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am 28. Februar 2013
In einem kleinen Dorf in England trifft ein gutaussehender sehr untypischer Vikar auf eine supernette neu hinzugezogene Familie und eine sehr hübsche aber kratzbürstige gehbehinderte Psychologin. Zu diesen Hauptpersonen gesellen sich noch eine unheimliche Kulisse, der reiche Gutsbesitzer (na klar), primitive Dorfbewohner (ebenfalls klar), böse Schuljungen, und -sehr mystisch- eine unheimliche Gestalt. Es werden die Leichen kleiner Mädchen gefunden und das kleine Mädchen der supernetten Familie könnte die nächste sein.

Von allen bisher erschienenen Büchern der Autorin hat mir dieses am wenigsten gefallen.
Zum ersten: weil die Charaktere überzeichnet sind (sooo nett, sooo primitiv oder sooo verstört)
Zum zweiten: weil ich mich von der ersten bis zur letzten Seite hin unbehaglich gefühlt habe. Als mitfühlender Leser fürchtet man um das Leben eines unschuldigen Kindes.
Zum dritten: die Hauptfiguren zeigen häufig ein sonderbares Verhalten, die Vegangenheit hat sie zu dem gemacht, was Sie heute sind. Aber die Erklärungen hierzu sind ziemlich dürftig, wahrscheinlich kennt die Autorin selbst die Charakter bildenden Momente ebenfalls nicht.
Zum vierten: je weiter das Buch dem Ende zustrebt, desto unglaubwürdiger wird's. So viele Geheimverstecke, merkwürdige Rituale primitiver Dorfbewohner, untypisches Verhalten in Krisensituationen, etc. Mich hat es stellenweise stark an die Gespenster- und Detektivgeschichten aus meiner damaligen Kinderbücherei erinnert.
Zum fünften: der Chefermittler macht auch nicht gerade einen seriösen Eindruck, er verhält sich der Familie gegenüber herablassend (tätschelt der besorgten Mutter den Rücken und nennt sie "Kindchen") und teilt so ziemlich jede Information mit unserem neuen Freund, dem Vikar.
Zum sechsten: Nach so einem unbehaglichen Inhalt wäre ich gerne mit einem angenehmen Ende belohnt worden, aber auch nachdem der Täter ermittelt wurde, ist nichts wirklich gut. Ja, es hätte noch schlimmer kommen können. Wenigstens handeln die Hauptfiguren auch weiterhin konsequent undurchschaubar. Wieso nur muss ich fragen, was sie jetzt vorhaben und warum? Das kann nur mein Fehler sein, bin wohl zu neugierig.

Ich könnte die Aufzählung weiterführen, aber es reicht wohl auch so. Diese literarische Gemüsesuppe bunt zusammengewürfelter Themen aus dem Ideengarten der Autorin bekommt von mir zwei Sterne - immerhin habe ich es bis zum Ende gelesen...
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am 27. Januar 2016
das buch liest sich ganz gut, wenn auch ein wenig zu lang geraten. da hätte man um einiges kürzen können. ich war mehrfach versucht das buch weg zu legen, weil es doch recht langatmig war. wollte aber dann doch wissen, wie sich der " mystery-teil " auflöste. das gelang recht gut. was mich aber total nervte, war diese naive, kleinmädchen-/kleinjungenhafte liebesgeschichte zwischen den beiden hauptprotagonisten. ich frage mich -
und das schon oft - ob es denn nicht möglich ist, einen guten thriller oder einen guten krimi zu schreiben, ohne hier unbedingt auch noch eine liebesgeschichte mit hinein zu bringen.
Insbesondere bei krimi-/thrillerautorinnen nervt mich das mittlerweilen gewaltig. wenn ich einen liebesroman lesen will, gibt es genügend autoren die dieses genre bedienen. werde wohl zunächst krimiautorinnen meiden.
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am 12. Mai 2017
Zum x-ten Mal bedauere ich, dass es keine extra-Bewertungen für den/die Sprecher gibt. Denn dieser hier hat mir das Buch derart vermiest, dass ich nach 1/5 Hören abgebrochen habe. Abgesehen davon, dass bis zu diesem Zeitpunkt von Thrill oder Spannung kaum etwas zu spüren ist (bis auf die drei am Anfang gefundenen toten Kinder), tut Herr Grauer sein Möglichstes, um das zu vertiefen. Er hat zwar eine sehr angenehme Stimme, die auch variieren kann, aber das Schneckentempo mit seinen unmotivierten Pausen (nicht die bei Kapitelwechseln) ist nicht auszuhalten.
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am 23. November 2013
Friedhof. Damit verbindet man ein Klischee, welches Angst und Unheimlichkeiten verbreiten soll. Eine Familie zieht direkt neben einer solchen Furchteinflössende Örtlichkeit und der Horror beginnt...

Ich bin noch völlig gepackt von diesem Buch, da man so ein grandioses Meisterwerk sehr selten zu lesen bekommt.
Das Genre lässt sich im Verlauf sehr schlecht einschätzen.
Das Buch beginnt schon absolut spannend und gewinnt rasant an Tempo. Hier glaubt man noch, dass die Handlung auf Horror aufgebaut ist. Im Verlauf erhält man den Eindruck, es verläuft mit Paranormalen Stil. Und am Ende kommt dann noch sadistischer Psychothriller dazu. Grandios. Der Leser ist absolut gebannt. Dadurch dass die Genrefrage nicht eindeutig geklärt werden kann, tappt der Leser auch mit seinen Vermutungen völlig im Dunkeln. Er weiß nicht im geringsten, was auf ihn zukommt. Zur Genauen Handlung werde ich nicht weiter eingehen, lest es einfach selbst, denn es ist absolut lesenswert.

So etwas spannendes und absolut nicht vorhersehbares, habe ich selten gelesen. Exzellent und mit Recht 5 Sterne.
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"... Es gibt eine Zeit zu leben,
eine zu sterben
und eine zu töten ..."

Heptonclough ist ein kleines Dorf in den Hochmooren von Lancashire. In diese scheinbare Idylle ist die junge Familie Fletcher mit ihren drei Kindern gezogen. Das Dorf verfügt über eine ältere und eine etwas neuere Kirche und die Fletchers haben sich auf dem Grundstück neben der Abteiruine ihr neues Häuschen gebaut. Begeistert spielen der sechsjährige Joe und der zehnjährige Tom auf dem Gelände des alten Friedhofs. Und auch ein neuer Vikar zieht in das Dorf. Harry Laycock eröffnet die seit 10 Jahre geschlossene Kirche wieder und lebt sich langsam in die Dorfgemeinschaft ein. Dies klingt nach einem beschaulichen Leben, bis die Fletcher-Söhne auf dem Friedhof plötzlich unheimliche Stimmen hören und immer wieder eine seltsame Gestalt sehen. Und dann stürzt in einer Novembernacht die Friedhofsmauer ein und legt das Grab eines kleinen Mädchens frei, welches jedoch drei Mädchenleichen birgt statt einer.

Sharon Bolton beginnt im Prolog mit der Entdeckung des Grabes des kleinen Mädchens, was der hinzugezogenen Polizei Rätsel aufgibt. Anschließend geht sie in ihrer Erzählung zwei Monate zurück und beginnt mit der eigentlichen Geschichte des Thrillers. Und dieser gestaltet sich von Anfang an äußerst unheimlich, mysteriös und regelrecht gruselig.

Ihr Schreibstil ist atmosphärisch so dicht umgesetzt, dass einen beim Lesen sofort ein sehr beklemmendes Gefühl überfällt. Dieses scheinbar so idyllische Dorf mit seinen offensichtlich so netten Einwohnern verbirgt ein grausames Geheimnis, dies spürt man mit jeder Zeile. Für die dichte Atmosphäre sorgen auch die Erwähnungen von Gebräuchen und Aberglauben, die in dem Dorf vorherrschen und regerecht zelebriert werden. Und doch wirken ihre Einwohner aufgeschlossen, freundlich und ehrlich, unterstützen sich gegenseitig und die Dorfgemeinschaft scheint wunderbar zu funktionieren. Die Fletchers wie auch der Vikar werden herzlich aufgenommen und lernen die Hilfsbereitschaft des Dorfes kennen. Hinzu kommt auch, dass sich der Großteil des Lebens der kleinen Jungs zwischen Kirche und Friedhof abspielt, allein dieses Vorstellung, gepaart mit dem immer wiederkehrenden Nebel der englischen Hochmoore erzeugt eine düstere, beunruhigende Stimmung.

Und Sharon Bolton spielt auch geschickt mit Ängsten, die wahrscheinlich fast jeder Leser aus seiner Kindheit kennt. Der Thriller wird zum einem aus der Sicht der Erwachsenen, zumeist des Vikars und der Psychologin Evi Oliver erzählt, aber auch sehr oft aus der Perspektive von Tom, dem zehnjährigen Jungen der Fletchers. Der Autorin gelingt es hervorragend, dass man sich in den spitzbübischen und auch so nachdenklichen Tom hinein versetzen kann und seine Ängste so auch mitfühlt.

Denn wer kennt dieses Gefühl nicht, nachts plötzlich hellwach zu sein und das Gefühl zu haben, jemand befindet sich in deinem Zimmer, jemand bedrohliches. Dein Verstand sagt dir, dass dies unmöglich sein kann, die Haustür und die Fenster sind fest verschlossen, hier kann niemand sein und doch spürst du sein Atmen, seine Nähe und ziehst ganz vorsichtig die Bettdecke über das Gesicht. Schließlich ist Tom fest davon überzeugt, dass jemand ihn verfolgt, ihn bedroht und das dieser Jemand eine noch größere Bedrohung für seine kleine Schwester Millie darstellt. Doch wenn er diese Ängste und die seltsame Gestalt den Erwachsenen erzählt, wer würde ihm glauben? Niemand!

Diese Szenen wie auch alle anderen beschreibt die Autorin ohne reißerische Effekte und trotzdem ist der Gänsehauteffekt fast durchgehend in dem Buch vorhanden. Ihre Story baut sich sehr vielschichtig auf, nichts ist so wie es offensichtlich scheint, wer oder was hinter den mysteriösen Stimmen und den merkwürdigen Vorgängen rund um die Kirche steckt, erfährt man lange Zeit nicht. Man weiß eigentlich nur, dass zwei kleine Mädchen unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen und das die kleine quirlige Millie genau im gleichen Alter ist als diese verschwanden, mehr aber auch nicht.

Ihre Charaktere sind wunderbar herausgearbeitet. Besonderes Augenmerk liegt hier auf dem aufgeweckten, fantasievollen Tom, welche ihm beinahe zum Verhängnis wird. Und auf Vikar Harry und der Psychiaterin Evi. Harry ist ein junger, aufgeschlossener und zuweilen auch in der Kirche fluchender Vikar, der alles ein wenig locker angeht und sich schnell mit den Fletchers anfreundet. So wird er auch bald in die Geschehnisse mit hineingezogen. Ihm zur Seite steht Evi Oliver. Die Psychiaterin therapiert eine Einwohnerin des Dorfes und ist somit oft in Heptonclough anzutreffen.

Fazit: Sharon Boltons neuer Thriller zieht einen durch seine unheimliche, extrem spannende und vielschichtige Story sofort in seinem Bann, ohne jede Chance das Buch vor Beendigung aus der Hand zu legen.
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am 22. August 2011
In dem Buch "Bluterte" von Sharon Bolton, geht es um die Familie Fletcher, die mit ihren drei Kiner in das Dorf Heptonclough ziehen! Eigentlich müsste dieses Dorf das Paradies sein, aber die Nachbarn benehmen sich sehr eigenartig...
Für Gillian Royle ist ie Idyille schon längst kein Paradies mehr. Vor drei jahren kam ihre Tochter bei einem Brand ums Leben. Aber Gillian hofft sie immernoch lebend wiederzufinden, obwohl sie alle anderen für verrückt halten.
Durch Zufall wird ein Grab freigelegt in der drei Mädchen liegen, wo eigentlich nur eins begraben liegen soll. Jetzt gibt es keine Zweifel mehr, das das Dorf ein tötliches Geheimnis hütet.

Es gibt eine Zeit zu leben
Eine zu sterben
Und eine zu töten

Der Thriller "Bluternete" ist wirklich sehr packend. Von der ersten Seite an beginnt die Spannung und entlädt sich erst auf der letzten Seite. Das Ende ist sehr überraschend und das komplette Bch ist unglaublich gut geschrieben.
Ich würde sagen: Eines der besten Bücher, was ich gelesen habe.
Ich kann es jedem nur empfehlen (:
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am 6. August 2011
Wenn man die Bewertungen und Meinungen zu *Bluternte* von Sharon Bolton liest, kristallisiert sich doch schnell heraus, dass auch diese Geschichte von den Lesern völlig unterschiedlich aufgenommen wird, sowohl positiv als auch negativ.

Da es mein erster Roman von ihr war, kann ich schlecht sagen wie *Bluternte* im Vergleich zu ihren andern Büchern steht, was an diesem Roman vielleicht besser oder eventuell schlechter ist. Ich jedenfalls fand ihn sehr ansprechend und habe mich bestens unterhalten gefühlt. *Bluternte* ist aber nicht wie viele andere Thriller, die mit einem unglaublichen Tempo und Action bestückt sind, sondern ist im Vergleich dazu schon eher gemächlich aufgebaut und legt viel mehr wert auf Atmosphäre, Spannung, Tiefgang und behandelt sehr alte Rituale und Mythen. Sharon Bolton spielt mit einer Leichtigkeit mit den Urängsten der Menschen, dass es einem die Haare aufstellt. Speziell mit der Angst im Dunkeln das Gefühl zu haben, es befindet sich jemand in der Nähe der einen beobachtet, dessen Nähe man wie einen kalten Windhauch im Nacken spürt, egal ob draußen, oder auch in der angeblichen Sicherheit der eigenen vier Wände.
*Bluternte* ist wirklich hochspannend - und ziemlich unheimlich. Lange ist nicht klar, ob es hier um ein Verbrechen geht oder ob es spukt, denn die Verwandlung von einem Mysterythriller in einen "normalen" Thriller, der vom Bösen in den Menschen erzählt, ist ihr gut gelungen. Sharon Bolton verpasst dem kleinen Örtchen Heptonclough eine derart dunkle Atmosphäre, dass man glaubt die Sonne würde einen großen Bogen um diese Gegend machen. Aufgrund des nicht ganz so hohen Tempos, kann man die düstere Szenerie intensiv auf sich wirken lassen und kommt zusätzlich in den Genuss, diese wunderbar gezeichneten Figuren zu *Leben*, jede auf ihre eigene und ganz spezielle Art kennenzulernen, sie zu mögen und sie auf der Suche nach dem Bösen zu begleiten. Der Schauplatz und die Charaktere sind *die* absoluten Pluspunkte in diesem Roman, angefangen von Evi und Harry, bis hin zu den kleinen Kindern Tom & Joe.

Des weiteren viel mir sehr positiv auf, wie sie der Problematik mit dem sich in einen Schauplatz, in eine Szenerie hinzuversetzen, aus dem Weg ging. Es ist nicht immer ganz einfach und viele Autoren haben auch ein Problem damit, sie dem Leser nahe zu bringen. Dieser Schwierigkeit ging Bolton aus dem Weg, in dem sie am Buchanfang eine kleine Skizze der Ortschaft einfügte. Sehr clever und absolut wirkungsvoll.

Der vielleicht einzige Schwachpunkt der mir ins Auge gefallen ist war, wie Sharon Bolton die beiden Jungs mit einer zu großen Portion logischem Denken und Handeln ausstattet hat. Ich glaube nicht, dass Kinder im Alter von 10 und 6 Jahren immer so reagieren wie hier in diesem Roman, speziell in den Streßsituationen. Aber sonst ein klares * Daumen hoch * für dieses Werk.
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...denn sehr unheimliche, und anfangs auch unverständliche, Dinge geschehen in Heptonclough, einem kleinen Ort am Rande eines Moores in Lancashire.
Mit den Einwohnern des Ortes scheint etwas nicht zu stimmen. Sie verhalten sich seltsam, verstört und oft brutal.

Als die Familie Fletcher, was an für sich schon seltsam genug ist, ein Haus im Ort bauen darf und bald einzieht, überschlagen sich die Ereignisse. Die Söhne der Familie hören Stimmen vom Friedhof her, denn dessen Mauer grenzt teilweise an den Garten der Flechters.
Der ältere Sohn der Fletchers fürchtet (und das zu Recht, denn es gab schon einen Versuch das Kind umzubringen) um das Leben seines kleinen Schwesterchens. Als die Kleine dann, in einer Unwetternacht, von einem unbekannten Wesen, das sich unbemerkt ins Haus eingeschlichen hat, entführt wird, gelingt es dem 10jährigen Bruder, seine Schwester in letzter Sekunde zu retten.

Doch durch die schweren Regenfälle, stürzt ein Teil der Friedhofsmauer, die den Garten der Flechters begrenzt, ein und zerstört das dahinterliegende Grab, in dem ein kleines Mädchen, seit Jahren, beerdigt sein sollte - und hier, in dieser Grabstätte, findet man nun die Leichen von drei Kindern.....

Sharon Bolten, die schon einige, äußerst spannende, Thriller geschrieben hat, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, ist ein großes Talent für gut gestaltete, oft das Mystische mit einbeziehende - und vor allem aber spannende Romane, mit sympathischen Protagonisten, dieses Literatur-Genres. Ich habe das Buch nicht aus der Hand legen können, und war, zugegebener Maßen, etwas ungehalten, wenn man mich beim Lesen gestört hat.
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am 24. März 2013
"Bluternte" von Sharon Bolton ist ein weitestgehend gelungener mystischer Thriller, der den Leser in eine gruselige Atmosphäre eintauchen lässt. Fast den kompletten Roman hindurch hat man ein beklemmendes Gefühl.

Die Nebenfiguren, die alteingesessenen Bewohner des Ortes Heptonclough, werden nur angedeutet und erscheinen als verschworene Gemeinschaft, die ein düsteres Geheimnis hüten. Leider wird sich dabei aber auch ordentlich in der Klischee-Kiste englischer Krimis vergriffen...

Ebenfalls negativ finde ich die Beschreibung der beiden größeren Kinder der Fletchers. Sie verhalten sich mal altersgerecht, meistens aber sehr untypisch für ihre Altersgruppe. Wie kann ein sechsjähriger von sich aus auf die Idee kommen ein Phantombild zu zeichnen und das dann so gut, dass es auf das Krankheitsbild der gesuchten Person schließen lässt?

Wo sich das Tempo im Mittelteil etwas hinzieht, kommt gegen Ende zu viel auf einmal und zu schnell. Etwas mehr Zeit für die Auflösung wäre angenehmer gewesen. Wirklich unzufrieden war ich aber durch den Epilog, dort hätte ich mir etwas anderes gewünscht. Dadurch hat das Buch bei mir einen ziemlich enttäuschenden Nachhall hinterlassen.
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am 18. Mai 2011
Der neue Bolton ist in meinen Augen so gut wie die beiden Vorgänger. Im Gegensatz zu den beiden anderen Büchern ist dieser Roman jedoch nicht in der 1. Person geschrieben, sondern das Buch wechselt zwischen drei Potagonsiten, ein Stilelement, das mir gut gefallen hat. Was ich an ihren Bücher jedoch am meisten schätze, ist, dass sie es immer schafft, auch noch so abstruse Handlungsstränge am Ende zur Befriedung des Lesers aufzulösen. Denn wie oft fiebert man doch bei so manchen Büchern mit, um auf den letzten Seite bei der Auflösung zu denken - och, nööoo. Das passiert einem in diesem Buch nicht. Die bedrohliche Stimmung steigert sich unaufhörlich und am Ende bleibt man betroffen, aber mit einem logischen Ende zurück. Kompliment, mal wieder ein spannendes, flüssig geschriebenes Buch einer Autorin, die nicht die immer gleichen Figuren in der xten Fortsetzung wiederkäut, sondern in jedem Buch mit neuen, aber immer sehr sympathischen Hauptfiguren überrascht.
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