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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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am 26. Juni 2015
Ich bin leider Laie, was Filmwissenschaft angeht, aber ich kann trotzdem sagen, dass Inarritu verdammt vieles richtig macht. Bei anderen Filmen stellt sich die Frage, ob man sich in die Charaktere hineinversetzen kann, ob man sich mit ihnen identifizieren kann. Die Frage stellt sich bei seinen Filmen gar nicht erst, sondern man taucht so sehr in die Charaktere ein, dass man die Emotionen quasi am eigenen Leib fühlt.
Klingt wahrscheinlich alles ein wenig kryptisch, soll einfach nur heißen, dass der Film sehr gut ist.
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am 16. Oktober 2015
Was für ein toller Film! Schauspieler Leistungen Top. Man sieht Barcelona von ein ganz andere Seite: Armut, Korruption, Sehr schlechten Umgang mit Einwanderer. Der Film ist absolut Sehenswert! Bringt einen wirklich zum nachdenken.
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am 26. August 2017
Ich vergebe hier nun 5 Sterne, da ich von dem Film restlis begeistert bin: er wühlt auf in wunderschönen Bildern und in einem tollen Erzählstrang.
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am 19. April 2017
... oder "der beste Film, den Sie nie wieder sehen wollen" - ist nicht von mir, bringt es aber auf den Punkt, und habe daher nichts hinzuzufügen
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am 12. April 2015
Wer die Filme von Alejandro Gonzàles Inarritu kennt, weiß um seine tiefgründige, authentische und keinesfalls" weich eingepackte" Darstellung der Story. Jedoch war ich nicht vorbereitet auf so viel Leid und glaubhaft dargestellte Realität. Dieser Film widerspiegelt ein krankes, korruptes und kaputtes Leben und doch gleichzeitig soviel Liebe und das stete Suchen nach der eigenen Identität. Die Kameraeinstellungen sind auf die Charaktere fokusiert,dabei wird nichts "weichgezeichnet". So düster und traurig wie die Geschichte (es ist fast eine Biographie) sind auch Farbe,Musik und Ton. Die Altersfreigabe ist berechtigt, da dieser Film wirklich verstörend sein kann in seinem Facettenreichtum an menschlichem Leid. Für mich der erschütterndste Film des mexikanischen Filmemachers und die beeindruckendste Darstellung Xavier Bardem's.
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am 22. April 2015
Der Film ist in meinen Augen ein filmerisches Meisterwerk: Schnitt, Bild, Dramatik und Effekte sind unverschämt gut. Bardem spielt -wie immer- genial, ich bin vollkommen eingetaucht. Bloss aufpassen: wer z. B. eigene Kinder hat und vielleicht etwas sensibler ist, der wird gefühlsmässig ganz schön kämpfen müssen. Ich zumindest habe geheult und wusste zuerst nicht, ob ich diesen Film mit dem Wissen um die Handlung / das Ende wirklich gesehen hätte. Heute Abend - einen Abend später- bin ich immer noch so bewegt wie selten von einem Film - und krieg schon wieder einen Kloss im Hals...
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Juli 2012
Ich halte den Mexikaner Alejandro González Iñárritu für einen der wichtigsten Filmemacher der vergangenen Dekade. Bereits sein Erstling "Amores Perros" aus dem Jahr 2000 war ein faszinierender, düsterer Blick auf die Schattenseite des mexikanischen Lebens. Es folgte "21 Gramm", den er in den USA realisierte und der hypnotische Episodenfilm "Babel", vielleicht sogar der beste Film des letzten Filmjahrzehnts.
Mit "Biutuful" kehrte er nun wieder zu seinem Ursprungsthema "Leben am Abgrund" zurück und drehte als Mexikanisch-spanische Coproduktion das in Barcelona spielendeŽtragische Verliererportrait eines Mannes, der langsam stirbt.
Die Szene am Beginn zeigt diesen Uxbal (Javier Bardem) in einer Schneelandschaft, eine Eule liegt leblos im Schnee. Ein junger Mann (Nasser Saleh) ist ebenfalls dort, die beiden hören ein Geräusch.
Szenenwechsel: Uxbal hält sich in Barcelona immer am Rande der Kriminalität über Wasser. Er ist ein treu sorgender Vater für seine beiden KKinder Ana (Hanaa Bouchaib) und Mateo (Guillermo Estrella). Er lebt von seiner labilen manisch-depressiven Frau Marambra (Maricel Alvarez) getrennt. Die führt ein unstetes Leben, Vergnügungssucht wechselt sich ab mit totaler Niedergeschlagenheit. Sie liebt ihren Mann noch immer, auch Uxbal hat noch Gefühle für die chaotische Frau, doch er weiß, dass es nie mehr gut gehen kann.
Uxbal ist krank und der Arzt eröffnet ihm, dass er noch noch einige Monate zu leben hat, er muss sich aber einer Chemotherapie unterziehen.
Seine Brötchen verdient er sich damit, indem er den illegalen Straßenverkauf gefälschter Markenware durch einen afrikanischen Hehlerring organisiert und die Polizei mit Bestechung bei Laune hält, damit sie immer mal wieder wegschauen.
Ausserdem hat er die Gabe mit Toten Kontakt aufzunehmen, dies hat sich herumgesprochen. So bekommt er immer mal wieder etwas Geld, weil er zu Totenfeiern eingeladen wird und den Hinterbliebenen eine Botschaft aus dem Nenseits kundtun kann.
Er selbst holt sich sehr oft Rat bei der befreundeten Geistheilerin Bea ((Ana Wagener), die ihn mit seinem Tod konfrontiert und ihm rät die wichtigen Dinge noch in Ordnung zu bringen.
Das Ziel heisst also alles so zu hinterlassen, dass es den Kindern auch nach seinem Tod gut gehen wird...
Als eine Passionsgeschichte ist das wuchtige Drama von Alejandro González Iñárritu angelegt.
Dabei wählt der Filmemacher erstmalig eine streng lineare Erzählstruktur, die passend ist für Uxbals Weg in den Tod, denn dieser ist unaabwendbar.
Die sonst so strahlende Stadt Barcelona wird von einer wüsten Seite aus gezeigt. Das Treiben im bunten, multiethischen Viertel El Raval erweist sich als Hölle Auf Erden, im Gauner- und Unterweltmilieu ist jeder sich selbst der Nächste, ein Unheil löst weitere Brandherde aus, das menschliche Elend durch die Armut ist allgegenwärtig.
In dieser, seiner Welt erlebt Uxbal seine letzten Tage, der Abschied verheißt vielleicht auch eine neue Hoffnung. Wer weiss.
Erneut ist Inaritu ein sehr gewaltiger, bemerkenswerter Film gelungen, in dem vor allem Javier Bardem eine großartige schauspielerische Leistung vollbringt, diese wurde sogar mit einer Oscarnominierung belohnt.
Als mexikanischer Beitrag gelang dem Film auch die Nominierung zum besten fremdsprachigen Film, wurde allerdings von "In einer besseren Welt" geschlagen.
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TOP 1000 REZENSENTam 30. Oktober 2011
FILM:

Uxbal (Javier Bardem) lebt mit seinen zwei ca. 5+8 jährigen Kindern in einem Armenvirtel von Barcelona. Er schlägt sich mit Drogengeschäften und esoterischen Totengesprächen für Hinterbliebende durch. Seine schwer psychisch kranke Frau von der eigentlich getrennt lebt tritt immer wieder in sein Leben und er versucht nochmal das Glück der Famile für die Kinder aufrechtzuerhalten. Insbesondere deswegen weil er erfährt dass er schwer krebskrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat. Uxbal versucht in dieser ausweglosen Situation mit möglichst viel Gerechtigkeit und Liebe für die Kinder die schwierige finanzielle und menschliche Situation zu meistern....

Es einer der deprimierendsten und traurigsten Filme die ich je gesehen habe, und das sind eine Menge. Was sich nach o.g. Beschreibung nach einem durchschnittlichen Drama anhört und auch recht unübersichtlich anfängt entwickelt sich in den knapp 142 min. zu einem extrem dichten, hervorragend authentisch und Oscar verdächtig von Javier Bardem gespielten Sozialdrama ohne Tabus. Er verfügt über eine Palette der Ausdrucksmöglichkeiten allein in diesem Film die andere im ganzen Leben nicht erreichen werden. Man leidet richtiggehend mit und der Film hinterlässt den Seher noch lange nach Ende sehr nachdenklich. Das Ende schliesst den Bogen zum Anfang in unglaublich emotionaler Weise und streift auch noch das Genre des Phantastischen.

Selten waren in einem Drama alle Beteiligten so egoistisch nur auf ihren Vorteil bedacht und gehen buchstäblich über Leichen so dass es auch insbesondere am Ende richtiggehend schmerzt der Handlung zu folgen. Der Film war zu Recht sowohl für den Golden Globe als auch für den Oscar nominiert - er hätte beide Preise auch für Javier Bardem als einzigartigen Hauptdarsteller mehr als verdient.

5/5 Sternen

MEDIUM:

Gutes Bild ohne für mich feststellbare Schwächen. Herausragend ist der DTS bzw. DTS-HD 5.1 Ton (auch in Deutsch auf der Blu-ray!), leise Passagen sind sehr transparent und dann kommen wuchtige Musikpassagen die einen dramatischen aber gut ausgesteuerten Kontrast dazu bilden. Es sind keine nennenswerten Extras ausser einem 21 min. Tagebuch des Regisseurs zu finden. Diese Erstauflage kommt mit einem O-Card Schuber und einem 8-seitigen Booklet daher. Blu-ray: Schuber mit fester FSK Bezeichnung - Amaray mit Wendecover
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am 6. Januar 2013
Bei Biutiful handelt es sich um ganz großes Kino, das die sozial schwierige Problematik von ärmeren Schichten und Flüchtlingen in Barcelona eindringlich wieder gibt. Der Film geht sehr unter die Haut, ist liebevoll und deprimierend trostlos gleichzeitig. Jede einzelne Akteurin, jeder einzelne Akteur verkörpert die jeweilig zu spielende Rolle perfekt. Nicht nur Javier Bardem ist in seiner Rolle als liebender Vater, der an der ungerecht kaltherzigen Ganovenszene zu verzweifeln droht, brillant besetzt. Auch Maricel Àlvarez spielt eindringlich die schwer depressive Mutter, die sich nicht im Griff hat. Außergewöhnlich gut wurden auch die beiden Kinder - gespielt von Hanaa Bouchaib und Guillermo Estrella - verkörpert.

Die BluRay ist top ausgestattet. Neben dem meist üblichen Kinotrailer finden sich auch ein alternativer Kinotrailer, Interviews mit einigen DarstellerInnen, die Vorstellung der Crew als auch das äußerst interessante, informative und wirklich sehenswerte persönliche Tagebuch des Regisseurs. Sieht man sich die persönlichen Bild- und Tonaufnahmen des Regisseurs an, geht Biutiful aufgrund der detailreichen Kommentare zum realen Leben in Barcelona noch tiefer unter die Haut.

Biutiful steht und fällt mit seinen bis ins letzte Detail hervorragenden SchauspielerInnen.

Fazit: Ganz großes Kino.
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am 19. September 2011
Dies ist wirklich ein Film, der unter die Haut geht.
Schonungslos, ohne Kitsch oder auf die Tränendrüse zu drücken konfrontiert der Film mit der harten Realität vor den Kulissen eines Barcelonas, dass man so als Tourist bestimmt nicht zu sehen bekommt.

Das eher armselige Leben von Uxobal (J. Bardem) ist nicht gerade vom Erfolg gekrönt. Mit kleineren Deals versucht er sich über Wasser zu halten und trotz den sehr bescheidenen Lebensumständen ist er sehr bemüht, ein guter Vater zu sein und seine Frau und auch sich selbst vor dem total Absturz zu bewahren.

Ein Film der wirklich berührt, der nie ins Absurde oder Lächerliche rutscht und einen mehr als nachdenklich zurücklässt.

Wer etwas Heiteres sucht, ist hier nicht richtig, an manchen Stellen ist er eventuell etwas langatmig geworden doch im Großen und Ganzen ist der Film wie eine Explosion die einen mit der bitteren Realität konfrontiert.
Die Schauspieler sind durch die Bank weg großartig und authentisch und vorallem Bardiem überzeugt mit einer Wahnsinnsleistung!

Absolut sehenswert!!
11 Kommentar| 34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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