Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle Roosevelt festival 16

Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
7
3,6 von 5 Sternen
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:7,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 3. November 2009
Shanghai im Jahre 1937.
Die Stadt befindet sich nach der ersten japanisch-chinesischen Schlacht um die Stadt seit dem 31. Mai 1933 im Zustand des Waffenstillstands.

Pearl und May, zwei sehr liebe Schwestern im Alter von 21 und 18 Jahren, leben in den dreißiger Jahren in der Stadt ein unbekümmertes und freies Leben in Wohlstand und Frieden. Sie flirten gerne, sind albern und verdienen sogar Geld als Models für Werbeplakate.
Das Geld legt der Vater für sie an.
Doch dann spielt das Schicksal ihnen einen Streich: der Vater eröffnet der Familie, dass er pleite ist, und dass er die Schwestern an zwei Brüder chinesischer Abstammung nach Amerika verkauft habe. Unter Wehklagen und Schmerzen willigen die beiden Mädchen in den unlauteren Handel ein.
Es bleibt ihnen auch nichts anderes übrig, denn der Vater muss sein Hab und Gut verkaufen, die Dienstboten entlassen und das Haus so aufteilen, dass viele Untermieter wenigstens ein geringes Einkommen gewährleisten.
Nach der Hochzeit hegen die beiden Töchter aber ganz andere Pläne, als ihren Scheinehemännern nach Amerika zu folgen!
Statt zum vereinbarten Treffpunkt zur Überfahrt nach Los Angeles zu fahren, bleiben sie lieber zu Hause. Dass der Vater einem Gaunersyndikat sein Geld schuldet, verschlimmert die Lage der Familie erheblich.
Kurz darauf überfallen die Japaner erneut die Stadt Shanghai, und nun beginnt eine wahrlich abenteuerliche Geschichte. Mutter und Töchter fliehen aus der Stadt, entkommen aber nicht den brandschatzenden und mordenden Angreifern und deren unsäglichen Vergewaltigungen.

Auf kühne Weise gelingt den beiden Mädchen schließlich nach dem Tod der Mutter die Flucht nach Amerika.

In Los Angeles leben sie in der Familie ihrer unerwünschten Ehemänner im Familienclan und bleiben nach alter Sitte und Gehorsam dem Schwiegervater verpflichtet. Eine verzwickte und verwickelte Familiengeschichte offenbart die Tücken von Konvention, Anstand und traditionellen Gebräuchen, die allen zu schaffen machen. China Town wird das Zentrum für Gelderwerb und Lebensmitte. May und Pearl, die beiden Schwestern, schlagen sich tapfer durch und sind heftigen Familienkrisen ausgesetzt. Die Autorin geht in ihrer Erzählung der Familiengeschichte einfallsreich nach, die von zahlreichen Geheimnissen durchflochten ist.

Lisa See, selber chinesischer Abstammung, hat ein Sittenbild entworfen, das die Verwerfungen des zwanzigsten Jahrhunderts zeigt. China mit seinen ehernen Traditionen im Zwischenreich zwischen westlichem Lebensstil und östlichen Geflogenheiten bietet reichlich Stoff für spannende Lebensgeschichten, aufregende Abenteuer und erschütternde Kriegsberichte. Dass die Japaner bei ihren Überfällen auf China unmenschliche Grausamkeiten besonders an Frauen begingen, ist legendär. Eingefangen hat Lisa See sowohl die realen Kriegsgeschehnisse als auch östliche Lebensgewohnheiten, die in Amerika beibehalten wurden und zu einem Leben in der Isolation führte. Man wusste sich zwar wohl aufgehoben in dem Land, fühlte aber den schmerzlichen Prozess der Entwurzelung.
Als Chinese war man in Amerika in jenen Jahren Erniedrigungen und Ausgrenzungen ausgesetzt. Menschen chinesischer Abstammung galten als eine Art Migranten Proletariat. Nur wenigen gelang die volle Integration. Der historische Hintergrund für die Zeitgeschichte ist im Nachwort belegt.

Man erwartet das Ende der Geschichte mit Spannung. Die mannigfachen Verstrickungen in der Familie bieten packende Unterhaltung auf gutem Niveau, und die Autorin zeigt ein Erzähltalent, das außerordentlich vielgestaltig ist!
22 Kommentare| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2010
Wer Lisa See kennt, weiß, dass sich die US-amerikanische Schriftstellerin chinesischer Herkunft schon in ihrem Buch Auf dem goldenen Berg" mit der Problematik und Lebenssituation der chinesischen Einwanderer in die USA beschäftigt. So auch in dem Buch Töchter aus Shanghai", das über 2 Jahrzehnte die Lebensgeschichte zweiter Schwestern beschreibt.

Hauptpersonen der Handlung sind Pearl und May, zwei Töchter aus reichem Haus. Tagsüber arbeiten sie Malern Modell, abends erleben sie das pulsierende Shanghai der 30er Jahre.
Die heile Welt der jungen Frauen bricht abrupt zusammen, als ihr Vater ihnen mitteilt, dass er sie , aufgrund von Spielschulden, als Bräute an die Söhne eines reichen, mittlerweile in den USA lebenden Chinesen, verkauft hat. Es folgt eine eilig arrgangierte Hochzeit mit den unbekannten Männern, denen May und Pearl, laut getroffener Vereinbarung, in die USA folgen sollen.

Entgegen der Abmachung bleiben die Schwestern in Shanghai und erleben den Einmarsch der japanischen Truppen in ihre Heimatstadt. Ihre Mutter wird von den japanischen Invasoren getötet, der Vater verschwindet. Nach einer Odyssee gelangen die Schwestern nach Hong Kong, wo sie ein Schiff Richtung USA betreten.

Doch auf dem goldenen Berg", so der poetische Ausdruck für die USA, wird ihnen erst nach nach Monaten die Einreise erlaubt.
Hier angekommen erwartet sie ein Leben in einer neuen Familie, mit ungeliebten Ehemännern und harter Arbeit.

Eigentlich eine interessante Geschichte.
Und anfangs hält das Buch auch die Versprechungen. Interessant beschreibt Lisa See das Leben der Schwestern Pearl und May im Shanghai der 30er Jahre und deren Flucht vor den Japanern .
Doch schleichend macht sich die Langeweile im Buch breit.
Immer neue Probleme erwarten die Schwestern, immer neue Hindernisse auf ihrem Weg in ein sorgenfreies Leben in den USA.
Und so ist Töchter aus Shanghai" ab Mitte des Buches nicht mehr die Geschichte zweier Schwestern, sondern die Beschreibung der Diskriminierung von Chinesen in den USA am Beispiel zweier Schwestern.
Pearl und May erleben fast schon Klischeehaft alles Elend und Unheil, was eingewanderten Chinesen in den USA nur passieren kann.
Die Liste der Diskriminierung wäre lang, doch May und Pearl erleben alles am eigenen Leib.
Irgendwann fragt sich der Leser:
Welches Elend oder menschliches Schicksal kommt als nächstes auf die Schwestern zu?
Es ist schlicht und einfach zu dick aufgetragen.
Lisa See will viel zu viele Geschichten und Erlebnisse, die sie von chinesischen Einwanderern erfuhr, in die Geschichte einbauen, so dass die Handlung mehr und mehr langatmig und unrealistisch wirkt.
Schade um die gute Idee!
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
China ist ein Land, mit dem man jenseits von Ente süß-sauer eher selten Berührungspunkte hat. Deshalb war ich umso neugieriger auf dieses Buch.

Es erzählt die Geschichte zweier Schwestern. May und Pearl sind als Töchter wohlhabender Eltern im Shanghai der 30er Jahre aufgewachsen. Sie waren jung, sorglos und frivol, gerne gebuchte Modelle für Maler, Kalendermädchen, moderne Chinesinnen, bis ihre gewohnte Welt zusammenbricht.

Es ist sehr spannend zu lesen, wie sie versuchen, alte Traditionen abzustreifen, emanzipierte Frauen zu sein, was gut funktioniert solange der Vater nachsichtig alle Rechnungen bezahlt. Als aber Papa in Geldnot gerät, ist das vorbei. May und Pearl müssen lukrativ verheiratet werden. Da werden Ehen arrangiert und Verträge ausgehandelt. Es geht um Existenz und Familienehre. Aber auch das läuft nicht wie geplant, der chinesisch-japanische Krieg kommt dazwischen.

Später landen sie mit ihren frisch gebackenen Ehemännern in Amerika, obwohl die Einreise nicht einfach ist. Die Amerikaner wollen keine Chinesen mehr in ihr Land lassen. Und auch danach, ist das Leben in der Chinatown von Los Angeles kein Honigschlecken. Chinesen sind Bürger niedersten Ranges, jeder Zeit von der Ausweisung bedroht. Als in China Mao an die Macht kommt, steht auch noch jeder Chinese pauschal unter Kommunismus-Verdacht.

Dieses Buch erzählt neben einer fesselnden Geschichte, ganz viel über Chinas wechselvolles Schicksal, über Traditionen, Familienehre und „schlitzäugige“ Geschäfte, Papiersöhne und ihre Frauen, den Kampf ums Überleben trotz widriger Umstände.
Gegen Ende häufen sich die Dramen ein klein wenig. Trotzdem hat mich dieses Buch sehr beeindruckt. Es hat mich unterhalten und dabei deutlich meinen Horizont erweitert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Juni 2016
Das ist der erste Roman von Lisa See den ich gelesen habe und ich fand es sehr interessant mehr über die Geschichte China's (und Bewohner aus Shanghai) während des zweiten Weltkrieges zu erfahren. Das Buch schildert die Geschichte einer scheinbar wohlhabenden Familie aus Shanghai und ihr Fall in den mittellosen Stand. Die Geschichte wird vom Standpunkt zwei Schwestern erzählt und von ihrem tragischen Leidensweg (werde nicht in Einzelheiten gehen um das Buch für andere Leser nicht zu ruinieren)
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Januar 2011
Eigentlich eine gut geschriebene Geschichte, die einen nicht losläßt. Der einzige - leider nicht unwesentliche - Wehrmutstropfen aus meiner Sicht: Gegen Ende wird die Story arg unplausibel und es ist schwer nachvollziehbar, warum die Hauptpersonen so handeln, wie sie es tun. Und dann hört das Buch einfach auf, und läßt viele Fragen offen. Deshalb kann ich mich nur zu einer mittelmäßigen Beurteilung durchringen.
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Februar 2010
Die Geschichte beginnt in Shanghai in den 20- und 30-er-Jahres des letzten Jahrhunderts. Die Millionenstadt galt zu dieser Zeit als Wirtschaftsmetropole und hochflorierende Hafenstadt. Zwei Töchter aus der Mittelschicht führen das unbeschwerte Leben einer jungen und fortschrittlichen Generation, die zwar noch immer an traditionelle und gesellschaftliche Normen gebunden ist, aber doch eigene Wege findet, um modern und westlich zu sein. Eine abrupte Wende ihres Glücks erfahren sie durch den wirtschaftlichen Ruin ihres Vaters und den damit verbundenen arragierten Ehen mit zwei Brüdern. Zeitgleich beginnt der japanisch-chinesische Krieg und sie fliehen zusammen mit ihrer Mutter, die die Flucht jedoch nicht überlebt. Die beiden jungen Frauen sind nun auf sich selbst gestellt und müssen unter den leidvollsten Umständen ihre Heimat verlassen.

Auf Angel Islands (zur damaligen Zeit Sammellager für Immigranten in den USA) erleben die beiden Frauen, was es heisst, den Schikanen der Einwanderungsbehörden ausgesetzt zu sein. Nach vielen Monaten finden sie dann zu ihren "arrangierten" Ehemännern, die bereits als sogenannte Papiersöhne in die USA eingereist sind. Sehr eindrücklich wird tiefe familiäre Verbundenheit erzählt, die trotz der nicht-verwandschaftlichen Verhältnisse, zwischen den Familienmitgliedern allmählich entsteht. Als Migranten in einem Land, in dem die Chinesen zu dieser Zeit dem Rassismus ausgesetzt waren und in ständiger Angst vor Denunziation lebten, versuchen die beiden Frauen, ihre Familie zusammenzuhalten und den Alltag so gut und unauffällig wie möglich zu meistern. Doch die Gefahr der politisch motivierten Verfolgung macht auch vor ihrer Haustür nicht halt.

Die Autorin hat geschickt fiktive und wahre Geschehnisse in ihrem neuen Buch verwoben. Dadurch gelingt ihr ein sehr glaubwürdiger Roman, der sowohl spannend und lehrreich ist und ausserdem genussvolle Lesestunden bereitet.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. August 2013
... interessant, traurig und sehr fesselnd, so dass ich dieses Buch an einem Tag gelesen habe.
Ich lebe momentan als Deutsche in China und finde die historischen Hintergründe und die verschiedenen Charaktere und Denkweisen sehr bereichernd.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken

Gesponserte Links

  (Was ist das?)