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Kundenrezensionen

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am 23. April 2004
Ich gehörte auch zu denen, die im vergangenen Jahr die Sonderausgabe der neunen "Marbles" bestellt haben und bin positiv überrascht und begeistert. Seit Tagen läuft bei mir nur diese Doppel-CD. Und mit jedem Hördurchgang verankern sich die harmonischen und sensiblen Songstrukturen tiefer in meinen Gehörgängen. Wie typisch für Marillion erschließen sich die komplexen Songs mit der Zeit immer intensiver. Schon der Opener "Invisible ..", entstanden zur Zeit des Beginns des Irak-Krieges, gegen den Marillion war und ist, bringt textlich die Stimmung zum Ausdruck, in der heutigen Welt nicht verstanden zu werden und ist ein herausragendes Beispiel für moderne Rockmusik. Ein hervorragendes Interview ist in der aktuellen Ausgabe von Eclipsed. h sagt darin, dass man den Eindruck hat, dass die heutige Welt ihre Murmeln verloren hat (zu Deutsch nicht mehr alle Tassen im Schrank).
Für alle Freunde qualitativ hochwertiger Rockmusik eine absolute Kaufempfehlung! Wir sehen uns auf der Tour!
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am 4. Mai 2004
Und endlich paßt mal wieder alles zusammen. Ein Marillion-Album zum wegschmelzen. Eine Scheibe, nach der man sich eigentlich nur noch auflösen kann, weil das der Höhepunkt sein muß. Und wir wußten alle daß sie das können. Schon 1987 in Hannover bescherten sie mir mein bis heute drittschönstes Konzerterlebnis. Auch "Seasons End" und "Brave" waren nah dran.
Aber dann immer wieder diese Grottenalben die meilenweit unter den Möglichkeiten der Band lagen. "Radiation" z.B. tat richtig weh. Natürlich gab es auf jedem neuen Album gute Ansätze und starke Songs, natürlich war jede Tour ein Happening, weil die Jungs einfach begnadete Musiker sind. Aber es war eigentlich immer klar, daß da einfach viel mehr möglich war.
"Marbles" ist der Beweis dafür. Das Ding ist derart konstant auf höchstem Niveau, daß man es kaum aushält. Wer sich zuvor noch nicht an vollständiger Reizüberflutung verabschiedet hat, müßte spätestens bei der überirdischen Schlußnummer "Neverland" ohnmächtig werden. Und ich denke daß einzig die Herbst-VÖ von Porcupine Tree noch verhindern kann, daß Marillion das Album des Jahres 2004 abgeliefert hat.
Ach, und noch was: Erzählt es Allen, damit "Marbles" wenigstens mal für eine Woche in der Top Ten landet.
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am 12. Mai 2004
Ich kenne Marillion seit 1983 und habe die Geschichte dieser Band mit all ihren Hochs und Tiefs nun über 20 Jahre begleitet. Mit Marbles ist dieser Ausnahmeband wirklich IHR Meisterwerk gelungen. Fantastisch, dass es in dieser Zeit Bands gibt, die solch' wundervolle Kompositionen schreiben können. Es ist moderner Sound welcher allerdings an Tiefe kaum zu überbieten ist, gepaart mit den Perlen (oder sollte man besser sagen Murmeln)die Marillion ausmachen. Niemand könnte es besser beschreiben als das bekannte Musikmagazin "ECLIPSED": DAS BESTGEHÜTETE GEHEIMNIS DER ROCKMUSIK SCHLÄGT ZURÜCK!
Meine Empfehlung: Diese CD muss man unbedingt haben -- Danke:-)
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am 10. Juni 2004
Genau...als Meilenstein muß man diese CD einfach bezeichnen. Ich habe das Glück, von Anfang an die Doppel-CD in Händen halten zu dürfen. Allein "Ocean Cloud" wäre mir der Preis der Einzel-CD noch einmal wert gewesen. Nach "Anoraknophobia" dachte ich eigentlich, daß keine Steigerung mehr möglich sei. Aber wie immer im Leben: man wird so oft eines Besseren belehrt. Und das ist gut so. Als ebenso großer Pink Floyd Fan war mein erster Gedanke: Wenn die Jungs es nach 10jähriger Abstinenz noch fertig bringen würden, einen Nachfolger von "Devision Bell" zu komponieren, er hätte viele "Marbles"-Züge. "Marbles" ist ein so großartiges, gelungenes Werk, in sich stimmig und so was von ausgefeilt, daß einem Hören und Sehen vergeht. Die Gitarrensoli hauen einem im "3D-Sound" um die Ohren, daß man kaum noch weiß, woher die Musik kommt. Ich höre diese (und sonst keine) CD seit Anfang Mai rauf und runter und bekomme bei jedem Hören immer wieder Gänsehaut. So genial, daß es fast weh tut. Eine Cd zum wegträumen, vor Freude losheulen, Trost suchen, Balance finden, Energie laden und abheben. Habe die Jungs am 23. Mai in Köln in vollem Saal erlebt. Live! Live! Live! ...und so genial.
Buy "Marbles" and "move to the other side"! Schreit's in die ganze Welt. Die Jungs haben's verdient. Wenn die nicht, dann keiner!
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am 15. Mai 2011
Die Band Marillion ist seit dem Einstieg des "neuen" Sängers Steve Hogarth bekannt für eine sehr von Höhen und Tiefen durchzogene Diskographie, aber wenn ihnen etwas gelingt, dann richtig. Und so verhält es sich auch mit dem 2004 erschienenen Album Marbles. Wichtig ist zu wissen, dass von diesem zwei Versionen existieren, eine Einzel-CD und eine Doppel-CD, die insbesondere das Stück Ocean Cloud enthält (s.u.). Letztere war lange Zeit nur über den Marillion-Shop erhältlich, mittlerweile gibt es sie auch im Einzelhandel.

"Invisible Man" ist als Opener nicht die beste Wahl, denn handelt sich um ein Stück, das Zeit braucht, um zu zünden und so etwas ist für den Einstieg in ein Album keine gute Wahl, obwohl das Stück insgesamt sehr gelungen ist. Aber hartgesottene Progger sehen das sicher ganz anders ;). Die Platte wird von einem schwermütigen Grundtonus durchzogen, zwischenzeitlich erklingt die für den NeoProg typische Floyd-Gitarre (auf Invisible Man beispielsweise im Bereich der 10. - 11. min), Keyboardflächen gibt es auch, auf Tempo- und Melodienwechsel freue man sich. Doch fügen sich die Passagen zu einem harmonischen Gesamtbild. Am leichtesten zu hören sind die Stücke "Fantastic Place", "Don't Hurt Yourself" und "You're Gone", sie bleiben schon nach dem ersten Hördurchgang aufgrund ihrer prägnanten Refrains hängen. Aber die Höhepunkte bilden jeweils die Abschlusssongs beider CDs, "Ocean Cloud" und "Neverland". "Ocean Cloud" ist nur auf der Doppel-CD zu hören, weshalb die Einzel-CD getrost geschreddert werden kann. Dieses Stück muss als Peak der Hogarth-Ära Marillions bezeichnet werden. Schönheit und Bombast vermengen sich zu einem gnadenlos unwiderstehlichen Klanggemälde, schwebend und gewaltig, einer der besten Longtracks, die je geschrieben wurden, weiß der Himmel, was dazu geführt hat, dass Marillion sich auf so unglaubliche Weise selbst übertreffen konnten.

Zusammenfassende Beurteilung

Neben "Brave" bildet "Marbles" den absoluten Höhepunkt der Hogarth-Ära bei Marillion. Wer bislang nur die Einzel-CD besitzt, sollte diese umgehend schreddern und sich die Doppel-CD zulegen, allein schon, um seine Gehörgänge mit dem unvergleichlichen "Ocean Cloud" zu verwöhnen.
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am 15. Mai 2004
Wenn man seit ca. 25 Jahren Fan guter Rockmusik ist, in meinem Fall seit dem zarten Alter von 11 Jahren, sammeln sich in dieser Zeit natürlich etliche gute, sehr gute, hervorragende und ein paar "Überalben" an. Von einem dieser absoluten Meisterwerke möchte ich hier berichten. Von einem Album, genauer gesagt einer Doppel-CD, die mich von der ersten bis zur letzten Sekunde fasziniert. Wie an der Überschrift zu erkennen, handelt es sich um die neue Marillion CD "Marbles".
Vermutlich wird der eine oder andere, den Namen Marillion schon gehört haben. Ja, in den Achtzigern hatten sie einen recht großen Hit namens Kayleigh. Nach vier Alben verliess der Sänger "Fish" die Band, und man machte mit Steve Hogarth als neuem Frontmann weiter. Damals war es ein Schock für viele Fans, denn Fish galt für viele als das Gesicht und Aushängeschild der Band. Aus heutiger Sicht kann man über den Split nur froh sein, denn Steve Hogarth verfügt über ein weitaus umfangreicheres Organ, als sein Vorgänger jemals zu bieten hatte. (Nein, ich bin kein "Fish-Gegner", und liebe die alten Marillion Scheiben, und besitze etliche Soloalben von Fish). Fakt ist allerdings, dass sich H (Steve Hogarth) in einer ganz anderen Liga befindet.
Kommen wir zum neuen Album. Meine Erwartungen waren riesig, denn "Anoraknophobia" das Vorgängerwerk, ist für mich das bisher beste Album des neuen Jahrtausends. Oder soll ich sagen "war"? Ich weiss es noch nicht. Diese Frage wird die Zeit beantworten, aber mit Marbles schicken Marillion sich an, alles bisher dagewesene zu übertreffen.
Die "Deluxe Campaign Edition 128-page book", kommt optisch so beeindruckend daher, wie es der Name erhoffen lässt. Eine sehr schöne Aufmachung, man findet viele schöne Bilder, natürlich die Texte und die Namen sämtlicher Vorbesteller, die vor dem 31.12.2003 geordert hatten.
Kommen wir zum Kern der Sache. Auf den beiden CDs befinden sich insgesamt 15 Tracks. Vier als Marbles I-IV betitelt. Diese sind Überleitungen, in denen H über seine Kindheit reflektiert. Sie fügen das Album noch intensiver zusammen.
CD1 beginnt mit dem über 13 Minuten langen Song "The invisible Man". Ein absolut intensives Hörerlebnis, der Song gewinnt im weiteren Verlauf mehr und mehr an Dramatik, wird dann ruhiger um sich erneut zu steigern. Eine beeindruckender Anfang. Dann folgt "Marbles I" welches uns zu "Genie" führt. Ein sehr eingängiger Song, geht schnell ins Ohr und will nicht wieder hinaus. "Fantastic Place" kommt dann wieder ruhig und getragen, mit "The only unforgivable Thing" nimmt einen gleich zu Beginn mit auf eine Reise durch intensivste Gefühle, einfach Wahnsinn. Dann folgt das kurze "Marbles II", um den Hörer anschliessend auf die knapp 18 Minuten andauerne Traumreise "Ocean Cloud" mitzunehmen. Ich dachte immer noch besser als "Out of this world", vom 1995er Album "Afraid of sunlight" kann ein Song nicht sein, aber hier übertreffen sich Marillion erneut selbst. Dieser Song lässt mich völlig sprachlos zurück, ich sass gestern Nacht in meinem Sessel, Kopfhörer auf, der Halbmond schien durch das Fenster. Pure Magie, Gänsehaut, die Welt drumherum vergessen.
CD2 mit zitternden Händen eingelegt, noch immer zutiefst beeindruckt, von dem was mich da gerade ereilt hatte. "Marbles III" als kurzes Vorspiel, mit "The Damage" geht es rockig weiter, "Don't hurt yourself" ist dann wieder ein Ohrwurm, der sicherlich eine gute Single abgeben würde. Dies ist jedoch "You're gone" vorbehalten, einem tollen Song der modern klingt, ohne sich irgendwelchen Trends anzubiedern. Mit "Angelina" wird es dann wieder besinnlich, ein sehr intensives Hörerlebnis. "Drilling holes" rockt. Aber es ist anders, irgendwie unbeschreiblich und... grandios! Mit "Marbles IV" wird dann das letzte Kapitel eines gigantischen Albums eingeläutet. Der 12 Minutensong "Neverland", mit intensivem Gesang, wünderschönem Gitarrensolo und allem was der Marillionfan sich wünscht.
Meine Begeisterung kennt keine Grenzen, mit jedem Hördurchlauf gewinnt dieses Album hinzu, es wird immer grösser und intensiver. Es ist unglaublich, H wird immer besser, er steigert sich von Album zu Album. Steve Rothery lässt einige wundervolle Gitarrensoli erklingen, Pete Trewavas spielt selbstbewusster denn je auf, der Baß ist wie selbstverständlich immer da, wird aber nie störend oder aufdringlich. Mark Kelly liefert wunderschöne Keyboardsounds ab, und über die Qualität von Drummer Ian Mosley brauche ich nichts mehr zu schreiben, eine Wohltat im Gegensatz zu einigen "Kloppern" die man teilweise ertragen muss.
Also liebe Leser, gönnt Euch diese phantastische CD.
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am 8. Mai 2004
Ich gebe es zu. Auch ich war einer der Leute, die dieses Album "vorfinanziert" haben. Doch hätte ich das nicht getan, wie so viele andere auch, so wäre der Welt (musikalisch) wohl etwas entgangen.
Das erste Stück "The Invisible Man" war, wie ich zugeben muss, ein Schock. "Mein Gott, was habe ich da denn bezahlt?!?!?"
Doch wie so oft bei Marillion, muss man die CD "entdecken". Einmal hören reicht da nicht, nebenbei hören auch nicht. Wer auf der Suche nach einer leicht zu erschliessenden Scheibe ist, ist hier sicherlich an der falschen Adresse. Sie ist abwechslungsreich, musikalisch genial und passt in keine Schublade, sei sie auch mit Prog beschriftet. Und warum sollte man sie auch in eine Schublade packen oder, noch schlimmer, an den frühen Werken dieser Band messen. Warum denn und vor allen Dingen wozu? Sowohl als "Stand alone" Scheibe, als auch in der Bandhistorie ist dieses Werk genial.
Einen Anspieltipp? Gebe ich nicht, denn wie gesagt, man muss diese Scheibe selbst entdecken und sich aktiv mit ihr auseinandersetzen. Vergleichbar mit dem Besuch in einem fremden Land .... jeder (gehörte) Schritt birgt eine neue Entdeckung.
Und jeder dieser Schritte sorgt bei mir auch noch nach dem x-ten Mal hören dafür, das ich Gänsehaut bekomme und neue Sachen entdecke. Wie heißt es so schön, "discover a lost art - play Marbles" und dieses sollte man hier ernst nehmen!
Allerdings empfehle ich JEDEM die Doppel-CD, denn dort sind noch einige sehr gute "Murmeln" versteckt, die es auf der "normalen" Scheibe nicht gibt. Und wenn die Band die nächste Scheibe wieder so vorfinanziert haben will? Ich bin dabei!
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Juni 2014
Auch das 2004 veröffentlichte Doppelalbum "Marbles" ließen sich die britischen Prog-Rocker Marillion von ihren Fans vorfinanzieren.
Das hatte auf "Anoraknophobia" schon gut geklappt,nun war die Resonanz sogar noch größer.
Die ca 18000 Unterstützer erhielten als Dankeschön eine sehr wertige,limitierte Edition als Doppel-CD,nur über die Website der Band konnte man das Album dann auch als Doppel-CD ordern, während der "normale" Käufer nur eine gekürzte einfache CD erwerben konnte.Das hatte auch damit zu tun,daß der Vertrieb keine Doppel-CD in die Läden stellen wollte,warum auch immer.
Mittlerweile ist "Marbles" von Madfish Edel neu als Doppel-CD in wertiger Verpackung aufgelegt worden.

UND MAN SOLLTE WIRKLICH DIE DOPPEL-CD KAUFEN,NICHT DIE SCHRUMPFVERSION !

Selbst die Band hat sich von dieser Einzel-CD-Veröffentlichung distanziert.In einem Interview darauf angesprochen,wurde abfällig geantwortet,daß man sich diese Version selbst noch nicht einmal angehört habe."Marbles" sei als Doppel-CD konzipiert worden und nur in dieser Form und Reihenfolge das Original,die VÖ der Kurz-Version hatte nur vertriebstechnische Gründe.

Marillion hatten mit "Marbles" Großes vor;mit der Tatsache offen hadernd,daß man,was Bekanntheit und Verkaufszahlen angeht,nicht zu den Giganten der Branche zählt,steckte man das Geld in eine große Merchandising-Kampagne.
Für eine großartige Produktion war zum Glück auch noch etwas übrig.
Zur Musik kündigte man an,es solle ein herausragendes Werk werden,ihr persönliches "Lamb...";das hatte man vor "Brave" auch schon getan.Den großen Durchbruch hatte sich die Band mit den Murmeln auch erhofft.

"Marbles" geriet dann durchaus abwechslungsreich,moderne Beats,Soundeffekte,groovige Parts sind,wie schon auf dem deutlich innovativeren Vorgänger "Anoraknophobia" vorhanden,jedoch nicht mehr ganz so stark.
Das (Doppel-) Album bietet teilweise sehr eingängige,geradezu poppige Stücke,aber auch langsame,schwermütige;quer durch die Scheiben verteilen sich die vier kurzen "Marbles"-Tracks,die sozusagen für kurze Unterbrechungen sorgen.
Die gesamte Musik durchzieht eine tiefe Melancholie,entsprechend sind die teils schon traurigen Texte angelegt.
Ich halte "Marbles" für beeindruckend schöne Musik,bei der aber nicht alle Stücke den hohen Standard halten können.
Man merkt,daß Marillion auch breitere Hörerschichten ansprechen wollten.
Mit "The Invisible Man" legen die Jungs aber einen Opener hin,der einen mit seiner Emotionalität glatt umhaut.Genial.
Manche Hörer bemängeln den "Rotz in der Stimme" bei Steve Hogarth,vieles klinge zu weinerlich,jammernd,dünn.
Zu diesen Leuten gehöre ich nicht,aber,um auch mal etwas Negatives anzumerken,hier wird es selbst mir manchmal zu viel.
Dies gilt zB für das mehr geheulte als gesungene Ende von "Fantastic Place", laut gejammerte Parts auf "You`re Gone" .
Und der zweite Teil des eigentlich wunderschönen "Neverland" mit den ständigen Echos seiner Stimme gehen mir RICHTIG auf den Geist.
Das ändert für mich aber nichts daran,daß "Marbles" insgesamt ein großartiges,gefühlvolles Rockalbum darstellt.

Die Aufnahmequalität ist sehr gut,die CDs klingen transparent,gefällig,aber...
warum der sonst professionell arbeitende Simon Heyworth beim Mastering die Dynamikwerte plattgemacht (bei der Schallplatte sind sie viel besser!) und dem audiophilen Hörer dazu noch eine extrem hohe Aussteuerung angetan hat,wird man wohl nie erfahren.Vielleicht war es der Wunsch der Band,schließlich wollte man mit "You`re Gone" ja unbedingt in die Charts.
Trotz dieser typischen "Loudness War" -Werte klingt "Marbles" aber recht passabel.
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am 1. Oktober 2006
Ich bin dem ultimativen Fan von Marillion wohl sehr nahe - solange es Marillion mit dem Sänger Fish ist. Alles spätere war für mich schlicht indiskutabel. Bis - zufällig - auf Pandora (einem Webradio-Sender, der personalisierte Musik sendet) ein Lied dieser Platte gespielt wurde. Und ich es mochte. Und was soll ich sagen? Ich bekam Lust auf mehr.

Es endete damit, daß dieses die erste CD seit langer, langer Zeit überhaupt ist, die ich des Kaufens wert befunden habe. Man bekommt den Eindruck, hier legen die neuen Marillion den Beweis vor, daß sie endlich vollkommen zu sich und ihrem neuen Stil gefunden haben. Allein das erste Lied schon ist eigentlich die komplette Platte wert.

Alleine schon die Stimme des Sängers: Über die ganze CD hinweg bewegt er sich stimmlich zwischen einem leicht angetrunkenen Nuscheln und glasklaren Passagen, athmosphärisch passend zur Musik und den Texten. Jedoch wird das nicht langweilig, oder lästig. Es kommt eher der Eindruck zustande, daß es genau so und nicht anders sein muss. Die Musik an sich ist anders als alle Marillion vorher, und wenn es auch nur an der durchgehend vorhandenen Spannung liegt - man bekommt nicht einmal den Eindruck, Massenware oder Durchschnitt zu hören, egal, ob man das Stück gerade mag oder nicht. Man ist immer voll in der Musik. Ein hochkomplexes Album, in sich stimmig wie keines der neuen Formation bisher und absolut "rund".

Nach dem Erlebnis dieses Albums beging ich sogar noch einmal den Versuch, ältere Alben der "neuen" Marillions zu hören - und kam zu dem gleichen Schluß wie schon zuvor: Durchgefallen. Hier allerdings legen die Jungs etwas vor, daß ihnen seit dem Wechsel des Frontmannes nicht mehr gelungen ist - ein musikalisch stimmiges Konzeptalbum, was in der Lage ist, den Zuhörer dauerhaft unter die Kopfhörer zu bannen. In meinen Augen hat sich erst mit diesem Album die Band tatsächlich neu zusammengefunden. Alles dazwischen waren nur "Milestones".

Einzige Schachstelle in meinen Augen ist der titeltragende Song "Marbles". Der Rest ist grandios.
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am 15. April 2004
Gestern ist die Special 2 CD-Edition von Marbles bei mir
eingetroffen. Also rein in die Anlage, Kopfhörer auf und 100
Minuten dem Alltag entfliehen. Marbles ist ein sehr ruhiges Album
geworden und hat starke Einflüsse von Peter Gabriel, Genesis,
Pink Floyd und oftmals auch Beatles. Die Songs erschließen sich
erst nach mehrmaligen Hören und entwicklen dann aber ihren
Charme. Diese CD ist definitv nicht zum beiläufigen Hören
geeignet und absolut anders als die Vorgängeralben.
Also typisch Marillion....
PS. Wenn möglich, sollte man die Fan-Edition der normalen Ausgabe
bevorzugen, obwohl diese aufgrund ihrer Größe in kein CD-Regal
passt, dafür erhält man eine Doppel CD und ein 128-seitiges
Booklet im 10 Inch Format in einer Box.
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