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Kundenrezensionen

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am 23. Dezember 2006
Jean Ziegler schafft es, seine LeserInnen in die Welt der Politik und Wirtschaft zu entführen und Ihnen zu erklären, wie es dazu kommen konnte, dass wir - global betrachtet - nicht solidarisch miteinander leben, sondern trotz optimaler Versorgung mit Lebensmitteln andere Menschen krepieren lassen. Zugleich zeigt er Ansätze auf, wie es (noch) möglich ist, das Ruder herumzureißen - mir ist das Buch unvergesslich und ich halte es für einen großen Gewinn! Wer Ziegler im übrigen vorwirft, er polemisiere, der verkennt, dass er nur die Realität beschreibt - die ihrerseits manchmal so unglaublich ist, dass sie einem auf den ersten Blick wie eine Übertreibung erscheint.
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am 20. Februar 2007
Sind wir wirklich zu viele auf der Welt? Namhafte Fachleute betonen, es gibt genug Nahrung und Wasser für die gesamte Bevölkerung von sechs Milliarden und mehr. Aber das Problem liegt eben NICHT, wie immer behauptet wird, in der Verteilung, sagt Jean Ziegler. Sondern in der Ideologie. In anderen Worten, Hunger und Verschuldung auf der Welt sind gewollt. Gewollt von den multinationalen Konzernen, deren einziges Interesse darin liegt, Profit zu häufen (gerne unter Hinweis auf die soziel Verantwortung den eigenen Mitarbeitern gegenüber). Der renommierte Schweizer Globalisierungsgegner bezeichnet Auslandsverschuldung und Hunger als die beiden Massenvernichtungswaffen gegen die Völker der Dritten Welt. Am Ende der Lektüre weiss man sehr viel mehr über die Strategien, die angewendet werden müssten, um Schulden und Hunger zu bekämpfen. Aber man ist skeptischer als je zuvor, dass diese Strategien jemals auf zwischenstaatlicher Ebene relevant werden. Die Macht der Konzerne ist zu groß.
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am 22. Dezember 2005
Jean Zieglers Streitschrift "Das Imperium der Schande" ist meines Erachtens sehr viel besser als das Vorgängerbuch "Die neuen Herrscher der Welt ...". Zieglers philosophisches Fundament für seine Betrachtungen sind die Schriften der Anführer der Französischen Revolution sowie der Marxismus. Diese Ideologien von einer gerechten Welt stehen im diametralen Gegensatz zur heutigen vorherrschenden neoliberalen Lehre der Weltmärkte.
Ziegler analysiert einmal nicht gross die Mechanismen der globalisierten Wirtschaft, sondern er beschreibt, wie es zur Verschuldung der Dritten Welt kommt, die Rolle der Länder der Ersten Welt sowie die Rolle von multinationalen Konzernen. Anschaulich schreibt Ziegler über die Zustände und den Hunger in der Mongolei, in Äthiopien und Brasilien. So zeigt er etwa auf, dass der brasilianische Präsident und Hoffnungsträger Lula in einem unlösbaren Dilemma steckt. Ihm fehlt das Geld, um die versprochenen Sozialprogramme durchzuführen, da er einen beträchtlichen Teil der Staatseinnahmen für den Schuldendienst braucht. Die reichen Länder sind somit sehr direkt schuld, dass in der Welt Hunger herrscht. Dabei blendet Ziegler nicht aus, dass auch korrupte einheimische Politikerkasten sich am Vermögen der ärmsten Länder bereichern.
Zudem zeigt Jean Ziegler am Beispiel des schweizerischen Nahrungsmittelmulti Nestlé die Rolle von transnationalen Gesellschaften und deren Einfluss auf die Regierungen von Nationalstaaten. Regierungen sind heutzutage durch Grosskonzerne erpressbar geworden. So heisst es, entweder gehen die Steuern runter oder wir machen den Standort dicht, mit der Folge von Hunderten oder Tausenden von Arbeitslosen. Der Staat verkommt so zu einem Feindbild der Konzerne, da staatliche Regelungen (z.B. Arbeitnehmer- oder Umweltschutz) nur den eigenen Gewinn schmälern, den es nach den Regeln der freien Marktwirtschaft zu maximieren gilt.
Insgesamt zeichnet Ziegler ein wenig optimistisches Bild. Eine gerechtere Weltordnung dürfte eine Utopie bleiben. Darwin regiert die Welt: Der Stärkere vernichtet die Schwächeren. Ziegler geht es darum, die Leser über die wahren Gründe von Hunger und Verschuldung aufzuklären, denn ohne Wissen gibt es keine Hoffnung auf eine gerechtere Welt, auf Verwirklichung des Rechts auf Glück.
Dialektisch genial ist Ziegler schliesslich, wenn er unter dem Titel "Massenvernichtungswaffen" Verschuldung und Hunger aufzählt. Damit relativiert er Bushs Kampf gegen den Terror und zeigt auf, wo die wirkliche Gefahr des Weltfriedens liegt.
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am 6. Juni 2006
Jan Ziegler deckt in diesem Buch die grausamen Machenschaften der grossen Weltkonzerne auf, wie diese die verschuldeten Entwicklungsländer in noch tiefere Not drängen. Auf Kosten weniger reicher Menschen müssen tausende andere in den armen Ländern sterben. Sie setzen sich über alle Gesetze und Abkommen der Länder hinweg und sind die neuen dunklen Fürsten dieses Globus. Wer sich ihnen in den Weg stellt wird mit mehr oder weniger subtilen Mitteln gefügig gemacht oder zur Seite geräumt. An diesem Spiel wirken auch die internationalen Organisationen wie WTO, IWF und WHO entscheidend mit. Man sieht wenig Chancen, dass der Teufelskreis und die Todesspirale unterbrochen werden können.

Durch seine Funktion als UNO-Sonderberichterstatter hält man Jean Zieglers Einblicke in die internationalen Machenschaften durchaus glaubwürdig und man erkennt die beängstigenden Tendenzen, die auch in Europa nicht Halt machen. Ein Kritikpunkt: von Seiten der angegriffenen Konzerne hätten mich die Gegenargumente interessiert, doch diesem ist in diesem Buch kein Raum gegönnt.
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am 29. November 2012
Jean Ziegler skizziert wieder mal das Leid und die Ungerechtigkeit unserer Welt ohne wirklich en Details zu thematisieren.
Abseits von Ideologien erzählt er uns, was momentan alles schief läuft auf der Welt und worauf unser Luxusleben fußt, nämlich auf den Rücken vieler Unglückliche in Afrika, Süd- und Mittelamerika und Asien.
In dem Streben nach Macht und Geld- und Markthegemonie klagt er die Konzerne und Staaten des Westens an.
Vielen werden seine Darstellungen als "Links" vorkommen, jedoch möchte er bloß aufzeigen bzw. über die Missstände aufklären.
In seiner Funktion als UNO Sonderbeauftragter für Hunger hat er viel gesehen und man hat oft den Eindruck, dass er diese Impressionen in seinen zahlreichen Bücher verarbeitet. Oft fragt er sich wahrscheinlich, warum müssen so viele Menschen vor Hunger sterben, obwohl wir Nahrung für 12 Mrd produzieren könnten.
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am 29. Dezember 2015
Das ist ein Buch, das die Realität des neoliberalen Weltsystem einschließlich seiner Institutionen und vor allem der Politik der Weltmacht USA und der sog. Wertegemeinschaft EU aus einer Insider-Perspektive darstellt und mit unzähligen Fakten und Eigenerlebnissen belegt. Schade ist nur, das die technische Herstellung des Ebooks unsäglich schlecht und primitiv ist, so dass z.B. wegen des fehlenden Fußnoten-Sprungs, während der Textlektüre keine direkte Sicht auf die Fußnoten möglich ist. Schade! Auch die Textredaktion, was spremdsprachliche Zitate angeht (Verwechslung z.B. von Portugiesisch und Spanisch...) Kommafehler, Schreibfehler etc. lässt einem zuweilen die Haare zu Berg stehen. Dennoch: Die Message des Buches ist extrem wichtig, weil sie gut begründet den Ansatz einer neuen "Aufklärung" unserer "Moderne" ohne jegliche Verschwörungstheorien darstellt und unsere politische Blickenge (trotz unseres globalen Tourismus) auf die wirklichen Probleme jenseits Europas und Nordamerikas richtet. Es ist ein durch und durch moralisches Buch, was schon aus dem Titel des Buches, "Imperium der Schande---" hervorgeht und einen unabdingbaren Appell an Vernunft und Moral eines jeden darstellt. Ich persönlich würde mir wünschen, dass das Buch in einer Neuauflage der Brasilienteil unter Berücksichtigung der aktuellen Ereignisse in Brasilein überarbeit würde und natürlich die technischen und text-redaktionellen Probleme gelöst würden.
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Der Autor zieht in seinem Buch eine Linie von der Französischen Revolution 1789, über die erste Republik 1792/93 bis zur Erklärung der Menschenrecht im Jahre 1948.
Damals, Ende des 18. Jahrhunderts war die Hoffnung auf das gemeinsame Glück, das materielle Glück eine Utopie. Die Menschen starben in vielen Teilen der Welt an Hunger, an materiellem Mangel. Heute, 250 Jahre später, ist die Welt auf Grund technologischer, industrieller, elektronischer Revolutionen aus dem Reich der Notwendigkeit in das Reich des Überflusses getreten. Heute wäre das gemeinsame Glück möglich. Aber nun kommt die Absurdität, die durch das ganze Buch wie ein roter Faden läuft, der Hunger.
Hunderttausende Menschen sterben jeden Tag an Hunger, 850 Millionen Menschen sind unterernährt, obwohl die Weltwirtschaft heute ohne Anstrengung 12 Milliarden Menschen ernähren könnte. Die 120 Entwicklungsländer haben zusammen 3.100 Milliarden Schulden. Da ist der jüngst beschlossenen Schuldenerlass von 10 Milliarden, sicher nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Dringend notwendige Investitionen im Sozialbereich, die zur Verhinderung von Hungertod, Epidemien und Unterernährung nötig wären, lassen sich damit nicht finanzieren.
Auf der einen Seite stehen die transkontinentalen privaten Weltkonzerne, die Globalplayer, die kein anderes Gesetz kennen als die Profitmaximierung. Die 500 größten Konzerne kontrollieren heute schon über 5O % der Brutto Weltproduktion. Jenseits der Nationalstaaten kommt es zu einer ungeheuren Machtanballung. Auf der anderen Seite wachsen die Leichenberge, wird ohne Notwendigkeit getötet.
Weltweit besitzen 225 Menschen so viel wie die halbe Menschheit. Die eine Milliarde Menschen, die in den Industrieländern lebt, verfügen über 80 % der weltweit erzeugten Wirtschaftsleistung, aus Kapital, Waren, Patenten und Dienstleistungen. 5 Milliarden Menschen in den ärmeren Ländern müssen sich mit 20% begnügen.
Das Buch soll eine Waffe sein, für den Aufstand des Gewissens, damit die Menschenrechte und die Solidarität nicht frontal bedroht werden
Brillant, rasant geschrieben, sehr verständlich. Eine Lektüre die sehr nachdenklich macht. Es ist ein Buch das ausgesprochen atmosphärisch arbeitet. Es sind düstere Atmosphären. Es gibt ganz verschiedene Reflexionsebenen.
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am 31. Januar 2015
Ja, schönes Buch, steht viel drin - aber mehr und mehr beschleicht es mich: Man müßte was tun, nicht "nur" drüber reden, was alles falsch in der Welt läuft (und aus diesen schlimmen Fakten wieder ein Buch machen, das man verkaufen kann). Klar, wenn man es nirgendwo lesen könnte, wüßte man es nicht, aber ....: Was geschieht nun, oder ist das kein Thema?
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am 1. April 2013
Was er schreibt kann ich zum Großteil teilen und es ist traurig dass dieses Buch nicht bekannter ist.
Was ich aber kritisiere ist der Stil: seitenweise Zitate von Philosophen, Soziologen und Ökonomen der französischen Revoltion, von Sartre und was weiß ich wem noch die einfach verdammt schwer zu verstehen sind und höchste Konzentration verlangen die ich eigentlich beim Lesen so eines Buches nicht gewillt bin aufzubringen. Ich dachte das wäre ein Sachbuch und keine soziologische Fachliteratur, doch das ist es stellenweise. Beispiel Seite 56: "Das bedeutet, dass der Mangel als Negation des Menschen im Menschen durch die Materie ein dialektisches Intelligibilitätsprinzip ist". Aha.
Dazu kommt eine mieserable Übersetzung die sich keine Mühe gibt französische Satzkonstruktionen und Ausdrucksweisen ins Deutsche zu übertragen, sondenr einfach nur wörtlich wiedergibt.
Fazit: Das Buch wäre mMn besser für eine breite Zielgruppe geeignet (was es ja aufgrund der Thematik sein sollte) wenn man es um 25% gekürzt und besser übersetzt hätte.
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am 2. Oktober 2005
Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, beginnt DAS IMPERIUM DER SCHANDE mit den Idealen der Französischen Revolution und der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, und spannt den Bogen zu den heutigen Verhältnissen. Dabei belegt er präzise und anschaulich, dass wir eine globale Feudalherrschaft der Kosmokratie erreicht haben, die die Länder des Südens mit Hilfe von Auslandsschulden, Korruption, Devisentransfers und Patenten systematisch und immer brutaler ausblutet. Laut Ziegler kann dagegen auch die UNO, weil sie auf der Autorität von Nationalstaaten gründet, immer weniger ausrichten. Die wahre Macht liegt bei den Institutionen der Kosmokratie: WTO, IWF und Weltbank. DAS IMPERIUM DER SCHANDE ist ein Manifest, das die revolutionären demokratischen Ideale der neoliberalen Propaganda entreißt, um sie in ihrem ursprünglichen Sinn für die Gegenwart einzufordern.
Die besondere Gabe von Ziegler ist es, exemplarische Fakten verbunden mit messerscharfer Analyse in den entsprechenden, historisch-philosophischen Rahmen zu stellen. Dadurch unterscheidet er sich von anderen Autoren, die bloße Fakten zusammentragen - so schockierend diese auch sein mögen.
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