie des Lebens" nennt Pasolini seine Adaptionen von spätmittelalterlicher, stark erotisch gefärbter Belletristik, und Boccaccio's Decamarone stellt den ersten Teil der Trilogie dar, in welchem der (in allen 3 Teilen) einen naiven, dauergrinsenden (und dadurch leicht debil wirkenden) Luftikus spielende Davoli Ninetto schon gleich zu Beginn seinen "schönsten" Auftritt hat.

Anders als Pasolini, der in Teil II (Canterbury Tales) in die Rolle von Geoffrey Chaucer schlüpft, schlüpft besagter Schauspieler, dem ich nicht viel abgewinnen kann, kurzfristig in die Rolle von Charlie Chaplin, was ich weniger als Gag oder Hommage an Chaplin, sondern als völlig deplatzierten Anachronismus empfinde.

Teil III (Erotische Geschichten aus 1001 Nacht) ist m. E. der schwächste Teil, was zum einen an zumeist unattraktiven Frauen, und zum anderen am ziemlich einfallslosen Drehbuch liegt, punktet aber mit kunstvollen Aufnahmen jemenitischer und nepalesischer Architektur. Wenn man die Märchen aus 1001 Nacht gelesen hat, ist man von diesem Film eher enttäuscht. Dennoch schafft es Pasolini, die Atmosphäre des (alten) Orients auf die Leinwand zu zaubern. Moslems indes dürften über diesen etwas plumpen Film nicht sehr erfreut sein. Hätte Pasolini anstelle von "jetzt bumst 'mal schön" mehr Feingefühl walten lassen, würde man auch nicht den Eindruck gewinnen, dass die Huldigung von Genitalien wichtiger als Poesie und Gottesliebe wäre. Die Art von Poesie, die in Teil III geboten wird, liegt also weniger in irgendwelchen nichtssagenden Sprüchen, die einem als schönes Mädchen getarnten Dämon oder Dschinn als "schützende Antworten" gegeben werden sollen, sondern in den archaischen Lehmgebäuden des Jemen unter kaltem Vollmondlicht.
Was Pasolini nicht hoch genug angerechnet werden kann, ist der Umstand, dass er bereits nach den Dreharbeiten von Teil I auf übrig gebliebenem Filmmaterial einen Kurzfilm über die jemenitische Hauptstadt Sanaa (Manhattan der Wüste) gedreht hat, um deren einzigartige Schönheit einzufangen, sie der Welt bewusst zu machen und gleichzeitig einen Appel an die UNESCO zu richten, da bereits ein Teil der Stadtmauer neuen Gebäuden weichen hatte müssen. Inzwischen gehört Sanaa zum Weltkulturerbe und wurde mit Spendengeldern restauriert.

Gut möglich, dass ein Homosexueller (wie es auch Pasolini war) Teil I erotisch findet... Mich haben vor allem die Aufnahmen wunderschöner mittelalterlicher Architektur, die bunte spätmittelalterliche Atmosphäre und so manches "Galgengesicht" begeistert. Als einzigen Wermutstropfen empfand ich eine gewisse Langatmigkeit (Blutrache dreier Brüder) nach über einer Stunde grandiosem Bilderreigen.

An Teil II gefiel mir insbesondere die gute schauspielerische Leistung des reichen alten Lüstlings, der sich eine junge Frau zum Weibe nimmt, Pasolini's Bekenntnis zur Obszönität, das mit "Die 120 Tage von Sodom" eine neue Dimension annimmt, und das Ende, das Bosch's Höllenbilder zum Laufen bringt.

Wer es niveauvoller (als die "Trilogie des Lebens") haben will und nicht zu zart besaitet ist, muss sich schon die kurz darauf gedrehte Marquis de Sade - Adaption ansehen, ein nicht nur äußerst morbider, sondern auch gesellschaftskritischer Film, der neben Ekel blanken Hass erzeugt: am liebsten würde man sich ins Geschehen einschleichen, um den mehr als dekadenten Hedonisten, allesamt Faschisten, den Garaus zu machen.

Wie man aber weiß, hat man Pasolini den Garaus gemacht...
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am 9. Februar 2013
Also unter Erotik verstehe ich was anderes als diesen Blödsinn. Man verblödet ja bei dieser Handlung. Schade ums Geld. Diesen Film kann man auch ab 12 Jahre freigeben.
Das Bild und der Ton sind auch nicht berauschend. Hände weg davon.
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am 2. Januar 2012
Ehrlich gesagt sind wir sehr enttäuscht von dieser DVD. Das Cover ist das Beste an dem ganzen. Leider haben wir uns davon leiten lassen und uns zu viel versprochen. Von Romantik ist hier nicht viel zu sehen. Ich möchte die DVD nicht schlecht machen, aber für uns war es ein absoluter Fehlkauf.
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